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Qobuzissime? Dies ist eine Auszeichnung, die Qobuz für ein Debütalbum oder ein zweites Album vergibt. Pop oder Reggae, Metal oder Klassik, Jazz oder Blues - kein Genre wird unbeachtet gelassen. Meistens handelt es sich um junge, noch unbekannte Talente.

Hin und wieder kann diese Auszeichnung auch an bereits bekannte Künstler vergeben werden, die ein ungewöhnliches Projekt schaffen, das sich von ihrer sonstigen Diskografie unterscheidet, wie zum Beispiel ein Crossover-Album. Was zählt ist einzig die Originalität und die Qualität. Die der Aufnahme, des musikalischen Projekts und seiner Identität.

Die Alben

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Blues - Erschienen am 8. Januar 2021 | Dead Oceans

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Soulmusik klang früher besser? Nein!, antwortet das Debütalbum von Aaron Frazer. Der in Brooklyn lebende Schlagzeuger und Co-Sänger von Durand Jones & The Indications startet seine Solokarriere mit Introducing..., einem tadellosen Soulalbum mit Vintage-Flavour (aber nicht zu viel), dessen Produktion unüberhörbar von Dan Auerbach übernommen wurde. Im Easy Eye Sound Studio in Nashville, dem Hauptquartier der Black Keys, erklingt Frazers traumhaftes, von Smokey Robinson und Curtis Mayfield beeinflusstes Falsett in Perfektion. Wie alle großen Soulsänger der fünfziger und sechziger Jahre jongliert er mit verblüffender Leichtigkeit zwischen reinen Liebesliedern und sozial engagierten Songs. Diese sanfte Stimme ist wie ein göttliches Flüstern, modern und zeitlos zugleich. Ebenso wie die generationenübergreifende Besetzung, die bei diesem musikalischen Abenteuer an seiner Seite ist: Sowohl alte Hasen wie die Memphis Boys (große Namen, die Dusty Springfields Son of A Preacher Man und Aretha Franklins (You Make Me Feel Like) A Natural Woman ihren Stempel aufgedrückt haben) als auch die jüngsten Virtuosen aus dem Stall Daptone/Big Crown Records sind mit von der Partie. Neben einer Mischung aus Gospel, Doo-Wop, Funk und Northern Soul (Over You und sein süchtig machender Up-Tempo-Beat) beschwört Frazer sogar die Geister von Marvin Gaye und Gil Scott-Heron auf dem sanften und funkigen Bad News. Er kennt und beherrscht die Klassiker, ohne dass seine Interpretation von Soulmusik aufgesetzt wirkt. Dieses großartige Introducing... ist eben ein Album aus dem Jahr 2021, nicht 1961. Wie seine Zeitgenossen Mayer Hawthorne oder Curtis Harding überträgt auch Aaron Frazer seine Leidenschaft für althergebrachte Musik in seine Zeit. Er weiß, dass die Schönheit des Soul darin besteht, dass er mit dir weint, sich mit dir freut, dich zum Tanzen bringt und dich auch zum Nachdenken anregen kann. Egal, ob in 1961 oder 2021. © Marc Zisman/Qobuz
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Folk - Erschienen am 24. Februar 2017 | Nonesuch

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
T-Bone Burnett hat Recht: "Rhiannon ist die nächste auf der langen Liste der Sängerinnen wie Marian Anderson, Odetta, Mahalia Jackson und Rosetta Tharpe." Nachdem man Tomorrow Is My Turn gehört hat, ihr erstes Soloalbum, das 2015 erschienen ist und auf dem sie an die Wunder von Elizabeth Cotten, Dolly Parton, Hank Cochran und sogar des französischen Chansonniers Aznavour erinnert, ist man mit dem Produzenten sofort einer Meinung. Die Reise ins ewige Amerika des Folks, des Jazz, des Gospel, Blues, Soul und Country entwickelt sich für das Ex-Mitglied der Gruppe Carolina Choclate Drops mit diesem Freedom Highway, das eine Hymne des Civil Rights Movements gewesen ist und von den Staple Singers für den berühmten Aufmarsch von Selma in Montgomery und Alabama im März 1965 komponiert wurde. Ein Album, das weniger in der Vergangenheit verankert ist, als man denken mag. Mit ihrer wirklich umwerfenden Stimme bewegt Rhiannon Giddens all die Fantome, die gegen das Civil Rights Movement aber auch gegen die Sklaverei kämpften und verzaubert die Songs mit Modernität und Lebendigkeit wie nie zuvor. Selbst wenn Sie Birmingham Sunday von Joan Baez anstimmt, könnte man schwören, es sei ein Song von 2017! Die Kraft Rhiannon Giddens' liegt darin, einen Song niemals nur auszustopfen. Wunderbar interpretiert und produziert ist Freedom Highway und so ist auch das Album nicht nur ein schönes Spielzeug in Sepia, um das Wohnzimmer zu dekorieren, das Gewissen zu beruhigen oder den Geist zu inspirieren. Nein! Es ist ein kraftvolles und wunderbares Abum, das eine musikalische Tradition fortbestehen lässt, die spirituell und ideologisch ist und niemals aussterben wird, vor allem nicht, wenn sie in so einer Art interpretiert wird. © MZ/Qobuz
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Country - Erschienen am 25. März 2016 | Third Man Records

Auszeichnungen Qobuzissime
Nachdem sie sich immer mehr in Richtung Pop bewegt hat, kehrt die Country-Szene langsam aber sicher zu ihren Wurzeln zurück. Vor allem jene neuen Namen, die die Saloons in Nashville mit soliden Alben und verführerischen Kunstprojekten aufmischen. Margo Price, die aus dem kleinen Örtchen Aledo in Illinois stammt, ist eine von ihnen und wurde von einem gewissen Jack White bei seinem Label Third Man Records unter Vertrag genommen. Unter die Fittiche vom ehemaligen Kopf der White Stripes genommen zu werden, brachte ihr sicherlich einige Aufmerksamkeit ein, die sie mehr als verdiente. Dieses erste Soloalbum jedoch ist mehr als nur ein erster Test für diese 32-jährige Sängerin. Nach Abschluss der High School kam sie im Jahr 2003 in Nashville an und traf dort ihren zukünftigen Ehemann, den Bassisten Jeremy Ivey, mit dem sie die Band Buffalo Clover gründete. Nach drei selbstproduzierten Alben und einer Schicksalswelle, vor der sie ereilt wurde (dem Tod ihres Sohnes, einem Gefängnisaufenthalt, Alkoholabhängigkeit und Depressionen) meldet Margo Price sich nun allein mit diesem Album, das im Mekka des Rock, den legendären Sun Studios entstand, zurück. Ein schönes Album, das logischerweise vom erlebten Elend genährt wurde. A Midwest Farmer’s Daughter (eine offensichtliche Anspielung auf Loretta Lynns Coal Miner’s Daughter) wandert auf den Spuren der großen Legenden der ewigen Country-Music – also eben Loretta Lynn, aber auch Dolly Parton und sogar Tanya Tucker. Musikalisch ist der Ansatz recht puristisch und riecht nach dem Country der glorreichen siebziger Jahre. Ein bisschen Honkytonk, Rockabilly und Blues. Margo Price singt die Lieder mit so viel Überzeugung und Aufrichtigkeit, dass man beinahe Lust bekommt, sich ein Pferd zu kaufen… © Marc Zisman/Qobuz