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Die Alben

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Jazz - Erschienen am 31. Januar 2020 | ACT Music

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - 5 Sterne Fono Forum Jazz
Das ist beinahe zu schön, um wahr zu sein: „Epilog zur Hoffnung“ heißt das magische Intro dieses Albums. Und es hängt die Messlatte für dieses Duo von Klavier und Geige schon einmal unglaublich hoch. Umso traumhafter, dass Joachim Kühn und Mateusz Smocynski sie nie reißen werden. Dabei schlägt schon das nächste Stück eine vollkommen andere Tonart an. Wie ein Frage- und Antwortspiel werden nun Motive angerissen, fortgeführt, ausgesponnen – und ja, da ist der selbstvergessene Anfang wie weggeblasen und macht einer enormen Dringlichkeit Platz, die die Aufnahme durchziehen wird. Sicher, der polnische Geiger aus dem Atom String Quartett begreift das Musizieren hörbar als komplett sinnlichen Moment: Seine Geige singt, seufzt, gibt sich stets hochmusikantisch und erzählerisch. Hier schlägt die Musik einen weiten Bogen, ist „Schubertauster“ vom Akkordeonisten Vincent Peirani zu hören, auch Rabih Abou-Khalils „I’m Better Off Without You“, dazu abseitiges wie Gurdjiefs „No. 40“ aus seinem „Asian Songs And Rhythms“. Dazu Eigenes von Kühn, der sich melodisch gibt wie selten, sich zu erinnern scheint an seine frühe Zeit, als er klassische Musik spielte. Ein Stück von ihm ist nach dem Teufelsgeiger „Paganini“ benannt. Anderes tönt wieder sehr modern. Über allem aber scheint die gemeinsame Besinnung an den berühmten Geiger Zbigniew Seifert zu stehen, mit dem Kühn eng befreundet war. Für Smocynski ist Seifert eher ein Übervater, ein Leit- und Vorbild. Aber auch eine kritische Instanz, was das eigene Spiel anbetrifft. Selten haben sich zwei Musiker derart gut verstanden. Das Treffen von Kühn und Smocynski ist ganz einfach ein Glücksfall! © Urbach, Tilman / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 11. Oktober 2019 | Edition Records

Hi-Res Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Eine grandiose Verschmelzung aus Jazz und indisch-orientalischer Musik von einer wahren Supergroup. Man begann zu siebt, übrig blieben die „glorreichen drei“. Es war Tablavirtuose Zakir Hussain, der für die Non-Profit-Organisation SFJazz ein Projekt mit Jazzmusikern aus Indien plus Dave Holland und Chris Potter initiierte. Unter dem Bandnamen „Crosscurrents“ ging man als Septett auf Tour, reduzierte sich dann aber auf das musikalische Skelett Melodie, Bass, Rhythmus. Das „Crosscurrents Trio“ war geboren. Auf dem Debütalbum macht der Kollektivname freilich den Einzelnamen Platz, fein in alphabetischer Folge: Holland und Hussein, zwei Altmeister, die den Jazz, seine Entgrenzungs- und Fusionstendenzen seit Jahrzehnten mitgeprägt haben; Potter, einer der profiliertesten Saxofonisten der jüngeren Generation. Jeder von ihnen bringt zwei, drei Stücke mit – Holland sinnigerweise gerade solche („Mazad“, „Bedouin Trail“), die er schon 1997 für Anouar Brahems fantastisches Trioalbum „Thimar“ (mit John Surman) konzipierte. Die neuen Versionen sind ebenso wenig indische, wie die damaligen tunesische Musik waren, doch hier wie da fügen sie sich in ein faszinierendes, „indo-orientalisch“ gefärbtes World-Jazz-Ganzes. Die beiden „Westler“ agieren mit Hussain auf einem Level, das keine Genregrenzen kennt. Ihre beseelten Binnendialoge mit dem Tablameister sind von den „Twos“ und „Fours“ (Zwei-/Viertaktwechseln) des Bop ebenso inspiriert wie von klassischer indischer Musik. Wenn Sax und Bass sich am Klackern und den „Schluckauf “-artigen Glissandi seiner Trommeln hochschaukeln, sind das „Gespräche“ lebendigster Art. © Klostermann, Berthold / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 4. Oktober 2019 | Nonesuch

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Im Jahre 2013 war Joshua Redman auf Walking Shadows mit seinem Saxofon in einem herrlichen Orchester-Arrangement des Komponisten Patrick Zimmerli zu hören. Sechs Jahre später melden sich die beiden Männer mit einer dichtgedrängten Suite, Sun on Sand, zurück, wobei, wie Zimmerli es formuliert, jedes Stück der Suite ein unterschiedlicher „Ausdruck von Licht“ ist. Redman wird dabei vom Ensemble Brooklyn Rider mit dem Bassisten Scott Colley und dem Perkussionisten Satoshi Takeishi begleitet. All diese netten Leute rütteln an den Grenzen zwischen Jazz und zeitgenössischer Musik, und zwar mit einer untypischen Kombination aus George Russell, Milton Babbitt, Michael Nyman, ja sogar Frank Zappa, bei denen sie sich dies und jenes herauspicken. Wenn hier von Licht die Rede ist, dann betrifft es alle möglichen Formen. Joshua Redmans und Patrick Zimmerlis Platte gleicht einer Farbpalette mit recht originellen Nuancen von Hell-Dunkel bis hin zu strahlender Sonne. Wir schreiben das Jahr 2019, aber die Gattung Orchesterjazz ist nicht allzu sehr verbreitet, deshalb verdient es ihre vortreffliche Initiative, dass wir ihr unsere ganze Aufmerksamkeit schenken. © Max Dembo/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 20. September 2019 | ECM

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Ein Standardsalbum von Ethan Iverson! 17 Jahre lang war der Pianist Mitglied des Trios The Bad Plus, das eher für einen postmodernen Mix aus Avantgarde-Jazz, Indie-Rock und Pop bekannt ist als für einen ausgeprägten Hang zur Jazztradition. Wer aber mal bei Iversons Blog „Do the Math“ reinschaut (sehr empfehlenswert!), merkt gleich, mit welcher Achtung und Sachkenntnis dieser Musiker sich mit der Tradition auseinandersetzt. „Ich hatte viel mit modernem Jazz zu tun, wo es ums Dekonstruieren von Geschichte ging“, sagt er. „Das ist wichtig – man muss ja Neues finden. Irgendwann aber versucht man als Künstler, Tradition und Erbe auf ihre heutige Gültigkeit abzuklopfen. Um diese Tradition, um dieses Erbe geht’s bei diesem Album.“ Im Village Vanguard stellte er sich mit einem Quartett vor, das er um den Ausnahmetrompeter Tom Harrell herum konzipierte. Dessen durchweg fragiler, ja, „zerbrechlicher“ (Iverson) Ton kann unversehens leuchtende Strahlkraft entfalten, sein Spiel ist von einer Tiefe, die noch dem seichtesten Song (wie „Sentimental Journey“) Seele verleiht. Als Rhythmusteam zog Iverson den Bassisten Ben Street – ein Kollege im Billy Hart Quartet – und den Drummer Eric McPherson hinzu. Eine Konstellation, bei der man davon ausgehen kann, dass Tradition nicht altbacken daherkommt. Die Stücke – nur zwei Blues-Nummern sind aus Iversons Feder – erkennt man in der Regel nach ein bis zwei Takten, doch schon das Klavierintro zum Opener „The Man I Love“, mit der Melodie im spartanischen Einfingerstil und kontrastierenden Einwürfen der Linken, verrät den ganz eigenen, frischen Zugang. Und dass dieses Quartett swingt, versteht sich von selbst. © Klostermann, Berthold / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 20. September 2019 | ECM

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Zu den bevorzugten Arbeitsplätzen des französischen Künstlers Ernest Pignon-Ernest gehört der öffentliche Raum. Für die Platzierung seiner großformatigen schwarz-weißen Figurendarstellungen sucht er sich dafür passende Gebäude oder Mauern, wo sie für Betrachter eine spezielle Anziehungskraft haben. Louis Sclavis würdigte den Künstler bereits im Booklet seines im Jahr 2002 aufgenommenen ECM-Albums „Napoli’s Wall“. Auch in seinem neuesten Werk finden sich Fotos von dessen Arbeiten. Für den Ausnahmeklarinettisten sind Pignon-Ernests unmittelbar am Ort erstellten realistischen Gemälde oder Fotoinstallationen – von Paris bis Palästina – die Inspiration für seine magischen Kompositionen. Vergegenwärtigt man sich, wie diese allein schon unter diversen Wettereinflüssen jeweils anders wirken, findet sich schnell eine Parallele zu Sclavis’ Musik. In Kompositionen wie „L’heure Pasolini“ oder „La dame de Martigues“ sind es die reizvollen Schattierungen und die variantenreichen musikalischen Farben, die den Stücken ihre Faszination verleihen. Dabei gerät Sclavis nie in Versuchung, sich als Leader im Vordergrund zu positionieren. Erst im Zusammenspiel mit den Musikern seines Quartetts erhalten die Themen ihre besondere Form. Wie kongenial der Pianist Benjamin Moussay, die Bassistin Sara Murcia und der Drummer Christophe Lavergne auf Sclavis’ musikalische Vorstellungen eingehen, demonstriert das Quartett in den gemeinsam kreierten Stücken „Esquisse 1“ und „Esquisse 2“. Im Ausklang „Darwich Dans La Ville“ sind die brillanten Motive des Pianisten ebenso zu bewundern wie die Tonfiguren der Bassistin und die unaufdringlichen Rhythmen des Drummers. © Filtgen, Gerd / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 20. September 2019 | ECM

Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Ein Standardsalbum von Ethan Iverson! 17 Jahre lang war der Pianist Mitglied des Trios The Bad Plus, das eher für einen postmodernen Mix aus Avantgarde-Jazz, Indie-Rock und Pop bekannt ist als für einen ausgeprägten Hang zur Jazztradition. Wer aber mal bei Iversons Blog „Do the Math“ reinschaut (sehr empfehlenswert!), merkt gleich, mit welcher Achtung und Sachkenntnis dieser Musiker sich mit der Tradition auseinandersetzt. „Ich hatte viel mit modernem Jazz zu tun, wo es ums Dekonstruieren von Geschichte ging“, sagt er. „Das ist wichtig – man muss ja Neues finden. Irgendwann aber versucht man als Künstler, Tradition und Erbe auf ihre heutige Gültigkeit abzuklopfen. Um diese Tradition, um dieses Erbe geht’s bei diesem Album.“ Im Village Vanguard stellte er sich mit einem Quartett vor, das er um den Ausnahmetrompeter Tom Harrell herum konzipierte. Dessen durchweg fragiler, ja, „zerbrechlicher“ (Iverson) Ton kann unversehens leuchtende Strahlkraft entfalten, sein Spiel ist von einer Tiefe, die noch dem seichtesten Song (wie „Sentimental Journey“) Seele verleiht. Als Rhythmusteam zog Iverson den Bassisten Ben Street – ein Kollege im Billy Hart Quartet – und den Drummer Eric McPherson hinzu. Eine Konstellation, bei der man davon ausgehen kann, dass Tradition nicht altbacken daherkommt. Die Stücke – nur zwei Blues-Nummern sind aus Iversons Feder – erkennt man in der Regel nach ein bis zwei Takten, doch schon das Klavierintro zum Opener „The Man I Love“, mit der Melodie im spartanischen Einfingerstil und kontrastierenden Einwürfen der Linken, verrät den ganz eigenen, frischen Zugang. Und dass dieses Quartett swingt, versteht sich von selbst. © Klostermann, Berthold / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 20. September 2019 | ECM

Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Zu den bevorzugten Arbeitsplätzen des französischen Künstlers Ernest Pignon-Ernest gehört der öffentliche Raum. Für die Platzierung seiner großformatigen schwarz-weißen Figurendarstellungen sucht er sich dafür passende Gebäude oder Mauern, wo sie für Betrachter eine spezielle Anziehungskraft haben. Louis Sclavis würdigte den Künstler bereits im Booklet seines im Jahr 2002 aufgenommenen ECM-Albums „Napoli’s Wall“. Auch in seinem neuesten Werk finden sich Fotos von dessen Arbeiten. Für den Ausnahmeklarinettisten sind Pignon-Ernests unmittelbar am Ort erstellten realistischen Gemälde oder Fotoinstallationen – von Paris bis Palästina – die Inspiration für seine magischen Kompositionen. Vergegenwärtigt man sich, wie diese allein schon unter diversen Wettereinflüssen jeweils anders wirken, findet sich schnell eine Parallele zu Sclavis’ Musik. In Kompositionen wie „L’heure Pasolini“ oder „La dame de Martigues“ sind es die reizvollen Schattierungen und die variantenreichen musikalischen Farben, die den Stücken ihre Faszination verleihen. Dabei gerät Sclavis nie in Versuchung, sich als Leader im Vordergrund zu positionieren. Erst im Zusammenspiel mit den Musikern seines Quartetts erhalten die Themen ihre besondere Form. Wie kongenial der Pianist Benjamin Moussay, die Bassistin Sara Murcia und der Drummer Christophe Lavergne auf Sclavis’ musikalische Vorstellungen eingehen, demonstriert das Quartett in den gemeinsam kreierten Stücken „Esquisse 1“ und „Esquisse 2“. Im Ausklang „Darwich Dans La Ville“ sind die brillanten Motive des Pianisten ebenso zu bewundern wie die Tonfiguren der Bassistin und die unaufdringlichen Rhythmen des Drummers. © Filtgen, Gerd / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 6. September 2019 | ECM

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - 5 Sterne Fono Forum Jazz
Platten mit dem Zweiergespann Klavier/Trompete sind eher selten. Angefangen damit haben Louis Armstrong und Earl Hines im Jahre 1928, als sie Weather Bird einspielten, und erst sehr viel später taten es ihnen andere gleich, insbesondere Chet Baker und Paul Bley (Diane im Jahre 1985), Tom Harrell und Jacky Terrasson ‎(Moon and Sand, 1991), Martial Solal und Eric Le Lann (Portrait in Black and White, 2000), Martial Solal und Dave Douglas (Rue de Seine, 2006), Uri Caine und Paolo Fresu (Things, 2006), Enrico Rava und Stefano Bollani (Rava Plays Rava, 1999 und The Third Man, 2007), Oscar Peterson mit fünf Alben (mit Dizzy Gillespie, Roy Eldridge, Clark Terry, Jon Faddis und Harry "Sweets" Edison), Clark Terry mit One on One  im Jahre 2000 (mit vierzehn verschiedenen Pianisten!) und dann vor nicht allzu langer Zeit erst, Vijay Iyer und Wadada Leo Smith (A Cosmic Rhythm With Each Stroke, 2016)…Avishai Cohen und Yonathan Avishai kennen sich seit ihren Jugendjahren aus Tel-Aviv. Der Pianist war sogar mit von der Partie, als der Trompeter seine beiden Alben bei ECM, Into the Silence und Cross My Palm With Silver, einspielte. Dank ihrer felsenfesten Freundschaft können sie es sich erlauben, für Playing the Room, ihr erstes gemeinsames Werk zu zweit, frei und spielerisch, noch dazu äußerst gefühlsintensiv zu improvisieren. Wie der Titel dieses Wunders schon sagt, integrieren die beiden Israelis auch den Aufnahmeort, das Auditorio Stelio Molo RSI in Lugano, in die Klangwelt des Projekts, indem sie Resonanz und Akustik des Ortes grenzenlos ausschöpfen. Jeder von ihnen präsentiert ein eigenes Thema, um dann zu einem vielseitigen Repertoire überzugehen, in dem wir John Coltrane (Cresent), Duke Ellington (Azalea), Abdullah Ibrahim (Kofifi Blue), Ornette Coleman (Dee Dee), Milt Jackson (Ralph's New Blues), Alexander Argov (Shir Eres) und Stevie Wonder (Sir Duke) begegnen. Heterogene Materie, die sie in herrlich fesselnden Kammerjazz verwandeln. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 19. Juli 2019 | Edition Records Ltd.

Hi-Res Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Wer die Entwicklung der englischen Trompeterin Laura Jurd seit ihrem Debüt-Album „Landing Ground“ 2012 verfolgte, der spürte mit zunehmender Gewissheit, dass von der heute 29-Jährigen noch Großes zu erwarten sei. Ihr neues Opus „Stepping Back, Jumping In“ freilich übertrifft selbst kühnste Hoffnungen. Weshalb einem bereits nach wenigen Takten atemlosen Hörens Platons Diktum „Staunen ist der Anfang der Erkenntnis“ in den Sinn kommt. Und die Frage, warum nicht auch deutsche Konzerthäuser derartige Projekte beauftragen wie das Londoner „King’s Place“ für seine Reihe „Venus Unwrapped“? Denn dort gab man Laura Jurd die Chance, ein 14-köpfiges Ensemble zu formieren, das mit faszinierender Spielfreude wahre Wunderwelten moderner Klangkunst kreiert, deren melodische wie rhythmische Vielschichtigkeit voller farbenreicher Kontrastierungen gleichermaßen Herz und Verstand überwältigt. Ihr knapp elfminütiger Opener „Jumping In“ serviert in rasanter Brillanz bereits alle Zutaten, die hier gewitzt durchdekliniert werden: Streicher gegen persisches Hackbrett, Blech gegen Banjo, garniert von packenden Beats aller Rhythmiker. Elliot Galvins atemberaubendes „Ishtar“ führt dagegen subtile Synthi-Sounds mit Geigenklängen raffiniert in freie Gefilde, füllt Pausen perkussiv und gibt auch Laura Jurd ein feines Showcase. Deren „Jump Cut Shuffle“ alles andere als das ist, tönt hier doch allein das Ligeti Quartet minimalistisch. Während Anja Lauvdals „Companion Species“ sich als trickreich brodelnde Jazznummer samt strahlender Trompete erweist. Ein grandios inszeniertes Meisterwerk, das Jazz zu zeitgenössischer Kammermusik adelt und in ungeahnte Dimensionen hebt. © Thielmann, Sven / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 19. Juli 2019 | Galileo Music Communication

Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Dieses Album ist etwas für Kenner italienischer Musik. Denn weder kommt man so ohne weiteres darauf, dass sich hinter „Doctor 3“ ein seit den 1990er-Jahren bestehendes, mehrfach ausgezeichnetes Trio des Pianisten Danilo Rea verbirgt. Noch erkennt man in dem Titel „Canto libero“ ihrer jüngsten Produktion sofort die Anspielung auf die Erfolgsscheibe „Il mio canto libero“ von 1972 des in Italien legendären Lucio Battisti. Und dass hier zehn seiner Super-Hits – in erfrischend jazzigem Gewande – funkeln, werden auch nur jene Hörer erkennen, denen es bei Titeln wie „Mi ritorni in mente“, „29 Settembre“ oder „Il tempo di morire“ noch erinnerungsselig in den Ohren klingelt. Bereits der Opener „Pensieri e parole“ demonstriert hinreißend, wie radikal „Doctor 3“ die Canzone des wohl innovativsten Protagonisten der musica leggera entschlackt. Befreit von allem ProgRock-Bombast, funkelt da allein die von Danilo Rea am Flügel schön durchgezeichnete Melodie, die Fabrizio Sferra delikat strukturiert, während Enzo Pietropaoli mit muskulären Bass-Lines glänzt. Was bei „Perché no“ noch imposanter tönt, sanft raschelnd begleitet von dem römischen Drummer, der allerdings auch kräftig zulangen kann, wie ihr erstes eigenes Intermezzo „Doctor 1“ zeigt. Es ist ein fabelhaftes Wechselspiel aus eleganten Balladen und groovenden Up-Tempo-Nummern, mit dem die drei Jazzer den Kompositionen des experimentierfreudigen Cantautore ihre Reverenz erweisen. Wobei stupender Tastendonner auf beinhart swingenden Fundamenten tanzt, um gleich darauf zärtlich durch entzückende Melodien zu tändeln, die hier einen ganz anderen Charme als die Originals versprühen. Der Vergleich ist spannend, das Trio grandios und Lucio Battisti entdeckenswert. © Thielmann, Sven / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 5. Juli 2019 | PentaTone

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Die amerikanische Sopranistin Melody Moore, die in so unterschiedlichen Rollen wie Tosca (Puccini), Mimi (La Bohème von Puccini), die Gräfin (Die Hochzeit des Figaro von Mozart), Carmen (Bizet), Pamina (Mozarts Zauberflöte) oder Senta (Wagners Fliegender Holländer) zu hören ist, bietet uns hier ein Rezital amerikanischer Lieder ("An American Song Album"). Es repräsentiert eine Art Panorama der Vereinigten Staaten als Symbol für einen großen Schmelztiegel verschiedener Kulturen, mit Liedern, die von irischer, walisischer, chilenischer, deutscher, arabischer und afroamerikanischer Dichtung inspiriert sind.Das Repertoire dieses höchst originellen Albums umfasst unter anderem Samuel Barber's Hermit Songs. Dieser wunderschöne Zyklus von zehn Liedern entstand 1953 nach Texten aus einer Sammlung anonymer Gedichte von irischen Mönchen und Gelehrten des 7. bis 13. Jahrhunderts, die im 20. Jahrhundert von verschiedenen Autoren übersetzt wurden. Weiterhin finden wir einen Zyklus aus jüngster Zeit, These Strangers, den Jake Heggie 2018 zu engagierten Texten von Emily Dickinson, Frederik Douglass, Martin Niemöller und Walt Whitman verfasst hat. Es folgen eine Reflexion über die Mutterschaft in Carlisle Floyds The Mystery sowie eine vielfältige Auswahl an Vokalwerken von Gordon Getty. Melody Moore wird von Bradley Moore, Pianist und Repetitor der Metropolitan Opera of New York, begleitet, mit dem sie regelmäßig zusammenarbeitet. © François Hudry/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 28. Juni 2019 | RareNoiseRecords

Hi-Res Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Wenige Musiker haben eine solch beeindruckende Credit-List wie der 1971 in Brooklyn geborene Jamie Saft – von A wie John Adams bis Z wie John Zorn. Und dies nicht nur als Tastenkünstler, sondern auch als Produzent und Toningenieur. Viele Jahre war der Mann mit dem markanten Bart hierzulande bestenfalls ein Geheimtipp. Doch seit er aus New York ins beschauliche Hudson Valley gezogen ist, kümmert sich Saft verstärkt um eigene Projekte, mit denen er auch in Europa tourt. Was nun alle Fans spiritueller Jazzsounds auf eine live-haftige Begegnung mit „The Jamie Saft Quartet“ hoffen lässt, dessen Album „Hidden Corners“ grandios auf den Spuren von John Coltrane, Albert Ayler und Pharoah Sanders wandelt. Deren Suche nach ekstatischen Bewusstseinszuständen in der Musik paart der Liebhaber jüdischer Mystik mit Elementen kabbalistischer Numerologie, was man jedoch nur als intellektuellen Überbau zur Kenntnis nimmt. Denn grau ist alle Theorie – die Soundscapes dieser audiophilen Scheibe dagegen strotzen vor leuchtenden Farben. „Positive Way“ ist die erste Offenbarung, folgt doch dem flirrenden Piano-Einstieg samt lässig groovendem Bass das feurige Tenorsax von Dave Liebman als „healing force“ im brodelnden Geschehen, das bei „Seven Are Double“ in faszinierender Quirligkeit noch wilder aufkocht. Wobei Bradley Jones’ Bass derart wuchtig durchschlägt, dass dieser Track künftig für Subwoofer-Tests genutzt werden sollte. Bei „Yesternights“ erlebt dann Lieb’s Sopransax die Apotheose in Trane’s Gefilde, während seine delikate Flöte „231 Gates“ zu luftiger Interaktion öffnet. Ein faszinierendes Erlebnis großer Emotionen von spiritueller Luzidität. © Thielmann, Sven / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 21. Juni 2019 | Intakt Records

Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Zu den bekanntesten Farbholzschnitten des japanischen Künstlers Katsushika Hokusai zählt „Die große Welle vor Kanagawa“. Sie ist Teil seines Werkzyklus „36 Ansichten über den Berg Fuji“. Für das Albumcover hat Aki Takase jedoch eine weniger dramatische Ansicht des heiligen Bergs ausgewählt. Mit den Werken des Künstlers ist die seit mehr als 30 Jahren in Deutschland lebende japanische Pianistin Aki Takase bestens vertraut. Ihm widmet sie mit „Hokusai“ ein leidenschaftliches Piano-Soloalbum. Mit welch virtuosem Einfühlungsvermögen sie die Sounds wichtiger Jazzrepräsentanten aus dem traditionellen wie auch avantgardistischen Bereich in ihrer Musik weiterführte, ist hinreichend bekannt. Zu ihrem aktuellen Projekt statuiert sie im Booklet: „Hokusai hat so viele Richtungen in der Malerei gezeigt, deshalb wollte ich verschiedene Farben der Improvisation zeigen. Das ist meine innere Landschaft“. Bei dem im Juni 2018 live im Sendesaal des Rundfunks Berlin-Brandenburg aufgezeichneten Konzert beziehen sich fast alle Kompositionen auf Hokusai. Die wenigen Ausnahmen sind „Cherry“, das Takase schon früher mit dem Saxofonisten David Murray aufnahm, „Dr. Beat“, ihrem Ehemann Alexander von Schlippenbach gewidmet, sowie ihre gemeinsame Komposition „Bach Factory“. Das meditativ ruhige „Crane“ steht am Anfang der an kontrastreichen melodischen und rhythmischen Schattierungen reichen Hommage. Dabei wechseln sich Takases freie Ausbrüche wie in „Hokusai Manga“ mit nachdenklich impressionistischen Stücken wie „Silent Landscape“ ab. Jedes ihrer Themen führt zu einer vielschichtigen, in brillanten Nuancen umgesetzten Beschreibung von Hokusais Werk. © Filtgen, Gerd / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 14. Juni 2019 | ACT Music

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Harfe gegen Harfe – und das im Jazz? Meinen die das ernst? Aber der Titel „Harp vs. Harp“ ist eine kleine Irreführung. Tatsächlich spielt der Kolumbianer Edmar Castaneda die aufrecht stehende korpuslose Harfe, während der aus der Schweiz stammende Grégoire Maret zur Mundharmonika greift. Heraus kommt eine Musik, deren Spielfreude überwältigt und weit über den Jazz ins Weltmusikalische hinausweist. Castaneda ist hörbar in der südamerikanischen Folklore von Argentinien bis Mexiko zu Hause. Vor allem ist der Wahl-New-Yorker aber ein Musiker, der sein Instrument vollkommen neu klingen lässt und dessen Möglichkeiten musikalisch wie klanglich ausweitet. Mühelos kann er die Bassbegleitung ersetzen, die Saiten funky zupfen oder auch konventionell zum Klingen bringen. Und Maret spielt tatsächlich so gut und lässig, als wäre ein neuer Toots Thielemans geboren. Man kennt ihn vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Pat Metheny. Das eigentlich Spannende an dieser New Yorker Session aber ist ihr instrumentales Line-Up, denn zur ungewöhnlichen Paarung von Harfe und Mundharmonika gesellen sich ein Banjo und mitunter die rezitierende Gesangsstimme von Andrea Tierra. Da ist es zum Tango nie weit. Aber der stilistische Bogen spannt sich wirkmächtig über Kontinente. So tönt Béla Flecks Banjo elektronisch gebläht mitunter wie eine Oud, eine arabische Knickhalslaute. Manche Songs wie Luiz Bonfas „Manha de Carnaval“ sind so bekannt, dass sie direkt und manchmal arg eingängig ins Ohr finden. Interessanter sind Stücke wie Charlie Hadens „Our Spanish Love Song“. Am Ende steht eine Musik, die trotz ihres iberischen Idioms über weite Strecken ortlos ist. Wunderschön! © Urbach, Tilman / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 31. Mai 2019 | ECM

Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
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Jazz - Erschienen am 14. Juni 2019 | ECM

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Dem für neue Formen bekannten Label ECM gelingen immer wieder kategorienübergreifende Alben und diese Kategorie passt perfekt zu diesem Lost River. Das Projekt haben der Schlagzeuger Michele Rabbia und der Gitarrist Eivind Aarset, die in Duo-Konzerten schon zusammen gespielt hatten, ausgeheckt. Rabbia kooperiert auch mit dem Posaunisten Gianluca Petrella. Diese Platte ist aber eine Premiere für dieses Trio, und die Idee dazu ist Manfred Eicher, dem Münchner Vorstand des Labels zu verdanken. Ihre Musik besteht aus großteils improvisierten, reich strukturierten Klangereignissen und ergibt letzten Endes eine teilweise von elektronischen Passagen durchsetzte, unbeschwerte, aber stimmungsvolle Sinfonie. Lost Rivers, das ganz vage an Nils Petter Molvӕrs legendäres, 1988 bei ECM veröffentlichtes Album Khmer erinnert, spielt mit Empfindungen, Formen und Raum, dem zentralen Element dieser Musik. Überall herrscht Schwerelosigkeit und dennoch verflüchtigt sich nichts in diesem herrlichen, nirgendwo heimischen Jazz, der zum Nachdenken und Meditieren anregt. © Max Dembo/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 14. Juni 2019 | ECM

Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Es ist kein Zufall, dass bei diesem Album der Name des Drummers Michele Rabbia an erster Stelle firmiert. Sein Spiel – das filigrane Zischen der Becken, das dunkle Grollen der Toms, dazu Live-Electronics zwischen Geräusch und Ton – strukturiert diese horizontale Musik: die stehenden Klänge von Eivind Aarsets Gitarre, die dunkel geblasene Posaune von Gianluca Petrella. Aarset und Rabbia kannten sich bereits von mehreren Duokonzerten, Petrella stieß als dritter Mann hinzu. Die Geburt eines Trios, das sich dem Raumklang verschrieben hat. Immer wieder kreist das Album „Lost River“ um das Thema „Wasser“. Das Gleiten, die Klangstrudel, die wellenartig wiederkehrenden Motive, dahinplätschernde Töne – all das ist lautmalerisch nachzuempfinden. Und natürlich wird der Totenfluss „Styx“ als mythischer Klangstrom thematisiert. Musik nicht von dieser Welt, eher eine mystische Traumlandschaft. Interessant wird es, wenn Rabbia und Petrella abstrakte elektronische Soundfelder präsentieren, die sich jeder Kategorisierung entziehen. Auch Eivind Aarset agiert meist jenseits erwartbarer Gitarrenpfade. All das ist fokussiert auf Sparsamkeit, auf den Rückzug ins Inwendige, vollständig entkernt. Und das, obwohl die Musik opulent, beinahe als Klangwand herüberkommt. Tatsächlich entwickelte sich diese ungeheuer suggestive Musik spontan im Kollektiv. Erstaunlich, wie genau, wie feinsinnig hier interagiert wird. Das Hören als Expedition, das Ohr als Kompass. Mit dem Aufnahmestudio als großem Denklabor! © Urbach, Tilman / www.fonoforum.de
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Modern Jazz - Erschienen am 17. Mai 2019 | Nonesuch

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Brad Mehldau kann man wirklich nicht vorwerfen, dass er sich auf seinen Lorbeeren ausruht oder immer wieder dasselbe macht. Mit Finding Gabriel präsentiert der amerikanische Pianist ein ehrgeiziges und facettenreiches Album, das die bekannten Trennlinien des Jazz weit hinter sich lässt. Schon 2014 hatte er mit dem Schlagzeuger Mark Guiliana eine hervorragende Platte geschaffen: Mehliana: Taming the Dragon. Und dieser Jahrgang 2019 scheint eine Fortsetzung davon zu sein, in weitaus üppigerer Form. Finding Gabriel ist vor allem die Folge davon, dass er sich in die Lektüre der Bibel vertieft hat; das ist auch der Grund für den Erzengel Gabriel im Titel … „Viele Stücke habe ich eingangs mit Synthesizern und Mark Guiliana am Schlagzeug besetzt. Ich bin in ähnlicher Weise vorgegangen wie bei Taming the Dragon. Dann kam eine Schicht nach der anderen hinzu und die menschliche Stimme wurde ein wichtiges Element, jedoch ohne irgendwelche Worte, sondern im Sinne von rein harmonischem, gefühlvollem Ausdruck.“ Beim ersten Anhören wirkt es etwas verstörend, denn das mystische Resultat – wie könnte es auch anders sein – ist ganz einfach faszinierend und quillt vor Ideen nur so über. Wenn Mehldau an seinem Klavier sitzt, an seinen Synthesizern (dazu gehören Dave Smith / Tom Oberheim OB-6), seinem Fender Rhodes, am Schlagzeug, oder auch – und das ist eine Premiere! – am Mikrofon steht, dann lässt er vor uns eine mit dem Fusion Jazz flirtende (Pat Metheny oder Weather Report lassen grüßen) Sinfonie voller Bläser, Streicher und Elektro vorbeiziehen, in der die menschliche Stimme einen ganz besonderen Stellenwert hat. Der amerikanische Pianist ist übrigens nicht der einzige, der singt, denn er hat insbesondere Kurt Elling, Becca Stevens und Gabriel Kahane zu sich gebeten. Unter den Gästen befinden sich aber auch die Violinistin Sara Caswell, der Trompeter Ambrose Akinmusire, die Saxofonisten Joel Frahm, Charles Pillow und Chris Cheek sowie der Flötist Michael Thomas. Im Endergebnis liefert Brad Mehldau eine recht originelle, spirituelle Odyssee, die mit den Werken für sein Trio kaum etwas zu tun hat. © Max Dembo/Qobuz
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Jazzgesang - Erschienen am 17. Mai 2019 | Jazzhaus Records

Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Wenn es um die Frage geht, wer denn nun eine wahrhaft europäische Jazzsängerin ist, kommt einem sofort Cécile Verny in den Sinn. Verbindet die 1969 in der Elfenbeinküste geborene Vokalistin, die ihre Jugend in der Normandie, der Picardie und im Elsass verbrachte, bevor sie 1989 der Liebe wegen nach Freiburg zog, doch unterschiedlichste Einflüsse zu genuinen Klangbildern, die sie zu einer ebenso unverwechselbaren wie grandiosen Künstlerin machen. Einen erheblichen Anteil daran hat ihre Band mit Bernd Hetzler (Bass), Andreas Erchinger (Piano, Keyboards) und Lars Binder (Drums, Perkussion), die Cécile Verny seit über 25 Jahren in unaufgeregt-zweckdienlicher Eleganz wunderbare Klangteppiche für ihre faszinierenden Songs auslegt. Gleich 17 davon präsentiert die 50-Jährige, deren eindringlich-geschmeidige Stimme bei aller Reife eine erstaunlich jugendlich klingende Frische zeigt, auf ihrem jüngsten Album. Wie stets bei diesem perfekt interagierenden Quartett funkeln auch diesmal jazzige Rhythmen neben erdigen Grooves, steht französische Chanson-Tradition gleichberechtigt neben Inspirationen aus dem „Great American Songbook“. So könnte die Vertonung von William Blakes „I Heard An Angel Singing“ mit ihrem eleganten Auftakt glatt jenem entsprungen sein, entwickelt sich im Laufe des kraftvollen Geschehens aber zu einer modernen Pop-Ode. Der mit „Krakatoa Moon“ prompt der nächste, Hammond-garnierte Leckerbissen mit Dancefloor-Appeal folgt. Dynamisch buntschillernd zwischen zarter Grundierung und knackigem Drive, mal bluesig balladesk, mal beinhart soulig, leuchtet so ein heiteres Kaleidoskop bewegender Songs, die souverän zeigen, dass Jazz auch heutzutage noch Pop sein kann. © Thielmann, Sven / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 17. Mai 2019 | Palmetto+

Hi-Res Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz