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Alternativ und Indie - Erschienen am 28. Oktober 2013 | Universal Records

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
Eigentlich hat sie völlig recht, wenn Ella Yelich O'Connor aka Lorde, auf die ständigen Vergleiche mit Miley Cyrus angesprochen, freimütig meint: "I find it so stupid". Und trotzdem: Den Bezug zu Cyrus kann man sich kaum verkneifen, hält man sich vor Augen, dass die gerade mal 16-jährige O'Connor mit ihrem Debüt "Pure Heroine" die vier Jahre ältere "Wrecking Ball"-Sängerin von der Billboard-Charts-Spitze gestoßen hat. Amüsierte Häme hat das genauso zur Folge wie Neugier auf die unverschämt junge Überfliegerin aus unser aller Facebook-Feed. Über eine halbe Million Fans folgen Lorde via Social Network. Längst hat sich der Riese Universal die Neuseeländerin geschnappt. Die kommen aus dem Händereiben wohl nicht mehr raus, schaut man sich Lordes Bilanz in Sachen Chartsplatzierung an. Die Single, die Cyrus schon vom iTunes-Thron vertrieb, heißt "Royals". Obwohl nicht mal das spannendste Stück auf "Pure Heroine", schlug der Song ein wie eine Bombe: Nicht viel mehr als simpler Beat, rhythmisches Fingerschnipsen und eingängige Gesangslinie reichten für Dreifachplatin in ihrem Heimatland. Gerade die Einfachheit in Struktur und Ausstattung übt eine unbestreitbare Faszination aus, die sich durch das Gesamtwerk zieht. Denn ganz ähnlich funktionieren im Prinzip allen Songs auf dem Erstling: Mit einfachsten Mitteln, die sich meist auf reduzierte Synthieklänge und dezidiert dominante, schmucklos gehaltene Beat- und Rhythmusfraktion mit Handclaps, Schellenkranz und Snaps beschränken, kreiert Lorde infektiöse Slow-Pop-Hymnen. Die Sängerin hat sich, in Zusammenarbeit mit ihrem Produzenten Joel Little, offenbar die Soundcharakteristika ehemaliger Underground-Künstler von Burial über The xx bis Blake angehört und zu Eigen gemacht. Diese nutzt sie nun für ihren wattig verträumten Elektropop mit dem genau richtigen, derzeit äußerst beliebten Dubstep- und R'n'B-Einschlag. So verknüpft sie geschickt und scheinbar spielend leicht Elemente der Indie-Musik-Kultur mit schamlos schlichten Mainstream-Komponenten. Dabei könnte man sie gewissermaßen als eine Art Mittlerin zwischen leicht Abseitigem und Massenhaftem verstehen: Ersteres transportiert sie scheinbar mühelos in Letzteres hinein. Man kommt nicht umhin, zu vermuten, dass trotz aller Kommerzinteressen auch ein großes Stück echte - was auch immer das genau heißen mag - Ella Yelich O'Connor in diesem Album steckt. Nicht zuletzt, wenn man weiß, dass die Sängerin nicht einfach vorgesetzte Texte nachsingt, sondern sie selbst geschrieben hat. Nicht zuletzt, wenn man den Eindruck gewinnt, dass ihr der Entstehungsprozess ihrer Musik sehr stark selbst unterstand. Und insbesondere nicht zuletzt, wenn man unter ihren Dankesworten im Album-Inlay den folgenden Satz findet: "I poured my brain and heart into this, and maybe I'll hate it in two years, because that's the nature of being my age, but for now, it's the most powerful thing I can give." Solch reife Einsichten finden sich auch nicht selten in ihren Lyrics. "Don't you think that it's boring how people talk?" lautet der erste Satz auf dem Album. Offenkundig schon jetzt gelangweilt vom Trubel um ihre Person, bewegen sich O'Connors Texte eindeutig über Cyrus-Niveau. Zwar zitieren auch sie oftmals das Bild eines jugendlichen Gruppenkollektivs und spiegeln teils das Lebensgefühl einer weißen, privilegierten Hedonisten-Generation wider. Gleichwohl scheint O'Connor dieser Privilegierung nicht selten misstrauisch bis kritisch gegenüberzustehen, trotz der eigenen Teilhabe daran. Manchmal wirkt sie sogar richtig abgeklärt: "I'm kind of over getting told to throw my hands up in the air ... I'm kind of older than I was when I reveled without a care" - das könnte man, wenn man möchte, als direkten Seitenhieb auf Cyrus verstehen. Deren aufgesetzte, stupide Party-Eskapismus-Phrasen wirken doch in keinem Moment so souverän wie O'Connors Sätze. Auch "Still Sane" scheint in diese Kerbe zu schlagen: "Riding around on the bikes, we're still sane / I won't be her, tripping over onstage ... I still like hotels but I think that'll change / Still like hotels and my newfound fame / Hey, promise I can stay good". Vergleicht man dann auch noch die optische Imagebildung der beiden Jungstars, könnte der Ansatz kaum unterschiedlicher sein: Lorde verzichtet gänzlich auf die Zurschaustellung überdrehter Körperlichkeiten. Die Frage nach dem Spielraum zwischen selbstbestimmter Auslebung von und autarkem Umgang mit weiblicher Physis und Sexualität einerseits und kommerzieller Ausbeutung derselben andererseits, wie sie kürzlich von Sinéad O'Connor und Amanda Palmer in Bezug auf Cyrus diskutiert wurde, stellt sich hier nicht. Lordes Albumcover ist Understatement pur: Künstlername und Albumtitel in Weiß vor schwarzem Hintergrund. Jetzt aber mal Schluss mit diesem etwas konstruierten Wettbewerb der beiden Pop-Protagonistinnen. Lorde findet den heraufbeschworenen Konkurrenzkampf zwischen weiblichen Künstlerinnen sowieso fragwürdig: "It's this weird thing in pop like, 'Let's get all the females to compete'." Sie muss sich ohnehin mit niemandem im aktuellen Popzirkus vergleichen lassen. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 16. Juni 2017 | Universal Music New Zealand Limited

Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Populär und kommerziell erfolgreich sein ist leicht. Weniger leicht ist es, populär, kommerziell erfolgreich UND grandios zu sein. Yelich-O’Connor alias Lorde gehört ganz und gar in diese Kategorie, die nur einigen wenigen vorbehalten ist. Mit Melodrama bestätigt die junge Neuseeländerin ein Talent, mit dem sie schon auf Pure Heroine, ihrem ersten Album im Jahre 2013, als Sechzehnjährige beeindruckte! Alle Elemente der Pop-DNA sind da. Lorde erzählt von ihr selbst als knapp 20-jähriges Mädchen aus der Vorstadt, von ihren Träumen, von der Einsamkeit und der Langeweile, vom Übergang ins Erwachsenenalter, von der Liebe natürlich, auch von der Enttäuschung, kurz gesagt, von allem, was zu den Pop-Klischees gehört. Und mit diesem Rohmaterial, das allen gemeinsam ist, vollbringt Lorde Wunder. Sie versucht nicht, die Gattung komplexer zu machen, und indem sie felsenfest dazu steht, setzt sie sich mit ihrer Eigenart, ihrem Stil und ihrem Namen durch. „Pure Heroine zu schreiben war meine Art und Weise, unserem Teenagerruhm einen Rahmen zu setzen und ihn für immer ins Licht zu stellen, wogegen ein Teil meiner selbst nie stirbt. Melodrama bezieht sich auf das, was nachher kommt...Die Party startet gerade. Ich werde Ihnen die neue Welt zeigen.“ Mit diesem zweiten Album hebt sie ihre Texte noch besser hervor, aber auch ihren Gesang. Musikalisch gesehen wirkt sie keineswegs aufdringlich, denn sie setzt alles daran, um den Song zu verherrlichen, und zwar nur den Song. Mit diesem Können, das man bei Melodrama zu spüren bekommt, nähert sich Lorde auf gewisse Weise eher einer Madonna, einem Elton John oder einer Kate Bush als einer Katy Perry oder einer Miley Cyrus. Mit ihrem Post-Teenager-Aussehen erscheint sie fast wie eine treuherzige, ziemlich reife Soulsängerin…Kurz und gut, mit erst 20 Jahren die Pop-Sprache so gut zu beherrschen, hat schon etwas Umwerfendes…© CM/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 20. August 2021 | Universal Music New Zealand Limited

Hi-Res
Mit ihrem dritten Album hat Lorde beschlossen, aus dem Schatten zu treten und ihr düsteres, von Gothic durchtränktes Pop-Image hinter sich zu lassen, das sie sich bis dato raffiniert zurechtgeschneidert hatte. Wie schon der Titel sagt, kündigt Solar Power eine unbeschwerte, warmherzige und auch zur Ruhe gekommene Platte an. Sie möchte auch mit dem, manchmal als „asketisch“ bezeichneten Eindruck der beiden ersten Alben aufzuräumen, was durch das Cover sehr gut funktioniert. Es zeigt ihre, durch ein „Fisheye“-Format in die Länge gezogenen, Beine auf einem herrlich himmelblauen Hintergrund, zum Sprung bereit und mit dem hübschen Po genau im Zentrum, mitten vor der Sonne.Diese kleine Provokation ist gut gelungen und beweist, dass sich ihr Aussehen gewandelt hat und dass sie motiviert ist, aus ihrer Komfortzone auszubrechen. Es erinnert auch an dies oder jenes Psychedelic-Cover der Siebziger. Und so einige werden sich wohl doch die Frage stellen: Hat Lorde etwa ihren Stil geändert? Antwort: Jein. Ihre leicht erkennbare Stimme klingt vielleicht unbeschwerter und manchmal murmelt sie etwas vor sich hin - das hat sie zum Beispiel mit einer Billie Eilish gemeinsam. Wie etwa auf der Single Solar Power oder auch The Man with the Axe. Auffällig ist hier dieses Streben nach Sorglosigkeit in einer pandemiegeplagten Welt, ein berechtigter und sogar willkommener Drang. Was die Kompositionen betrifft, so ist Solar Power musikalisch gesehen insgesamt natürlicher, mit mehr Akustikgitarre wie in den Stücken Solar Power, Stoned at the Nail Salon, Fallen Fruit und The Man with the Axe.Nicht zu übersehen ist Jack Antonoff als Produzent. Außergewöhnlich schön sind auch die Vokalharmonien, wenn die Stimmen wie Wellen ineinanderfließen, manchmal wie ein Echo der Harmonien, die der geniale, leider verstorbene Elliott Smith geschaffen hat (in der wunderschönen Ballade Fallen Fruit ist es unbestreitbar). Was die Songtexte betrifft, so ist klar: Lorde ist älter geworden und distanziert sich von dem, was sich seit ihren Anfängen als Sechzehnjährige ereignet hat. Dass sie mit dem Berühmtsein in Berührung gekommen ist, spürt man, da sie etwas davor zurückschreckt und zugleich Lust hat, sich wieder ins Rampenlicht zu stellen… „Das Sonnenlicht ist angenehm, reicht das aber?“ scheint sich Lorde zu fragen. Am Ende bleibt sie am Strand zurück, und mit ihr diese schöne Postkarte Oceanic Feeling. Die Sonne tut ihr gut. © Yan Céh/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. Juni 2021 | Universal Music New Zealand Limited

Hi-Res
"[T]he singles are built primarily around guitar and Lorde’s vocals, finding the singer shining the light that burst out of her earlier singles inward." © TiVo
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CD14,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 28. Oktober 2013 | Universal Music New Zealand Limited

Eigentlich hat sie völlig recht, wenn Ella Yelich O'Connor aka Lorde, auf die ständigen Vergleiche mit Miley Cyrus angesprochen, freimütig meint: "I find it so stupid". Und trotzdem: Den Bezug zu Cyrus kann man sich kaum verkneifen, hält man sich vor Augen, dass die gerade mal 16-jährige O'Connor mit ihrem Debüt "Pure Heroine" die vier Jahre ältere "Wrecking Ball"-Sängerin von der Billboard-Charts-Spitze gestoßen hat. Amüsierte Häme hat das genauso zur Folge wie Neugier auf die unverschämt junge Überfliegerin aus unser aller Facebook-Feed. Über eine halbe Million Fans folgen Lorde via Social Network. Längst hat sich der Riese Universal die Neuseeländerin geschnappt. Die kommen aus dem Händereiben wohl nicht mehr raus, schaut man sich Lordes Bilanz in Sachen Chartsplatzierung an. Die Single, die Cyrus schon vom iTunes-Thron vertrieb, heißt "Royals". Obwohl nicht mal das spannendste Stück auf "Pure Heroine", schlug der Song ein wie eine Bombe: Nicht viel mehr als simpler Beat, rhythmisches Fingerschnipsen und eingängige Gesangslinie reichten für Dreifachplatin in ihrem Heimatland. Gerade die Einfachheit in Struktur und Ausstattung übt eine unbestreitbare Faszination aus, die sich durch das Gesamtwerk zieht. Denn ganz ähnlich funktionieren im Prinzip allen Songs auf dem Erstling: Mit einfachsten Mitteln, die sich meist auf reduzierte Synthieklänge und dezidiert dominante, schmucklos gehaltene Beat- und Rhythmusfraktion mit Handclaps, Schellenkranz und Snaps beschränken, kreiert Lorde infektiöse Slow-Pop-Hymnen. Die Sängerin hat sich, in Zusammenarbeit mit ihrem Produzenten Joel Little, offenbar die Soundcharakteristika ehemaliger Underground-Künstler von Burial über The xx bis Blake angehört und zu Eigen gemacht. Diese nutzt sie nun für ihren wattig verträumten Elektropop mit dem genau richtigen, derzeit äußerst beliebten Dubstep- und R'n'B-Einschlag. So verknüpft sie geschickt und scheinbar spielend leicht Elemente der Indie-Musik-Kultur mit schamlos schlichten Mainstream-Komponenten. Dabei könnte man sie gewissermaßen als eine Art Mittlerin zwischen leicht Abseitigem und Massenhaftem verstehen: Ersteres transportiert sie scheinbar mühelos in Letzteres hinein. Man kommt nicht umhin, zu vermuten, dass trotz aller Kommerzinteressen auch ein großes Stück echte - was auch immer das genau heißen mag - Ella Yelich O'Connor in diesem Album steckt. Nicht zuletzt, wenn man weiß, dass die Sängerin nicht einfach vorgesetzte Texte nachsingt, sondern sie selbst geschrieben hat. Nicht zuletzt, wenn man den Eindruck gewinnt, dass ihr der Entstehungsprozess ihrer Musik sehr stark selbst unterstand. Und insbesondere nicht zuletzt, wenn man unter ihren Dankesworten im Album-Inlay den folgenden Satz findet: "I poured my brain and heart into this, and maybe I'll hate it in two years, because that's the nature of being my age, but for now, it's the most powerful thing I can give." Solch reife Einsichten finden sich auch nicht selten in ihren Lyrics. "Don't you think that it's boring how people talk?" lautet der erste Satz auf dem Album. Offenkundig schon jetzt gelangweilt vom Trubel um ihre Person, bewegen sich O'Connors Texte eindeutig über Cyrus-Niveau. Zwar zitieren auch sie oftmals das Bild eines jugendlichen Gruppenkollektivs und spiegeln teils das Lebensgefühl einer weißen, privilegierten Hedonisten-Generation wider. Gleichwohl scheint O'Connor dieser Privilegierung nicht selten misstrauisch bis kritisch gegenüberzustehen, trotz der eigenen Teilhabe daran. Manchmal wirkt sie sogar richtig abgeklärt: "I'm kind of over getting told to throw my hands up in the air ... I'm kind of older than I was when I reveled without a care" - das könnte man, wenn man möchte, als direkten Seitenhieb auf Cyrus verstehen. Deren aufgesetzte, stupide Party-Eskapismus-Phrasen wirken doch in keinem Moment so souverän wie O'Connors Sätze. Auch "Still Sane" scheint in diese Kerbe zu schlagen: "Riding around on the bikes, we're still sane / I won't be her, tripping over onstage ... I still like hotels but I think that'll change / Still like hotels and my newfound fame / Hey, promise I can stay good". Vergleicht man dann auch noch die optische Imagebildung der beiden Jungstars, könnte der Ansatz kaum unterschiedlicher sein: Lorde verzichtet gänzlich auf die Zurschaustellung überdrehter Körperlichkeiten. Die Frage nach dem Spielraum zwischen selbstbestimmter Auslebung von und autarkem Umgang mit weiblicher Physis und Sexualität einerseits und kommerzieller Ausbeutung derselben andererseits, wie sie kürzlich von Sinéad O'Connor und Amanda Palmer in Bezug auf Cyrus diskutiert wurde, stellt sich hier nicht. Lordes Albumcover ist Understatement pur: Künstlername und Albumtitel in Weiß vor schwarzem Hintergrund. Jetzt aber mal Schluss mit diesem etwas konstruierten Wettbewerb der beiden Pop-Protagonistinnen. Lorde findet den heraufbeschworenen Konkurrenzkampf zwischen weiblichen Künstlerinnen sowieso fragwürdig: "It's this weird thing in pop like, 'Let's get all the females to compete'." Sie muss sich ohnehin mit niemandem im aktuellen Popzirkus vergleichen lassen. © Laut
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CD16,49 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2013 | Universal Music New Zealand Limited

Eigentlich hat sie völlig recht, wenn Ella Yelich O'Connor aka Lorde, auf die ständigen Vergleiche mit Miley Cyrus angesprochen, freimütig meint: "I find it so stupid". Und trotzdem: Den Bezug zu Cyrus kann man sich kaum verkneifen, hält man sich vor Augen, dass die gerade mal 16-jährige O'Connor mit ihrem Debüt "Pure Heroine" die vier Jahre ältere "Wrecking Ball"-Sängerin von der Billboard-Charts-Spitze gestoßen hat. Amüsierte Häme hat das genauso zur Folge wie Neugier auf die unverschämt junge Überfliegerin aus unser aller Facebook-Feed. Über eine halbe Million Fans folgen Lorde via Social Network. Längst hat sich der Riese Universal die Neuseeländerin geschnappt. Die kommen aus dem Händereiben wohl nicht mehr raus, schaut man sich Lordes Bilanz in Sachen Chartsplatzierung an. Die Single, die Cyrus schon vom iTunes-Thron vertrieb, heißt "Royals". Obwohl nicht mal das spannendste Stück auf "Pure Heroine", schlug der Song ein wie eine Bombe: Nicht viel mehr als simpler Beat, rhythmisches Fingerschnipsen und eingängige Gesangslinie reichten für Dreifachplatin in ihrem Heimatland. Gerade die Einfachheit in Struktur und Ausstattung übt eine unbestreitbare Faszination aus, die sich durch das Gesamtwerk zieht. Denn ganz ähnlich funktionieren im Prinzip allen Songs auf dem Erstling: Mit einfachsten Mitteln, die sich meist auf reduzierte Synthieklänge und dezidiert dominante, schmucklos gehaltene Beat- und Rhythmusfraktion mit Handclaps, Schellenkranz und Snaps beschränken, kreiert Lorde infektiöse Slow-Pop-Hymnen. Die Sängerin hat sich, in Zusammenarbeit mit ihrem Produzenten Joel Little, offenbar die Soundcharakteristika ehemaliger Underground-Künstler von Burial über The xx bis Blake angehört und zu Eigen gemacht. Diese nutzt sie nun für ihren wattig verträumten Elektropop mit dem genau richtigen, derzeit äußerst beliebten Dubstep- und R'n'B-Einschlag. So verknüpft sie geschickt und scheinbar spielend leicht Elemente der Indie-Musik-Kultur mit schamlos schlichten Mainstream-Komponenten. Dabei könnte man sie gewissermaßen als eine Art Mittlerin zwischen leicht Abseitigem und Massenhaftem verstehen: Ersteres transportiert sie scheinbar mühelos in Letzteres hinein. Man kommt nicht umhin, zu vermuten, dass trotz aller Kommerzinteressen auch ein großes Stück echte - was auch immer das genau heißen mag - Ella Yelich O'Connor in diesem Album steckt. Nicht zuletzt, wenn man weiß, dass die Sängerin nicht einfach vorgesetzte Texte nachsingt, sondern sie selbst geschrieben hat. Nicht zuletzt, wenn man den Eindruck gewinnt, dass ihr der Entstehungsprozess ihrer Musik sehr stark selbst unterstand. Und insbesondere nicht zuletzt, wenn man unter ihren Dankesworten im Album-Inlay den folgenden Satz findet: "I poured my brain and heart into this, and maybe I'll hate it in two years, because that's the nature of being my age, but for now, it's the most powerful thing I can give." Solch reife Einsichten finden sich auch nicht selten in ihren Lyrics. "Don't you think that it's boring how people talk?" lautet der erste Satz auf dem Album. Offenkundig schon jetzt gelangweilt vom Trubel um ihre Person, bewegen sich O'Connors Texte eindeutig über Cyrus-Niveau. Zwar zitieren auch sie oftmals das Bild eines jugendlichen Gruppenkollektivs und spiegeln teils das Lebensgefühl einer weißen, privilegierten Hedonisten-Generation wider. Gleichwohl scheint O'Connor dieser Privilegierung nicht selten misstrauisch bis kritisch gegenüberzustehen, trotz der eigenen Teilhabe daran. Manchmal wirkt sie sogar richtig abgeklärt: "I'm kind of over getting told to throw my hands up in the air ... I'm kind of older than I was when I reveled without a care" - das könnte man, wenn man möchte, als direkten Seitenhieb auf Cyrus verstehen. Deren aufgesetzte, stupide Party-Eskapismus-Phrasen wirken doch in keinem Moment so souverän wie O'Connors Sätze. Auch "Still Sane" scheint in diese Kerbe zu schlagen: "Riding around on the bikes, we're still sane / I won't be her, tripping over onstage ... I still like hotels but I think that'll change / Still like hotels and my newfound fame / Hey, promise I can stay good". Vergleicht man dann auch noch die optische Imagebildung der beiden Jungstars, könnte der Ansatz kaum unterschiedlicher sein: Lorde verzichtet gänzlich auf die Zurschaustellung überdrehter Körperlichkeiten. Die Frage nach dem Spielraum zwischen selbstbestimmter Auslebung von und autarkem Umgang mit weiblicher Physis und Sexualität einerseits und kommerzieller Ausbeutung derselben andererseits, wie sie kürzlich von Sinéad O'Connor und Amanda Palmer in Bezug auf Cyrus diskutiert wurde, stellt sich hier nicht. Lordes Albumcover ist Understatement pur: Künstlername und Albumtitel in Weiß vor schwarzem Hintergrund. Jetzt aber mal Schluss mit diesem etwas konstruierten Wettbewerb der beiden Pop-Protagonistinnen. Lorde findet den heraufbeschworenen Konkurrenzkampf zwischen weiblichen Künstlerinnen sowieso fragwürdig: "It's this weird thing in pop like, 'Let's get all the females to compete'." Sie muss sich ohnehin mit niemandem im aktuellen Popzirkus vergleichen lassen. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 21. Juli 2021 | Universal Music New Zealand Limited

Hi-Res
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Alternativ und Indie - Erschienen am 20. August 2021 | Universal Music New Zealand Limited

Mit ihrem dritten Album hat Lorde beschlossen, aus dem Schatten zu treten und ihr düsteres, von Gothic durchtränktes Pop-Image hinter sich zu lassen, das sie sich bis dato raffiniert zurechtgeschneidert hatte. Wie schon der Titel sagt, kündigt Solar Power eine unbeschwerte, warmherzige und auch zur Ruhe gekommene Platte an. Sie möchte auch mit dem, manchmal als „asketisch“ bezeichneten Eindruck der beiden ersten Alben aufzuräumen, was durch das Cover sehr gut funktioniert. Es zeigt ihre, durch ein „Fisheye“-Format in die Länge gezogenen, Beine auf einem herrlich himmelblauen Hintergrund, zum Sprung bereit und mit dem hübschen Po genau im Zentrum, mitten vor der Sonne.Diese kleine Provokation ist gut gelungen und beweist, dass sich ihr Aussehen gewandelt hat und dass sie motiviert ist, aus ihrer Komfortzone auszubrechen. Es erinnert auch an dies oder jenes Psychedelic-Cover der Siebziger. Und so einige werden sich wohl doch die Frage stellen: Hat Lorde etwa ihren Stil geändert? Antwort: Jein. Ihre leicht erkennbare Stimme klingt vielleicht unbeschwerter und manchmal murmelt sie etwas vor sich hin - das hat sie zum Beispiel mit einer Billie Eilish gemeinsam. Wie etwa auf der Single Solar Power oder auch The Man with the Axe. Auffällig ist hier dieses Streben nach Sorglosigkeit in einer pandemiegeplagten Welt, ein berechtigter und sogar willkommener Drang. Was die Kompositionen betrifft, so ist Solar Power musikalisch gesehen insgesamt natürlicher, mit mehr Akustikgitarre wie in den Stücken Solar Power, Stoned at the Nail Salon, Fallen Fruit und The Man with the Axe.Nicht zu übersehen ist Jack Antonoff als Produzent. Außergewöhnlich schön sind auch die Vokalharmonien, wenn die Stimmen wie Wellen ineinanderfließen, manchmal wie ein Echo der Harmonien, die der geniale, leider verstorbene Elliott Smith geschaffen hat (in der wunderschönen Ballade Fallen Fruit ist es unbestreitbar). Was die Songtexte betrifft, so ist klar: Lorde ist älter geworden und distanziert sich von dem, was sich seit ihren Anfängen als Sechzehnjährige ereignet hat. Dass sie mit dem Berühmtsein in Berührung gekommen ist, spürt man, da sie etwas davor zurückschreckt und zugleich Lust hat, sich wieder ins Rampenlicht zu stellen… „Das Sonnenlicht ist angenehm, reicht das aber?“ scheint sich Lorde zu fragen. Am Ende bleibt sie am Strand zurück, und mit ihr diese schöne Postkarte Oceanic Feeling. Die Sonne tut ihr gut. © Yan Céh/Qobuz
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Original Soundtrack - Erschienen am 30. September 2014 | Hunger Games 3 - Mockingjay

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Alternativ und Indie - Erschienen am 17. August 2021 | Universal Music New Zealand Limited

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Alternativ und Indie - Erschienen am 10. September 2021 | Universal Music New Zealand Limited

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Original Soundtrack - Erschienen am 11. November 2014 | Hunger Games 3 - Mockingjay

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Alternativ und Indie - Erschienen am 16. September 2017 | Universal Music New Zealand Limited

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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. Juni 2021 | Universal Music New Zealand Limited

"[T]he singles are built primarily around guitar and Lorde’s vocals, finding the singer shining the light that burst out of her earlier singles inward." © TiVo
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Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Mai 2017 | Universal Music New Zealand Limited

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Rock - Erschienen am 4. April 2013 | Lorde

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Alternativ und Indie - Erschienen am 10. September 2021 | Universal Music New Zealand Limited

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CD16,49 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2013 | Universal Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 9. März 2018 | Universal Music New Zealand Limited

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Alternativ und Indie - Erschienen am 21. Juli 2021 | Universal Music New Zealand Limited