Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Ähnliche Künstler

Die Alben

Ab
CD29,49 Fr.

Rock - Erschienen am 30. November 1979 | Pink Floyd Records

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Die Suche nach einem Meilenstein im Oeuvre der britischen Kultband Pink Floyd gestaltet sich als schwierig. Für den Autor gibt es da nichts zu lachen. Die Syd Barrett-Fraktion scharrt schon mit den Hufen nach dem "Piper At The Gates Of Dawn"-Album. Andere schwören auf die nicht weniger meisterlichen Werke "Dark Side Of The Moon" und "Wish You Were Here". Man könnte jeden ihrer Tonträger wählen. Dennoch fiel meine Wahl auf das große Maueralbum. "The Wall" ist nicht nur das mit rund 30 Millionen weltweit meistverkaufteste Doppelalbum der Musikgeschichte. Nein, die Platte verkörpert bis heute den ultimativ polarisierenden Zankapfel in der Bandgeschichte. Psychedelische Floydianern beklagen den sülzig zerquälten Labertaschengrusel. In Wahrheit sollte man das Werk als psychologisch ausgefeilte Blaupause für alle später folgenden Seelenstriptease-Alben weltbekannter Musiker betrachten. Inhalt: Ein autobiographisches Manifest zwischen Sozialkritik, Freudscher Analyse, Uniformfetisch und Zinksarg. Völlig neu: Der Künstler ist nicht länger der umjubelte Rockstar aus dem Pantheon. Stattdessen erweist sich der Typ auf der Bühne als genauso kaputt, fehlbar und Opfer jedweder Fehlprägung durch Familie und Gesellschaft wie alle anderen um ihn herum. Anders ausgedrückt: Dank Roger Waters' "The Wall" wurden alle Götter zu Sterblichen: "Tell me, is something eluding you, sunshine? / Is this not what you expected to see?" Vergessen wir für einen kurzen Moment alles, was die Gruppe bis 1979 ausmachte. Gilmour, Wright und Mason sind in jenen Tagen mehr Staffage als echte künstlerische Partner ihres schwierigen Bassisten - zumindest aus dessen Sicht. Willkommen auf der ganz und gar finsteren Seite des Mondes von Onkel Roger. Streit, Zwist und gegensetige Kränkungen gehören ebenso zum Alltag der Aufnahmen wie sein in dieser Phase schwer gestörtes Verhältnis zum eigenen Publikum. Der Anfang vom Ende einer großartigen Band? Vielleicht. Der Musik hingegen verleiht das Gift in der floydschen Atmosphäre die rechte Würze. Das Wabernde der "Wish"-Ära wird kurzerhand stranguliert. Auch die zerfahrenen und weniger zugänglichen "Animals"-Tracks bilden keine Lösung mehr. Die Melodien der einzelnen Stücke dürfen - für sich genommen - gern eingängig und harmonisch geraten. Im gesamten Arrangement-Kontext indes wirkt fast jeder Ton bleiern, transportiert bis zum Schluss eine einzige wolkenverhangene Depression. Klangen die Floyds zu Zeiten von "Saucerful Of Secrets" noch wie eine übermütig sprudelnde Rasselbande, steht dieser Tonspur gewordene Ziegel daneben wie ein donnerndes Gewitter zur eigenen Beerdigung. Etwas Nazi-Rock zum Tee? "In The Flesh" feuert aus allen Rohren. Die Hook gerät doomiger als es die Innovatoren Black Sabbath Ende der Siebziger hinbekommen. Zwischen faschistischer Agitation, niedlichem Babygebrabbel und der Agonie eines zu Tode stürzenden Fliegers - ein Bild des kleinen Roger, der seinen Vater im Zweiten Weltkrieg verlor. Der manische Songwriter übernimmt alle Rollen selbst. Seine Egozentrik mag menschlich problematisch sein, künstlerisch war sie alles andere als falsch. Der eigene psychisch abgewrackte Zustand des Frontmanns manifestiert sich in seinem Gesang geradezu beängstigend. Zwischen tobsüchtig rasendem Soziopathen, resignierter Stumpfheit und ganz wenigen lichten Momenten harmonischer Ruhe malträtiert er die eigenen Stimmbänder zu dieser faszinierend konstanten Achterbahn der Stimmungen. Schier unglaublich, wie der Mann aus Surrey es innerhalb einer Dekade vollbringt, einer ursprünglich eher langweilig, charakterlosen Stimme ein echtes Gesangsinferno voll schrecklich schöner Klangfarben zu entlocken. Die Wahl von Bob Ezrin als Produzent erweist sich als ergänzend perfekter Schachzug. Mit Lou Reeds klaustrophobischem Horrorgemälde "Berlin" und Alice Coopers opulentem "Nightmare" bringt der Kanadier genau die richtigen Referenzen für das britische Irrenhausquartett mit. Allein seine Ideen für das Einbinden und Umsetzen der orchestralen Arrangements sollten Gilmour und Co. Grund für ewige Dankbarkeit sein. Mit ordnender Hand gibt er der Doppel-LP jenes notwendige Quäntchen Transparenz und Volumen, das der Band im Studio zuletzt fehlte. Mit den drei "Another Brick In The Wall"-Scheibletten sowie "Comfortably Numb" gelingt der Truppe nebenbei über Nacht eine völlige Kehrtwende zur Hitcombo. Was den Streithähnen das Leben in den videolastigen 80ern durchaus erleichterte. Das häufige Reduzieren auf die späten Kulthits führte wiederum häufig zu Unmutsäußerungen auf Seiten von Gilmour und Waters. Fluch und Segen der Welthits. Mehr als dreißig Jahre später feiert zumindest das erwähnte Duo ein kaum für möglich gehaltenes Happy End. Gilmour gibt nach vollbrachter Versöhnung fröhlich den milden Solo-Teddybär und Cocktail-Gitarrero. Waters indes hat alle Dämonen besiegt, tritt als Richard Gere- hafter Rock-Gentleman auf und gilt seinen Partnern mitlerweile als angenehmer Zeitgenosse mit Humor. 32 Jahre nach der Erstveröffentlichung darf Waters mit der opulenten Stadion-Tournee "The Wall - Live 2011" noch einmal die besondere Bedeutung der Platte als deutsches Soundtrack-Symbol zum Berliner Mauerfall genießen. Hat das noch den rechten Biss? Oder ist alles doch nur Nostalgie von und für rockistische Greise? "All in all it's just another brick in the wall." © Laut
Ab
CD21,49 Fr.

Rock - Erschienen am 1. März 1973 | Pink Floyd Records

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Als einer der größten Erfolge der Geschichte des Rock blieb The Dark Side Of The Moon 14 Jahre in den Top 200 der amerikanischen Charts. Das Album ist wie der Eckpfeiler der Philosophie von Pink Floyd. Synthesizer und Gitarren werden auf diesem Gipfel der Raffinesse gezähmt, um sich voll und ganz in den Dienst der Musik zu begeben. Wie ein futuristisches und schwebendes Sergent Pepper’s, das sowohl vom Rock als auch vom Jazz inspiriert ist, verbindet dieses ausgeklügelte Album Rock und elektronische Musik, ohne dabei seine Melodien aus dem Fokus zu verlieren. © MD/Qobuz
Ab
HI-RES24,99 Fr.
CD21,49 Fr.

Rock - Erschienen am 30. Juni 2014 | Pink Floyd Records

Hi-Res Auszeichnungen Herausragende Tonaufnahme
Ab
CD21,49 Fr.

Rock - Erschienen am 15. September 1975 | Pink Floyd Records

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Auf „Dark Side of the Moon”, jenem Album, mit dem Pink Floyd ihren kommerziellen Durchbruch hatten, folgte „Wish You Were Here“, ein loses Konzeptalbum, das dem Gründungsmitglied Syd Barrett gewidmet ist. Die Aufnahme entfaltet sich schrittweise, wenn zum Beispiel die jazzigen Texturen von „Shine on You Crazy Diamond“ ihr melodisches Motiv offenlegen; und durch sein gemächlicheres Tempo ist das Album stimmungsvoller als sein Vorgänger. Auch musikalisch ist das Album durch das Zusammenspiel der Gruppe und insbesondere David Gilmours Soli unbestreitbar beeindruckender. Obwohl das Album nicht wirklich viele Songs enthält, sind die langen, sich dahin schlängelnden Klanglandschaften kontinuierlich spannend. © Stephen Thomas Erlewine /TiVo
Ab
CD21,49 Fr.

Progressive Rock - Erschienen am 2. Oktober 1970 | Pink Floyd Records

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Appearing after the sprawling, unfocused double-album set Ummagumma, Atom Heart Mother may boast more focus, even a concept, yet that doesn't mean it's more accessible. If anything, this is the most impenetrable album Pink Floyd released while on Harvest, which also makes it one of the most interesting of the era. Still, it may be an acquired taste even for fans, especially since it kicks off with a side-long, 23-minute extended orchestral piece that may not seem to head anywhere, but is often intriguing, more in what it suggests than what it achieves. Then, on the second side, Roger Waters, David Gilmour, and Rick Wright have a song apiece, winding up with the group composition "Alan's Psychedelic Breakfast" wrapping it up. Of these, Waters begins developing the voice that made him the group's lead songwriter during their classic era with "If," while Wright has an appealingly mannered, very English psychedelic fantasia on "Summer 68," and Gilmour's "Fat Old Sun" meanders quietly before ending with a guitar workout that leaves no impression. "Alan's Psychedelic Breakfast," the 12-minute opus that ends the album, does the same thing, floating for several minutes before ending on a drawn-out jam that finally gets the piece moving. So, there are interesting moments scattered throughout the record, and the work that initially seems so impenetrable winds up being Atom Heart Mother's strongest moment. That it lasts an entire side illustrates that Pink Floyd was getting better with the larger picture instead of the details, since the second side just winds up falling off the tracks, no matter how many good moments there are. This lack of focus means Atom Heart Mother will largely be for cultists, but its unevenness means there's also a lot to cherish here. © Stephen Thomas Erlewine /TiVo
Ab
CD21,49 Fr.

Rock - Erschienen am 5. August 1967 | Pink Floyd Records

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
The title of Pink Floyd's debut album is taken from a chapter in Syd Barrett's favorite children's book, The Wind in the Willows, and the lyrical imagery of The Piper at the Gates of Dawn is indeed full of colorful, childlike, distinctly British whimsy, albeit filtered through the perceptive lens of LSD. Barrett's catchy, melodic acid pop songs are balanced with longer, more experimental pieces showcasing the group's instrumental freak-outs, often using themes of space travel as metaphors for hallucinogenic experiences -- "Astronomy Domine" is a poppier number in this vein, but tracks like "Interstellar Overdrive" are some of the earliest forays into what has been tagged space rock. But even though Barrett's lyrics and melodies are mostly playful and humorous, the band's music doesn't always bear out those sentiments -- in addition to Rick Wright's eerie organ work, dissonance, chromaticism, weird noises, and vocal sound effects are all employed at various instances, giving the impression of chaos and confusion lurking beneath the bright surface. The Piper at the Gates of Dawn successfully captures both sides of psychedelic experimentation -- the pleasures of expanding one's mind and perception, and an underlying threat of mental disorder and even lunacy; this duality makes Piper all the more compelling in light of Barrett's subsequent breakdown, and ranks it as one of the best psychedelic albums of all time. © Steve Huey /TiVo
Ab
CD25,99 Fr.

Rock - Erschienen am 26. Februar 1996 | Pink Floyd Records

Auszeichnungen Stereophile: Record To Die For
Ab
HI-RES31,99 Fr.
CD27,99 Fr.

Rock - Erschienen am 22. November 1988 | Parlophone UK

Hi-Res
Als Ende der 80er Jahre so einige, die zehn oder sogar fünfzehn Jahre zuvor am Höhepunkt ihres Schaffens angelangt waren, reihenweise das Zeitliche segneten, kam es gleichzeitig zur Wiederauferstehung von Pink Floyd. Die Gruppe hatet zu diesem Zeitpunkt schon zwei Leben hinter sich, eines mit und eines ohne Syd Barrett. Als Roger Waters 1985 aussteigt, setzt er alles daran, damit seine früheren Mitglieder nicht den Namen der Gruppe für ihre zukünftigen Projekte übernehmen. Nach endlosen gerichtlichen Auseinandersetzungen erlangten Gilmour, Mason und Wright das Recht, unter dem Namen Pink Floyd weiterzumachen. A Momentary Lapse of Reason, das erste Album aus der Zeit nach Waters, erscheint 1987. Daraufhin veranstalten sie eine Mega-Tournee und im darauffolgenden Jahr veröffentlichen sie dann das Live-Album Delicate Sound of Thunder. Es ist das Einzige seiner Art, seit ihres Bestehens und zwar aus mehreren Gründen. Erstens, weil es sich um das erste wirklich offizielle Live-Album von Floyd handelt (auch wenn das 1969 erschienene Ummagumma aus zwei Platten, einem Live- und einem Studioalbum bestanden hatte). Zweitens, weil es zu jener Zeit in zweierlei Hinsicht einen wahren Erfolg einbrachte, nämlich dank der beiden Formate, Audio und Video. Das war ein zusätzlicher Beweis dafür, dass die Gruppe seit langem wahrgenommen hatte, welch vorrangige Rolle Bilder spielen, wenn sie die Musik begleiten (das beste Beispiel dafür ist der 16 Jahre zuvor angelaufene Film Live at Pompeii). Letztendlich ist es das erste im Weltraum gespielte Album, weil die sowjetischen Kosmonauten es an Bord der Rakete Sojus TM-7 mit auf ihre Reise zur Weltraumstation Mir genommen hatten. Der neu bearbeitete und vor allem vervollständigte Remix läutet für dieses umstrittene Live-Album in eine neue Ära ein.Inzwischen ist Delicate Sound of Thunder bereits zum Standardwerk in Bezug auf (mehr als?) perfekte Tonaufnahme und Mix geworden und dank des Remixes in Hi-Res genießt man es nun dermaßen, dass man den Eindruck hat, direkt bei der Einspielung mitten im mobilen Studio zu sitzen. Es ist eine einmalige sinnübergreifende Erfahrung, auch wenn damit die psychedelischen Einflüsse der Band unter den Tisch gekehrt werden. Denn die damalige Gruppe Floyd war Gilmours Projekt geworden, der den Großteil der Show A Momentary Lapse of Reason widmen wollte, um dann auf ein mehr als selektives Best-of umzuschwenken, bei dem es hauptsächlich um Dark Side of the Moon und The Wall ging. Trotz dieser Entscheidung, die einigen Fans der ersten Stunde missfällt, geht die Reise los, und zwar u.a. dank Klassikern wie Shine On You Crazy Diamond, One of These Days oder auch Wish You Were Here. 1988 muss die Gruppe wegen verschiedener Tonträger gewisse Songs von der Liste streichen, eher aus Platzmangel denn aufgrund künstlerischer Überlegungen. Die Remix-Version holt die vergessenen Stücke wieder hervor, um uns ein nunmehr komplettes Konzert zu liefern, denn es sind jetzt sieben zusätzliche Songs und Gitarrensoli enthalten, die auf der ersten Version verkürzt waren und nun wieder in ihrer vollen Länge zu hören sind. Das bringt der denkwürdigen Aufführung neue Würze, noch dazu in Zusammenhang mit dem anderen Live-Album, Pulse, das 1995 zum ersten Mal auf den Markt gekommen war, enormen Erfolg feierte und bestätigte, dass ein Pink Floyd-Konzert in jeder Hinsicht eine besondere Erfahrung für alle Sinne verspricht. © Chief Brody/Qobuz
Ab
HI-RES65,99 Fr.
CD57,99 Fr.

Rock - Erschienen am 13. Dezember 2019 | Rhino - Parlophone

Hi-Res
Wer hätte damit gerechnet! Nach der Kompilation The Later Years: 1987-2019 kommt nun der Rest der tatsächlich riesigen Box daher, die den Jahren mit David Gilmour nach Roger Waters Ausstieg gewidmet ist. Erinnern wir uns doch nur daran, dass The Later Years auf die Retrospektive über die Anfangsjahre (1967-1972) der britischen Gruppe folgt, die im Jahre 2016 auf den Markt gekommen war. Dieser Remix ist Gilmour und Andy Jackson zu verdanken, und er enthält somit die Gesamtausgabe von A Momentary Lapse of Reason (1987), Floyds erstem Studioalbum ohne Waters, sowie des Doppel-Live-Albums Delicate Sound of Thunder (1988). Zu guter Letzt bietet das vierte Album vor allem fünf Live-Mitschnitte, zu denen drei brillante Interpretationen aus Pink Floyds Anfängen gehören: One of These Days aus Meddle (1971) in Hannover im Jahre 1994, das psychedelische, von Syd Barrett komponierte Astronomy Domine für The Piper at the Gate of Dawn (1967), das im gleichen Jahr in Miami aufgeführt wurde, sowie das 1987 in Atlanta präsentierte Run Like Hell aus The Wall (1979). Außerdem gibt es sieben unveröffentlichte Tracks aus dem Jahr 1994, also aus der Zeit von Division Bell. Großartig! © Charlotte Saintoin/Qobuz
Ab
HI-RES21,49 Fr.
CD18,49 Fr.

Rock - Erschienen am 30. April 2021 | Rhino - Parlophone

Hi-Res
Da gibt es diese riesigen Live-Events, an die man sich dank bestimmter Vertriebsmöglichkeiten noch lange erinnert. Das Knebworth-Konzert war ein solcher Fall, das perfekt eine Epoche widerspiegelt, in der das Fernsehen (insbesondere der Sender MTV) die ohne Sicherheitsnetz mitgeschnittenen Aufführungen direkt ausstrahlte und diejenigen, die sich nicht vor Ort begeben konnten, hatten ihre wahre Freude daran. Das war auch eine Zeit, aus der die Fans lange noch Videokassetten archivierten, bis dann die stabileren Digitalversionen wie DVD auftauchten, und später dann das Web und die Streamingangebote, um diese großen Ereignisse in Ton und (teilweise) Bild zurückzuholen. Gerade die Floyd-Anhänger gaben sich lange mit der Kompilation zufrieden, in der ein paar Titel der Band enthalten waren, die an jenem Tag neben Genesis, Robert Plant, Eric Clapton, Tears for Fears, Mark Knopfler und anderen die Wohltätigkeitsorganisation Nordoff Robbins unterstützte. Letzten Endes schafften es nur zwei Songs in die engere Wahl, Comfortably Numb und Run Like Hell. Eine magere Ausbeute. Es mussten dann fast dreißig Jahre vergehen, bis die gesamte Aufführung dank der Box The Later Years 1987-2019 inklusive Audioversionen sowie restaurierter und geremasterter HD-Videoaufnahmen wieder offiziell zum Vorschein kam. Genauso wie Delicate Sound of Thunder, das es nur in der überarbeiteten Version in diese Box geschafft hatte und dann ein Jahr später als Single erschien, kommt jetzt auch Live at Knebworth 1990 aus der Sammleredition, sodass es nun sein eigenes Leben außerhalb von Sammlerkreisen führt und einem breiteren Publikum bekannt wird. Denken wir doch zurück an die 1990er, als man einige Nummern zu große Anzüge mit Schulterpolstern trägt, das Saxofon ein gutes Jahrzehnt lang schon die Mainstream-Musik beherrscht und Pink Floyd gemütlich in der, man könnte fast sagen, Gilmour-Ära dahinwandeln. Die Band hat gerade eine fast zweijährige Tournee hinter sich, bei der sie zwischen September 1987 und Juli 1989 auf der Bühne ihren A Momentary Lapse of Reason zum Besten gab. Ausnahmsweise tun sie einmal mehr etwas für einen guten Zweck, als sie sich bereit erklären, am 30. Juni 1990 in Knebworth aufzutreten, wo sie sich seit ihrem letzten Aufenthalt im Jahre 1975 nicht mehr hatten blicken lassen. Pink Floyd haben sich verändert, das treue Publikum aber ist noch größer geworden als damals. Für die Band ist es eine Gelegenheit, auf der Bühne sieben Stücke zu spielen. Es handelt sich um auserlesene Songs aus nur vier ihrer Alben: Dark Side of the Moon, Wish You Were Here, The Wall und A Momentary Lapse of Reason. Da gibt es nichts Psychedelisches von damals und keine großen hypnotisierenden Geistesblitze mehr, denn Floyd Version 1990 bedeutet in erster Linie eine Bühnenmaschinerie, an der man sich nicht sattsehen kann. Aber es funktioniert. Mit dem göttlichen Gitarren-Sound eines Gilmour in der Solopassage des Comfortably Numb kann es nämlich keiner aufnehmen. Und weil Wish You Were Here in alle Ewigkeit so hinreißend schön ist und uns die Geschichte mit Syd Barrett vor Augen führt. Die noch ganz junge, kaum 21-jährige, von Prince und Dave Stewart entdeckte Candy Dulfer spielt die Saxofonpassagen in Shine On You Crazy Diamond und Money so, als ob sie das immer schon gemacht hätte. Besonders gut werden wir uns vor allem an diesen unglaublichen Moment erinnern, wenn Clare Torry, die ursprünglich The Great Gig In The Sky gesungen hatte, nochmals auf die Bühne kommt, um den Song ein einziges Mal live zu singen, sieht man von einer Aufführung im Jahr 1973 ab. Ein historischer Augenblick. Letzen Endes war es die Mühe wert, ein paar Jahrzehnte zu warten, um ein dem Ereignis entsprechendes Konzert im Hi-Res-Sound neu zu entdecken. Einfach nur, um sich daran zu erinnern. © Chief Brody/Qobuz
Ab
HI-RES24,99 Fr.
CD21,49 Fr.

Rock - Erschienen am 7. November 2014 | Parlophone UK

Hi-Res Booklet
"Musizieren ist für mich wie meditieren. Ich spiele einfach drauf los und denke nicht wirklich darüber nach, was ich da gerade tue. Ich lasse es einfach passieren." So geradlinig wie unprätentiös beschrieb Pink Floyd-Keyboarder Rick Wright einst seine musikalische Philosophie. Sechs Jahre nach seinem Tod und ganze 20 Jahre nach "The Division Bell" kehrt die Legende Pink Floyd nun mit "The Endless River" noch einmal zurück, um dem alten Gefährten jenen ebenso verdienten wie überfälligen Tribut zu zollen, der Wright zu Lebzeiten im Schatten von Gilmour/Waters/Barrett meist versagt blieb. Daneben stellt Studioalbum Nr. 15 den Schwanengesang eines gigantischen Lebenswerks dar. Pink Floyd hatten in 50 Jahren Bandgeschichte zahllose Phasen. Es gab unter anderem die erst mit Pop (Syd Barrett), dann mit Blues (Gilmour) unterfütterte experimentelle Psychedelik der ganz frühen Jahre. Danach die symbolistischen - zwischen direkt und entrückt pendelnden - Großtaten der "Dark Side Of The Moon"/"Wish you Were Here"-Ära. Und die zerquälte Zeit der Dunkelheit, deren Höhepunkt "The Wall" als echtes Herz ihrer Finsternis verkörpert, bevor die Post-Waters-Platten "Momentary Lapse Of reason"/"Division Bell" den Floyd-Zug in Richtung gehoben-edlen Radiorock schoben. Natürlich ist dem übrig gebliebenen Duo Mason/Gilmour klar, dass man Dynamit und Rad kein zweites Mal erfinden wird. Das wäre auch eine verfehlte Erwartungshaltung an zwei 70 jährige Legenden. Es geht mithin eher darum, mit "The Endless River" ein würdiges letztes Kapitel zu schreiben, mit dem man das Buch Pink Floyd lächelnd schließen kann. Insofern ist diese Scheibe vor allem ein milder Epilog ihrer musikhistorischen Errungenschaften, ein Nachhall der hungrigen Kreativität und floydschen Innovation, deren Zeitlosigkeit immer Gegenwart bleiben wird. Halb Fortsetzung, halb Selbstzitat, dabei immer ein farbenprächtiges Kaleidoskop mit einer Spannweite von 45 Jahren. Der älteste Track - "Autumn '68" - geht tatsächlich auf Material aus selbigem Hippie-Herbst zurück und darf getrost als den Kreis schließendes Gegenstück zum großartigen Wright/Waters-Song "Summer '68" ("Atom Heart Mother", 1970) verstanden werden. Eine psychedelische Messe erster Kajüte! Auch ohne den streitbaren Roger Waters sind alle unveränderlichen Kennzeichen und absolute Erkennbarkeit hier in jeder Sekunde vorhanden. Seine Abwesenheit hat jedoch nichts mit vergangenem Zwist zu tun. Große Teile der neuen Platte speisen sich aus weiter entwickelter Musik, deren Grundzüge aus den 93/94er "Division Bell"-Sessions stammen. Sogar der Albumtitel entlehnt sich einer Zeile aus "High Hopes". Ursprünglich geplant als elegisches Extra-Album namens "The Big Spliff", das jedoch nie erschien. Zu diesem Zeitpunkt war RW längst nicht mehr Teil der Band. Der Einfluss Wrights hingegen schimmert an allen Ecken und Enden durch, egal ob an Keyboard, Piano oder Orgel. Wer die von ihm maßgebend geprägten "Shine On You Crazy Diamond" ("Wish You Were Here", 1975) oder "Us And Them"/"The Great Gig In Th Sky" (Beide von "Dark Side Of The Moon", 1973) liebt, wird die zusammen gehörenden ersten drei Songs ("Things Left Unsaid", "It's What We Do", "Ebb And Flow") sicherlich als gelungene Fortsetzung dieser Periode genießen. Auf dem rockigeren "Sum" hingegen duelliert sich einmal mehr Gilmours Vorliebe zum Blues mit Wrights durch Jazz und Klassik geprägten Stil. Der Tastenmann war dem simplen Bluesschema eher abgeneigt und favorisierte komplexere Strukturen voller Harmoniewechsel. Diesem Teil der Natur Wrights erweist Nick Mason auf dem folgenden "Skins" gekonnt die Ehre und bietet ein kurzes, gleichwohl prägnantes Drumsolo. Die Ergänzung all dieser Ansätze, die ebenso unterschiedlich sind wie die Persönlichkeiten Pink Floyds, macht einmal mehr jene atmosphärische Wärme aus, die von zahllosen Epigonen zwar oft plagiiert indes nie erreicht wurde. So fügen sich die recht skizzenhaften Versatzstücke von "The Lost Art of Conversation" bis "Night Light" zu einer nachtblauen Suite, deren samtiger Schimmer keinen einzigen Sonnenstrahl braucht, um zu glänzen. Das nachfolgende "Allons-y (1)" galoppiert zum Kontrast wieder einmal durch die Hölle wie anno 1979 ("Run Like Hell"). Die Liste edler Gäste ist nicht minder beeindruckend. Als Producer mischt unter anderem der vielseitige Martin 'Youth' Glover mit, der seine ohnehin einmalige Bandbreite - von Alien Sex Fiend über Paul Mccartney bis hin zu Peter Murphy - noch einmal erweitert. Am Bass zupft zwischendurch Bob Ezrin, der bereits "The Wall" und die größten Momente von Floyd-Kumpel Alice Cooper produzierte. Und für "Talkin Hawkin'" borgen sie sich kurzerhand die Stimme Stephen Hawkings aus, dessen schroffe Robo-Voice ein ideales Kontrastmittel zur opulenten Wall of Sound bildet. Zum Grande Finale gibt es dann den einzigen Vocaltrack, gesungen von David Gilmour. Die Lyrics zu "Louder Than Words" stammen von seiner Frau, der britischen Autorin Polly Samson. Ein letztes Mal ertönt Wrights wundervolles Piano, dessen Spiel er sich als Kind selbst beibrachte. Die Zeilen runden das Vermächtnis dieser großen Band treffend ab, wenn Gilmours stets leicht heisere Charakterstimme Pink Floyds Kunst als weit bedeutender als die ewigen Streitigkeiten untereinander besingt. Nach dem Verebben des letzten Tons dieses leider gar nicht so endlosen Flusses bleibt der Hörer mit einer Träne im Knopfloch zurück. Das also soll es nun gewesen sein? Der wirklich endgültige "Final Cut"? Doch ein würdiger Abschiedsgruß ist es allemal! So kramt man die alten Floyd-Scheiben heraus und hört endlich mal wieder Perlen wie "The Nile Song" oder "Echoes". "Louder than words, the way it unfurls!" © Laut
Ab
CD21,49 Fr.

Rock - Erschienen am 5. November 1971 | Pink Floyd Records

Ab
CD24,49 Fr.

Rock - Erschienen am 29. Mai 1995 | Pink Floyd Records

Ab
CD21,49 Fr.

Rock - Erschienen am 23. Januar 1977 | Pink Floyd Records

With pigs, dogs and sheep, Pink Floyd’s Animals is a nod towards George Orwell’s classic Animal Farm. Of course, both works are only about one species in the end: Homosapiens. Released in January 1977, the album puts society under the microscope and dissects the ugliness and brutality of human nature. The record came at a time of huge social unrest in England: class tensions were on the rise, unemployment was skyrocketing and racial divide had hit a high-water mark. Anger was in the air and it bled into every corner of Animals. Lyrically speaking, this record holds some of the most unyielding, sardonic and iconoclastic poetry that Waters has ever penned. On the 17-minute epic Dogs we are introduced to the predatory businessmen - the cut-throat corporate stooges who will flash you an easy smile and then stab you in the back. Amid dog barks and relentless guitar strums, David Gilmour unleashes some of the finest solos of his career. They’re bluesy, progressive and brilliantly harrowing. Next up is Pigs (Three Different Ones) which details the ruthless, totalitarian leaders who perpetuate injustice and oppression while maintaining a grip on power. Once again, the instrumentals are dark with dystopian synths, driving bass lines and menacing pig snorts played on a talk box. The lyrics describe three swinish leaders. One of the ‘pigs’ is the morality watchdog Mary Whitehouse while the “f***ed up old hag” who “radiates cold shards of broken glass” alludes to Margaret Thatcher (the leader of the opposition at the time and a target in other Pink Floyd songs). Down at the bottom of the pecking order are the meek, mindless and unquestioning herds of Sheep. Opening with an understated doodle from Richard Wright on the keys, Waters’ stretched-out vocals crossfade into synths, giving the song that warped, hallucinatory feel that the Floyd do so well. Sheep contains a revised version of Psalm 23, continuing the traditional “The Lord is my shepherd” with classic Pink Floyd cynicism: “he maketh me to hang on hooks in high places and converteth me to lamb cutlets”. The album is book-ended by two glimmers of hope in an otherwise bleak world, marking the band’s first love songs. Originally composed as a single track and later split in two, the message on Pigs On The Wing is clear: love thy neighbour, care for each other, because that’s what makes life worth living amid all the bulls**t. An album – and message - that’s just as relevant today as it was in the 70s. © Abi Church/Qobuz
Ab
CD21,49 Fr.

Rock - Erschienen am 21. März 1983 | Pink Floyd Records

The Final Cut extends the autobiography of The Wall, concentrating on Roger Waters' pain when his father died in World War II. Waters spins this off into a treatise on the futility of war, concentrating on the Falkland Islands, setting his blistering condemnations and scathing anger to impossibly subdued music that demands full attention. This is more like a novel than a record, requiring total concentration since shifts in dynamics, orchestration, and instrumentation are used as effect. This means that while this has the texture of classic Pink Floyd, somewhere between the brooding sections of The Wall and the monolithic menace of Animals, there are no songs or hooks to make these radio favorites. The even bent of the arrangements, where the music is used as texture, not music, means that The Final Cut purposely alienates all but the dedicated listener. Several of those listeners maintain that this is among Pink Floyd's finest efforts, and it certainly is an achievement of some kind -- there's not only no other Floyd album quite like it, it has no close comparisons to anybody else's work (apart from Waters' own The Pros and Cons of Hitch Hiking, yet that had a stronger musical core). That doesn't make this easier to embrace, of course, and it's damn near impenetrable in many respects, but with its anger, emphasis on lyrics, and sonic textures, it's clear that it's the album that Waters intended it to be. And it's equally clear that Pink Floyd couldn't have continued in this direction -- Waters had no interest in a group setting anymore, as this record, which is hardly a Floyd album in many respects, illustrates. Distinctive, to be sure, but not easy to love and, depending on your view, not even that easy to admire. © Stephen Thomas Erlewine /TiVo
Ab
CD21,49 Fr.

Rock - Erschienen am 8. September 1987 | Pink Floyd Records

Nachdem Sänger, Bassist und Haupt-Songwriter Roger Waters 1985 aus Pink Floyd ausgestiegen war, übernahm Gitarrist David Gilmour das Ruder: Das 1987 erschienene 13. Studioalbum A Momentary Lapse of Reason ist eher ein Gilmour-Soloalbum als eine Bandplatte. Zusammen mit Floyd-Drummer Nick Mason und Produzent Bob Ezrin (Keyboarder Richard Wright stieß für die anschließende Tour dazu) nahm er eine Reihe von progressiven Songs auf, die teils instrumental gehalten sind und sogar in den Ambient- und New-Age-Bereich gehen. Für den opulenten Pink-Floyd-Sound wurden zahlreiche namhafte Gäste angeheuert, darunter King-Crimson-Bassist Tony Levin, Fusion-Saxophonist Tom Scott, Vanilla-Fudge-Drummer Carmine Appice und Supertramp-Saxophonist John Helliwell. © TiVo
Ab
HI-RES29,99 Fr.
CD25,99 Fr.

Rock - Erschienen am 29. November 2019 | Pink Floyd Music

Hi-Res
After returning to their Early Years (1965-1972), the Floyd turns their attention towards the Gilmour years, open after Roger Waters’ departure. The enormous 16-disc box set has been refined down to this digital version. However, The Later Years 1987-2019 is worth its weight in gold, as over the course of twelve tracks it selects the best of the best of studio and live recordings, remixed by David Gilmour and Andy Jackson, and they remain outstanding to this day. Included is the performance from Knebworth 1990, a charity concert which also featured Paul McCartney, Robert Plant & Jimmy Page, Dire Straits, Genesis, Eric Clapton and Tears For Fears, and which punctuated Pink Floyd’s tour of A Momentary Lapse of Reason (1987), the band’s first release without Waters and whose opening consists of the eleven minutes of Shine on You Crazy Diamond. Furthermore, One Slip from the live album Delicate Sound of Thunder (1988) has been improved by new recordings on the drums by Nick Mason and on the keyboard by Wright. From Division Bell (1994) there is an instrumental version of Marooned Jam, Lost for Words and a demo of High Hopes. A real must have. © Charlotte Saintoin/Qobuz
Ab
CD24,49 Fr.

Rock - Erschienen am 12. November 2001 | Pink Floyd Records

Mit "Echoes" treten nun auch Pink Floyd in den erlauchten Kreis der Musiker ein, die eine Best-Of veröffentlicht haben. Nach guten 33 Jahren kann man es ihnen jedoch gönnen, zumal sich das Album merklich von den meisten Artgenossen seines Genres absetzt. Angefangen beim Booklet, das sowohl gestalterisch als auch inhaltlich (mit Lyrics, Erscheinungsjahr und Originalalbum jedes Liedes) gelungen ist. Die Band wird zwar peinlicherweise als David Gilmour, Nick Mason, Roger Waters und Richard Wright angegeben, Syd Barrett nur ins Kleingedruckte verbannt; dem Einfluss des genialen Bandgründers, der nach dem zweiten Album Gilmour Platz machen musste, wird das Album dennoch gerecht, denn der Eröffnungstrack "Astronomy Domine" sowie fünf weitere Stücke stammen aus seiner Feder. Am gelungensten ist die Aufreihung der Lieder. Die berühmtesten wie "Another Brick In The Wall Part II" ("We don't need no education"), "Money", "Time," "Us and Them" oder "Wish You Were Here" sind alle dabei, jedoch gemischt mit Material, dass weniger bekannt ist. So findet der Fan das erste discographische Zeugnis von Pink Floyd, die Single "See Emily Play"/"Arnold Layne" oder Auszüge aus "Momentary Lapse Of Reason" und "The Division Bell," den vorerst letzten zwei Studioalben. Nahtlos ineinander übergehend erzeugen die Stücke ein Gefühl der Einheit, das auch ein neues Licht auf die Produktion der Band wirft. Nur ein Beispiel: Auf "Echoes" (1971) folgen "Hey You" (1979), "Marooned" (1994), "The Great Gig In The Sky" (1973) und "Set The Controls For The Heart Of The Sun" (1968) - Beispiele aus fünf verschiedenen Schaffensperioden, die trotz ihrer Unterschiedlichkeit homogen wirken. Mit Ausnahme der Debutsingle und des eher unnötigen "Set The Tigers Free," das bislang nur auf dem Soundtrack zu "The Wall" zu hören war, besteht das Album aus den schon bekannten Studioversionen. Das ist nur auf den ersten Blick enttäuschend, denn die manische Suche nach Perfektion ist ein wesentlicher Bestandteil des Sounds, der digital überarbeitet teilweise noch bombastischer wirkt als bei der Erstveröffentlichung. Selbst wenn der Begriff "Best Of" einen schalen Eindruck hinterlässt: "Echoes" ist ein Album, dass nicht nur für Pink Floyd-Neulinge von Interesse ist. © Laut
Ab
CD29,49 Fr.

Rock - Erschienen am 25. Oktober 1969 | Pink Floyd Records

Oktober 1969 – mühselige Monate liegen hinter Roger Waters, David Gilmour, Richard Wright und Nick Mason. Während der Arbeiten an ihrer zweiten Langspielplatte "A Saucerful Of Secrets" trennen sich Pink Floyd vom Fronter Syd Barrett. Ausufernde Drogenprobleme, drohender Realitätsverlust, Ausfälle vor Konzerten – ein Balanceakt, dem seine Mitstreiter nicht länger standhalten können. Ohne den einstigen Vordenker ist zunächst jedoch unklar, welchen Pfad die blutjunge Psychedelic-Rock-Truppe nun einschreiten soll. Denn komplexe Meilensteine wie "The Dark Side Of The Moon" und "Wish You Were Here" liegen in ferner Zukunft, die ausschweifenden Waters/Gilmour-Machtkämpfe späterer Jahrzehnte ebenso. Statt musikalisch an "The Piper At The Gates Of Dawn" und "A Saucerful Of Secrets" anzuknüpfen, lässt sich das Quartett zunächst treiben. Dem fragmentarischen (und bisweilen Hard-Rock-lastigen) Soundtrack-Album "More" soll dann mit "Ummagumma" der letzte Kraftakt vor dem musikalischen Befreiungsschlag der 70er Jahre folgen. Eine Platte, die bis heute als maßgebliches Referenzwerk der frühen Pink Floyd gilt. Juni 2016 – mühselige Monate liegen hinter James Guthrie. Nachdem Pink Floyd den britischen Toningenieur 1978 im zarten Alter von 24 Jahren zu den Aufnahmen des Jahrhundertalbums "The Wall" ins Studio zitieren, weicht er der Band fortan nicht mehr von der Seite. Nach dem überraschenden Nachwehen "The Endless River" im Jahr 2014 ist es dann an Guthrie, die Zeiger erneut auf null zu drehen. Gemeinsam mit seinem Assistenten Joel Plante und dem Analog-Experten Bernie Grundman, der bereits für Jacko und Prince an den Reglern saß, widmet er sich einem ausführlichen Remastering der ersten vier Floyd-Platten – ein farbenfrohes Quartett, in dem "Ummagumma" eine Sonderstellung einnimmt. Der Kultfaktor des 1969 erschienen Doppel-Vinyls ist bis heute unbestritten, die musikalische Ambivalenz der beiden Albumhälften allerdings auch. Digitale Remasters erfuhren beide zur Genüge, alleine an der avantgardistische Studioseite wurde zuletzt im Jahre 2011 im Rahmen der "Why Pink Floyd ...?"-Kampagne herumgedoktert. Als Herzstück des Releases gilt aber seit jeher die Liveaufnahme der ersten Hälfte, die die bis dahin ausdrucksstärksten vier Floyd-Songs versammelt. Ausufernde Longtracks wie "Careful With That Axe, Eugene" und "A Saucerful Of Secrets" umfließen so ziemlich jedes experimentelle Rock-Subgenre der späten 1960er – und stehen damit exemplarisch für die frühe Floyd-Magie. Dabei hatte die Gruppe damals noch nicht einmal Synthesizer wie den später innig geliebten VSC-3 mit ins Flightcase gepackt. Stattdessen erarbeiten insbesondere Gilmour und Wright Sounds, an deren Eigenständigkeit sich manch zeitgenössische Post-Rock-Band bis heute die Zähne ausbeißt. Ein analoges Binson-Echorec-Delay auf Gitarre und Farfisa-Orgel hat eben schon etwas für sich. Das aktuelle Tape-Remaster entlockt "Ummagumma" dabei wahre Space-Rock-Momente – eingespielt zu einer Zeit, als Hawkwind noch nicht einmal ihren Proberaumvertrag unterschrieben hatten. Wie es klingt, wenn vertontes Freischwimmen sich als künstlerisches Mittel zum Zweck entpuppt, beweist der führerlose Vierer dann in der zweiten Hälfte. Jedem Bandmitglied wird eine halbe LP-Seite eingeräumt, um sich musikalisch auszuleben – und zwar im Alleingang. Konzept und Material finden teils schon auf der "The Man And The Journey"-Tournee im selben Jahr Anwendung. Und bieten leichtes Spiel für Gilmour, der als Multiinstrumentalist mit "The Narrow Way" Anschluss an den gewohnten Psychedelic-Rock-Sound sucht. Gelegen kommt die Vorgehensweise auch dem noch nicht megalomanisch anmutenden Vordenker Waters, der sich mit "Several Species Of Small Furry Animals Gathered Together In A Cave And Grooving With A Pict" animalischen Soundcollagen hingibt. Schwierig hat es hingegen Drummer Nick Mason, dessen Flöten-Percussion-Rausschmeißer "The Grand Vizier's Garden Party" den Gesamteindruck eines Hördurchlaufs doch etwas schmälert. Gerade Keyboarder Rick Wright zeigt sich Jahre nach Release ohnehin nicht mehr zufrieden mit der schwülstigen zweiten Albumhälfte. Tatsächlich legen Masons und seine erschreckend freien Improvisationen – die expressionistischen, zwischen Freigeist und Atonalität schwankenden Klavierwalzen auf "Sysyphus" – aber zugleich einen wichtigen Grundstein für den Progressive Rock der 70er Jahre – gemeinsam mit dem zwei Wochen zuvor alle Ketten sprengenden King Crimson-Debüt (vgl. "Moonchild"). "Ummagumma" ist die Essenz des Alten und die Orientierungslosigkeit des Neuen. "Ummagumma" ist Umbruch. Denn wahres Neuland betreten Pink Floyd dann erst mit Beginn des neuen Jahrzehnts, das sie mit einer weiteren Reihe richtungsweisender Tonträger wie "Atom Heart Mother" und "Meddle" einleiten. Alben, derer sich Guthrie und Co. mit der nächsten Remastering-Welle annehmen werden. Die Vinyl-Re-Releases zu "Ummagumma", "The Piper At The Gates Of Dawn", "A Saucerful Of Secrets" und "More" erscheinen – im Gegensatz zu einigen älteren Auflagen – mit Hochglanz-Artwork, letztere zudem als Gatefold-Cover. Das 180-Gramm-Vinyl kommt in schlichten schwarzen Sleeves. Alle Alben erscheinen erstmals unter dem Banner Pink Floyd Records, die Labels schmücken jedoch nach wie vor die Logos von Columbia und Harvest Records. © Laut
Ab
HI-RES31,99 Fr.
CD27,99 Fr.

Rock - Erschienen am 11. November 2016 | Pink Floyd Records

Hi-Res
Mit The Early Years 1965-1972 haben die Mitglieder von Pink Floyd in ihrem Archiv gegraben und die Anfänge ihrer Karriere erforscht, um eine CD-Kollektion von 27 Platten anzubieten mit 7 CDs, die noch unveröffentlichtes Material einschließen. Bestehend aus 27 CDs, liefert uns The Early Years 1967-72 Cre/ation die Titel aus der Blütezeit der Band. TV-Aufnahmen, BBC Sessions, unveröffentlichte Titel wie alternative Aufnahmen bieten dem Sammler die Möglichkeit, die Entwicklung der Band in ihrer Rolle der kulturellen Revolution ihrer Zeit zu entdecken. Von ihren ersten Einspielungen, ihren ersten Studio Sessions bis zur letzten Veröffentlichung The Dark Side Of The Moon. Von Psycho-Pop bis Progressive Rock schreiben hier Syd Barrett (vertreten von David Gilmour), Roger Waters, Richard Wright und Nick Mason die ersten Kapitel eines Werks, das die populäre Musikgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts revolutionierte. CM/Qobuz

Der Interpret

Pink Floyd im Magazin