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Die Alben

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Musique vocale sacrée - Erschienen am 9. März 2018 | Arcana

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason découverte
Es gibt tatsächlich noch Werke von Pergolesi, die erst im 21.Jh. ihre diskografische Weltpremiere erleben! Kaum zu glauben, dass sie fast drei Jahrhunderte lang vernachlässigt wurden; als habe das berühmte Stabat Mater den Rest der umfassenden Produktion des Komponisten in den Schatten gestellt! Wie dem auch sei, die beiden geistlichen Werke auf dem vorliegenden Album entstanden am Ende seines viel zu kurzen Lebens, zwischen 1730 und seinem Tod sechs Jahre später. Bemerkenswertes Detail: die Messe in D-Dur von 1732 oder 33 (aus derselben Zeit stammt auch La Serva padrona) ist für zwei Chöre und zwei Orchester konzipiert, so dass durch die räumlichen Verteilung des Klangs ein äußerst wirkungsvoller Stereoeffekt entsteht. Zudem hat der Komponist alle Möglichkeiten der dynamischen Differenzierungen gründlich ausgeschöpft, anstatt von der Masse zu „profitieren“ und ständig nur Fortissimo zu produzieren. Die Motette Dignas laudes resonemus gehört zur Gattung der großen neapolitanischen konzertanten Motetten in monumentaler Form, für die ebenfalls Doppelchor und zwei Orchester eingesetzt werden. Die Partitur dieses Werkes war lange verloren. Erst mit dem Auftauchen von zeitgenössischem Orchestermaterial konnte das Werk in seiner Gesamtheit rekonstruiert werden. Hier kommt Pergolesis lyrische Ader zum Vorschein. Er hat insgesamt etwa zehn Opern geschrieben, und wäre er nicht mit 26 Jahren gestorben, so wären es sicher noch viele andere geworden, eine schöner als die andere. © Marc Trautmann/Qobuz