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Die Alben

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Klassik - Erschienen am 1. Februar 2019 | BIS

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Klassik
Tan Dun, heute Komponist von Weltruf (bei einem breiten Publikum, denn er hat einige berühmte Filmmusiken geschrieben wie etwa zum berühmten Tiger and Dragon), ist es gelungen, die Grenzen der klassischen abendländischen Musik zu überschreiten. Er hat nicht nur seine eigenen östlichen Traditionen mit allen denkbaren modernen und alten Musiksprachen verbunden, sondern auch seine ganz persönliche Vorstellung vom Kontakt zwischen dem Musiker und dem Zuhörer eingebracht – wie in seinen berühmten Stücken Orchestral Theatre, in denen das Publikum oft gefordert wird, sich in die Klangstrukturen einzufügen. Dadurch erlaubt er sich gewissermaßen, neue imaginäre Traditionen zu erfinden, wie Bartók es zu seiner Zeit getan hat. Ein anschauliches Beispiel dafür sind die beiden Sätze des Violinkonzerts Rhapsody and Fantasia, die auf ein althergebrachtes Thema aus der Oper in Peking aufbauen und gleichzeitig (mit unendlicher Kunstfertigkeit) Klänge aus dem Hip-Hop und anderer urbaner Musik mit einschließen. Das Violinkonzert Fire Ritual („ein musikalisches Ritual für Kriegsopfer“) wurde eigens für die norwegische Geigerin Eldbjørg Hemsing komponiert, die es auf dem vorliegenden Album unter der Leitung von Dan Tun persönlich interpretiert. Dem Hörer wird es vielleicht nicht gleich beim ersten Hören auffallen: Er stelle sich aber vor, dass ein Ensemble aus neun Blasinstrumentalisten im Publikum verteilt ist, während der Rest des Orchesters auf der Bühne bleibt; die beiden Instrumentalgruppen spielen ein Frage- und Antwortspiel während die Geigerin die Rolle einer Zeremonienmeisterin oder Schamanin innehält. Und dazu die vielen Klänge, die wahrhaftig nicht zu dem gewohnten Orchesterklang gehören! Das dürfen Sie sich nicht entgehen lassen. © SM/Qobuz
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Violinkonzerte - Erschienen am 9. März 2018 | BIS

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Das fast vollständige Verschwinden der Musik Hjalmar Borgströms aus dem Repertoire lässt sich zur Gänze durch Gründe erklären, die nichts mit der Qualität der Musik zu tun haben, sondern eher mit einem Missverhältnis zwischen dem Komponisten und den vorherrschenden Strömungen der norwegischen Musik. Wie Grieg in der vorhergehenden Generation ging er 1887 nach Leipzig, um am Konservatorium zu studieren. Im Gegensatz aber zu Grieg, der in der festen Absicht heimkehrte, eine authentische norwegische Tonsprache zu entwickeln, blieb Borgström lange Zeit in Deutschland und vertiefte sich in die Ästhetik der dortigen zeit genössischen Musik. Als er 1903 endgültig nach Norwegen zurückkehrte, war er ein entschiedener Verfechter der neuen deutschen Symphonik. Diese Überzeugung – oder vielmehr sein mangelndes Interesse an der Entwicklung eines nationalen Idioms – erschwerte seine Karriere in Norwegen. Grieg selbst soll Verwunderung über jenen jungen norwegischen Komponisten geäußert haben, der so offenkundig talentiert und hervorragend ausgebildet war – dessen Musik aber nichts spezifisch Norwegisches an sich hatte. Borgströms Violinkonzert wurde 1914 bei der Jubiläumsausstellung aus Anlass des hundertjährigen Bestehens der norwegischen Verfassung uraufgeführt. Die Stärkung der nationalen Identität im 19. Jahrhundert hatte sich 1905, als die Union mit Schweden aufgelöst wurde, beinahe zu einem Rausch gesteigert. Das kulturelle Klima war neuer norwegischer Musik daher sehr gewogen, und das Konzert wurde gut aufgenommen. Im Repertoire konnte es sich jedoch nicht etablieren und wurde in den nachfolgenden Jahrzehnten nur selten aufgeführt. Das Konzert hat die traditionellen drei Sätze und, seinem neutralen Titel entsprechend, kein explizites Programm. Das Violinkonzert Nr. 1 von Schostakowitsch entstand einige Jahrzehnte nach Borgströms Konzert. Auch dieses Werk ist geprägt von dem unguten Verhältnis zwischen dem Komponist und seinen Rahmenbedingungen. Die Probleme, denen sich Schostakowitsch damals gegenübersah, waren buchstäblich eine Frage von Leben und Tod. In den Nachkriegsjahren wurde Musik mit „formalistischen Verzerrungen und antidemokratischen Tendenzen, die dem sowjetischen Volk fremd sind“ (so das berüchtigte Dekret von Shdanow aus dem Jahr 1948), offiziell verurteilt. Schostakowitsch, Prokofjew und andere – nahezu jedweder sowjetische Komponist von Bedeutung – wurden beschuldigt, die Grundprinzipien der klassischen Musik zu negieren. Schostakowitschs Reaktion auf die Shdanow-Doktrin war zweigleisig: vor der Welt schrieb er „leichte“ Musik und Filmmusik – Werke, die dem Broterwerb dienten und keine Probleme mit den Behörden verursachten. Privat hingegen komponierte er die Musik, die er wirklich schreiben wollte, Musik, die seinen hohen künstlerischen und intellektuellen Ansprüchen genügte, aber keine Chance hatte, öffentlich aufgeführt zu werden. Das Violinkonzert Nr. 1 gehört entschieden der zweiten Kategorie an. Eldbjørg Hemsing, eine engagierte Verfechterin der reichen Musiktradition Norwegens, gab im Alter von 11 Jahren ihr Solistendebüt mit dem Bergen Philharmonic Orchestra und tritt seither auf renommiertesten Podien der Welt auf. Ihre Karriere begann mit einem weltweit ausgestrahlten TV-Auftritt bei der Friedensnobelpreisverleihung in Oslo. Sie ist regelmäßige Gast solistin weltweit führender Ensembles und genießt die Ehre, das MDR Sinfonie orchester, die NDR Radiophilharmonie Hannover, das RTÉ National Symphony Orchestra (Irland), das Netherlands Symphony Orchestra, das Oslo Philharmonic Orchestra, das Norwegische Radio-Orchester, das Tschechische National-Symphonieorchester und das Hong Kong Philharmonic Orchestra zu ihren aktivsten Orchesterpartnern zu zählen. © Marc Trautmann/Qobuz
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Kammermusik - Erschienen am 6. März 2020 | BIS

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Klassik - Erschienen am 28. September 2018 | BIS

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Klassik - Erschienen am 20. Dezember 2019 | Sony Classical

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Klassik - Erschienen am 21. Februar 2020 | BIS

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