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Die Alben

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Dezember 2014 | Matador

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Reissue
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Alternativ und Indie - Erschienen am 22. April 1997 | Matador

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Indie-Musiker sind selten richtig coole Zeitgenossen. Yo La Tengo sind selbst für eine Indie-Band ziemlich uncool. Rockstarposen und Exzesse sind der Band vollkommen fremd, und zerstörte Hotelzimmer stören bloß, wenn man sich nach dem Auftritt mit einem klugen Buch dahin zurückziehen will. Auch optisch würde man hinter dem Trio aus New Jersey nicht wirklich eine Rockband erwarten, sehen James McNew, Ira Kaplan und Georgia Hubley aus dem beschaulichen Hoboken in New Jersey doch immer ein wenig aus, als wären sie gerade auf dem Weg zum nächsten Elternabend. Mit ihrem Album "I Can Hear The Heart Beating As One" hat das Trio allerdings nicht nur eines der vielschichtigsten Rockalben der Neunziger vorgelegt, sondern sich auch einen Platz auf dem Mixtape gesichert, das verschüchterte, von der Welt missverstandene Hipster-Kinder mit schwitzigen Händen der ersten großen Liebe in die Hand drücken. "We could slip away, wouldn't that be better?", singt Ira Kaplan da leise in Richtung seiner Frau, deren Blick ihn auf einer Party von der anderen Seite des Raumes trifft, "me with nothing to say, and you in your autumn sweater". Seit den Smiths zehn Jahre vorher hat wohl niemand die verschworene Gemeinschaft zweier Außenseiter gegenüber dem Rest der Welt schöner beschrieben. Und eine verschworene und eingespielte Gruppe waren Yo La Tengo zweifellos, als sie 1997 ihr Meisterwerk aufnahmen. Kaplan und Hubley waren bereits verheiratet, als sie Mitte der Achtziger die Band gründeten, und auch Bassist James McNew war 1997 bereits seit mehreren Jahren festes Mitglied von Yo La Tengo. Dass das Trio auf seinem bereits achten Album noch einmal radikal neue Wege einschlagen würde, war also kaum zu erwarten. Zudem Yo La Tengo mit ihren letzten beiden Alben "Electr-O-Pura" und "Painful" erstmals größere Achtungserfolge bei Kritik und Publikum einfuhren. Mit dem Intro legen Yo La Tengo eine falsche Fährte, denn "Return To Hot Chicken" nimmt in Melodie und Titel Bezug auf zwei Songs des vorhergehenden "Electr-O-Pura". Alles Auf Anfang also? Mitnichten. Was die Band in der kommenden Stunde auffahren wird, ist nicht nur ein Meisterwerk an Dynamik, sondern auch eine gleichsam krude wie stringente Mischung der verschiedensten Genres: von den vertrauten Noisejams über Dreampop, hin zu Krautrock, Sixties-Schlagern und sogar Bossa. Stereolab-artig mäandernd kommt "Moby Octopad" daher. Untermalt von Hubleys polyrythmischer Begleitung und Kaplans exzessiven Rückkopplungen wird sie auch hier wieder besungen, die verschworene Gemeinschaft der Liebenden: "Locked in a kiss, outside eyes cease to exist". Spätestens mit dem darauffolgenden "Sugarcube" hat die Band ihre Hörer in einen hypnotischen Bann gezogen, aus dem sie sie nicht mehr entlässt. "I crumble like a sugarcube for you", singt Kaplan auf dem auf das Heftigste verzerrten und trotzdem zuckersüßen Stück Popmusik, und man weiß: es muss Liebe sein. Dass Yo La Tengo trotz kleiner Besetzung ein so vielschichtiges Soundbild erschaffen, liegt vor allem an dem virtuosen Spiel mit wechselnder Dynamik und verschiedenen Ebenen, die oft im Widerspruch zu stehen scheinen. Das Paradebeispiel auf "Heart Beating" ist "Damage". Vordergründig ist das Lied ein ruhig dahinfließendes Klagelied, in dem Kaplan melancholisch über verpasste Gelegenheiten flüstert. Im Hintergrund baut die Band allerdings eine anschwellende Wand aus Störgeräuschen und Feedback-Salven auf. Zwei zutiefst unterschiedliche Ebenen, die sich eigentlich gegenseitig ausstechen sollten und die doch gemeinsam auf wundersame Weise etwas Neues und Größeres erschaffen. Ziemlich geradlinig kommt dagegen "Stockholm Syndrome" daher. Erstmals auf einem Album singt hier James McNew. Nicht nur was die stimmlichen Gefilde angeht, in die der Bassist sich schwingt, klingt das Stück, als hätte man ein verlorenes Neil Young-Outtake mit doppelter Geschwindigkeit abgespielt. Dazu zaubert Ian Kaplan ein Gitarrensolo, das gleichermaßen herrlich schief und unverschämt catchy ist. Es folgt das unbestrittene Prunkstück der Platte, das eingangs angesprochene "Autumn Sweater". Eine Party, zwei Liebende, die sich in der Menge unwohl fühlen und ein Meisterwerk anspruchsvoller Popmusik, dass beim ersten Hören ins Ohr geht, aber auch beim zehnten Durchlauf noch versteckte Details offenbart. Dass der Song in die Riege der ganz großen Liebeslieder gehört, bleibt auch zwanzig Jahre später ein kleines Mysterium. Denn eigentlich ist "Autumn Sweater" rhythmisch schlicht viel zu verschachtelt für einen Popsong. Und wie kann derart offen zur Schau getragenen Menschenscheu trotzdem so warmherzig klingen? Es spricht für die Selbstironie der Band, dass das Popjuwel nahtlos in das Beach Boys-Cover "Little Honda" übergeht. Yo La Tengo sind ehrliche Arbeiter und Romantiker. Mit Surfbrettern und der Sonne Kalifornien haben sie augenscheinlich wenig zu tun. Deshalb ist auch die Vorstellung, dass sich das intellektuelle Ehepaar heimlich von der Party rausschleicht, um sich aufs Motorrad zu schwingen und in die Abenddämmerung zu fahren, so absurd. Gut möglich, dass das Trio aus New Jersey das Lied einst als Gimmick in den Soundcheck aufgenommen hat. Aber was will man machen, wenn das Covern derart tief in der bandeigenen DNA verankert ist? "Es ist einfach ziemlich gut geworden", meint McNew und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Irgendwie gelang es der Band Ende der 90er, alles, was sie anfassten, in den eigenen Sound zu integrieren. So erscheint es auch wie das Natürlichste der Welt, dass Yo La Tengo auf "One PM Again" mit Pedal-Steel Gitarre und Country-Ästhetik experimentieren, nur um sich zwei Stücke später dem Bossa Nova anzunehmen. Man merkt dem Album deutlich an, dass viele der Songs zu Beginn des Aufnahmeprozesses bestenfalls halbfertig waren. Die raue und ungeschliffene Schönheit macht einen erheblichen Teil des Charmes von "Heart Beating" aus. Ob man die Improvisation dabei so weit treiben muss, wie auf dem ausufernden "Spec Bebop", daran scheiden sich die Geister. Über zehn Minuten ergeht sich die Band in einer wilden Mischung aus Krautrock, Ambient und Noiserock, die gegen Ende zwar ordentlich Fahrt aufnimmt, davor aber durchaus zur Belastungsprobe werden kann. Den Epilog zum Album bildet ein weiteres Cover aus den Sechzigern. Mit "My Little Corner Of The World" verlässt die Band den Probenraum und zeigt, dass sie sich bei allen krachenden Rückkopplungen und all der harter Arbeit ihren unverwechselbaren naiven Charme erhalten hat. "Wir verkriechen uns in einem Zimmer und arbeiten wirklich lange", beschreibt Kaplan den Aufnahmeprozess der Band "dann kommen wir raus und blinzeln, weil es draußen sonnig ist". © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 1990 | Bar None Records

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Recommending Fakebook as the best place to begin a relationship with Yo La Tengo is slightly disingenuous, mainly because Yo La Tengo has never made another record like it, and perhaps never will. So, as completely wonderful as this record is, it's an accurate representation of one side of Yo La Tengo, and assuming that everything sounds like Fakebook might be disappointing. A collection of cover songs that lean toward the idiosyncratic (e.g., Peter Stampfel, Daniel Johnston, Jad Fair), Fakebook is warm, low-key, and lovely, with heartfelt singing and playing that never flags after hundreds of replays. It's impossible to imagine playing this record and not smiling and singing along. A big bonus is a great version of the Flamin' Groovies' "You Tore Me Down." © John Dougan /TiVo
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Alternativ und Indie - Erschienen am 9. Oktober 2020 | Matador

Die seit Mitte der 80er Jahre bestehenden Yo La Tengo bilden eine etwas schrullige Gruppe. Das Trio hat immer gezeigt, dass es sich gerne von den ganz Großen beeinflussen lässt ( The Byrds bis Velvet Underground) anstatt Inspiration für andere zu bieten. Ihre Diskografie enthält unzählige Coverversionen, und oft gelingt es Yo La Tengo genau damit, sich von der besten Seite zu zeigen. Sleepless ist eine Platte mit fünf Neuinterpretationen und einer Eigenkomposition. 2019 wurden diese Songs eingespielt und anlässlich einer Ausstellung des japanischen Künstlers Yoshitomo Nara in beschränkter Auflage in Umlauf gebracht. Die Coverversionen beginnen mit den Delmore Brothers (einer Bluegrass-Band der 50er Jahre), dann geht es weiter mit Dylan, Ronnie Lane und The Flying Machine und es reicht hin bis zu The Byrds. Yo La Tengo, die manchmal zu Noise-Rock tendieren (mit Hang zu Velvet Underground) zeigen hier ihre idyllische Seite mit lauter Akustikgitarren, Vokalharmonien und entspannter Country-Atmosphäre (Hang zu The Byrds!). Nichts Neues und nichts Unumgängliches, aber alles ist so weich und bequem wie ein altes kariertes Flanellhemd, das noch aus den 1990er Jahren stammt und das man gerne wieder zur kalten Jahreszeit Jahr aus dem Schrank holt. © Stéphane Deschamps/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 28. August 2015 | Matador

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Alternativ und Indie - Erschienen am 22. Februar 2000 | Matador

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Alternativ und Indie - Erschienen am 16. März 2018 | Matador

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Alternativ und Indie - Erschienen am 2. Mai 1995 | Matador

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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. Oktober 1993 | Matador

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Alternativ und Indie - Erschienen am 17. Juli 2020 | Matador

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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. November 2013 | Matador

Was muss eigentlich passieren, damit Yo La Tengo ein schlechtes Album aufnehmen? Eines, bei dem sich all die treu mitgealterten Fans tatsächlich einmal überdrüssig abwenden? Nun gut, zumindest Ende der 80er-Jahre wirkte ihr noisig-psychedelischer Twee-Pop vielleicht noch nicht ganz perfekt ausformuliert. Um so grandioser danach die Meilensteine "Painful", "I Can Hear The Heart Beating As One" und "And Then Nothing Turned Itself Inside-Out". Also besser die Frage, woher sie eigentlich kommen könnte, diese Verlässlichkeit: Liegt es wie bei den Indierock-Institutionen Low und Sonic Youth vielleicht am reichlich uncoolen Kreativverbund der Proberaumehe, der seit beinahe 30 Jahren für eine derart wohlige Stiltreue und emotionale Geborgenheit sorgt? Und damit auch für die Abwesenheit vogelwilder Experimente und neumodischer Distinktionskämpfe? "Fade" jedenfalls, das nunmehr 13. Studioalbum, das die Eheleute Georgia Hubley und Ira Kaplan mit ihrem stämmigen Bassisten James McNew und unter der Produzentenaufsicht von Tortoise-Mastermind John McEntire aufgenommen haben, kann man ob seiner fast schon altersmilden, zeitlosen Selbstreferenzialität ohne Umschweife neben seinen wunderbaren Vorgänger "Popular Songs" ins Plattenregal stellen. "Fade" passt in seinem salbungsvollen Ton prinzipiell zu jedwedem Gemütszustand. Die Wütenden werden beim Hören gelassen, die Traurigen aufgepäppelt. Yo La Tengo schreiben nämlich immer noch mit traumwandlerischer Sicherheit und den selbstgenügsamen Produktionsmitteln eines Indierock-Trios ungekünstelte, flirrende und empathische Pop-Songs wie "Well You Better" oder "The Point Of It". Das liegt sicherlich am Understatement, das in den feinsinnigen Rhythmen, den Farbverläufen im Gitarrensound, dem naiven Harmoniegesang und der assoziativen Songlyrik mitschwingt. Daneben lassen Yo La Tengo ihre Songs atmen. "Ohm" und "I'll Be Around" flirten mit Sixties-Psychedelic, das sehnsüchtige "Stupid Things" hält gar einen knatternden Krautrock-Beat durch. Das schöne Folk-Kleinod "Is That Enough" dagegen veredeln satte Streicher. Überhaupt fällt positiv auf, dass Band und Produzent selbst den kernigen C86er-Gruß "Paddle Forward" mit dezenten Bläserarrangements ausstaffiert haben. "Before We Run" hat zum Abschluss fast schon die Qualität einer Indierock-Symphonie. Man kann es nicht anders sagen: "Fade" ist, entgegen seines Titels, kein Album, das einfach so verschwindet. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. September 2006 | Matador

Wenn in "Pass The Hatchet, I Think I'm Goodkind" nach gut zweieinhalb Minuten der Gesang einsetzt, fragt man sich kurz, ob aus dieser Orgie vibrierender Gitarren doch noch ein Song werden kann. Doch die Stimme versteckt sich im Hintergrund, ihr Auftritt bleibt eine Episode. Eine Episode, die so zufällig an dieser Stelle des völlig strukturlosen Openers angeordnet ist wie die Bendings, Tremoli und Soli, die aus den drei Grundakkorden aufsteigen wie die Blasen aus einer Sprudelflasche. Man kann vielleicht darüber streiten, ob man die Ereignislosigkeit auf fast elf Minuten zelebrieren muss. Auf jeden Fall aber bildet der Auftakt einen schönen Kontrast zum folgenden "Beanbag Chair", einem poppigen Liedchen mit kleiner, süßer Strophe, flotter Bridge und eingängigem Refrain, mit hämmerndem Klavier und weinerlicher Posaune. Es folgt das schwebende und klassische Songstrukturen nur ganz zart andeutende "I Feel Like Going Home", wie um zu beweisen, dass Yo La Tengo so virtuos mit der überlieferten Form und ihren Entwicklungsstufen spielen wie kaum eine andere Band. Und als hätten sie diese lästige Pflicht nach drei Songs endlich erledigt, packen sie im soulig-funkigen "Mr. Tough" und dem so sentimentalen wie schaurig-schönen "Black Flowers" endlich auch die Spielfreude aus. "The Race Is On Again", "Sometimes I Don't Get You" oder "The Weakest Part" sind eingängige, gelegentlich melancholische Poprocksongs, die vielleicht auch deswegen so gut gelungen sind, weil Yo La Tengo ihren hohen Anspruch mal vergessen und einfach drauf los musizieren. Ja, sie haben immer noch ein unglaubliches Händchen für wunderbare Melodien, die auch deshalb so bezaubernd wirken, weil sie nicht überall von Wohlklang umgeben sind. Denn auf die Pflicht folgt die Kür und dann wieder die Pflicht: Natürlich lassen es die vier aus New Jersey nicht nehmen, hier mal eine Klangcollage wie "Daphne" einzustreuen, dort einen Rockabilly-Reißer wie "Watch Out For Me Ronnie" oder gar einen Track wie "The Room Got Heavy", der mit fetten Synthies, treibenden Drums und Bongos und minimalistischem Gesang sogar fast als clubtauglich durchgeht. Weniger Überraschungen wären eine Überraschung, und so ist nicht weiter verwunderlich, dass Yo La Tengo 20 Jahre nach "Ride The Tiger" ans Ende ihres Jubiläumsalbum ein ebensolches Monster stellen wie an den Beginn: "The Story Of Yo La Tango" dauert fast 12 Minuten, hat wie der Opener keine Struktur, dafür aber eine Entwicklung vorzuweisen. Man könnte auch sagen, der Song ist die Entwicklung, nämlich ein einziges, zunächst verhaltenes, später immer wilder aufbrausendes Crescendo. Schöne Geschichte. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. April 2003 | Matador

"Summer Sun" ist bereits das elfte Album von Yo La Tengo seit 1986. In dieser Zeit haben sich Gitarrist Ira Kaplan, seine Ehefrau und Drummerin Georgia Hubley und James McNew schrittweise weiter entwickelt. Von der rockigen Vergangenheit des Trios aus Hoboken/New Jersey, die auf dem sehr rau daher kommenden Debüt "Ride The Tiger" noch allgegenwärtig war, merkt man auf der neuen Platte nichts mehr. Vielmehr darf man den Titel durchaus wörtlich nehmen. Das Album wärmt mit seiner Leichtigkeit auch mitten in einem kalten, grauen Winter. Zu den hawaiianischen Klängen von "Today Is The Day" braucht man nur die Augen zu schließen, um sich zu fühlen, als läge man in einer Hängematte auf einer Insel und schlürfe einen Cocktail aus der Kokosnuss. Die etwas schnelleren Stücke wie "Don't Be So Sad" oder "Winter A-Go-Go" sind rhythmisch, ohne aufdringlich zu werden. Doch trotz unterschiedlicher Tempi wirkt die Scheibe wie ein Gesamtkunstwerk, denn die Stücke, die meist mit sehr einfachen Melodien auskommen, gehen perfekt ineinander über. Bongos, die leise im Hintergrund vor sich hintrommeln, und hypnotische Synthesizer-Klänge erzeugen eine entspannte melancholische Atmosphäre, die Georgias warme Stimme noch intensiviert. Auch Iras Gesang passt perfekt in die Stimmung des gesamten Albums. Produziert hat wieder der langjährige Yo La Tengo-Begleiter Roger Moutenot in den Studios von Nashville. Yo La Tengo zeigen, dass Bands, die sich die Zeit nehmen, ohne Erfolgsdruck zu arbeiten, zu Großem fähig sind. Wie schon die beiden Vorgänger-Alben ist auch die aktuelle Scheibe der New Yorker das genaue Gegenteil zur schnellen und stressigen Musik unserer Tage. "Summer Sun" nimmt die warme Jahreszeit vorweg und ist ein DER Tipp für Leute, die mal wieder richtig entspannen wollen. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. Januar 2013 | Matador

Was muss eigentlich passieren, damit Yo La Tengo ein schlechtes Album aufnehmen? Eines, bei dem sich all die treu mitgealterten Fans tatsächlich einmal überdrüssig abwenden? Nun gut, zumindest Ende der 80er-Jahre wirkte ihr noisig-psychedelischer Twee-Pop vielleicht noch nicht ganz perfekt ausformuliert. Um so grandioser danach die Meilensteine "Painful", "I Can Hear The Heart Beating As One" und "And Then Nothing Turned Itself Inside-Out". Also besser die Frage, woher sie eigentlich kommen könnte, diese Verlässlichkeit: Liegt es wie bei den Indierock-Institutionen Low und Sonic Youth vielleicht am reichlich uncoolen Kreativverbund der Proberaumehe, der seit beinahe 30 Jahren für eine derart wohlige Stiltreue und emotionale Geborgenheit sorgt? Und damit auch für die Abwesenheit vogelwilder Experimente und neumodischer Distinktionskämpfe? "Fade" jedenfalls, das nunmehr 13. Studioalbum, das die Eheleute Georgia Hubley und Ira Kaplan mit ihrem stämmigen Bassisten James McNew und unter der Produzentenaufsicht von Tortoise-Mastermind John McEntire aufgenommen haben, kann man ob seiner fast schon altersmilden, zeitlosen Selbstreferenzialität ohne Umschweife neben seinen wunderbaren Vorgänger "Popular Songs" ins Plattenregal stellen. "Fade" passt in seinem salbungsvollen Ton prinzipiell zu jedwedem Gemütszustand. Die Wütenden werden beim Hören gelassen, die Traurigen aufgepäppelt. Yo La Tengo schreiben nämlich immer noch mit traumwandlerischer Sicherheit und den selbstgenügsamen Produktionsmitteln eines Indierock-Trios ungekünstelte, flirrende und empathische Pop-Songs wie "Well You Better" oder "The Point Of It". Das liegt sicherlich am Understatement, das in den feinsinnigen Rhythmen, den Farbverläufen im Gitarrensound, dem naiven Harmoniegesang und der assoziativen Songlyrik mitschwingt. Daneben lassen Yo La Tengo ihre Songs atmen. "Ohm" und "I'll Be Around" flirten mit Sixties-Psychedelic, das sehnsüchtige "Stupid Things" hält gar einen knatternden Krautrock-Beat durch. Das schöne Folk-Kleinod "Is That Enough" dagegen veredeln satte Streicher. Überhaupt fällt positiv auf, dass Band und Produzent selbst den kernigen C86er-Gruß "Paddle Forward" mit dezenten Bläserarrangements ausstaffiert haben. "Before We Run" hat zum Abschluss fast schon die Qualität einer Indierock-Symphonie. Man kann es nicht anders sagen: "Fade" ist, entgegen seines Titels, kein Album, das einfach so verschwindet. © Laut

Alternativ und Indie - Erschienen am 10. September 1996 | Matador

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Alternativ und Indie - Erschienen am 21. Februar 1992 | Alias

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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. September 2009 | Matador

Bei Yo La Tengo verhält es sich ein wenig so wie mit den Grünen. Band wie Partei gibt es seit Beginn der 80er Jahre. Beide verschafften sich rebellisch laut, aber eigentlich von Grund auf pazifistisch Gehör, konsolidierten sich später mit kleinen Erfolgen im gesellschaftlichen Mainstream und sind für die mittlerweile gesetzte Klientel unbedingte Garanten für Qualität, sei es nun bezüglich biologisch kontrollierter Lebensmittel oder eben in Sachen besserer Pop. Es geht noch plakativer: Einer der bekanntesten Yo La Tengo-Songs ist das Sun Ra-Cover "Nuclear War". Noch Fragen? Jedenfalls dürften Fans der Band aus Hoboken genauso zuverlässig nach dem zwölften Album greifen wie Realos und Fundis bei Wahlen ihr Kreuzchen bei grün setzen. Dazu gibt es zumindest aus musikalischer Sicht allen Anlass: War das letzte Album "I Am Not Afraid of You and I Will Beat Your Ass" schon ein großer Wurf, steht "Popular Songs" dem kaum nach. Die psychedelische Single "Here To Fall" mutet mit traumwandlerischem Piano, breiten Streichern und Jam-Schlagzeug nach einer Mischung aus LSD-Trip und Isaac Hayes-Soundtrack an. "I know you're worried / I'm worried too. But if you're ready / I'm here to fall with you", singt Ira Kaplan dazu in seiner eigenen, sanftmütigen Art. Es folgt, was der Plattentitel nahe legt: Kein Konzeptalbum, sondern eine relativ lose Abfolge von akustisch-meditativem Tweepop, in einer Ausnahme ("Nothing To Hide") auch fuzzigem Indierock in Mid-Tempo, wobei auch Studien in Funk, Motown oder Boogie Woogie dezent zitiert werden – alles ohnehin Teil des 25 Jahre alten Referenzkastens von Yo La Tengo. "If It's True" klingt mit süßlichen Streichern, Hammond-Orgel und dem Wechselgesang von Kaplan und Schlagzeugerin Georgia Hubley ähnlich melodieselig wie Belle And Sebastian zu ihren besten Zeiten - den rüden Fade-Out nach zweieinhalb Minuten verstehe allerdings wer will. Dennoch: Reif und innig wirken die ersten neun Songs des Albums, das mit dem akustischen "When It's Dark" und "All Your Secrets" mit harmonischen Zweitstimmen weitere Highlight zu bieten hat. Den eigentlichen Rahmen des Schaffens und auch vieler Liveshows von Yo La Tengo bilden allerdings epische Noise-Jams, die auf "Popular Songs" weniger laut und verzerrt als sonst ausfallen und in Form von sphärischen Klangcollagen hinten angehängt wurden. Auch das ist Pop beziehungsweise Politik: Vorne die (Wahl-)Geschenke, hinten die sperrigen Themen. Recht so. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 7. Juni 2011 | Egon Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 16. März 2018 | Matador

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Alternativ und Indie - Erschienen am 21. März 2005 | Matador

"Eine bruchstückhafte Sammlung an funkelnden, alternden Liedern 1985-2003", lautet der Untertitel zum vorliegenden Album. Eine komplizierte, aber zutreffende Beschreibung für eine Best Of-Sammlung, die eigentliche keine ist. Yo La Tengo sind so ziemlich das Gegenteil einer Band, die nach den Charts schielt: Unbeirrt folgen sie ihrem Weg, dessen Richtung dorthin führt, wohin die Mitglieder gerade gehen wollen. Dennoch – 20 Jahre Schaffen sind ein guter Zeitpunkt, um einen Zwischenbericht abzuliefern und einen Überblick zu schaffen. Drei prall gefüllte CDs scheinen nur auf den ersten Blick etwas übertrieben, denn mit elf Alben und mehreren EPs hat das Trio eine Menge Material veröffentlicht. So viel, dass es gereicht hat, um die dritte CD mit Raritäten oder gänzlich unveröffentlichtem Material zu bestücken. CD 1 und 2 geben zunächst einen Überblick über das vielseitige Schaffen der Band aus Hoboken, NJ. Von ihrer ersten Single "The River Of Water" (1985) bis zu "Little Eyes" und "Season Of The Shark" aus "Summer Sun" (2003), dem Album, das auch in Deutschland so etwas wie den Durchbruch brachte, sind alle Schaffensperioden vertreten. Dass es sich um keine leichtfüßige Angelegenheit handelt, stellen gleich die ersten Stücke klar. "Shaker" (1996) gründet auf lärmende, fast atonale Gitarren, bei denen Sänger Ira Kaplan monoton und emotionslos etwas ins Mikrophon brabbelt. "Sugarcube" (1997) fällt zwar etwas melodischer aus, gehört aber auch eher in die Kategorie "Lärm". Erst mit dem frühen "Barnaby, Hardly Working" (1990) kehrt eine leicht gestörte Ruhe ein. Nicht nur beim Material, auch bei der Zusammenstellung der Retrospektive beweisen Yo La Tengo ein glückliches Händchen. "Little Eyes" (2003) geht fast nahtlos in "Stockholm Syndrome" (1997) über, das wiederum gut zu "Our Way To Fall" (2000) passt. Die anfängliche Klanganarchie lässt im weiteren Verlauf der ersten CD den eher nachdenklichen Facetten der Band Platz, wobei Kaplans fiese Gitarre den Hörer immer wieder aufschreckt. CD 2 beginnt mit Yo La Tengos allererstem Stück, "The River Of Water" (1985). Wirre Trompeten mischen hier die ruhige Americana-Stimmung ebenso auf wie ein pulsierender Bass in "Autumn Sweater" (1997). Nach den angesäuerten "Big Day Coming" (1993), "Pablo And Andrea" (1995) und "Drug Test" (1987) bringt "Season Of The Shark" (2003) wieder Ruhe in die Kiste. "The Summer" (1990) bietet ein schönes Duett zwischen Kaplan und seiner Frau Georgia Hubley, der Schlagzeugerin der Band, und passt gut zum zuckersüßen, melancholischen "Tears Are In Your Eyes" (2000). "The Story Of Jazz" (1989) führt zu Giant Sand-inspirierter Verirrung, bevor "By The Time It Gets Dark" (1998) für ein versöhnliches Ende sorgt. Hält sich Hubley auf dem regulären Material eher im Hintergrund, nimmt sie auf CD 3 am Mikrophon die zentrale Rolle ein. Einige Stücke klingen nach einer Verneigung vor Lou Reed, der nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt auf der anderen Seite des Hudson River sein Unwesen treibt. Bei den Rarities handelt es sich um Material, das es auf kein Album schaffte ("Pencil Test", 1994, "Almost True", 1999, "Mr. Ameche Plays The Stranger", 1994), Liveaufnahmen, alternative Versionen (etwa von einem ihren beliebtesten Stücken, "Tom Courtenay", 1995), einem Cover ("Dreaming", 1999), einem Soundtrack-Beitrag ("Stay Away From Heaven", 2001) und einem Drum'n'Bass-Remix von "Autumn Sweater (1997). Auch hier fügen sich die Stücke gut aneinander. Lullt Hubley den Hörer mit ihrer ruhigen, hohen Stimme in "Pencil Test", "Tom Courtenay (Acoustic)" oder "Dreaming" fast ein, sorgen Kaplan und Bassist James McNew mit "Bad Politics", (1994) und "Out The Window (Original Version)" (1991) für punkige Zwischenspiele. Mit "Prisoners Of Love" gelingt Yo La Tengo das seltene Kunststück, sowohl dem Fan als auch dem Neuling eine interessante Sammlung zu bieten. Da heißt es: Zuschlagen, zumal die 3 CDs zum günstigen Preis von einer einzelnen zu haben sind. © Laut