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Die Alben

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Klassik - Erschienen am 27. März 2020 | La Dolce Volta

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica
In seiner französischen Heimat ist Philippe Cassard seit den 80er-Jahren ein bekannter und hochgeschätzter Musiker. Der heute 58-Jährige, der in Paris, Wien und Genf studierte, machte sich nicht nur durch seine Klavierauftritte als Solist und Kammermusiker – etwa als Partner von Natalie Dessay – einen Namen, sondern auch als Moderator einer langlebigen und beliebten Sendereihe von Radio France. Schwerpunkt seiner Konzertprogramme sind die Klavierwerke von Debussy und Schubert. Schon vor 25 Jahren erschien auf CD eine Debussy-Gesamtaufnahme, und als vierten Band seiner langjährigen Schubert-Beschäftigung hat La Dolce Volta jetzt eine Einspielung mit dessen „Première Grande Sonate“ op. 42 aus dem Jahre 1825 und der ein paar Monate später entstandenen „Gasteiner“ Sonate herausgebracht – ein Kontrastpaar, das Cassard hier durch drei kleine Walzer durchaus apart verknüpft hat. „L’hiver avant l’été“ – „Erst der Winter, dann der Sommer“ betitelte der Pianist seinen begleitenden Textbeitrag, der dem Hörer die Eigenart der beiden Sonaten auf gallisch-originelle Weise verbal näherbringt. In Tönen tut er dies dann mit Interpretationen, die nicht den geringsten Wunsch offenlassen. Pianistisch klingt Philippe Cassards Spiel perfekt beherrscht und fabelhaft ausgeglichen, musikalisch charakterisiert er die Motive und Themen, die Sätze und jede der Sonaten ebenso entschieden wie unaufdringlich, ohne sich dabei je mit eigenwilligen Formulierungen hervortun zu wollen. Dies kommt vor allem der „sommerlichen“ D-Dur-Sonate zugute, deren Finale sonst ja oft etwas weanerisch naiv wirkt. In summa: Eine wertvolle Katalogergänzung, die das aktuelle interpretatorische Schubert-Spektrum erweitert. © Harden, Ingo / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 20. März 2020 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - 4F de Télérama - Choc de Classica
„Schubert überlagert Beethovens Leistungen im Liedbereich bis heute“, sagt Bassbariton Matthias Goerne. Und tatsächlich: So viel Beethoven oder BTHVN einem auch entgegenschlägt in all den Ankündigungen, die Corona-bedingt nicht alle Tat haben werden können, das Lied taucht allenfalls als Randelement im Huldigungsreigen auf. Und das, obwohl der Meister der bis zum Anschlag gehaltvoll gefüllten formalen Entwicklung sich hier mitunter als charmanter und emotional unmittelbarer Melodiker zu erkennen gibt. Goerne hat neben den zwei kleinen Zyklen der sechs Lieder auf Texte von Christian Fürchtegott Gellert und „An die ferne Geliebte“ eine repräsentative Auswahl getroffen – ohne Schmankerl wie „Der Kuss“ und „Ich liebe dich“, aber mit „Adelaide“, „Das Liedchen von der Ruhe“, „Resignation“, „Maigesang“, „Wonne der Wehmut“ und den beiden Fassungen von „An die Hoffnung“. Die Gellert-Lieder, die oft steif und statisch wirken, gewinnen schon im Vorspiel eine emotionale Tiefe, die aufhorchen lässt. Hinzu kommt, dass Goerne nicht jeweils nur die erste Strophe der vier nicht durchkomponierten Lieder singt, sondern alle. Dadurch dehnt sich der Zyklus zeitlich, vor allem aber auch in die Tiefe der Auseinandersetzung mit dem Text. Damit ist der überzeugende Grundton dieser wertvollen Aufnahme gesetzt: Goerne gestaltet Lied für Lied durchdachte Spannungsbögen, singt dynamisch höchst differenziert und behält dabei stets seinen klangreichen Stimmcharakter. Jan Lisiecki, im solistischen Vortrag mitunter noch etwas unentschieden wirkend, erweist sich hier als idealer Liedbegleiter, der wie Goerne die Vortragsangaben ebenso sorgsam wie innig durchdrungen umsetzt. Eine Aufnahme, die Beethoven eindeutig als Romantiker verortet und ihn als Liedkomponisten eindringlich ins Bewusstsein rückt. © Schmitz, Johannes / www.fonoforum.de
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Vokalmusik (weltlich und geistlich) - Erschienen am 20. März 2020 | Alpha

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Choc de Classica
Ausgangspunkt für Barbara Hannigans dritte Aufnahme für Alpha ist ein Werk von Gérard Grisey (1946-98), das ihr besonders am Herzen liegt. Grisey schrieb: „Ich habe die Quatre Chants pour franchir le seuil ("Vier Lieder zum Überschreiten der Schwelle") als eine musikalische Meditation über den Tod in vier Teilen konzipiert: den Tod des Engels, den Tod der Zivilisation, den Tod der Stimme und den Tod der Menschheit. Die ausgewählten Texte gehören vier Zivilisationen an (christlich, ägyptisch, griechisch, mesopotamisch), die ein fragmentarischer Diskurs über die Unvermeidlichkeit des Todes verbindet. Luigi Nono (1924-90) war ein politisch engagierter Komponist. Seine atemberaubende Monodie Djamila Boupacha, ein herzzerreißender Aufschrei für Solosopran, würdigt die Freiheitskämpferin, der von französischen Fallschirmjägern während des Algerienkriegs gefoltert wurde; Picasso porträtierte sie auch in Holzkohle. Barbara Hannigan singt und leitet dieses Werkpaar aus dem 20. Jahrhundert erneut mit ihren Freunden des Ludwig-Orchesters. Sie hat sich dafür entschieden, die beiden Stücke mit einer klassischen Symphonie des Meisters des Genres, Joseph Haydn, zu verbinden, die sich ebenfalls mit dem Thema der Passion beschäftigt. Hannigans Interpretation ist extrem intensiv und sehr persönlich. © Alpha Classics
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Klassik - Erschienen am 13. März 2020 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Choc de Classica
Was steckt denn eigentlich hinter dem „neuen Weg“, den uns der akribische Hammerklavier-pianist Andreas Staier mit seinem neuen Album präsentiert, das im Rahmen der umfassenden Veröffentlichung Beethoven-2020-2027 bei Harmonia Mundi erscheint ? Alle hier angebotenen Werke entstanden zu Beginn des 19. Jahrhunderts und entstammen der Feder eines jungen, stürmischen Komponisten, der sich einerseits bewusst war, wie sehr er geschätzt wurde, aber auch wie anfällig er war, weil er inzwischen auch seine fortschreitende Ertaubung erkannt hatte, die dann zum Drama seines Lebens führen sollte. Schon die ersten Takte der hier vorliegenden rezitativischen Aufnahmen sind mit der lautstark einsetzenden Klaviersonate Nr. 16 in G-Dur ein großer Erfolg. Mit seinem, vom Wiener Instrumentenbauer Mathias Müller um das Jahr 1810 hergestellten und unbeschwert klingenden Hammerflügel scheint Staier uns den Beweis zu liefern, wie sehr dieses zarte Instrument danach strebt, uns das Genie eines innovativen Musikers vor Augen zu führen, der schon in seinen jungen Jahren Grenzen überschreitet. Die drei Klaviersonaten und die zwei Variationsreihen, die hier auf dem Programm stehen, waren alle im Jahre 1802 veröffentlicht worden, zu einer Zeit also, als Beethoven den Wunsch hatte, nach den aufgebrachten revolutionären Zeiten, die in ganz Europa geherrscht hatten, einen dem neuen Jahrhundert entsprechenden „neuen Weg einzuschlagen“. Die Dialektik des Komponisten ist neu, denn er spricht „in der ersten Person“ und sein Ton ist kategorischer als der seiner Vorgänger. Andreas Staier ist wohl einer der besten Fürsprecher, den man sich vorstellen kann, wenn es darum geht, uns einen neuen Zeitgeist in der Musik zu vermitteln, der sich in finsteren Jahren am Horizont abzeichnete (zu Beginn der konfliktuellen, napoleonischen Epoche), als eine klare, eindeutige Sprache mit immer stärker werdender Eigenständigkeit konkurrierte. © François Hudry/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 6. März 2020 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or / Arte - Le Choix de France Musique - Choc de Classica
César Franck (1822-90) ist vor allem den Freunden der Orgelmusik ein Begriff. Und wer sich die Hauptwerke seines eher schmalen Œuvres für Klavier anhört, der bekommt schnell das Gefühl, dass auch diese gewichtigen Werke für die Orgel gedacht sein könnten. Wie eng Francks Klavierwerke mit seinen Orgelwerken verwandt sind, zeigt sich mustergültig in dieser neuen Einspielung. Denn Nikolai Lugansky stellt den beiden wichtigsten Klavierwerken des Komponisten zwei seiner Orgelwerke gegenüber, die Harold Bauer bzw. Lugansky selbst für Klavier transkribiert haben. Besonders offensichtlich ist der formale Zusammenhang der ersten drei Werke auf dieser CD, die alle mit einem Präludium beginnen, an die Musik Bachs anknüpfen, aber der barocken Zweisätzigkeit jeweils drei eng verwobene Sätze gegenüberstellen. An Bach und an Liszt knüpft der zweite Choral an, dessen kontrapunktische Dichte und tiefe Verinnerlichung in Luganskys Transkription wunderbar erhalten bleiben. Luganskys Interpretationen der beiden reinen Klavierwerke können sich mit den von mir bisher favorisierten Aufnahmen von Stephen Hough (hyperion) und Michael Korstick (cpo) messen. Im Vergleich mit Hough wählt Lugansky in der Regel etwas ruhigere Tempi, sodass seine Aufnahmen etwas gewichtiger, manchmal aber auch etwas weniger dramatisch wirken. Die weite Dynamik und der eher dunkle Flügelklang unterstreichen den großen Ernst, mit dem Lugansky die Musik Francks spielt. Eine lohnenswerte CD! © Willmes, Gregor / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 6. März 2020 | Alpha

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Choc de Classica
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Klassik - Erschienen am 21. Februar 2020 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Auszeichnungen Choc de Classica
Auf seinem neuesten Album greift Maurizio Pollini Beethovens letzte drei Sonaten (Op. 109 bis 111) wieder auf, vierzig Jahre nach seiner ersten Einspielung dieser Werke. Der Komponist hat hier die Gattung in sensationelle Höhen geführt. Der italienische Pianist interpretiert seit Januar 1977 (dem Jahr seiner ersten Aufnahme der Sonate Nr. 32, während seine Aufnahme der Sonaten Nr. 30 und 31. von Juni 1975 stammt) diese drei Sonaten bei zahlreichen Gelegenheiten. Dadurch konnte er im Lauf der Jahre den Reichtum ihres Materials und ihrer Struktur bis ins kleinste Detail entdecken. In seinen letzten Sonaten kehrte Beethoven der konventionellen Sonatenform, auf die er seit seinem Opus 27 (Quasi una fantasia, Clair de lune) immer wieder zurückgegriffen hatte, den Rücken und ersetzte sie durch eine atemberaubende Formenvielfalt. So bekommen die Variation (Op. 109, Arietta aus Op. 111) und die Fuge (Op. 110, nach der aus Op. 101) hier eine völlig neue Bedeutung, ebenso wie die sehr freien Passagen, in denen Beethoven sehr persönliche Gefühle auszudrücken scheint. Er löst eine expressive Revolution aus, die später in der Romantik den Vorrang der Subjektivität vor der Struktur ermöglichen wird. Maurizio Pollini – der nicht mehr dieselbe Energie wie vor dreißig Jahren zeigt – verleiht diesen im Konzert aufgenommenen Werken eine Dringlichkeit (op. 109) und einen Sinn für Lyrik (op. 110), die einfach überwältigen. Unter allen in den letzten Jahren erschienenen Aufnahmen von Pollini (Beethoven, Debussy, Chopin) erweist sich dieses Album als das unverzichtbarste. Unbedingt anhören. © Pierre-Yves Lascar/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 21. Februar 2020 | Decca Music Group Ltd.

Hi-Res Auszeichnungen Diapason d'or - 4F de Télérama - Le Choix de France Musique - Choc de Classica
 
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Jazz - Erschienen am 14. Februar 2020 | ECM

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Choc de Classica
Seit einem Vierteljahrhundert  besteht nun schon das unverwüstbare, durchwegs originelle Trio, das Carla Bley mit ihrem Partner, dem Kontrabassisten Steve Swallow und dem Saxofonisten Andy Sheppard aufgestellt hat. Das nun schon x-te, im Mai 2019 in Lugano eingespielte Album, auf dem ihre Freundschaft im Mittelpunkt steht, besteht diesmal aus drei Suiten. Die erste davon, die auch dem Album einen Namen gibt, ist ein etwas stoischer, anfangs melancholischer Blues, der dann voller Hoffnung ausklingt. Die zweite Suite, Beautiful Telephones, inspirierte sich an der Bemerkung eines amerikanischen Präsidenten bei seiner Ankunft im Oval Office im Weißen Haus und erinnert uns daran, dass die Pianistin, die den so eigentümlichen Stil eines Thelonious Monk und Erik Satie übernommen hat, recht sarkastisch sein kann. Copycat dreht sich schließlich um die Interaktionen der Musiker untereinander im Laufe ihrer Improvisationen. Und wie gewohnt ist die Unterhaltung mit den Dreien nie konventionell, wie auch die Improvisationen alles andere als klassisch sind. Ein Genuss, wie immer. © Clotilde Maréchal/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 3. Januar 2020 | Chandos

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Klassik - Erschienen am 6. Dezember 2019 | BIS

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Klassik - Erschienen am 29. November 2019 | La Dolce Volta

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4F de Télérama - Choc de Classica
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Klassik - Erschienen am 15. November 2019 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica
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Klassik - Erschienen am 8. November 2019 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Choc de Classica
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Klassik - Erschienen am 8. November 2019 | Arcana

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason découverte - Choc de Classica
Nach der Wiederentdeckung der Musik von Giovanni Croce, Maestro di cappella di St. Marco in Venedig, führen uns die Ensemble Voces Suaves und Concerto Scirocco“ nach Salzburg und stellen den in Verona geborenen Komponisten Stefano Bernardi, einen Zeitgenossen von Monteverdi, in den Mittelpunkt ihres Albums. Bernardi erreichte den Höhepunkt seiner Karriere in Salzburg, als er zum ersten Kapellmeister der neu errichteten Kathedrale ernannt wurde, eine Position, die er von 1628 bis 1634 innehatte. Mit Merkmalen wie Polychoralität und stile concertanto trug Bernardi wesentlich zur Integration des italienischen Nuovo-Stils in Salzburg bei und kann daher als musikalischer Vorläufer späterer, berühmterer Salzburger Musiker angesehen werden. Die herausragende Bedeutung seiner Musik wird an seinem majestätischen Requiem deutlich, dessen Manuskript im Salzburger Domarchiv noch erhalten ist. Besonders beeindruckend ist die Sequentia, die den Kern des Werkes bildet und mit einem aufwändigen Dies irae beginnt, das auf der berühmten Choralmelodie basiert. Das Requiem sowie eine Reihe von Motetten von Bernardi sind hier zum ersten Mal eingespielt. © Arcana
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Klaviersolo - Erschienen am 1. November 2019 | Deutsche Grammophon

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Klassik - Erschienen am 25. Oktober 2019 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - 4F de Télérama - Le Choix de France Musique - Choc de Classica - 5 Sterne Fono Forum Klassik
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Klassik - Erschienen am 25. Oktober 2019 | Bru Zane

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Klassik - Erschienen am 18. Oktober 2019 | Decca Music Group Ltd.

Hi-Res Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica
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Klassik - Erschienen am 18. Oktober 2019 | Glossa

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica
Das zweite Madrigalbuch von Carlo Gesualdo bildet den Mittelpunkt der neuesten Einspielung der Compagnia del Madrigale, die bereits viele atemberaubende Neuinterpretationen italienischer Madrigale auf Glossa vorgelegt hat. Wahrscheinlich schrieb Gesualdo sein zweites Madrigalbuch zwischen dem doppelten Ehrenmord an seiner ersten Frau und ihrem Liebhaber und seiner Wiederverheiratung. Es zeigt eine ausgefeilte kompositorische Meisterschaft, die ganz im Einklang mit den späteren Büchern steht, aber im Vergleich zu den zerquälten und gewundenen musikalischen und psychologischen Wendungen der letzten Bücher weist es eine ruhigere und sanftere Herangehensweise auf. Dennoch sind die Anforderungen an die Sänger des Secondo libro di madrigali a cinque voci sehr hoch. Die Compagnia del Madrigale bringt ihre vielgerühmte Sensibilität im Umgang mit den Texten ein, und verfügt wie immer über einen außerordentlich ausgewogenen Ensembleklang und eine perfekte dynamische Kontrolle. Im Booklet gehen Marco Bizzarini und Giuseppe Maletto dem Gemütszustand des Komponisten nach, der über vier Jahrhunderte nach seinem Tod noch immer eine ungebrochene Faszination ausübt. Der umfangreiche zweite Teil dieser Aufnahme bietet einen Kontrast zum zweiten Madrigalbuch: neun Stücke von Madrigalisten, die von Gesualdos Stil inspiriert sind, von Zeitgenossen wie Nenna, Macque und Palazzotto Tagliavia bis hin zu Sigismondo d’India. Ein wunderbarer Bonus! © Glossa