Die Auszeichnung Qobuzissime wird einstimmig von der Qobuz-Redaktion verliehen. In den meisten Fällen handelt es sich bei einem Qobuzissime-Album um ein "Crossover" im besten Sinne des Wortes und soll sich somit an alle Qobuz-Nutzer richten.

Mit der Auszeichnung Qobuzissime lenkt die Qobuz-Redaktion die Aufmerksamkeit auf herausragende Alben und rückt die verschiedensten Genres in den Vordergrund. Ein als Qobuzissime ausgezeichnetes Album präsentiert Ihnen das erste Aufnahmeprojekt eines noch unbekannten Künstlers mit einem ausgefallenen Repertoire... Qobuz setzt sich so für das Debüt eines Künstlers ein und arbeitet direkt mit den Produzenten zusammen, um die bestmögliche Präsenz auf Qobuz und darüber hinaus zu ermöglichen. 

Die Alben

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Alternativ und Indie - Erschienen am 26. Oktober 2018 | [PIAS] Le Label

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Wenn ein englischer Dandy mit einer unbefangenen Stimme, ein Pionier des French Touch und eine Riot-Grrrl-Sängerin – anders gesagt, Baxter Dury, Étienne de Crécy und Delilah Holliday – zusammenarbeiten, dann kommt es eben zu einer herbstlichen Überraschung. Die Geschichte begann Ende 2017 mit einer SMS, die ein etwas untätig herumsitzender Baxter Dury nach Paris sandte, um die eine Hälfte des Motorbass-Duos zu fragen, ob sie nicht ein paar Instrumentals herumliegen hätte. Daraufhin spielte sich zwischen dem Pariser Nordbahnhof und dem Londoner St Pancras so etwas wie ein Ballett ab, dem sich dann auch die Sängerin der Londoner Punk Combo Skinny Girl Diet anschloss, die auf ihrem ersten Mixtape Lady Luck Vol.1 im Frühjahr 2018 ein wahres Talent für den Soul/R&B an den Tag gelegt hatte. Das Trio trifft sich dann in jeder freien Minute im Studio von De Crécy, hält sich dabei an das Motto, es genauso einfach wie die Sleaford Mods zu machen, und zeugt schließlich „einen kleinen Mutanten der 80s, der noch nicht voll entwickelt ist“, wie Dury es ausdrückte. Etienne de Crécy hat also alle Schnörkel weggelassen, denn er serviert seinen Partnern im Grunde genommen Demos, also Synthie-Pop-Produktionen, die meist nur aus einem zuckenden Bass, einem Drum-Machine-Mix ganz im Hintergrund und einem Klavier bestehen. Und das funktioniert auch: die Single White Coats liefert den Beweis, dass man für einen guten Song nicht viel braucht, wenn es erstmal gute Sänger gibt. Die Stimmen sind die ganze Platte hindurch die eigentlichen Stimmungsmacher: Baxter Durys tiefes, gedämpftes Timbre antwortet den souligen Refrains von Delilah Holliday, ohne die diese Platte wohl ein bisschen eintönig geklungen hätte. „Etienne schuf den musikalischen Hintergrund für diese konfessionelle Geschichte und Delilah hat dem Ganzen irgendwie mehr Gefühl verliehen“, erzählt Dury. Es ist eine unwahrscheinliche Kombination, aber sie funktioniert, weil sie kurz, einfach und ehrlich ist.“ © Smaël Bouaici/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 26. Oktober 2018 | CRYBABY

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Francis Mallari, Elliot Berthault, Maxime Gendre, Simon Dubourg, Guillaume Rottier: fünf Jungs für einen herrlichen Post-Punk voller Gewalt. Rendez-Vous, das ist nicht nur ein Treffen mit fünf französischen Männern, sondern es handelt sich um in die Jahre gekommene feine Manieren, kalt wie die Eighties, aber erfrischend, bevor es noch so richtig losgeht. Französisch hört es sich nicht an. Das Quintett mixt reihenweise Einflüsse - von Fad Gadget bis hin zu Soft Moon - aber reine, nichtssagende Kopien erlauben sie sich nie. Nach zwei EPs, 2014 Rendez-Vous und 2016 The Distance, sind die Pariser einem finsteren Punk auf den Grund gegangen, der zwar kalt, aber glatt und elegant wie eine abgeschürfte Bodenfliese, jedoch nie anstößig ist. Es handelt sich um ein erstklassiges, romantisches Rendezvous in Schwarz-Weiß, aber es haut rein. Mit Francis' heiserer, klappriger Stimme, seiner demontierten Gitarre und seinen kaputten Synthies, vor allem mit dieser dick aufgetragenen (Sentimental Animal, Paralyzed) und ausführlichen Bassline, die damit einen anhaltenden, kriegerischen Rhythmus erzeugt, ohne in irgendeiner Weise strapaziert zu werden, gelang es Rendez-Vous, Rückgrat zu zeigen, Haltung zu wahren und zum Superior State überzuwechseln. Gleich beim ersten Stelldichein. Und das nur, um sich damit auf der Bühne auszutoben. Ausgezeichnet. © Charlotte Saintoin/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Oktober 2018 | Communion Group Ltd

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Es wäre schade, in Tamino-Amir Moharam Fouad nicht mehr als einen Erben von Jeff Buckley samt Radiohead in ihren Anfangszeiten zu sehen. Vor allem deswegen, weil der erst 21 Jahre alte, belgische Songwriter weit mehr auf seinem Debütalbum bietet; und das, obwohl Colin Greenwood, der Bassist der britischen Gruppe, auf der Platte vertreten ist… Der in Antwerpen geborene, von John Lennon begeisterte Tamino hat seine ägyptische Herkunft immer in einem Winkel seines, von einer pechschwarzen Haarmähne gezierten Kopfes behalten. Und die arabische Musik, die seine Mutter zuhause auflegte, zeigte dann eine ganz besondere Wirkung, wenn sie von seinem Großvater, dem Sänger und Schauspieler Muharram Fouad, stammte, der in den sechziger Jahren in Kairo ein Star war... Dieses Facettenreichtum steht in Taminos Musik im Mittelpunkt, die genauso dem Folk von Buckley wie dem Pop der Beatles, aber auch der unbefangenen Melancholie eines Leonard Cohen zu verdanken ist, der gleichfalls zu seinen Idolen zählt. Der dunkle Jüngling hat jedoch eine tödliche Waffe, mit der er diese disparaten Einflüsse unter einen Hut bringt: seine Stimme. Auch dieses Organ ist vielschichtig: Er kann es langsam in die Länge ziehen oder auch in ein umwerfendes Falsett übergehen, aber diese Technik setzt er nie bis zum Überdruss ein. Dieser Gesang macht Amir zu einem langen, fesselnden Roman. Eine lehrreiche Erzählung, die mal träumerisch (mit schlichtem Folk in Verses), mal stimmungsvoll wirkt, wie etwa in den mit arabisch klingenden Saiteninstrumenten untermalten Passagen in So It Goes, Each Time und Intervals. Ein Best of Qobuz, ein Qobuzissime, der seine originelle und berührende Poesie umso mehr zur Geltung bringt, je öfter man sie hört. © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 12. Oktober 2018 | Kitsune Musique

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Die Geschichte von Parcels ist ein echter Kindheitstraum und zugleich auch ein schönes menschliches Abenteuer. Das Quintett – für alle Mitglieder „die erste echte Gruppe“ voller Musik und süchtig nach Steely Dan – wurde vor vier Jahren gegründet und war bei seinen ersten Konzerten in Byron Nay, einem Surfspot östlich von Australien, schnell ausverkauft. Aber auch am anderen Ende des Globus erreichte sie der Duft der Berliner Nächte und trieb sie dazu, ihr Glück in Europa zu versuchen. Und sie hatten Glück: die deutsche Hauptstadt, internationaler Musik-Hub, bringt sie auf den Weg zum Pariser Label Kitsuné. Nach zwei Maxis, auf denen sie bewiesen haben, wie sehr sie harmonieren, kam Thomas Bangalter nach einem Konzert in Paris zu ihnen, um sie zu beglückwünschen, gab ihnen einige Tipps und produzierte einige Monate später ihre Single Overnight.   Die Australier, die seither als „Schützlinge von Daft Punk“ gelten, präsentieren ihr erstes Album und insistieren dabei auf ihrer Gemeinschaft – was durch den Titel des Albums, Parcels, symbolisiert wird –, eine Pop-Funk-Welle, die an die Beatles erinnert, mit Nile Rodgers an der Gitarre. Und am Ende der zwölf Titel (darunter drei Singles, die einigen bereits den Kopf verdreht haben, Tieduprightnow, Bemyself und Lightenup) zeigt sich, dass diese Gruppe wirklich eine Gruppe ist, und dass diese Jungs nicht anderes wollen als Jammen. Der Text zu Lightenup wurde gemeinsam verfasst, ein Beweis dafür, dass die Parcels gemeinsame Sache machen (oder zumindest, dass ihr Sänger nicht völlig größenwahnsinnig ist). Und solange sie diese Einstellung haben, gibt es keinen Grund für sie, ihren Platz an der Sonne aufzugeben. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Opernauszüge - Erschienen am 5. Oktober 2018 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Qobuzissime
Auf ihrem ersten Rezital-Album mit Orchester präsentiert Elsa Dreisig eine Gegenüberstellung von fünf Arienpaaren, die in verschiedenen Beziehungen zueinander stehen. Diese Spiegelung lässt bewusst Musikstile, dramatische Momente, historische Epochen und kontrastierende Stimmen aufeinanderstoßen: Klassizismus und Romantik ergänzen sich gegenseitig, Schrecken und Jubel wechseln sich ab. Die weibliche Seele offenbart sich hier in all ihren Facetten. Das ersten Arienpaar handelt von Spiegeln: derjenige, in dem sich Marguerite aus Gounods Faust bewundert und derjenige von Thaïs in der gleichnamigen Oper von Massenet. Anschließend geht es um Manon Lescaut aus der Sicht von Puccini und um Manon (ohne Lescaut) von Massenet. Danach kommt eine ziemlich ungewöhnliche Gegenüberstellung der Juliette von Daniel Steibelt, einem in Vergessenheit geratenen deutschen Komponisten der frühen Romantik, und der Juliette aus Romeo und Julia von Gounod. Elsa Dreisig fährt mit den beiden berühmten Figaros fort: der Barbier von Sevilla von Rossini mit der köstlichen Rosina und Mozarts Hochzeit des Figaro mit den zarten Klängen der hilflosen Gräfin. Zum Abschluss stellt sie schließlich in noch ungewöhnlicherer Weise die Figur der Salome in Hérodiade von Massenet – eine zarte junge Frau, die überhaupt nicht versucht, sich den Kopf von irgendjemandem servieren zu lassen – und die von Strauss mit ihren blutrünstigen Wahnvorstellungen gegenüber. Bestimmt um jeden Versuch eines Vergleiches mit bereits bestehenden Aufnahmen zu vermeiden hat Elsa Dreisig die französische Version 1907 gewählt – es sei daran erinnert, dass das Stück von Oscar Wilde ursprünglich auf Französisch konzipiert wurde. Hier liegt uns eines der ungewöhnlichsten Programme vor, die man sich für ein erstes diskographisches Rezital vorstellen kann. Dreisig wird vom Orchestre National de Montpellier Occitanie unter der Leitung von Michael Schønwandt begleitet. © SM/ Qobuz
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Elektro - Erschienen am 5. Oktober 2018 | [PIAS]

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Nachdem er sich im Jahre 2017 eine Auszeit genommen hatte, gründete der deutsche Produzent italienischer Herkunft David August 2018 sein eigenes Label, 99CHANTS, bei dem er dieses Jahr ein Ambient-Album herausgebracht hat, DCXXXIX A.C., und schließlich auch dieses, D'ANGELO. David August hatte sich vom italienischen Maler Caravaggio inspirieren lassen, und somit benutzt er auf sämtlichen sechs Tracks (+ einem Interludium) die Hell-Dunkel-Technik, wie schon bei den neun Minuten des THE LIFE OF MERISI. Diese Platte beginnt wie ein Science-Fiction-Film oder wie eine Partie in Wipeout, mit Techno-/Trance-Beat aus den 90ern, einem Synthesizer wie bei Moroder und einer Grabesstimme, die erlischt, um dann erneut mit auf seinem Lieblingsinstrument, einem akustischen Klavier gespielten, kristallklaren Harmonien zu neuem Leben zu er. Die unbeschwerte Ballade 33CHANTS und der Titelsong D'ANGELO, der eine raumzeitliche Bresche zum Song der Doors, Riders on the Storm schlägt, wurden mit demselben elektro-akustischen Trend komponiert. Diese Orientierung gesteht David August offen ein, seit er sich für sein Debütalbum Times wieder an sein Klavier gesetzt hat, nachdem er einige „funktionelle“ Maxi-Singles bei Solomuns Label Diynamic Music herausgebracht hatte. Dieser Versuch führte zum Erfolg. Die Bestätigung liefern die beiden außergewöhnlichen Live-Alben für Boiler Room in den Jahren 2014 und 2016 (letzteres in Begleitung der Berliner Symphoniker) und dieses Album, das uns in eine Fruchtblase taucht, die man dann nicht mehr verlassen möchte. Wenn man dann für alle Ewigkeit dort bleiben müsste, wäre es aber auch nicht wirklich schlimm. © Smaël Bouaici
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Opernauszüge - Erschienen am 28. September 2018 | Alpha

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Qobuzissime
Dies ist das erste Solo-Album des jungen und ausgezeichneten französischen Tenor Julien Behr, den man schon an der Opéra de Paris, dem Théâtre des Champs-Elysées, der Oper von Bordeaux und Lyon, in Salzburg, Wien, London, Köln und auf vielen anderen großen Bühnen der Welt hören konnte. Er war auch schon an Aufzeichnungen verschiedener Opernwerke beteiligt, wie etwa L’Enfant et les sortilèges mit dem Bayerischen Rundfunk. Für dieses diskographische Rezital-Debüt hatte er die Eingebung, Arien aus weniger bekannten französischen Opern auszuwählen als die ewigen Don José, Romeo, Faust und andere große Helden, und dabei Perlen des romantischen Repertoires (sagen wir mal, großzügig gerechnet, bis zum Ersten Weltkrieg), von denen die meisten viel zu selten zu hören sind. Bei Gounod schöpft er aus Cinq-Mars, bei Bizet aus La Jolie fille de Perth (eines der exquisitesten Werke Bizets) bei Thomas aus Mignon. Anschließend wählt er zwar bekanntere, aber trotzdem nicht sehr populäre Arien von Léhar aus Der lustigen Witwe, von Godard aus Jocelyn und von Delibes aus Lakmé. Mit seiner tadellosen Artikulierung, seiner transparenten und leichten Stimme, die etwas an Heddle Nach oder Jussi Björling erinnert, wird er diesem Repertoire perfekt gerecht. Das Album schließt nur ein Paar Steinwürfe vom romantischen Repertoire entfernt, mit Vous qui passez sans me voir von Charles Trenet – der Text stammt vom „Fou chantant“ (der singende Narr), und die Musik von Johnny Hess und Paul Misraki. Das Lied war ursprünglich Jean Sablon gewidmet – der von der Liebe Behrs zu leichteren Genres zeugt, die er jedoch nach allen Regeln der Kunst interpretiert. © SM/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 31. August 2018 | Jazz Village

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Heute sterben. mo jodi in kreolischer Sprache. Der Titel des Debütalbums von Delgres sagt alles. Dieses tadellose Trio könnte man schnell mit den Black Keys verwechseln… Delgrès steht für Louis Delgrès, den in Saint-Pierre geborenen, für seine Proklamation gegen die Sklaverei berühmt gewordenen Infanterie-Oberst, der aus Guadeloupe eine Hochburg des Widerstands gegen die Truppen Napoleons gemacht hat, als dieser den Sklavenhandel wieder einführen wollte. Dieser Delgrès und seine 300 Mann glaubten sich Bonapartes Soldaten gegenüber verloren und zogen es vor, sich im Namen der revolutionären Devise vivre libre ou mourir (In Freiheit leben oder sterben!) selbst in die Luft zu sprengen… Jedoch lassen sich Pascal Danaë, Baptiste Brondy und Rafgee aufgrund dieses geschichtsträchtigen Namens nie auf einen düsteren Trip der Band, die eine „Botschaft“ zu übermitteln hat, festlegen. Delgres schwenken stolz ihr Banner und die dementsprechenden Ideale, aber sie machen vor allem Rock an der Grenze zum Garage, der von ursprünglichem Blues, schonungslosem Soul und Klängen aus New Orleans durchtränkt ist. Seine Originalität verdankt dieses Trio vor allem der Kombination von Dobro-Gitarre, Schlagzeug und insbesondere Sousaphon, diese ungewöhnliche, in den Bläserensembles beim Karneval auf den Antillen oder in New Orleans gespielte Tuba. In seinen Texten wechselt Danaë auf recht natürliche Weise zwischen kreolischer und englischer Sprache, sodass er die Grenzen seiner Einflüsse, die er in seiner erfahrungsreichen Karriere schon immer auf sehr geschmackvolle Weise zum Einsatz gebracht hat, noch weiter verwischt (Rivière Noire, erster Platz in der Kategorie „Bestes World Music-Album“  bei den französischen Victoires de la Musique 2015, das war nämlich er). Ein stilistisches Kaleidoskop, das er wie zum Beispiel die Ballade Séré mwen pli fo im Duett zusammen mit Skye Edwards von Morcheeba singt. Auf Mo Jodi gibt es mal nervöse Abschnitte, mal fesselnde Einlagen voller Nostalgie. Es erzählt von geschichtlichen Ereignissen, ist aber auch Hoffnungsträger, der Kontinente und Jahrhunderte überbrückt, womit das Album zu einer erfreulichen, unter die Haut gehenden Rock’n’Blues’n’Soul-Expedition wird. © Marc Zisman/Qobuz
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House - Erschienen am 31. August 2018 | Neverbeener Records - Grand Musique Management

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Kiddy Smile möchte House-Musik populär machen. Obwohl der Vintage-House seit einigen Jahren ein richtiges Comeback feiert und es zwanzig Jahre her ist, dass der French Touch die Charts eroberte, zeigt der Vertreter der Pariser Ballroom- und Voguing-Szene mit diesem Debütalbum ganz unverhohlen, worauf er hinauswill. Nachdem Kiddy Smile mit seinem Titel Let A B!tch Know, der im Jahre 2016 beim medienwirksamen Label Defected erschienen war, auf sich aufmerksam gemacht hatte, holt er jetzt weiter aus und inspiriert sich mit seinen Songs an Robin S, Armand Van Helden oder Mojo. Vielleicht träumt er auch von einem Schicksal à la Sylvester, dieser amerikanischen Gay-Ikone, die 1978 den international bekannten Hit You Make Me Feel (Mighty Real) komponiert hatte. Das bedeutet jedoch nicht, dass er auf House, der Essenz fast sämtlicher Titel dieser Platte, verzichtet, erst recht nicht auf den von Ron Trent und mehr noch von Frankie Knuckles vertetene Vocal House. Denn letzterer bewirkte mit seinen zu Hits gewordenen Soul-/Pop-Remixen, dass das Genre in den neunziger Jahren dann zum amerikanischen Mainstream zählte. Lässt sich das Modell auf Europa übertragen? Das ist noch abzuwarten, aber Kiddy Smile zieht mit Unterstützung des Produzenten Julien Galner von Château Marmont alle Vorteile auf seine Seite, zum Beispiel mit dem herrlich souligen Titel Be Honest mit Rouge Mary im Feature oder One Trick Pony, den Boston Bun (Ed Banger) produzierte, der die Zuhörer mit einem Pop/R&B-Crossover so richtig verführt. Zwei vielversprechende Tracks also, die von unzähligen Club-Hits begleitet werden, die uns jetzt schon Lust aufs Tanzen machen (House of God, Burn the House Down), daneben die Single Dickmatized, die an das effiziente italienische Fidget-Duo Crookers erinnert. Also alles, was zum Erfolg nötig ist und ohne Zweifel ein Qobuzissime verdient. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Elektro - Erschienen am 27. Juli 2018 | Brainfeeder

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Schon bei seiner zweiten, im Jahre 2016 bei Distant Hawaii, dem Sublabel des Londoner Lobster Theremin (Aushänger des Lo-Fi-House) erschienenen Maxi-Single You'll Understand wie nun auch bei dem melancholischen und mitreißenden Titel Talk To Me You'll Understand war klar: Ross From Friends hat Fingerspitzengefühl! Auf diesem Debütalbum, an dem er zwei Jahre lang mit seiner Liebe zum Detail herumgefeilt hat, ist er in Höchstform – die rund fünfzig Minuten werden all jene entzücken, die schon vom Charme seines geschmeidigen House begeistert waren und seine Fangemeinschaft unverbesserlicher Anhänger um einiges vergrößern. Denn Ross From Friends‘ Musik macht irgendwie süchtig, was die Pinkfloyd-Gitarren mit Delay-Effekt in Thank God I’m a Lizard bestätigen, wogegen Wear Me Down sich flüssiger anhört und an die Produktionen des Argentiniers Ernesto Ferreyras sowie an das schweißtreibende Dancefloor-Label Cadenza von Luciano erinnert. Abgesehen vom hypnotischen Aspekt seines minimalistischen Techno haucht Ross From Friends mit einem Stück Familiengeschichte dem Ganzen auch ein wenig Seele ein. Seine Eltern gehörten zu den ersten Travelers: diesen Engländern, die in den achtziger Jahren mit einem Soundsystem quer durch Europa zogen, um die Leute mit den ersten elektronischen Experimenten (Hi-NRG, Italo-Disco…) in Aufregung zu versetzen. The Knife ist eine Art souliger Synthie-Pop, der uns übrigens in dieses Ambiente der 80er Jahre zurückversetzt, bevor bei schnelleren Beats mit dem Techno des Project Cybersyn erfolgreich experimentiert wird. „Jedes Mal, wenn ich mich mit einem neuen Stück an die Arbeit machte, war ich sofort vom gefühlvollsten Aspekt der Dinge angetan“, erklärt er. „Bei einem Album besteht einer der wohl wichtigsten Teile der Arbeit darin - in eben diesen Gefühlen, um aus dieser emotionalen Instabilität etwas Neues zu formen.“ Diese Methode erinnert an einen anderen britischen Produzenten der neuen Generation, Leon Vynehall, der sein jüngstes Album Nothing Is Still mit einem ebenso ergreifenden Ergebnis um die Geschichte seiner Großeltern herum konstruiert hat. Der Song Parallel Sequence mit seinen Breakbeats beweist auch, dass der Engländer nicht unbedingt auf den Kick fixiert ist und dass er, im Gegensatz zu so vielen anderen, den Drumcomputer nicht in den Mittelpunkt seiner Musik stellt. Es würde einem übrigens schwerfallen, so etwas wie Routine zu erkennen, weil seine Songs (das Wort ist in seinem Fall zutreffend) stets von einer Idee, von einem Konzept auszugehen scheinen. Der Rest des Albums ist genauso bezaubernd, denn schwerelos lässt man sich vom ersten bis zum letzten der zwölf Titel einfach dahintreiben, als ob uns Ross From Friends in einen Wattebausch eingehüllt hätte. Es ist erst Sommer, und dennoch haben wir hier eines der Alben des Jahres, das sicherlich die besten Chancen auf ein Qobuzissime hat. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Gesamtaufnahmen von Opern - Erschienen am 22. Juni 2018 | Decca Music Group Ltd.

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica - Qobuzissime
Es gibt tatsächlich eine neue Partitur von Bernstein zu entdecken, nämlich die von Garth Edwin Sunderland bearbeitete kammermusikalische Fassung von A Quiet Place. Sie wurde zum ersten Mal durch den Dirigenten Kent Nagano im Konzertsaal der Maison Symphonique in Montréal aufgeführt und mitgeschnitten. Das letzte Bühnenwerk des amerikanischen Komponisten war 1983 in der Houston Grand Opera uraufgeführt worden. Es wurde anschließend durch den Librettisten Stephen Wadsworth und den Komponisten überarbeitet, der Passagen des Einakters Trouble in Tahiti von 1951 einfügte. Anschließend wurde die Oper noch zweimal uraufgeführt (an der Scala in Mailand und in Washington). 1986 leitete der Komponist selbst die Uraufführung einer weiteren – und diesmal endgültigen – Version an der Wiener Staatsoper. Dieses Werk ist in jeder Hinsicht faszinierend, eine Art zeitgenössisches Intermezzo von Strauss. Es spiegelt in der Einsamkeit und der Existenzkrise eines Ehepaares (Trouble in Tahiti) und später der ganzen Familie die amerikanische Gesellschaft wider. In der Struktur orientierte sich Bernstein an Mahler und schuf einen letzten Satz voll „würdevoller Noblesse“, der an die Dritte und Neunte Sinfonie seines verehrten Vorbilds erinnert. Wie so oft bei ihm bewirkt die Verwendung verschiedenster Stile (Jazz, Chor, Broadway, Mahler, Berg, Britten, Copland…) einen explosiven Mix, der eher zu einem musikalisch untermalten Gespräch als zur großen Oper passt. Aber paradoxerweise wird genau dadurch dieses Werk so besonders … und spannend. Sie können es mit seinem ehemaligen Schüler und Getreuen Kent Nagano an der Spitze ausgezeichneter Solisten neu entdecken und werden verstehen, wo der „stille Ort“ liegt, an dem „uns die Liebe Harmonie und Vergebung lehren wird“. © Franck Mallet/Qobuz
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Maghreb - Erschienen am 15. Juni 2018 | Glitterbeat Records

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Der Elektro-Musiker Sofyann Ben Youssef, Mitglied des Kollektivs Bargou 08, bringt unter dem Pseudonym Ammar 808 sein betörendes erstes Album heraus. Wie bereits beim englischen Pionier der Acid-Bewegung in Manchester, 808 State, so ist auch sein Name eine Anspielung auf die legendäre Drum-Machine TR 808, die Ende der 80er und Anfang der 90er im Zentrum des Arsenals eines jeden Elektro- oder Hip Hop-Produzenten stand. Ohne dem Album mit ihrer Präsenz einen Retro-Touch zu verleihen, lässt diese sich hier auf einen Flirt mit einer ganzen Palette an traditionellen nordafrikanischen Instrumenten ein (Gimbri, Gasba-Flöte, Zukra-Dudelsack). Der clevere Produzent hat außerdem einige der bemerkenswertesten Stimmen der jungen Szene Nordafrikas mit an Bord, seinen Landsmann Cheb Hassen Tej (Ichki lel Bey, El Bidha Wessamra), den Marokkaner Mehdi Nassouli (Boganga & Sandia, Layli) - eine wahre Entdeckung an der Seite von Titi Robin - oder auch den Algerier Sofiane Saïdi (Zine Ezzine), mit welchem Ammar 808 in Begleitung von Mazalda einen sehr fruchtbaren Dialog auf dem Album El Ndjoum führte. Ammar 808 reiht eine Reihe an traditionellen Covern aneinander, die er mit futuristischen Elementen verkleidet. Clubgänger wurden bereits von der Chaabi-Elektro-Bewegung oder dem Kollektiv Acid Arab verwöhnt; mit Maghreb United wird der Dancefloor im Zuge des arabischen Frühlings nun noch voller werden. © Benjamin MiNiMuM/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. Juni 2018 | Easy Eye Sound

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Nachdem sie mit ihren Clams die Westküste unsicher gemacht hat, macht sich Shannon Shaw auf nach Nashville, genauso wie Dusty Springfield im Jahre 1968. Mit einem offensichtlichen Augenzwinkern in Richtung Dusty in Memphis stellt dieses erste Kapitel als Solokünstlerin den Anfang ihrer Emanzipation dar. Shannon & The Clams, so heißt die Band aus dem kalifornischen Oakland, die ebenso von Primus wie von Devo, Missing Person und Roy Orbison beeinflusst wurde, die die Kunst der Verkleidung perfekt beherrscht, absurde Kurzfilme dreht, Journalisten zu sich in ihre winzig kleine Bude einlädt und bei Burger Records unter Vertrag steht. Reine Poesie, die aus Punk, Rockabilly, Doo Wop und Garage besteht. Noch mehr Punk, noch schludriger: Hunx and His Hunx, die Band, der Shannon sich auf Seth Bogarts Einladung hin anschließt. Im Alleingang können wir Shannon nun in einer neuen Erscheinung bestaunen. Mit ihrer rauen Stimme singt sie Doo-Wop-Soul, wie die großen Girlbands à la Ronettes, Shirelles oder Shangi-Las ihn fabrizierten. Diesen Stil konnte man bereits in dem von Dan Auerbach produzierten Track Onion mit ihrer Band The Clams heraushören. Shannon hält zwar weiterhin ihren Bass in der Hand, beansprucht nun jedoch das Scheinwerferlicht für sich ganz alleine. Der Sänger der Black Keys, Fan ihrer Band The Clams, hat sie hierfür in sein Studio Easy Eye Sound eingeladen. Die üppige Blondine hat nicht lange gezögert und traf dort mit sechs Songs im Gepäck auf eine Clique aus überdiplomierten Musikern, um so das ihr versprochene Schicksal in die Realität umzusetzen. Diese Musiker haben bereits mit Aretha, Elvis und auch Dusty aufgenommen, da kann man schnell eingeschüchtert sein… Nein, ohne Scham brüllt sie ihre Wut und Melancholie über alte Lieben hinaus, bringt ihre katzenhafte Stimme zum Kratzen und verzaubert alle mit ihrem divahaften Charme. Mit funkelnden Sixties-Melodien und kinematographischen Arrangements, die an James Bond erinnern, hat uns Auerbach ein großartiges Album erschaffen. Stilvoll und zeitlos. Mit leisen Glockenspiel- und Vibrafon-Klängen und einem süßlichen Retro-Duft. Dan hat den Phil Spector in sich rausgelassen und so Shaws ganzes Genie zum Vorschein gebracht. Eine wahre Diva. © Charlotte Saintoin/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 25. Mai 2018 | Edition Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Rechter Haken, linker Haken und ein Uppercut direkt ans Kinn! So gewaltsam zieht uns das erste Album von Enemy in seinen Bann. Hinter diesem Namen versteckt sich ein junges Trio, das sich aus dem Pianisten Kit Downes, dem Bassisten Frans Petter Eldh und dem Schlagzeuger James Maddren zusammensetzt. Drei junge Akteure der internationalen Jazzszene, die ihr Talent bereits solo sowie an der Seite anderer Berühmtheiten bewiesen haben. Die Stärke, die sie vereint, definiert sich vor allem durch den Willen, ihrer Gier nach Freiheit und ihren kreativen Impulsen freien Lauf zu lassen. Die von Eldh höchstpersönlich produzierte Platte ist ein Tsunami des zeitgenössischen Jazz. Ein polyrhythmischer Sturm, der Fans von großen Power-Trios wie The Bad Plus begeistern wird. © Charlotte Fiedler/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. Mai 2018 | Marathon Artists

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Courtney Barnetts zweites Studioalbum ist genial und einfach zugleich. Nein, nicht einfältig. Einfach. Reinsten, kristallklaren Rock hat sich die junge Australierin da ausgedacht - und der hat es in sich. Aus dem einfachen Grund, dass die Songs großartig sind. Ja, richtig, die Songs. Diese gewisse „Sache“, die darüber entscheidet, ob eine Platte gut wird oder nicht… So wie für die Kompilation ihrer beiden ersten EPs ( A Sea of Split Peas), ihr Debütalbum (Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit) und ihr Duettalbum mit Kurt Vile (Lotta Sea Lice) reiht sie auch für Tell Me How You Really Feel zehn Tracks aneinander, die beißenden Humor und ehrliche Bekenntnis perfekt miteinander kombinieren. Vor allem zeigt sich Courtney Barnett weitaus introspektiver als zuvor. Und da für sie alles bestens läuft, sowohl auf der Bühne (weltweiter Erfolg beim Publikum und beeindruckende Kritiken) als auch im Privatleben (ihre dauerhafte Love Story mit ihrer Kollegin Jen Cloher), spürt man auch eindeutig, dass die Australierin sich für das Austüfteln dieser zehn Kompositionen eine Menge Zeit genommen hat. Dies ist umso beeindruckender, da sie hier die gleichen Themen immer wieder neu aufkocht (ihre Liebesbeziehungen, ihre Ängste, ihren Frust, ihre Meinung), ohne je in Klischees zu verfallen. Wie gewohnt untermalt Courtney Barnett, ohne je zu übertreiben, ihre Prosa mit makellosem Indie-Gitarren-Rock unter dem Einfluss ihrer üblichen Marotten (Lou Reed, Kurt Cobain, Neil Young, Jonathan Richman…); dazu gibt es zwei Gastauftritte der Geschwister Deal, Kim und Kelley von den Breeders. Wie sagte noch Neil Young auf seinem berühmten Hey Hey, My My? Rock’n’roll can never die? © Marc Zisman/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 11. Mai 2018 | Arts & Crafts Productions Inc.

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Der 33-jährige Kanadier Jean-Michel Blais hat sich in der zeitgenössischen neoklassischen Musikszene bereits einen Namen gemacht. Nach einem ersten, schlicht „II“ genannten Album, ebenfalls mit Caroline Distribution, bietet er uns heute eine neue Sammlung an Titeln (die meisten davon sind in den letzten Wochen als Singles herausgekommen) in einer einzigartigen Lyrik. An seinem zur Musikbox umgebauten Klavier lässt er sich von seinem unersättlichen Schaffensdrang an neue Ufer treiben. Der zentrale und vielleicht überzeugendste Titel dieser 45 Minuten, Blind, (oder auch Sourdine …), lässt uns in das Ideal einer Musik eintauchen, die Akustik und Elektronik verbindet, beruhigend und samtig zugleich. God(s) führt uns an einen anderen Ort, vielleicht eine Kirche, aber die wiederauftauchenden Klangflächen weisen darauf hin, dass Jean-Michel Blais wahre Götter vielleicht andere sind, als wir vermuten. Igloo könnte auch im Weltall angesiedelt und durchaus pantheistisch gemeint sein, aber Blais, der manchmal sehr sarkastisch ist, spricht an dieser Stelle von Städten: Das „Igloo“, um das es hier geht, sind unsere modernen Städte voller „Kavernen“, in denen sich alles überlagert. Der Name Blais wird Sie in Zukunft an einzigartige Klangerlebnisse erinnern. Da gibt es etwas von dieser bitteren, aber auch innigen, sanften und sinnlichen Melancholie, die einen Großteil des nordamerikanischen Musikschaffens erfüllt - dieselbe, die auch die großen Klangsphären eines Copland (Quiet City) oder Bernard Herrmann (Les Neiges du Kilimandjaro) durchdringt, ebenso wie die eigensinnigen Gestalten eines Steve Reich (The Four Sections) oder die duftigen Klangwirbel eines der phantasievollsten Vertreter der kanadischen Popszene wie Patrick Watson (Lighthouse). Jean-Michel Blais, der hinter seiner Maske der Eleganz hartnäckig bleibt, hebt diskret die Zeit auf: Seine Zitate (etwa die berauschende Melodie aus dem zweiten Satz des Zweiten Klavierkonzerts von Rachmaninow im Titel Roses) zeigen heilsame und besänftigende Ausblicke. Blais reicht Ihnen die Hand. Es wäre höflich, seine Einladung nicht auszuschlagen. © Pierre-Yves Lascar/Qobuz
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Jazzgesang - Erschienen am 4. Mai 2018 | Silvertone

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Ihre Vorliebe für Madeleine Peyroux und Melody Gardot versteckt sie nicht. Dennoch besitzt Hailey Tuck dieses gewisse Etwas, das nur ihr ganz alleine gehört. Diesen ganz eigenen Klang in der Stimme, mit dem sich die in Paris lebende, junge Texanerin von der breiten Masse abhebt... Und nachdem Larry Klein bereits als Produzent ihrer beiden Vorbilder tätig war, ist er nun auch bei diesem ersten Album der jungen Frau, die die gleiche Frisur wie Louise Brooks und die gleiche Garderobe wie Josephine Baker trägt, mit von der Partie. Und er hat genau den richtigen Sound gefunden - nie zu viel, und dabei stets klar und schlicht. Unterstützung bekommen die beiden dabei von Fünf-Sterne-Musikern wie dem Schlagzeuger Jay Ballerose (Elton John, Robert Plant) und dem Gitarristen Dean Parks (Joe Cocker, Steely Dan)… Was das Repertoire betrifft, so zeugt die vielseitige Songauswahl von einem ausgezeichneten Geschmack. Egal ob That Don't Make It Junk von Leonard Cohen, Cry To Me, durch Solomon Burke berühmt geworden, Cactus Tree von Joni Mitchell, Some Other Time von Leonard Bernstein, Underwear von Pulp, Alcohol von den Kinks, Junk von Paul McCartney, I Don’t Care Much vom Soundtrack zum Film Cabaret oder auch der wunderschöne Song Say You Don’t Mind von Colin Blunstone, Hailey Tuck schafft es, jedes Wort und jeden Satz mit ihrer schelmischen und etwas nach Retro klingenden Stimme intelligent zu schmücken. Man muss sich einfach nur zurücklehnen und von diesem Qobuzissime-Album, das einfach zeitlos klingt, hinwegtragen lassen… © Max Dembo/Qobuz
30,99 Fr.
21,99 Fr.

Jazz - Erschienen am 6. April 2018 | Okeh

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Dieser großartige Außenseiter heißt nicht umsonst Nordub. Nor steht für North bzw. Norden, verkörpert von Nils Petter Molvaer in diesem Fall. Als das Label ECM 1997 das beeindruckende Album Khmer veröffentlichte, tauchte der norwegische Trompeter die Jazzwelt in Chaos, weil er in ihre ziemlich gesunde Klangwelt elektronische Elemente integrierte. Mit Nor sind auch sein Landsmann und Gitarrist Eivind Aarset und der finnische Elektronikfrickler DJ Vladislav Delay gemeint. Die drei Buchstaben Dub symbolisieren in diesem Fall jenes Duo, das für diese Stilrichtung besonders emblematisch ist: den Schlagzeuger Sly Dumbar und den Bassisten Robbie Shakespeare. Im Jahre 2016 konnte man sich von diesem ziemlich ungewöhnlichen Zusammenschluss zwischen dem aus Jamaika stammenden Tandem und Nils Petter Molvaer bei einem Bühnenauftritt überzeugen. Für sie war es eine Art Aufwärmübung, bevor sie sich alle zusammen in das Studio nach Oslo begaben. Im Grunde genommen war Molvaers Welt immer hybrid, da dort nie ausschließlich aus dem Jazz bekannte Strukturen geläufig waren. Bei seinem Spiel manipuliert er verschiedene sphärische Hebel, ohne jemals die schöpferische Kraft seiner Improvisationen oder seiner Kompositionen zu vernachlässigen. Im vorliegenden Fall bringt der Trompeter sogar mit viel Natürlichkeit den einzigartigen Sound von Sly & Robbie unter. Das macht wohl die Stärke des Nordub aus. Niemand stellt sich in den Vordergrund, niemand sucht seinen Nächsten in die Ecke zu drängen. Eine totale Fusion, die offenherzig ist. Man merkt sogar, wie sich unsere beiden sechzigjährigen alten Hasen aus Jamaika auf unbekanntes Terrain begeben, um sich aktiv an der im Entstehen begriffenen Musik zu beteiligen. Genauso wie auch die Arbeit von Aarset und Delay auf grundlegende Art zum Endergebnis beiträgt. Gemeinsam bewerkstelligen unsere fünf Klangabenteurer eine herrlich abgehobene Symphonie mit wirklich einzigartigem Dub’n’Jazz. © Marc Zisman/Qobuz
15,99 Fr.
11,49 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 6. April 2018 | Transgressive

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Ein Reisender. Ein Geschichtenerzähler. Ein Bastler. Ein Sammler. Und vor allem ein Autor. Cosmo Sheldrake ist all das. Und noch mehr! Ein virtuoses Ein-Mann-Orchester, das eine unverschämte Menge an Instrumenten beherrscht. Der junge Brite schreibt kleine heimatlose Sinfonien voller Magie. Seine Songs vereinen Musik, die an die lieblichen Klänge der Band Beirut erinnert, minimalistische Musik, World-Music, älteren Pop wie der der Kinks aus Village Green Preservation Society, Ende der 60er Jahre, die Welt von Moondog und tausend weitere Klänge. Klänge, die Cosmo Sheldrake in allen Ecken der Welt findet und mit seinem immerzu griffbereiten Aufnahmegerät festhält. Und dennoch, die Stärke seiner Platte The Much Much How How And I liegt darin, niemals in zu experimentellem Schnickschnack auszuarten. Ganz im Gegenteil! Die klassische Liedstruktur mit einem Anfang, einer Mitte und einem Ende - Refrain und Melodie einbegriffen - steht für ihn an erster Stelle. Sein Album berührt mit seiner Schönheit und genau das möchte es auch. Die zusammen mit dem Produzenten Matthew Herbert, der selber für seine überirdischen Soundcollagen bekannt ist, produzierte Platte besitzt die gleiche Vorstellungskraft wie ein Text von Lewis Carroll und bringt klanglich alle Farben des Regenbogens zum Ausdruck. Ein Album, das ohne Frage ein Qobuzissime verdient! © Marc Zisman/Qobuz
14,99 Fr.16,79 Fr.
9,99 Fr.11,19 Fr.

Elektro - Erschienen am 9. März 2018 | Ed Banger Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Die Legasthenie ist eine andauernde Leseschwäche und tritt während der Kindheit oder der Jugend in Erscheinung. Sie ist als Lernstörung anerkannt. 10LEC6 (französisches Wortspiel mit dem Begriff "dyslexique" = legasthenisch) hingegen scheinen einfach nur… auf etwas andere Weise gelernt zu haben als die anderen… Die Musik des Afro-Post-Punk-Kollektivs scheint dabei vor allem von den verschiedensten Einflüssen geprägt worden zu sein. Funky Post-Punk, wie ihn ESG und Liquid Liquid in New York in den 80er Jahren fabrizierten. Aber auch Disco, House, Punk à la Bad Brain, Afrobeat, verschrobener Elektro und solide Rhythmen. Seit 2004 erschafft die Gruppe um den Street-Artist Simon und den Produzenten und DJ Jess (vom Duo Jess & Crabble), deren Mitgliederanzahl sich des Öfteren ändert, Verschmelzungen wie keine andere! Seit 2014 werden sie dabei von der Stimme von Nicole unterstützt, die in Bulu singt, einer Bantusprache, die im Süden ihrer Heimat Kamerun gesprochen wird. Auf Bone Bame übernimmt der Rhythmus die Kontrolle über den Körper und das Gehirn. Dieses dritte Album, das bei Ed Banger, Pedro Winters Label, erscheint, ist eine Art perkussive und elektronische Trance, die durch ordentliche Bässe und das beschwörende Gesangsorgan von Nicole endlos erscheint. Man muss sich einfach nur mit Genuss diesem einzigartigen und kosmopolitischen Dancefloor, der mit nichts anderem vergleichbar ist, hingeben. Ganz klar und eindeutig: es verdient unsere Qobuzissime-Auszeichnung! © Marc Zisman/Qobuz