Kategorie:
Warenkorb 0

Ihr Warenkorb ist leer

Gojira - Magma

Mes favoris

Cet élément a bien été ajouté / retiré de vos favoris.

Magma

Gojira

Verfügbar in
logo Hi-Res
24-Bit 44.1 kHz - Stereo

Musik-Streaming

Hören Sie dieses Album mit unseren Apps in hoher Audio-Qualität

Testen Sie Qobuz kostenlos und hören Sie sich das Album an

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Abonnement abschließen

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Download

Kaufen Sie dieses Album und laden Sie es in verschiedenen Formaten herunter, je nach Ihren Bedürfnissen.

Das Fazit vorneweg: Ja, Gojira entwickeln sich hier und da weiter. Nein, besonders viel verändern sie deshalb trotzdem nicht. Aber: Noch immer klingt niemand so wie sie. Ob "Magma" nun besser oder schlechter als "L'Enfant Sauvage" ist, differiert wohl von Hörer zu Hörer. Ich selbst bin mir darüber noch nicht wirklich im Klaren. Heißt im Endeffekt: Gojira halten ihr Qualitätslevel problemlos. Vielleicht präsentieren sich die Franzosen insgesamt doch ein wenig facettenreicher als auf dem Vorgänger. Irgendwie entzerrter gehen sie zu Werke. In drückendem Low-Tempo geleitet "The Shooting Star" in ein Album, das dem vulkanischen Namen ob seiner mal schwelenden, mal explosiven Brut gerecht wird. Hypnotisch erstreckt sich die Eröffnung auf sechs Minuten, dominiert vom Klargesang Joe Duplantiers. Harmonievocals legen sich auf den steten Fluss der Palm-Mute-Salven. Eine gewisse Epik lässt sich gegen Ende kaum leugnen. Ihren Glanzmoment erlebt die trademarkige Palm-Mute-Leersaite im Titeltrack, einem weiteren Vertreter der Clean-Vocals und ebenfalls der eher langsamen Zunft zugehörig. Der Wechsel zwischen ruhigen, irgendwie meditativen Passagen und nichtsdestotrotz wiederkehrender Heavyness rührt die Magengrube noch wirkungsvoller durch, als es im vollen Aggressionsmodus der Fall ist. Einen besonders schönen Kontrast dahingehend liefert "Pray". Zunächst geht es mit Flöte in den Urwald, unter der Oberfläche brodelt es aber schon gewaltig. Meshuggah-Staccatos setzen ein, alles deutet auf einen baldigen Ausbruch hin, doch Gojira nehmen sich ihre Zeit, zögern den Moment gekonnt hinaus. Kurz vor dem Zerreißen liefern sie ein erstes Häppchen dessen, was einen hinten raus noch erwartet. Mit einem "Go!" öffnet Joe schließlich alle Schleusen. Das tun "The Cell" oder auch "Only Pain" dagegen gleich von Anfang an und entfalten pure, rohe Kraft. Ersteres drückt einem schier die Eingeweide raus. Bei "Only Pain" ist dafür in der Strophe Jean Michel Labadies Bass zuständig. Wie eh und je tragen Gojira auf "Magma" eine ungeheure Präzision zur Schau, die jedoch nie Überhand gewinnt. Technische Finessen arbeiten die Franzosen en masse ein, tun es aber subtil und lassen nie vergessen, dass hier Menschen am Werk sind, keine Maschinen. Da können die Betonungswechsel in "Stranded" Köpfe verdrehen so viel sie wollen, im Refrain herrscht Alternative-Vibe. Beides in Kombination sorgt unweigerlich dafür, dass man sich daran erinnert. Dazu kommt, dass es in der gesamten Metalbranche kaum einen Schrei gibt, dem so viel Emotion innewohnt wie dem des Gojira-Frontmanns. Seine Bandbreite beweist Joe Duplantier unter anderem in "Silvera", das in seinen dreieinhalb Minuten ohnehin fast alles zu enthalten scheint, was Gojira ausmacht. Growls, Cleans und dieses einzigartige Hybrid auf Vocalseite, Rhythmik zum Niederknien, Headbangen und Moshen gleichermaßen, typische Tapping-Ausflüge ... und dieser Drummer. Mario Duplantier will sich nicht ums Verrecken nach vorne spielen. In der Regel hält er sich sogar eher im Hintergrund. Gerade deswegen prägt er die Musik entscheidend mit. Bei ihm sitzt jeder Schlag exakt da, wo er sein soll, Sperenzchen bleiben in der Regel außen vor. Er flicht aber hin und wieder durchdachte Details ein, die Songs wie "Silvera" oder "The Shooting Star" immer wieder aufblitzen lassen. "Low Lands", das zwischenzeitlich etwas Mastodon-Stimmung verströmt, definiert er über ein einleitendes Drum'n'Bass-Pattern. Seine Tightness bleibt weiterhin unangetastet, und der Rest der Band agiert ganz ähnlich: Gojira funktionieren als Kollektiv, nicht als Einzelartisten. Sein Kit verlässt Mario in "Liberation" zugunsten indigener Percussion. Zusammen mit der Akustikgitarre seines Bruders lässt er so "Magma" in einer kurzen Improvisation ausklingen. Diese mag musikalisch vielleicht überflüssig erscheinen, fängt aber das verfolgte Konzept von Natürlichkeit hervorragend ein. Die Produktion macht mit, lässt den leisen Ausklang sehr roh stehen, ein mystisches Überbleibsel, schon halb im Nebel vergessen. Bleiben nur noch die Lyrics, die bisher noch gar keine Erwähnung fanden. Sie geben sich gewohnt interpretationsoffen und bescheren "Silvera" den Refrain des Albums: "Time to open your eyes on this genocide / When you clear your mind you see it all / You're receiving the gold of a better life / When you change yourself you change the world."
© Laut

Weitere Informationen

Magma

Gojira

launch qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS bereits heruntergeladen Öffnen

download qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS noch nicht heruntergeladen Downloaden Sie die Qobuz App

Kopieren Sie den folgenden Link, um das Album zu teilen

Sie hören derzeit Ausschnitte der Musik.

Hören Sie mehr als 70 Millionen Titel mit unseren Streaming-Abonnements

Hören Sie dieses Album und mehr als 70 Millionen weitere Titel im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit unseren Apps.

1
The Shooting Star
00:05:42

Gojira, Composer, Lyricist, Writer, MainArtist - Joseph Duplantier, Arranger - Mario Duplantier, Arranger

2016 Roadrunner Records 2016 Roadrunner Records, Inc.

2
Silvera
00:03:33

Gojira, Composer, Lyricist, Writer, MainArtist - Joseph Duplantier, Arranger - Mario Duplantier, Arranger

2016 Roadrunner Records 2016 Roadrunner Records, Inc.

3
The Cell
00:03:18

Gojira, Composer, Lyricist, Writer, MainArtist - Joseph Duplantier, Arranger - Mario Duplantier, Arranger

2016 Roadrunner Records 2016 Roadrunner Records, Inc.

4
Stranded
00:04:30

Gojira, Composer, Lyricist, Writer, MainArtist - Joseph Duplantier, Arranger - Mario Duplantier, Arranger

2016 Roadrunner Records 2016 Roadrunner Records, Inc.

5
Yellow Stone
00:01:19

Gojira, Composer, Lyricist, Writer, MainArtist - Joseph Duplantier, Arranger - Mario Duplantier, Arranger

2016 Roadrunner Records 2016 Roadrunner Records, Inc.

6
Magma
00:06:42

Gojira, Composer, Lyricist, Writer, MainArtist - Joseph Duplantier, Arranger - Mario Duplantier, Arranger

2016 Roadrunner Records 2016 Roadrunner Records, Inc.

7
Pray
00:05:14

Gojira, Composer, Lyricist, Writer, MainArtist - Joseph Duplantier, Arranger - Mario Duplantier, Arranger

2016 Roadrunner Records 2016 Roadrunner Records, Inc.

8
Only Pain
00:04:00

Gojira, Composer, Lyricist, Writer, MainArtist - Joseph Duplantier, Arranger - Mario Duplantier, Arranger

2016 Roadrunner Records 2016 Roadrunner Records, Inc.

9
Low Lands
00:06:04

Gojira, Composer, Lyricist, Writer, MainArtist - Joseph Duplantier, Arranger - Mario Duplantier, Arranger

2016 Roadrunner Records 2016 Roadrunner Records, Inc.

10
Liberation
00:03:35

Gojira, Composer, Lyricist, Writer, MainArtist - Joseph Duplantier, Arranger - Mario Duplantier, Arranger

2016 Roadrunner Records 2016 Roadrunner Records, Inc.

Albumbeschreibung

Das Fazit vorneweg: Ja, Gojira entwickeln sich hier und da weiter. Nein, besonders viel verändern sie deshalb trotzdem nicht. Aber: Noch immer klingt niemand so wie sie. Ob "Magma" nun besser oder schlechter als "L'Enfant Sauvage" ist, differiert wohl von Hörer zu Hörer. Ich selbst bin mir darüber noch nicht wirklich im Klaren. Heißt im Endeffekt: Gojira halten ihr Qualitätslevel problemlos. Vielleicht präsentieren sich die Franzosen insgesamt doch ein wenig facettenreicher als auf dem Vorgänger. Irgendwie entzerrter gehen sie zu Werke. In drückendem Low-Tempo geleitet "The Shooting Star" in ein Album, das dem vulkanischen Namen ob seiner mal schwelenden, mal explosiven Brut gerecht wird. Hypnotisch erstreckt sich die Eröffnung auf sechs Minuten, dominiert vom Klargesang Joe Duplantiers. Harmonievocals legen sich auf den steten Fluss der Palm-Mute-Salven. Eine gewisse Epik lässt sich gegen Ende kaum leugnen. Ihren Glanzmoment erlebt die trademarkige Palm-Mute-Leersaite im Titeltrack, einem weiteren Vertreter der Clean-Vocals und ebenfalls der eher langsamen Zunft zugehörig. Der Wechsel zwischen ruhigen, irgendwie meditativen Passagen und nichtsdestotrotz wiederkehrender Heavyness rührt die Magengrube noch wirkungsvoller durch, als es im vollen Aggressionsmodus der Fall ist. Einen besonders schönen Kontrast dahingehend liefert "Pray". Zunächst geht es mit Flöte in den Urwald, unter der Oberfläche brodelt es aber schon gewaltig. Meshuggah-Staccatos setzen ein, alles deutet auf einen baldigen Ausbruch hin, doch Gojira nehmen sich ihre Zeit, zögern den Moment gekonnt hinaus. Kurz vor dem Zerreißen liefern sie ein erstes Häppchen dessen, was einen hinten raus noch erwartet. Mit einem "Go!" öffnet Joe schließlich alle Schleusen. Das tun "The Cell" oder auch "Only Pain" dagegen gleich von Anfang an und entfalten pure, rohe Kraft. Ersteres drückt einem schier die Eingeweide raus. Bei "Only Pain" ist dafür in der Strophe Jean Michel Labadies Bass zuständig. Wie eh und je tragen Gojira auf "Magma" eine ungeheure Präzision zur Schau, die jedoch nie Überhand gewinnt. Technische Finessen arbeiten die Franzosen en masse ein, tun es aber subtil und lassen nie vergessen, dass hier Menschen am Werk sind, keine Maschinen. Da können die Betonungswechsel in "Stranded" Köpfe verdrehen so viel sie wollen, im Refrain herrscht Alternative-Vibe. Beides in Kombination sorgt unweigerlich dafür, dass man sich daran erinnert. Dazu kommt, dass es in der gesamten Metalbranche kaum einen Schrei gibt, dem so viel Emotion innewohnt wie dem des Gojira-Frontmanns. Seine Bandbreite beweist Joe Duplantier unter anderem in "Silvera", das in seinen dreieinhalb Minuten ohnehin fast alles zu enthalten scheint, was Gojira ausmacht. Growls, Cleans und dieses einzigartige Hybrid auf Vocalseite, Rhythmik zum Niederknien, Headbangen und Moshen gleichermaßen, typische Tapping-Ausflüge ... und dieser Drummer. Mario Duplantier will sich nicht ums Verrecken nach vorne spielen. In der Regel hält er sich sogar eher im Hintergrund. Gerade deswegen prägt er die Musik entscheidend mit. Bei ihm sitzt jeder Schlag exakt da, wo er sein soll, Sperenzchen bleiben in der Regel außen vor. Er flicht aber hin und wieder durchdachte Details ein, die Songs wie "Silvera" oder "The Shooting Star" immer wieder aufblitzen lassen. "Low Lands", das zwischenzeitlich etwas Mastodon-Stimmung verströmt, definiert er über ein einleitendes Drum'n'Bass-Pattern. Seine Tightness bleibt weiterhin unangetastet, und der Rest der Band agiert ganz ähnlich: Gojira funktionieren als Kollektiv, nicht als Einzelartisten. Sein Kit verlässt Mario in "Liberation" zugunsten indigener Percussion. Zusammen mit der Akustikgitarre seines Bruders lässt er so "Magma" in einer kurzen Improvisation ausklingen. Diese mag musikalisch vielleicht überflüssig erscheinen, fängt aber das verfolgte Konzept von Natürlichkeit hervorragend ein. Die Produktion macht mit, lässt den leisen Ausklang sehr roh stehen, ein mystisches Überbleibsel, schon halb im Nebel vergessen. Bleiben nur noch die Lyrics, die bisher noch gar keine Erwähnung fanden. Sie geben sich gewohnt interpretationsoffen und bescheren "Silvera" den Refrain des Albums: "Time to open your eyes on this genocide / When you clear your mind you see it all / You're receiving the gold of a better life / When you change yourself you change the world."
© Laut

Informationen zu dem Album

Auszeichnungen:

Verbessern Sie diese Seite

Qobuz logo Warum Musik bei Qobuz kaufen?

Aktuelle Sonderangebote...

Debussy – Rameau

Víkingur Ólafsson

Debussy – Rameau Víkingur Ólafsson

The Köln Concert (Live at the Opera, Köln, 1975)

Keith Jarrett

Philip Glass: Piano Works

Víkingur Ólafsson

Philip Glass: Piano Works Víkingur Ólafsson

Prokofiev: Piano Concerto No.3 / Ravel: Piano Concerto In G Major

Martha Argerich

Mehr auf Qobuz
Von Gojira

Fortitude

Gojira

Fortitude Gojira

Another World

Gojira

Another World Gojira

The way of all flesh

Gojira

Terra Incognita

Gojira

Into The Storm

Gojira

Playlists

Das könnte Ihnen auch gefallen...

For Those That Wish To Exist

Architects

Back In Black

AC/DC

Highway To Hell

AC/DC

S&M2

Metallica

S&M2 Metallica

Metallica

Metallica

Metallica Metallica
Panorama-Artikel...
Das Goldene Zeitalter des amerikanischen Death-Metal

Death Metal, diabolische Untergattung des Heavy Metal und häufig abgelehnt, parodiert oder falsch interpretiert, konnte im Lauf der Jahrzehnte trotzdem Publikum erobern. Die Musikrichtung ist in den 80er Jahren entstanden und entwickelt sich seither weiter, von der anfänglichen Suche nach größtmöglicher Brutalität bis hin zu einem Crossover mit populären Genres in jüngerer Zeit. Ein Blick zurück auf ihre Ursprünge mit anschließendem Zoom auf die schwedische Szene.

Alice Cooper scheut keine Gefahr

Alice Coopers Werdegang ist vor allem ein besonderer Fall von gespaltener Persönlichkeit. Ähnlich wie in „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ hat sich der Sänger Vincent Furnier dem Showman Alice Cooper unterworfen. Wie er selbst eingesteht, bleibt derjenige, der in den Interviews immer in der dritten Person von Alice spricht, in seinem Privatleben ein durchaus einfacher und normaler Mensch, der mit diesen zahllosen ausschweifenden und provozierenden Bühnenauftritten wenig zu tun hat. Seine ganze vierundfünfzigjährige Karriere hindurch lässt sich angesichts seiner zahlreichen stilistischen Varianten außerdem eine gewisse Schizophrenie beobachten. Zwar wird ihm die Erfindung des Schock-Rock gutgeschrieben, er hat aber alles, oder fast alles mit mehr oder weniger viel Erfolg ausprobiert. Vom Pop, über den Heavy Metal, New Wave oder Industrial bis hin zu den Anfängen des Hardrock…

“Back in Black”: AC/DC in vollem Glanz

“Back in Black” steht mit 50 Millionen Exemplaren an zweiter Stelle der weltweit am meisten verkauften Alben, gleich hinter Michael Jacksons “Thriller”! Wer hätte gedacht, dass dieses siebte Studioalbum von AC/DC so weit vorne landen würde, wo doch ihr charismatischer Sänger Bon Scott allzu früh starb, nachdem “Highway to Hell” auf den Markt gekommen war. Das war das Ende von Band 1, aber vor allem der Anfang von Band 2 der Geschichte, den die Fans der australischen Band auch heute noch gerne durchblättern…

Aktuelles...