Die Auszeichnung Qobuzissime wird einstimmig von der Qobuz-Redaktion verliehen. In den meisten Fällen handelt es sich bei einem Qobuzissime-Album um ein "Crossover" im besten Sinne des Wortes und soll sich somit an alle Qobuz-Nutzer richten.

Mit der Auszeichnung Qobuzissime lenkt die Qobuz-Redaktion die Aufmerksamkeit auf herausragende Alben und rückt die verschiedensten Genres in den Vordergrund. Ein als Qobuzissime ausgezeichnetes Album präsentiert Ihnen das erste Aufnahmeprojekt eines noch unbekannten Künstlers mit einem ausgefallenen Repertoire... Qobuz setzt sich so für das Debüt eines Künstlers ein und arbeitet direkt mit den Produzenten zusammen, um die bestmögliche Präsenz auf Qobuz und darüber hinaus zu ermöglichen. 

Die Alben

129 Alben sortiert nach Datum: neuestes zuerst
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Jazz - Erschienen am 6. April 2018 | Okeh

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Dieser großartige Außenseiter heißt nicht umsonst Nordub. Nor steht für North bzw. Norden, verkörpert von Nils Petter Molvaer in diesem Fall. Als das Label ECM 1997 das beeindruckende Album Khmer veröffentlichte, tauchte der norwegische Trompeter die Jazzwelt in Chaos, weil er in ihre ziemlich gesunde Klangwelt elektronische Elemente integrierte. Mit Nor sind auch sein Landsmann und Gitarrist Eivind Aarset und der finnische Elektronikfrickler DJ Vladislav Delay gemeint. Die drei Buchstaben Dub symbolisieren in diesem Fall jenes Duo, das für diese Stilrichtung besonders emblematisch ist: den Schlagzeuger Sly Dumbar und den Bassisten Robbie Shakespeare. Im Jahre 2016 konnte man sich von diesem ziemlich ungewöhnlichen Zusammenschluss zwischen dem aus Jamaika stammenden Tandem und Nils Petter Molvaer bei einem Bühnenauftritt überzeugen. Für sie war es eine Art Aufwärmübung, bevor sie sich alle zusammen in das Studio nach Oslo begaben. Im Grunde genommen war Molvaers Welt immer hybrid, da dort nie ausschließlich aus dem Jazz bekannte Strukturen geläufig waren. Bei seinem Spiel manipuliert er verschiedene sphärische Hebel, ohne jemals die schöpferische Kraft seiner Improvisationen oder seiner Kompositionen zu vernachlässigen. Im vorliegenden Fall bringt der Trompeter sogar mit viel Natürlichkeit den einzigartigen Sound von Sly & Robbie unter. Das macht wohl die Stärke des Nordub aus. Niemand stellt sich in den Vordergrund, niemand sucht seinen Nächsten in die Ecke zu drängen. Eine totale Fusion, die offenherzig ist. Man merkt sogar, wie sich unsere beiden sechzigjährigen alten Hasen aus Jamaika auf unbekanntes Terrain begeben, um sich aktiv an der im Entstehen begriffenen Musik zu beteiligen. Genauso wie auch die Arbeit von Aarset und Delay auf grundlegende Art zum Endergebnis beiträgt. Gemeinsam bewerkstelligen unsere fünf Klangabenteurer eine herrlich abgehobene Symphonie mit wirklich einzigartigem Dub’n’Jazz. © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 6. April 2018 | Transgressive

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Ein Reisender. Ein Geschichtenerzähler. Ein Bastler. Ein Sammler. Und vor allem ein Autor. Cosmo Sheldrake ist all das. Und noch mehr! Ein virtuoses Ein-Mann-Orchester, das eine unverschämte Menge an Instrumenten beherrscht. Der junge Brite schreibt kleine heimatlose Sinfonien voller Magie. Seine Songs vereinen Musik, die an die lieblichen Klänge der Band Beirut erinnert, minimalistische Musik, World-Music, älteren Pop wie der der Kinks aus Village Green Preservation Society, Ende der 60er Jahre, die Welt von Moondog und tausend weitere Klänge. Klänge, die Cosmo Sheldrake in allen Ecken der Welt findet und mit seinem immerzu griffbereiten Aufnahmegerät festhält. Und dennoch, die Stärke seiner Platte The Much Much How How And I liegt darin, niemals in zu experimentellem Schnickschnack auszuarten. Ganz im Gegenteil! Die klassische Liedstruktur mit einem Anfang, einer Mitte und einem Ende - Refrain und Melodie einbegriffen - steht für ihn an erster Stelle. Sein Album berührt mit seiner Schönheit und genau das möchte es auch. Die zusammen mit dem Produzenten Matthew Herbert, der selber für seine überirdischen Soundcollagen bekannt ist, produzierte Platte besitzt die gleiche Vorstellungskraft wie ein Text von Lewis Carroll und bringt klanglich alle Farben des Regenbogens zum Ausdruck. Ein Album, das ohne Frage ein Qobuzissime verdient! © Marc Zisman/Qobuz
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Elektro - Erschienen am 9. März 2018 | Ed Banger Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Die Legasthenie ist eine andauernde Leseschwäche und tritt während der Kindheit oder der Jugend in Erscheinung. Sie ist als Lernstörung anerkannt. 10LEC6 (französisches Wortspiel mit dem Begriff "dyslexique" = legasthenisch) hingegen scheinen einfach nur… auf etwas andere Weise gelernt zu haben als die anderen… Die Musik des Afro-Post-Punk-Kollektivs scheint dabei vor allem von den verschiedensten Einflüssen geprägt worden zu sein. Funky Post-Punk, wie ihn ESG und Liquid Liquid in New York in den 80er Jahren fabrizierten. Aber auch Disco, House, Punk à la Bad Brain, Afrobeat, verschrobener Elektro und solide Rhythmen. Seit 2004 erschafft die Gruppe um den Street-Artist Simon und den Produzenten und DJ Jess (vom Duo Jess & Crabble), deren Mitgliederanzahl sich des Öfteren ändert, Verschmelzungen wie keine andere! Seit 2014 werden sie dabei von der Stimme von Nicole unterstützt, die in Bulu singt, einer Bantusprache, die im Süden ihrer Heimat Kamerun gesprochen wird. Auf Bone Bame übernimmt der Rhythmus die Kontrolle über den Körper und das Gehirn. Dieses dritte Album, das bei Ed Banger, Pedro Winters Label, erscheint, ist eine Art perkussive und elektronische Trance, die durch ordentliche Bässe und das beschwörende Gesangsorgan von Nicole endlos erscheint. Man muss sich einfach nur mit Genuss diesem einzigartigen und kosmopolitischen Dancefloor, der mit nichts anderem vergleichbar ist, hingeben. Ganz klar und eindeutig: es verdient unsere Qobuzissime-Auszeichnung! © Marc Zisman/Qobuz
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Opernauszüge - Erschienen am 2. März 2018 | Decca

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or / Arte - Qobuzissime
Heutzutage wäre es ziemlich merkwürdig, einen Komponisten als “Gesangslehrer” zu bezeichnen, doch im 18. Jahrhundert war das gang und gäbe. In Italien komponierte nahezu jeder Komponist von Bedeutung opere serie (Porpora schrieb wenigstens 45): Die ernste Oper war die vorherrschende musikalische Gattung, die vor allem die menschliche Stimme verherrlichte. Mit ihr stand oder el das musikalische Ansehen, und die besten Sänger wurden zu den ersten Superstars der Musik. Deshalb mussten Komponisten, auch wenn sie generell vom Ruhm ihrer führenden Sänger und Sängerinnen überstrahlt wurden, die menschliche Stimme und all ihre beachtlichen technischen wie dramatischen Fähigkeiten verstehen, um die Möglichkeiten der Gattung Oper in einer Zeit zu nutzen, in der jene “Gesangsmaschinen”, die Kastraten, die Gesangskunst auf eine zuvor unbekannte und seither nicht mehr erreichte Höhe der Perfektion gebracht hatten. Mit dieser Aufnahme anlässlich seines 250. Todestages wird Porpora wieder ins Blickfeld gerückt, doch war er wohl bis vor kurzem trotz seiner bemerkenswerten Qualitäten als Komponist eher als Gesangslehrer berühmt, einfach, weil zwei der namhaftesten Kastraten zu seinen zahlreichen Schülern gehörten, nämlich Gaetano Majorano, bekannt als Caffarelli, den Porpora einmal als “den besten Sänger in Europa” bezeichnet hat und der auch für seine amourösen Kapriolen und seine Arroganz auf und jenseits der Bühne bekannt war, sowie der noch berühmtere Carlo Broschi, der unter seinem Bühnennamen Farinelli 15 Jahre lang in ganz Europa das Publikum in Staunen und die Herzen in Wallung versetzte, bis er nach Spanien gerufen wurde um dort den schwermütigen König mit der Kraft seiner Stimme zu heilen. Max Cencic äußert dazu: “Porpora war meiner Meinung nach ein strenger Lehrer, fast sadistisch vielleicht mit seinen Ansprüchen — man musste den Atem, den Kopf und die Stimme fast 120%ig kontrollieren”. Tatsächlich soll Porpora einer Legende nach Caffarelli in sechs Jahren nichts anderes als ein einzelnes Blatt mit Stimmübungen gelehrt haben. Hinter dem formalen Wechsel von Arie und Rezitativ in der opera seria verbirgt sich eine breitgefächerte emotionale Ausdruckskraft, jene varietas, die Erasmus bekanntlich beschrieben hat als “so kraftvoll in jedem Bereich, dass es absolut nichts, wie glänzend auch immer, gibt, das nicht gedämpft wird, wenn es sich nicht durch Vielfalt emp ehlt”. In Formen wie der verzierten aria di bravura oder der lyrischen aria di sostenuto stellte der Komponist bloß einen Rahmen bereit, der vom Sänger ausgeschmückt wurde: Die Fertigkeit des Interpreten in Verzierungen und anderen emotionalen Mitteln war von höchster Bedeutung. Porporas langjährige Erfahrung als Lehrer wie als Komponist machten ihn Max Cencics Meinung nach “zu einem der besten zehn Komponisten der italienischen Barockoper. Ich habe die Arien für diese Aufnahme fast instinktiv nach meinem Gefühl für das Richtige ausgewählt. Man kann einen Komponisten dieser Qualität nicht in einem Album erfassen, und jedes Stück ist ein Juwel für sich. Auch wenn die Technik überall herausgestellt wird — Sprünge, schnelle Skalen, Triller, lange Phrasen —, scheint doch Porporas besondere und äußerst fesselnde melodische Begabung überall durch.” Alle Arien stammen aus Werken, die Porpora in der Zeit seiner größten Berühmtheit komponiert hat: von Ezio (Venedig 1728; “Se tu la reggi al volo” ist ein spektakuläres Stück in Sechzehnteln) bis Filandro (Dresden 1747, mit einem hinreißenden siciliano in “Ove l’erbetta tenera, e molle”); dazu noch die Arien aus drei Opern, die er in den 1730er Jahren im direkten Wettbewerb mit Händel in London komponiert hat (Arianna in Nasso 1733, Enea nel Lazio 1734 — ein wahres Feuerwerk hier in “Chi vuol salva” — und I genia in Aulide 1735). Im Teatro San Carlo in Neapel, dem damals wohl berühmtesten Opernhaus, fand 1740 die Premiere von Il trionfo di Camilla statt, und die beiden hier aufgenommenen Arien zeigen Porpora von seiner besten Seite: die Musik von “Va per le vene il sangue” passt stimmungsvoll zu dem dunklen suggestiven Text, “Torcere il corso all’onde” hingegen verbindet rasante Koloraturen mit eleganter Linienführung. In den drei Arien aus Carlo il Calvo (Teatro delle Dame, Rom 1738) soll sich der Sänger Porporas varietas mit seiner eigenen stimmlichen Bandbreite anpassen: von den hastenden oriture in “So che tiranno io sono” bis zu den hochliegenden Phrasen in “Se rea ti vuole il cielo” und dem betörenden hypnotischen Sostenuto in “Quando s’oscura il cielo”. Porporas Orchesterstil ist ebenfalls von bemerkenswerter Vielfalt, umso mehr, als er im Allgemeinen nur Streicher verwendet, am besten in den kunstvollen Linien der Arie “Torbido intorno al core” aus Meride e Selinunte (Venedig 1726), in der Stimme und Geigen sich kunstvoll in einem gefühlvollen suggestiven Gewebe verzierter Wiederholungen ver echten. Gelegentlich zieht er jedoch alle Klangregister, wie in der martialischen Arie “Destrier, che all’armi usato”, in der die Trompeten und Hörner bei der Erstaufführung 1731 im Teatro Regio, Turin mit der unvergleichlichen Stimmkraft Farinellis wetteiferten. Max Cencic meint: “Wie können wir die großen Kastraten nachahmen? Das lässt sich kaum festlegen, aber diese Stimmen waren die Seele von Porporas Musik.” - Nicholas Clapton © 2018 – Decca Group Limited. Übersetzung : Christiane Frobenius
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Alternativ und Indie - Erschienen am 2. März 2018 | Domino Recording Co

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Hundertprozentige Interferenzen überall! Sie kommen aus Australien, Japan, Neuseeland, England, Korea und sind in der britischen Hauptstadt vor Anker gegangen. Sie lieben den Pop von gestern genauso wie den von heute und machen musikalische Collagen wie kein anderer. Vielleicht ist Superorganism die Gruppe schlechthin, die den Zeitgeist am besten verkörpert? Dieses junge internationale Kollektiv aus Musikern, die alle Popkulturfans sind und sich über YouTube kennengelernt haben, hat sein erstes Album in einem Studio im Londoner East End komponiert, eingespielt und produziert - genau da, wo alle Musiker zusammen auch leben! Dort, wo ihre sorglose, genauso extravagant wie ungezähmte Platte mit bunt gemischtem, minimalistischem Indie-Pop und flotten, übersteuerten Synthies entstanden ist, und Frank Ocean und Ezra Koenig von Vampire Weekend bezaubert hat. So manche werden gleich an fern verwandte Cousins von The Avalanches, The Go! Team oder I’m From Barcelona denken, aber bei Superorganism gibt es etwas für sie typisch Entspannendes, Verträumtes und Beruhigendes, was dieses Debütalbum zu einem Qobuzissime macht, das richtig gut tut. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 9. Februar 2018 | Brownswood Recordings

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Indispensable JAZZ NEWS - Qobuzissime
Und weiter geht’s: London Calling! Aber dieses Mal kommt der Anruf nicht aus den ausgehungerten Leibern des Rock, sondern eher aus denen des Jazz. Dieser Jazz kann einzig und allein nunmehr im Plural verstanden werden, dermaßen dichtgedrängt ist hier auf diesem We Out Here die junge Londoner Szene, die sich aus allen möglichen Stilrichtungen, sowohl aus Soul als auch Afrobeat, Fusion oder Elektro herausgebildet hat. Um diese neue Generation genauer in Augenschein zu nehmen, hat Brownswood Recordings, das Label von Gilles Peterson, die künstlerische Leitung des Albums demjenigen anvertraut, von dem in den Medien am meisten die Rede ist: dem Saxofonisten Shabaka Hutchings. Die auserkorenen Musiker und Gruppen wurden drei Tage lang aufgenommen und sie bieten eher ein Prinzip als eine Form des Jazz. Der Schlagzeuger Jake Long und seine Gruppe Maisha spielen nun die Voodoo-Zeremonienmeister wie ein Pharoah Sanders. Felas Afrobeat nährt das Ezra Collective des Schlagzeugers Femi Koleoso, aber auch das Kollektiv Kokoroko. Wogegen ein anderer hervorragender Schlagzeuger, der charismatische Moses Boyd, seine Rhythmen mit einem kunstvoll hypnotischen Elektrosloop umgibt, bevor er wieder zu einem belebenden, libertären Jazz zurückkehrt. Zu diesem bislang buntesten Qobuzissime gehören auch Theon Cross, der beeindruckende Tuba-Marathon-Spieler (der übrigens Shabaka Hutchings zu seinen Kumpanen bei den Sons of Kemet zählt), Nubya Garcia, eine Saxofonistin, die sich für Charles Lloyds Poesie begeistert, sowie Joe Armon-Jones, ein sehr kluger Wirrkopf am Keyboard, der seinen Herbie Hancock aus dem Effeff kennt… We Out Here ist ein sowohl dynamisches wie facettenreiches Manifest der neuen Londoner Jazz-Szene. © Marc Zisman/Qobuz
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Französischer Chanson - Erschienen am 2. Februar 2018 | Barclay

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
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Alternativ und Indie - Erschienen am 26. Januar 2018 | LasVegas Records

Auszeichnungen Qobuzissime
Die österreichischen Radiosender spielen ihre Musik bereits seit der Erscheinung des ersten Albums Spanish Disco (2015) rauf und runter. Die beiden jungen Wahlwiener Marco Kleebauer, Produzent und Komponist, und Sophie Lindinger, Gesang, kennen sich schon seit Kindertagen und bilden das seit 2014 eingeschweißte Duo (live auch im Quartett) Leyya. Ihr Sound ist von elektronischen Klängen geprägt, die sie für dieses zweite Album mit dem originellen Titel Sauna weiterentwickelt haben. Marcos Synthie-Klänge von einst haben sich in verträumte melodische Töne des Pop verwandelt, die von Sophies leichter, frischer Stimme, die gelegentlich nach Feist klingt, hervorgehoben werden. Die Songs hat das Duo noch während seiner Europatour komponiert, bei der die beiden Musiker 2017 noch dabei waren, ihr erstes Album zu promoten. Aber hier ist sicherlich nichts Übereiltes herauszuhören, denn Marco und Sophie sind wohl überlegende Klangbastler, die sich Rückzug in ruhige Momente gewähren, um ihre Musik zu komponieren. Eines ist nicht nur bei Sauna charakteristisch für die beiden: Sie haben vor allem Spaß an ihrer Arbeit und den ausgefallenen Titeln. Eine Arbeit, die sie wie zwei Klangfarbenmaler mit äußerster Sorgfalt im Pinselstrich ausführen. Und das Spiel mit den Worten setzen sie in Sound um. Sauna, was sowohl für einen Ort des Schweißes als auch der Begegnung steht, lässt es musikalisch in den Beats tropfen (Oh Wow), die Hitze spüren (Heat, Drumsolo), das Blubbern hören (Candy) oder Leichtigkeit wie am Nacktbadestrand fühlen (Zoo). Dabei kommen wir nicht umhin, einmal direkt den Regenbogen hinunterrutschen zu wollen. Leyya bringen uns Sommer im Winter und (Klang-)Farbe in das Grau. Ein Qobuzissime-Album, das genau zum richtigen Zeitpunkt erscheint. © SD
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Alternativ und Indie - Erschienen am 12. Januar 2018 | Dead Oceans

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Eine Spannung, als würde man einen XS-Stringtanga über ein Gesäß in XL-Größe ziehen wollen: Shame will keinen Spaß, sondern Spannung. Das Debütalbum dieses Londoner Quintetts bietet ein Post-Punk-Konzentrat, das sich durch Charisma, Gewalt und Originalität auszeichnet. Songs Of Praise klingt sogar wie ein echter Soundtrack aus einem herrlich grauen, ziemlich frustrierten England, das in totaler Alarmbereitschaft steht. In diesem klanglichen Nervenbündel sind oft The Fall, Gang Of Four und Killing Joke zu erkennen, ohne dass die Sache an alte Zeiten erinnert oder diese gar herbeisehnt. Genauso wie Fat White Family, Ought oder auch Vietnam lebt auch Shame im nunmehrigen Jahr 2018 und das kann man auch hören! Der Sänger Charlie Steen, die Gitarristen Sean Coyle-Smith und Eddie Green, der Schlagzeuger Charlie Forbes und der Bassist Josh Finerty schicken uns das Produkt direkt aus Brixton und verpacken ihre wohl direkt aus dem Bauch kommende Wut in selbstverständlich knallharten (Dust On Trial), manchmal giftigen, quälenden (The Lick) Songs, die aber auch etwas freundlicher sein können (One Rizla). Shame macht kompromisslosen Rock, schamlos und schadstofffrei. Gleich beim ersten Hinhören gehen die Songs Of Praise durch Mark und Bein und dennoch will man dann mehr davon. © MZ/Qobuz
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Rap - Erschienen am 1. Dezember 2017 | Pineale Prod - Grand Musique Management

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
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Alternativ und Indie - Erschienen am 10. November 2017 | La Castanya

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Psychedelic Pop, Shoegaze oder gar Dream Pop sind nicht ausschließlich amerikanischen oder britischen Künstlern vorbehalten. Nein. Sogar in Barcelona beherrscht man die Geheimsprache dieser eklektischen und verträumten musikalischen Liaison. Dort, in der katalonischen Hauptstadt haben vier Experten der süßen Melodien (zwei Chilenen, zwei Spanier), die sie mit verträumtem und nachhallendem Gitarrensound verkleideten, eine Wahnsinnsplatte voller Sonne herausgebracht. Ihr Album trägt den Titel Secret Place - ein Ort, der wie eine kleine Insel hedonistischen Pop ist, auf der sechs Saiten und chloroformierte Stimmen die Gesetze schreiben. Ein feines Abkommen, das einen Haufen an zeitgenössischen Einflüssen kombiniert (DIIV, Beach House, Black Lips, Wild Nothing, Real Estate, Beach Fossils) und dabei einen unglaublich persönlichen Klang beibehält. Ein heißes und sonniges Qobuzissime, das genau zum richtigen Moment erscheint, um sich vor dem Winter zu schützen, der sich mit seiner frostigen Nase langsam heranpirscht... © MZ/Qobuz
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Symphonieorchester - Erschienen am 3. November 2017 | Chandos

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Gramophone Editor's Choice - Qobuzissime
Abgesehen von dem faszinierenden und unverzichtbaren Falstaff von Elgar aus dem Jahr 1913, zwar mit "Sinfonische Studie" überschrieben, in Wirklichkeit aber ein sinfonisches Gedicht ganz in der Tradition von Strauss – an den Elgar bestimmt dachte, als er dieses Werk schrieb, und dazu das sehr präsente Solo-Violoncello, das nicht anders kann, als an den erst 16 Jahre zuvor komponierten "Don Quixote" von Strauss zu erinnern – zeichnet sich das vorliegende Album durch Orchesterlieder desselben Elgar aus: ein leider zu sehr vernachlässigtes Repertoire von atemberaubender Schönheit (man hört höchstens ab und zu "Sea Pictures", aber das war dann schon alles). Und wenn man bedenkt, dass der inzwischen sehr berühmte Bariton Roderick Williams mit am Werk ist, dann kann man die Initiative von Andrew Davis und der BBC Philharmonic nur beglückwünschen, diese Wunderwerke wieder ins Rampenlicht gebracht zu haben. Elgar beweist uns hier, dass er nicht nur ein Meister von großen vokal-sinfonischen Fresken in Oratorienform (man denke an "The Dream of Gerontius", "The Apostles" oder "The Music Makers"), sondern auch im Umgang mit Miniaturen ein Genie ist. Roderick Williams, eine der schönsten Stimmen der aktuellen britische Szene, nimmt sich dieser Raritäten mit einer nicht weniger raren Freude an. Das Album schließt mit einem lustigen Augenzwinkern, der "Smoking Cantata", einer Kantate mit einer gewaltigen Instrumentierung, dafür aber in einer Länge von … 49 Sekunden, deren Text sich auf „Kindly, Kindly, kindly do not SMOKE in the hall or staircase“ beschränkt, also „Bitte, bitte, bitte, rauchen Sie nicht im Saal oder im Treppenhaus“. The best British humor! © SM/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 13. Oktober 2017 | Universal Music

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
In der Serie „Hipster gefällig, na, hier ist er doch“ scheint Lawrence Rothman es zum Weltmeister geschafft zu haben. Ein androgynes Gesicht (und eine ebensolche Stimme) wie auf den Modemagazinen aus Hochglanzpapier, eine Leidenschaft für Transvestitismus, mit der er der Fotografin Cindy Sherman in nichts nachsteht (Rothman sieht in jedem Videoclip anders aus!) und ein ganzer Haufen erlesener Freunde, die zu ihm halten (Kim Gordon von Sonic Youth, Angel Olsen, Marissa Nadler, Duff McKagan von den Guns N’Roses, Stella Mozgawa von Warpaint, Tom Krell alias How To Dress Well, der Bassist Pino Palladino, Kristin Kontrol von den Dum Dum Girls…), nichts fehlt! Für die Ohren spielt der modenärrige Rothman aus den achtziger Jahren herübergeretteten Soul/R&B. Oft denkt man an Talk Talk, an David Bowie, Depeche Mode oder manchmal Prince, und in der heutigen Zeit an Ariel Pink und How To Dress Well. Unter all diesem Glanz und Glimmer, der sehr an schon wieder vergangene Zeiten erinnert, verbirgt sein Album – sein erstes – Songs mit umwerfenden Melodien. Von geläuterten Texten getragene Kompositionen, in denen Rothman seine persönliche Suche nach einer Identität anspricht, die er als nichtbinär (genderqueer) definiert. Dieser vor 35 Jahren in Los Angeles geborene Kalifornier, der Charles Bukowski genauso schätzt wie R. Kelly, Tupac Shakur und Leonard Cohen, hat mit dem The Book Of Law eine der ergreifendsten Platten des Jahres herausgebracht. Ein äußerst erlesenes Qobuzissime. © MZ/Qobuz
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Quartette - Erschienen am 13. Oktober 2017 | BMC Records

Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Homer, Joyce und Kafka, diese drei Autoren hat Peter Eötvös in seinem The Sirens Cycle von 2016 vertont. Das Streichquartett mit Koloratursopran ist – durch die Hinzufügung einer Singstimme – nach einem ähnlichen Konzept wie das Zweite Streichquartett von Schönberg, die Lyrische Suite von Alban Berg (in der gesungenen oder wenigstens singbaren Variante) oder die Sonette der Elizabeth Barrett-Browning von Egon Wellesz konzipiert. Eötvös verwendet drei literarische Versionen der Geschichte des mythologischen Odysseus und dessen Begegnung mit den Sirenen. Er vertraut alle drei der Sopranstimme an und zwar jeweils in ihrer Originalsprache – griechisch, englisch und deutsch. Der erste Teil, Joyce, ist mit seinen sieben Sätzen der längste des Werkes und schöpft aus der flexiblen Rahmenhandlung des Romans Ulysses, der in der Erzählform des „inneren Monologs“ geschrieben wurde. Im Gegenteil dazu stützt sich der Komponist in Homers Odyssee sowie in Kafkas Das Schweigen der Sirenen auf eine gesamte Episode. Bei der musikalischen Umsetzung verleiht er dem Joyce’schen Teil den Charakter eines expressiven Arioso, behandelt Homer in Liedform, während er den Text von Kafka zum Gegenstand eines Rezitativs macht. „Jede Sprache birgt durch ihren speziellen Rhythmus und die ihr eigenen Konsonanten, durch ihre Betonungen und ihre Formulierungen einen einzigartigen musikalischen Charakter“, erklärt der Komponist. Das erste Streichquartett von Eötvös, Korrespondenz aus dem Jahr 1992, ist eine Art „Minioper“ ohne Gesang, der ein Briefwechsel zwischen Mozart und seinem Vater im Jahr 1778 zugrunde liegt. In den drei „Szenen“ wird Wolfgang durch die Bratsche, Leopold durch das Cello repräsentiert. Der Komponist ordnet jedem Vokal ein spezielles Intervall zu, mit Glissandi für Doppelvokale und speziellen Techniken für viele Konsonanten: eine Art persönliches Pflichtenheft, eines Perec würdig, mit dem ganzen Reichtum, der festgesetzten Grenzen innewohnt. Die drei Szenen stellen jeweils dar: Leopold, der versucht seinen Sohn davon abzuhalten Aloysia Weber zu heiraten, Wolfgang, der sich darüber beklagt, wie wenig Beachtung die Pariser seiner Musik schenken, und noch einmal Wolfgang, der seinem Vater den Tod seiner Gattin bekannt gibt - Mozarts Mutter, die ihren Sohn nach Paris begleitet hatte und dort verstarb. Die Partitur enthält den Text dieser Briefe, auch wenn der Zuhörer diesen weder zu hören noch zu sehen bekommt. Eötvös‘ Musik liest sich sozusagen zwischen den Zeilen…Ein faszinierender Komponist, zwei faszinierende Werke: beide vom Calder Quartett, in The Sirens Cycle zusammen mit der Sopranistin Audrey Luna, zur Perfektion gebracht. © SM/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 6. Oktober 2017 | Abbey Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
England besitzt diese einzigartige Eigenschaft, den Rock immer wieder neu zu erfinden. Obwohl alles bereits gesagt und wiederholt zu sein scheint, gebärt das Land regelmäßig neue junge Gruppen, die einem bereits existierenden und recht soliden Bauwerk noch einen weiteren Stein hinzufügen. Auch wenn die jeweiligen Einflüsse der Bands zunächst ziemlich offensichtlich sind, so überzeugen sie mit ihrem ganz persönlichen Touch dennoch alle anfänglichen Skeptiker. Pale Seas gehört zu diesen Gruppen, die vom ersten Album an eine explosive Mischung im Gepäck haben. In Southampton, direkt am Meer und gegenüber der Isle of Wight, haben der Sänger Jacob Scott, der Gitarrist Graham Poole, der Bassist Matthew Bishop und der Schlagzeuger Andrew Richardson sich in die Tiefen der ersten Alben von Radiohead oder auch Suede gewagt, um davon inspiriert ihr ganz eigenes Rock-Gesetz zu schreiben. Und auch wenn die Vorliebe für 90er Brit Rock das ganze Album Stargazing For Beginners über ins Auge springt, so macht diese ganz besondere Fähigkeit des englischen Quartetts, solide Klangteppiche aus Gitarrensounds zu spinnen, dieses erste Album doch sehr originell. Die überwiegend nachts in einer Abtei aufgenommene Platte verdient unsere Auszeichnung Qobuzissime und wird vor allem Gitarren-Fans mehr als glücklich machen. Eine wahre Entdeckung. © CM/Qobuz