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Die Alben

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Electronic - Erschienen am 26. März 2021 | Luaka Bop

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Pitchfork: Best New Music
"Pharoah ist ein Mann von unendlicher Spiritualität, der ständig nach Wahrheit strebt. Ich liebe die Kraft seines Spiels so sehr. Er ist ein großer Innovator, und es ist eine Freude und ein Privileg, dass er zugestimmt hat, Mitglied der Band zu sein. Er hat den Willen und den Verstand, zwei Eigenschaften, die ich an Menschen am meisten schätze." So sprach John Coltrane über Pharoah Sanders - diesen Hurricane, den Coltrane zu zähmen wusste und an dessen Seite er von September 1965 bis zu seinem Tod im Sommer 1967 spielte. Der Jazz der sechziger Jahre erlebt ein Free-Music-Beben wie nie zuvor. Pharoah ist ein echtes Unikat nimmt in dieser Zeit starke Soloalben voller fetziger Riffs auf, immer durchdrungen von einer unerschütterlichen Nachdenklichkeit. Selbst wenn sein Schrei zu einem Flüstern wird, bleibt dieser kraftvoll und spirituell zugleich... Es ist zweifellos die Spiritualität des heute 80 jährigen Pharoah Sanders, die Sam Shepherd alias Floating Points fasziniert. Der begnadete britische Elektrokünstler, der an der Chetham's School of Music Komposition studiert hat, ist für seine hybride Musik aus Electronica und Ambient sowie Jazz und Neo-Klassik bekannt. Und ebenso wie seine Freunde Kieran Hebden (Four Tet) und Dan Snaith (Caribou) ist er Fan von Debussy, Messiaen, Bill Evans, Gil Scott-Heron und der Krautrock-Band Harmonia und betont stets seine äußerst vielfältigen Einflüsse. Eine künstlerische Haltung, die wohl zu diesem Promises führte: dem aktuellen Projekt, das Pharoah Sanders und Floating Points zusammenbringt, die 46 Jahre und einen Ozean voneinander getrennt sind. Ein Ozean, der von den Streichern des London Symphony Orchestra (LSO) gefüllt wird, dem dritten Hauptakteur dieser brillanten Aufnahme.  Das erste Kapitel wird im Jahr 2019 in Los Angeles geschrieben, wo der Saxophonist lebt. Eine Woche lang experimentierten er und Floating Points viel und wild herum. Zurück in England bearbeitet Floating Points diese Aufnahmen und fügt die in London aufgenommenen Violinen des LSO hinzu. Das Ergebnis ist ein Wunder von beruhigender Gelassenheit. Eine lange spirituelle Spielart in neun Sätzen. Tolle Klanggebilde, Traumlandschaften, nahe am Ambient und durch die homöopathischen Abstufungen noch betörender. Der erste Teil ist introvertiert und konzentriert sich auf das Zusammenspiel zwischen Sanders und Floating Points. Der zweite Teil ist lyrischer und wird von den geschickt dosierten Geigen des mythischen Orchesters getragen...Es erinnert zuweilen an Alice Coltranes (der ebenfalls mit Pharoah spielte) schamanische Musik, an einige Aufnahmen von Claus Ogerman oder auch an Brian Enos Ambient-Periode zwischen1978 und1983. Aber Promises hat seine ganz eigene Originalität und wird von den Generationen übergreifenden und vielfältigen Werten getragen, die es vermittelt. Ein Wunderwerk. © Marc Zisman/Qobuz
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Französischer Chanson - Erschienen am 26. März 2021 | Universal Music Division Romance Musique

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 19. März 2021 | Rec. 118

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Jazz - Erschienen am 12. März 2021 | Hubro

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
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Klassik - Erschienen am 12. März 2021 | Mirare

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama
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Modern Jazz - Erschienen am 5. März 2021 | Label Bleu

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Stimmt nicht ganz, dass Michel Portal seit zehn Jahren keine Jazzplatte mehr gemacht hätte. 2017 gab es mit „Eternal Stories“ eine viel zu wenig beachtete Zusammenarbeit mit dem Quatuor Ébène. Sechs Jahre vorher war mit viel PR in Frankreich das Album „Baïlador“ erschienen, ein All-Star-Projekt (mit Jack DeJohnette, Ambrose Akinmusire und Lionel Loueke). Damals wie heute spielt(e) der Pianist Bojan Z eine wichtige Rolle, um die komplexen Ideen Portals zu bündeln. Auf „MP85“ treffen sich jetzt endlich ihre Universen, und anders als bei fast allen früheren Studioalben Portals spielt hier eine „echte“, live-erprobte Band. Mehrmaliges Hören offenbart kunstvolle Details. Wie Bojan Z im spannenden Opener „African Wind“ zwei Keyboards einsetzt, wie in „Full Half Moon“ Portals Liebe für Alte Musik aufleuchtet, wie seine Bewunderung für Brahms durch das ergreifende „Armenia“ weht. Plötzlich geht es dann in eine mysteriöse „Desertown“, während Bruno Chevillons gestrichener Kontrabass uns durch alle Knochen fährt. Beim 85-jährigen Maestro Portal, der sich selbst mitunter als „Mister Pharmacy“ porträtiert, ist Optimismus spürbar: der Altersschwung als Überschwang. Sonny Rollins übergab gerne das Staffelholz an einen Posaunisten, hier ist es Nils Wogram, der mit wunderbarem Feeling die ganze Band mitreißt. Die Rhythmusgruppe mit Bruno Chevillon und dem jungen flämischen Trommelwunder Lander Gyselinck in voller Fahrt zu erleben, gehört – neben Portals unvergleichlichem, im Alter noch gereifteren Klarinettenton – zu den schönsten Momenten von „MP85“. © Lippegaus, Karl / www.fonoforum.de
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Französischer Chanson - Erschienen am 5. März 2021 | Columbia

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Aus aller Welt - Erschienen am 26. Februar 2021 | Six Degrees Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
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Alternativ und Indie - Erschienen am 25. Februar 2021 | Goliath Enterprises Limited

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Mit Skeleton Tree (2016) und Ghosteen (2019) hatte Nick Cave gleich einen Doppelvertrag unterzeichnet – für Himmel und Hölle zugleich. Auf Carnage bleibt der Bandleader von The Bad Seeds weiterhin dort oben. Weit weg von den Menschen. In der Nähe von weiß der Teufel welcher Gottheit. Dieses Album trägt nicht den Namen seiner illustren Gruppe, sondern den seines Weggefährten, des seit Jahren musikalischen Leiters seines Œuvres: Warren Ellis. Mit Carnage bleiben die beiden Australier weiterhin den letzten mystischen und leicht elektronischen Arbeiten von The Bad Seeds treu, auch wenn sie nach vorne blicken. Ein paar Wochen vor der Veröffentlichung hatte Nick Cave von „einer brutalen, aber wunderschönen Platte, im Zusammenhang mit einer gesellschaftlichen Katastrophe“ gesprochen, damit meinte er natürlich die Pandemie… Der für ihn typische Sprechgesang ist immer noch derselbe und zeigt, wieviel Kraft in ihm steckt. Und dieser geniale Spinner namens Ellis findet doch tatsächlich immer auch die entsprechende Soundkulisse dazu – Streicher, Retro-Synthies, klimperndes Klavier, außerirdische Geräusche, alles kommt zum Zug – um diese irrationalen und poetischen Texte auf eine gesamtheitliche Reise zu schicken. In dem grandiosen White Elephant hat diese Methode eine faszinierende Wirkung und es geht dann mit einem Chorgesang zu Ende, der Lennons Give Peace a Chance das Wasser reichen kann. In Balcony Man schlagen Nick Cave und Warren Ellis zuerst einen Weg ein, der an experimentelles Ambient erinnert, bevor sie dann mit einem abgefahrenen Klavier/Violine-Tandem die entgegengesetzte Richtung einschlagen. Es scheint, als habe Duo vor allem bei Carnage Spaß daran, Atmosphären und Stile miteinander zu verweben, selbst wenn das bedeutet, den traditionellen Rahmen des Songs zu sprengen. Brutal und wunderschön, das ist die passende Bezeichnung. Recht wohl fühlt man sich nicht beim Betreten dieser Parallelwelt, die es so kein zweites Mal gibt. Die Welt des Rock kann noch so viele verschiedene Wesen hervorbringen, Nick Cave bleibt trotzdem ein Tier, das aus der Reihe tanzt und unaufhörlich seine künstlerischen Überzeugungen in Frage stellt. Wirklich einzigartig. © Marc Zisman/Qobuz
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Kammermusik - Erschienen am 19. Februar 2021 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama
Die zwei meisterhaften Sonaten, Op. 120 von Brahms beschließen eine der emerkenswertesten Sammlungen von Kammermusik des 19. Jahrhunderts. Sie erfordern eine Virtuosität, die ganz im Zeichen ihrer außergewöhnlichen Poesie steht. Die melodische Linie kommt der menschlichen Stimme sehr nah und entfaltet sich, wie in dem berühmten Wiegenlied, mit organischer Natürlichkeit. In diesen Zusammenhang gehören zweifellos die beiden Lieder, in denen Bariton und Bratsche gleichberechtigt sind und die hier von drei Ausnahmemusikern interpretiert werden. © harmonia mundi
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Alternativ und Indie - Erschienen am 12. Februar 2021 | Clap Your Hands Say Yeah

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Bereits vor 16 Jahren hätte Alec Ounsworth den Preis für die weltweit nöligste Fistelstimme verdient gehabt – erstplatziert, sogar noch vor Ezra Furman. Als Sänger und Mastermind der Band Clap Your Hands Say Yeah behauptet sich der Mann aus Philadelphia seit 2004 im Halb-Untergrund der Indie-Szene. Das selbstbetitelte, erste Album stach nicht nur dank des prägnant nervigen Gesangs hervor, sondern gleichermaßen mittels hervorragendem Songwriting in Geheimklassikern wie "Is This Love?". Ounsworth und Kollegen schafften es seinerzeit sogar ins landesweite US-Fernsehen zu David Lettermans "The Late Show". Den kurzen Rummel um das einstige Quintett krönte ein umjubelter Auftritt auf dem spanischen Benicassim-Festival, den man sich auf YouTube nicht entgehen lassen sollte. Es wird gemunkelt, die beiden pop-intellektuellen Davids, namentlich Bowie und Byrne, hätten sich damals bei Gigs blicken lassen. Es folgte ein ewiges Underdog-Schicksal. Während die nächsten beiden Alben noch auf den vorderen Plätzen der amerikanischen Alternative-Charts gelistet wurden, ernteten die darauffolgenden drei sogar Pitchfork-Verrisse. Die Luft war raus. Das sechste Studioalbum "New Fragility" verspricht schon im Titel neue Entwicklungen. In "Thousand Oaks", einem der uniformen Peripherieorte von Los Angeles, reich, trübselig, wohlbehütet, fand 2018 ein Massaker statt. Darüber singt Ounsworth mit gefühligem Springsteen-Pathos über den amerikanischen Traum seiner "Hesitating Nation". Hört sich ein bisschen an wie The War On Drugs oder, nochmal, Ezra Furman auf "Transangelic Exodus". "But it's a world full of trouble / An American massacre / In Southern California / But we're reasoning with messengers" zählt nicht zu den Höhepunkten der modernen Lyrik, taugt aber für einen elegischen Song über ausweglose Einsamkeit in diesem 21. Jahrhundert. Darüber, ob das 20. Jahrhundert 1999 endet, oder mit der Vorstellung des ersten iPhones 2007, oder doch erst mit der Coronakrise im März 2020 - darüber lässt sich vorzüglich streiten. Von den Gitarren bis zum Gejaule klingt auf diesem Album auf jeden Fall alles nach Vergangenheit, Arcade Fires "Funeral" erschien übrigens 2004. In "Dee, Forgiven", einer langsam walzenden Liebesballade, ergänzen dezente Analogsynthiefiguren und verzerrte Mundharmonikas den angestaubten Indiesound. Ounsworths Stimme quäkt in die höchsten Höhen seiner tiefsten Depression. Das ist wieder nix Neues, aber recht anrührend und schön. Ebenso generiert sich der Titeltrack "New Fragility" geschmackvoll museal, mit Bildern wiederum wie aus dem Boss-Archiv: "On a holiday, you said you just needed to get away / Taking some midnight drive out to Long Beach Island / Stranded, half-naked on a strange man's couch." Track Nummer sieben ist das Bekenntnis zur Nostalgie, der Mann trauert seinem vergangenen fünfzehn Minuten Berühmtheit hinterher – "CYHSY, 2005". Ein leicht bemerkenswertes Lied mit deutlichem Streichereinsatz auf diesen 41 gleichförmigen Minuten Albumlänge ist "Went Looking For Trouble". Ounsworths Verse gestalten sich hier pubertär brutal, bedienen sich reißerischer Bildsprache und wollen sehr literarisch klingen. "The rain is falling and it chases us like a rapist / Into the basement of your parents' house / Where I will sit down quiet as a mouse / And watch you eat yourself alive" schießt nicht ganz am Ziel vorbei, aber doch darüber hinaus. Dass jemand im Alter von 43 Jahren immer noch (oder wieder) von der Teenagerromantik singen muss, könnte heißen, dass ihm sonst nichts mehr einfällt als eben "neue Zerbrechlichkeit" im fortgeschrittenen Alter. Betrachtet man die aktuellen Entwicklungen am Poesiemarkt, darf allerdings festgestellt werden, dass eine Amanda Gorman nicht einmal dieses Niveau zustande bringt. Zum Abschied kläfft Ounsworth dann noch von Jesus Christus, seiner Tochter und Halluzinationen – man könnte meinen, er hätte sich diesen Themenkomplex von Kanye West abgeschaut. So gute Musik wie vom Yeezus liefert das neue Album von Clap Your Hands Say Yeah leider nicht, so viel sensationalistischen Schauwert auch nicht. Dennoch liegt hier ein Werk einer mittleren Schaffensphase am mittleren Rand der Verzweiflung vor, das insgesamt und irrational betrachtet dann doch mehr als nur eine mittelschöne Angelegenheit ist. Deswegen dann doch die entsprechende 4/5-Sternewertung. © Laut
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Country - Erschienen am 5. Februar 2021 | Boots Enterprises, Inc.

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Zuerst taucht da dieses Bild einer amerikanischen Brigitte Bardot auf, sexy und im Look der Sixties. Und einen Gainsbourg hatte Nancy Sinatra auch: Lee Hazlewood, der perfekte Kumpel mit Schnauzbart und Baritonstimme. Ihren Familiennamen, den ihres illustren Vaters, eines gewissen Frankie, den sollte sie schnell loswerden, als sie anfing, die fast schon krass aufmüpfige Tochter zu spielen… Viele verbinden mit Nancys Stimme vor allem zwei Giga-Hits: dem genialen These Boots Are Made For Walkin' und dem sinnlichen Bang Bang, den Quentin Tarantino 2003 wieder aus der Versenkung holte, als er ihn im Soundtrack von Kill Bill: Volume 1 unterbrachte. Die vom hervorragenden Label Light In The Attic orchestrierte Neuausgabe ihrer Alben kann keine Vorspeise verlockender ankündigen als diese exzellente Kompilation ihrer schönsten Songs, solo oder im Duett (John Baldwin hat alles von analogen Aufnahmen ausgehend neu gemastert). Sugar Town, So Long Babe, You Only Live Twice, Some Velvet Morning, Sand, Jackson - nichts fehlt! Und es gibt auch noch andere Leckerbissen wie Hello L.A., Bye-Bye Birmingham oder auch eine überraschende Coverversion von Joe Dassins L’Été indien! Lee Hazlewood, der hinter diesen gelungenen Produktionen und faszinierenden Arrangements steckt, verstand sich ganz großartig auf sein Handwerk. Er schuf eine einzigartige Musik, die zwar recht nach Sixties klingt, aber dermaßen originell ist mit dieser Kombination von Pop, Country, Rock, Klassik und Filmmusik. Der Elektronikfrickler, der an den Reglern stand, bekam Unterstützung von The Wrecking Crew (Hal Blaine am Schlagzeug, Al Casey, Glen Campbell, Larry Carlton an der Gitarre und Carol Kaye am Bass) mit wummernden Bässen, facettenreichen Gitarren, exotischen Instrumenten und schier unendlichen Streicherteppichen, denn er hatte das Kaliber eines Phil Spector, der zu allen möglichen Experimenten bereit war. Da brauchte dann nur noch seine Muse diese zeitlosen Melodien voller Schneid in höchster Vollendung singen. Fabelhaft. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 5. Februar 2021 | Papillon jaune

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Da die „richtige Mischung“ im Mittelpunkt des 2016 erschienenen Radio One stand, war es logisch, dass Airelle Besson für Try! wieder dieselben Protagonisten auf den Plan rief: die Sängerin Isabel Sörling, den Pianisten Benjamin Moussay (Klavier und Keyboards) und den Schlagzeuger Fabrice Moreau. Die Indikatoren sind dieselben, nur die Interaktionen dieser Viererbande scheint sich so etwas wie … verzehnfacht zu haben! Coronabedingt mussten sie ihre Arbeit anders gestalten. Raum und Freiheit sind umso spürbarer. Die Themen fließen ineinander über, sie sind verträumter, auch verzaubernder… Und wenn dann die Stimme der Schwedin die manchmal an Tom Harrell erinnernde Trompete der Pariserin umkreist, dann hört es sich wie ein Geschenk der Götter an. Wenn hier eine Frau der anderen ins Angesicht sieht, stehen Moussay und Moreau natürlich nie außen vor, und ihr Beitrag ist vital. Denn obwohl einzig und allein der Name Airelle Besson das Cover von Try! ziert, so sprechen sie doch alle zusammen ein- und dieselbe Sprache. Die eines genauso verspielten wie auch schelmischen Jazz. Eines erzählerischen, bildhaften Jazz, der sogar sehr offen ist und manchmal in Richtung zeitgenössischer Musik abdriftet. Dieses Quartett besitzt vor allem einen ihm ganz eigenen Klang. Ein kleines Stück Musik, das origineller nicht sein könnte. © Marc Zisman/Qobuz
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Modern Jazz - Erschienen am 5. Februar 2021 | Archieball

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Im Duett zusammen mit einem Pianisten zu spielen, diesen Abstecher erlaubt sich Archie Shepp regelmäßig. Übrigens zählt jener aus dem Jahr 1977, den er gemeinsam mit Horace Parlan auf dem Album Goin’ Home für das dänische Label SteepleChase verewigt hatte, zu den schönsten Platten des amerikanischen Saxofonisten. Dieses Mal misst sich John Coltranes ehemaliger Kumpel mit den um 38 Jahre jüngeren Jason Moran. Die Stimmung ist natürlich besonnen, vor allem aber zutiefst sozialengagiert. In einem Geflecht von Hits wie Round Midnight oder Lush Life sowie spirituell gefärbten Stücken, wie das legendäre Go Down Moses, präsentieren die beiden Männer ein niederschmetterndes Gebet, in dem das unendliche Leid der Sklaven herauszuhören ist. Ihre Improvisationen sind dezent gehalten (wie faszinierend Moran ist!) und verherrlichen gleichzeitig die melodische Struktur der gewählten Themen. Der nunmehr gute dreiundachtzig Jahre alte Archie Shepp krächzt natürlich nicht mehr wie damals in den ereignisreichen Sixites, als er einer der Vorreiter der Freejazz-Szene war, aber seine Ausdauer unterstreicht zusätzlich, wie großartig die Geschichte des Jazz, der  Great Black Music und der Afroamerikaner ist. An bestimmten Stellen tauscht er ganz kurz Saxofon gegen Mikro ein und verleiht damit dem Sklavengesang seiner Ahnen eine umso kräftigere Wirkung. Da Archie Shepps Musik immer schon mit seiner militanten Haltung Hand in Hand ging, passt Let My People Go perfekt in seine Zeit. Insbesondere in jene der Black Lives Matter-Bewegung… © Marc Zisman/Qobuz
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Modern Jazz - Erschienen am 5. Februar 2021 | Drugstore Malone

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 5. Februar 2021 | BBE Music

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Rock - Erschienen am 5. Februar 2021 | Red Creek

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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. Februar 2021 | Entrance Records & Tapes

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R&B - Erschienen am 29. Januar 2021 | Transgressive

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime - Lauréat du Mercury Prize
Die Stimme einer Generation. Das hat man Bob Dylan nachgesagt, der nichts davon hören wollte... Anaïs Oluwatoyin Estelle Marinho alias Arlo Parks reagiert genauso, wenn man sie seit ihrer 2019 erschienen EP Super Sad Generation als Sprecherin der Generation Z (die zwischen 1997 und 2010 Geborenen) bezeichnet. Ist die Marketing-Punchline erst einmal vergessen, kann man ungehindert Collapsed in Sunbeams genießen - ein brillantes Debütalbum, das mit beschwingtem R'n'B, leichtem Pop und Neo-Trip-Hop jongliert. Das wohl tiefgründigste Album von Anfang 2021... Bevor die in London lebende Sängerin tschadischer, französischer und nigerianischer Herkunft Songs schrieb, widmete sie sich der Poesie. Als großer Fan von Sylvia Plath, Ginsberg und Nabokov fühlte sich sich schon immer zum Schreiben hingezogen. Arlo Parks erzählt Geschichten - oft ihre eigenen - noch bevor sie diese vertont. Mit seinem Titel, der aus Zadie Smiths Roman Von der Schönheit stammt, unterstreicht das Album Collapsed in Sunbeams diese literarische Leidenschaft, die Arlo Parks nun ganz der Musik zugewandt hat. Mit Finesse und Schärfe setzt sie sich mit Zerrissenheit (Caroline), unerwiderter Liebe (Eugene) oder Alkoholismus (Hurt) auseinander. Ihre bittersüßen Melodien konfrontieren die oft melancholischen, manchmal traurigen Texte mit geballter Pop-Energie. Ein Balanceakt, der von einer hypnotischen Stimme getragen wird, die sowohl an Trickys Ex, Martina Topley-Bird, als auch an Lily Allen oder Jorja Smith erinnert. Mit nur 20 Jahren ist Arlo Parks mehr als eine Eintagsfliege und wird wahrscheinlich noch viele Jahre im Rampenlicht stehen. Eine wahre Entdeckung. © Marc Zisman/Qobuz
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Pop - Erschienen am 29. Januar 2021 | Polydor Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Die vollkommene Introspektion im Soul-Kontext macht sich die 26-jährige Celeste Waite aus dem Süden Englands zu eigen. Sie setzt auf einen harten Kontrast zu sonst genre-üblichen Themen und musikalischen Gestaltungsformen. Simple Beziehungs-Stories oder politischer Protest sind ihre Sache nicht, und ihr Debüt "Not Your Muse" fokussiert sich ganz auf ihre innere Mitte, Träume, Sehnsüchte und fragile Momente. Zu zarten Balladentönen reflektiert die Jazzliebhaberin ihre Gefühle und strahlt raumfüllende Ruhe aus. Dabei knistert jeder Ton, als wolle er sagen "Moment, da kommt gleich noch ein wichtiger Gedanke", etwa im dramatischen "Beloved". Celeste macht Musik für Tagebuch schreibende Menschen, die Kerzenlicht mögen, abends sorgsam die Kleidung für den nächsten Tag zurechtlegen und Songs bewusst zum 'Mood Management' einsetzen. Celeste schöpft aus alten Quellen der 1940er bis '60er Jahre weitaus mehr als aus heutigen. Wie sie selbst singt, "listening to love songs that no one listens anymore" (im Track "Tonight Tonight"), entrückt sie ihre Platte den Moden der Jetztzeit und transferiert sie in eine nostalgisch geprägte eigene Zeitblase. Deswegen erscheint es falsch und kurzatmig, ihr den Stempel "neue Adele" oder ähnliche Konstrukte aufzudrücken. Hype-suchende sehnen sich nach Parallelen, doch die Brit-Soul-Schublade verhakt beim Zuschieben, will man Celeste hineinstopfen. Superlative, wie der Vergleich mit Amy Winehouse oder Sade, strapazieren, zugleich übertünchen sie die besonderen Merkmale, die schweren Bässe im Opener "Ideal Woman", die Vielseitigkeit der Stimme, das Behutsame mancher Nummern und so vieles mehr. Denn Celeste ist Celeste und kein Phänomen, das es schon gab. Viele Songs auf dem Album klingen nicht wahnsinnig britisch, und Adele ist zwar eine Frau in der gleichen Altersliga, aber solchen Soul wie Adele machten ja auch Mick Hucknall, Roachford, Duffy und M People, im Grunde sogar Tom Jones. Celeste steht all diesen Acts näher als anderen Stilen, das ja. Sie groovt jedoch auf einem anderen Trip. Nehmen wir "Stop This Flame": Das synkopierte Tasten-Intro reißt vieles in der Komposition an sich und dominiert den Song, gleichwohl Celeste sehr laut und prägnant dagegen arbeitet. Ihre Phrasierung spannt einen starken, belastbaren Bogen, weil nahezu all ihr Text wie ein einziger ellenlanger Satz wirkt und nur wenige Gedankenstriche und entsprechende Denkpausen den rollenden Sprachfluss stoppen. Im mitreißenden Vortrag krächzt Celeste, erst klingt sie angeschlagen, dann als würde sie Kette rauchen. Mühelos switcht sie zu Trillertönen, dann zu engelgleicher ätherischer Klarheit, nörgeliger Stimmfarbe, MC-artigen Imperativ-Wiederholungen und inbrünstigem Bekenntnis-Gesang. Den schneidigen Beat rechnen wir mal der Chicago House-beeinflussten Manchester-Szene um Lisa Stansfield und den sehr späten 80ern zu. Generell gibt sich Celeste als eine genaue Handwerkerin perfekter Atemtechnik und eine zurückhaltende Team-Playerin ihrer Band, unprätentiös, niemals seifig, kein quengelndes Empowerment-Mädchen, sondern erwachsen und routiniert. Wie der beste Radiomoderator derjenige wäre, den man gar nicht bemerkt, so führt Celeste allürenfrei durch ihr Programm und überträgt das auch auf Platte. "Not Your Muse" ist ein Album wie eine Setlist. Die Tracks fließen recht natürlich hintereinander weg. Das autobiographische "Father's Son", die eingängige Klavierballade "Lately" wie auch die sanfte Jazzclub-Rauchnebel-Nummer "Both Sides Of The Moon" schafften es dagegen alle nicht aufs Album, finden sich sehr wohl aber in der Deluxe-Version. Zwei Duette, darunter das dreampoppige "Unseen" mit Lauren Arder, aber auch die erfolgreiche Vorabsingle "Hear My Voice" fielen im Zuge der zehn Monate langen Wartezeit bei "Not Your Muse" ebenfalls zur Seite. Solche Stücke können als Bonus-Track auf der 21-Tracks-DeLuxe-CD erworben werden, gleichwohl nicht in der Standardfassung. Die Vinyl-Ausgabe umfasst nur ein schmales Paket von acht Songs, was so verwirrend wie ärgerlich ist und sogar die andere Single (das geniale "Strange") missen lässt, aber durch eine Download Card für das Song-Dutzend der Standard-CD wettgemacht werden soll. "Strange" ist der seltene Fall, dass sich ein Lied nur mit völlig leisen Tönen zum YouTube-Hit entwickeln kann. Was in allen Fassungen auffällt, sind die beiden stillen Stücke "Ideal Woman" und "Some Goodbyes With Hellos", letzterer nur mit Akustikgitarre, die zusammen mit dem aufwändig instrumentierten "Tell Me Something I Don't Know" die vergessene Corinne Bailey Rae ins Gedächtnis rufen. "Tell Me Something I Don't Know" punktet mit seinem Saxophon-Arrangement als schrägstes, musikalisch waghalsigstes und impulsivstes Stück der Platte. Gesanglich lässt sich da schon ein bisschen Amy Winehouse raushören - das kann man nicht leugnen. Aber Celeste wird ihren eigenen Weg gehen, der sie nun zurecht erst einmal an die Spitze der UK-Charts führt. © Laut