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Die Alben

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 20. Juli 1993 | Columbia

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 28. September 2018 | BMG Rights Management GmbH

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
"Temple doors open up, smoke billows out. Now you hoping what, for mercy? Get your soul brittled out." Acht Jahre nach dem letzten Studioalbum "Rise Up" kehren Cypress Hill in Form von "Elephants On Acid" mit akustischen Halluzinogenen zurück. Dabei geht es ihnen diesmal nicht nur um den Blick aus der grünen Brille, sondern um eine transzendente Erfahrung. Passenderweise leiten sie ihren psychedelischen Trip mit Tabla- und Sitar-Klängen ein, die nicht nur einen indischen Vibe erzeugen, sondern auch Bezug auf die drogengeschwängerte Pop-Musik der 1960er nimmt. Ein hypnotischer Gitarren-Loop ergänzt in der Single "Band Of Gypsies" die bunte Soundpalette des asiatischen Subkontinents. Die verschiedenen Elemente wirken in ihrer Anordnung keinesfalls überkonstruiert, sondern fügen sich unheimlich stimmig in das Hip Hop-Grundgerüst ein. Selbst wenn die kulturelle Aneignung weniger gelungen ausgefallen wäre, würde Sen Dog wohl nur einen begrenzten Rechtfertigungsdruck verspüren: "Smoke a whole pound when I feel myself comin' down. Live how I wanna live and answer to no one". Noch immer ergänzen sich B-Real und Sen Dog stimmlich hervorragend. Doch der zwischenzeitlich im Hintergrund verschwundene DJ Muggs erhält auf dem neunten Album der Kalifornier die weitreichendsten Entfaltungsmöglichkeiten. Rein instrumentale Stücke wie "Tusko", "Satao", "Holy Mountain", "Elephant Acid", "The 5th Angel" oder "Thru The Rabbit Hole" entschleunigen das Treiben, womit sich Räume zur Meditation eröffnen. "Pass The Knife" feiert beinahe Bergfest bis sich einer der beiden Vokalisten ans Mikro bemüht. Zur Halbzeit geht der Trip allmählich in die Downphase über. Für "Locos" lassen sie den Ashram weit hinter sich, um mit aggressivem Stakkato-Flow über einem düster treibenden Instrumental zu glänzen. Eine ähnlich unheilvolle Atmosphäre kreierte Muggs jüngst auf "Assassination Day". Der Weg nach unten setzt sich konsequent fort. In "Falling Down" und "Insane OG" prügeln die Bässe auf das Trommelfell ein. Schließlich setzt "Warlord" zunächst mit Sirenengesang ein, bevor blecherne Drums die voranschreitende Kriegsmaschinerie imitieren. Höchste Zeit dem Tief etwas entgegenzusetzen: "Close your eyes, we up in smoke." "Reefer Man" atmet den traditionellen grünen Dunst der Kalifornier. Seine psychotrope Wirkung verrichtet das THC dann natürlich optimalerweise unter Zuhilfenahme hauseigener Produkte: "You wanna blow some trees, you wanna smoke some real shit? Put it in the paper, roll it with the 'Phunky Feel Tip'". Nur wenige Züge und es geht für das Trio "Thru The Rabbit Hole" zum Hutmacher und der Grinsekatze ins Wunderland. Doch der Mischkonsum fordert seinen Tribut: "Feels like my head is gonna explode." Schräge Bläser begleiten in "Crazy" den zerebralen Jahrmarkt: "I think I'm going crazy. I'm losing my mind. I see elephants all of the time". Das omnipräsente Elefanten-Motiv hat sich längst vom jovialen, entspannt vom Cover grüßenden, hinduistischen Gott Ganesha zur halluzinierten Bedrohung gewandelt. Inmitten des imaginierten Zirkus breitet sich die Vorstellung aus, Chefbeatbastler Muggs habe das Zeitliche gesegnet ("Muggs Is Dead"). Der befindet sich mittlerweile auf dem "Stairway To Heaven" in Richtung ewiger Glückseligkeit. Ein Ort, den B-Real nie zu erreichen glaubt: "When I die, I probably won't make it to heaven". Aber was will er da auch? Cypress Hill schaffen sich ihren eigenen Himmel auf Erden. Losgelöst von Raum und Zeit genießen sie die unendlichen Möglichkeiten der Twilight Zone. Also auf zur nächsten Runde: Blunt anzünden, "Elephants On Acid" auf Repeat und in die Wiederholungsschleife eintauchen. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 13. August 1991 | Ruffhouse - Columbia

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 7. Dezember 1999 | Ruffhouse - Columbia

Auszeichnungen Außergewöhnliche Schallplattensammlung von Qobuz
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 14. Oktober 2014 | Columbia - Legacy

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 31. Oktober 1995 | Columbia

Cypress Hill didn't exactly push themselves after they revolutionized hip-hop with their first album, 1991's Cypress Hill. Black Sunday, their 1993 follow-up, was a virtual reproduction of their debut, albeit with a harder stance and an increased pop sensibility. On Cypress Hill III: Temples of Boom, the group pushes forward somewhat, but with mixed results. Nothing on the album is as immediately catchy as "Insane in the Brain" or "How I Could Just Kill a Man," but Cypress Hill do open up their sound a bit, experimenting with jazz-inflected grooves, in particular, as well as soul. Even with the new musical flourishes, the essential core of the band's sound hasn't changed at all, which is slightly disappointing. Certainly, Cypress Hill III: Temples of Boom is an excellently produced record, filled with sonic details that most hip-hop records of the mid-'90s are missing, but the musical content frequently doesn't quite match the production skills. Cypress Hill manages to keep a consistent mood throughout the record, and several tracks showcase the trio at their best, but Cypress Hill III: Temples of Boom suggests that they are running out of things to say and ways to say them. © Stephen Thomas Erlewine /TiVo
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 13. August 2021 | Columbia - Legacy

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IV

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 6. Oktober 1998 | Ruffhouse

Einfallsreich waren die drei Mannen um DJ Muggs bei der Benennung ihrer Platten noch nie. Milliarden und Billionen Möglichkeiten für einen ausgefallenen Namen ihres neuesten, nunmehr vierten Machwerkes, standen ihnen zur Verfügung. Doch statt einem Titel wie etwa 5 oder 618, entschieden sich die drei Hip Hop Dopeheads, der Spock'schen Logik folgend, für IV. Vierter Output, was gibts neues? Eigentlich nicht so sehr viel, aber im Gegensatz zur arg enttäuschenden III (Temples of Boom), krachts hier endlich wieder gewaltig. Gewohnt düstere Sounds, sogar verzerrte Gitarren und ein Rap-Style der im Stakkato daherkommt wie aus dem Maschinengewehr sorgen für Abwechslung und unkontrolliertes Zucken in den Beinen. Sie haben es geschafft, den Fuss vom Bremspedal zu heben und endlich mal wieder Gas zu geben. Songs wie "Lightning Strikes" oder die erste Single "Tequila Sunrise" wirken unverbraucht und frisch. Der Unterschied zum Vorgänger liegt bei IV im Detail. Viele Kleinigkeiten sorgen dafür, daß das Album als Gesamtwerk nicht mehr wie eingeschlafene Füsse klingt, sondern locker und flockig aus den Boxen wummert. Soundmäßig stehen die drei dank der Fingerfertigkeit von DJ Muggs an der Spitze der Hip Hop-Liga und dort haben sie sich mit dieser Scheibe eindrucksvoll zurückgemeldet. Ich hatte Cypress Hill eigentlich keine Steigerung mehr zugetraut, ist aber angenehm, sich eines besseren belehren zu lassen. Anno '98 zeigt das Trio aus LA der Konkurrenz, wo die Standards stehen. Für mich die positivste Überraschung der letzten Zeit. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 25. April 2000 | Columbia

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Februar 2005 | Columbia

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 29. Mai 2020 | Columbia - Legacy

Download nicht verfügbar
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 23. April 2010 | Sony Music Entertainment

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 19. April 2010 | Priority Records

"R'n'R ist ein unverzichtbarer Teil von Cypress Hill", sagt Rapper Sen Dog. Das ist spätestens nach den drei letzten Studioalben Realität. Natürlich bleiben die Hillers trotzdem Hip Hop - sonst hätte der Priority-Creative Director namens Snoop Dogg seine alten Kumpels wohl kaum gesignt. Allerdings kommen sie mit einer Kollaboliste um die Ecke, bei der eigentlich kein A&R Nein sagen kann. Snoop dürfte der Opener soundtechnisch jedenfalls Freude bereit haben, obwohl das steif walzende "It Ain't Nothin' (feat. Young De)" nicht zu den stärksten Tracks der Platte zählt. Da verleihen die tighten Funkrock-Licks eines Tom Morellos dem Westcoast-Flavor der Hillers schon einen ganz anderen Groove-Schmackes: "Rise Up" - lupenreiner Stoff für Leute, die vom Crossover nicht lassen können. Die zweite Nummer mit Morello "Shut 'Em Down" knallt ähnlich cool, gibt sich aber rock-orientierter. Noch eine Spur heftiger und metallisch kommt "Trouble Seeker" mit Daron Malakian, das partiell natürlich nach SOAD klingt. Pete Rock sorgt dagegen für das schräg bouncende "Light It Up", und Everlasts Gastauftritt hat mit Blues-Rap wenig zu tun. Man ahnt es: vom gewohnten Laid back-Tune über rohe Hip Hop-Beats und kubanisch-karibische Ausflüge bis hin zu Mosh tauglichen Rocktracks ist wieder alles dabei. B-Real und Sen Dog thematisieren dabei die Gang-Wirklichkeit oder preisen die Vorzüge des Marihuanarauchens an - inklusive Cheech and Chong-Sample. Bei Mike Shinoda gehts recht hymnisch zu ("Carry Me Away"), in Sachen Mitsingfaktor geht höchstens der Latino-Tune "Armada Latina" drüber. Gitarren und Synthies harmonieren bei melodiös melancholisch gesampleten Tunes wie "Get It Anyway". Krachend, der Old School verpflichtet bleibt dagegen "Pass The Dutch feat. Evidence and The Alchemist". "K.U.S.H." bietet marihuana-verhangene Latino-Verweise, soll heißen: Beim Cypress-Comeback ist alles im grünen Bereich. Gerade diese Nummer zeigt, dass der Vierer aus L.A. nach fast 20 Jahren Karriere auf einem hohen Produktionslevel angelangt ist. Das auf den ersten Blick unspektakuläre Arrangement offenbart bei genauerem Hinhören eine fein austarierte, recht vielteilige Struktur. Stilistisch unterschiedliche Instrumente und Samples gehen geschmeidig zusammen, ergänzen oder wechseln sich ab. DJ Muggs hat mit teils schwergewichtiger Producer-Unterstützung (siehe besagte Featureliste) fette Arbeit abgeliefert - ein wahrlich kalorienhaltiges Comeback nach rund sechs Jahren im Album-Off. Und Cypress Hill are still hungry. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 31. Oktober 1995 | Ruffhouse - Columbia

Cypress Hill didn't exactly push themselves after they revolutionized hip-hop with their first album, 1991's Cypress Hill. Black Sunday, their 1993 follow-up, was a virtual reproduction of their debut, albeit with a harder stance and an increased pop sensibility. On Cypress Hill III: Temples of Boom, the group pushes forward somewhat, but with mixed results. Nothing on the album is as immediately catchy as "Insane in the Brain" or "How I Could Just Kill a Man," but Cypress Hill do open up their sound a bit, experimenting with jazz-inflected grooves, in particular, as well as soul. Even with the new musical flourishes, the essential core of the band's sound hasn't changed at all, which is slightly disappointing. Certainly, Cypress Hill III: Temples of Boom is an excellently produced record, filled with sonic details that most hip-hop records of the mid-'90s are missing, but the musical content frequently doesn't quite match the production skills. Cypress Hill manages to keep a consistent mood throughout the record, and several tracks showcase the trio at their best, but Cypress Hill III: Temples of Boom suggests that they are running out of things to say and ways to say them. © Stephen Thomas Erlewine /TiVo
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2001 | Columbia

"Taking back the crown ...". Diesen Slogan verstehen in erster Linie Cypress Hill-Vergiftete. Seit über zehn Jahren machen die Zypressen erfolgreich ihr Ding. Aller Voraussicht nach wird das, im wahrsten Sinne des Wortes, auch so bleiben. Schließlich betreten Cypress Hill mit "Stoned Raiders" nicht gerade neues Terrain. Ihre Tunes fräsen sich dennoch gnadenlos ins Gehirn. Und wer die L.A.-Posse live kennt, für den ist die Sache mit der Innovation erstmal zweitrangig. "Stoned Raiders" hört man die langjährige Erfahrung des Quartetts, dessen Rezept "Rap meets Rock" auch auf Platte immer mehr an Bedeutung gewinnt, heraus. Anders als bei "Skull & Bones" haben Muggs, B-Real, Sen Dog und Bobo diesmal die Hip Hop- und harten Gitarren-Tracks nicht auf zwei Platten verteilt, sondern auf einer Scheibe vereinigt. Das Prinzip Crossover ist bestimmt nicht neu. Aber "who cares", wenn Hip Hop- und Rock-Nummern gleichermaßen ins Blut gehen? Einige Songs entfalten ihre Wirkung erst im Laufe des Hörens. Beispielsweise das auf einer barock anmutenden Melodie aufgebaute "Psychodelic Vision" oder "Red, Meth & B (feat. Redman & Method Man)". Andere Tracks funktionieren sofort. "Amplified" ist ein geiler Funk Rock-Track inklusive fiesem Übergang in einen Old School-Mittelteil. Megafette Beats und die Raps von Kurupt rocken "Here Is Something You Can't Understand", eine Hommage an den 91er-Hit "How I Just Could Kill A Man". Textlich zelebrieren B-Real und Sen Dog meist das Thema "Cypress Hill" (so bietet "Kronologik" Nachhilfe in Sachen "Bedeutung der Band im Rap-Game"). Die Stärke von "Stoned Raiders" liegt aber vor allem in den Refrains. Hier reiht sich in punkto Flow und Melodien ein Gassenhauer an den anderen. Als Beispiele mögen das melancholische "Memories" oder die typischen Cypress-Singles "Lowrider" und "Trouble" dienen. Das bombastische "It Ain't Easy" fusioniert Klassik-Samples, Drums und Gitarrenlicks. Muggs Produktionsmaschine läuft auf Hochtouren. Und das Wichtigste: sie kommt einfach immer zum Punkt. Deshalb knackt jeder Song, gleichgültig, ob er als Laid back-Absinker, peitschender Latin-Hop-Tune oder als Funk-Core-Nummer angelegt ist. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 31. Oktober 1995 | Ruffhouse - Columbia

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. August 1996 | Ruffhouse - Columbia

On Cypress Hill III: Temples of Boom, Cypress Hill sounded a little tired, clinging to their slow, druggy beat a bit too much. The Unreleased & Revamped EP was released a few months after the album, which signals that the EP is an attempt to salvage their reputation. That suspicion is confirmed by the list of remixers and collaborators. None of the guest musicians -- from the Fugees and A Tribe Called Quest to Redman, MC Eiht, and Erick Sermon -- are traditional West Coast rappers. They are musicians who are pushing the boundaries of hip-hop in 1996. In another attempt to restore their street credibility, Cypress Hill have distanced themselves from the alternative rock audience they cultivated through an appearance at Lollapalooza and with Temples of Boom. So, the group has clearly tried to make a break from its trademark sound, and its attempts are marginally successful. "Boom Biddy Bye Bye," which features a remix from the Fugees, is particularly successful, but most of the EP contains the germs of an idea, not the fruition of one. Still, the EP is encouraging to long-term fans who may have thought that Cypress Hill had lost the plot with Temples of Boom. Unreleased & Revamped suggests they are about to get back on track. © Stephen Thomas Erlewine /TiVo
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 13. Dezember 2005 | Columbia

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 28. September 2018 | BMG Rights Management GmbH

"Temple doors open up, smoke billows out. Now you hoping what, for mercy? Get your soul brittled out." Acht Jahre nach dem letzten Studioalbum "Rise Up" kehren Cypress Hill in Form von "Elephants On Acid" mit akustischen Halluzinogenen zurück. Dabei geht es ihnen diesmal nicht nur um den Blick aus der grünen Brille, sondern um eine transzendente Erfahrung. Passenderweise leiten sie ihren psychedelischen Trip mit Tabla- und Sitar-Klängen ein, die nicht nur einen indischen Vibe erzeugen, sondern auch Bezug auf die drogengeschwängerte Pop-Musik der 1960er nimmt. Ein hypnotischer Gitarren-Loop ergänzt in der Single "Band Of Gypsies" die bunte Soundpalette des asiatischen Subkontinents. Die verschiedenen Elemente wirken in ihrer Anordnung keinesfalls überkonstruiert, sondern fügen sich unheimlich stimmig in das Hip Hop-Grundgerüst ein. Selbst wenn die kulturelle Aneignung weniger gelungen ausgefallen wäre, würde Sen Dog wohl nur einen begrenzten Rechtfertigungsdruck verspüren: "Smoke a whole pound when I feel myself comin' down. Live how I wanna live and answer to no one". Noch immer ergänzen sich B-Real und Sen Dog stimmlich hervorragend. Doch der zwischenzeitlich im Hintergrund verschwundene DJ Muggs erhält auf dem neunten Album der Kalifornier die weitreichendsten Entfaltungsmöglichkeiten. Rein instrumentale Stücke wie "Tusko", "Satao", "Holy Mountain", "Elephant Acid", "The 5th Angel" oder "Thru The Rabbit Hole" entschleunigen das Treiben, womit sich Räume zur Meditation eröffnen. "Pass The Knife" feiert beinahe Bergfest bis sich einer der beiden Vokalisten ans Mikro bemüht. Zur Halbzeit geht der Trip allmählich in die Downphase über. Für "Locos" lassen sie den Ashram weit hinter sich, um mit aggressivem Stakkato-Flow über einem düster treibenden Instrumental zu glänzen. Eine ähnlich unheilvolle Atmosphäre kreierte Muggs jüngst auf "Assassination Day". Der Weg nach unten setzt sich konsequent fort. In "Falling Down" und "Insane OG" prügeln die Bässe auf das Trommelfell ein. Schließlich setzt "Warlord" zunächst mit Sirenengesang ein, bevor blecherne Drums die voranschreitende Kriegsmaschinerie imitieren. Höchste Zeit dem Tief etwas entgegenzusetzen: "Close your eyes, we up in smoke." "Reefer Man" atmet den traditionellen grünen Dunst der Kalifornier. Seine psychotrope Wirkung verrichtet das THC dann natürlich optimalerweise unter Zuhilfenahme hauseigener Produkte: "You wanna blow some trees, you wanna smoke some real shit? Put it in the paper, roll it with the 'Phunky Feel Tip'". Nur wenige Züge und es geht für das Trio "Thru The Rabbit Hole" zum Hutmacher und der Grinsekatze ins Wunderland. Doch der Mischkonsum fordert seinen Tribut: "Feels like my head is gonna explode." Schräge Bläser begleiten in "Crazy" den zerebralen Jahrmarkt: "I think I'm going crazy. I'm losing my mind. I see elephants all of the time". Das omnipräsente Elefanten-Motiv hat sich längst vom jovialen, entspannt vom Cover grüßenden, hinduistischen Gott Ganesha zur halluzinierten Bedrohung gewandelt. Inmitten des imaginierten Zirkus breitet sich die Vorstellung aus, Chefbeatbastler Muggs habe das Zeitliche gesegnet ("Muggs Is Dead"). Der befindet sich mittlerweile auf dem "Stairway To Heaven" in Richtung ewiger Glückseligkeit. Ein Ort, den B-Real nie zu erreichen glaubt: "When I die, I probably won't make it to heaven". Aber was will er da auch? Cypress Hill schaffen sich ihren eigenen Himmel auf Erden. Losgelöst von Raum und Zeit genießen sie die unendlichen Möglichkeiten der Twilight Zone. Also auf zur nächsten Runde: Blunt anzünden, "Elephants On Acid" auf Repeat und in die Wiederholungsschleife eintauchen. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 16. März 2021 | BMG Rights Management GmbH

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