Die Alben

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Rock - Erschienen am 14. Juni 2019 | Columbia

Hi-Res
Ein paar Monate vor seinem 70. Geburtstag bringt der Boss ein Album heraus, das so ganz und gar nicht seinen üblichen Klischees entspricht. Diese Platte hat mit seinen bisherigen Einspielungen nicht das Geringste zu tun. Bye-bye die E Street Band, seine Super-Band, die mit ihren Streichern, Bläsern und Chorsängern ganze Stadien zum Toben bringt! Western Stars macht Bruce Springsteen zu einem Glen Campbell des dritten Jahrtausends. Der im Jahre 2017 von uns geschiedene Sänger kommt uns oft wieder ins Gedächtnis, denn mit seiner Stimme wurde er genauso legendär wie Sinatra und Elvis. Damit schlug er einzigartige Brücken zu Pop, Country und Soul, und produzierte herrliche Hits wie etwa Gentle on My Mind, By the Time I Get to Phoenix, Wichita Lineman, Galveston oder auch Rhinestone Cowboy… Genauso wie sein verstorbener Vorgänger sagt sich auch Springsteen gerne von der Gegenwart los, um eher auf unvergängliche Unschuld und Lässigkeit zu setzen als auf Widerstand und Argwohn. Neben diesem manchmal nahezu kitschigen, stark an das Kalifornien der Sixties/frühen Seventies erinnernden Ambiente (der Boss hat sich wohl Jimmy Webb, Harry Nilsson und Burt Bacharach am laufenden Band angehört) fühlt man sich wie im Kino, und zwar wegen dieser Produktion aus Samt und Seide, die Ron Aniello zu verdanken ist. Er hatte schon bei Wrecking Ball (2012) und High Hopes (2014) seine Finger mit im Spiel gehabt. Von reinem Rock’n’Roll ist also nichts in diesem üppigen Album zu sehen, das man in vollem Umfang genießen sollte. Das melancholisch klingende Western Stars wirkt eher wie ein Roman oder ein Film, und nicht wie eine dreizehn Titel umfassende Kompilation. Ein Film, den man sich immer wieder ansieht, um seine Schönheit genauso wie seine Geheimnisse besser auszukosten. © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 28. Juni 2019 | Nonesuch

Hi-Res Booklet
Fast 20 Jahre lang schon rufen Dan und Pat die Gebrauchsanweisung für Rock’n’Roll allen in Erinnerung. Zu diesen allen sind auch sie selbst zu zählen. Nachdem die Black Keys ihre Geburtsstadt Akron im Ohio hinter sich gelassen hatten und sich nach Nashville begaben, kommen sie ein Jahrzehnt später mit Let’s Rock daher und kehren damit mehr oder weniger zu einem klassischen Ur-Rock zurück, in dessen Adern Blues-Blut kocht. So ist es nur logisch, die die E-Gitarre dort von der ersten Sekunde an gefeiert wird. Kurz gesagt, der Albumtitel ist keine Täuschung… Ein bisschen Untreue wurde schon in Kauf genommen, damit sich das Paar noch etwas zu sagen hat. Dan Auerbach gründete das Label Easy Eye Sound, dessen Name auf sein Studio in Nashville zurückgeht, brachte sein zweites Soloalbum heraus, Waiting on a Song, und produzierte eine ganze Reihe Alben mit Yola, Shannon & The Clams, Dee White, Sonny Smith, Robert Finley und Leuten wie den Gibson Brothers. Pat Carney wiederum hat als Produzent Einspielungen mit Calvin Johnson, Michelle Branch, Tobias Jesso, Jr., Jessy Wilson, Tennis, Repeat Repeat, Wild Belle, Sad Planets, Turbo Fruits sowie einigen anderen gemacht. Und für Netflix hat er schließlich den Soundtrack für BoJack Horseman geschaffen. Das reicht, die beiden haben wieder zueinandergefunden und sind noch weitergegangen. „In dieser Zeit schaffte ich es, besser durchzublicken“, erklärt Auerbach. „Dadurch wird die Wiedersehensfreude mit Pat umso schöner, und das allein wegen dieser langen Pause. Diese Platte zeugt von diesem Gefühl." Hört man sich Let’s Rock an, dann kann man alle schönen, fetten Gitarrensounds aus den Seventies Revue passieren lassen, die diesem Zweiergespann so sehr am Herzen liegen. Das ist ein ganzes Sortiment und reicht von Glenn Schwartz und Joe Walsh von der James Gang über die Stealers Wheel (Sit Around and Miss You ähnelt sehr stark dem Stuck in the Middle With You), T. Rex, Link Wray (Polydor-Zeiten), Blue Öyster Cult und einigen anderen bis hin zu Billy Gibbons von den ZZ Top. „Die Leute sollten nicht zu sehr nachdenken“, meint Auerbach. „Spontaneität musste zu spüren sein. Ich wollte etwas Ähnliches wie Louie Louie einspielen können und mich damit zugleich zufriedengeben. The Troggs, das wollte ich!“ „Ich selbst hatte vielmehr Down on the Street von den Stooges vor Augen“, korrigiert Carney, der nochmals betont, wie sehr er die „dummen, fetten Songs mag. Auf die stehe ich ganz besonders! Und mit diesem Album haben Dan und ich erreicht, was wir wollten. Seit einem Jahr spielte ich in meinem Studio auf der E-Gitarre, und zum ersten Mal seit langem spielte auch er sehr viel damit. Die Platte erweist also diesem Instrument in gewisser Weise die Ehre… Wir haben eine einfache Methode verwendet. Vor allem haben wir alles rundherum weggelassen, wie wir es auch zuvor gemacht hatten.“ Was übrig bleibt ist also der Braten selbst; eigentlich das Wichtigste… © Marc Zisman/Qobuz
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Pop - Erschienen am 14. Juni 2019 | Boy Toy, Inc., Exclusively licensed to Live Nation Worldwide, Inc. Exclusively licensed to Interscop

Hi-Res
Madame X steht vor allem für die Wiedersehensfreude zwischen Madonna und Mirwais, wobei Letzterer auf 7 von den 13 Titeln des Albums hinter den Reglern stand. Daniel Darcs ehemaliger Komparse bei Taxi Girl hatte u.a. schon bei Music (2000) und American life (2003) mitgewirkt. Im vorliegenden Fall bestand seine Rolle darin, die hypnotisierenden Experimente noch ein Stück weiter zu treiben und gleichzeitig die für Madonnas Stil so typischen Elemente Pop, Melodie und Transparenz beizubehalten. Das beste Beispiel für musikalische Ausgeburten, bei denen sich Mirwais so einige Freiheiten erlaubt, liefert Dark Ballet, ein an Jeanne d’Arc erinnernder Song. Dieser enthält einen langen, barocken Synthie-Einschub à la Wendy Carlos sowie eine scherzhafte Performance von Madonna: sie bringt mit ihrem Atem die Asche zum Glühen, in der die Jungfrau von Orléans gerade das Zeitliche segnet. Auch die herumwirbelnden Disco-Streicher in God Control machen sich mit einem sowohl exzentrischen als auch verspielten Stil bemerkbar. Auf diesem Opus treffen wir auch auf eine politisch engagierte Madonna, insbesondere, wenn sie ihre Stimme gegen die Verbreitung von Schusswaffen in den USA erhebt (in I rise gibt es einen Auszug aus Emma Gonzales Rede zu hören) und sich für die Menschen am Rande der Gesellschaft stark macht (im postmodernen Fado Killers who are partying). Da gerade von Fado die Rede ist, wollen wir darauf hinweisen, dass die portugiesischsprachige Kultur einer von mehreren roten Fäden ist, die sich durch dieses Album hindurchziehen – Madonna hat sich nämlich 2017 in Portugal niedergelassen, und das erklärt wohl alles. In Batuka kommen die Kapverdischen Inseln zu Wort (Batuku ist eine dort verankerte musikalische Gattung mit Wechselgesang als grundlegendes Gestaltungsmittel). In Madonnas persönlicher Geografie befindet sich Kolumbien ganz in der Nähe, und zusammen mit dem Reggaeton-Sänger Maluma als Vertreter dieses Landes singt sie im Duett (und flirtet sie zum Spaß) in zwei Titeln (Medellin und Bitch I’m loca). Picassos Spanien ist dann mit einem Zitat des Malers I don’t search I find vertreten. Abgesehen vom sehr ernsthaften, politischen Engagement auf der einen und Mirwais Produktion mit schwerelosen Duos auf der anderen Seite, samt all den Bemühungen, die einzigartige (mit Autotune korrigierte, geflüsterte, gesprochene…) Stimme in den Mittelpunkt zu stellen, wird Madonna dem Albumtitel gerecht – dieser ist wohl als Anspielung auf Marlene Dietrich in Joseph von Sternbergs Filmbiografie über die Spionin Mata Hari, Entehrt (1931), zu verstehen. „Die Spionin X-27 ist eine durch die weite Welt reisende Geheimagentin, die ihre wahre Identität immer wieder verheimlicht und für die Freiheit kämpft. Sie bringt Licht in dunkle Orte", erklärt die Sängerin in einem Teaser, um ihr Projekt vorzustellen. Diese nunmehr sechzig Lenze zählende, kampflustige Madonna trägt also eine Maske – das macht ihr Spaß und sie ist voller Selbstvertrauen. ©Nicolas Magenham/Qobuz
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Pop/Rock - Erschienen am 24. Mai 2019 | A&M - Interscope Records

Hi-Res Booklet
„Das ist also mein Leben in Songs. Egal, ob sie nun neu zusammengestellt oder zusammengestückelt wurden oder sogar einen neuen Rahmen verpasst bekommen, sie bleiben nach wie vor aktuell“. So kann man es in der Beschreibung dieser Platte lesen, die dementsprechend mehr als nur eine bloße Kompilation von Stings (im Alleingang oder zusammen mit The Police entstandenen) Klassikern ist. Der Sänger wollte insbesondere die Rhythmussektion für dieses Album überarbeiten, um bei bestimmten Titeln den etwas „altbackenen“ Anstrich vergessen zu machen (dixit Sting höchstpersönlich). Da nun das Schlagzeug in Demolition Man, If You Love Somebody Set Them Free, Desert Rose, und sogar Englishman in New York weitaus tonangebender ist als ursprünglich, werden so einige Zuhörer etwas überrascht sein. Bei dieser legendären Hommage an die Gay-Ikone Quentin Crisp sind dennoch die Pizzicati und die Soloeinlage des Sopransaxofons zu hören, denn ohne sie wäre dieser Song ganz einfach nicht mehr das, was er 1988 bei seiner Veröffentlichung war. Bei den anderen Balladen hingegen sind vielmehr die nunmehrigen Strukturen und stimmlichen Glanzleistungen des Sängers bemerkenswert. Stings Stimme hat etwas von ihrer Reinheit eingebüßt, dafür aber an Festigkeit gewonnen und das eröffnet eine neue Dimension für die beiden Songs Fields of Gold und Fragile, die übrigens beweisen, dass die Melodien des begabten Engländers keinen Staub angesetzt haben. Dasselbe gilt auch für die Stücke aus den Zeiten mit The Police, insbesondere für Message in a Bottle und Walking on the Moon sowie für das unerlässliche Roxanne (hier als Live-Aufnahme). © Nicolas Magenham/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 29. März 2019 | Darkroom - Interscope Records

„Mit 17 nimmt man nichts ernst“, aber Billie Eilish ist ein durchaus ernstes Mädchen, vor allem eines, das man ernst nehmen sollte. Als 16-Jährige veröffentlichte sie das hervorragende Don’t Smile at Me, eine zusammen mit ihrem großen Bruder ausgeheckte Maxi-Single, welche die Singles Copycat, Bellyache und Ocean Eyes enthielt, die sie zwei Jahre zuvor auf Soundcloud hochgeladen hatte... als sie also 14 war. Die Kritik wurde auf den wirksamen Pop deshalb aufmerksam, weil er die Gewaltphantasien einer blondierten, in XXL-großen Sweatshirts steckenden Teenagerin zum Ausdruck brachte. Mit dem seltsamen Titel When We All Fall Asleep, Where Do We Go? und dem schaurigen Cover zeigte sich Eilish (mit ihren dunklen Haaren) noch um Einiges finsterer. Besonders auffällig ist diese mehr als ausgefeilte Produktion, auch diesmal wieder von Finneas O’Connell, der gleich nach dem Intro zuschlägt, in der das Girl über die nicht sichtbare Zahnregulierungsmethode Invisalign Witze macht. Daraufhin lässt er in Bad Guy EDM-Beats hämmern, die zu dem langsamen Xanny einen echten Kontrast bilden. Und es geht genauso weiter: Es ist ein dauerndes Hin und Her zwischen Wohlklang und Gewalt sowie zwischendurch bedachten Worten, mit denen jene, die seit ihrem elften Lebensjahr an Tourette-Anfällen leidet, uns etwas von Xanax und netten, in der Hölle schmorenden Mädchen erzählt. Diese Mischung aus düsterem Pop, wummernden Bässen im Trap-Stil und befremdlichen Beats ist Eilish wirklich bestens gelungen. Eine wahre Entdeckung. © Charlotte Saintoin/Qobuz
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Pop - Erschienen am 12. Juli 2019 | Atlantic Records UK

Hi-Res
Skrillex, Eminem, Justin Bieber, Yebba… Dies sind nur einige Namen auf der hochkarätigen Gästeliste von No.6 Collaborations Project, der Fortsetzung von No. 5, der 2011 erschienenen EP. Seitdem wurde Ed Sheeran in den Rang eines Superstars befördert und auf dem Menü seines neuesten Werks findet sich eine beeindruckende Klangpalette: Rap mit Eminem und 50 Cent auf Remember the Name, tanzbarer Pop mit Cardi B und Camila Cabello auf dem Titel South of the Border, die romantische Ballade Best Part of Me mit Yebba und schließlich der Rock-Song Blow mit Bruno Mars und Chris Stapleton, der mit seiner Mischung aus Groove und eingängiger Melodie an Lenny Kravitz erinnert. Dieser kooperative Ansatz bestätigt ein für alle Mal Sheerans Talent als Komponist und zeigt, dass er regelmäßig Hits mit beeindruckender Leichtigkeit schaffen kann, ohne dabei seine Demut oder Unbefangenheit zu verlieren. Die Zauberformel aus Rap, Hip-Hop-Rhythmen und Akustik-Gitarren wird noch einige Jahre für weitere Wunder sorgen. ©Alexis Renaudat/Qobuz  
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Rock - Erschienen am 12. Juli 2019 | Paul McCartney Catalog

Hi-Res
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Pop - Erschienen am 21. Juni 2019 | Columbia

Hi-Res
Pop – diese bestenfalls schleierhafte Bezeichnung – könnte auf ein zentrales Anliegen beschränkt werden: Liebe. Dieses Thema, egal, ob es dabei um das früheste Stadium geht, um wandelnde Gefühle und Zank oder gar um wildeste Leidenschaft, es ist seit mehr als 60 Jahren in den obersten Chartplätzen vorrangig. Es ist also keineswegs überraschend, wenn uns Mark Ronson ein Album ankündigt, das er mit insgesamt dreizehn Personen zusammengestellt hat, und dessen wichtigstes Thema „Scheidung“ lautet. Er erklärt wie aus eigener Erfahrung: „Ich habe einen Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr in der Lage war, überschwängliche Musik zu machen.“ Der zum Superproduzenten gemauserte DJ hatte beschlossen, mit neun verschiedenen Sängerinnen zusammenzuarbeiten, darunter Angel Olsen, Lykke Li, 12 YEBBA, Alicia Keys und Miley Cyrus. Bei diesem kunterbunten Line-up kann man sich nur schwer ein kohärentes Ensemble vorstellen, auch wenn dies Ronsons Absicht gewesen war, der sagt: „Zum ersten Mal sollte das Publikum wirklich begeistert davon sein, dass das gesamte Album auf den Markt kommt.“ Seine erste Platte seit Uptown Special (2015) enthält eine Handvoll wirklich faszinierender Titel, insbesondere Late Night Feelings. Auf dieser sehr an die Seventies erinnernden Disco-Lounge Single präsentiert Lykke Li eine halb verspielte, halb melancholische Gesangsmelodie. Die vor allem in Indie-Pop-Kreisen bekannte Schwedin (Wounded Rhyme, I Never Learn) macht sich Gedanken über Schlaflosigkeit, Verlangen und Frust: I ask myself a million questions in the dark / I lay in silence, but silence talks. Die in einsamen Nächten erwachenden Ängste nach einer Trennung und der Retro-Sound des angloamerikanischen Beatmakers tauchen in True Blue auf, diesmal mit Angel Olsen. Die für dieses Symbol des Indie-Rock typische, gespenstische Stimme schwebt über einem eindringlichen Groove, der irgendwo zwischen Abba und The Alarm anzusiedeln ist: es handelt sich um eine der gelungensten und düstersten Kooperationen für Late Night Feelings. Der höchste Preis geht jedoch an das Feature Miley Cyrus in Nothing Breaks Like Heart. Der seit Wrecking Ball im Jahre 2013 größte Hit des Superstars ist eine Kombination aus Country, aktuellen Beats und Lo-Fi-Geigen für einen sad banger, der genauso viel zum Pop im Jahre 2019 beigetragen hat wie Dolly Parton; ein wahrhafter Triumph, der angesichts gebrochener Herzen den Schmerz, die Resignation und die Gleichgültigkeit so perfekt wie kein anderer zur Sprache bringt. Gewissen Songs wie Knock Knock Knock feat. YEBBA oder Find U Again feat. Camila Cabelo wurde nicht dieselbe Aufmerksamkeit oder Produktionsgewissenhaftigkeit zuteil… Das Resultat ist heterogen, aber es macht süchtig. © Alexis Renaudat/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. Juli 2019 | KRUNK

Rock? New Age? Post Rock? Hochfliegend? Progressiv? Die Wirkung von Bromazepam? Oder Tonbänder, an denen Aliens gefrickelt haben? Sigur Rós zweites Album wirkt nun schon seit Jahren so, als käme es von einem anderen Planeten wie bereits bei seinem Erscheinen im Juni 1999. Wie beim Shoegaze zeigen all diese, von dem Kollektiv aus Reykjavík übereinanderstapelten, samtweichen Elektro-Klangteppiche eine originelle hypnotisierende Wirkung. Es klingt wie ein Echo der Werke eines gewissen Brian Eno… Agætis Byrjun (dt.Ein guter Anfang), bei dem man ein Versuchslabor für verrückte Wissenschaftler vermuten möchte, reiht auf einer soliden harmonischen Basis aufbauend, wahrhafte Songs aneinander. Da gibt es dieses jungfräuliche Falsett in Svefn-g-englar mit seinem unbeirrbaren Refrain, diese sensationell gesteigerten Geigen in Staralfur oder diesen mit Trip-Hop gewürzten Schein-Jazz in Hjartao hamast. Somit wimmelt Sigur Rós Meisterwerk nur so von Ideen, die verführerischer nicht sein könnten. Diese Ausgabe anlässlich des 20. Jahrestages ist ein wahrer Schock für unsere Gefühle. Nicht nur neu gemastert wurde das Album, es enthält auch eine Live-Aufnahme an der Islenska Operan und zahlreiche Demo-Versionen. © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 12. Juli 2019 | Fiction

Hi-Res
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Alternativ und Indie - Erschienen am 3. Mai 2019 | Columbia

Hi-Res
Nach etwas mehr als einem Jahrzehnt kann man wohl sagen, dass Vampire Weekend sich schon recht Zeit gelassen haben. Nach dem gleichnamigen Vampire Weekend (2008), nach Contra (2010) und Modern Vampires of the City (2013) taucht die Bande rund um Ezra Koenig nach sechs Jahren endlich wieder aus der Versenkung auf. Diese Zeit war vom Ausstieg des recht einflussreichen Rostam Batmanglij gekennzeichnet, der 2017 im Alleingang sein hervorragendes Half-Light veröffentlicht hat… Das zuletzt erschienene Studioalbum Modern Vampires Of The City zeigte, dass sich die New Yorker Combo ein verdammt gutes Stück weiterentwickelt hatte. Die ethnischen Klänge, die sehr an Talking Heads erinnerten, wichen einem eher aalglatten Pop, und zwar sowohl im Hinblick auf Melodie und Harmonie, als auch was den Sound betrifft. Der von NY nach LA übergesiedelte Koenig und nunmehr beinahe zurückgezogen lebende Mastermind der Gruppe bestätigt mit Father of the Bride seine stilistische Bulimie. Sein Leitfaden folgt natürlich immer noch am ehesten dem Pop, aber jeder einzelne der insgesamt 18 Songs bietet ein ihm eigenes Soundscape. Auf dieser üppigen Platte ist alles zu haben. Da tummeln sich Beatles, Beach Boys, Fleetwood Mac, Supertramp, Paul Simon, Wilco, Grateful Dead und unzählige andere Einflüsse. Sogar in Sachen Featuring bieten Vampire Weekend ein richtiges Panorama, unter anderem mit der Pedal-Steel und Greg Leisz’ umwerfender Gitarre, der Stimme von Danielle Haim von der Gruppe HAIM, der Gitarre von Dave Longstreth von den Dirty Projectors, Steve Lacy von The Internet und sogar Rostam, der für zwei Titel nach Hause zurückgekehrt ist. Und wenn man sich die Platte mehrmals anhört, fragt man sich irgendwann, ob Ezra Koenig hier, und zwar auf eigene Faust, nicht sein eigenes White Album (die vielseitigste Platte der Beatles) veröffentlicht… © Marc Zisman/Qobuz
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Pop - Erschienen am 8. März 2019 | BMG Rights Management (UK) Ltd

Hi-Res
Still on My Mind, Didos fünftes Studioalbum entstand in Zusammenarbeit mit ihrem älteren Bruder Rollo Armstrong, der ihr immer schon zur Seite gestanden war (und übrigens auch Mitbegründer der Elektrogruppe Faithless ist). „Alles ging reibungslos vonstatten. Die ganze Gesangspartie wurde auf meiner Couch aufgenommen, eigentlich entstand der größte Teil des Albums bei mir zu Hause“, erklärt die berühmte Sängerin, der Hits wie Thank You und Here With Me zu verdanken sind. Mit insgesamt 12 Songs versuchten die beiden Künstler ein Konzentrat aller Musikstile, an denen ihnen gelegen ist. Es fängt an mit Dance aus den Neunzigern, geht weiter mit Folk und Hip-Hop und reicht bis zum Dream Pop. Und ethnische Chöre (Give You Up) sowie ein melancholisches Klavier (Walking By) vervollständigen dieses kunterbunte Bild. Was die Texte betrifft, so geht es im Allgemeinen um die Liebe, die mal lebensfrohe Gefühle (You Don’t Need a God, über die Kraft der Musik), mal ihre verletzliche Seite zeigt (Give You Up). Diese Song-Sammlung hat Dido ihrem kleinen Sohn gewidmet (sein eigentlicher Name lautet Florian Cloud de Bounevialle O’Malley Armstrong), und das ist wohl der Grund, warum dieses Still on My Mind von Melodien durchzogen wird, die uns am ehesten an Wiegenlieder erinnern, insbesondere das herrliche Some Kind of Love. Und wenn Didos warme Stimme allein von einer Akustikgitarre begleitet wird, vollbringt sie ganz einfach ein Wunder. © Nicolas Magenham/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 12. Juli 2019 | Mute

Hi-Res
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Alternativ und Indie - Erschienen am 17. Mai 2019 | 4AD

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Dieses achte Album von The National ist deswegen etwas Besonderes, weil sich nunmehr ein paar kleine, willkommene Sandkörner ins gut geölte Getriebe der amerikanischen Gruppe geschlichen haben, allein schon mit der Präsenz zahlreicher Sängerinnen, die dem Leader Matt Berninger bei den meisten Titeln zur Seite stehen. Besonders bemerkenswert ist die Präsentation von (David Bowies Bassistin) Gail Ann Dorsey in You Had Your Soul With You, sowie die ganz besonders leidenschaftlichen Interpretationen von Lisa Hannigan und Mina Tindle in So Far So Fast bzw. im herzergreifenden Oblivions. Warum gibt es aber plötzlich Frauen in der ausschließlich aus Männern bestehenden Gruppe? Das Album entstand nämlich, nachdem der Filmemacher Mike Mills der Gruppe The National den Vorschlag gemacht hatte, seinen etwa 30-minütigen Film I Am Easy to find, der zufällig eine Frau porträtiert, mit Songs zu untermalen. Der visuelle Zusammenhang hat also den geschäftigen Pop-Betrieb der Gruppe aus Brooklyn auf den Kopf gestellt. Übrigens ist dabei anzumerken, dass ab und an Anspielungen auf bestimmte Kinoklassiker gemacht werden, insbesondere auf William Wylers Roman Holiday (1953). Aber abgesehen von diesen Neuigkeiten in Bezug auf Kino und Frauen können die Fans von The National wie immer mit der gleichen legendären Melancholie der Gruppe sowohl in den Texten als auch in der Musik rechnen. Insbesondere sind dramatische Klangteppiche der Streicher in allen Titeln zu hören (einzige Ausnahme: in Where Is Her Head spielen die Violinen staccato) sowie ein regelmäßig wiederkehrendes, introspektives Klavierspiel (insbesondere im wunderschönen Light Years). Bryan Devendorfs einzigartige Rhythmen erzeugen einen besonderen Kontrast, da sie mal griffige und ruckweise (Rylan, The Pull of You) und dann wieder ganz feinfühlige Elemente (Hairpin Turns, I Am Easy to Find) mit sich bringen. © Nicolas Magenham/Qobuz  
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Pop - Erschienen am 7. Juni 2019 | Universal-Island Records Ltd.

Bereits acht Alben! Das englische Wunderkind, das bald in seine Vierziger kommt, veröffentlicht ein neues Album: Taller. Mit Hilfe seines langjährigen Arrangeurs und Multiinstrumentalisten Troy Miller veröffentlicht der aus der Nähe von Essex kommende Singer-Songwriter nun ein genauso bündiges wie auch heterogenes Opus, das 40 Minuten nicht überschreitet. Darin stellt sich Cullum die Frage nach der Verantwortung eines Vaters und Künstlers in der Gesellschaft unserer heutigen Zeit. „Are you a man before your father dies? / „But what’s a man these days?“ „I hear you cry / And are we raising up our childrens right“, singt er, sich selbst am Klavier begleitend, in The Age Of Anxiety. Zwischen Gospelchören in Mankind oder Monster, recht klassischem Jazz in You Can’t Hide Away From Love oder dem total funkigen, von Tom Richards‘ Tenorsaxofon untermalten Usher und dem verschnörkelten Pop in Life Is Grey stellt der Brite seine unglaubliche Vielseitigkeit zur Schau. Dieses Opus zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es ihm gelingt, mit großen Streichergeschützen, Bläsersätzen, Hammond-Orgel und vor allem mit sehr klaren Stimmen – mit seiner eigenen, dessen gesamtes Spektrum er aussschöpft sowie Frauenchören – ein angemessenes Gleichgewicht zu schaffen. Perfekt! © Charlotte Saintoin/Qobuz
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Rock - Erschienen am 7. Juni 2019 | Concord Records

Hi-Res
Santanas Karriere begann vor genau einem halben Jahrhundert, als er beim Woodstock-Festival mit einer Glanzleistung auf sich aufmerksam machte; und heute hat er wieder afrikanische Klänge im Visier. Afrika – Quelle allerlei Musikgenres. Man darf ja nicht vergessen, dass der Blues dem Gesang der Sklaven zu verdanken ist und die Grundlage für Jazz, Rock, Soul… bildet. Dieses, von Rick Rubin produzierte Album, wurde fast zur Gänze in einem Take eingespielt, ohne Nachbearbeitung, Netz und doppelten Boden, denn diese Methode liegt ihm ganz besonders am Herzen. Man denke doch nur daran, wie gerne dieser Mensch improvisiert und sich dank seiner Virtuosität alles erlauben kann. Zusammen mit der Sängerin Buika sowie mit seiner Frau Cindy Blackman am Schlagzeug, gelingt es Santana wie immer, seinen heißgeliebten Jazz mit lateinamerikanischen Rhythmen und ausgemachten Rockreminiszenzen zu kombinieren.Der Opener von Africa Speaks ist eine perfekte Einführung zu diesem Fest der Klänge, die uns das Gefühl geben, sie kämen direkt aus längst vergangenen Zeiten. Es ist eher Sprechgesang als Gesang und richtet sich an die Ferne, aus der dieser Chor auch jedes Mal antwortet. Bei den Titeln Oy Este Mi Canto oder Yo Me Lo Merezco wird es aber im Großen und Ganzen plötzlich funkiger. Und so richtig brennend heiß dann im tropischen Breaking Down The Door, wo die Blechbläser viel Wind machen und man auf die Idee kommt, dass man eigentlich mit ein paar Schiffen in Afrika oder Südamerika gelandet sein könnte. Einerseits sollten wir mehr oder weniger daran erinnert werden, dass der Rock, aber auch der Soul, der Blues und der Jazz ganz einfach aus afrikanischer Musik hervorgegangen sind, andererseits kommt das Selbstverständliche daran auf ganz besondere Weise zur Geltung: dass wir nämlich wohl alle miteinander verwandt sind, denn alles passt irgendwie zusammen und ist miteinander verflochten. Eine einmalige Gelegenheit also, sich von der ansteckenden Herzlichkeit einfach mitreißen zu lassen. © Christian Eudeline/Qobuz
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Rock - Erschienen am 28. Juni 2019 | Reprise

Hi-Res
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Pop/Rock - Erschienen am 12. April 2019 | Blue Note Records

Hi-Res
Labels waren noch nie ihr Ding.... Jazz, Pop, Country, Folk, World, Norah Jones hat immer die Musik gespielt, die sie in sich hatte. Und ob ihre Partner Legenden des Jazz wie Wayne Shorter, des Soul wie Ray Charles, des Country wie Willie Nelson, des Rap wie Q-Tip oder oder des Rock wie Keith Richards sind, die Amerikanerin hat unermüdlich daran gearbeitet, vor allem sie selbst zu sein. Eine ruhige und schön lässige Stimme, die in der Lage ist, ihre eigenen Themen zu erarbeiten oder Songs auf ihre eigene Weise zu interpretieren... Drei Jahre nach dem ehrgeizigen Day Breaks ist dieses kurze Begin Again (28 Minuten, 7 Tracks) nicht nur eine weitere Mischung aus Tracks, sondern auch ein neues Selbstporträt, das sich zwischen etabliertem Pop (My Heart Is Full), qualitativem Soul (It Was You) und Up-tempo-Jazz (Begin Again) bewegt. Um mit Persönlichkeiten mit Klasse in Kontakt zu bleiben, kam Jeff Tweedy von Wilco zu dem großartigen A Song Without No Name und Wintertime dazu. Wir lassen uns von der Gastgeberin führen, wie immer umgeben von der Crème de la crème an Musikern (Brian Blade's samtiges Schlagzeug, was für ein Wunder!), in einem Niemandsland aus ein wenig Jazz, einer Prise Folk, einer Note Pop und ein bisschen Soul. Es ist immer noch genauso angenehm.... © Clotilde Maréchal/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. Juni 2019 | Virgin Records Ltd

Hi-Res
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Pop - Erschienen am 7. Juni 2019 | Decca (UMO)

Hi-Res

Das Genre

Pop/Rock im Magazin