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Sleep Token

Viel weiß man nicht über Sleep Token. Außer, dass sie aus London stammen, Masken tragen und mystische Lore spinnen, die die Band in allen Aspekten ihres Schaffens durchdringt. Die Anonymität im Social Media-Zeitalter derart lange aufrecht zu halten, ist schon eine Leistung für sich. Der Gott 'Sleep' sei ihnen im Traum erschienen, so lautet die Entstehungsgeschichte des Projekts. Seitdem schreibt das Kollektiv (oder doch nur eine Person?) Musik, um diesem zu huldigen. 2016 begannen sie damit, im Dezember des Jahres erscheint die erste EP "One". Bereits hier zeigen Sleep Token eine – besonders für ein Debüt – sehr ausgereifte und bis dato ziemlich einzigartige eigene Soundmischung. Träumerische Electronics und sanfter, wehmütiger Gesang treffen auf tiefgestimmte Djent-Riffs. Sleep Token sind einfühlsam und heavy zugleich, zu zugänglich für echten Progmetal, zu experimentell für reinen Pop. Um die Kategorisierung noch schwerer zu machen, überraschen sie mit einem Cover des OutKast-Hits "Hey Ya!" Und verwandeln diesen in eine melancholische Klavierballade mit himmlischen Vocal-Harmonien. Das Debütalbum "Sundowning" erscheint 2019 und löst einen kleinen Hype im Metal-Underground aus, jedenfalls in den Bereichen, die mit moderner Musik etwas anfangen können. Halber Spaß ist schon, sich durch die Gerüchte, wer unter den Masken stecken könnte, zu klicken. Zu den Kandidaten für die bemerkenswert klare Gesangsstimme zählen unter anderem Sam Smith, Dan Smith (Bastille), Hozier und Jordan Hunt (Blacklit Canopy). Vor allem erstere sind wohl eher Wunschdenken als Realität ... Offiziell nennt die Band ihr Sprachrohr Vessel - gewissermaßen also das 'Vehikel' für die Worship-Zeremonien. Im Studio spielt Vessel außerdem Gitarre und Keyboard, mutmaßlich verbirgt sich unter seinem Umhang das Mastermind der Truppe. Die restlichen Mitglieder heißen schlicht II (Schlagzeug), III (Gitarre) und IV (Bass). Ihren ersten Auftritt in Deutschland absolvieren Sleep Token 2019 beim Europalast Festival. Die erste richtige Tour folgt erst 2023 im Vorprogramm der Architects, wo drei Backgroundsänger:innen das Lineup ergänzen. Inzwischen ist das Konzept der Band musikalisch, visuell, aber auch in der Art und Weise ihrer Performance soweit gediehen, dass man kaum mehr das Gefühl hat, einem Menschen beim Singen zuzuhören und zuzusehen, sondern eher einem außerirdischen Wesen. Sie spielen mit Licht und Schatten, mal strahlt der auf der Bühne nicht nur maskierte, sondern auch bemalte Vessel in statischen Posen Gravitas aus, dann schwingt er sich mit eleganten, exaltierten Bewegungen durch die Lüfte, die man auf Metalkonzerten sonst selten bis nie erlebt. In kunstvollen Musikvideos bauen sie ihre Ästhetik und Story weiter aus – bleiben dabei aber stets so vage, dass man auch Jahre nach Gründung noch immer nicht weiß, was genau es mit diesem 'Sleep'-Kult nun auf sich hat. Das zweite Album der Band, "This Place Will Become Your Tomb" erscheint 2021. Im führenden amerikanischen Metalmagazin Loudwire klettert es bis auf Platz 12 der besten Alben des Jahres. Kurz zeigten Sleep Token mit der Akustiksession "From The Room Below" noch einmal neue Facetten. Allein am Klavier trägt Vessel dabei neben eigenen Songs auch Coverversionen von Popsongs wie "I Wanna Dance With Somebody" (Whitney Houston) und "When The Party's Over" (Billie Eilish) vor. Auf dem Album schreit er dafür punktuell auch mal beherzt rum. Einen gehörigen Popularitätsschub erfahren Sleep Token Anfang 2023. Gleich im Januar, parallel zur oben angesprochenen ersten richtigen Europatour, veröffentlicht die Band die beiden neuen Singles "Chokehold" und "The Summoning" und vervierfacht binnen zwei Wochen ihre monatlichen Spotify-Hörer auf über 1 Million. Das nächste Album "Take Me Back To Eden" steht in den Startlöchern.
© Laut
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