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Die Alben

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Rock - Erschienen am 29. September 2017 | Columbia

Im Jahre 2015 entscheidet David Gilmour, eine Konzertreihe in den ältesten Sälen der Welt ins Leben zu rufen. Ein Jahr später wird der Gitarrist von Pink Floyd der erste Künstler, seit den Gladiatoren im Jahre 79 nach Christus, der ein Konzert vor Publikum im Amphitheater von Pompeji spielt. Dieses Konzert stellte für ihn eine Rückkehr in die italienische Stadt dar, in der er bereits im Jahre 1971 während der Dreharbeiten zum Film Pink Floyd: Live At Pompeii von Adrian Maben spielen durfte…Im Schatten des Vesuv tritt David Gilmour also in einem der mythischsten Orte der Welt am 07. und 08. Juli 2016 auf und spielt Songs, die ihn sein ganzes Leben lang begleitet haben, ob mit Pink Floyd oder als Solokünstler. Dazu zählt die einzigartige Performance von The Great Gig In The Sky aus dem Album Dark Side Of The Moon, welches nur äußerst selten von Gilmour Solo gespielt wurde. © CM/Qobuz
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Rock - Erschienen am 18. September 2015 | Columbia

Hi-Res Booklet
Es ist viel passiert, seit David Gilmour vor gut neun Jahren sein letztes Solo-Album "On An Island" veröffentlichte. Zum Beispiel, dass Pink Floyd mit "The Endless River" das wohl letzte und natürlich viel diskutierte Kapitel ihrer kolossalen Bandgeschichte abgeschlossen haben. Finito, sagt Gilmour, vorbei ist es und weiter gehts - und legt mit seinem neuen Werk "Rattle That Lock" jene Floyd-Elemente vor, die für viele auf dem Finalwerk der Band (das sich in erster Linie aus Überbleibsel aus "The Division Bell" speiste) zu kurz gekommen waren. Alles beginnt mit einer Morgenmeditation. "5 A.M." baut sich auf sphärischen Fanfarenklängen auf, gleitet sanft und sinfonisch in den neuen, vor uns liegenden Tag. Wenige Sekunden rein ins Geschehen, und da ist sie schon, Gilmours melodiöse, melancholisch mäandernde (Solo)-Gitarre, minimal verzerrt, dazu begleitet er sich auf der Akustischen. Drei Minuten und fünf Sekunden dauert das Instrumentalstück. Und dann fährt der Zug ab, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes - denn was "Rattle That Lock", den ersten Song des Albums und gleichzeitig die erste Singleauskoppelung einleitet, sind die Signaltöne der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF. Dieses Signal gefiel Gilmour so gut, dass er es an einer Haltestelle mit dem Smartphone aufnahm und dann in den Song einbaute. Was diesen vier Tönen folgt, ist nichts anderes als ein fulminanter und üppiger Gilmour-Track, der beinahe mit allen Gilmour/Floyd-Trademark-Assen im Ärmel daherkommt und im Dub-Galopp vorantreibt. "Rattle that lock, and you'll lose those chains", singt Gilmour, es geht ums Ketten aufbrechen, da passt auch das durchaus kitschige Cover ganz gut, auf dem Vögel aus einem offenen Käfig in die Freiheit entlassen werden, der Horizont ist noch finster, weiße Löcher im schwarzen Himmel deuten aber unverkennbar darauf hin, dass sich das demnächst ändern sollte. Das Ausbrechen, aus der (eigenen Vergangenheit) etwa? Wohl weniger, denn dafür klingt "Rattle That Lock" - und das im besten Sinne - zu wohlvertraut. Viel mehr geht es ums Reisen an sich, so Gilmours Frau, Schriftstellerin Polly Samson, die für einen Großteil der Lyrics verantwortlich war. Als Inspiration diente Miltons Gedichtepos "Paradise Lost". "Faces Of Stone" ist baut auf einer Orgelfläche und wenigen verhallten Klaviertönen auf, lässt sich - wie Gilmours Stücke das eben gerne tun - genügend Zeit, wird mit der Zeit zu einer Moll-Ballade im Dreivierteltakt, geht über weite Strecken beinahe als Chanson durch, schwelgt in der Erinnerung, in vergangenen Liebschaften, in zurückgelassenen Ortschaften. Kurz betont etwas, das wie ein Akkordeon klingt, die Einsen im 3/4-Takt, da taucht auch schon wieder Gilmours unverkennbare Solo-Gitarre als kurzes Intermezzo auf. Schöner Track. Ebenso klavierlastig beginnt "A Boat Lies Waiting", eine dezente Slide-Gitarre kommt dazu, es geht um Atmosphäre, Stimmung, alles lässt sich Zeit, könnte auch ein Instrumental sein, aber nach zweieinhalb Minuten kommen dann ganze Klangschichten von Gilmours Stimme rein, eine melancholische Klangmalerei als Zwischenstück, eine langatmige Introspektion, die dann ins nächste Stück "Dancing Right In Front Of Me" mündet, ein durchwachsenes Stück, das sich mit dem Elternsein beschäftigt. Immer wieder steht natürlich Gilmours Gitarrengröße im Mittelpunkt, beim Instrumentalstück "Beauty" beispielsweise. Bei "The Girl In Te Yellow Dress", einen Song später, hat Gilmour dann Lust auf Jazz, das Schlagzeug gibt den Swing mit dem Besen und the man himself beweist seine Crooner-Qualitäten, sogar ein gehauchtes Saxophon darf mitspielen, Gilmour singt Sachen wie "This girl gets right down in the groove". Eine kurze, Spaß machende Exkursion, denn schon ein Stück darauf wummern die Synth-Flächen wieder, ein Chor ertönt, fast schon sakral, kurz darauf groovt der Synth als wären es die 1980er. Und dann? "And Then ...", das zehnte Stück, beschließt das Album. Wieder Gilmours-Sologitarre, wieder episch, wieder melancholisch, wieder symphonisch, wieder dramatisch, wieder Instrumental. Wieder spielt Gilmour seine Asse ganz locker aus, aus dem Handgelenk. Nachdem die E-Gitarre in punkto Solo alles gesagt hat, darf auch die Akustikgitarre noch einmal ran. Die Musik faded aus, es bleibt ein Flackern, ein Knarren, ein Knarzen. Auf "Rattle That Lock" besinnt sich Gilmour seiner Stärken, führt uns auf bewährte Art durch Klanglandschaften und glänzt mit seiner Vorstellung von Sound und seinem grandiosen Gitarrenspiel um ein Stück mehr als mit Songwriting, an dem es allerdings auch nichts auszusetzen gibt. © Laut
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Jazz - Erschienen am 6. März 2006 | Parlophone UK

Pink Floyd. Klar, der Name muss genannt werden, wann immer ein Solo-Projekt der ehemaligen Bandmitglieder auftaucht. Hiermit geschehen, erledigt, durch. David Gilmour, Sänger und Gitarrist der schon legendären britischen Formation, legt nun sein erstes Solo-Album nach einer mehrjährigen Schaffenspause vor. "On An Island" entführt auf eine (musikalische) Insel, die alles einlöst, was das Cover an dazu gehörenden Assoziationen auslöst. Da darf der Hinweis auf sagenumwobene, versteckte Reichtümer nicht fehlen – und tatsächlich: Gilmours Song-Schatzkiste ist gefüllt mit gleißenden Dublonen, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Nach dem Intro "Castellorizon" ist die Brandung bereits im zweiten Anlauf "On An Island" angekommen. Sehnsüchtig wecken Song und Lyrics Bilder von beglückender Zweisamkeit, die Gilmour mit einem glänzenden E-Gitarren-Solo in der Songmitte effektvoll anreichert. "The Blue" ist eine schlicht traumschöne, harmonische und organische Komposition, die mit Chorgesang und zurückhaltendem Orgelspiel verzaubert. Gilmours meisterhaftes und virtuoses Gitarrenspiel wirkt als besonders veredelnde Komponente. Die Atmosphäre etwa der berühmten 'blauen Stunde' ist hier wunderbar eingefangen und umgesetzt. "Red Sky At Night" empfängt mit melodiösen Saxophon-Tönen und sphärischen Klängen. Der Titel mündet in "This Heaven". Hier werden die Zügel angezogen: Klassischer Bluesrock vom Feinsten bietet einen nach vorn treibenden Ausreißer in Sachen Tempo. Doch die Grundhaltung von Gilmours neuem Werk bleibt weiter melancholischen und ausgefeilten Stimmungs-Skizzen verpflichtet. "When I Close Up" erzeugt wieder eine warme und weiche Stimmung mit seinem Zusammenspiel aus E-Gitarre und akustischen Elementen. Hier sind es Cello und Streicher, die Akzente setzen. Böse Zungen könnten "On An Island" als hoffnungslos gestriges Werk schmähen. Und natürlich ist Gilmour, der inzwischen die 60 erreicht hat, kein neuzeitliches Garagenrock-Kiddie oder irgendein Indie-Darling. Doch bedenkt man, dass sich ein Großteil der vermeintlich angesagten Bands stilistisch sehr ausgiebig dem Fundus der Rock-Geschichte bedient, greift dieser Vorwurf ins Leere. Dem Ur-Bäcker darf sein Recht auf nach altem Rezept frisch produzierte Brötchen nicht streitig gemacht werden. Erst recht, wenn die Lehrlinge Waren von gestern oft genug lediglich lieblos aufbacken und in die Regale legen. Gilmour hat seine Tüfteleien stets weiterentwickelt und nicht einfach Frühwerke plagiiert. Und wer für sein Album solche Highlights wie "A Pocketful Of Stone" komponiert, ist sowieso über alle Zweifel erhaben. Dieser vorletzte Titel beeindruckt mit seinem spannenden Wechselspiel zwischen klassischen Elementen, Piano-Passagen und Gilmours einfühlsamem Gesang. Textlich behandelt der Künstler in seinen Songs die ewigen Themen zwischen Liebe, Sehnsucht und nachdenklichen Lebensbetrachtungen, ohne jemals an ausgelutschten Ufern zu stranden. Freunde harmonischer, hervorragend komponierter und einfühlsam interpretierter Rock-Musik dürfen gefahrlos anlegen auf Gilmours Insel und stimmungsvolle Song-Sonnenuntergänge an einem malerischen Strand genießen. Und, halt, etwas sehr Neuzeitliches findet sich dann doch auf "On An Island": Eine verdammt relaxte und chillige Atmosphäre. Wobei sich der Stirnrunzelnde noch immer fragt, was denn nun eigentlich der Unterschied zwischen entspannen und chillen ist? Egal. Hauptsache, es klingt hip & denglisch. Es bleibt im Leben eben oft bei der Konstante des alten Weins in neuen Schläuchen – und Gilmours Jahrgänge sind noch immer eine ganz besondere. © Laut
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Rock - Erschienen am 14. Juli 2008 | Parlophone UK

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Rock - Erschienen am 14. August 2006 | Parlophone UK

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Rock - Erschienen am 3. Juli 2020 | Legacy Recordings

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Rock - Erschienen am 18. September 2015 | Columbia

Hi-Res Booklet
Es ist viel passiert, seit David Gilmour vor gut neun Jahren sein letztes Solo-Album "On An Island" veröffentlichte. Zum Beispiel, dass Pink Floyd mit "The Endless River" das wohl letzte und natürlich viel diskutierte Kapitel ihrer kolossalen Bandgeschichte abgeschlossen haben. Finito, sagt Gilmour, vorbei ist es und weiter gehts - und legt mit seinem neuen Werk "Rattle That Lock" jene Floyd-Elemente vor, die für viele auf dem Finalwerk der Band (das sich in erster Linie aus Überbleibsel aus "The Division Bell" speiste) zu kurz gekommen waren. Alles beginnt mit einer Morgenmeditation. "5 A.M." baut sich auf sphärischen Fanfarenklängen auf, gleitet sanft und sinfonisch in den neuen, vor uns liegenden Tag. Wenige Sekunden rein ins Geschehen, und da ist sie schon, Gilmours melodiöse, melancholisch mäandernde (Solo)-Gitarre, minimal verzerrt, dazu begleitet er sich auf der Akustischen. Drei Minuten und fünf Sekunden dauert das Instrumentalstück. Und dann fährt der Zug ab, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes - denn was "Rattle That Lock", den ersten Song des Albums und gleichzeitig die erste Singleauskoppelung einleitet, sind die Signaltöne der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF. Dieses Signal gefiel Gilmour so gut, dass er es an einer Haltestelle mit dem Smartphone aufnahm und dann in den Song einbaute. Was diesen vier Tönen folgt, ist nichts anderes als ein fulminanter und üppiger Gilmour-Track, der beinahe mit allen Gilmour/Floyd-Trademark-Assen im Ärmel daherkommt und im Dub-Galopp vorantreibt. "Rattle that lock, and you'll lose those chains", singt Gilmour, es geht ums Ketten aufbrechen, da passt auch das durchaus kitschige Cover ganz gut, auf dem Vögel aus einem offenen Käfig in die Freiheit entlassen werden, der Horizont ist noch finster, weiße Löcher im schwarzen Himmel deuten aber unverkennbar darauf hin, dass sich das demnächst ändern sollte. Das Ausbrechen, aus der (eigenen Vergangenheit) etwa? Wohl weniger, denn dafür klingt "Rattle That Lock" - und das im besten Sinne - zu wohlvertraut. Viel mehr geht es ums Reisen an sich, so Gilmours Frau, Schriftstellerin Polly Samson, die für einen Großteil der Lyrics verantwortlich war. Als Inspiration diente Miltons Gedichtepos "Paradise Lost". "Faces Of Stone" ist baut auf einer Orgelfläche und wenigen verhallten Klaviertönen auf, lässt sich - wie Gilmours Stücke das eben gerne tun - genügend Zeit, wird mit der Zeit zu einer Moll-Ballade im Dreivierteltakt, geht über weite Strecken beinahe als Chanson durch, schwelgt in der Erinnerung, in vergangenen Liebschaften, in zurückgelassenen Ortschaften. Kurz betont etwas, das wie ein Akkordeon klingt, die Einsen im 3/4-Takt, da taucht auch schon wieder Gilmours unverkennbare Solo-Gitarre als kurzes Intermezzo auf. Schöner Track. Ebenso klavierlastig beginnt "A Boat Lies Waiting", eine dezente Slide-Gitarre kommt dazu, es geht um Atmosphäre, Stimmung, alles lässt sich Zeit, könnte auch ein Instrumental sein, aber nach zweieinhalb Minuten kommen dann ganze Klangschichten von Gilmours Stimme rein, eine melancholische Klangmalerei als Zwischenstück, eine langatmige Introspektion, die dann ins nächste Stück "Dancing Right In Front Of Me" mündet, ein durchwachsenes Stück, das sich mit dem Elternsein beschäftigt. Immer wieder steht natürlich Gilmours Gitarrengröße im Mittelpunkt, beim Instrumentalstück "Beauty" beispielsweise. Bei "The Girl In Te Yellow Dress", einen Song später, hat Gilmour dann Lust auf Jazz, das Schlagzeug gibt den Swing mit dem Besen und the man himself beweist seine Crooner-Qualitäten, sogar ein gehauchtes Saxophon darf mitspielen, Gilmour singt Sachen wie "This girl gets right down in the groove". Eine kurze, Spaß machende Exkursion, denn schon ein Stück darauf wummern die Synth-Flächen wieder, ein Chor ertönt, fast schon sakral, kurz darauf groovt der Synth als wären es die 1980er. Und dann? "And Then ...", das zehnte Stück, beschließt das Album. Wieder Gilmours-Sologitarre, wieder episch, wieder melancholisch, wieder symphonisch, wieder dramatisch, wieder Instrumental. Wieder spielt Gilmour seine Asse ganz locker aus, aus dem Handgelenk. Nachdem die E-Gitarre in punkto Solo alles gesagt hat, darf auch die Akustikgitarre noch einmal ran. Die Musik faded aus, es bleibt ein Flackern, ein Knarren, ein Knarzen. Auf "Rattle That Lock" besinnt sich Gilmour seiner Stärken, führt uns auf bewährte Art durch Klanglandschaften und glänzt mit seiner Vorstellung von Sound und seinem grandiosen Gitarrenspiel um ein Stück mehr als mit Songwriting, an dem es allerdings auch nichts auszusetzen gibt. © Laut
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Rock - Erschienen am 6. August 1984 | Parlophone UK

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Rock - Erschienen am 8. September 2017 | Columbia

Jetzt mal ehrlich: Floyd-Fans sollten einfach dankbar sein. Auch 23 Jahre nach der letzten Tournee sind die beiden Streithähne David Gilmour und Roger Waters jeweils mit megalomanischen Arenaproduktionen on the road – zahlreiche aufgeführte Pink Floyd-Hits inklusive. Die funktionieren schließlich immer noch am besten, wie auch der bodenständigere Kollege Gilmour angesichts Waters' kommerziell äußerst erfolgreicher "The Wall"-Tour gemerkt haben dürfte. Für seine Rückkehr ins Amphitheater von Pompeji hat der 71-Jährige seinen Anteil an Siebziger-Stücken entsprechend hochgeschraubt. Mit dem pulsierenden Bassmassaker "One Of These Days" schafft es immerhin noch ein Track aus dem gemeinschaftlichen Konzertfilm "Live At Pompeii" von 1972 ins Set. Statt der einstigen Kapazität von 20.000 Zuschauern im Jahr 79 n. Chr. fanden im Rahmen des Doppelkonzerts allerdings nur noch je 3000 Menschen ein Plätzchen im Inneren der Arena. Der festlich-intimen Stimmung im Schatten des Vesuv kommt das nur zugute. Angesichts der schon im BluRay-Vorspann eingebläuten nostalgischen Grundstimmung rumpelt der Police-artige Titeltrack seines aktuellen Albums "Rattle That Lock" dann aber erst einmal ungewohnt stimmungslastig von der Bühne. Relativ fix wird das neue Material abgehandelt. Wo das zweitjüngste "On An Island" seinerzeit noch die gesamte erste Hälfte der Konzerte ausmachte, genügen Gilmour inzwischen fünf Songs plus Intro. Irgendwie naheliegend, schlug "On An Island" doch wesentlich deutlicher in die sanftwiegend-relaxte Floyd-Kerbe. Das gelingt inzwischen bloß noch dem stärksten Albumtrack "In Any Tongue", dessen Refrain The Voice And Guitar Of Pink Floyd dann aber überraschend an seine Backgroundsänger abtritt. Niemand weiß warum, hat aber durchaus was. Genauso wie Gilmours Stimme, die im Alter einem angenehmen Reibeisenierungsprozess ausgesetzt scheint, und so sogar das eigentlich gefährlich zum Schunkeln einladende "Faces Of Stone" ins Trockene rettet. Von Seiten des Backingtrios ein wenig zu prätentiös-überladen gerät dann allerdings das dem verstorbenen Rick Wright gedenkende "The Great Gig In The Sky", das nichtsdestoweniger eine der größeren Überraschungen der Setlist ausmacht. An der hat sich nämlich seit besagter 94er "Division Bell"-Tour nicht allzu viel geändert. Schmerzlich wiegt lediglich der Verzicht auf das auf "Live In Gdansk" klar herausstechende Gilmour-Wright-Doppel "Echoes". Entsprechend hoch ist dafür dann aber der Anteil der einfach gestrickten, weil im Grunde lediglich als Backingtrack fürs Gilmours bluesige Killersoli dienenden Stücke – mögen sie nun aus dem früheren Solorepertoire ("The Blue") oder aber aus späten, Waters-losen Floyd-Tagen ("What Do You Want From Me", "Sorrow", "Coming Back To Life") stammen. Die Frage nach dem wirklichen Unterschied zwischen den jeweiligen Best-Of-Sets der beiden Floyd-Masterminds ist dabei im Grunde schnell beantwortet. Wer sich an aufwendigen Shows, gnadenloser Theatralik und geradlinigem Storytelling ergötzt (und dafür auch schon mal Gesang vom Band in Kauf nimmt) ist bei Onkel Roger bestens aufgehoben. Wer hingegen Wert auf die reine Magie der Musik legt und nicht gänzlich auf die alten Tage eingeschossen ist, investiert sein Geld wohl besser in ein Gilmour-Konzert – oder zumindest in dieses Live-Release. Denn abgesehen von einer knappen Widmung für den im Himmel weilenden Richard Wright (die Barrett-Trauerphase scheint vorerst abgeschlossen) hält sich Gilmour mit Ansagen gewohnt vornehm zurück – und lässt vielmehr die Saiten sprechen. Eine Einstellung, die man im Alter zunehmend gutheißen kann. Denn mit seiner bis auf zwei Ausnahmen rundum neu zusammengestellten Band lässt der Maestro die Musik mittlerweile gänzlich um seine Sechssaitige zirkulieren – und das völlig zu Recht, nimmt das zweieinhalbstündige Konzert doch zu keiner Sekunde Bonamassa'sche Ausmaße bedingungsloser Selbstzelebrierung an. Mag "Live in Pompeii" auch mit "Pulse" um den Status als beste Liveplatte konkurrieren, so gehört doch zumindest die Überladenheit jener Tage der Vergangenheit an. So ist der einst dauerpräsente Percussionist Gary Wallis glücklicherweise auf dem Müllhaufen der Geschichte (heißt: in der Live-Band von Helene Fischer) gelandet – weshalb Gilmour die entstandenen Leerräume inzwischen wieder in luftigeren Arrangements verarbeiten kann. Den größten Zauber entlockt Gilmour hier aber auch mehr denn je seiner Lap Steel Guitar, die unter anderem in "The Great Gig In The Sky", "One Of These Days" und dem graziösen "High Hopes" aufheult. Und wenn dann zu "Run Like Hell" auch noch erstmals seit knapp 2000 Jahren die Leuchtfeuer des Spektakulums aufflammen und im Feuerwerk 50 Jahre Musikgeschichte an einem vorbeiziehen, dann hinterlässt einen dieses beachtliche Livedokument irgendwie, nun ja, irgendwie comfortably numb. © Laut
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Pop - Erschienen am 14. Juli 2008 | Parlophone UK

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Pop - Erschienen am 31. August 2007 | Parlophone UK

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Rock - Erschienen am 22. Dezember 2006 | Parlophone UK

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Rock - Erschienen am 2. Juni 2006 | Parlophone UK

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Rock - Erschienen am 3. März 2006 | Parlophone UK

Pink Floyd. Klar, der Name muss genannt werden, wann immer ein Solo-Projekt der ehemaligen Bandmitglieder auftaucht. Hiermit geschehen, erledigt, durch. David Gilmour, Sänger und Gitarrist der schon legendären britischen Formation, legt nun sein erstes Solo-Album nach einer mehrjährigen Schaffenspause vor. "On An Island" entführt auf eine (musikalische) Insel, die alles einlöst, was das Cover an dazu gehörenden Assoziationen auslöst. Da darf der Hinweis auf sagenumwobene, versteckte Reichtümer nicht fehlen – und tatsächlich: Gilmours Song-Schatzkiste ist gefüllt mit gleißenden Dublonen, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Nach dem Intro "Castellorizon" ist die Brandung bereits im zweiten Anlauf "On An Island" angekommen. Sehnsüchtig wecken Song und Lyrics Bilder von beglückender Zweisamkeit, die Gilmour mit einem glänzenden E-Gitarren-Solo in der Songmitte effektvoll anreichert. "The Blue" ist eine schlicht traumschöne, harmonische und organische Komposition, die mit Chorgesang und zurückhaltendem Orgelspiel verzaubert. Gilmours meisterhaftes und virtuoses Gitarrenspiel wirkt als besonders veredelnde Komponente. Die Atmosphäre etwa der berühmten 'blauen Stunde' ist hier wunderbar eingefangen und umgesetzt. "Red Sky At Night" empfängt mit melodiösen Saxophon-Tönen und sphärischen Klängen. Der Titel mündet in "This Heaven". Hier werden die Zügel angezogen: Klassischer Bluesrock vom Feinsten bietet einen nach vorn treibenden Ausreißer in Sachen Tempo. Doch die Grundhaltung von Gilmours neuem Werk bleibt weiter melancholischen und ausgefeilten Stimmungs-Skizzen verpflichtet. "When I Close Up" erzeugt wieder eine warme und weiche Stimmung mit seinem Zusammenspiel aus E-Gitarre und akustischen Elementen. Hier sind es Cello und Streicher, die Akzente setzen. Böse Zungen könnten "On An Island" als hoffnungslos gestriges Werk schmähen. Und natürlich ist Gilmour, der inzwischen die 60 erreicht hat, kein neuzeitliches Garagenrock-Kiddie oder irgendein Indie-Darling. Doch bedenkt man, dass sich ein Großteil der vermeintlich angesagten Bands stilistisch sehr ausgiebig dem Fundus der Rock-Geschichte bedient, greift dieser Vorwurf ins Leere. Dem Ur-Bäcker darf sein Recht auf nach altem Rezept frisch produzierte Brötchen nicht streitig gemacht werden. Erst recht, wenn die Lehrlinge Waren von gestern oft genug lediglich lieblos aufbacken und in die Regale legen. Gilmour hat seine Tüfteleien stets weiterentwickelt und nicht einfach Frühwerke plagiiert. Und wer für sein Album solche Highlights wie "A Pocketful Of Stone" komponiert, ist sowieso über alle Zweifel erhaben. Dieser vorletzte Titel beeindruckt mit seinem spannenden Wechselspiel zwischen klassischen Elementen, Piano-Passagen und Gilmours einfühlsamem Gesang. Textlich behandelt der Künstler in seinen Songs die ewigen Themen zwischen Liebe, Sehnsucht und nachdenklichen Lebensbetrachtungen, ohne jemals an ausgelutschten Ufern zu stranden. Freunde harmonischer, hervorragend komponierter und einfühlsam interpretierter Rock-Musik dürfen gefahrlos anlegen auf Gilmours Insel und stimmungsvolle Song-Sonnenuntergänge an einem malerischen Strand genießen. Und, halt, etwas sehr Neuzeitliches findet sich dann doch auf "On An Island": Eine verdammt relaxte und chillige Atmosphäre. Wobei sich der Stirnrunzelnde noch immer fragt, was denn nun eigentlich der Unterschied zwischen entspannen und chillen ist? Egal. Hauptsache, es klingt hip & denglisch. Es bleibt im Leben eben oft bei der Konstante des alten Weins in neuen Schläuchen – und Gilmours Jahrgänge sind noch immer eine ganz besondere. © Laut
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Rock - Erschienen am 21. Juli 2017 | Columbia

Jetzt mal ehrlich: Floyd-Fans sollten einfach dankbar sein. Auch 23 Jahre nach der letzten Tournee sind die beiden Streithähne David Gilmour und Roger Waters jeweils mit megalomanischen Arenaproduktionen on the road – zahlreiche aufgeführte Pink Floyd-Hits inklusive. Die funktionieren schließlich immer noch am besten, wie auch der bodenständigere Kollege Gilmour angesichts Waters' kommerziell äußerst erfolgreicher "The Wall"-Tour gemerkt haben dürfte. Für seine Rückkehr ins Amphitheater von Pompeji hat der 71-Jährige seinen Anteil an Siebziger-Stücken entsprechend hochgeschraubt. Mit dem pulsierenden Bassmassaker "One Of These Days" schafft es immerhin noch ein Track aus dem gemeinschaftlichen Konzertfilm "Live At Pompeii" von 1972 ins Set. Statt der einstigen Kapazität von 20.000 Zuschauern im Jahr 79 n. Chr. fanden im Rahmen des Doppelkonzerts allerdings nur noch je 3000 Menschen ein Plätzchen im Inneren der Arena. Der festlich-intimen Stimmung im Schatten des Vesuv kommt das nur zugute. Angesichts der schon im BluRay-Vorspann eingebläuten nostalgischen Grundstimmung rumpelt der Police-artige Titeltrack seines aktuellen Albums "Rattle That Lock" dann aber erst einmal ungewohnt stimmungslastig von der Bühne. Relativ fix wird das neue Material abgehandelt. Wo das zweitjüngste "On An Island" seinerzeit noch die gesamte erste Hälfte der Konzerte ausmachte, genügen Gilmour inzwischen fünf Songs plus Intro. Irgendwie naheliegend, schlug "On An Island" doch wesentlich deutlicher in die sanftwiegend-relaxte Floyd-Kerbe. Das gelingt inzwischen bloß noch dem stärksten Albumtrack "In Any Tongue", dessen Refrain The Voice And Guitar Of Pink Floyd dann aber überraschend an seine Backgroundsänger abtritt. Niemand weiß warum, hat aber durchaus was. Genauso wie Gilmours Stimme, die im Alter einem angenehmen Reibeisenierungsprozess ausgesetzt scheint, und so sogar das eigentlich gefährlich zum Schunkeln einladende "Faces Of Stone" ins Trockene rettet. Von Seiten des Backingtrios ein wenig zu prätentiös-überladen gerät dann allerdings das dem verstorbenen Rick Wright gedenkende "The Great Gig In The Sky", das nichtsdestoweniger eine der größeren Überraschungen der Setlist ausmacht. An der hat sich nämlich seit besagter 94er "Division Bell"-Tour nicht allzu viel geändert. Schmerzlich wiegt lediglich der Verzicht auf das auf "Live In Gdansk" klar herausstechende Gilmour-Wright-Doppel "Echoes". Entsprechend hoch ist dafür dann aber der Anteil der einfach gestrickten, weil im Grunde lediglich als Backingtrack fürs Gilmours bluesige Killersoli dienenden Stücke – mögen sie nun aus dem früheren Solorepertoire ("The Blue") oder aber aus späten, Waters-losen Floyd-Tagen ("What Do You Want From Me", "Sorrow", "Coming Back To Life") stammen. Die Frage nach dem wirklichen Unterschied zwischen den jeweiligen Best-Of-Sets der beiden Floyd-Masterminds ist dabei im Grunde schnell beantwortet. Wer sich an aufwendigen Shows, gnadenloser Theatralik und geradlinigem Storytelling ergötzt (und dafür auch schon mal Gesang vom Band in Kauf nimmt) ist bei Onkel Roger bestens aufgehoben. Wer hingegen Wert auf die reine Magie der Musik legt und nicht gänzlich auf die alten Tage eingeschossen ist, investiert sein Geld wohl besser in ein Gilmour-Konzert – oder zumindest in dieses Live-Release. Denn abgesehen von einer knappen Widmung für den im Himmel weilenden Richard Wright (die Barrett-Trauerphase scheint vorerst abgeschlossen) hält sich Gilmour mit Ansagen gewohnt vornehm zurück – und lässt vielmehr die Saiten sprechen. Eine Einstellung, die man im Alter zunehmend gutheißen kann. Denn mit seiner bis auf zwei Ausnahmen rundum neu zusammengestellten Band lässt der Maestro die Musik mittlerweile gänzlich um seine Sechssaitige zirkulieren – und das völlig zu Recht, nimmt das zweieinhalbstündige Konzert doch zu keiner Sekunde Bonamassa'sche Ausmaße bedingungsloser Selbstzelebrierung an. Mag "Live in Pompeii" auch mit "Pulse" um den Status als beste Liveplatte konkurrieren, so gehört doch zumindest die Überladenheit jener Tage der Vergangenheit an. So ist der einst dauerpräsente Percussionist Gary Wallis glücklicherweise auf dem Müllhaufen der Geschichte (heißt: in der Live-Band von Helene Fischer) gelandet – weshalb Gilmour die entstandenen Leerräume inzwischen wieder in luftigeren Arrangements verarbeiten kann. Den größten Zauber entlockt Gilmour hier aber auch mehr denn je seiner Lap Steel Guitar, die unter anderem in "The Great Gig In The Sky", "One Of These Days" und dem graziösen "High Hopes" aufheult. Und wenn dann zu "Run Like Hell" auch noch erstmals seit knapp 2000 Jahren die Leuchtfeuer des Spektakulums aufflammen und im Feuerwerk 50 Jahre Musikgeschichte an einem vorbeiziehen, dann hinterlässt einen dieses beachtliche Livedokument irgendwie, nun ja, irgendwie comfortably numb. © Laut
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Rock - Erschienen am 2. Juni 2006 | Parlophone UK

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