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Die Alben

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Jazz - Erscheint am 9. April 2021 | ECM

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Jazz - Erscheint am 9. April 2021 | ECM

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Jazz - Erscheint am 19. März 2021 | ECM

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Jazz - Erscheint am 19. März 2021 | ECM

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Modern Jazz - Erschienen am 12. Februar 2021 | ECM

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Ohne viel Aufhebens setzt Jakob Bro seinen Weg fort, aber er ist und bleibt ein bedeutender Gitarrist, auch wenn er unterschätzt wird und in den Medien nicht oft zu Wort kommt, denn er ist unheimlich faszinierend… Mit Sound, Raum, Melodie und Klangpausen schuf sich der bei ECM unter Vertrag stehende, vierzigjährige Däne seine eigene Sprache, auch wenn ab und zu der Einfluss eines älteren Vorgängers wie Bill Frisell durchsickert. Diese Sprache begleitet ihn auf ganz neuen Wegen, wie etwa auf Uma Elmo, wofür er sich den Norweger Arve Henriksen und den Spanier Jorge Rossy an Bord geholt hat. Das aus Gitarre, Trompete und Schlagzeug bestehende Trio ist originell, sodass sich die ausschließlich von Bro komponierten Melodien auf unerwartete Weise entwickeln können. Das Trio manipuliert hier die Klangstrukturen auf raffinierte Art, so dass die herrschende Unbeschwertheit nicht aalglatt wird oder gar zu einem leeren Wort verkommt. Denn diese zwischen meditativen Einschüben und unter Hochspannung stehenden Sequenzen wechselnde Musik wirkt nachhaltig auf das Gemüt. Man wird mitgerissen von dieser unendlich weitreichenden Klanglandschaft, in der Henriksens Trompete einem total hypnotisierenden Sirenengesang gleicht, Bros Gitarre im Zickzackkurs dahinsteuert und Rossy mit seinen Schlagstöcken stimulierende Zeichen setzt. In Housework hinterlassen ihre Interaktionen das Gefühl, sie würden wie in einem Traum gegen den Strom schwimmen, bis sie bei einer Art von Jazz ankommen, dem jegliche Struktur fehlt und der nur durch ein elektronisches Magma zusammengehalten wird. Jakob Bro begrüßt auch die Vorgänger. To Stanko ist eine Hommage an den 2018 verstorbenen polnischen Trompeter Tomasz Stanko, in dessen Dark Eyes Quintet er mitgespielt hatte. Und Music for Black Pigeons ist dem großartigen Saxofonisten Lee Konitz gewidmet, der 2020 starb … Hat man sich dieses Uma Elmo dann angehört, fühlt man sich ganz erschöpft. Geistig, aber auch körperlich. Eine anspruchsvolle Erfahrung, die erfrischender nicht sein könnte, da sie unaufhörlich über die Grenzen musikalischer Improvisation hinausgeht. © Marc Zisman/Qobuz
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Modern Jazz - Erschienen am 12. Februar 2021 | ECM

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Ohne viel Aufhebens setzt Jakob Bro seinen Weg fort, aber er ist und bleibt ein bedeutender Gitarrist, auch wenn er unterschätzt wird und in den Medien nicht oft zu Wort kommt, denn er ist unheimlich faszinierend… Mit Sound, Raum, Melodie und Klangpausen schuf sich der bei ECM unter Vertrag stehende, vierzigjährige Däne seine eigene Sprache, auch wenn ab und zu der Einfluss eines älteren Vorgängers wie Bill Frisell durchsickert. Diese Sprache begleitet ihn auf ganz neuen Wegen, wie etwa auf Uma Elmo, wofür er sich den Norweger Arve Henriksen und den Spanier Jorge Rossy an Bord geholt hat. Das aus Gitarre, Trompete und Schlagzeug bestehende Trio ist originell, sodass sich die ausschließlich von Bro komponierten Melodien auf unerwartete Weise entwickeln können. Das Trio manipuliert hier die Klangstrukturen auf raffinierte Art, so dass die herrschende Unbeschwertheit nicht aalglatt wird oder gar zu einem leeren Wort verkommt. Denn diese zwischen meditativen Einschüben und unter Hochspannung stehenden Sequenzen wechselnde Musik wirkt nachhaltig auf das Gemüt. Man wird mitgerissen von dieser unendlich weitreichenden Klanglandschaft, in der Henriksens Trompete einem total hypnotisierenden Sirenengesang gleicht, Bros Gitarre im Zickzackkurs dahinsteuert und Rossy mit seinen Schlagstöcken stimulierende Zeichen setzt. In Housework hinterlassen ihre Interaktionen das Gefühl, sie würden wie in einem Traum gegen den Strom schwimmen, bis sie bei einer Art von Jazz ankommen, dem jegliche Struktur fehlt und der nur durch ein elektronisches Magma zusammengehalten wird. Jakob Bro begrüßt auch die Vorgänger. To Stanko ist eine Hommage an den 2018 verstorbenen polnischen Trompeter Tomasz Stanko, in dessen Dark Eyes Quintet er mitgespielt hatte. Und Music for Black Pigeons ist dem großartigen Saxofonisten Lee Konitz gewidmet, der 2020 starb … Hat man sich dieses Uma Elmo dann angehört, fühlt man sich ganz erschöpft. Geistig, aber auch körperlich. Eine anspruchsvolle Erfahrung, die erfrischender nicht sein könnte, da sie unaufhörlich über die Grenzen musikalischer Improvisation hinausgeht. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 29. Januar 2021 | ECM

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Als Shai Maestro 2018 bei ECM unterschrieb, bedeutete das für ihn einen Wendepunkt. Vier Alben, die einen gewissen Charme ausstrahlten, hatten dem israelischen Pianisten einen sicheren Platz in der aktuellen Jazz-Szene verschafft. In Begleitung einer aus engen Freunden bestehenden Rhythmussektion (der Peruaner Jorge Roeder am Kontrabass und der Israeli Ofri Nehemya am Schlagzeug) wanderte er dann einmal mehr einen Pfad entlang, auf dem er so viel Aufregendes und Vielseitiges zu erzählen weiß. Und zwar anhand von Melodien aus dem Jazz-Repertoire, aber auch mit traditioneller Musik aus dem Orient, wenn nicht sogar mit klassischer Musik aus der westlichen Welt. Diese Inspirationsquellen sowie ganze Bände voller erfrischender Geschichten entdecken wir auch auf Human wieder mit demselben Trio, zu dem sich nun Philip Dizack gesellt, der eine recht persönliche Note mitbringt. Der amerikanische Trompeter verarbeitet raffiniert die dem Trio innewohnenden Werte, knüpft aber mit dieser Musik zugleich an einen gewissen Klassizismus an. Dieses Erbe lässt Maestro nie aus den Augen und er erweist ihm hier mit Duke Ellingtons In A Sentimental Mood, der einzigen Neuinterpretation des Albums, die Ehre, aber auch mit Hank and Charlie, einer Hommage an Hank Jones und Charlie Haden. Am beeindruckendsten ist aber die – nie demonstrative – Virtuosität dieser Viererbande, und das geht so das ganze Human hindurch. Auf dieser anspruchsvollen Platte (Compassion) voller Poesie (The Thief’s Dream) steht die umwerfende Technik (GG) im Dienst der Melodien der jeweiligen Themen, die Maestro alle höchstpersönlich komponiert hat. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 29. Januar 2021 | ECM

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Könnte man Trio Tapestry als eines der wichtigsten Ensembles in Joe Lovanos langer Karriere bezeichnen? Ein Jahr nach seinem ersten Album für ECM realisiert der Saxophonist aus Cleveland mit seinen beiden Musikerkollegen, der Pianistin Marilyn Crispell und dem Schlagzeuger Carmen Castaldi, ein zweites, noch ergreifenderes Album. Bei der Veröffentlichung des ersten Albums beschrieb Lovano das Trio als „melodische, harmonische und rhythmische musikalische Tapisserie, die Stimmungen und Atmosphären aufrechterhält.“ Trio Tapestry war beseelter Jazz. Die Improvisationen auf Garden of Expression strahlen wieder Spiritualität und Ruhe aus. Lovano, Autor aller Kompositionen auf diesem Album, tritt nie als Lider Maximo in Erscheinung, sondern als Teil einer Einheit, die geschlossen ist wie nie zuvor. Eine einzige Stimme, getragen vom Willen zur Klarheit. Crispell ist im Unausgesprochenen, im Ungespielten umwerfend präzise. Das Spiel dieser zu Unrecht unterschätzten Pianistin war noch nie von einer solchen Tiefe. Von Lovanos ebenfalls zurückhaltendem Saxophon geht in diesen turbulenten Zeiten (das Album ist den Covid19-Opfern gewidmet) ein sanfter Hauch heilsamer Gelassenheit aus, eine wohltuende Brise, eine willkommene Besinnungspause. Wunderbar. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 29. Januar 2021 | ECM

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Als Shai Maestro 2018 bei ECM unterschrieb, bedeutete das für ihn einen Wendepunkt. Vier Alben, die einen gewissen Charme ausstrahlten, hatten dem israelischen Pianisten einen sicheren Platz in der aktuellen Jazz-Szene verschafft. In Begleitung einer aus engen Freunden bestehenden Rhythmussektion (der Peruaner Jorge Roeder am Kontrabass und der Israeli Ofri Nehemya am Schlagzeug) wanderte er dann einmal mehr einen Pfad entlang, auf dem er so viel Aufregendes und Vielseitiges zu erzählen weiß. Und zwar anhand von Melodien aus dem Jazz-Repertoire, aber auch mit traditioneller Musik aus dem Orient, wenn nicht sogar mit klassischer Musik aus der westlichen Welt. Diese Inspirationsquellen sowie ganze Bände voller erfrischender Geschichten entdecken wir auch auf Human wieder mit demselben Trio, zu dem sich nun Philip Dizack gesellt, der eine recht persönliche Note mitbringt. Der amerikanische Trompeter verarbeitet raffiniert die dem Trio innewohnenden Werte, knüpft aber mit dieser Musik zugleich an einen gewissen Klassizismus an. Dieses Erbe lässt Maestro nie aus den Augen und er erweist ihm hier mit Duke Ellingtons In A Sentimental Mood, der einzigen Neuinterpretation des Albums, die Ehre, aber auch mit Hank and Charlie, einer Hommage an Hank Jones und Charlie Haden. Am beeindruckendsten ist aber die – nie demonstrative – Virtuosität dieser Viererbande, und das geht so das ganze Human hindurch. Auf dieser anspruchsvollen Platte (Compassion) voller Poesie (The Thief’s Dream) steht die umwerfende Technik (GG) im Dienst der Melodien der jeweiligen Themen, die Maestro alle höchstpersönlich komponiert hat. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 29. Januar 2021 | ECM

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Könnte man Trio Tapestry als eines der wichtigsten Ensembles in Joe Lovanos langer Karriere bezeichnen? Ein Jahr nach seinem ersten Album für ECM realisiert der Saxophonist aus Cleveland mit seinen beiden Musikerkollegen, der Pianistin Marilyn Crispell und dem Schlagzeuger Carmen Castaldi, ein zweites, noch ergreifenderes Album. Bei der Veröffentlichung des ersten Albums beschrieb Lovano das Trio als „melodische, harmonische und rhythmische musikalische Tapisserie, die Stimmungen und Atmosphären aufrechterhält.“ Trio Tapestry war beseelter Jazz. Die Improvisationen auf Garden of Expression strahlen wieder Spiritualität und Ruhe aus. Lovano, Autor aller Kompositionen auf diesem Album, tritt nie als Lider Maximo in Erscheinung, sondern als Teil einer Einheit, die geschlossen ist wie nie zuvor. Eine einzige Stimme, getragen vom Willen zur Klarheit. Crispell ist im Unausgesprochenen, im Ungespielten umwerfend präzise. Das Spiel dieser zu Unrecht unterschätzten Pianistin war noch nie von einer solchen Tiefe. Von Lovanos ebenfalls zurückhaltendem Saxophon geht in diesen turbulenten Zeiten (das Album ist den Covid19-Opfern gewidmet) ein sanfter Hauch heilsamer Gelassenheit aus, eine wohltuende Brise, eine willkommene Besinnungspause. Wunderbar. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazzgesang - Erschienen am 13. November 2020 | ECM

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2018 entschloss sich Elina Duni zu einem Sprung ins kalte Wasser, um im Alleingang weiterzumachen. Zumindest war zum ersten Mal ihr Name allein auf dem Cover des Albums zu lesen. Nach zwei Platten mit einem eher dem Jazz zuzuordnenden Quartett, das die Sängerin aus Tirana leitete, veröffentlichte sie bei ECM mit Partir eine herrliche Sammlung an Stücken, die sowohl von Liebe als auch von Verlust und Abschied erzählten und die sie selbst mit Klavier, Gitarre oder Perkussionsinstrumenten untermalte. Werke, die entweder in der Folklore oder in der populären Musik wurzelten… Mit Lost Ships setzt Duni ihre 2017 begonnene Zusammenarbeit mit dem jungen britischen Gitarristen Rob Luft fort. Das Duo präsentiert sehr wohl Liebeslieder, aber auch Lieder, in denen Exil und Leid im Mittelpunkt stehen. Die schlimmen Zustände in dieser Welt, egal, ob es sich nun um dramatische Geschichten von Migranten oder ökologische Katastrophen handelt, erhalten mit dieser Auswahl an Melodien einen originellen und ergreifenden Resonanzkörper. Es hört sich an wie eine Kombination von Strukturen sowohl aus dem Mittelmeerraum und als auch aus dem Jazz, anhand derer das Duo mit Hilfe des britischen Pianisten und Perkussionisten Fred Thomas und des Schweizer Flügelhornspielers Matthieu Michel so etwas wie eine Kammersinfonie kreiert… Eine Jazz-Ballade, ein Lied aus Italien (Bella Ci Dormi), eine Volksweise aus Albanien (Kur Më Del Në Derë und N’at Zaman) oder ein durch Charles Aznavour (Hier encore) oder Frank Sinatra populär gewordener Klassiker (I’m a Fool to Want You), alle diese von überall her kommenden Inspirationen fließen dank der ausdrucksvollen Stimme einer Elina Duni ineinander über, und dabei entsteht eine Art Fado aus dem Balkan oder europäischer Blues, der nie drückend wirkt, weil er immer wieder neue Hoffnung mit sich bringt. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 13. November 2020 | ECM

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Jazz - Erschienen am 6. November 2020 | ECM

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Jazz - Erschienen am 6. November 2020 | ECM

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Dino Saluzzi veröffentlicht eher selten eine Platte. Und noch seltener als Solist allein mit seinem Bandoneon. Deshalb ist dieses Albores für die Fans des argentinischen Maestros ein besonderes Ereignis. Diese zwischen Februar und Juni 2019 in seinem Studio in Buenos Aires eingespielten neun Themen zeigen, dass sich seine Musik, so einfach sie auch daherkommt, als unerschöpfliche Quelle für Geschichten erweist. Der eingefleischte Erzähler spinnt aus intimsten und sogar äußerst persönlichen Umständen universell gültige Beschreibungen. So bringt er etwa die Arbeit seines Vaters, des Komponisten Cayetano Saluzzi in Don Caye zur Sprache oder er erweist in Adiós Maestro Kancheli dem 2019 verstorbenen georgischen Komponisten Giya Kancheli die Ehre, dessen Repertoire er auf dem 2010 veröffentlichten Giya Kancheli: Themes From The Songbook zusammen mit Gidon Kremer und Andrei Pushkarev neu interpretiert hatte… Mit Albores noch mehr als mit seinen vorangegangenen Soloalben, wie etwa Kultrum (1982) und Andina (1988), die auch bei ECM erschienen waren, beseitigt Dino Saluzzi sämtliche Grenzen zwischen argentinischer Folklore, Jazz, zeitgenössischer und improvisierter Musik. Und seine extrem sachlichen Selbstgespräche lassen nichts anderes als den Klang seiner Stimme hören. Mit dem Balg passt er das Bandoneon dem Rhythmus der vorüberziehenden Zeit an und skizziert damit ein Stück des Weges, den er in den mehr als 85 Jahren seines Lebens zurückgelegt hat. In diesen Augenblicken, wenn die räumliche Stille die Noten etwas verdrängt, wirkt Saluzzi unnahbar und charismatischer denn je. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 30. Oktober 2020 | ECM

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Am 21. Oktober 2020, neun Tage vor der Veröffentlichung dieses Budapest Concert, teilt Keith Jarrett in einem Interview der New York Times mit, dass er im Februar und Mai 2018 zwei Schlaganfälle hintereinander erlitten hatte. Sie hatten ihn teilweise gelähmt. „Man sagte mir, dass ich mit meiner linken Hand nicht mehr als ein Glas würde halten können“, bedauert der 75-jährige Pianist, der wohl nie mehr auf der Bühne zu sehen sein wird. Dabei spielt in seinem Werk eben die Bühne eine so große Rolle. Seine unerschöpfliche Diskografie enthält unzählige Live-Einspielungen. Denn für Jarrett haben diese Konzertmitschnitte denselben Wert wie Studioaufnahmen. Wenn nicht sogar einen höheren… Am 3. Juli 2016 steht der Amerikaner alleine auf der Bühne des Béla Bartók-Konzertsaals in Budapest. Wie so oft spielt er keine Stücke, sondern etwas, das aus mehreren, in diesem Fall von 1 bis 12 durchnummerierten Teilen besteht. Genauso wie auf seinem im November 2019 erschienenen Album Munich 2016, das er am 16. Juli 2016, ein paar Tage nach seinem Auftritt in Budapest eingespielt hatte. Für einen Bartók-Fanatiker wie Jarrett, der mütterlicherseits selbst ein Urenkel ungarischer Auswanderer ist, hat ein solches Ereignis eben eine ganz bestimmte Würze. Es überrascht uns nicht, wenn der Künstler die für ihn so typische Lawine an Improvisationen lostritt und auf seinen unbändigen Appetit verweist, denn sein Klavier swingt genauso wie bei seinen Vorgängern und er versteht sich darauf, zu rhythmisch und harmonisch komplexen Phrasen zu improvisieren. Ein ganzer Tsunami an Noten (mitten im Part III zitiert er jenen seiner Survivors’ Suite aus dem Jahr 1977) schwappt über, bevor dann ein von Grund auf neu verarbeitetes Blues-Motiv erklingt. Folkloristische Anleihen folgen auf rein klassische Strukturen. Und so geht es auch weiter. Die einzelnen Teile haben eigentlich nicht viel gemeinsam, aber Keith Jarretts dermaßen faszinierender Anschlag lässt die Zuhörer nicht abdriften und auch diesen stilistischen Stimmungswechsel werden sie nicht überdrüssig. Genauso wie in München klingt dieses im Entstehen begriffene Werk mit denselben zwei Klassikern aus, dem durch Sinatra bekannt gewordenen It's a Lonesome Old Town und mit Answer Me, das Nat King Cole so sehr am Herzen lag. Auf seine ganz eigene Art ruft er uns damit in Erinnerung, was bei ihm so Tradition ist, selbst wenn er sie auf den Kopf stellt und mit so viel Verwegenheit neu interpretiert… Eine umwerfende, abenteuerliche Reise mehr. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 30. Oktober 2020 | ECM

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Das vorliegende Doppelalbum dokumentiert das Solokonzert des Pianisten in der Béla Bartók National Concert Hall in Budapest und ist nach dem vielbeachteten Konzert in München (Munich 2016, ECM 2667-68) die zweite Liveaufnahme aus seiner Europatournee von 2016.  Jarrett, dessen familiäre Wurzeln bis nach Ungarn zurückreichen, betrachtete das Konzert in Budapest als eine Art „Heimkehr“ - ein Umstand, der seine Kreativität an diesem Abend besonders beflügelt haben mag. Während Jarretts frühe Solokonzerte im Laufe eines Abends einen großen musikalischen Bogen spannen, sind seine jüngeren Konzerte von eher suitenartigem Charakter geprägt. Seien es subtil gesponnene Tongebilde, polyrhythmische Studien, Bluesanklänge oder die Standards, die er als Zugaben spielt – das Budapester Konzert verdeutlicht einmal mehr die schier grenzenlose Spiellust und stilistische Bandbreite des Pianisten und seine einzigartige Fähigkeit, aus dem Moment zu schöpfen. ©ECM
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Jazz - Erschienen am 16. Oktober 2020 | ECM

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ECM ist wohl das Label, das am liebsten die Spuren zwischen Jazz und klassischer Musik verwischt. Deshalb überrascht es kaum, wenn wir dort Anja Lechner und François Couturier über den Weg laufen, die mit viel Raffinesse und Fingerspitzengefühl das ganze Lontano hindurch eine herrliche, nirgendwo heimische Partitur ausarbeiten, die sich aus ihren Begegnungen, ihren Reisen, ihren Bildungswegen und ihrer jeweiligen Vorstellungswelt nährt. Schon im Jahre 2014 schlugen die deutsche Cellistin und der französische Pianist eine Brücke zwischen Orient und Okzident, als sie insbesondere von Gurdjieff, Komitas und Mompou komponierte Themen neu interpretierten. Nun stellen sie ein weiteres Mal ihr umwerfendes Zusammenspiel, das sie bereits auf glanzvolle Art mit dem Tarkovsky Quartet sowie mit dem Projekt Il Pergolese präsentiert hatten, unter Beweis. Das Repertoire auf Lontano besteht hauptsächlich aus Neukompositionen, abgesehen von ein paar Abstechern zu Johann Sebastian Bach, Henri Dutilleux, Gija Kantscheli und Anouar Brahem (dessen Vague - E la nave va sie covern und das genau derselbe Couturier 2006 uraufgeführt hatte). Trotz dieser Unmenge von Zuordnungen und Referenzen sprechen Lechner und Couturier sehr wohl ihre eigene, für sie typische Sprache. Eine kleine, von klassischer, zeitgenössischer, folkloristischer Musik, aber auch von Jazz sowie von Film und Literatur durchtränkte Kammersinfonie. Welch ein gnadenvoller Augenblick! © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 16. Oktober 2020 | ECM

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ECM ist wohl das Label, das am liebsten die Spuren zwischen Jazz und klassischer Musik verwischt. Deshalb überrascht es kaum, wenn wir dort Anja Lechner und François Couturier über den Weg laufen, die mit viel Raffinesse und Fingerspitzengefühl das ganze Lontano hindurch eine herrliche, nirgendwo heimische Partitur ausarbeiten, die sich aus ihren Begegnungen, ihren Reisen, ihren Bildungswegen und ihrer jeweiligen Vorstellungswelt nährt. Schon im Jahre 2014 schlugen die deutsche Cellistin und der französische Pianist eine Brücke zwischen Orient und Okzident, als sie insbesondere von Gurdjieff, Komitas und Mompou komponierte Themen neu interpretierten. Nun stellen sie ein weiteres Mal ihr umwerfendes Zusammenspiel, das sie bereits auf glanzvolle Art mit dem Tarkovsky Quartet sowie mit dem Projekt Il Pergolese präsentiert hatten, unter Beweis. Das Repertoire auf Lontano besteht hauptsächlich aus Neukompositionen, abgesehen von ein paar Abstechern zu Johann Sebastian Bach, Henri Dutilleux, Gija Kantscheli und Anouar Brahem (dessen Vague - E la nave va sie covern und das genau derselbe Couturier 2006 uraufgeführt hatte). Trotz dieser Unmenge von Zuordnungen und Referenzen sprechen Lechner und Couturier sehr wohl ihre eigene, für sie typische Sprache. Eine kleine, von klassischer, zeitgenössischer, folkloristischer Musik, aber auch von Jazz sowie von Film und Literatur durchtränkte Kammersinfonie. Welch ein gnadenvoller Augenblick! © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 25. September 2020 | ECM

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Jazz - Erschienen am 25. September 2020 | ECM

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