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Die Alben

Ab
HI-RES19,99 Fr.
CD16,99 Fr.

Metal - Erschienen am 17. Juni 2016 | Roadrunner Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Das Fazit vorneweg: Ja, Gojira entwickeln sich hier und da weiter. Nein, besonders viel verändern sie deshalb trotzdem nicht. Aber: Noch immer klingt niemand so wie sie. Ob "Magma" nun besser oder schlechter als "L'Enfant Sauvage" ist, differiert wohl von Hörer zu Hörer. Ich selbst bin mir darüber noch nicht wirklich im Klaren. Heißt im Endeffekt: Gojira halten ihr Qualitätslevel problemlos. Vielleicht präsentieren sich die Franzosen insgesamt doch ein wenig facettenreicher als auf dem Vorgänger. Irgendwie entzerrter gehen sie zu Werke. In drückendem Low-Tempo geleitet "The Shooting Star" in ein Album, das dem vulkanischen Namen ob seiner mal schwelenden, mal explosiven Brut gerecht wird. Hypnotisch erstreckt sich die Eröffnung auf sechs Minuten, dominiert vom Klargesang Joe Duplantiers. Harmonievocals legen sich auf den steten Fluss der Palm-Mute-Salven. Eine gewisse Epik lässt sich gegen Ende kaum leugnen. Ihren Glanzmoment erlebt die trademarkige Palm-Mute-Leersaite im Titeltrack, einem weiteren Vertreter der Clean-Vocals und ebenfalls der eher langsamen Zunft zugehörig. Der Wechsel zwischen ruhigen, irgendwie meditativen Passagen und nichtsdestotrotz wiederkehrender Heavyness rührt die Magengrube noch wirkungsvoller durch, als es im vollen Aggressionsmodus der Fall ist. Einen besonders schönen Kontrast dahingehend liefert "Pray". Zunächst geht es mit Flöte in den Urwald, unter der Oberfläche brodelt es aber schon gewaltig. Meshuggah-Staccatos setzen ein, alles deutet auf einen baldigen Ausbruch hin, doch Gojira nehmen sich ihre Zeit, zögern den Moment gekonnt hinaus. Kurz vor dem Zerreißen liefern sie ein erstes Häppchen dessen, was einen hinten raus noch erwartet. Mit einem "Go!" öffnet Joe schließlich alle Schleusen. Das tun "The Cell" oder auch "Only Pain" dagegen gleich von Anfang an und entfalten pure, rohe Kraft. Ersteres drückt einem schier die Eingeweide raus. Bei "Only Pain" ist dafür in der Strophe Jean Michel Labadies Bass zuständig. Wie eh und je tragen Gojira auf "Magma" eine ungeheure Präzision zur Schau, die jedoch nie Überhand gewinnt. Technische Finessen arbeiten die Franzosen en masse ein, tun es aber subtil und lassen nie vergessen, dass hier Menschen am Werk sind, keine Maschinen. Da können die Betonungswechsel in "Stranded" Köpfe verdrehen so viel sie wollen, im Refrain herrscht Alternative-Vibe. Beides in Kombination sorgt unweigerlich dafür, dass man sich daran erinnert. Dazu kommt, dass es in der gesamten Metalbranche kaum einen Schrei gibt, dem so viel Emotion innewohnt wie dem des Gojira-Frontmanns. Seine Bandbreite beweist Joe Duplantier unter anderem in "Silvera", das in seinen dreieinhalb Minuten ohnehin fast alles zu enthalten scheint, was Gojira ausmacht. Growls, Cleans und dieses einzigartige Hybrid auf Vocalseite, Rhythmik zum Niederknien, Headbangen und Moshen gleichermaßen, typische Tapping-Ausflüge ... und dieser Drummer. Mario Duplantier will sich nicht ums Verrecken nach vorne spielen. In der Regel hält er sich sogar eher im Hintergrund. Gerade deswegen prägt er die Musik entscheidend mit. Bei ihm sitzt jeder Schlag exakt da, wo er sein soll, Sperenzchen bleiben in der Regel außen vor. Er flicht aber hin und wieder durchdachte Details ein, die Songs wie "Silvera" oder "The Shooting Star" immer wieder aufblitzen lassen. "Low Lands", das zwischenzeitlich etwas Mastodon-Stimmung verströmt, definiert er über ein einleitendes Drum'n'Bass-Pattern. Seine Tightness bleibt weiterhin unangetastet, und der Rest der Band agiert ganz ähnlich: Gojira funktionieren als Kollektiv, nicht als Einzelartisten. Sein Kit verlässt Mario in "Liberation" zugunsten indigener Percussion. Zusammen mit der Akustikgitarre seines Bruders lässt er so "Magma" in einer kurzen Improvisation ausklingen. Diese mag musikalisch vielleicht überflüssig erscheinen, fängt aber das verfolgte Konzept von Natürlichkeit hervorragend ein. Die Produktion macht mit, lässt den leisen Ausklang sehr roh stehen, ein mystisches Überbleibsel, schon halb im Nebel vergessen. Bleiben nur noch die Lyrics, die bisher noch gar keine Erwähnung fanden. Sie geben sich gewohnt interpretationsoffen und bescheren "Silvera" den Refrain des Albums: "Time to open your eyes on this genocide / When you clear your mind you see it all / You're receiving the gold of a better life / When you change yourself you change the world." © Laut
Ab
CD10,59 Fr.

Hard Rock - Erschienen am 24. Oktober 2005 | Listenable records

Ab
CD16,99 Fr.

Metal - Erschienen am 17. Juni 2016 | Roadrunner Records

Auszeichnungen 4F de Télérama
Das Fazit vorneweg: Ja, Gojira entwickeln sich hier und da weiter. Nein, besonders viel verändern sie deshalb trotzdem nicht. Aber: Noch immer klingt niemand so wie sie. Ob "Magma" nun besser oder schlechter als "L'Enfant Sauvage" ist, differiert wohl von Hörer zu Hörer. Ich selbst bin mir darüber noch nicht wirklich im Klaren. Heißt im Endeffekt: Gojira halten ihr Qualitätslevel problemlos. Vielleicht präsentieren sich die Franzosen insgesamt doch ein wenig facettenreicher als auf dem Vorgänger. Irgendwie entzerrter gehen sie zu Werke. In drückendem Low-Tempo geleitet "The Shooting Star" in ein Album, das dem vulkanischen Namen ob seiner mal schwelenden, mal explosiven Brut gerecht wird. Hypnotisch erstreckt sich die Eröffnung auf sechs Minuten, dominiert vom Klargesang Joe Duplantiers. Harmonievocals legen sich auf den steten Fluss der Palm-Mute-Salven. Eine gewisse Epik lässt sich gegen Ende kaum leugnen. Ihren Glanzmoment erlebt die trademarkige Palm-Mute-Leersaite im Titeltrack, einem weiteren Vertreter der Clean-Vocals und ebenfalls der eher langsamen Zunft zugehörig. Der Wechsel zwischen ruhigen, irgendwie meditativen Passagen und nichtsdestotrotz wiederkehrender Heavyness rührt die Magengrube noch wirkungsvoller durch, als es im vollen Aggressionsmodus der Fall ist. Einen besonders schönen Kontrast dahingehend liefert "Pray". Zunächst geht es mit Flöte in den Urwald, unter der Oberfläche brodelt es aber schon gewaltig. Meshuggah-Staccatos setzen ein, alles deutet auf einen baldigen Ausbruch hin, doch Gojira nehmen sich ihre Zeit, zögern den Moment gekonnt hinaus. Kurz vor dem Zerreißen liefern sie ein erstes Häppchen dessen, was einen hinten raus noch erwartet. Mit einem "Go!" öffnet Joe schließlich alle Schleusen. Das tun "The Cell" oder auch "Only Pain" dagegen gleich von Anfang an und entfalten pure, rohe Kraft. Ersteres drückt einem schier die Eingeweide raus. Bei "Only Pain" ist dafür in der Strophe Jean Michel Labadies Bass zuständig. Wie eh und je tragen Gojira auf "Magma" eine ungeheure Präzision zur Schau, die jedoch nie Überhand gewinnt. Technische Finessen arbeiten die Franzosen en masse ein, tun es aber subtil und lassen nie vergessen, dass hier Menschen am Werk sind, keine Maschinen. Da können die Betonungswechsel in "Stranded" Köpfe verdrehen so viel sie wollen, im Refrain herrscht Alternative-Vibe. Beides in Kombination sorgt unweigerlich dafür, dass man sich daran erinnert. Dazu kommt, dass es in der gesamten Metalbranche kaum einen Schrei gibt, dem so viel Emotion innewohnt wie dem des Gojira-Frontmanns. Seine Bandbreite beweist Joe Duplantier unter anderem in "Silvera", das in seinen dreieinhalb Minuten ohnehin fast alles zu enthalten scheint, was Gojira ausmacht. Growls, Cleans und dieses einzigartige Hybrid auf Vocalseite, Rhythmik zum Niederknien, Headbangen und Moshen gleichermaßen, typische Tapping-Ausflüge ... und dieser Drummer. Mario Duplantier will sich nicht ums Verrecken nach vorne spielen. In der Regel hält er sich sogar eher im Hintergrund. Gerade deswegen prägt er die Musik entscheidend mit. Bei ihm sitzt jeder Schlag exakt da, wo er sein soll, Sperenzchen bleiben in der Regel außen vor. Er flicht aber hin und wieder durchdachte Details ein, die Songs wie "Silvera" oder "The Shooting Star" immer wieder aufblitzen lassen. "Low Lands", das zwischenzeitlich etwas Mastodon-Stimmung verströmt, definiert er über ein einleitendes Drum'n'Bass-Pattern. Seine Tightness bleibt weiterhin unangetastet, und der Rest der Band agiert ganz ähnlich: Gojira funktionieren als Kollektiv, nicht als Einzelartisten. Sein Kit verlässt Mario in "Liberation" zugunsten indigener Percussion. Zusammen mit der Akustikgitarre seines Bruders lässt er so "Magma" in einer kurzen Improvisation ausklingen. Diese mag musikalisch vielleicht überflüssig erscheinen, fängt aber das verfolgte Konzept von Natürlichkeit hervorragend ein. Die Produktion macht mit, lässt den leisen Ausklang sehr roh stehen, ein mystisches Überbleibsel, schon halb im Nebel vergessen. Bleiben nur noch die Lyrics, die bisher noch gar keine Erwähnung fanden. Sie geben sich gewohnt interpretationsoffen und bescheren "Silvera" den Refrain des Albums: "Time to open your eyes on this genocide / When you clear your mind you see it all / You're receiving the gold of a better life / When you change yourself you change the world." © Laut
Ab
CD10,59 Fr.

Metal - Erschienen am 19. Januar 2014 | Listenable records

Der Komponist

Gojira im Magazin
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    Gojira | One Cover One Word Ein Albumcover kann Bände sprechen, aber machen wir es kurz. Weniger ist mehr. Mit "One Cover One Word" begegnet Qobuz Künstlern, mit einigen Albencovern in der Tasche, um sie nach ihrer Meinung zu sorgfältig ausgesuchten Überraschungen zu befragen. Zur Veröffentlichung des Albums Fortitud...