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Die Alben

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Progressive Rock - Erschienen am 27. September 2019 | Metropolis Records

Hi-Res
Nach dem 2017er Tiefpunkt "Hell Yeah" schienen die Industrial-Rock und Elektrometal-Pioniere KMFDM kreativ ausgebrannt und seltsam beliebig. Wer jedoch glaubte, man brauche keinen Pfifferling mehr auf die hanseatische Widerstandsinstitution zu setzen, wird mit "Paradise" endlich eines besseren belehrt. Angepisst, sarkastisch und stylish klingt ihr kreatives Comeback und fegt alle Zweifel vom Tisch. Dieses mittlerweile 21. Studioalbum gehört zweifellos zu den Highlights ihres durchaus wechselhaften Katalogs. Man darf es getrost dort verorten, wo ihr Meilenstein "Angst" oder das sehr gute "Symbols" vor mehr als zwei Jahrzehnten ihre Spuren hinterließen. Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil die aktuelle Besetzung im Wesentlichen dieselbe ist wie auf der letzten Platte. Schon der Einstieg gelingt mit "K-M-F" herrlich fies. Hip Hop trifft auf Autoscooter-Steckdose und Metal-Stakkato. Dazu ein schonungsloser Text, der alles aufs Korn nimmt, was man an der 'Recht des Stärkeren'-Doktrin der Vereinigten Staaten momentan als abstoßend empfindet. Deutlich hört man die Verwandtschaft zum Szeneklassiker der Holy Gang - "Free Tyson Free" - heraus. Schicke Ouvertüre! Alle Freunde der knallharten Gangart Marke Ministry werden an ungewohnt dreckig inszenierten Bomben wie "No Regret" oder dem Titelstück Gefallen finden. Bei letzterem kombinieren KMFDM alle Derbheit gekonnt mit Dub-Elementen und lassen Lucia Cifarelli von der Leine. Die Italoamerikanierin legt so rotzig, animalisch und roh los wie noch nie. Ohnehin verdient die Gattin Sascha Konietzkos diesmal den meisten Lorbeeren. Ungeahnt wandelbar gibt sie zum Kontrast in "Oh My Goth" die laszive Gruftnymphe und zieht allen Eskapismus der Schwarzen Szene ironisch durch den Kakao. Auch als Produzentin und Soundhexe liefert sie ihre bislang mit Abstand beste Vorstellung ab. Endlich bekommt man jene Vielseitigkeit von KMFDM serviert, von der man stets ahnte, dass sie es doch eigentlich drauf haben müssten. "WDTWB" etwa mischt unterhaltend Hi-NRG-Disco und allen Ernstes ein Dreamhouse-Piano in den groovy Gitarrensalat. Wenn dann noch in "Piggy" der schicke funky Bass Doug Wimbishs (u.a. Living Colour) zu hören ist, verzeiht man bereitwillig die letzten 20 Jahre mittelmäßiger Scheiben. Thematisch stehen KMFDM ohnehin zuverlässig auf der sympathischen Seite. Als gewohnt deutliche Brachialethiker wettern sie gegen Nationalismus. Rassismus, Totalitarismus, Faschismus und wirtschaftlichen Kolonialismus. Sogar der über viele Jahre lieb gewonnene Wahlspruch "Rip the system!" taucht als Running Gag einmal mehr auf. Nebenbei exerzieren sie damit vor, wie einfach es im Grunde ist, strukturelle Kritik so zu formulieren, dass ihre Slogans nicht von neurechten Trieben des politischen Spektrums gekapert werden können. Endlich ist die Kogge des Käptn K. wieder auf Beutefahrt und in jener Hochform, die sie unverzichtbar macht. © Laut
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Progressive Rock - Erschienen am 6. März 2007 | Metropolis Records

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CD17,59 Fr.

Progressive Rock - Erschienen am 13. September 2005 | Metropolis Records

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Techno - Erschienen am 21. August 2020 | Metropolis Records

Hi-Res
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Progressive Rock - Erschienen am 21. November 2006 | Metropolis Records

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Progressive Rock - Erschienen am 21. November 2006 | Metropolis Records

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Progressive Rock - Erschienen am 27. September 2019 | Metropolis Records

Nach dem 2017er Tiefpunkt "Hell Yeah" schienen die Industrial-Rock und Elektrometal-Pioniere KMFDM kreativ ausgebrannt und seltsam beliebig. Wer jedoch glaubte, man brauche keinen Pfifferling mehr auf die hanseatische Widerstandsinstitution zu setzen, wird mit "Paradise" endlich eines besseren belehrt. Angepisst, sarkastisch und stylish klingt ihr kreatives Comeback und fegt alle Zweifel vom Tisch. Dieses mittlerweile 21. Studioalbum gehört zweifellos zu den Highlights ihres durchaus wechselhaften Katalogs. Man darf es getrost dort verorten, wo ihr Meilenstein "Angst" oder das sehr gute "Symbols" vor mehr als zwei Jahrzehnten ihre Spuren hinterließen. Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil die aktuelle Besetzung im Wesentlichen dieselbe ist wie auf der letzten Platte. Schon der Einstieg gelingt mit "K-M-F" herrlich fies. Hip Hop trifft auf Autoscooter-Steckdose und Metal-Stakkato. Dazu ein schonungsloser Text, der alles aufs Korn nimmt, was man an der 'Recht des Stärkeren'-Doktrin der Vereinigten Staaten momentan als abstoßend empfindet. Deutlich hört man die Verwandtschaft zum Szeneklassiker der Holy Gang - "Free Tyson Free" - heraus. Schicke Ouvertüre! Alle Freunde der knallharten Gangart Marke Ministry werden an ungewohnt dreckig inszenierten Bomben wie "No Regret" oder dem Titelstück Gefallen finden. Bei letzterem kombinieren KMFDM alle Derbheit gekonnt mit Dub-Elementen und lassen Lucia Cifarelli von der Leine. Die Italoamerikanierin legt so rotzig, animalisch und roh los wie noch nie. Ohnehin verdient die Gattin Sascha Konietzkos diesmal den meisten Lorbeeren. Ungeahnt wandelbar gibt sie zum Kontrast in "Oh My Goth" die laszive Gruftnymphe und zieht allen Eskapismus der Schwarzen Szene ironisch durch den Kakao. Auch als Produzentin und Soundhexe liefert sie ihre bislang mit Abstand beste Vorstellung ab. Endlich bekommt man jene Vielseitigkeit von KMFDM serviert, von der man stets ahnte, dass sie es doch eigentlich drauf haben müssten. "WDTWB" etwa mischt unterhaltend Hi-NRG-Disco und allen Ernstes ein Dreamhouse-Piano in den groovy Gitarrensalat. Wenn dann noch in "Piggy" der schicke funky Bass Doug Wimbishs (u.a. Living Colour) zu hören ist, verzeiht man bereitwillig die letzten 20 Jahre mittelmäßiger Scheiben. Thematisch stehen KMFDM ohnehin zuverlässig auf der sympathischen Seite. Als gewohnt deutliche Brachialethiker wettern sie gegen Nationalismus. Rassismus, Totalitarismus, Faschismus und wirtschaftlichen Kolonialismus. Sogar der über viele Jahre lieb gewonnene Wahlspruch "Rip the system!" taucht als Running Gag einmal mehr auf. Nebenbei exerzieren sie damit vor, wie einfach es im Grunde ist, strukturelle Kritik so zu formulieren, dass ihre Slogans nicht von neurechten Trieben des politischen Spektrums gekapert werden können. Endlich ist die Kogge des Käptn K. wieder auf Beutefahrt und in jener Hochform, die sie unverzichtbar macht. © Laut
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Progressive Rock - Erschienen am 22. Mai 2007 | Metropolis Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. August 2017 | earMUSIC

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Progressive Rock - Erschienen am 28. September 2010 | Metropolis Records

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Progressive Rock - Erschienen am 21. November 2006 | Metropolis Records

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Progressive Rock - Erschienen am 19. März 2002 | Metropolis Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 22. Oktober 2013 | Metropolis Records

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Progressive Rock - Erschienen am 21. August 2007 | Metropolis Records

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Progressive Rock - Erschienen am 22. Mai 2007 | Metropolis Records

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Progressive Rock - Erschienen am 6. März 2007 | Metropolis Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 9. September 2016 | earMUSIC

Hi-Res
Wenn die Zeiten wenig Anlass zum Jubel geben, kann man sich immer noch selbst feiern. Mit "Rocks" rollen KMFDM der eigenen Bedeutung einen roten Teppich aus und überbrücken ebenso die Wartezeit auf ihr 2017 erscheinendes Studioalbum. 15 biografisch essentielle Tracks bieten Sascha Konietzko und Co in Neubearbeitung oder Remixversion an. Das Ergebnis klingt rund und deutlich ansprechender als ihre letzten regulären Veröffentlichungen. 32 Jahre nach Bandgründung sind die Miterfinder des Industrial-Rock/Elektro-Metal international anerkannter Teil der Musikgeschichte. Lediglich in der deutschen Heimat gab es jahrzehntelang kaum mehr als ein ratloses Schulterzucken. All jene, die KMFDM bislang verpassten oder bereits alles kennen, können mit dieser Zusammenstellung einen hervorragenden Abstecher in den Katalog dieser längst in den Staaten beheimateten Combo unternehmen. Ihre durchweg eigenständige Ästhetik und der einmalige Ausdruck machen die Klänge stets unverwechselbar. Alle Gitarren-Attacken und Steckdosen-Beats transportieren ihr typisch paradoxes Klangbild, welches einerseits so kantig daherkommt wie ihr legendäres Coverartwork. Gleichzeitig fließt alles rund und strukturell harmonisch ineinander. Zusammen mit der aufstachelnden Energie ihrer Anarcho-Slogans entsteht ein suggestives Lockmittel, dem sich kein Genrefreund ernsthaft verweigern kann. Das Schöne an diesen renovierten Variationen ist die inspirierte Zuneigung und Sensibilität, mit der alle Beteiligten den Originalen ein paar frische Facetten aus dem Stromkreis leiern. "Animal Out" etwa groovt ansteckender als die Urversion auf "Kunst". Sogar die tollen Nummern ihrer Überplatte "Angst" (z.B. "Still Sucks" oder "Light") funktionieren ein knappes Vierteljahrhundert nach der Erstausgabe erfreulich zeitlos. Zwei herausragende Stücke erhalten die Ehre, hier mit mehreren Mixvarianten vertreten zu sein. Das Dancefloor-Brett "Amnesia" (von "WTF?!") gewinnt besonders in der atmosphärischen Deutung des Trentacoste-Remixes. Absolute Höhepunkte von "Rocks" sind dennoch - und wenig überraschend - die beiden neuen Gesichter ihres popkulturellen Schlüsselsongs und größten Hits "A Drug Against War". Auch hier hat der kreative Mix Marco Trentacostes knapp die Nase vorn. "...stronger than ever, ever before: KMFDM is a drug against war!>/i>" © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 26. Oktober 2018 | earMUSIC

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Progressive Rock - Erschienen am 24. März 2009 | Metropolis Records

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CD57,59 Fr.

Progressive Rock - Erschienen am 3. Juni 2008 | Metropolis Records