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Die Alben

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Geistliche Vokalmusik - Erschienen am 25. Oktober 2010 | RCA Red Seal

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Gramophone Editor's Choice - Choc de Classica - Choc Classica de l'année - Hi-Res Audio
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Geistliche Vokalmusik - Erschienen am 20. April 2018 | Sony Music Classical Local

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Wenn man den Archiven der Inquisition Glauben schenken kann – die sich in Festivitäten gut auskannte – so nahm die Musik in vielen Frauenklöstern zu Beginn der Renaissance viel zu viel Raum ein. Zwar gehörte der gregorianische Gesang zur täglichen Liturgie, aber anscheinend überschritten die Ordensfrauen ihre Befugnisse und spielten zeitgenössische Musik der unterschiedlichsten Art. Was nicht weiter erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass diese jungen Damen aus gutem Hause einerseits eine breite Ausbildung besaßen und ihre religiösen Pflichten andererseits nicht so viel Zeit in Anspruch nahmen, so dass sie noch genügend Muße hatten, anderen, weniger geistlichen Aktivitäten nachzugehen. Die Konzerte wurden in den Räumlichkeiten der Klosterkirchen veranstaltet und zogen ein großes Publikum an. Die musikalischen Möglichkeiten waren jedoch begrenzt, denn es gab natürlich keine Männerstimmen. So hatten die Ordensschwestern keine andere Wahl, als die Tenor- und Basspartien mit tiefen Instrumenten zu ersetzen – die sie selbst spielten, etwa Fagott oder Posaune. Das vorliegende Album bietet Sätze aus der alltäglichen Messe, zum großen Teil von Tomás Luis de Victoria (1548-1611). Hier wird jedoch nicht eine bestimmte Messe wiedergegeben, dazu sind die Aufzeichnungen aus der damaligen Zeit nicht präzise genug: Es handelt sich um eine „imaginäre“ Messe der spanischen Renaissance mit Responsorien und Cantus plani, die zwischen Sätze reicher Polyphonie eingefügt wurden. Natürlich hören wir nur Frauenstimmen sowie einige rein instrumentale Stücke. Das Album schließt mit Adorámoste Señor von Francisco de la Torre (1483-1507) – fast ein Jahrhundert älter als die Stücke von Victoria – dem Namensgeber des Ensembles Capella de la Torre. © SM/Qobuz
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Geistliche Kantaten - Erschienen am 27. November 2015 | deutsche harmonia mundi

Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
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Geistliche Vokalmusik - Erschienen am 26. Oktober 2018 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Der polnische Countertenor Jakub Józef Orliński hat beschlossen, für sein erstes solistisches Album seltenes Repertoires zu erkunden, und präsentiert uns daher einige der vorgestellten Werke als diskografische Weltpremiere. Auf diese Weise können wir heute fast unbekannte Komponisten kennenlernen: Gaetano Schiassi (1698-1754), Domènec Terradellas (1711-1751), Nicola Fago (1677-1745) neben einigen anderen, die heute noch berühmt sind, wie etwa Hasse, Zelenka oder Durante. Orliński hat (mit der Unterstützung des Musikwissenschaftlers Yannis François) sein Programm weit gespannt, vom Ende des 17. Jahrhunderts bis zum letzten Drittel des 18. Jahrhunderts, aber ausschließlich im Bereich der Sakralmusik mit Messen, Dixit Dominus und geistlichen Oratorien. Allerdings macht der vokale und instrumentale Kompositionsstil mit seinen Koloraturen, seinen Verzierungen und seiner Pracht Anleihen in der Barockoper. Das Ensemble il pomo d’oro engagiert sich mit großer Begeisterung. © SM/Qobuz
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Geistliche Vokalmusik - Erschienen am 25. Januar 2019 | Warner Classics

Auszeichnungen 5 de Diapason
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Geistliche Vokalmusik - Erschienen am 24. Oktober 2014 | Erato - Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4 étoiles Classica
Vor einer Einspielung des Händel’schen Messias steht zunächst einmal die Entscheidung, welche der mindestens acht auseinanderzuhaltenden Fassungen als Grundlage dienen soll. Emmanuelle Haïm hat sich für die 1752er-Fassung des Covent Garden Theaters entschieden, die doch schon einigermaßen weit weg von der ersten Fassung ist. Aber immerhin wird nicht – wie so oft – ein Fassungsmix präsentiert, wie er von Händel nie zur Aufführung vorgesehen war. Auch bei der Größe der Besetzung befindet man sich auf einem gesunden Mittelweg. Vier bis sechs Sänger pro Stimmlage ermöglichen immer noch ein wieselflinkes Musizieren bei guter Durchhörbarkeit, ohne dass die Wucht der Komposition verloren ginge. Auf Reaktionsgeschwindigkeit bei den Musikern scheint Haïm großen Wert gelegt zu haben, denn sie geht die Partitur sehr energisch an – zumindest dann, wenn der Text es geboten sein lässt. Überhaupt deutet sie den Text sehr intensiv aus, was gewiss nicht zum Schaden gereicht. So furios sie einzelne Sätze nimmt, so zärtlich und emotional bewegend kann sie in anderen aufspielen. Vor allem Lucy Crowe gelingt es, diese für Händel so typische zärtliche Stimmung zu vermitteln. Christopher Purves kann hingegen die Trompeten mächtig klingen lassen („The trumpet shall sound“), und auch Andrew Staples erfüllt ähnlich hohe Erwartungen souverän. Nicht, dass Tim Mead musikalisch gegenüber diesen drei Solisten deutlich abfallen würde, doch kann er sich dynamisch nicht wirklich gegen die anderen behaupten. Wohl auch, weil seine Vokale recht dunkel getönt sind und er sich scheut, die Töne zu sehr zu forcieren, bleibt er im Duett „He shall fleed his flock“ gegen Lucy Crowe merklich unterbelichtet. © Emans, Reinmar / www.fonoforum.de
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Geistliche Kantaten - Erschienen am 11. April 2014 | Berlin Classics

Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
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Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 16. März 2018 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica
Die 1971 uraufgeführte Mass von Bernstein lässt sich nur schwer einordnen. Es ist keine echte Messe, sondern eine Art Demontage der traditionellen Messe. Der vollständige Titel lautet übrigens MASS: A Theatre Piece for Singers, Players, and Dancers („Messe: ein Theaterstück für Sänger, Instrumentalisten und Tänzer“). Die Handlung könnte man als eine Art Gottesdienst beschreiben, bei dem einiges schief läuft, bevor dann am Ende doch universeller Frieden eintritt. Am Anfang scheinen sich alle einig zu sein, dann aber beginnen die „Straßenmusiker“ die Notwendigkeit, ja sogar die Existenz Gottes in Frage zu stellen. Die sich daraus ergebende Kakophonie steigt zu einem katastrophalen Höhepunkt an und wird schließlich wieder besänftigt, indem der Zelebrant der Messe alle Geister um die Gottheit versammelt. Die Messe endet mit einem abschließenden „Gehet hin in Frieden“. Bernstein hat in seiner Partitur alle möglichen Elemente der Musik des 20. Jahrhunderts versammelt: Jazz, Blues, Rock, Broadway, Expressionismus, Zwölftontechnik, ein an Britten erinnernder Modernismus, Straßenmusik, Blaskapellenmusik, klassischer Gesang mit Jazz und Gospelrezitationen: ein wahrer Turm von Babel an Stilrichtungen, die nicht ganz einfach zusammengebaut werden können. Man kann sich jedoch auf Yannick Nézet-Séguin verlassen, dem es gelingt, die vielen verschiedenen Elemente miteinander zu verbinden. Die vorliegende live-Aufnahme ist bei einem Konzert mit einer verblüffenden räumlichen Anordnung entstanden. Der Geschichte des Werkes mangelt es nicht an Komik: der FBI – der keine Gelegenheit auslässt, um sich zu blamieren – qualifizierte Mass als pazifistische Kampagne gegen das Establishment und hat Nixon angewiesen, nicht an der Uraufführung teilzunehmen. Dabei wurde das Werk von Jackie Kennedy eigens zur Einweihung des Kennedy Center for the Arts in Washington bestellt, während sich die Vereinigten Staaten mitten im tiefsten Sumpf des Vietnamkrieges steckten… © Marc Trautmann/Qobuz
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Geistliche Kantaten - Erschienen am 20. April 2018 | Audax Records

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Johannes Pramsohler und sein ausgezeichnetes Ensemble Diderot setzen ihre Erkundungen in dem weiten Feld der deutschen Kantaten des Frühbarock fort und stellen uns hier Bibers strenge und ungewöhnliche Musik, sowie auch die weniger bekannte von Johann Christoph Bach – Johann Sebastians Großonkel – und anderer Komponisten wie Pachelbel, Bruhns oder Eberlin vor. Johannes Pramsohler verleiht dieser neuen Aufnahme besonderen Glanz und mystische Sinnlichkeit (Kreuz und Freuden liegen nah beieinander) und leitet das Ensemble mit seiner Geige, von der himmlische Wirbel mit einer intensiven Ausdruckskraft ausgehen. Die internationalen Gesangssolisten kehren alle der Oper den Rücken, um sich mit einer verblüffenden Leichtigkeit einem ihr völlig entgegengesetzten Repertoire zuzuwenden. Zu diesem schönen Erfolg trägt die geschmeidige und ätherische Stimme der kanadischen Mezzosopranistin Andrea Hill bei, sowie das für schmerzlichen Ausdruck so gut geeignete Timbre des spanischen Tenors Jorge Navarro Colorado und der dunkle Klang des argentinischen Basses Nahuel di Pierro, der die Tiefen dieser von tiefer Frömmigkeit getragenen Musik ergründet. © François Hudry/Qobuz
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Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 30. November 2018 | Decca Music Group Ltd.

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Messa per Rossini ist eine Totenmesse, die aus 13 unabhängigen, von 13 verschiedenen Komponisten geschriebenen Stücken besteht. Kurz nach Rossinis Tod im Jahr 1868 hat Verdi an Ricordi geschrieben: „… Um das Andenken Rossinis zu ehren, möchte ich, dass die wichtigsten Komponisten Italiens eine Totenmesse komponieren, die an seinem Todestag gespielt werden soll. Ich möchte auf keinen Fall, dass ein ausländischer Komponist, eine Hand, die unsere Kunst nicht kennt und sei sie noch so gewaltig, uns hilft. In diesem Fall würde ich sofort von unserer Vereinigung zurücktreten. Wenn ich in der Gunst des Heiligen Vaters stünde, würde ich ihn anflehen, Frauen an der Ausübung dieser Musik teilnehmen zu lassen. Da dies nicht der Fall ist, wäre es wünschenswert, dass jemand anderes dies veranlassen könnte.“ Das Werk wurde zwar 1869 fertiggestellt, aber die Aufführung wurde abgesagt… schreckliche politische Differenzen. Verdi nahm seinen Beitrag, das abschließende Libera me in einer überarbeiteten Form für sein eigenes Requiem. Ein Vergleich der beiden Sätze, das Original für Rossini und die endgültige Fassung für Verdis Requiem, ist eine faszinierende Erkundung der Kompositionswerkstatt und der Entwicklung Verdis. Die 12 anderen Komponisten haben dem Test der Nachwelt kaum standgehalten. Es ist jedoch interessant zu sehen, was im Bereich der italienischen geistlichen Musik damals geschah. Die Messe für Rossini geriet in Vergessenheit, wurde erst in den 1970er Jahren wieder entdeckt und 1988 uraufgeführt. Hier ist sie unter der Leitung von Riccardo Chailly zu hören, mit dem Orchester und dem Chor der Mailänder Scala und vier führenden italienischen Solisten. © SM/Qobuz
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Geistliche Oratorien - Erschienen am 23. März 2010 | harmonia mundi

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Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 27. März 2015 | Sony Classical

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica
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Geistliche Vokalmusik - Erschienen am 21. Oktober 2016 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4F de Télérama
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Geistliche Vokalmusik - Erschienen am 28. September 2018 | harmonia mundi

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Nur aus reinem Zufall hat die Nachwelt einige seltene Werke von Pierre Bouteiller kennengelernt, darunter die vorliegende Messe zu fünf Stimmen: Auf seiner langen Reise von Straßburg nach Paris hatte Sébastien de Brossard – der unterwegs die Kapellmeister verschiedener Kirchen um ihre kollegiale Gastfreundschaft bat – bei Bouteiller in Châlons-sur-Marne Unterkunft gefunden. Die beiden Musiker tauschten höflich Manuskripte aus, unter anderem die 13 Motetten und die Missa pro defunctis von Bouteiller, die aus Brossards Privatbibliothek stammen. Um diese Werke von Brossard und Bouteiller lebendiger zu gestalten und sie so zu rekonstruieren, wie sie damals bei Beerdigungen gesungen wurden, hat Paul Agnew an der Spitze von Arts Florissants entschieden, Stücke im Cantus Planus einzufügen, die die verschiedenen Etappen der Prozession und des Trauergottesdienstes markieren. In der Rekonstruktion auf dem vorliegenden Album wird das Miserere von Brossard ebenfalls von zwei Orgelstücken umrahmt – instrumentale Kyrie von André Raison – die den Zug zur letzten Ruhestätte und dann den Eintritt in die Kirche darstellen. Das französische „Grand Siècle“, die Zeit am Ende der Herrschaft des Sonnenkönigs, ist hier bis hin zur Wahl der Akustik (Abteikirche in Lessay im Departement Manche) und der Besetzung der Sänger sorgfältig rekonstruiert. © SM/Qobuz
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Geistliche Vokalmusik - Erschienen am 25. Januar 2019 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Die Hymne an Cecilia, die Schutzpatronin der Musik, ist sicher das bekannteste Werk dieser Zusammenstellung von A­cappella-­Chorwerken von Benjamin Britten, doch die Überraschung sind die Chortänze aus „Gloriana“. Britten hatte die unterschätzte Oper zur Krönung Elisabeths II. komponiert und ein herbes Porträt ihrer berühmten Vorgängerin geliefert. Es sind tänzerische Allegorien, vom RIAS Kammerchor beschwingt vorgetragen, ob es um den Lauf der Zeit geht oder um die Blumengebinde der Mädchen vom Land. Wenig früher waren die Five Flower Songs entstanden, Chorsätze voll rhythmischer und harmonischer Finessen, ein Hochzeitsgruß an ein befreundetes Mäzenenpaar. Bereits 1942 entstand die Hymn to St. Cecila, die eigentlich eine Hommage an die britische Chorkunst ist und vom RIAS Kammerchor authentisch präsentiert wird. W. H. Audens eigenwilliger Text der elfminütigen Kantate wird hier zu einer musikalischen Meditation, mit leichtfüßigem Scherzo und ruhigen Soli zu einem reichen Klangbild aus­ gestaltet. An einem Chorsatz hatte Britten schon als 16-­jähriger Schüler sein Talent erprobt: Seine „Hymn to the Virgin“ war 1930 gedruckt und im Radio gesendet worden und wirkt noch heute so frisch wie damals. Auch der 1939 in New York entstandene Zyklus „A.M.D.G. (Ad ma­ jorem dei gloria)“ zeugt von Brittens lebhaft empfundener Religiosität und seinem Sinn für die spezifisch englische Chortradition und ihre sehr große Stilbreite. Da gibt es keinen uninspirierten Takt – und auf dieser CD keine unaufmerksame Sekunde. Der von Justin Doyle klar und flexibel geleitete RIAS Kammerchor nötigt uns nicht nur Respekt ab vor der Kunst Benjamin Brittens, sondern liefert auch ein ganz großes Klangvergnügen. © Feuchtner, Bernd / www.fonoforum.de
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Geistliche Kantaten - Erschienen am 25. Mai 2018 | harmonia mundi

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In den „Dialogkantaten“ von Bach geht es meistens um ein Gespräch Jesu mit der menschlichen Seele, die anfangs gequält und am Ende wieder beruhigt erscheint. Die Akademie für Alte Musik in Berlin, die seit 1982 (und mehr als einer Million verkaufter CDs!) Musiker aus verschiedenen Orchestern der Stadt vereint – ursprünglich nur der ehemaligen sowjetischen Zone und seit dem Fall der Mauer der ganzen Stadt –, hat drei Kantaten ausgewählt, die zu dieser Gattung gehören. Sie stammen alle aus der berühmten Leipziger Zeit des Komponisten, genau genommen aus dem dritten Kantatenzyklus, den Bach 1726 für Leipzig geschrieben hat. In Anbetracht der Handlung dieser Kantaten ist es nicht weiter verwunderlich, dass die ersten Arien verzweifelt und zerrissen klingen. Der weitere Verlauf entwickelt sich jedoch zunehmend in Richtung Beschwichtigung und Freude. In den ersten Momenten dieser Kantaten entdeckt man einen höchst intensiven Bach: voller Schmerz und in seiner romantischen, zutiefst lyrischen und zugleich dennoch strengen Vision des musikalischen Diskurses auch schrecklich modern. Die originellste davon ist zweifellos die Kantate BWV 49, die mit einer Sinfonia und obligater Orgel beginnt. Der Hörer wird hier den letzten Satz des Cembalokonzerts in E-Dur wiedererkennen, den Bach zehn Jahre später wiederverwendet hat. Sie setzt sich mit einer Orgelsolo-Arie und einer anschließenden zweiten Arie mit Cello und Oboe fort, in der die beiden Soloinstrumente die freudige Sopranstimme umranken. Den Abschluss bildet ein wunderbarer Choral mit einer Arie, die einer Bassstimme und Solo-Orgel anvertraut wurde, während der Sopran in himmlischen Höhen das Thema des Chorals anstimmt: Die Wirkung ist von einer verblüffenden Modernität. © SM/Qobuz
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Geistliche Vokalmusik - Erschienen am 10. November 2017 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica
Es sei gleich erwähnt, dass das vorliegende – einfach herrliche – Album mit Selva morale et spirituale (wörtlich: Der moralische und spirituelle Wald) von Monteverdi nicht das gesamte Werk des großen Meisters enthält, sein letztes, das 1640 veröffentlicht wurde, sondern nur fünfzehn Stücke daraus, die sorgfältig ausgewählt wurden, um einen Überblick über die verschiedenen Stile und melodischen und formalen Genres zu bieten, mit denen sich Monteverdi beschäftigt hat, vor allem in der geistlichen Musik. Eine Gesamtausgabe würde leicht drei bis vier Stunden beanspruchen… Sagen wir es gleich: die Interpretation von Pablo Heras-Casado an der Spitze des Balthasar-Neumann-Chors und -Ensembles ist einmalig schön und lässt den vokalen und instrumentalen Klangfarben (Monteverdi hat die Instrumentierung sowie den Wechsel zwischen Singstimmen und Instrumenten genau notiert) sowie den so charakteristischen venezianischen Klängen viel Raum. Heras-Casado beweist hier eindeutig, dass er nicht nur ein ausgezeichneter Sinfonieorchester-Dirigent ist, sondern auch die Vokalmusik der Renaissance bis ins kleinste Detail kennt. © SM/Qobuz
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Geistliche Vokalmusik - Erschienen am 29. April 2016 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4F de Télérama - Choc de Classica
Auch wenn es historisch sicherlich korrekt ist, bleibt französisch ausgesprochenes Latein für mich gewöhnungsbedürftig. Das macht aber nichts, denn die hier eingespielten geistlichen Werke von Henry Du Mont erweisen sich nicht nur beim ersten Hören als hochrangig und brauchen sich nicht hinter ähnlichen Werken von Jean-Baptiste Lully zu verstecken; dies umso weniger, wenn sie mit einer derartigen Noblesse und Farbigkeit dargeboten werden. Nicht unerheblichen Anteil daran haben freilich die durchaus markanten und individuellen Sängerstimmen, von denen Nicolas Brooymans tiefschwarzer Bass noch herausragt. Das „Sub umbra noctis profundae“ lässt er zu einem Erlebnis ganz eigener Art werden. © Emans, Reinmar / www.fonoforum.de
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Geistliche Vokalmusik - Erschienen am 4. März 2016 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica
Alfred Schnittke war seit 1982 bekennender Katholik. Doch trotz seiner Beschäftigung mit Glaubensfragen ist sein Beitrag zur geistlichen Musik begrenzt. Nach einem Requiem schrieb er 1988 zur Erinnerung an die Christianisierung Russlands vor einem Jahrtausend „Zwölf Bußverse für gemischten Chor a cappella“. Dabei griff der Sohn eines Vaters mit deutschen Wurzeln, der sich stets als Russe sah und fühlte („der gesamte geistige Aspekt meines Lebens ist durch die russische Sprache geprägt“), auf Gedichte russischer Mönche aus dem 16. Jahrhundert zurück. In ihnen geht es um Arroganz, Heuchelei und Geldgier; meist enden sie mit der Anrufung Gottes um Schutz und Hilfe. Nicht zuletzt in solchen vielfach Dur-grundierten Schlusswendungen wird Schnittkes Absicht manifest, „mich romantisch meinen Gefühlen auszuliefern“, was für die „Drei geistlichen Gesänge für achtstimmigen gemischten Chor“ sogar noch stärker gilt. Sie bilden zu den Bußversen einen Appendix und werden vom RIAS Kammerchor unter Hans-Christoph Rademann ebenfalls wahrhaft phänomenal interpretiert. Es ist kaum vorstellbar, dass diese Wiedergaben übertroffen werden könnten, eine Behauptung, die sogar ohne Kenntnis vorangegangener Einspielungen durch das SWR Vokalensemble oder auch den Chor des Bayerischen Rundfunks gewagt sei. Obwohl es im psalmodierenden Grundton der Bußverse tonale Oasen gibt, dominieren dissonante Reibungen, denen man allerdings anzuhören glaubt, dass sie „rein“ intoniert werden. Auch in der Bewältigung extremer Höhen leisten die Chorsänger (namentlich in der Soprangruppe) Außergewöhnliches. Diese Perfektion wirkt jedoch niemals steril, sondern hymnisch expressiv. Für die Bußverse konnte Rademann das Autograf des Werkes einsehen und etliche Fehler der Druckfassung bereinigen. © Zimmermann , Christoph / www.fonoforum.de