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Die Alben

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Klassik - Erschienen am 30. April 2021 | Berlin Philharmonic Orchestra

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Von den zehn Mahler-Sinfonien, die die Berliner Philharmoniker in den letzten zehn Jahren mit acht verschiedenen Dirigenten eingespielt und in diesem Jahr auf ihrem eigenen Label veröffentlicht haben, ist die 2017 entstandene Aufnahme der Sinfonie Nr. 9 mit Bernard Haitink zweifellos einer der Höhepunkte. Kein Wunder, denn Haitink ist, seit er in den frühen 1960er Jahren als Chefdirigent des Concertgebouw-Orchester zur Mahler-Renaissance in seinem Heimatland beitrug, für seinen Mahler bekannt. Mit den Berliner Philharmonikern verbindet ihn eine ebenso langjährige wie enge Beziehung, und so ist von Anfang an klar, dass uns hier ein Hochgenuss erwartet: klare Texturen, die den warmen, analytischen Raum der Philharmonie ausfüllen, endlos lange Linien; brillanter Streicherklang – zunächst schmelzend und weich, dann in Begleitung der Blechbläser zu strahlender Helligkeit ansteigend; glanzvolle Höhepunkte, die mit überwältigender Kraft und Intensität aus höchster Höhe in verzweifelte Tiefen stürzen; die schlichte Würde des Violinsolos in der Reprise, das durch seine Zurückhaltung umso stärker berührt. Die beiden mittleren Sätze leben von einer changierenden Mischung aus Eleganz und Rustikalität, von kammermusikalischem Spitzentanz und stimmgewaltiger Tutti-Power sowie von reich nuancierter Ausgelassenheit. Der verfeinerte Holzbläserklang und die strahlenden, prägnanten und dynamischen Abwärtsläufe der Streicher im zweiten Satz sind köstlich. Der katastrophale Ausbruch am Ende des dritten Satzes könnte vielleicht noch befriedigender sein, wenn er eine Nuance dunkler und schwerer wäre. Doch die allmähliche Lossagung vom Leben im letzten Satz ist in ihrer sanften Intensität alles, was man sich wünschen kann – gebannt hängt man an jeder einzelnen Note und auch an der spannungsgeladenen Stille der Philharmonie. Es muss wohl unvergesslich gewesen sein, mit ihnen im Saal zu sitzen und diese faszinierende Reise zu erleben. © Charlotte Gardner/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 26. März 2021 | Berlin Philharmonic Orchestra

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Klassik - Erschienen am 26. Februar 2021 | Berlin Philharmonic Orchestra

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Klassik - Erschienen am 12. Februar 2021 | Berlin Philharmonic Orchestra

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Klassik - Erschienen am 18. Dezember 2020 | Berlin Philharmonic Orchestra

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Klassik - Erschienen am 27. November 2020 | Berlin Philharmonic Orchestra

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Klassik - Erschienen am 23. Oktober 2020 | Berlin Philharmonic Orchestra

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Klassik - Erschienen am 25. September 2020 | Berlin Philharmonic Orchestra

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Klassik - Erschienen am 25. September 2020 | Berlin Philharmonic Orchestra

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Im Juni 2015 wählten die Berliner Philharmoniker Kirill Petrenko zu ihrem neuen Chefdirigenten; vor einem Jahr trat er das Amt an. Jetzt präsentiert eine exklusive Edition zentrale Aufnahmen dieser Phase der Vorfreude und des Aufbruchs. In Interpretationen von Werken von Beethoven, Tschaikowsky, Franz Schmidt und Rudi Stephan offenbaren sich nicht nur erste wichtige Programmlinien, sondern auch das spannungsreiche, intensive Musizieren in dieser Partnerschaft. Eine »klingende Momentaufnahme der beginnenden Zusammenarbeit zwischen den Berliner Philharmonikern und mir, gleichsam die Initialzündung unserer Gemeinschaft«, nennt Kirill Petrenko die Edition im Vorwort. Drei Repertoirefelder werden hier umrissen, die auch für die weitere Zukunft bedeutsam sind. Da ist zunächst die Musik Russlands, mit der Kirill Petrenko aufgewachsen ist und die hier durch Tschaikowskys Symphonien Nr. 5 und 6 repräsentiert wird. Es sind Interpretationen, in denen sich nicht nur Leidenschaft und Wucht dieser Werke voll entfalten, sondern auch ihre Details und feinen Schattierungen. Eine weiteres Anliegen Kirill Petrenkos sind zu Unrecht vergessene Komponisten. Als Beispiele hierfür stellt die Edition zwei Komponisten an der Schwelle zwischen Spätromantik und Moderne vor: Rudi Stephan und Franz Schmidt. Von letzterem ist die Vierte Symphonie zu erleben, eine Musik voller Klang und Schmerz und zugleich ein Lieblingsstück Kirill Petrenkos. Und dann ist da noch – als Eckpfeiler der Zusammenarbeit – die deutsch-österreichische Klassik und Romantik. Wie wichtig Kirill Petrenko dieses Repertoire ist, zeigt sich an dem prominenten Platz, den Ludwig van Beethoven in seinen Konzerten zur Eröffnung der Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 einnahm, als die Siebte bzw. die Neunte Symphonie auf dem Programm standen. Beide Interpretationen werden hier ebenfalls dokumentiert. Das Konzert mit Beethovens Neunter markierte zugleich den Beginn von Kirill Petrenkos Amtszeit als philharmonischer Chefdirigent. Die Aufführung war nicht nur ein programmatisches Statement, sondern offenbarte erneut die interpretatorische Qualität dieser Partnerschaft. Der Guardian schrieb: »Es war offensichtlich, warum sich das Orchester für Petrenko entschieden hatte. Er hat die Gabe, das Innere einer Partitur zum Leuchten zu bringen, [und] sein stürmischer Beethoven knisterte vor sehniger rhythmischer Energie«. © Berliner Philharmoniker Recordings
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Klassik - Erschienen am 6. Dezember 2019 | Berlin Philharmonic Orchestra

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Die fünf Klavierkonzerte von Beethoven, die 2010 bei vier Konzerten in Berlin aufgenommen wurden, vervollständigen die höchst gelungene Gesamteinspielung der Sinfonien mit Sir Simon Rattle an der Spitze "seiner" Berliner Philharmoniker. Obwohl sie vor den Sinfonien entstanden sind, bieten diese Aufnahmen durch das viel kleinere Ensemble als es bei dem berühmten Berliner Orchester sonst üblich ist den gleichen kammermusikalischen Klang. Die vorliegende Gesamtaufnahme ist in erster Linie hinsichtlich des Orchesters ein großer Genuss, vor allem dank der lyrischen Holzbläser und dem seidigen Streicherklang. Das Orchester ist weit davon entfernt, nur als Begleitung der Solistin, der japanischen Pianistin Mitsuko Uchida, zu fungieren. Es scheint ganz im Gegenteil mit rhythmischer Lebhaftigkeit und einem einzigartigen Sinn für Rhetorik die Führung übernommen zu haben. Und Mitsuko Uchidas Spiel ist fast bescheiden, unaufdringlich, im konstanten Dialog mit Dirigent und Orchester. Von der Biederkeit der ersten beiden Klavierkonzerte, über das Vierte mit seinem erhabenen, von metaphysischen Fragen durchzogenen Andante con moto bis hin zum fünften, im englischen Sprachraum Emperor genannte Klavierkonzert, das den romantischen Klavierkonzerten den Weg bereitete, stellt die vorliegende intime Konzeption diesen Werkzyklus wieder in seinen chronologischen Zusammenhang. Denn Beethoven hat seine Klavierkonzerte im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts komponiert, als die Wiener Klassik triumphierte, zu einer Zeit, in der Joseph Haydn seine letzten Meisterwerke schrieb und Napoleons Grande Armee Wien bombardierte. Diese Konzerte, die allzu oft interpretiert werden als seien sie fünfzig Jahre später geschrieben, finden hier unter einer solchen klanglichen Perspektive und in einer Tonaufnahme, die das Klavier nie aufdringlich klingen lässt, zu ihrer ursprünglichen Wahrheit zurück, sowie zu einer instrumentalen Ausgeglichenheit, die sie im Lauf der Zeit verloren hatten. © François Hudry/Qobuz
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Symphonieorchester - Erschienen am 8. November 2019 | Berlin Philharmonic Orchestra

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Klassik - Erschienen am 16. August 2019 | Berlin Philharmonic Orchestra

Hi-Res Auszeichnungen Diapason d'or / Arte
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Symphonien - Erschienen am 10. Mai 2019 | Berlin Philharmonic Orchestra

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Gramophone Editor's Choice
Die Vorfreude ist groß in Berlin auf Kirill Petrenko, der im August sein Amt als Chefdirigent der Philharmoniker antreten wird. Nach musikalisch zuletzt eintönigen Jahren unter Simon Rattle verspricht Petrenko frischen Schwung, was auch die Imagekampagne der Philharmoniker zum Amtsantritt aufgreift: Wellen sind das beherrschende grafische Motiv. Schallwellen, Energiewellen. Man sieht sie auch auf dem Cover der ersten gemeinsamen CD, die das orchestereigene Label nun herausgebracht hat: Petrenkos erstes Konzert mit den Philharmonikern nach seiner Wahl zum neuen Chefdirigenten. Es ist die erste CD des bislang aufnahmescheuen Dirigenten seit langem. Der Mitschnitt aus dem März 2017 mit Tschaikowskys „Pathétique“ macht die Vorfreude nicht kleiner. Der langsame erste Teil des Kopfsatzes, gleichwohl äußerst bewusst empfunden, mag noch nichts Ungewöhnliches verheißen, Musiker und Dirigent scheinen sich erst abzutasten. Mit dem Verzweiflungsausbruch in der Mitte des Satzes erhält diese Wiedergabe allerdings eine dramatische Spannung, die bis zum Ende nicht nachlässt. Petrenko erzählt straff und zielgerichtet (da äußert sich der erfahrene Operndirigent), in den schnellen Sätzen spielt das Orchester mit nahezu unheimlicher Präzision, in den langsamen Teilen lassen die Musiker eine Lust am Reichtum und an der Fülle von Klangfarben erkennen, die bei Simon Rattles Hauruck-Stil zwischenzeitlich verschütt gegangen war. Das ist fesselnd, packend und berührend. Claudio Abbado und Rattle konnten beide wenig anfangen mit Tschaikowsky. Dass Petrenko mit dieser Aufnahme an den großen Tschaikowsky-Dirigenten Karajan anknüpft: Auch das dürfte man bei den Philharmonikern nicht ungern sehen. © Haustein, Clemens / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 10. November 2017 | Berlin Philharmonic Orchestra

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Klassik - Erschienen am 15. Juni 2016 | Berlin Philharmonic Orchestra

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Die erste Gesamteinspielung der neun Beethoven-Sinfonien mit Simon Rattle (damals noch ohne Sir) und den Wiener Philharmonikern von 2003 stieß auf ein geteiltes Echo, oft auf unverhohlene Ablehnung. So könne man Beethoven nicht mehr spielen, hieß es – was natürlich kein Argument ist, zumal Rattle mit seinen Aufnahmen ja gerade demonstriert hatte, dass man Beethoven durchaus noch so spielen konnte. Aber es war kein Beethoven nach den Direktiven der historisch authentischen Aufführungspraxis auf Originalinstrumenten. Oder wie deren Verfechter gerne zu sagen pflegen: kein Beethoven auf der Höhe der Zeit. Bekanntlich ändern sich die Zeiten. Gerade im Falle der Beethoven-Sinfonien haben Dirigenten wie Mariss Jansons oder Riccardo Chailly neulich mit traditionellen Orchestern neue Wege erschlossen. Im Vergleich dazu wirkt Rattles Wiener Zyklus aus heutiger Sicht eher traditionell, jung und romantisch, was sicher auch am Wohlfühl-Klang der Wiener Philharmoniker und am süffigen Nachhall des Klangbilds lag. Das neue Berliner philharmonische Remake wirkt da insgesamt kompakter, im Fortissimo auch schlagkräftiger und im musikalischen Gestus erregter, also aufregender. Dennoch, an die klanglichen Standards der Einspielungen von Jansons und Chailly reicht dieser Berliner Beethoven nicht ganz heran. Die Holzbläser sind klangfarblich unterbelichtet, die Streicher klingen eher forsch und etwas pauschal. Eine Berliner philharmonische Klangidentität (was immer man sich darunter vorstellen mag) ist nicht wirklich auszumachen. Oder anders gesagt: Der Orchesterklang kommt nicht in all seinen (früheren?) farblichen Facetten wirklich zum Leben. In der Wahl der Tempi gibt es, abgesehen von der neunten Sinfonie, zwischen der Wiener und der Berliner Aufnahme keine gravierenden Unterschiede. Die Spielzeiten mancher Sätze gleichen sich fast auf die Sekunde genau, und da wie dort liegen sie unter Beethovens eigenen (sehr raschen) Metronomangaben. Nach wie vor hat Rattle die Gewohnheit, langsame Sätze etwas auszukosten. In der Neunten erreichte er in der Wiener Einspielung mit 17 Minuten beinahe einen Rekord (selbst Klemperer brauchte nur 15), in der Berliner Neuaufnahme ist er bei 16 Minuten angelangt (Chailly liegt bei knapp 13). Mich haben Rattles eher besonnene Beethoven-Tempi immer fasziniert, aber diese Faszination war bei der Wiener Aufnahme stärker als bei der Berliner Einspielung. Diese wirkt routinierter, weniger entdeckungsfreudig. Zweifellos gibt es auch hier Höhepunkte – die „Pastorale“ zum Beispiel, eine in ihrer luftigen Gelöstheit und Differenziertheit wunderschöne Wiedergabe, orchestral auf superbem Niveau. Auch die „Marcia funebre“ aus der „Eroica“ hinterlässt, wiederum bei sehr gemessenem, ja heroischem Tempo, einen tiefen Eindruck: überlegen gestaltet und souverän musiziert. Bei der Vierten begeistert die Griffigkeit der Artikulation, und in den Ecksätzen der Achten spürt man nicht nur das Temperament des Dirigenten, sondern auch ein inneres Feuer. Auch die Neunte beginnt vielversprechend – die fallenden Quinten zu Beginn betonen lakonisch, was dem anschließenden riesigen Crescendo umso mehr Überwältigungskraft verleiht. Kleine Temporückungen bei Übergängen, ein Charakteristikum von Rattles Beethoven-Dirigat, passen allerdings besser zur „Pastorale“ als hier, wo sie – bei der Herbheit und Strenge dieses Satzes – wie ein momentaner Spannungsabfall wirken. Höhepunkt ist zweifellos der dritte Satz: Zu Beginn (ab Takt 3) hört man endlich einmal die in der Betonung taktverschobenen Bratschen wie sonst nur bei Giulini – und Rattle war in jungen Jahren dessen Assistent. Überhaupt erinnert das breite, lyrische Ausmusizieren der Melodien in langsamen Sätzen oft an Giulini – weiß Gott kein schlechtes Vorbild. Im Freudenfinale, vom Berliner Rundfunkchor klangsatt, freudestrahlend und differenziert gesungen, fallen die Solisten ab. Wann endlich gibt es wieder einmal vier kompetente Sänger für diesen Freudenhymnus? © Pfister, Werner / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 11. September 2015 | Berlin Philharmonic Orchestra

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Klassik - Erschienen am 5. Juni 2015 | Berlin Philharmonic Orchestra

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Die Kontraste sind’s! Kaum dass die langsame Einleitung passé ist, entwickelt sich zwischen den fast zaghaften und rundweg freundlich gestimmten Holzbläsern und dem munter polternden Tutti ein Wechselspiel praller Gegensätze im Kopfsatz von Schuberts sechster Sinfonie, das stellenweise wie ein Vexierspiel zwischen den Instrumentengruppen erscheint. Wie sie sich voneinander abgrenzen, sich einander zuwenden, verschmelzen, ergänzen! Nikolaus Harnoncourt hat seine Schubert-Erkenntnisse bereits 1992 in einem Sinfonien-Zyklus mit dem Concertgebouw Orchestra dokumentiert. Mehr als zehn Jahre später kam er nach Berlin, um dort zwischen 2003 und 2006 nicht nur die Sinfonien, sondern auch die beiden großen Messen in As- und in Es-Dur sowie die Oper „Alfonso und Estrella“ mit den Philharmonikern aufzuführen. In der orchestereigenen Label-Edition sind diese Mitschnitte nun auf acht CDs nebst Blu-ray und einem aufwendigen Beibuch veröffentlicht worden. Die wienerische Sprache, die Harnoncourt gerade an Schuberts frühen sinfonischen Werken immer wieder betont, kommt hier in all ihren Facetten zur Geltung, im Tänzerischen, im Abgründigen, im Lebensfrohen und im vielen Scheinbaren: scheinbar leicht, scheinbar eindeutig, scheinbar ungetrübt. Harnoncourt erzeugt etwa im Finalsatz der Vierten in den Streichern eine Unruhe, die der, für sich genommen, ungetrübt scheinenden Melodie einen geradezu fahrigen Boden bereitet. Bei der Achten stellt sich der unmittelbare Vergleich zu der soeben veröffentlichten Einspielung unter Abbado, die insgesamt erfüllter klingt, weil das Orchester mit hörbarer Hingabe an seinen Dirigenten spielt. Bei den Berlinern wirkt dieses Moment nicht so stark ausgeprägt. Immer wieder sind es die abrupten Umschwünge, mutig und grenznah, die Schuberts Musik so existenziell machen und die Harnoncourt mit so viel Feuergeist abbildet. Es sind aber auch die vielen kleinen Steigerungen und Zurücknahmen, die artikulatorischen Feinheiten, die hier nicht dogmatisch herausgearbeitet werden, sondern helfen, diese Musik in einen permanenten Erzählfluss zu betten. Harnoncourt hat bei seinen Partiturstudien einige Bleistifteintragungen im Autograph kritisch hinterfragt, mit dem Schluss, dass sie wohl nicht vom Komponisten stammen. So kommt es taktweise zu einzelnen Änderungen der Besetzung oder zu gestrichenen Wiederholungen. Die beiden Messen und die Oper sind nicht bloße Beigabe, sondern zentrales Element dieser Edition. Der von Uwe Gronostay einstudierte Rundfunkchor bietet einen idealen Stimmraum, in dem sich auch Solisten wie Dorothea Röschmann, Christian Elsner, Jonas Kaufmann und Christian Gerhaher mühelos zurechtfinden – oft in einem idealen, gebethaften Wechselgesang mit dem Orchester. Das Terzett im Credo der Es-Dur-Messe – ein Moment des damaligen musikalischen Zeitgeistes, als Wien von Rossini’scher Italianità geprägt war – klingt in seinem Reichtum erfüllt und erfüllend, nie vordergründig bekenntnishaft. Ähnlich der Gegensatz zwischen dem langsam bewegten Kyrie und dem „Maestoso“-Charakter im anschließenden Gloria. Bei Harnoncourt schimmert das Sprachmächtige dieser Werke nicht nur in der Behandlung der Sänger durch, sondern auch im Orchester. Das macht diese Mitschnitte so eindringlich, etwa, wenn sich die Klarinette elegisch mit dem Chor verbündet oder wenn die goldenen Posaunen ein Amalgam mit dem silbrig hohen Sopran bilden. Bleibt „Alfonso und Estrella“, die dreiaktige „große heroisch-romantische“ Oper, die Schubert ungemein raffiniert und detailreich instrumentiert hat. Der Stoff der Liebesgeschichte um Herrscher-Tochter Estrella und Königssohn Alfonso, die nach diversen Verwicklungen erwartungsgemäß zueinanderfinden, enthält mehrere urromantische Motive, die wohl auch zu einer Rezeptionsgeschichte beigetragen haben, die immer wieder die Schwächen des Werkes betonte. Ob zu Recht, kann jeder hier in aller Ruhe nachhören. Die Solisten sind mit Dorothea Röschmann (Estrella), Kurt Streit (Alfonso), Christian Gerhaher (Froila), Jochen Schmeckenbecher (Mauregato) und Hanno Müller-Brachmann (Adolfo) gut bis glänzend besetzt. Insgesamt eine nicht in allem beglückende, aber dennoch ganz zentrale Schubert-Edition! © Vratz, Christoph / www.fonoforum.de