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Qobuzissime? Dies ist eine Auszeichnung, die Qobuz für ein Debütalbum oder ein zweites Album vergibt. Pop oder Reggae, Metal oder Klassik, Jazz oder Blues - kein Genre wird unbeachtet gelassen. Meistens handelt es sich um junge, noch unbekannte Talente.

Hin und wieder kann diese Auszeichnung auch an bereits bekannte Künstler vergeben werden, die ein ungewöhnliches Projekt schaffen, das sich von ihrer sonstigen Diskografie unterscheidet, wie zum Beispiel ein Crossover-Album. Was zählt ist einzig die Originalität und die Qualität. Die der Aufnahme, des musikalischen Projekts und seiner Identität.

Die Alben

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Alternativ und Indie - Erschienen am 7. Mai 2021 | Third Man Records LLC

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Mit diesem ersten Soloalbum, das sie fast im Alleingang geschrieben, gespielt, aufgenommen und produziert hat, entführt Natalie Bergman uns in ihre Welt. Mercy ist ein Universum für sich. Zwölf einzigartige und spirituelle Songs, die von Tod und Auferstehung handeln, getragen von ihrer geschmeidigen Stimme und dem musikalischen Glanz einer vergangenen Ära. Natalie Bergman hatte bis dahin ein Jahrzehnt damit verbracht, im Duett mit ihrem Bruder Elliot bei Wild Belle zu singen, einem Duo aus L.A., das eher zu Pop, Reggae, Ska und Psychedelia neigte. Dieses Leben brach an dem Tag zusammen, als ihr Vater und ihre Stiefmutter bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen. Natalie, die in einem religiösen Haushalt aufgewachsen war, beschloss, sich in ein Kloster im Chama-Tal von New Mexico zurückzuziehen. Dort wurde Mercy geboren, eine offensichtlich kathartische Platte, die in der Essenz der Gospelmusik aufgeht, von der sie sagt, sie sei die wahre Quelle des Rock. Es ist ein einzigartiges und zeitloses Werk, das auf seine eigene Weise die heilige und heilende Natur der Musik preist. "Mein Glaube und meine Musik sind wesentlicher Teil meiner Existenz. Ich singe auf diesem Album viel über 'Zuhause'. Mein Paradies, mein Himmel. Der Glaube an diesen Ort war für mich der größte Trost. Ich hatte das Bedürfnis, zu wissen, dass mein Vater da war. Sein plötzlicher Tod war ein wirbelndes Chaos, das meinen Verstand überfiel. Gospelmusik gibt mir Hoffnung. Das ist die gute Nachricht. Sie ist beispielhaft und kann Ihnen die Wahrheit bringen. Es kann Sie am Leben erhalten. Dieses Album brachte mir die einzige Hoffnung, selbst wieder zum Leben zu kommen."Diese Rückbesinnung auf das Lebendige durch die Gospelmusik ist faszinierend, weil sie nie zu sehr ins Religiöse abrutscht. Die Musik geht über den Glauben hinaus. In seinen Klängen und seiner Instrumentierung, die dem Rock der fünfziger Jahre ebenso viel verdanken wie dem Soul der sechziger Jahre oder dem westafrikanischen Highlife, ist Mercy ein Werk, das vor Musikkultur strotzt. Es ist kaum verwunderlich, dass Natalie Bergman in einem Haus aufwuchs, in dem Alben von Dylan und Etta James, aber auch von Pharoah Sanders, Lou Reed, Alton Ellis und Lucinda Williams gespielt wurden. Und genauso logisch ist es, dass ein Gelehrter wie Jack White sie bei seinem Label Third Man Records unter Vertrag genommen hat, eine Adresse für musikalische Qualität, deren Bewohner so gern ihre Fühler nach der Vergangenheit ausstrecken. Der Tod hat ihr Leben verändert, Natalie Bergmans Musik kann das Ihre verändern: Natalie Bergman ist ein Geschenk des Himmels. © Marc Zisman/Qobuz
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Modern Jazz - Erschienen am 30. April 2021 | WM Germany

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
In einer Welt, in der alles so gern vereinfacht wird, könnte es Isfar Sarabski passieren, den Spitznamen "Tigran aus Aserbaidschan" verpasst zu bekommen. Doch der Bakuer Pianist ist mehr als eine Kopie seines armenischen Kollegen. Natürlich kommt auch er aus Vorderasien. Sicherlich hört auch er nicht nur Jazz. Und gewiss findet sich die Volksmusik seiner Vorfahren auch in seiner eigenen wieder... Aber Isfar Sarabski ist einfach Isfar Sarabski. Sein erstes Album Planet besticht durch puren, tiefgründigen Jazz. Mit seinem ganz eigenen Ansatz zur Improvisation und mit dem charakteristischen Zusammenspiel, das Sarabski mit seinem hervorragenden Kollektiv (mit den zwei amerikanischen Stars, dem Schlagzeuger Mark Guiliana und dem Bassisten Alan Hampton) entwickelt. Der dreißigjährige Pianist, Student des renommierten Berklee College of Music und Gewinner des internationalen Wettbewerbs des Montreux Jazz Festivals 2009, hat sich wahrscheinlich etwas bei dem Klavierspiel von Brad Mehldau abgeguckt, wagt sich hin und wieder aber auch an den minimalistischen Ansatz der klassischen Musik von Nils Frahm, Max Richter und Ólafur Arnalds heran und die Beteiligung des Main Strings Ensembles und des Baku Strings Quartetts verstärkt diesen Eindruck. Darüber hinaus hat Isfar Sarabski einen starken Sinn für das Erzählen und großen Respekt für die Tradition des Mugham (einer Mischung aus Jazz und traditioneller aserbaidschanischer Musik) und lud für die Stücke The Edge und Novruz Shahriyar Imanov, einen Spieler der für die aserbaidschanische Musik typische Langhalslaute Tar, ein. Ein besonderes Highlight ist wohl Isfar Sarabskis ganz eigene Interpretation einer Arie aus Tschaikowskis Schwanensee, die sich ebenfalls auf diesem Debütalbum Planet findet. Wir verlassen Sarabskis Planeten mit dem Wunsch, so bald wie möglich zurückzukehren. Zumal dieses schöne Akustik-Album nicht die ganze Palette seines Autors bietet, der sich seine Freizeit auch als Elektro-Tüftler vertreibt... © Marc Zisman/Qobuz
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Dance - Erschienen am 26. März 2021 | Brownswood Recordings

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Zeitmaschinen-Effekt garantiert! Mit STR4TA tun sich zwei alte Hasen des Groove zusammen, um die Flamme des Acid-Jazz der 90er und des britischen Funk der 80er Jahre (vielleicht erinnern Sie sich noch an Beggar & Co, Light of the World, Lynx, Atmosfear, Hi-Tension, Freeez oder auch Shakatak?) wieder zu entfachen: der mauritische Gitarrist Jean-Paul Maunick - "Bluey" für seine Freunde - und der französisch-britische Gilles Peterson, seines Zeichens DJ, Produzent und Chef der Labels Acid Jazz, Talkin' Loud und Brownswood. Es ist unmöglich, über ihr Projekt STR4TA zu sprechen, ohne auf die Gruppe Incognito hinzuweisen, die seit 1980 die Crème de la Crème des englischen Soul verkörpert: eine gigantische Groove-Maschine ohne viel Pomp, einfach nur effizient mit intergalaktischen Bläsern, Chören in Seidengewändern und energischen Melodien. Am Ruder dieser Soul-Kreuzfahrt ist es eben jener Bluey, der die süßen Balladen und die sinnlichen Dancefloor-Hymnen zaubert. Das funky Ohr dieses exzellenten Gitarristen ist so gut, dass große Namen wie Chaka Khan und George Benson, sein Idol, seine Dienste bereits für einige Produktionen und Sessions in Anspruch genommen haben.Anfang der 90er Jahre stürzte sich Gilles Peterson in England in diesen unscharfen Jazz- und R&B-Soul namens Acid-Jazz. Dies war die Zeit des Ruhms für Bands wie die Brand New Heavies, Galliano, Young Disciples, Jamiroquai und Incognito, die bei Talkin' Loud unter Vertrag waren. Eine ganze Szene, die davon träumte, Curtis Mayfield mit Gil Scott-Heron und Roy Ayers mit Stevie Wonder zu mixen, und dabei zuweilen, wie im Fall von Incognito, von den Stimmen der Soul-Göttinnen Jocelyn Brown, Carleen Anderson, Maysa und Sarah Brown unterstützt wurden. 2021 greift STR4TA dieses Erbe auf und versieht es mit einer Dosis Smooth Jazz, Texturen, die eines Blaxploitation-Soundtracks würdig sind, und einer modernisierten Produktion. Gilles und Jean-Pauls Studio gleicht einer Versammlung virtuoser Groove-Giganten, im Wesentlichen ehemalige Mitglieder von Incognito, fest angestellt oder freiberuflich, wie die Bassisten Randy Hope-Taylor und Francis Hylton, die Keyboarder Matt Cooper und Ski Oakenfull, der Schlagzeuger Pete Ray Biggin, der Saxophonist Paul Booth und der italienische Schlagzeuger Francesco Mendolia. In Aspects lässt jeder von ihnen seine Spielfreude aufblitzen und vermittelt ein Live-Feeling, das diese Musik noch lustvoller macht. Mit ihrem verrucht schmetternden Bass, ihren starken Vintage-Synthies und ihren chirurgisch-genauen Percussions erfüllen STR4TA alle Voraussetzungen, um die Tanzfläche zum Lodern zu bringen und unsere Körper kräftig durchzuschütteln. © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Februar 2021 | Lonely Lands Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Lassen Sie sich nicht täuschen. Hinter dem mysteriösen Cover, hinter dem man eine progressive Rockband der 70er Jahre vermuten könnte, verbirgt sich Terra Firma, das nur schwer einzuordnende, zweite Album von Tash Sultana. Natasha, so ihr eigentlicher Vorname, ist eine von jenen Künstlern, die sich der Musik bereits in frühen Jahren widmen. Im Alter von drei schenkt ihr Vater ihr die erste Gitarre. Als Teenager zieht Tash Sultana als Straßenmusikerin durch ihre Heimatstadt Melbourne und erobert 2016 den Rest der Welt mit dem Titel Jungle, dem Ergebnis ihrer ausschweifenden Schlafzimmer-Sessions, die sie auf YouTube veröffentlicht und das stolze 70 Millionen Mal aufgerufenen wird. Auf ihrem eigenen Label Lonely Lands veröffentlicht die junge Australierin nach drei EPs im Sommer 2018 Flow State, ein Pop-Soul-Album, auf dem Tash Sultana alle Instrumente (sie beherrscht etwa zwanzig davon) mit Loops und Effektpedalen, ihrem Markenzeichen, spielt. Seitdem füllt sie Stadien und ziert Cover von Musikmagazinen, wie dem Rolling Stone, mit dem sie über die ihr von Fender geschenkte Stratocaster TC Signature spricht."Terra firma ist der Boden, die Erde, man stellt seine Füße darauf, um sich zu erinnern, wo man ist, woher man kommt", sagt die Frau, die ihren fulminanten Erfolg in eine dauerhafte Karriere verwandeln will. Tash Sultana kümmert sich sowohl um die Arrangements als auch um die Produktion, die sie zum Teil Matt Corby anvertraut hat. Und das hört man ab dem Instrumental-Titel Musk, dessen schimmernde Gitarren, grooviges Saxophon und eingängiger Bass die 14 Tracks des Albums eröffnen, die zwischen Soul, R'n'B, Funk, Folk und süßem Pop changieren und aus denen vor allem die berauschenden Stücke Pretty Lady und Sweet & Dandy herausstechen. Um zu dieser reichhaltigen, hypnotischen, aber nie redundanten Mischung zu gelangen, die Tash Sultana selbst als "ein Treffen zwischen Aretha Franklin, Bon Iver, John Mayer und anderen" bezeichnet, braucht Tash Sultana nichts und niemanden weiter als sich selbst. Eine Meisterleistung, mit nur 25 Jahren. © Charlotte Saintoin/Qobuz
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R&B - Erschienen am 29. Januar 2021 | Transgressive

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Die Stimme einer Generation. Das hat man Bob Dylan nachgesagt, der nichts davon hören wollte... Anaïs Oluwatoyin Estelle Marinho alias Arlo Parks reagiert genauso, wenn man sie seit ihrer 2019 erschienen EP Super Sad Generation als Sprecherin der Generation Z (die zwischen 1997 und 2010 Geborenen) bezeichnet. Ist die Marketing-Punchline erst einmal vergessen, kann man ungehindert Collapsed in Sunbeams genießen - ein brillantes Debütalbum, das mit beschwingtem R'n'B, leichtem Pop und Neo-Trip-Hop jongliert. Das wohl tiefgründigste Album von Anfang 2021... Bevor die in London lebende Sängerin tschadischer, französischer und nigerianischer Herkunft Songs schrieb, widmete sie sich der Poesie. Als großer Fan von Sylvia Plath, Ginsberg und Nabokov fühlte sich sich schon immer zum Schreiben hingezogen. Arlo Parks erzählt Geschichten - oft ihre eigenen - noch bevor sie diese vertont. Mit seinem Titel, der aus Zadie Smiths Roman Von der Schönheit stammt, unterstreicht das Album Collapsed in Sunbeams diese literarische Leidenschaft, die Arlo Parks nun ganz der Musik zugewandt hat. Mit Finesse und Schärfe setzt sie sich mit Zerrissenheit (Caroline), unerwiderter Liebe (Eugene) oder Alkoholismus (Hurt) auseinander. Ihre bittersüßen Melodien konfrontieren die oft melancholischen, manchmal traurigen Texte mit geballter Pop-Energie. Ein Balanceakt, der von einer hypnotischen Stimme getragen wird, die sowohl an Trickys Ex, Martina Topley-Bird, als auch an Lily Allen oder Jorja Smith erinnert. Mit nur 20 Jahren ist Arlo Parks mehr als eine Eintagsfliege und wird wahrscheinlich noch viele Jahre im Rampenlicht stehen. Eine wahre Entdeckung. © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 29. Januar 2021 | City Slang

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Die Statistiken belegen es: Alle zehn Jahre bringt eine jeweils aus England kommende Sängerin namens Anna ein Debütalbum heraus, das dann eine ganze Epoche kennzeichnet. 2011 war es Anna Calvi. 2021 heißt sie Anna B Savage. Eine Sängerin direkt aus dem Underground, die ein erstes Mal 2015 mit einer ersten, unauffälligen EP in Erscheinung getreten war, auf die ein paar Konzerte folgten und dann nichts mehr. Viele sind es nicht, die sie im Konzert erlebt hatten, solange es noch Konzerte gab. Aber sie alle erinnern sich noch an Anna B Savage. Mit ihrer seltsam gestimmten Gitarre, als wollte sie einen mittelalterlichen Blues spielen, und mit ihrer unergründlichen Stimme, als würden mehrere Personen gemeinsam in ihrem Innersten singen, verzauberte Anna B Savage einen kleinen Kreis von Zuhörern mit einer Vorliebe für andersartige Musik. Sie hört sich an, wie eine uneheliche Tochter von Cat Power, denn bei ihr kann der zum Ausdruck kommende Lebensüberdruss genauso sinnlich, intensiv und anziehend wirken. A Common Turn ist ihr Debütalbum, außergewöhnliches Gift und musikalisches Einhorn zugleich. Von einer seltsamen Art Folk ausgehend spinnt diese Anna Seemannsgarn mit ihren Songs, die uns zu einer musikalischen Raum-Zeit-Reise einladen. Ihren eigenen Angaben zufolge können die ZuhörerInnen im Gesang und in den Melodien Anleihen bei Beth Gibbons (Portishead), Antony & the Johnsons, Nico, Connie Converse, Dionne Warwick oder bei ehemaligen Sängerinnen des Opernjazz entdecken. Klangpausen nicht zu vergessen. Bei A Common Turn handelt es sich aber nicht um eine Platte von der Stange und einfach ist sie auch nicht. Diese ganze Palette von Arrangements bietet Chorgesang, dann diese Gitarre aus wurmstichigem Holz und es reicht hin bis zu Dance-Rhythmen. Selbst wenn ihre Musik hochtrabend wird, bleibt Anna B Savage zerbrechlich und verletzlich wie eine Seiltänzerin und sie irrt herum, als würde sie sich durch ihre eigenen Songs hindurch einen Weg bahnen. Dabei taucht das Bild von Schneewittchen auf, die durch einen Wald voller Grimassen schneidender Bäume läuft oder auf den Prinzen wartet, der sie dann mit einem Kuss aus ihrem giftgetränkten Schlaf erlöst. Und alle anderen neben ihr sind Zwerge. © Stéphane Deschamps/Qobuz
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Downtempo - Erschienen am 29. Januar 2021 | Wonderwheel Recordings

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Jean Dasso (alias Yeahman) macht seit rund drei Jahren von sich reden, seitdem er mit dem Song Miniyamba (mit Unterstützung der sanften Vocals der Sängerinnen Mina Shankha und Hajna) im Jahr 2017 einen Volltreffer beim Label Wonderwheel Recordings landete. Das Label, das von Brooklyn aus von DJ Nickodemus geleitet wird, beherbergt große Namen des "Global Bass" (einer modernen Form der Weltmusik) wie Quantic, Chancha Via Circuito, DJ Khalab und El Buho und bot nun Yeahman die Möglichkeit, ein erstes Album aufzunehmen, wobei dieser - dem Image des Weltenbummlers alle Ehre machend - losgezogen ist, um sein Erstlingswerk in Dakar, Neapel, Marseille und Toulouse aufzunehmen.Und der Franzose beweist von den ersten Klängen an, was er auf dem Kasten hat: Sowohl bei dem eingängigen und verträumten Samba Deelahli, mit dem lieblichen Gesang von Mina Shankha, als auch auf dem ultraweichen Baixi Baixi, das begleitet von den beiden portugiesischen Schwestern des Aluna Project mit Charango und im Dembow-Rhythmus (dem Grundrhythmus des Reggaeton) daherkommt. Aber Yeahman mag auch kantige Rhythmen, wie auf Soupe au Feu und seinen Streichersamples, Sakoneta oder GLI-F4, die alle von einem seidigen und hypnotischen House-Beat getragen werden. Wir finden Mina Shankha und Hajna auf einer Coverversion des peruanischen Cumba-Standards Cariñito wieder und hören auch Omar Zidia, Sänger und Gitarrist der Tuareg-Gruppe Ezza auf Ouloullou, bevor wir diese musikalische Reise mit dem Titel Ostriconi (eine paradiesische Region auf Korsika) mit der Folktronica des britischen Produzenten Robin Perkins alias El Búho - Yeahmans neuem Labelkollegen und zweifellos zukünftigem Reisegefährten - abschließen. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Blues - Erschienen am 8. Januar 2021 | Dead Oceans

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Soulmusik klang früher besser? Nein!, antwortet das Debütalbum von Aaron Frazer. Der in Brooklyn lebende Schlagzeuger und Co-Sänger von Durand Jones & The Indications startet seine Solokarriere mit Introducing..., einem tadellosen Soulalbum mit Vintage-Flavour (aber nicht zu viel), dessen Produktion unüberhörbar von Dan Auerbach übernommen wurde. Im Easy Eye Sound Studio in Nashville, dem Hauptquartier der Black Keys, erklingt Frazers traumhaftes, von Smokey Robinson und Curtis Mayfield beeinflusstes Falsett in Perfektion. Wie alle großen Soulsänger der fünfziger und sechziger Jahre jongliert er mit verblüffender Leichtigkeit zwischen reinen Liebesliedern und sozial engagierten Songs. Diese sanfte Stimme ist wie ein göttliches Flüstern, modern und zeitlos zugleich. Ebenso wie die generationenübergreifende Besetzung, die bei diesem musikalischen Abenteuer an seiner Seite ist: Sowohl alte Hasen wie die Memphis Boys (große Namen, die Dusty Springfields Son of A Preacher Man und Aretha Franklins (You Make Me Feel Like) A Natural Woman ihren Stempel aufgedrückt haben) als auch die jüngsten Virtuosen aus dem Stall Daptone/Big Crown Records sind mit von der Partie. Neben einer Mischung aus Gospel, Doo-Wop, Funk und Northern Soul (Over You und sein süchtig machender Up-Tempo-Beat) beschwört Frazer sogar die Geister von Marvin Gaye und Gil Scott-Heron auf dem sanften und funkigen Bad News. Er kennt und beherrscht die Klassiker, ohne dass seine Interpretation von Soulmusik aufgesetzt wirkt. Dieses großartige Introducing... ist eben ein Album aus dem Jahr 2021, nicht 1961. Wie seine Zeitgenossen Mayer Hawthorne oder Curtis Harding überträgt auch Aaron Frazer seine Leidenschaft für althergebrachte Musik in seine Zeit. Er weiß, dass die Schönheit des Soul darin besteht, dass er mit dir weint, sich mit dir freut, dich zum Tanzen bringt und dich auch zum Nachdenken anregen kann. Egal, ob in 1961 oder 2021. © Marc Zisman/Qobuz
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House - Erschienen am 11. Dezember 2020 | Happiness Therapy

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Den Namen des Kanadiers Jesse Bru hörte man in Europa zum ersten Mal im Jahre 2012, nachdem ihm das von den beiden DJs/Plattenhändlern Alex und Laëtitia Katapult geführte Pariser Label Karat auf die Spur gekommen war, und zwar dank seines Micro-House Projekts Hot Keys (an dem er damals zusammen mit seinem Landsmann Ryan Trann arbeitete). Im darauffolgenden Jahr trat der Produzent aus Vancouver mit dem aus seiner ersten EP Changing for You ausgekoppelten Klubhit Psychedelic Brain Paint einen Hype los. Dabei entdeckte man euphorischen Lo-Fi House, der an jene von Motor City Drum Ensemble und an Samples mit ausflippenden Menschenmengen und einer betenden Janis Joplin (Work Me Lord, Version Woodstock) erinnerte. Jesse Bru reiht sich also in die Welt der DJs ein, deren Ansehen immer weiter nach oben klettert. Auf diesem Weg landet er natürlich in Berlin, wo er zur Freude aller eine EP nach der anderen auf den Markt bringt, ohne sich die geringste Pause zu gönnen. Vor zwei Jahren war er dann aufgrund dieser Fließbandarbeit so richtig erschöpft, kehrte nach Vancouver zurück und zog Bilanz, um über so etwas wie ein erstes Album nachzudenken.Der Kanadier hatte nämlich schon eine LP veröffentlicht, Mid City (digital, 2012), sein Plan war aber eher eine komplette Titelsammlung für ein Album. Mit The Coast bietet uns Jesse Bru endlich die Gelegenheit, es so richtig auszukosten, denn seine 15 Tracks sind vollgepackt mit kleinen Ideen und großen Freuden. Der ehemalige Hip-Hop-Produzent, der nach einem Abstecher über Montreal auf den Geschmack von Electro gekommen war, ist mit seiner Vorliebe fürs Sampeln noch immer der alte Jesse Bru. Er zitiert sich immer öfter selbst und man entdeckt das Patchwork, das ihm zum Erfolg verholfen hatte: dieses ganze Sortiment aus warmen Klangfarben und House in der souligen New Yorker Variante funkioniert wie ein gemeinsamer Nenner. Daraus ergeben sich wahren kleine Schätze wie zum Beispiel All Day Bae et Workin (Should Be Livin) – und dann als Option noch UK Garage (Life's Alright), Techno (Lucid Dreaming), Jazz oder Drum’n’Bass wie etwa in Cmwtme, diesem himmlischen Titel mit der Kombination aus Trompete und Amen Break. Eine offen eingestandene Hommage an die Neunziger: „Ich stehe unheimlich auf Electro, Breaks, Techno und Jungle, und ganz, ganz gefühlvolle Musik“, erklärt Jesse Bru und er betont, wie befreiend dieses Album auf ihn wirkt. „Ich hatte den Eindruck, dauernd dasselbe zu machen, eine Maxi-Single nach der anderen, nur um auf der Bühne bleiben zu können“. Mit einem so niveauvollen Album bekommt man fast Lust, Jesse Bru im Studio einzusperren. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 20. November 2020 | Licence Kuroneko - Sodasound

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Alle, die zum Jahresende auf der Suche nach originellem Groove sind, werden auf diesem Album ihr Glück finden. Der aus Frankreich stammende Gystere hat in Deutschland bisher noch keine Wellen geschlagen. Seit der im Mai 2019 erschienenen Debüt-EP WOMXN/Time Machine sollten wir uns spätestens jetzt von ihm mitreißen lassen. DJ, Regisseur, Komponist - der Franzose Adrien Peskine, der in der Vergangenheit bei Cerrone am Klavier gesessen hat, präsentiert ein erstes Album, das all seine künstlerischen Launen in einem Afrofunk-Patchwork zusammenfasst, das niemanden kalt lässt. Das Konzept ist ziemlich kühn: "Ich habe immer versucht, den Künstler und die Musik zu schaffen, die ich in meiner Plattensammlung nicht finden konnte", erklärt Gystere, der daraufhin eine Art Mosaik aus Musik der 70er und 80er Jahre komponiert, mit Intros à la Prince, Melodien à la Supertramp, Soli à la Jimmy Page, Chören à la Queen, aber auch Stevie Wonder, Funkadelic und Sun Ra für den nötigen Afrofuturismus, den Geist, der diese Platte durchzieht. Ohne jemals seinen Stil zu verfehlen, gelingt es Gystere (der allein komponiert, aber mit seinen Musikern aufnimmt), all diese Referenzen in einem funky Groove zu transzendieren, den so schnell wie möglich live erleben wollen. Auf dem Papier hätte alles schief gehen können, aber am Ende ist Gystere auf dem besten Weg, eine der französischen Offenbarungen des Jahres zu werden. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Metal - Erschienen am 20. November 2020 | Nuclear Blast

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Zwei Jahre nach seinem Ausstieg taucht Erlend Hjelvik, der Ex-Frontmann der genialen norwegischen Gruppe Kvelertak, wieder aus der Versenkung auf, mit seinem ersten Soloalbum nämlich und er weiß sehr wohl, was er will. Mit dem 2016 erschienenen Nattesferd hatten die Musiker aus Stavenger ihr drittes Album präsentiert, das ganz eindeutig in dem von Erlend gepflegten, traditionellen Heavy und Black Metal verankert war, auch wenn dadurch der Einfluss des Punk, der die Gruppe so charmant gemacht hatte, verloren gegangen war. Mehr brauchte es nicht, um zu behaupten, dass von da an alles schief ging. Also hat Erlend beschlossen, nach vier Hungerjahren im Studio mit Welcome To Hel ein schweres Geschütz aufzufahren. Der Viking-Metal im weitesten Sinne hatte ihn zu dieser abenteuerlichen Premiere im Alleingang inspiriert, heldenhaft, hochtrabend und vor allem hervorragend strukturiert. Da gibt es von Doom- und Black Metal-Spuren durchwachsenen Heavy Metal, der uns eindeutig an das dritte Kvelertak-Album erinnert, und zwar gewollt. Gleich die ersten Klänge in Father War hören sich an wie eine Salve nach Blut lechzender Soldaten, die mit heftigen Rhythmen über uns herfallen. Was das Album vorhat, ist eindeutig klar: mit seiner Mischung aus den bereits zitierten Einflüssen und Spuren von Thrash und Rock unterbreitet uns Erlend ein mit Bravour ausgetüfteltes Manifest voller freigiebiger Momente, sowohl in technischer Hinsicht als auch aufgrund all der Details, die uns erschaudern lassen. Dabei behält der Frontman dennoch das im Auge, was er am besten kann, aber auch Menschen aus der ganzen Welt, deren Massen er sicherlich auf seiner Tournee zügeln werden muss. Hinter einer derartigen Bandbreite an technischem Können versteckt sich also ein großes Talent für reißerische Refrains, die man dann auf dem Floor mit Vergnügen mitjohlen wird. Ein Pulverfass wie Glory of Hel, aber auch Kveldulv und North Tsar, bringen uns ganz einfach zum Schweigen, wenn sie uns erst einmal im Griff haben und nicht mehr loslassen. Eine besondere Erwähnung gebührt den beiden Features auf dem Album: Matt Pike (Sleep/High on Fire) und Mike Scalzi (Slough Feg), die ihrerseits - als bestünde überhaupt noch ein derartiger Bedarf - einen weiteren der unzähligen Treffer landen.Welcome To Hel ist ein inspirierendes, leicht zugängliches und wahrhaftig kriegerisches Manifest, das er bestens im Griff hat. Wie er mit seinen Anleihen umgeht, das macht ihm so schnell niemand nach, denn dieser von Heavy, Black, Doom und Thrash getränkte Rock-Kick wird wohl die größte Metal-Nummer des Jahres werden. © Maxime Archambaud/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 16. Oktober 2020 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
"Vieux pays merveilleux des contes de nourrice" ("Altes wunderbares Land der Kindermärchen"): Diese wenigen Worte beschreiben die unwiderstehliche und eindrucksvolle Interpretation von Ravels Schéhérazade aus vergangenen Zeiten. Es ist vor allem die Klangfarbe, mit der die ägyptische Sopranistin Fatma Saiddie in Höhen und Tiefen in ihrer Stimme strahlt. Ihre Diktion ist beispielhaft, bei der nicht nur jedes Wort klar verständlich ist, sondern jeder Ton dem Wort Farbe verleiht und dadurch den durch das Wort hervorgerufenen Eindruck klanglich erfahrbar macht. Zweifellos würde die musikalisch äußerst vielseitige Sängerin - die an Regine Crespins lebhafte Darbietungen erinnert - in der Orchesterfassung eine noch größere Vielseitigkeit finden, wobei das herrlich klangvolle und präzise Klavierspiel von Malcolm Martineau sie etwas bremst.Das Programm führt uns nach Spanien, wo Martineau durch Rafael Aguirres subtiles Gitarrenspiel abgelöst wird. In den beiden Stücken von de Falla zeigen sich weitere Aspekte von Fatma Saids Gesangskunst: ihre außerordentliche Gewandtheit und Leichtigkeit! Ihr Gesang wird zur Liebkosung. In José Serranos Canción de Marinela verdichtet sich ihre Stimme und schafft unvergessliche Momente zarter Sinnlichkeit. Wenn Fatma Said sich eines Tages die eine oder andere große Rolle einer spanischen Zarzuela vornehmen würde… darin wäre sie einfach göttlich! In den drei Liedern aus der Sammlung 13 Canciones españolas antiguas von Federico García Lorca zeigt sie sich überraschend diskret, von einer edlen Eleganz, sogar in den sinnlichen Arabesken der Nana de Sevilla. Ein idealer Übergang zu den folgenden "arabischen" Musiken. Wir entdecken zum Beispiel ein wunderschönes Lied des Ägypters Gamal Abdel-Rahim (1924-1988) sowie Bizets prächtiges Adieux de l'hôtesse arabe, in dem Burcu Karadağs ney (eine Art Rohrflöte) kontrapunktisch zur Singstimme improvisiert. Die letzten vier Titel bieten ägyptische und libanesische Standards in einer leicht "jazzigen" und nostalgischen Atmosphäre, die in der Berliner Jesus-Christus-Kirche in Dahlem aufgenommen wurden. Ein bezauberndes Qobuzissime-Album, voller überwältigender Emotionen. © Pierre-Yves Lascar/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 2. Oktober 2020 | Heavenly Recordings

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Es ist schon beeindruckend, wie die scharfkantige, staubtrockene und unnachgiebige Neo-Postpunk-Szene des Vereinigten Königreichs so richtig durchschüttelt wird, wenn Working Men’s Club auf dem Dancefloor auftauchen. Mit seinem gleichnamigen Debütalbum legt das junge Quartett aus Todmorden – 25 Kilometer nördlich von Manchester – die Karten offen auf den Tisch, die früher von New Order (zu Zeiten von Power, Corruption & Lies), The Fall, Human League, Gang of Four und sogar D.A.F. und Suicide gespielt wurden. Der soeben erst volljährig gewordene WMC-Leader Sydney Minsky-Sargeant steckt den Rahmen ab. „In Todmorden gibt es für einen Teenager nicht viel zu tun. Die Stadt liegt von allem eher weit entfernt. Und an einem Ort zu wohnen, wo es im Winter erst um neun Uhr hell wird und um vier Uhr schon dunkel ist, kann ganz schön deprimierend werden“. Es ist also nur allzu logisch, dass diese Schützlinge der aufgedrehten Fat White Family sich wie Rotzbengel aufführen. Wie einer von denen, die wütend Synthies, Gitarren und Schlagzeug quer durch ihr Zimmer schleudern, bis das große Chaos ausbricht! Ihre Texte werden eher gebrüllt als gesungen, aber unermüdlicher Groove, Gitarrenriffs und Mega-Bässe sorgen für dementsprechende Bewegung, ohne dass sie sich weitere Fragen stellen müssten. Es ist also schier unmöglich, die Körper unter Kontrolle zu behalten, die sich nur so im Rhythmus dieser faszinierenden Sinfonie mit dem jugendhaften Elektro-Acid-Rock, die manchmal an die Anfangszeiten des LCD-Soundsystems erinnern. Working Men's Club ziehen sich T-Shirts mit dem Logo „Socialism“ über, taufen einen ihrer Songs John Cooper Clarke (wie der nach wie vor angehimmelten Punkpoeten) und machen dem grauen Yorkshire-Himmel, unter dem sie das Licht der Welt erblickt hatten, den Garaus. Manchmal entspannt sich Sydney Minsky-Sargeant ein bisschen und zeigt sich dabei von einer fast hedonistischen Seite im New Wave-Stil (Outside). Ist er jedoch genervt, dann macht sich der von Elektrofunk angehauchte Discopunk über seine Seele her (Teeth). Etwas benommen lässt einen dieses Debütalbum schon zurück, das dank der kompakten und nüchternen Produktion von Ross Orton (The Fall, M.I.A, Arctic Monkeys) beeindruckende Ausmaße angenommen hat. Keine Frage: Working Men’s Club ist ein Name, den man sich merkt! © Marc Zisman/Qobuz
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R&B - Erschienen am 2. Oktober 2020 | Haliblue Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Mit Goldress, ihrer ersten EP, die 2020 veröffentlicht wurde, hatten Alban und Yvan Murenzi alias YellowStraps die Messlatte bereits sehr hoch gelegt. Auf ihrem Cover präsentierten sich die beiden Jungs wie ganz brave Schüler in ihren Latzhosen und mit in goldenes Zellophanpapier eingewickelten Köpfen. Sie produzierten diesen edel arrangierten und gut durchdachten Neo-Soul, der mit seinen acht Tracks in der Tradition von Maverick Sabre, Daniel Caesar oder King Krule steht, und sich perfekt in die neue britische Soul-Szene unter ihrem Anführer Jordan Rakei, der mit Subtilität und Präzision Neo-Soul, Chill und Jazz kombiniert, einfügt. Die musikalische Reife, die die beiden Jungs an den Tag legen ist besonders erstaunlich. Es muss jedoch gesagt werden, dass die beiden Brüder, die in Uganda aufgewachsen sind, aber früh nach Belgien kamen, an der Seite von Rapper Roméo Elvis schon lange in die Brüsseler Szene eingetaucht sind und bereits einige Trophäen gewonnen haben. Von den beengenden Ereignissen des Frühjahrs 2020 inspiriert, hat sich das Duo der Herausforderung gestellt, pro Tag einen Song zu komponieren und dabei die Zusammenarbeit an unterschiedlichen Orten möglich zu machen. Diese sich selbst auferlegte Challenge haben sie größtenteils gewonnen, da alle sechzehn Tracks des Yellockdown Project Featurings mit Gästen aus den verschiedensten Musikgenres enthalten, die sich wunderbar mit der neuen Welle des Neo-Soul kombinieren ließen, was das gesamte Projekt auf eine höhere Ebene hob. Unter den Featurings finden wir die Pariser Crayon und Lord Esperanza oder auch die Kalifornierin Jae Luna. Der einzige Unterschied zu Goldress besteht darin, dass die Brüder mit Raison, Visage, Frissons und Si tu savais sich noch um etwas mehr an die französische Sprache heranwagten. Dieses Qobuzissime-Album ist ein kleiner Juwel mit großem Potenzial, das Belgien und seine wimmelnde Szene zurück auf ins musikalische Spielfeld bringt. © Charlotte Saintoin/Qobuz
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Pop - Erschienen am 25. September 2020 | Capitane Records

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Der Belgier Nicolas Michaux stellt für sein Album ganz besondere Songs zusammen. Nach der Auflösung seiner Gruppe Eté 67 startet er beim Label Tôt ou Tard seine Solokarriere und veröffentlichte A la vie, à la mort, das bereits eine gewisse Leidenschaft für das Schöne zeigte. Unter dem Titel Amour colère und unter dem Namen des Kollektivlabels Capitane Records entwickelt er auf diesem zweiten Album seine Sichtweise auf die Sentimentalität des Alltags. Beim Song Cancer spielt der Belgier, der sein Leben zwischen Brüssel und der dänischen Insel Samsø verbringt, gekonnt mit Worten, um die Seelenzustände der Erkrankten besser zu verstehen. Seine Texte sind auf Französisch und Englisch verfasst, in die Michaux eine leichte Poesie einfließen lässt, die niemals karikiert oder aufgeblasen wirkt. Die Referenzen, die er in sein Werk einbaut, sind verblüffend wie bereits sein erster Song Harvester, der auf derselben Rhythmik basiert wie Out on the Weekend, das das Album Harvest von Neil Young eröffnet. Seine Instrumentierung scheint wie eine bisher noch unveröffentlichte Platte von Mac DeMarco zu sein und für den Song Factory Town packt er seine David Byrne ähnelnde Stimme auf ein minimaoistisches Riff eines Lou Reed, während die Bässe (wie in A nouveau) ganz an Serge Gainsbourg angelehnt sind… In Diktion und Stimme zeigt er sich träge, verweilend, melancholisch, nie erobernd, immer schlicht. Der Inhalt der Songs richtet sich ganz nach der Form: eklektisch, aber brillant homogen! So vereinen die zehn Titel dieses Albums nonchalanten französischen Chanson (A Nouveau), romantischen Pop (Amour colère, Nos Retrouvailles), belebenden Pop (Parrots, dessen Clip Gold wert ist), romantischen Post-Punk (Every Word, Harvesters) und sogar Glam-Rock à la T-Rex. Die Aufnahme klingt hausgemacht, steht aber eher im Licht der Spontaneität als mangelhafter Qualität. Michaux kann man in Dauerschleife hören und sich dabei von seinem Klang umhüllen lassen. Es ist wie Liebe auf den ersten Blick. © Charlotte Saintoin/Qobuz
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Kammermusik - Erschienen am 25. September 2020 | Passacaille

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Wenn das Richter Ensemble für Sie ein neuer Name ist, dann liegt es daran, dass es erst seit Kurzem auf der Bildfläche erschienen ist. Erst 2018 gründete der britisch-brasilianische Barockgeiger und ehemalige Konzertmeister der Akademie für Alte Musik, Rodolfo Richter sein nach ihm benanntes Ensemble. Auch die anderen Mitglieder kommen aus der Welt der historisch informierten Aufführungspraxis, und auch wenn die historische Aufführungspraxis auf den ersten Blick nicht unbedingt zu einem Debütalbum mit Repertoire der Zweiten Wiener Schule passen mag, so weisen sie doch sowohl auf das Leitbild der Gruppe als auch auf ihr Alleinstellungsmerkmal hin - das Aufzeigen versteckter Verbindungen zwischen dem Repertoire des 17. bis 21. Jahrhunderts, das ausschließlich auf Darmsaiten gespielt wird.Zurück zur vorliegenden Aufnahme, die der erste Teil eines Projekts zur vollständigen Einspielung der Streichquartette der Zweiten Wiener Schule auf Darmsaiten und in der Tat, etwas ganz Besonderes ist. Repertoiremäßig führen sie uns chronologisch durchs Programm, beginnend mit Weberns glühendem einsätzigen Langsamen Satz von 1905, der in der Sprache der spätromantischen Chromatik gehalten ist; dann Schönbergs Streichquartett Nr. 2 von 1907-8, einer seiner ersten Ausflüge in die Atonalität mit Mezzosopran für die letzten beiden Sätze, der Gedichte von Stefan George vertont; danach folgt Bergs zweisätziges Streichquartett op. 3 von 1910, das ebenfalls die Atonalität erforscht.Klanglich zeichnen sich diese Interpretationen mit wunderbar tonreicher und gefühlvoller Gesangsdarbietung der Mezzo-Sopranistin Mireille Lebel vor allem dadurch aus, dass sie die Werke in ihren unmittelbaren Wiener Kontext stellen: die Tatsache, dass bei diesen frühen Unternehmungen jenseits der Tonalität nicht ein harter Modernismus in aller Munde war, sondern die Musik von Brahms, Mahler und Wagner. Das alles stand in einem größeren expressionistischen und symbolistischen künstlerischen Kontext, der Romantik und Moderne gleichermaßen vermischte - man denke nur an die Gemälde von Gustav Klimt. Jenseits der größeren Weichheit und der breiteren koloristischen Palette, die die erwähnten Darmsaiten bieten, erhalten wir also auch klanglichen Glanz, subtile "Portamentos" und eine singende Freiheit ihrer Linien. Wir befinden uns auch in einer Periodenstimmung, die etwas niedriger ist als der heutige Standard: A=432Hz im Vergleich zu den heutigen 440Hz. Doch all diese romantische Pracht klingt immer noch blitzsauber - gerade dank der Praxis des 19. Jahrhunderts, das Vibrato nur sparsam einzusetzen. Auch wenn die Zweite Wiener Schule nicht unter Ihren üblichen Favoriten auftaucht, legen wir Ihnen dringend nahe, sie einmal auszuprobieren. Dies wird eine sehr begehrenswerte Serie werden. © Charlotte Gardner/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 11. September 2020 | Blue Note Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Supergroups sind manchmal super vermarktet und super uninteressant. Das genaue Gegenteil trifft auf Artemis' erstes Album zu, das bei Blue Note erscheint. Hinter dem Namen der Göttin der Wildnis, der Jagd und der Geburt stehen sieben Musikerinnen, die sich aus der ganzen Welt zusammengerufen haben. Sie alle sind wahre Größen des zeitgenössischen Jazz. An der Spitze dieser Mehrgenerationen-Besetzung hat die kanadische Pianistin und musikalische Leiterin des Projekts von Renee Rosnes die israelische Klarinettistin Anat Cohen, die chilenische Tenorsaxophonistin Melissa Aldana, die kanadische Trompeterin Ingrid Jensen, die japanische Kontrabassistin Noriko Ueda, die amerikanische Schlagzeugerin Allison Miller und, auf zwei Stücken, die französisch-amerikanische Sängerin Cécile McLorin Salvant vereint. "Jedes Mitglied von Artemis ist einzigartig, und genau das ist es, was eine Band braucht: Vielseitigkeit", sagt Cohen. "Es sind die Persönlichkeiten, die das Leben interessant und die Musik faszinierend machen. "Die Identität der Band kristallisierte sich auf ganz natürliche Weise heraus. Denn Artemis bringt sieben Führungspersönlichkeiten zusammen, von denen jede ihre eigene Vision und Perspektive hat, die aber im gesamten Album mit einem einheitlichen Konzept zusammenspielen. Für Jensen, die sich den Namen des Septetts ausdachte, "ist die Figur der griechischen Göttin Artemis bezeichnend für die Energien und das breite Spektrum musikalischer Harmonien, die unsere Gruppe auf die Bühne bringt." Dies ist der Erfolg eines Albums, das sich auf die natürliche Vereinigung konzentriert. Das Album ist voller Reliefs mit zumeist Eigenkompositionen und enthält auch eklektische Cover von The Fool on the Hill von den Beatles, dem vergessenen 40er-Jahre-Hit Cry, Buttercup, Cry, der durch Maxine Sullivan bekannt geworden ist, Lee Morgans The Sidewinder Standard und Stevie Wonders If It's Magic. Die Arrangements von Renee Rosnes, eine wahre Expertin auf diesem Gebiet, sind dazu da, jede Stimme zusammenzuschweißen. Keine dieser sieben Amazonen stellt dabei die der anderen in den Schatten. Und auch wenn der Wille, eine ausschließlich weibliche Band zu gründen, eine starke Botschaft auf einem von Männern dominierten Jazz-Planeten ist, genießen wir die Schönheit und die Intelligenz dieses Albums, ohne besonders über das Geschlecht des Komponisten nachzudenken. © Marc Zisman/Qobuz
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 11. September 2020 | 911

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Jazz - Erschienen am 21. August 2020 | Concord Jazz

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music - Qobuzissime
Zur Veröffentlichung ihres Solo-Debütalbums wird ​​Nubya Garcia bereits ​mit Lob​ und Auszeichnungen​ überschüttet und kann sich vor Projekt- und Kooperationsangeboten kaum retten. ​Die 29-jährige Londonerin ist zweifellos eine der Hauptakteure der neuen englischen Jazzszene, und ihr farbenfrohes und gut strukturiertes Saxophon ​war bereits auf zahlreichen Aufnahmen ​von Bands ​wie Nérija und Maisha ​und auf ​einem Großteil von We Out Here (2018), der Kompilation von Gilles Petersons ​Label​ ​Brownswood, auf der die besten Namen dieser Generation versammelt sind, ​zu hören. Mit einigen dieser Protagonisten hat sie ​nun ​Source aufgenommen. ​In Gesellschaft von Joe Armon-Jones (Keyboard), Daniel Casimir (Bass) und Sam Jones (Schlagzeug) ​ist ​Nubya Garcia ​bestens gerüstet​, ihre Musik weit über die Grenzen des zeitgenössischen Jazz und des Vereinigten Königreichs hinauszutragen. Wie so oft bei den heutigen Musikern kommen karibische, afrikanische und sogar urbane Klänge zum Einsatz, die sowohl den Rhythmus als auch die Melodie färben. Eine Fusion, die auf britischen Jazzalben oft zu finden ist, der sie aber ihre ganz eigene Note verleiht. Der Einfluss von Herbie Hancock (​zur Zeit von ​Head​ ​Hunter​s) ist manchmal ​zu erahnen (Inner Game, The Message Continues)​ und die Emotion wird durch das funky Spiel des ​Zauberkünstlers an ​Orge​l​ und Synthesizer​n​​ Joe Armon-Jones ​auf die Spitze getrieben. Aber Nubya Garcia ist hungrig nach anderen Sounds und Klanglandschaften. Auf dem Titelstück Source hat sie den Dub klar im Visier. Auf Together is a Beautiful Place To Be entfaltet sie eine zarte Soul- und R&B-Sinnlichkeit und Stand With Each Other jongliert mit fesselnden Nyabinghi-Rhythmen. Das treffend betitelte La cumbia me está llamando lässt keinen Zweifel an seinen Einflüssen... All diese Sequenzen zeichnen das Porträt einer Frau, die fest in ihrer Zeit verankert ist. Eine Musikerin, die im Einklang mit ihren Wurzeln und ihrer persönlichen Geschichte steht und die den Sinn des Kollektivs in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt. Zu diesem Zweck hat sie Richie Sievwright, Cassie Kinoshi und Sheila Maurice-Grey von der Gruppe Kokoroko, die Kolumbianer von La Perla (La cumbia me está llamando) und die Chicagoer Sängerin Akenya Seymour (Boundless Beings) eingeladen. Mit diesem Album, das wir als Qobuzissime auszeichnen, gelingt es Nubya Garcia vor allem, die Mauern des Jazz noch ein wenig weiter aufzudrücken oder gar niederzureißen © Marc Zisman/Qobuz 
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Punk – New Wave - Erschienen am 3. Juli 2020 | Duchess Box Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Wenige Minuten von Freier Geist genügen Sofia Portanet, um 2020 in 1980 zu verwandeln. Mit ihrem Debütalbum, das wir mit einem Qobuzissime auszeichnen, veröffentlicht die deutsche Sängern - die 1989 geboren wurde und damit diese musikalische Epoche gar nicht selbst miterlebt hat - ein Werk, das der Neuen Deutschen Welle neues Leben einhaucht. Eine Neue Deutsche Welle, in der Nina Hagen mit Wahnsinn und Energie über New Wave- und Post-Punk-Europa herrschte und Kraftwerk die Massen begeisterten. Damals war auch die Zeit der kämpferischen Rhythmen von D.A.F., der romantischen Verzückungen von Kate Bush, Toyah und Lene Lovich und der Pop-Experimente von Falco oder den Franzosen von Rita Mitsouko. Künstlerinnen und Künstler, die alle von der in Kiel geborenen, in Paris aufgewachsenen und heute in Berlin lebenden Künstlerin Sofia Portanet geschätzt werden. Sie singt sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch und Französisch und beansprucht dabei das Erbe einiger großer Stimmen, die Kino, Theater und Kabarett miteinander vereinen, wie Ingrid Caven und Hildegard Knef. Am Ende findet ihr bezaubernder Freier Geist trotz dieser Lawine von Bezügen und Vergleichen die perfekte Balance zwischen der Nostalgie für die 80er Jahre und modernen Impulse. Es ist vor allem ihr Enthusiasmus, der dieses Projekt bestimmt und so mitreißend macht. © Marc Zisman/Qobuz