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Fono Forum 07/2018 Jazz

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Playlist: Fono Forum 07/2018 Jazz

von fonoforum_magazin

  • 10 Tracks - 01h00m

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Fono Forum 07/2018 Jazz

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#
Titel Künstler Album Laufzeit
1
Spiral
Brad Mehldau Seymour Reads The Constitution! 00:08:33

Greg Calbi, MasteringEngineer - Brad Mehldau, Producer, Piano, Writer - JAMES FARBER, MixingEngineer, RecordingEngineer - Larry Grenadier, Upright Bass - Robert Hurwitz, ExecutiveProducer - Brad Mehldau Trio, MainArtist - Jeff Ballard, Drums - Aki Nishimura, AssistantEngineer - Tom Korkidis, ProductionCoordinator - Tim Marchiafava, AssistantEngineer

© 2018 Nonesuch Records Inc. for the United States and WEA International Inc. for the world outside the United States. ℗ 2018 Nonesuch Records Inc. for the United States and WEA International Inc. for the world outside the United States.

2
Both Sides Now
Rolf Kühn Yellow + Blue 00:04:30

Rolf Kühn, Clarinet - Lisa Wulff, Bass - Frank Chastenier, Piano - Tupac Mantilla, Drums, Percussion - Joni Mitchell, Composer - SIQUOMB PUBLISHING CORP, MusicPublisher

MPS/Edel Germany GmbH MPS/Edel Germany GmbH

3
Jazz
Esbjörn Svensson Trio Leucocyte 00:04:16

E.S.T., Performer

ACT Music+Vision GmbH+CO.KG ACT Music+Vision GmbH+CO.KG

4
Scarborough Variations
Chris Beier Scarborough Variations 00:05:26

Chris Beier, Composer, Artist, MainArtist - Edition ACT Publishing, MusicPublisher

ACT Music + Vision GmbH & Ko KG ACT Music+Vision GmbH+Co.KG

Frank Wingold, Composer, Author, Artist, MainArtist

Berthold Records Berthold Records

6
Upon Nothingness, Yellow
Marc Sinan White 00:05:22

Jan Erik Kongshaug, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Oguz Büyükberber, Clarinet, MainArtist, AssociatedPerformer - Marc Sinan, Composer, Guitar, MainArtist, AssociatedPerformer

℗ 2018 ECM Records GmbH, under exclusive license to Deutsche Grammophon GmbH, Berlin

7
Bali
Joey Alexander Eclipse 00:05:06

Katherine Miller, MixingEngineer - Joey Alexander, MainArtist - Jason Olaine, Producer

2018 Motema Music LLC 2018 Motema Music LLC

8
Someone to Watch over Me
Mural Shishi's Wish (feat. Aki Ishiguro, Peter Schwebs, Rodrigo Recabarren) 00:05:41

George Gershwin, Composer, Author - Mural, Artist, MainArtist

Berthold Records Berthold Records

9
Pora Sotunda
The Mystery Of The Bulgarian Voices BooCheeMish 00:04:23
10
Kundry (Live)
Angelika Niescier The Berlin Concert (Live) 00:12:35

Christopher Tordini, Artist, MainArtist - Tyshawn Sorey, Artist, MainArtist - Angelika Niescier, Composer, Artist, MainArtist - Intakt Records, MusicPublisher

2018 Intakt Records 2018 Intakt Records

Informationen zur Playlist

Unsere Auswahl präsentiert Ihnen die Jazz-Highlights aus FONO FORUM 7/18. Nähere Informationen unter www.fonoforum.de

Esbjörn Svensson Trio: Vermessung des Klangkosmos

von Tom Fuchs (FONO FORUM)*

Wohl kaum einer anderen Jazzformation ist es gelungen, zu einer solch eigenständigen musikalischen Identität zu finden wie dem schwedischen Trio E.S.T. Mit dem Tod ihres Pianisten Esbjörn Svensson vor zehn Jahren endete die internationale Karriere dieser einzigartigen Band abrupt.

Es ist, als werde man Zeuge des letzten Atems eines großen Musikers. Nicht nur, dass das neue und gleichzeitig auch letzte Album von E.S.T. mit seinem Titel und seinen Stücken geradezu unheimliche Zeichen setzt, so heißen zum Beispiel die beiden letzten Tracks Ad mortem und Ad infinitum, die Musik auf Leucocyte nimmt einen auch im doppelten Sinne mit. Zieht den Hörer hinein in eine innere Welt des Pulsierens, des Rauschens, des Dröhnens, wie es vor allem Tauchern geläufig ist, die in der schwerelosen Unterwasserwelt in ihren Körper hineinhorchen. Nur wenige Wochen nachdem sich die dramatische Tauchszene in Julian Schnabels berührendem Film Schmetterling und Taucherglocke mit ihren Bildern und Geräuschen in meinem Kopf unauslöschbar festgesetzt hatte, sitze ich wie benommen in meinem Musikraum. Eine Vorabkopie von Leucocyte, dem letzten Werk des Esbjörn-Svensson-Trios, trifft mich wie ein Schlag. Ein paar Tage zuvor war die schreckliche Meldung durchs Internet gegangen, dass der 44-jährige, schwedische Pianist bei einem Tauchunfall ums Leben gekommen ist – nur wenige Tage nach Fertigstellung des neuen Albums, das nun das Vermächtnis eines der wichtigsten Jazzmusiker darstellt.

Aufgenommen wurde es im Vorjahr in Sydney anlässlich einer Australien-Tournee, während der die drei Musiker die Gelegenheit nutzten, das Tauchen zu erlernen. Eine Erfahrung, die sie ganz offensichtlich in ihren spontanen Improvisationen im Studio verarbeiteten. Die als Sound-Tüftler bekannten Musiker entlocken ihren Instrumenten mittels Effektgeräten unheimliche Klänge aus einer fernen Welt, die vor allem bei dem Stück Ad mortem wilde Assoziationen an einen ebenso schwerelosen wie bedrohlichen Tauchgang wecken. Schreie aus weiter Ferne werden schließlich zu Hilferufen eines Ertrinkenden.

Man findet auch klassischen Jazz auf diesem Album vor. Track 4 heißt sogar so und klingt wie ein melodischer, aber irgendwie auch belangloser Abschied aus der Welt des Jazz, die Svensson und seine beiden kongenialen Partner, Dan Berglund am Bass und Magnus Öström am Schlagzeug, nicht zuletzt auf dem Doppelalbum Live In Hamburg so locker und voller Lebensfreude in bester Jarrett-Manier durchwanderten. Davon ist auf Leucocyte nichts mehr zu spüren. Stattdessen wird man unwiderstehlich von einem schleppend pulsierenden Rhythmus in die Tiefe gezogen. Ein Albtraum, aus dem man erst wieder erwacht, wenn ferne, verzweifelte Rufe einem kalte Schauer den Rücken hinabjagen lassen. Leucocyte gibt aber auch einen Eindruck davon, wohin uns die Reise mit E.S.T. noch hätte führen können. Was von der Plattenfirma als Jamsession beschrieben wird, zeigt auch eine intensive Beschäftigung der Musiker mit der Avantgarde der Rockmusik. Die frühen Pink Floyd und vor allem die Band of Gypsys von Jimi Hendrix werden in den Soundcollagen hörbar. Am deutlichsten in dem Titel Earth, der an Hendrix’ atemberaubendes Machine Gun erinnert und in dem Magnus Öström den jüngst gestorbenen Drummer Buddy Miles eindrucksvoll zitiert.

Leucocyte ist keine leichte Kost. Es ist ein verstörendes Meisterwerk mit streckenweise magischer Intensität, das einen wie betäubt zurücklässt. Es scheint, als habe Esbjörn Svensson sein eigenes Requiem geschaffen. Das 60 Sekunden kurze Stück Ad interim, das auf der Vorabkopie noch aus einem linearen Rauschen bestand, ist auf der nun vorliegenden CD einer geräuschlosen Gedenkminute gewichen. 60 Sekunden, in denen der Hörer in sich hineinlauschen, den Fluss der eigenen Blutkörperchen verfolgen kann.

Reiner H. Nitschke



*Beitrag aus dem Fono Forum/Juli 2018. Das monatlich erscheinende Magazin Fono Forum bietet mit seinen Rezensionen, Artikeln und Interviews einen umfassenden Blick über die neuesten Plattenerscheinungen sowie das Musikgeschehen der Genres Klassik und Jazz.

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