Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Ähnliche Künstler

Die Alben

1 Album sortiert nach Preis: höchster zuerst und gefiltert nach 5 Sterne Fono Forum Klassik und ECM New Series
Ab
HI-RES21,49 €
CD14,99 €

Classique - Erschienen am 15. April 2016 | ECM New Series

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Gramophone Award - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Es ist eine Art Ritterschlag: Wer im oberpfälzischen Neumarkt im Reitstadel CDs aufnehmen darf, kann sich zu den gehobenen Vertretern der Branche rechnen. Das Danish String Quartet gehört nun dazu. Längst hat es im Konzertsaal seine Qualitäten nachgewiesen, nun präsentiert es sich auf dieser CD ebenso forsch und frisch wie in der Live-Situation. Auf dem Programm stehen „Arcadiana“, nostalgische Miniaturen von Thomas Adès von 1994, das „Quartetto Breve“ des dänischen Komponisten Per Nørgård (1952) sowie zehn Preludes des Nørgård-Schülers Hans Abrahamsen, ein Werk von 1973. Prädikat: entdeckens- und unbedingt hörenswert. Die vier Streicher präsentieren sich als hungrige Jungspunde, die vor keinem Risiko zurückscheuen. Bei ihnen wirkt die Musik herrlich ungezwungen, nie pädagogisch-gelehrig. Wie sie „Das klinget so herrlich, das klinget so schön“, diese Mozart-Anspielung und -Verfremdung aus der Adès-Sammlung, angehen, ist grandios. Der Aufschwung in höchste Höhen gelingt sphärenhaft leicht. Und dann baumeln lauter Silberstreife vom Himmel herab, nur die Zupfer des Cellos lassen noch eine gewisse Bodenhaftung erkennen. Das „Allegro risoluto“ des Nørgård-Quartetts eröffnet dann das Cello allein, so erdig und selbstbewusst, dass die anderen sich erst langsam, wie mit kurzen Fragen, hinzugesellen. Trotzdem entsteht bald, vor allem in den harmonisch reizvollen, lang gezogenen Akkorden, eine Einheit. Das Dänische Streichquartett scheut kein Risiko. Muss es auch nicht, denn der Klang bleibt immer intensiv und ausdrucksstark, beispielsweise bei den kleinen dynamischen Rückungen am Beginn des zweiten Abrahamsen-Prelude. Selbst beißende Harmonien werden hier nicht plump ins Schaufenster der Moderne gestellt, sondern in ein Ganzes, eine Erzählung eingebettet, und sei sie noch so knapp formuliert. Eine berauschende, innovative Aufnahme. © Vratz, Christoph / www.fonoforum.de