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Qobuzissime? Dies ist eine Auszeichnung, die Qobuz für ein Debütalbum oder ein zweites Album vergibt. Pop oder Reggae, Metal oder Klassik, Jazz oder Blues - kein Genre wird unbeachtet gelassen. Meistens handelt es sich um junge, noch unbekannte Talente.

Hin und wieder kann diese Auszeichnung auch an bereits bekannte Künstler vergeben werden, die ein ungewöhnliches Projekt schaffen, das sich von ihrer sonstigen Diskografie unterscheidet, wie zum Beispiel ein Crossover-Album. Was zählt ist einzig die Originalität und die Qualität. Die der Aufnahme, des musikalischen Projekts und seiner Identität.

Die Alben

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Pop - Erschienen am 20. September 2019 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Pitchfork: Best New Music - Qobuzissime
Jeder mag Soul und Vintage-Funk! Obwohl täglich weitere Nachkommen von Curtis Mayfield, Al Green, Prince und Leuten wie Sly Stone auftauchen, hält sich das Interesse daran oft in Grenzen… Die Gruppe Alabama Shakes hat es jedoch mit nur zwei Alben geschafft, ihre originelle und pulsierende Garage Funk-Version aus den amerikanischen Südstaaten durchzusetzen. Welches Geheimnis steckt dahinter? Brittany Howard, eine Sängerin mit Charisma soweit das Auge reicht. Und zwar hat sie dermaßen viel davon, dass sie nun dieses umwerfende Debüt im Alleingang startet. Diese Platte behält die Ideale von den Alabama Shakes bei, um sie jedoch auf weitaus überraschendere und weniger besonnenere Wege zu führen. Howard präsentiert hier einen ziemlich verrückten, funkigen und psychedelischen Trip, der an die Grenzen des Experimentellen reicht, etwa im Opener History Repeat mit dieser sägenden Gitarre, diesem fanatischen Rhythmus und der alles niederschreienden Stimme.Die aus Athens stammende Sängerin holte sich eine nur kleine Gruppe an Bord, nämlich Zac Cockrell, den Bassisten von Alabama Shakes, zwei hochgeschätzte und ihrerseits erstaunliche Jazzmusiker, den Pianisten/Keyboarder Robert Glasper und den Schlagzeuger Nate Smith. Auf ihrem makellosen, dem Inhalt nach umfangreichen und der Form nach minimalistischen Soundtrack verzahnt sie Selbstporträt und Beobachtung ihrer Zeitgenossen. Nichts wird übersehen! Weder Homosexualität (Georgia), noch Tod (der Albumtitel Jaime stammt vom Namen ihrer älteren, als 13-Jährige von Krebs betroffenen Schwester, als sie selbst 8 war), noch Religion (He Loves Me), noch Rassismus, dem sie als Tochter einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters oft höchstpersönlich begegnet ist (Goat Head schildert jenen Morgen, an dem ihre Mutter ihr Auto mit durchgestochenen Reifen und einem Ziegenkopf auf dem Rücksitz entdeckte). Hat man sich diese keineswegs angeglichene, recht persönliche Soloplatte erst einmal angehört, ist man ganz durcheinander. Ihre Ideale, ihre Bezüge und ihre Vorbilder (Prince, Curtis und wie gesagt Sly) sind uns ja bekannt – oder zumindest scheint es so – das Ergebnis hingegen ist definitiv originell. © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 21. Juli 2017 | Columbia

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Als Declan McKenna im Frühling 2016 mit gerade einmal 16 Jahren seine erste EP Stains herausbrachte, war dieses neue, junge Popgenie in aller Munde. Bereits im Vorjahr machte der Brite von sich reden, als er die Emerging Talent Competition des Glastonbury Festivals als Sieger verließ. Sein stimmliches Können und die perfekte Beherrschung der Gitarre und Kompositionskunst verblüffte so manche. Und als ob das nicht schon genug wäre, beschränkt McKenna sich nicht auf einen einzigen Stil, sondern schwenkt vom Rock zum Blues und vom Folk zum Pop. Hinzu kommen dann noch seine durchaus politischen Texte, wie zum Beispiel in Brazil, in welchem er die Korruption der FIFA kritisiert. Dieser Song, wie auch Paracetamol, findet man ebenfalls auf seinem ersten Studioalbum What Do You Think About The Car? wieder. Hier liefert uns der junge Musiker einwandfreie, moderne Popmusik, bei der sich heraushören lässt, dass er mit einer vielseitigen Musikkultur aufgewachsen ist und auch heute niemals die großen Klassiker vergisst (die Platten der Beatles zählen natürlich zu seinen Einflüssen). Eine breite Klangpalette schimmert aus jedem Winkel des Albums und die lebendigen Kompositionen voll von Energie werden mit aussagekräftigen Texten kombiniert, wie bei eben diesem Brazil aber auch bei Make Me Your Queen, auf welchem er sich mit der Genderfrage beschäftigt. Mit einprägsamen Melodien und starken Texten, die dabei niemals naiv klingen, erscheint Declan McKenna wie das potentielle Sprachrohr der Generation Z, die politisch doch sehr viel engagierter ist, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Es verwundert also nicht, dass eine unzähmbare und bedeutungsvolle Künstlerin wie Nina Simone zu den Idolen des jungen Songwriters zählt. Ein Album, dass die Auszeichnung Qobuzissime verdient. ©CM/Qobuz
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Soul - Erschienen am 23. Juni 2015 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
"Du klingst ja wie ein alter Mann" soll seine Mutter gesagt haben, als er ihr seine Songs vorspielt. "Und du ziehst dich an wie dein eigener Großvater." In der Tat, Leon Bridges sieht aus, wie aus der Zeit gefallen: Mit Vintage-Anzügen, Oberlippenbärtchen und Lederstiefeln schlendert er in den in schwarz-weiß gehaltenen Musikvideos durchs Bild. "Vintage-Klammotten faszinieren mich – und man wird mich so nicht nur auf der Bühne sehen, sondern auch im Waschsalon oder Supermarkt", dementiert Bridges den Vorwurf sein Stil sei nur ein Marketing-Gimmick. Ein Glück, trägt der 25-jährige Texaner seine Retrojeans auch beim abendlichen Bier in einer Bar seines Heimatorts Fort Worth. Dort trifft er nämlich auf Austin Jenkins, von der texanischen Psych-Punk Band White Denim. Über ihre gemeinsame Leidenschaft kommen sie ins Gespräch und am Ende ist es Jenkins, der Bridges dazu überredet ein Album aufzunehmen. Dabei herausgekommen ist mit "Coming Home" eine Zeitmaschine in die Hochzeiten des Souls. Aretha Franklin, Otis Redding und vor allem Sam Cooke haben es dem jungen Texaner angetan. Die Einflüsse der Musik aus den 50er und 60er Jahren triefen förmlich aus allen Ritzen seines Debüts. Das Retro-Revival ist nicht neu: Bands wie die Alabama Shakes, die späte Amy Winehouse, oder auch Cee-Lo Green feierten Erfolge mit dem Wiederbeleben klassischen R&Bs. Kein Wunder also, dass die Hype-Maschinerie auch nicht vor Leon Bridges halt macht. Jener wirkt, als habe ihn eine Plattenfirma perfekt designed ausgespuckt, um genau auf dieser Welle mitzureiten. Der Titeltrack läuft in Starbucks-Filialen rauf und runter und scheint genau ins Beuteschema findiger Pitchfork-Hipster zu passen. "Coming Home" ist aber mehr als das: Mit beängstigender Detailversessenheit zaubert Leon Bridges eine kompromisslose Liebeserklärung an seine alten Soul-Helden, die genauso gut auch 1965 hätte erscheinen können. Das komplett analog eingespielte Album kommt mit den klassischen Zutaten daher: Viel Hall, Background-Sängerinnen mit "Doo-Wop"-Chören, organische Horn-Arrangements, Balladen, Liebeslieder, aber auch tanzbare Rhythmen finden sich auf "Coming Home". Dazu croont der 25-Jährige mit einer solchen Behutsamkeit in der Stimme über die Zeilen, dass er für Vergleiche mit Sam Cooke und Co. durchaus genügend Argumente liefert. Kaum zu glauben, dass der Junge aus Texas, der am College lieber tanzte, als sich vors Mikrofon zu wagen, erst zum Singen überredet werden musste. "I'd swim the Mississippi River / If you'd give me another start, girl" beteuert Bridges reumütig auf "Better Man". Ergreifend gerät auch der Horn-lastige Gospel-Waltzer "Shine", der zusammen mit der biographischen Liebeserklärung an seine Mutter "Lisa Sawyer", neben dem Titeltrack, die Höhepunkte auf "Coming Home" ausmacht. Der "Borderline-Radikalismus", wie der Guardian Bridges' Herangehensweise treffend bezeichnet, hat aber auch seine Schattenseiten. Zwischenzeitlich wirkt der Sänger aus Fort Worth eben doch nur wie ein Imitator, die eigene Note, wie sie etwa eine Amy Winehouse schon aufgrund ihrer dramatischen Biografie mitbrachte, vermisst man auf "Coming Home". Nie erreicht Bridges die mitreißende Emotionalität seiner großen Vorbilder. Der Funke ist da, nur das Feuer ist noch nicht entfacht. "Wenn ein Sänger älter wird, wird auch sein Grundgedanke ein wenig tiefsinniger, weil er das Leben lebt und das, was er sagen will, dadurch ein bisschen besser versteht", soll Sam Cooke höchstpersönlich gesagt haben. Leon Bridges ist gerade mal 25 Jahre alt. Dass er alle Anlagen mitbringt, um zeitlose Klassiker wie seine Vorbilder zu erschaffen, beweist gerade das Schlussstück "River" eindrucksvoll: Das von Gospel und Blues beeinflusste Glaubensbekenntnis macht Hoffnung auf die Zukunft dieses begnadeten Sängers. Sein Debüt klingt zwar unheimlich stimmig, hier und da vermisst man aber dennoch, was den Soul der 60er Jahre abseits der Liebeslieder und Gotteshuldigungen ausmachte: Ein politisches Bewusstsein. Rassismus ist in den USA, angesichts der Vorfälle in Ferguson, aktueller denn je. An solche Themen wagt sich der junge Sänger aber noch nicht heran. Wenn Leon Bridges in Zukunft thematisch ein bisschen mehr Mut beweist und seinem Sound, statt exzessivem Kopierwahn, eine eigene Note verleiht, dann wird man 2070 sicherlich ähnlich auf ihn zurück blicken, wie heutzutage auf Sam Cooke und Co. © Laut
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Soul - Erschienen am 19. Juni 2015 | Columbia

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Ein Blick auf das Cover und die ersten 30 Sekunden von Coming Home reichen, um zu verstehen, welche musikalischen Einflüsse Leon Bridges geprägt haben. Der 25-jährige Songwriter aus Texas tritt in die Fußstapfen von Otis Redding, von Smokey Robinsons Band The Miracles, und vor allem von Sam Cooke und kann somit als lebendes Mausoleum, auserkoren um den Soul am Leben zu erhalten, beschrieben werden. Auf seinem ersten, bei Columbia erschienenem Album zeigt Bridges, dass er in der Lage ist, großartige, eigene Songs zu schreiben, die deutlich machen, dass er mehr als nur eine Kopie seiner musikalischen Vorfahren ist: ein ernstzunehmender, eigenständiger Soulkünstler. Hierdrauf finden sich sorgfältig und mit Liebe ausgearbeitete Kompositionen und Arrangements, in der Art, wie es schon seine Vorgänger in den 60er Jahren gemacht haben. Vor Leidenschaft brennende Balladen, sinnlicher Blues, Rythm’n’Blues in Up-Tempo-Rhythmik und Pop mit Gospel-Akzenten: Bridges beherrscht sein Handwerk in allen Stilnuancen perfekt, singt dabei wie ein junger Gott und vermeidet jegliche Art von Nachahmung. Coming Home ist eine Platte für puristische Fans des Souls und wird mit ihren einwandfreien Retro-Melodien viele Herzen berühren. Dieses Album zeigt Klasse! © MZ/Qobuz