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Die Alben

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Pop - Erschienen am 1. Januar 2011 | Virgin

Auszeichnungen 3F de Télérama
Für Luke Pritchard kann es kaum noch persönlicher werden. Dem belockten Frontmann der Kooks lag in der Vergangenheit eine Menge Schrott auf dem Herzen, welchem er sich auf "Junk Of The Heart" mit Hilfe von reichlich Dur-Klängen entledigt. Rhythmisch, clean und groovy kommt der Titeltrack des dritten Studioalbums daher und bildet einen befremdlichen Kontrast zur eher melancholischen Lyrik des Songs. Überhaupt präsentiert "Junk Of The Heart" in seiner Ganzheit eher musikalischen Frohsinn, als die vermeintlich passende Portion an Tiefgang, mit der Texte über vaterloses Großwerden ("Is It Me") oder übermäßigen Konsum von bewusstseinserweiternden Substanzen ("Mr. Nice Guy") in der Regel ummantelt werden. Warum auch immer die Insulaner nicht gewillt oder nicht in der Lage sind, diesem grundmusikalischen Klischee Folge zu leisten, spielt letztlich keine große Rolle, denn ihre individuelle Form der Frustbewältigung funktioniert prächtig. Wie bereits der Vorgänger "Konk" bietet auch "Junk Of The Heart" den idealen Soundtrack, um einem verregneten Sommer etwas Gutes abgewinnen zu können. Dem bewährten Indie-Pop-Rock-Sound des Quartetts gesellen sich anno 2011 zudem noch Elemente aus Dub und Elektro hinzu und sorgen so für ein hohes Maß an Vitalität und Frische. Mit eingängigen Melodiebögen, einem beschwingten Singalong-Refrain sowie aufkommender Karibik-Stimmung dürfte ein Song wie "How'd You Like That" beispielsweise keine Probleme haben, sich in vorderste Chartlisten zu katapultieren. Ähnlich verhält es sich mit dem nicht minder gelungenen "Runaway". Selbst wenn es wie auf "Taking Pictures Of You", "Killing Me" oder auch "Petulia" balladesk wird, hört man in Pritchards klarem Gesang immer noch eine verschmitzte Positivität heraus. Das bringt aber keineswegs die Authentizität des Ganzen in Gefahr, ganz im Gegenteil. Wenn es inhaltlich dunkel wird, erhellt dieser Gegenpol die Stimmung und lässt vor allem eines nach außen tragen: Hoffnung. The Kooks wandeln auf "Junk Of The Heart" treu entlang ihrem selbstgelegten musikalischen Fundament der Vergangenheit, ohne sich zu wiederholen. Hier und da schwappen akzentuiert neue Elemente ein, kurzweilige Effekt-Spielereien und Rhythmus-Experimente inbegriffen. Der Blick über den musikalischen Tellerrand hat der Band gutgetan und sorgt letztlich für beste Stimmung bei 25 Grad unterm Regenschirm. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Mai 2017 | Virgin Records Ltd

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2006 | Virgin Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 3. Juli 2020 | UMC (Universal Music Catalogue)

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Alternativ und Indie - Erschienen am 31. August 2018 | Lonely Cat

Hi-Res
Seit dem im Jahre 2006 erschienenen Inside In/Inside Out haben The Kooks zahllose jugendliche Rebellen zum Tanzen gebracht. In den darauffolgenden zwölf Jahren ist Luke Pritchards Band recht erwachsen geworden. Ihr fünftes Album ist sicherlich der erste Bruch mit ihrem klassischen Image. Let’s Go Sunshine ist von Folk, Pop und Bubblegum-Punk beeinflusster Indie-Rock und geht einen anderen Weg als das vorangegangene Listen, aber die Kontraste dazu werden bewusst hervorgehoben. Auf dieser Platte kämpfen The Kooks gegen den Lauf der Zeit, wobei ihnen die Nostalgie im Nacken sitzt, aber sie nutzen den Konflikt zwischen Energie und Müdigkeit aus und singen immer noch über menschliche Beziehungen und emotionale Intelligenz. Nach jedem Titel steigt die Spannung, und die Gitarre von Hugh Harris, der Bass von Peter Denton sowie die engagierten Rhythmen, die Alexis Nunez am Schlagzeug spielt, tragen dazu bei. Das Album ist solide. Nicht wirklich visionär, aber gediegen, mitreißend und ansprechend. Initials for Gainsbourg ist ein schöner Appell an die Liebe, obwohl schon ein bisschen zu viel des Guten, und bildet einen entsprechenden Kontrast zum freudigen Rock in Pamela. The Kooks sorgen auch dafür, alles mit einer akustischen Ballade schön zu verfugen, in der die Violinen willkommen sind (Picture Frame), bevor es dann in aller Ruhe ausklingt, wenn es nur mehr darum geht, einen Sommer lang eine schöne Zeit zu verbringen (No Pressure). Für Let’s Go Sunshine braucht man kein After-Sun, es droht nirgends ein Sonnenbrand. © Anna Coluthe/Qobuz
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Pop - Erschienen am 1. Januar 2008 | Virgin Records Ltd

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Alternativ und Indie - Erschienen am 30. Januar 2006 | Virgin Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 7. April 2017 | Virgin Records Ltd

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2014 | Virgin Records Ltd

Die Kooks sind wirklich nicht zu beneiden. Schon als sie im Jahr 2006 mit "Inside In/Inside Out" debütierten, brachten sie mit jedem Song der Platte quasi einen Hit hervor. Besser konnte es nicht mehr werden. Und so entschwand sie bald, die Unbeschwertheit, die den sommerlichen Kooks-Songs einst zugrunde lag. Genau wie im September eines jeden Jahres, wenn nordische Winde langsam die Wärme aus dem Land treiben. Stattdessen macht sich bei der Band musikalisches Grau breit, und die Kooks kühlen sich von der heißen Indie-Hoffnung zur nüchternen Charts-Gruppe ab. Dort stürmen die Engländer von einem Erfolg zum Nächsten. Das letzte Album "Junk Of The Heart" stellte das dann klar, als die Kooks ihren eindrucksvollen Major-Pop demonstrierten, doch ihren Innovationsgeist genau darin verloren hatten. Von jetzt an also kreatives Abwetzen und irgendwann dann künstlerischer Sellout. Was soll mit einer Band wie den Kooks, immer schon leicht überhypt, denn sonst noch passieren? Maximo Park machen das ja bereits seit einigen Jahren stets bemüht und kläglich vor, und auch Kollegen wie die Wombats oder die Klaxons – um nur geografisch im Rahmen zu bleiben – zehren immer noch vom guten Ruf erster Stunde. Wer ohne jegliche Erwartung an die neue Kooks-Platte herangeht, der dürfte sich schließlich ziemlich veräppelt fühlen. Denn "Listen" erscheint zwar im September, zeigt aber imposant, dass die Kooks weit entfernt sind vom eigenen kreativen Herbst. Diese Scheibe sollte man ernst nehmen. Als eindrucksvolles Statement einer Band, in der viel mehr zu stecken scheint, als zuletzt gezeigt. Zunächst rückt der neue Drummer Alexis Nunez sich und sein Kit auffällig in den Mittelpunkt des Sounds. Er bearbeitet seine Drums weniger dezent als das Gründungsmitglied Paul Garred das die letzten Jahre über tat. Genau das kurbelt die Tracks der Kooks an und katapultiert diese per se über den Status ganz netter Indie-Songs hinaus. Schon der Opener "Around Town" stellt in dieser Hinsicht eine Ansage für die ganze Platte dar, denn nicht nur hier strukturieren Nunez' treibende R'n'B-Rhythmen auf mitreißende Art. Groovende Bassgitarre und zusätzliche, leicht verschachtelte Rhythmuselemente legen sich meist darüber und kleiden die Stücke in ein sehr spannendes und trotzdem äußerst zugängliches Gewand aus Soul-, Folk-, Dance- und Roots-Sounds. Ob gospelartige, mehrstimmige Chöre ("Bad Habit") oder mit "Westside" eine cheesige Dance-Hymne, die einen Gruß an Metronomy schickt: Das Album lässt einen stellenweise sprachlos zurück. Wie konnten die Kooks diese Vielseitigkeit, diesen lasziven Charme, der so wenig mit diesen bleichen Röhrenjeansträgern zu tun hat, bis ins Jahr 2014 versteckt halten? Gut, bei "See Me Now", einer Klavierballade, steht es wieder kurz im Raum, das peinliche Anbiedern an Teenager-Gekreische. Doch "Listen" klingt ansonsten nur nach Queen-Halleluja, nach CCR-Funk, lässt sich davon inspirieren und bleibt dennoch stets wohl dosiert. Bestes Beispiel hierfür ist die Single "Down", die vor erfrischenden Sounds nur so strotzt und sich trotzdem mit knapp zweieinhalb Minuten Länge angenehm zurücknimmt, Raum zur Verkostung der anderen Songs der Platte lässt. Zehn Songs, die einen großen Twist in der Bandgeschichte der Kooks markieren. "Listen" hinterlässt einen süßen Geschmack auf der Zunge. Nicht nur um der Musik Willen, sondern auch, weil die Kooks sich hier von einer Seite zeigen, von der wohl selbst Kenner nicht ahnen konnten, dass die Musiker aus Brighton sie überhaupt besitzen: Einer Schokoladenseite, um die man sie beneiden darf. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. Mai 2020 | UMC (Universal Music Catalogue)

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Alternativ und Indie - Erschienen am 15. April 2019 | Lonely Cat

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Rock - Erschienen am 1. Januar 2008 | Virgin Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 4. Dezember 2015 | Lonely Cat

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Pop - Erschienen am 1. Januar 2008 | Virgin Records

Booklet
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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. September 2014 | Virgin Records Ltd

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Alternativ und Indie - Erschienen am 10. April 2020 | UMC (Universal Music Catalogue)

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2006 | Virgin Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2014 | Virgin Records Ltd

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Alternativ und Indie - Erschienen am 16. Mai 2018 | Lonely Cat

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Alternativ und Indie - Erschienen am 21. Juni 2019 | Lonely Cat