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Die Alben

1107 Alben sortiert nach Datum: neuestes zuerst
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Funk - Erschienen am 25. September 2020 | Warner Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
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Indische Musik - Erschienen am 18. September 2020 | Glitterbeat Records

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama
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Modern Jazz - Erschienen am 18. September 2020 | Bonsaï Music

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama
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Folk - Erschienen am 4. September 2020 | Drag City Records

Auszeichnungen 4F de Télérama
1999 stellte Bill Callahan seinem Album Knock Knock einen Song voran, dem er den Titel Let’s Move to the Country gegeben hatte. Es war die Zeit, als er noch ein nervöser, schlacksiger Junge war und unter dem Namen Smog sang. Es ging darum, das Reisen aufzugeben und sich an Land niederzulassen, also „nur du und ich“. Der Song ging seltsamerweise mit zwei halben Sätzen zu Ende: „Let’s start... / Let’s have...“. Zwanzig Jahre später legt Callahan auf Gold Record nun Let’s Move to the Country neu auf, und bei dieser Gelegenheit vollendet er die Sätze: „Let’s start a family / Let’s have a baby / or maybe two / ououououuuu“. Er hat sich nämlich tatsächlich niedergelassen und eine Familie gegründet. Das hat ihn von seinen Irrwegen abgebracht, er hat nun seine Ängste unter Kontrolle und schlug jetzt ein neues Kapitel seiner langen Diskografie auf. Bill Callahans Alben waren immer schon recht energiegeladen. Aber seit einigen Jahren sind sie noch dazu überaus friedlich geworden. Eine stilistische Revolution ist mit Gold Record nicht zu erwarten: Seine Songs erntet Callahan nach wie vor im Feld des Americana, zwischen brachliegendem Country und bluesigem Folk. Und das, was ihn auszeichnet und immer wieder faszinierend macht, gehört nur ihm allein: diese trockene Bassstimme, die seit der ersten Version von Let’s Move to the Country immer dieselbe geblieben ist. Dazu kommen ein paar ausgefallene Besonderheiten in der Produktion und Texte, die sich wie ein existenzialistisches, aus den Erfahrungen des Alltags gespeistes Logbuch anhören – ein Song über das Frühstück, ein anderer über die Nachbarn, und dann einer über Ry Cooder. Auch eine Art Humor tritt zutage: Wenn Bill Callahan etwa den Song Pigeons mit den Worten „Hello, I’m Johnny Cash“ einleitet und es dann mit einem „Sincerely, L. Cohen“ ausklingen lässt. Mit Gold Record und seiner Art, sich im Schatten zu halten und dabei ganz glücklich zu sein, hat er jetzt die Nachfolge der beiden Giganten angetreten. © Stéphane Deschamps/Qobuz
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Klaviersolo - Erschienen am 4. September 2020 | BIS

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - 4F de Télérama
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Modern Jazz - Erschienen am 28. August 2020 | Nonesuch

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama
Seinen für ihn ganz typischen Stil konnte Tigran Hamasyan zu seinem Glück schon sehr früh entwickeln. Der aus Gyumri stammende Pianist kreierte mit seiner Kombination aus Jazz, folkloristischen Elementen aus seinem Geburtsland Armenien und tausend anderen Klängen (Rock, Metal, Klassik), die er seit frühester Kindheit zu Ohren bekommen hatte, eine gleich an den ersten Tönen erkennbare Semantik. Das selbst produzierte The Call Within bildet keine Ausnahme von der Regel. Mit den zehn Eigenkompositionen machte er eine Reise in sein Inneres, das seiner Meinung nach genauso realistisch ist wie seine physische Welt rund um ihn! Tigran vergisst auch nicht, seiner Leidenschaft für Karten, Geschichten, populäre armenische, christliche und vorchristliche Legenden, Astrologie, Geometrie und Höhlenmalereien Platz zu lassen. Das Besondere an seinem äußerst verträumten Album liegt darin, dass er all diese Elemente verwandelt und die Grenzen verwischt. Er ballt sie zusammen und verschmilzt sie miteinander, sodass irgendwann nur mehr die rein erzählerische Kraft übrig bleibt, die die Improvisationen des Pianisten und seiner Komplizen (der amerikanische Bassist Evan Marien und der Schweizer Schlagzeuger Arthur Hnatek, der als Gast auftretende Gitarrist Tosin Abasi, die Sängerin Areni Agbabian und der Cellist Artyom Manukyan) und damit die Originalität an die Spitze treibt. Tigran steht zu der Vielfältigkeit seiner sich wie Progressiv Rock dahinschlängelnden Neuschöpfungen. Manchmal fühlt man sich von einem solch überquellenden, stilistischen Angebot fast wie gelähmt, bald darauf folgen aber glücklicherweise wieder lockerere und schlichtere Sequenzen. Mit seinem derart reichen Werk beweist Tigran Hamasyan letztendlich, dass er einer der faszinierenden Künstler seiner Generation ist. © Marc Zisman/Qobuz
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Electronic - Erschienen am 28. August 2020 | Smalltown Supersound

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
"Inner Song" heißt Kelly Lee Owens' neues Album, der Nachfolger zum selbstbetitelten Debüt von 2017. Den Namen wählte die Waliserin aus gutem Grund, verarbeitet sie auf ihrem Zweitling doch vor allem Prozesse, die sich seit ihrem Durchbruch in ihr in Gang gesetzt haben. Diese sind nicht immer positiver Natur, Owens erlebte in diesen drei Jahren auch die psychischen Schattenseiten des Erfolgs. Die Fallhöhe war dabei umso größer, weil sie seinerzeit den beeindruckenden Spagat zwischen Pop-Appeal und hohem künstlerischen Anspruch scheinbar mühelos vollbrachte. Ihre LP war wie für lange Autofahrten geschaffen und doch mehr als gefällige Hintergrundmusik im Stau. Der Schlüssel dazu war und ist die Wandlungsfähigkeit, die Variabilität, mit der sie Langspielplatten angeht. Das kommt keineswegs von ungefähr: Owens hat ihre musikalischen Wurzeln im Indie, hält demnach große Stücke auf funktionierende Alben, die konzeptioneller Willkür weitestgehend entbehren. Die elektronischen Einflüsse kamen erst später, zunächst lauschte die ehemalige Bassistin Stücken von Radiohead oder Arthur Russell. Mit "Arpeggi" steht deshalb nicht zufällig ein loses Cover von Thom Yorkes Intellektuellen-Indie-Kapelle am Anfang von "Inner Song". "On" im Anschluss kommt als sphärische, melancholische Ballade auf knautschigem Synthesizer-Bett und reduziertem Beat-Konstrukt aus den Lautsprechern. Owens' Stimme klingt moduliert, den klar formulierten Lyrics stehen geisterhafte Singstimmen gegenüber, ehe das Drumming zum Four-To-The-Floor-Muster übergeht und plötzlich die Schnittstelle zum Techno aufbricht. Klarer formuliert Owens diese Inspirationsquelle auf "Melt!" aus, das mit Samples von schmelzenden Gletschern und der Schlittschuhlaufbahn auf die kaum mehr abzuwendende Klimakatastrophe hinweist. Klingt auf dem Papier etwas bemüht, das Resultat ist aber erstaunlich satt produzierter, funktionaler Techno. "Re-Wild" fusioniert mit grollendem Bass, zischenden Hi-Hats und aalglatten Vocals gekonnt Trap und R'n'B und beschwört mantraartig innere Ruhe, wo offenbar lange keine war. Einmal mehr überzeugt dabei das Sounddesign, das schillernde New-Age-Klänge-Tupfer zwar stets irgendwie mitdenkt, ihnen aber nicht die Hoheit über den Song überlässt. Nach "Jeanette", das sich ungemein souverän aufbaut und Indie-Kids in ihrer Sturm-und-Drang-Phase mit Jungraver*innen auf dem (virtuellen) Dancefloor überzeugender vereinen dürfte, als es etwa Caribou je vermochte, wird klar: Kelly Lee Owens hat erneut ein wandlungsfähiges Album produziert, das dem überragenden Vorgänger in nichts nachsteht. Hier ist für jede*n was dabei, ein roter Faden bleibt trotzdem. Nach dem engelsgleichen, klassischen Popsong "L.I.N.E." (Love Is Not Enough) dürfen sich schließlich auch endlich diejenigen angesprochen fühlen, die bei "All Tomorrows Parties" noch immer mit Glimmstengel auf dem Perserteppich liegen, an die Decke starren und der unerfüllten Künstler*innenkarriere hinterhertrauern; niemand Geringeres als John Cale gibt sich auf "Corner Of My Sky" die Ehre und tritt zwischen Sprechgesang und gehauchtem Refrain als metaphysischer Sandmann auf. Ein denkwürdiger Song, der Kelly Lee Owens' Qualitäten abseits des Rampenlichts unterstreicht. "It Feels so good to be alone" heißt es auf "Night" zunächst zart, das auf interessante Weise mit Dynamiken spielt und schließlich zu polterndem Beat den Zusatz "With You" in die Gleichung mit aufnimmt. Kniffe wie diese durchziehen "Inner Song". Hoffnungslos anmutendes Eigenbrötlertum mündet in versöhnlichen Versen, die auf traumhaften Klangkulissen thronen. Der passend benannte Closer "Wake-Up" beendet die 50-minütige Traumreise. Zu Buche steht eines der solidesten Alben des Jahres, das auf vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzt und dabei, und das grenzt an ein Wunder, kaum etwas falsch macht. Hin und wieder schleicht sich zwar das Gefühl ein, Kelly Lee Owens hätte es mit "Inner Song" förmlich darauf angelegt, die Bestenlisten von Connaisseur*innen und Southside-Fahrer*innen am Ende des Jahres zu dominieren, daraus lässt sich aber definitiv kein Vorwurf stricken. © Laut
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Pop - Erschienen am 21. August 2020 | All Saints Records

Auszeichnungen 4F de Télérama
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Modern Jazz - Erschienen am 21. August 2020 | Table Pounding Records

Auszeichnungen 4F de Télérama
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Free Jazz & Avantgarde - Erschienen am 21. August 2020 | ONJ Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. August 2020 | Cooking Vinyl Limited

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Bei der Biographie reiben sich Musikjournalisten die Hände, zementiert die Geschichte von Xavier Amin Dphrepaulezz doch mal wieder all die positiven Wirkungen, die man der Musik zuschreibt. Rehabilitation, Erlösung und Neuerfindung, für all das ist sie gut. Kurz abgerissen: Dphrepaulezz läuft im Alter von zwölf Jahren von Zuhause weg und wächst fortan bei Pflegefamilien auf. Er wird in das Straßenleben hineingezogen, erlebt Gewalt, Drogenmissbrauch, beginnt zu dealen. Im Jahr 2000 gerät er in einen Autounfall und fällt in ein Koma, kommt dem Tod nahe, aber überlebt und deutet das als zweite Chance. Der Amerikaner mit somalischen Wurzeln distanziert sich von seinem früheren Ich, von Egoismus und Gewalt und wendet sich der Blues-Musik zu. Es dauert allerdings weitere 14 Jahre, bis er unter dem Namen Fantastic Negrito auftritt. Der Durchbruch lässt gar noch länger auf sich warten: erst 2015 als Gewinner von NPRs Tiny Desk Contest erfährt er Aufwind. Die darauf folgenden Alben "The Last Days Of Oakland" und "Please Don't Be Dead" gewinnen 2016 und 2019 den Grammy als 'Best Contemporary Blues Album'. Mit der neuen Platte "Have You Lost Your Mind Yet?" legt er wieder einen Finger in die klaffende Wunde namens institutioneller Rassismus und Polizeigewalt. Diesmal erzählt er allerdings eher von individuellen Schicksalen, anstatt die Gesellschaft als Ganzes ins Visier zu nehmen. Im kurzen Skit "Justice In America" wird es dann aber doch mal allgemeiner: "In America there is justice / Only when you have money". Musikalisch bleibt Dhprepaulezz meistens in Blues-Gefilden, mischt seinen Songs aber auch Hip Hop-, Funk-, Soul- und Jazz-Elemente bei. Er selbst sieht sich als 'Black Roots Music'-Künstler, der die Musik weiterdenkt. Am spannendsten wird es immer dann, wenn Fantastic Negrito seinen lässigen Blues-Rock entsprechend aufbricht. In "Searching For Captain Save A Hoe" beispielsweise lässt er den Rapper E-40 den Song kapern und mit launigem Hip Hop ausschmücken. Der Track bezieht sich auf den Song "Captain Save A Hoe" des Feature-Gastes und beschäftigt sich mit Geschlechterbildern: "They say a woman ate an apple from a tree / Temptation is a very, very beautiful thing / The conservative man living inside of me / Is trapped inside a cage and he wanna be free". Die Kombi von Blues-Rock und Rap erinnert an das Black-Keys-Projekt Blakroc. Die Tracks "I'm So Happy I Cry" oder "All Up In My Space" mit seiner Trap-Hi-Hat gehen in eine ähnliche Richtung. Erster ist eine Ode an das Leben. Der Musiker ist dankbar dafür, seine Süchte überwunden zu haben: "I caught the devil in disguise / Still deep dished her in her pie / All them things that made me high / Now make me sit and wonder why?". Häufig bleibt die Musik aber doch sehr geradliniger Blues-Rock, wie ihn auch Gary Clark Jr. liefert. Das gelingt Fantastic Negrito mal bestens, wie im sehr launigen, nach vorne drängenden Opener "Chocolate Samurai" oder dem von Funk durchzogenen "Platypus Dipster". An anderer Stelle geraten die Songs aber auch mal zu lang, etwa "Your Sex Is Overrated", oder mäandern wie "King Frustration" ohne Höhepunkte dahin. Verkraftbar ist das, weil die Platte daneben so starke Stücke wie "How Long" bietet. Einem groovenden, melancholischen Stück, das sich mit dem Hintergrund von Gewalt beschäftigt und ein fesselndes Riff bietet. "To all my baby Al Capones / Out there screaming all alone / Full of shit, full of hope, holding on / We can repeat the same old lies", singt Dphrepaulezz mit seiner mächtigen Stimme. Ähnlich stark klingt "These Are My Friends" mit sehr eingängigem Background-Gesang im Refrain. Das Stück beschäftigt sich mit Einsamkeit und entwickelt einen angenehmen Sog: "Sometimes it’s hard to get along with everyone / Because the hardest thing in life / Is to find a good friend". So geht es häufig um die psychischen Probleme der heutigen Gesellschaft, die dazu führen, dass Menschen sich als Außenseiter fühlen und zu drastischen Maßnahmen greifen. Darauf spielt auch der Albumtitel an: Bist du auch schon verrückt geworden, in dieser Welt, in der das gar nicht schwer ist? Dphrepaulezz hat erlebt, wie schnell man in die Kriminalität rutscht, weiß, wie Gewalt entsteht, aber auch, dass man sein Leben wieder rumreißen kann. Seine Geschichten erzählt er in smoothen Songs, mit eingängigen Hooks und in stilistischer Vielfalt. © Laut
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Klassik - Erschienen am 14. August 2020 | Ricercar

Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama
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Alternativ und Indie - Erschienen am 31. Juli 2020 | Partisan Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Dogrel, ihr energiegeladenes Debütalbum, hallt noch mit seiner entfesselnden Freimütigkeit, seiner extremen Spannung und aufrichtigen Wut nach, da melden sich Fontaines D.C. bereits mit ihrem nächsten Werk zurück. Nur schlagen Dublins Raufbolden mit A Hero's Death nun etwas andere Töne an. Ihre Kunst integriert immer noch Elemente aus den Post-Punk-Schriften von The Fall, Joy Division, Gang Of Four oder Public Image Ltd., aber dieses "schwierige zweite Album" schaut sich auch nach anderen Inspirationsquellen um. Der langsame, fast beklemmende Rhythmus des Eröffnungssongs I Don't Belong bietet ein neues Erscheinungsbild. Das einer Band, die bereits Schlussfolgerungen aus dem sofortigen Erfolg ihres ersten Albums und dem Gewicht der anschließenden Marathon-Tournee zieht. Fontaines D.C. erweitern ihr Blickfeld mit Balladen wie Sunny und ihrer Baritongitarre, die nach Altweibersommer riecht, oder Oh Such a Spring, auf dem Grian Chatten mit beispielloser Zartheit singt. Aber auf A Hero's Death finden sich auch die unaufhaltsamen Passagen, die Dogrel so unwiderstehlich machten. Diese Hymnen, bei denen Chatten immer wieder denselben Satz wiederholt, wie "Life ain't always empty" (Das Leben ist nicht immer leer), das er dreißig Mal auf dem Titelstück A Hero's Death wiederholt, und "What ya call it, what ya call it, what ya" (Wie nennst du es, wie nennst du es, wie) fast ebenso oft auf Televised Mind... Am Ende schwankt A Hero's Death zwischen rebellischer jugendlicher Aufgeregtheit und fast nostalgischen, meditativen Sequenzen. Dogrel schloss mit Dublin City Sky, einer akustischen Ballade, die dem alten Pub und dem frisch gezapften Guinness huldigt und von der wir dachten, sie stammte von einer Pogues-Platte (ihrer Lieblingsband). A Hero's Death endet mit No, einer weiteren nüchternen Ballade, im Stil von Oasis dieses Mal, die den Post-Punk-Pessimismus durch einen Schimmer von Optimismus ersetzt, der durch "Please don't lock yourself away just appreciate the grey" unterbrochen wird. Brillant und kraftvoll. © Marc Zisman/Qobuz
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Soul - Erschienen am 17. Juli 2020 | Warner Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Seit fünf Jahren hatte sich Lianne La Havas rar gemacht, aber jetzt meldet sie sich erneut zurück und das hört sich wie ein kleines Wunder an. Blood, Blut, ihr Blut. So hatte sie ihr 2015 erschienenes zweites Album (Qobuzissime!) genannt. Die griechischen Wurzeln ihres Vaters und jamaikanischen Einflüsse ihrer Mutter hat Lianne mit ein paar made in England-Elementen versetzt, da die Sängerin in London zur Welt kam. So reihte man sie auch (allzu?) schnell in die Nähe von Künstlern wie Sade, Lauryn Hill, Jill Scott, Erykah Badu und Alicia Keys ein... Lianne La Havas präsentierte aber nicht nur samtweichen, gefühlsgeladenen Groove, bereits mit ihrem Erstlingswerk Is Your Love Big Enough? im Jahre 2012 zeigte sie einen nachdrücklichen Hang zu Folk, Pop, Jazz und sogar Rock. Unterwegs von einem Album zum nächsten sollte sie sogar einem gewissen Prince über den Weg laufen und ihn verzaubern, sodass er die rauhe Stimme daraufhin in sein Nest, ins Paisley Park Studio in Minneapolis einlud…Im Jahr 2020 sieht es nun so aus, als hätte Lianne La Havas reinen Tisch gemacht. Vor allem zeigt sie sich dermaßen offenherzig, dass sie dieses dritte Album sogar nach sich selbst benannt hat. Der Kern der Platte zählt eher zum Folk als zum Soul; oft von einer einfachen, glasklaren Gitarrenlinie getragen, die von der Sonne kaum ausgeblendet wird. Die Britin hat nur das Wesentliche vor Augen und ohne jedweden Missbrauch weicher Rhythmen erzählt sie uns mit vertrauter Stimme etwas über die Liebe. Sie sagt, immer wieder Milton Nascimento gehört zu haben und das brasilianische Erbe springt zeitweise wirklich ins Auge, besser gesagt in die Ohren, übrigens eher inhaltlich als rein äußerlich. Ununterbrochen zieht einen ihre Stimme wie ein Magnet an. Ganz wie auf Green Papaya und Courage, wo ihr Organ alle möglichen Instrumente zum Klingen bringt. Jedes Wort, jede Silbe, jede Nuance und jeder Exkurs erzeugen ein hypnotisierendes Gefühl, was sich in etwa so anhört wie Joni Mitchells Platten Anfang der 70er Jahre. Auf halber Strecke bringt Lianne La Havas auch eine überraschende Coverversion von Radioheads Weird Fishes unter, und diese wirkt sehr persönlich, weil sie den Rhythmus extrem verlangsamt… Es ist dieses Verlangsamen, das die Platte ausmacht. Geradezu, als würde Lianne jeden einzelnen von uns dazu einladen, immer wieder von neuem hinzuhören, bis wir von der Tiefe ihrer Seele ganz vereinnahmt sind… © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 26. Juni 2020 | Infectious Music

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Als Nadine Shah 2017 Holiday Destination auf den Markt brachte, trat sie mehr oder weniger aus dem ihr vertrauten Underground und so entdeckte das breite Publikum eine perfide junge Frau, die als Cousine x-ten Grades von Anna Calvi und als Erbin von PJ Harvey und Siouxsie Konkurrenz macht. Die gebürtige Londonerin, deren Eltern aus Pakistan bzw. Norwegen stammen, zog mit diesem dritten Album vor allem die Schrauben eines Indie-Rocks fest, den sie mit ziemlicher Spannung an der Grenze zum Post-Punk mit kantigen, nervösen, aber minimal eingesetzten Gitarren und mit einem fast im Free-Style spielenden Saxofon präsentierte. Drei Jahre später trennt Shah ein weiteres Stück von dieser belastend wirkenden Nabelschnur ab, um diesen Einfluss loszuwerden, und das vor allem dank ihrer intimen, immer tiefer werdenden Stimme, die sich im hervorragenden Intro Club Cougar bemerkbar macht und gleich den Ton der Platte angibt. Sogar in ihren Texten distanziert sich die Britin von ihren Kolleginnen, wenn sie sich als dreißigjährige Frau selbst schonungslos offenbart, und insbesondere den damit einhergehenden Druck der Gesellschaft und den auf zahlreichen Gebieten vorherrschenden Sexismus anprangert.  Wie zum Beispiel in Ladies for Babies (Goats for Love), wo sie eindeutig auf den alten Hit von Ace of Base, All That She Wants, reagiert. Kitchen Sink ist auch in der Instrumentierung ein Stück gewagter als die Vorgängeralben, weniger rockig und viel ausgefallener, vor allem im Hinblick auf den umwerfenden Einsatz des Schlagzeugs, und das verleiht diesem schönen Album die richtige Würze. © Marc Zisman/Qobuz

Alternativ und Indie - Erschienen am 26. Juni 2020 | Secret City Records

Auszeichnungen 4F de Télérama
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Rock - Erschienen am 19. Juni 2020 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Pitchfork: Best New Music
Mit seinen nun bald 80 Lenzen lässt Bob Dylan wieder von sich hören. Und diesmal meint er es ernst. Rough and Rowdy Ways ist seit Tempest im Jahr 2012 das erste Album mit selbstkomponierten Songs, und erscheint zu einer Zeit, in der die Welt in jeder Hinsicht auf dem Kopf steht. Der Zim hatte dieses Aushängeschild als „Wortführer einer Generation“ natürlich nie leiden können, das ihm bestimmte Leute in den Sechzigern und Siebzigern angehängt hatten, als es um die Welt auch nicht viel besser bestellt war. Aber allein diese Stimme zu hören, egal, ob ihr nun poetische oder politische, esoterische oder historische Inspirationen zugrunde lagen, wirkte immer wie ein hoch erfreulicher, lebensrettender Abstecher. Diese 2020er Ausgabe ist in gleichem Maße faszinierend und angesichts seines hohen Alters werden wohl Stimmen laut werden, die sie als Konvolut eines ausklingenden Lebens, wenn nicht sogar als Testament deuten werden…Die Geschichte dieses Albums beginnt am 27. März 2020, als Dylan ganz unerwartet Murder Most Fool veröffentlicht, einen 17-minütigen Song über den Mord an John F. Kennedy, mit dem er dieses Album Rough and Rowdy Ways ausklingen lässt. Dieser musikalisch gedämpfte Schock ist eher Sprechgesang als Gesang, etwas zwischen politischer Schimpftirade und Pop(ulärer)kultur, wobei er mit einem ganzen Regiment an Referenzen aufwartet, etwa den Beatles, Joni Mitchell, Wanda Jackson, Robert Johnson, Grateful Dead, The Who, Elvis Presley, Joan Baez, Little Richard, Billie Holiday, Patsy Cline, Etta James, John Lee Hooker, Nina Simone, les Eagles, Stan Getz, Thelonious Monk, Charlie Parker, Woody Guthrie, Ella Fitzgerald, Nancy Sinatra, Stevie Nicks, Miles Davis, Chet Baker, Randy Newman und sogar Ludwig van Beethoven! Wie immer in seinem Fall gehen Verständliches und weniger Verständliches Hand in Hand und die Experten und Fachgelehrten des Dylanismus werden jetzt Monate damit verbringen, jedes Wort und jede Silbe ihres Idols zu entschlüsseln. Wie er in einem Interview mit der New York Times erklärte, ist es „unwichtig, ins Detail zu gehen. Dieser Song ist wie ein Gemälde. Man kann nicht gleich alles sehen, wenn man zu nahe steht. Alle einzelnen Teile sind nur Teil eines Ganzen“.Auch Rough and Rowdy Ways ist etwas einheitlich Ganzes, bei dem Dylan zwischen altem, ausgeleiertem, schnörkellosem Blues (Crossing the Rubicon, False Prophet) und dezenten, sepiagetönten Walzern hin und her wechselt. In diesem Sturzbach mit vielen Worten und weitaus weniger Noten bringt er Bürgerrechte, Krieg, Religion, Tod und auch sich selbst zur Sprache (I ain’t no false prophet / I just know what I know / I go where only the lonely can go - Ich bin kein falscher Prophet / Ich weiß nicht mehr als das, was ich weiß / Ich mache, was nur Einzelgänger machen) und unzählige andere Themen. Das, was er präsentiert, ähnelt vielmehr von Poesie durchtränkten Monologen als seinen klassisch strukturierten Songs im vorigen Jahrhundert wie Blowin' in the Wind, Mr. Tambourine Man, Lay Lady Lay, Hurricane und auch Like a Rolling Stone. So gesehen ist es nicht wirklich leicht, sich diesem Gemurmel hinzugeben, wenn Dylan mit der charismatischen Aura eines Weissagers seine Geschichten herunterleiert. Schließlich ist Rough and Rowdy Ways ein Beweis dafür – auch wenn Bob Dylan ein unabänderlicher Meister des Blues, des Folk, des Jazz und des Country ist – dass er nach wie vor ein ganz eigenes musikalisches Genre verkörpert. © Marc Zisman/Qobuz
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Afrika - Erschienen am 19. Juni 2020 | No Format!

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Jazz - Erschienen am 29. Mai 2020 | ECM

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Sein Name wanderte zwar bisher über ECM-Plattencover, aber nur als Sideman von Louis Sclavis auf den Alben Sources, Silk and Salt Melodies und Characters on a Wall. Mit Promontoire übernimmt Benjamin Moussay auf einem Album aus dem Hause Manfred Eicher endlich die Führung. Noch dazu im Alleingang. Das Münchner Label hat bereits eine ganze Reihe einzigartiger Klaviersoloalben zu bieten – allen voran seinen Bestseller, Keith Jarretts Köln Concert – und dieses Promontoire wird sie vortrefflich ergänzen. Der 47-jährige Moussay ist zwar immer noch ein recht diskreter Vertreter der aktuellen Jazz-Szene, aber jene, „die Bescheid wissen“, haben immer schon seine klare, einprägende Spielweise gewürdigt. Wie Martial Solal zum Beispiel, der über ihn sagt, dass er „(...) richtig spiele (...). Nicht zu viel und nicht zu wenig“. Oder wie die endlose Liste jener, die irgendwann einmal mit ihm zu tun gehabt hatten: Sclavis also, aber auch Archie Shepp, Dave Liebmann, Jean-François Jenny-Clark, Marc Ducret, Daniel Humair, Steve Swallow, Vincent Courtois, Michel Portal, Vincent Peirani, Youn Sun Nah, Airelle Besson und zig andere… Obwohl er oft im Trio auftritt (insbesondere mit Eric Echampard und Arnault Cuisinier), klingt sein Klaviersolo auf der Bühne so, als würde er damit immer wieder zu den Ursprüngen, den lebensnotwendigen, zurückkehren. Wie zu einem heimlichen Versteck voller wohlbedachter Poesie und geschichtsträchtiger Improvisationen.„Gefühlvoll vibrierende Saiten erklingen in der Stille. Einsamer Tanz mit dem Flow des inneren Rhythmus. Komponierte Vorlagen in steter, dem Augenblick entsprechender Veränderung. Sich dahinziehende Zeit, Freiheit, Raum, vorüberziehendes Vergnügen in der Schwebe… Als Solist am Klavier kenne ich Ausgangspunkt und Ziel. Die Überraschungen auf der Reise sind das eigentliche Rätsel…“ Diese Scharfsinnigkeit passt genau zu den 12 dahinfließenden Themen dieser Platte, die bei jedem erneuten Hinhören noch etwas zu bieten hat. Bevor sich noch eine Melodie ausbreiten kann, kommt und geht alles, was ihm gefällt, wieder vorbei – und sein Geschmack reicht von Thelonious Monk bis hin zu Claudio Arrau, von Lennie Tristano bis hin zu Paul Bley. Bei Moussay, der auch für Film und Theater schreibt, generieren die Melodien wie immer endlos viele Bilder, ohne dass er sich dazu hinreißen lässt, Musik wie am Laufband zu erzeugen, die nur scheinbar schön klingt, in Wirklichkeit jedoch hohl ist. Nichts davon ist hier zu spüren… Mit schlichten Sequenzen wird Promontoire erst recht beeindruckend (Villefranque und Monte Perdido), denn Benjamin Moussay sagt mit so wenig Noten wie möglich so viel wie möglich. Less is more, wieder einmal … © Marc Zisman/Qobuz
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Soul - Erschienen am 22. Mai 2020 | Born Bad Records

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