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Die Alben

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Soul - Erschienen am 19. Juni 2015 | Columbia

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Ein Blick auf das Cover und die ersten 30 Sekunden von Coming Home reichen, um zu verstehen, welche musikalischen Einflüsse Leon Bridges geprägt haben. Der 25-jährige Songwriter aus Texas tritt in die Fußstapfen von Otis Redding, von Smokey Robinsons Band The Miracles, und vor allem von Sam Cooke und kann somit als lebendes Mausoleum, auserkoren um den Soul am Leben zu erhalten, beschrieben werden. Auf seinem ersten, bei Columbia erschienenem Album zeigt Bridges, dass er in der Lage ist, großartige, eigene Songs zu schreiben, die deutlich machen, dass er mehr als nur eine Kopie seiner musikalischen Vorfahren ist: ein ernstzunehmender, eigenständiger Soulkünstler. Hierdrauf finden sich sorgfältig und mit Liebe ausgearbeitete Kompositionen und Arrangements, in der Art, wie es schon seine Vorgänger in den 60er Jahren gemacht haben. Vor Leidenschaft brennende Balladen, sinnlicher Blues, Rythm’n’Blues in Up-Tempo-Rhythmik und Pop mit Gospel-Akzenten: Bridges beherrscht sein Handwerk in allen Stilnuancen perfekt, singt dabei wie ein junger Gott und vermeidet jegliche Art von Nachahmung. Coming Home ist eine Platte für puristische Fans des Souls und wird mit ihren einwandfreien Retro-Melodien viele Herzen berühren. Dieses Album zeigt Klasse! © MZ/Qobuz
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Soul - Erschienen am 23. Juni 2015 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
"Du klingst ja wie ein alter Mann" soll seine Mutter gesagt haben, als er ihr seine Songs vorspielt. "Und du ziehst dich an wie dein eigener Großvater." In der Tat, Leon Bridges sieht aus, wie aus der Zeit gefallen: Mit Vintage-Anzügen, Oberlippenbärtchen und Lederstiefeln schlendert er in den in schwarz-weiß gehaltenen Musikvideos durchs Bild. "Vintage-Klammotten faszinieren mich – und man wird mich so nicht nur auf der Bühne sehen, sondern auch im Waschsalon oder Supermarkt", dementiert Bridges den Vorwurf sein Stil sei nur ein Marketing-Gimmick. Ein Glück, trägt der 25-jährige Texaner seine Retrojeans auch beim abendlichen Bier in einer Bar seines Heimatorts Fort Worth. Dort trifft er nämlich auf Austin Jenkins, von der texanischen Psych-Punk Band White Denim. Über ihre gemeinsame Leidenschaft kommen sie ins Gespräch und am Ende ist es Jenkins, der Bridges dazu überredet ein Album aufzunehmen. Dabei herausgekommen ist mit "Coming Home" eine Zeitmaschine in die Hochzeiten des Souls. Aretha Franklin, Otis Redding und vor allem Sam Cooke haben es dem jungen Texaner angetan. Die Einflüsse der Musik aus den 50er und 60er Jahren triefen förmlich aus allen Ritzen seines Debüts. Das Retro-Revival ist nicht neu: Bands wie die Alabama Shakes, die späte Amy Winehouse, oder auch Cee-Lo Green feierten Erfolge mit dem Wiederbeleben klassischen R&Bs. Kein Wunder also, dass die Hype-Maschinerie auch nicht vor Leon Bridges halt macht. Jener wirkt, als habe ihn eine Plattenfirma perfekt designed ausgespuckt, um genau auf dieser Welle mitzureiten. Der Titeltrack läuft in Starbucks-Filialen rauf und runter und scheint genau ins Beuteschema findiger Pitchfork-Hipster zu passen. "Coming Home" ist aber mehr als das: Mit beängstigender Detailversessenheit zaubert Leon Bridges eine kompromisslose Liebeserklärung an seine alten Soul-Helden, die genauso gut auch 1965 hätte erscheinen können. Das komplett analog eingespielte Album kommt mit den klassischen Zutaten daher: Viel Hall, Background-Sängerinnen mit "Doo-Wop"-Chören, organische Horn-Arrangements, Balladen, Liebeslieder, aber auch tanzbare Rhythmen finden sich auf "Coming Home". Dazu croont der 25-Jährige mit einer solchen Behutsamkeit in der Stimme über die Zeilen, dass er für Vergleiche mit Sam Cooke und Co. durchaus genügend Argumente liefert. Kaum zu glauben, dass der Junge aus Texas, der am College lieber tanzte, als sich vors Mikrofon zu wagen, erst zum Singen überredet werden musste. "I'd swim the Mississippi River / If you'd give me another start, girl" beteuert Bridges reumütig auf "Better Man". Ergreifend gerät auch der Horn-lastige Gospel-Waltzer "Shine", der zusammen mit der biographischen Liebeserklärung an seine Mutter "Lisa Sawyer", neben dem Titeltrack, die Höhepunkte auf "Coming Home" ausmacht. Der "Borderline-Radikalismus", wie der Guardian Bridges' Herangehensweise treffend bezeichnet, hat aber auch seine Schattenseiten. Zwischenzeitlich wirkt der Sänger aus Fort Worth eben doch nur wie ein Imitator, die eigene Note, wie sie etwa eine Amy Winehouse schon aufgrund ihrer dramatischen Biografie mitbrachte, vermisst man auf "Coming Home". Nie erreicht Bridges die mitreißende Emotionalität seiner großen Vorbilder. Der Funke ist da, nur das Feuer ist noch nicht entfacht. "Wenn ein Sänger älter wird, wird auch sein Grundgedanke ein wenig tiefsinniger, weil er das Leben lebt und das, was er sagen will, dadurch ein bisschen besser versteht", soll Sam Cooke höchstpersönlich gesagt haben. Leon Bridges ist gerade mal 25 Jahre alt. Dass er alle Anlagen mitbringt, um zeitlose Klassiker wie seine Vorbilder zu erschaffen, beweist gerade das Schlussstück "River" eindrucksvoll: Das von Gospel und Blues beeinflusste Glaubensbekenntnis macht Hoffnung auf die Zukunft dieses begnadeten Sängers. Sein Debüt klingt zwar unheimlich stimmig, hier und da vermisst man aber dennoch, was den Soul der 60er Jahre abseits der Liebeslieder und Gotteshuldigungen ausmachte: Ein politisches Bewusstsein. Rassismus ist in den USA, angesichts der Vorfälle in Ferguson, aktueller denn je. An solche Themen wagt sich der junge Sänger aber noch nicht heran. Wenn Leon Bridges in Zukunft thematisch ein bisschen mehr Mut beweist und seinem Sound, statt exzessivem Kopierwahn, eine eigene Note verleiht, dann wird man 2070 sicherlich ähnlich auf ihn zurück blicken, wie heutzutage auf Sam Cooke und Co. © Laut
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Soul - Erschienen am 4. Mai 2018 | Columbia

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Leon Bridges hat seinen Weg in das Jahr 2018 gefunden! Nach seinem im Jahre 2015 erschienenen Debütalbum, dem verblüffenden Coming Home - das aus ihm eine Art geistigen Nachfolger von Sam Cooke und Otis Redding gemacht hat, dem Soulbrother, der den Groove der Sixties bis in die Fingerspitzen kennt - kommt der junge Texaner diesmal mit einer weitaus vielseitigeren Platte an. Der Opener Bet Ain't Worth The Hand ist schmachtend wie ein Curtis Mayfield. Etwas später gibt es plötzlich Dancefloor mit Funk aus den Eighties zu hören: You Don't Know und If It Feels Good (Then It Must Be). Und dann präsentiert er uns Shy, reinsten, samtweichen Soul … Das entspricht dem allgemeinen Gefühl, das dieses zweite Album ausstrahlt: Nie mit beiden Füßen im selben Groove-Sumpf stecken bleiben. Schluss also mit diesem Vintage-Gefühl an jeder Ecke und Bühne frei für einen vielseitigen Groove. Bei diesem Tempo wird Leon Bridges dann auf seinem dritten Opus sicher schon für Auto-Tune bereit sein… © Max Dembo/Qobuz
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Soul - Erschienen am 10. April 2020 | Columbia

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Soul - Erschienen am 10. August 2018 | Columbia

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Soul - Erschienen am 16. Oktober 2020 | Columbia

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Soul - Erschienen am 8. Juni 2020 | Columbia

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Soul - Erschienen am 19. Juli 2019 | Columbia

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Soul - Erschienen am 20. April 2018 | Columbia

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Soul - Erschienen am 13. März 2018 | Columbia

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Soul - Erschienen am 20. November 2015 | Columbia

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Soul - Erschienen am 21. September 2018 | Columbia

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Soul - Erschienen am 27. April 2018 | Columbia

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Soul - Erschienen am 13. Oktober 2018 | Columbia

Auf "Good Thing" arbeitete Leon Bridges mit dem Grammy nominierten Produzenten Ricky Reed (Maroon 5, Robin Thicke, Kesha), und dafür könnte man ihm durchaus Ausverkauf vorwerfen. Aber wer will das denn, wenn spätestens in "Bad Bad News" die vom Jazz getriebene Gitarre und die verstohlenen Bläser einsetzen. Wer solche grandiosen Songs aufnimmt, kann nur zu den Guten gehören. Das raue, das knarzende des Debüts "Coming Home" lässt Bridges jedoch komplett hinter sich. Been there, done that. Auf dem auf Hochglanz polierten "Good Thing" findet sich kein einziges Staubkorn. Diesbezüglich stellt es das genaue Gegenteil zum Vorgänger dar. Er verbindet den Soul und R'n'B der 1960er mit einer aktueller Produktion und bringt dessen Spirit in die heutige Zeit. "Bet Ain't Worth The Hand" erinnert nicht nur wegen des "The Makings Of You"-Samples von Curtis Mayfields Album "Curtis" an den Großmeister. Leons Falsettstimme schließt das Bild stimmig ab. Solche wohligen Songs ("Beyond", "Mrs.") stehen zu Beginn und zu Ende hin im Mittelpunkt, doch ganz ruhig mag Bridges dann doch nicht sitzen. Irgendwann zuckt doch das Tanzbein und will geschwungen werden. Dafür baut er "If It Feels Good (Then It Must Be)" um ein The Whispers-Sample ("It's A Love Thing"). Viel besser gelingt ihn dies jedoch in "You Don't Know", das mit deutlicher Chic-Breitseite und gleißenden Keyboards während des Refrains förmlich nach dem kommenden Sommer schreit. Die Schlussnummer "Georgia To Texas" pfeift auf die Eingängigkeit des restlichen Longplayers. Ein Fremdkörper auf "Good Thing", der noch einmal zeigt, über welch vielseitige Möglichkeiten Leon Bridges verfügt. Zuerst nur vom Bassspiel begleitet, leitet er uns in den dunkelsten Jazzkeller der Stadt. Jeff Dazeys Saxofonspiel leidet Qualen, während der auf dem Album allgegenwärtige Mulitinstrumentalist Nate Mercereau (Gitarre, Bass, Schlagzeug, Trompete, French Horn, Orgel und vieles mehr) mit dezenten Pianoakkorden Joshua Blocks versticktes Schlagzeugspiel zusammenhält. Ja, man könnte Leon Bridges wegen seiner Neuausrichtung wirklich böse sein. Dann würde man mit "Good Thing" aber ein edles R'n'B und Soul-Album verpassen. Eben ein wirklich gutes Ding. © Laut

Der Interpret

Leon Bridges im Magazin