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Dank der Zusammenarbeit im Vorfeld mit den Tonstudios und einer immer größer werdenden Anzahl an Major- und Independent-Labels (ECM, Mirare, Aeolus, Ondine, Winter & Winter, Laborie, Ambronay Editions, Zig Zag Territoires, usw.) kann Qobuz immer mehr Neuheiten und eine umfangreichere Auswahl seines Backkatalogs in Hi-Res 24-Bit anbieten. Diese Alben geben den direkt vom Mischpult stammenden Originalklang wieder und ermöglichen ein unvergleichliches Hörerlebnis, das über die Qualität von CDs (die üblicherweise auf 44,1 kHz/ 16 Bit "reduziert" werden) hinausreicht. Die Dateien in "Qobuz Hi-Res" sind DRM-frei und zu 100 % mit Mac und PC kompatibel. Qobuz setzt sich so für die Klangverbesserung der Online-Musik ein, die lange Zeit vom komprimierten MP3-Format bestimmt war, und bietet Musikliebhabern Klangqualität und Komfort bei der Nutzung von digitaler Musik.

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R&B - Erschienen am 8. Januar 2021 | RCA Records Label

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Reality Show war für Jazmine Sullivan ein ganz wichtiger Abschnitt in ihrer Karriere. Mit diesem 2015 erschienenen dritten Album begann die Sängerin aus Philadelphia ihre besten Seiten zu zeigen, und das sowohl in Bezug auf Gesang als auch auf Melodie und Groove. Die Anmut ihres Old-School-getränkten R&B kam auch in eher durchdachten Texten zum Vorschein. Fünf Jahre später und nach einigen tadellosen Features, insbesondere für GoldLink (Meditation mit Kaytranada), Frank Ocean (Solo und vier Titel auf Endless), Kindness (Hard to Believe), Mali Music (Loved By You), Niia (Sideline) und Robert Glasper (You're My Everything auf Black Radio 2), wirft sich Sullivan mit Heaux Tales erst recht in die Brust. Es handelt sich um ein durchaus engagiertes Opus mit einem unverblümten Titel (Wortspiel mit Hotels und Hoes Tales – Prostituierten-Geschichten).„Dieses Album entspricht dem, was ich an den Frauen von heute beobachte, die zu ihrer Macht stehen und zu dem, wer sie sind. Das Patriarchat schreibt nicht mehr vor, was es heißt, ein ‚braves Mädchen‘ zu sein. Frauen, egal welchen Alters, wurden nämlich in Wirklichkeit irgendwann in ihrem Leben von einem Mann, der sie irgendwo außer Sichtweite zurechtweisen, unterwerfen und kontrollieren wollte, als ‚Huren‘ (hoes) bezeichnet, unabhängig davon, ob sie es verdienen oder nicht. Die Frauen schämen sich zu sehr über die Entscheidung, die sie in Bezug auf ihren Körper getroffen haben oder treffen mussten. Wir sind alle verschieden und eine einzige Definition reicht nicht aus. Wir müssen alle einen Weg zurücklegen und nur wir allein entscheiden, wie wir ans Ziel gelangen.“Dieses Ansinnen hat sie makellos vertont, mit dem Hit Girl Like Me zum Beispiel, mit dem das Album ausklingt: ein irrsinniges Duet zusammen mit der Kalifornierin Gabriella Wilson alias H.E.R. über eine grandiose Love Story, die voller Enttäuschung zu Ende geht. Und noch zwei andere Features bereichern Heaux Tales (Anderson .Paak in Pricetags und Ari Lennox in On It). Mit dem Klang ihrer rauen, vortrefflich dazu passenden neo-souligen Stimme (Lauryn Hill/Brandy) wirft sie manchmal flüchtige Blicke auf Kendrick Lamars Flow (Put It Down) oder sie flirtet mit dem Gospel (Bodies, Lost One). Jazmine Sullivan macht vor allem Eines: sie wirft uns kein zeitgemäßes feministisches Pamphlet vor die Füße. Dieses vierte Album steht für sich. Ein schönes und tiefgründiges Werk, von dem man auch in Zukunft noch reden wird. © Marc Zisman/Qobuz
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Soul - Erschienen am 10. Mai 2019 | Jagjaguwar

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music - Qobuzissime
Wozu bin ich eigentlich gut? Was soll ich mit dem anfangen, wozu mich meine Vorbilder inspiriert haben? Und was werde ich meinerseits zurücklassen? Diese herrlich metaphysischen Fragen hat sich Jamila Woods gestellt, als sie ihr zweites Album in Angriff nahm und das sie logischerweise Legacy! Legacy! nannte. Eine Qobuzissime Platte! Drei Jahre sind seit Heavn ins Land gezogen und die Soulsister aus Chicago präsentiert nun zwölf Songs, und jeder Titel erinnert jeweils an einen der Künstler oder Künstlerinnen, die ihr etwas Besonderes bedeutet haben. Musiker/innen, Maler/innen, Schriftsteller/innen, Aktivist/innen, Dichter/innen, niemand fehlt! Die Namen der Auserkorenen sind nämlich Betty Davis, Zora Neale Hurston, Νikki Giovanni, Sonia Sanchez, Frida Kahlo, Eartha Kitt, Miles Davis, Muddy Waters, Jean-Michel Basquiat, Sun Ra, Octavia Butler und James Baldwin. Nichts ist langweilig oder lehrmeisterhaft, denn die junge Afroamerikanerin, die ihrer Geburtsstadt Chicago sehr verbunden ist, erweist niemandem auf direkte Art die Ehre, sondern tut es auf recht subtile Weise, sie tut nämlich so “als ob”. Vor allem hält sie an ihrem eigenen Stil fest. Am Stil einer Dichterin an geraden Tagen (sie ist künstlerische Leiterin des YCA, Young Chicago Authors), am Stil einer Musikerin an ungeraden Tagen und an freien Tagen ist sie Lehrerin! Und als würdige Nachfolgerin von Erykah Badu und Lauryn Hill umgibt sie alle ihre Worte mit recht raffiniertem Groove und modernisiertem, rhythmusbetontem Nu Soul. Wenn Jamila Woods ihre Gästeliste aufstellt, sucht sie dabei lieber in heimischen Gefilden, um solidarisch zu handeln und Freunde einzuladen, die im Wesentlichen aus der Windy City stammen: den Trompeter Nico Segal, die MCs Saba und Nitty Scott, theMIND, Jasminfire… Und so präsentiert dann der Schützling von Chance The Rapper am Ende einen 49-minütigen, intelligenten und erstklassigen Mix voll engagierter Unterhaltung und kampflustigem Groove. Perfekt. © Marc Zisman/Qobuz
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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 17. April 2019 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Das musste in Stein gemeißelt werden. Die mediale Präsentation der Queen Beyoncé bei ihren beiden Konzerten des Coachella Festivals im Jahre 2018, die in einem Dokumentarfilm auf Netflix verewigt wurden, wird, Überraschung, von einem Live-Album begleitet. In Form einer Retrospektive präsentiert uns Beyoncé 40 Titel aus ihrer Karriere, die vor 22 Jahren startete. Neue Stücke gibt es nicht, aber eine Studio-Neufassung mit Tay Keith, und zwar die des Soul-Titels Before I Let Go von Frankie Beverly mit seiner Gruppe Maze aus dem Jahre 1981. Außerdem gibt es etwas von den Destiny’s Child mit Lose My Breath, Say My Name und Soldier, die Gastauftritte von Michelle Williams und Kelly Rowland, Déjà Vu mit ihrem Mann Jay-Z, Get Me Bodied mit ihrer Schwester Solange, die von ihrer Tochter Blue Ivy gesungene afroamerikanische Hymne Lift Every Voice and Sing; und Homecoming zeigt schließlich, warum aus Coachella „Beychella“ geworden ist, denn die Vorstellung ging in die Wurzeln des Festivals ein. Das war auch der Zweck. Mit der imposanten, mit kolossalen Mitteln organisierten, zweistündigen Show, bei der 200 Personen auf der Bühne erschienen und das afrofeministische Empowerment im Mittelpunkt stand, hat Beyoncé ihren Thron sehr wohl verdient. „Ich hätte mich auf den Lorbeeren auszuruhen können, aber ich wollte lieber das Festival Coachella, weil es für mich wichtiger war, unsere Kultur nach Coachella zu bringen.“  Wenn man, abgesehen von den vielen Anspielungen auf die afroamerikanische Geschichte, den Sound der Second Lines der Brassbands aus New Orleans, den einer verstärkten Drumline, und einen Malcolm X in Don’t Hurt Yourself hört, zeigt uns die wie Nefertiti geschminkte Königin des Pop wieder einmal, das Gewicht ihrer Diskografie in Zeiten des dritten Jahrtausends. © Charlotte Saintoin/Qobuz 
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Soul - Erschienen am 1. März 2019 | Saint Records - Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Was macht sie denn, wenn sie nach Hause kommt? Wenn sie die Tür ihrer Wohnung öffnet? Verschlingt sie sofort zwei Pringles-Packungen? Springt sie in ein Schaumbad? Macht sie die sich seit einiger Zeit stapelnden Stromrechnungen auf? Wenn sie ihr viertes Album mit When I Get Home betitelt, liefert Solange auf solche metaphysischen Fragestellungen keine präzise Antwort. Home ist hier vielmehr eine Anspielung auf ihr Geburtsland Texas – Houston genauer gesagt – als auf ihr gemütliches Nest zu Hause. Und an diese Stadt schreibt sie mit When I Get Home so etwas wie einen Liebesbrief. Wie schon auf ihren vorangegangenen Platten beschreibt Beyoncés Schwester hier ihre generelle Gemütslage. Das Ambiente ist oft melancholisch. Da sie manchmal beinahe ins Träumen gerät, steht sie der gleichfalls aus Texas kommenden Erykah Badu näher als ihrer berühmten, älteren Schwester. Und wenn Solange die Stimmen zweier emblematischer Rapper aus der Gegend miteinbezieht – Scarface und Devin the Dude – baut sie ihren Stolz als Texanerin ein bisschen weiter aus. Dieses herrliche Album bietet weitere hochkarätige Gäste in Hülle und Fülle: Pharrell Williams (zwei schlichte, recht ausgefeilte Produktionen mit Almeda und Sound Of Rain), Raphael Saadiq, Earl Sweatshirt, Panda Bear, Tyler the Creator, Dev Hynes alias Blood Orange, Sampha, Metro Boomin, Playboi Carti, Cassie, Steve Lacy von The Internet sowie Frenchie Christophe Chassol! All diese anwesenden Gäste sind oft sehr diskret und kein einziges Mal verliert sie die künstlerische Kontrolle über ihre Songs. Es sind zum Großteil ungezwungene Stücke: Wenn sie zum Beispiel Funk/Jazz Fusion-Sounds aus den Seventies mit einem Hauch Elektro versieht (das ist in Way To The Show wirklich sensationell) oder wenn sie gerappte R&B-Rhythmen in Zeitlupe vorführt (der köstliche My Skin My Lego mit Gucci Mane). Solange Knowles setzt manchmal auf Skizzen. Eher auf einen avantgardistischen, ersten Entwurf als auf ein fertig gestelltes Werk. Dahinter steckt sicherlich die Idee, uns dazu zu verleiten, When I Get Home in einem Zug zu genießen. Wie eine einzige, 39-minütige Komposition. Auf diese Weise erleben wir einen beeindruckenden, atmosphärischen Trip voller Gefühl, und es ist nicht auszuschließen, dass daraus eines der besten Soul- und R&B-Alben des Jahres 2019 wird. © Marc Zisman/Qobuz
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Soul - Erschienen am 20. Juli 2018 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Dank ihres dritten, im Jahre 2015 erschienenen Albums Ego Death sind The Internet endlich bei einem breiteren Publikum bekannt geworden… Obwohl schon das 2011 erschienene Purple Naked Ladies und das zwei Jahre später folgende Feel Good mit der souligen Stimme der Sängerin Syd Tha Kyd sowie Matt Martians‘ ziemlich raffiniertem und großteils minimalistischem Sound aufhorchen hatten lassen. Beide sind Mitglieder des Kollektivs Odd Future. The Internet integrierten verschiedene Bereiche des Souls und zeigten eine ganz besondere Vorliebe für den Nu Soul der neunziger Jahre, wobei sie manchmal einen Blick in Richtung R&B und sogar Hip-Hop warfen. Drei Jahre später steht auf ihrem vierten Opus, Hive Mind, die Orgie mit sehnsuchtsvollen und äußerst verführerischen Beats noch immer auf dem Programm. Durch und durch cool sein, das haben The Internet im Blut, und diese Philosophie des Chill & Laid Back wird hier sogar ein Markenzeichen, das sie jetzt noch besser im Griff haben. Ein Sound und eine Mentalität, die dazu führen, dass keiner der 13 Albumtitel schon beim ersten Hinhören durch Mark und Bein geht. Wie bei allen tiefgründigen Werken erfasst man Hive Mind mit seinen träumerischen Melodien erst nach einer gewissen Zeit, je länger man hinhört. Im Jahre 2018 ist es ein Luxus geworden, sich Zeit zu nehmen… © Marc Zisman/Qobuz
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R&B - Erschienen am 9. Juni 2017 | Top Dawg Entertainment - RCA Records

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Wenn Kendrick Lamar, Travis Scott, James Fauntleroy und Isaiah Rashad sich zusammen auf einem Album befinden, verdient dieses zu mindestens einmal reinzuhören. Vor allem wenn es dann auch noch von Top Dawg Entertainment produziert wird...Die Platte von Solána Rowe alias SZA war mehr als heiß herbeigesehnt. Die unter TDA unter Vertrag genommene R&B Sängerin der momentan angesagtesten Rap'n'Soul Galaxie liefert uns hier ein geradezu perfektes Studioalbum. Zwischen Sinnlichkeit und luftig-leichtem Groove macht CTRL geradezu süchtig. Eine wahre Entdeckung. © MD/Qobuz
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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 24. Februar 2017 | Brainfeeder

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Was tot ist, kann niemals sterben. Am 5. August 2013 schloss der Keyboarder und Sänger George Duke für immer seine Augen. Neben seinen zahlreichen Soloalben zählte er in dessen erfolgreichster Phase zu Frank Zappas Stammpersonal. Auf Alben wie "One Size Fits All", "Over-Nite Sensation" und "Apostrophe (')" gehörten seine Stimme und sein Tastenspiel zu den wichtigsten Elementen. In Thundercats Musik lebt seine Seele weiter. Bereits auf seinem Debüt "The Golden Age Of Apocalypse" coverte der Bassist Dukes "For Love (I Come Your Friend)". Thundercat aka Stephen Bruner, der in der Vergangenheit mit Kendrick Lamar, Erykah Badu, Flying Lotus, Kamasi Washington und den Suicidal Tendencies arbeitete, bezieht sich in seinen Kompositionen, seinen Arrangements und vor allem seiner Stimmfarbe immer wieder deutlich auf sein Vorbild. Mit seinem Bassspiel wirkt "Drunk", als haben Duke und Stanley Clarke sich noch einmal zusammen getan, um 2017 ein zeitgenössisches Werk zu veröffentlichen. Dabei verliert sich das Album nicht in der Erinnerung an die Vergangenheit. Zwar bezieht sich Bruner auf die Geschichte von Fusion-Jazz und Soul, führt diese aber mit Eletronica- und Hip Hop-Elementen in die Gegenwart. Nur, um im nächsten Moment mit einer Portion Yacht Rock wieder zwei Schritte zurück zu gehen. Am Ende steht eine frische Soundästhetik, die die Gäste Kendrick Lamar, Pharrell, Wiz Khalifa, Kamasi Washington, Michael McDonald und Kenny Loggins veredeln. Stop! McDonald und "Footloose" Loggins? Das pastellfarbene "Show You The Way" führt zurück ins Jahr 1983. Auf einer Fete auf der "Riptide" kriegen die in der Sonne schmorenden Besucher in ihren Liegestühlen Cocktails mit Schirmchen gereicht. Gemeinsam mit Mr. Danger Zone und dem Doobie Brother bekommt Thundercat zur Begrüßung einen kleinen Applaus aus der Dose spendiert. Mit dem wunderbar wabernden Elektro-Funk "Friend Zone" widmet Bruner all den Jorah Mormonts unserer Welt einen Song. "I'm your biggest fan / But I guess that's not just good enough / You stuck me in the friend zone." Die meist nicht einmal die Drei-Minuten-Grenze erreichenden Songs auf "Drunk" stecken voller versponnenem Humor, nerdischem Witz und Anspielungen auf die Pop-Kultur. Mal schreibt Thundercat Zeilen wie "So many feels, Bro/LOL", mal fragt er sich, wo Captain Planet bleibt. Im nächsten Moment spielt er lieber "Diablo" oder "Mortal Combat" (mit einem Freund in Vietnam?). Das geschmeidige "A Fan's Mail (Tron Song Suite II)" bietet massiven Cat Content. Bruner miaut sich durch den Track, singt "Everybody wants to be a cat". Da darf der vertrackte "Captain Stupido" auch mal vorpubertär schnarchen und pupsen. Deswegen vorkommt "Drunk" noch lange nicht zu einer Karnevalsveranstaltung. "I'm drowning away all of the pain / Till I'm totally numb", kontert er den Spaß im Titelstück aus. Das an seine Arbeit mit Flying Lotus erinnernde Instrumental "Uh Uh" steht ganz im Zeichen von Thundercats virtuos gespieltem Bass. Das komplexe "Inferno" durchlebt mit entrücktem Klavierspiel, schleppenden Streichern, Prince-Percussions, düsterem Lachen und sich gegenseitig ausspielendem Bass und Schlagzeug seine eigenen neun Höllenkreise. Wo die Brainfeeder-Labelkollegen Flying Lotus und Kamasi Washinton den Wahnsinn und die Verkopftheit ihres Labels verkörpern, steht Thundercat auf "Drunk" für die Sonnenseite. Trotz aller Wirrnis bleibt der Longplayer immer anschmiegsam und hörbar. Ein ebenso komplexes, verspieltes wie charmantes Sommeralbum, das nur so vor Ideen strotzt. © Laut
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Soul - Erschienen am 30. September 2016 | Saint Records - Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Du hast das verdammte Recht darauf, wütend zu sein! "I ran into this girl, she said why you always blaming?/ Why you can't just face it?/ Why you always gotta be mad?/ I got a lot to be mad about ..." Solange Knowles ist eine wütende junge Frau. Diese Wut schluckt sie nicht mehr runter und steckt sie nicht mehr zurück. Jetzt bleibt nur noch die Flucht nach vorne. Ihr Song "Mad" präsentiert sich als komprimierter künstlerischer Gefühlsausbruch. Für diesen Rundumschlag braucht es aber keine Gewalt, keine panischen Schreie, keinen gegen die Wand klatschenden Kopf. Im Gegenteil: Der Song entspinnt sich als eine formvollendete, durchdringend schöne Komposition, als musikalische Antithese, die Solanges Rolle in einer Gesellschaft, die es ihr verbietet wütend zu sein, glasklar skizziert. Zunächst rotiert da nur ein schäbig kratzender Beat, der schon bald von einem hypnotischen Piano umschlungen wird, ehe Solanges makellose Stimme die wirklich ideal getimten Arrangements erweitert. Dazu rappt ein merkwürdig auf den Punkt bringender Lil Wayne: "And when I attempted suicide, I didn't die/ I remember how mad I was on that day/ Man, you gotta let it go before it get up in the way/ Let it go, let it go..." Willkommen am Tisch, bitte nehmen sie Platz! Als 'kleine Schwester', das ist keine besonders aufwühlende Erkenntnis, hat man es nicht einfach. Die Fußstapfen der Älteren sind groß, ein Ausweichen unmöglich. Irgendwie wird alles, was du machst oder eben auch nicht machst, als aktive Reaktion gewertet, als Reflex auf das Tun und Schaffen des familiären Konterpart. Was aber, wenn deine große Schwester der vielleicht größte Popstar der Gegenwart ist? Was aber, wenn besagt große Schwester in genau diesem Jahr ihr wohl bestes Werk veröffentlicht hat? Wie reagierst du? Mach es einfach wie Solange Knowles und spring ein für alle Mal aus dem scheinbar undurchdringlich gezeichneten Schatten. Geh einen Schritt weiter. Attacke! "A Seat A The Table" erweitert das von weiblichen Popstars geprägte Popjahr 2016 um einen weiteres Glanzstück. Selbstverständlich wird dieses Album mit Blick auf "Lemonade" gedeutet. Das ist richtig und wichtig. Die beiden Platten haben viel mehr gemeinsam, als nur den geschwisterlichen Background, sondern teilen sich auch den selben diskursiven Dunstkreis. Beide LPs sind selbstbewusste und komplex verflochtene Manifeste für die Rechte und das Bewusstsein der schwarzen Frau. In einer Zeit, in der Amerika angesichts anhaltender Polizeigewalt und offenkundigen Rassismus am Scheideweg steht, erheben die beiden Knowles-Schwestern ihre tönenden Stimmen und verpacken den offenkundigen Protest in vertrackte Kontemplationen und Denkprozesse. Doch während Beyoncé den Blick von außen nach innen und dort ins explizit Private richtete, geht Solange den umgekehrten Weg. Sie startet ihre politischen und popkulturelle Reflexionen in ihrer Kindheit, lässt ihre Eltern zu Wort kommen und nutzt die mikrokosmischen Beobachtungen, um sich den Makrokosmos, das große Ganze zu erschließen. Die zarten Verzahnungen zwischen den Werken der beiden Schwestern erscheinen absolut faszinierend und einzigartig und trotzdem schleift Solange ein in sich geschlossenes und für sich allein stehendes Konzeptwerk aus dem vorliegenden Rohmaterial. Rein musikalisch bewegt sich Solange auf einem überbordenden Fundament, das sich durch die Geschichte der Black Music wühlt. Zunächst stehen da Spoken-Word-Sequenzen, erweitert zu fleischigem Blues, ergänzt Jazz-Abfolgen, katalogisiert in hypermodernen R'n'B-Verdichtungen. Das Album ist eine einzigartige Energiequelle, die eine grandiose und ausfüllende Wärme ausstrahlt, wie man sie schon lange Zeit nicht mehr zu spüren bekam. Dieser alles umgarnende, fehlerfrei gesponnene rote Faden führt dazu, dass wir "A Seat A The Table" in erster Linie als von verschiedenen Interludes zusammengehaftetes Kunstwerk und beinahe eassayistisches Produkt verstehen müssen, das unbedingt am Stück konsumiert werden sollte. Trotzdem müssen wir zumindest einige Songs und vor allem die durchweg fesselnden Lyrics ins direkte Rampenlicht zerren: "Don't touch my hair/ When it's the feelings I wear/ Don't touch my soul/ When it's the rhythm I know/ Don't touch my crown/They say the vision I've found...", heißt es in "Don't Touch My Hair", dem wohl zärtlichsten und zugleich passiv aggressivsten Stück der Platte. Solange zeigt aktiv Grenzen auf, zeichnet ein vielfarbig schillerndes Bild des weiblichen Körpers, den sie auf einem zurückhaltenden Beat in den Kampf führt. "But you know that a king is only a man/ With flesh and bones, he bleeds just like you do/ He said, 'Where does that leave you?'/ And, 'Do you belong?`/ I do, I do...", heißt es in "Weary" dem merkwürdigsten Stück der Scheibe, das wie ein Mond um die Themenfelder Trauer und Erschöpfung kreist. Verschiedene Samples materialisieren sich kurzeitig, zerfallen umgehend und ergeben eine Klangcollage, die im direkten Anschluss im fast euphorischen "Cranes In The Sky" konterkariert wird. "All my niggas in the whole wide world/ Made this song to make it all y'all's turn/ For us, this shit is for us!", heißt es in "F.U.B.U.", der intensivsten und direktesten Hymne des Werks, die in Kombination mit dem Q-Tip Feature "Borderline (An Ode To Self Care)" sicherlich die stärkste Phase des Albums bildet. Hier gibt es nur noch eine Richtung, aus dem Schatten ins alles durchdringende Licht. Ein Protestsong, der zusammenschweißt und auflodern soll und musikalisch doch so vielgliedrig vor sich hin brodelt, dass er auch als bloße Musik genossen werden darf. Eigentlich unfassbar: Summa Sumarum ist Solanges drittes Album noch ein Stückchen besser als der ebenfalls brachiale Opus "Lemonade" und damit zweifelsohne ein glühendheißer Anwärter auf das Popalbum des Jahres. "A Seat A The Table" könnte zum Meilenstein reifen, weil es auf lautstarke Ankündigungen verzichtet und Taten sprechen lässt. Weil es nicht davor zurückschreckt, auch mal altbacken zu wirken, nur um im nächsten Song futuristisches Potenzial zu offenbaren. Weil wir selbst in den kleinsten Gesten große Bedeutungen erkennen und dadurch auch über gewisse Längen und Gleichförmigkeiten hinweg sehen können. Weil es so rund und glatt und doch so diffus und fast grotesk anmutet, dass es dich als Hörer gleichermaßen aufreibt und besänftigt. Weil es R'N'B neu definiert, auf Null zurücksetzt und zersetzt und politisch auflädt ohne auch nur einmal mit dem Zeigefinger zu wedeln. © Laut
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Soul - Erschienen am 1. Juli 2016 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Dank dem starken Album Urban Hang Suite ist Maxwell im Jahr 1996 neben D’Angelo und Erykah Badu zu den Leadern der Nu Soul-Szene aufgestiegen. Mit BlackSUMMERS'night, das in diesen Tagen veröffentlicht wird, bringt der New Yorker den zweiten Teil der Trilogie heraus, die 2009 ihren Beginn hatte. Es ist ein Album, auf dem seine Crooner Soul-Stimme neue Höhepunkte der Sinnlichkeit erreicht. Maxwell's Stimme hat sich weiterentwickelt, wobei er jedoch nichts von seinem charakteristischen Groove eingebüßt hat. Genug Gründe, die sein Potential zum Marvin Gaye des dritten Jahrtausends unterstreichen...© MD/Qobuz
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R&B - Erschienen am 28. Juni 2016 | Domino Recording Co

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Pitchfork: Best New Music
Über das Thema Polizeigewalt kann der britische Musiker Devonté Hynes ein Liedchen singen. Während eines Auftritts beim Lollapalooza 2014 attackierten ihn Security-Mitarbeiter nach einer Rede zum Thema. Das ist leider noch immer brandaktuell: Die Situation zwischen der farbigen amerikanischen Bevölkerung und der Polizei scheint nach der Ermordung zweier Afroamerikaner durch Polizisten gerade wieder gewaltsam zu eskalieren. Hynes twitterte als Reaktion auf die jüngsten Vorfälle: "Hört auf, uns zu töten." Die Erfahrung, dass seine Worte ungehört verhallen, greift er auf "Freetown Sound" auf. Mit dem neuen Album seines Projekts Blood Orange will er den Opfern staatlicher und gesellschaftlicher Oppression in den USA eine Stimme geben. Das kurze Intro "By Ourselves" basiert auf einen Gedicht von Ashlee Haze und plädiert für ein schwarzes, feministisches Selbstvertrauen. Es herrscht immer noch eine hitzige Debatte darüber, das der Feminismus andere ethnische Minderheiten auszuschließen versuche. Musikalisch kommt das im klassischen Jazz-Gewand mit Gospel-Gesängen daher, die in Haze' überschwänglicher Rede auf Freiheit und Selbstbestimmung münden. "Augustine" prägen repetitive Drumschläge. Der Song hätte mit seinen Pianotupfern und dem verhallten Gesang auch Prince gut zu Gesicht gestanden. "Chance" führt die verträumte, relaxte Richtung weiter und reduziert das Tempo, um die weiblichen Gesänge in den Vordergrund zu rücken. "Best To You", in dem Debbie Harry zu hören ist und die Sängerin Loreley Rodriguez von Empress Of ihren Auftritt bekommt, kann man sich aufgrund der loungigen Atmosphäre und dem wunderschönen Refrain kaum entziehen. Die einzelnen Tracks gehen nahtlos ineinander über und vermitteln ein geschlossenes Gesamtbild, das für laue Sommerabend schon ziemlich perfekt erscheint. "E.V.P." setzt auf kühle 80s-Sounds und eine unverschämt gute Funk-Rock-Line, die auch Nile Rodgers sich nicht einfach so im Schlaf ausdenkt. "Love Ya" fordert Gerechtigkeit für alle ethnischen Gruppen in Gestalt eines versunkenen Easy Listening-Jazz-Songs. "Desirée" besitzt Bezüge zu Venus Xtravaganza, einer Transgenderin, die sich in der Dokumentation "Paris Is Burning" für die Gleichberechtigung von schwarzen und weißen Frauen in der Gesellschaft einsetzt. Der Song gestaltet sich wieder sehr funkig und greift die Loungesounds von "Best To You" wunderbar auf. Bei knapp einer Stunde Spielzeit finden sich auch ein paar Längen. In der zweiten Hälfte nimmt das musikalische Niveau nicht grundlegend ab, aber Tracks wie "Hands Up", "Thank You" und "I Know", ziehen etwas unspektakulär am Ohr vorbei. Es fehlen im Gegensatz zur ersten Hälfte ein paar echte Hits. Das Highlight des Albums markiert das berührende Duett "Hadron Collider". Das rückt ins Gedächtnis, das Nelly Furtado immer noch über eine ziemlich brillante Stimme verfügt. Die vom Pianospiel geprägte Ballade geht unmittelbar ins Herz. "Better Than Me" greift wieder den urbanen Spirit der 80er auf und fasziniert mit einen ausgeklügelten Refrain und lasziven weiblichen Geflüster. Letztendlich braucht das Album ein bisschen Zeit und die passende abendliche Stimmung, um sich dem Hörer zu offenbaren. Wer erwartet, dass Dev Hynes zu seinen Indie-Wurzeln zurückkehrt, dürfte sich enttäuscht abwenden. Dafür lebt er seine urbane, schwüle R&B-Ästhetik auf "Freetown Sound" hervorragend aus. Mit "Freetown Sound" schafft Hynes ein Album, das nicht nur ein wichtiges inhaltliches Statement darstellt, sondern ihn musikalisch um Einiges gereifter als noch auf "Cupid Deluxe" zeigt. Sein Songwriting und die musikalische Detailfülle katapultieren ihn mittlerweile in die erste Liga, er findet zu einer eigenständigen Identität und Handschrift. © Laut
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R&B - Erschienen am 26. Juni 2015 | ByStorm Entertainment - RCA Records

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
"Too proper for the black kids, too black for the mexicans, too square to be a hood nigger, […] too out of touch to be in style, too broke for the rich kids – what's normal anyway?" fragt Miguel auf seinem dritten Werk "Wildheart". Im Pop-Kosmos predigen Künstler ja gerne mal für die Außenseiter der Gesellschaft, nur um im Anschluss mit klischeehaften Phrasen wie "Folge deinen Träumen" und "Bleib dir selbst treu" um sich zu werfen. Miguel beweist allein mit seiner Biographie, dass er dort nie wirklich reingepasst hat und sich deshalb zurecht im Selbstmitleid suhlen darf. Auch sein Drittling lässt sich nur schwer in Genre-Vorgaben pressen, "Wildheart" klingt anders und genau das macht es zu einem bemerkenswerten Stück Musik. Mit seinem 2010er-Debüt wurde er noch als radiotauglicher Frauenheld beworben. Aber der Sound mit seinen vielen bizarren Momenten wollte nicht so recht zum Image passen. Nach seinem Durchbruch "Kaleidoscope Dream" von 2012 steckte man Miguel auch gerne mal in eine Schublade mit Drake, The Weeknd oder Frank Ocean. Aber auch das Korsett des depressiven R&B-Sängers scheint zu eng: Zu viele Ecken und Kanten, zu viel Weirdness kennzeichnen das psychedelisch angehauchte Soundbild. Die beiden Vorgänger kamen zwar mit vielen guten Ideen daher, wirkten aber wie von einer unentschlossenen Zerstreutheit gekennzeichnet. R&B-Hits wie "Adorn" fanden genauso ihren Platz in der Diskographie wie skizzenhafte Versuche, die schon andeuteten, dass man es bei Miguel mit mehr als dem modernen R&B-Sternchen à la Chris Brown und Co. zu tun hat. Sein Potenzial schöpft der 29-Jährige aber erst im dritten Anlauf so richtig aus. Mit "Wildheart" gelingt Miguel der Sprung zu einer stringenteren, konsequenten Platte, die die Andersartigkeit im Sound dieses Künstlers auf Albumlänge kompromisslos zu verkaufen weiß. Schon das Artwork offenbart die erste Weiterentwicklung. Statt dem unansehnlichen Photoshop-Fehlversuch von "Kaleidoscope Dream", ist "Wildheart" in wunderschöner Cinemascope-Optik gehalten. Miguel inszeniert sich oben ohne, in zerrissener Jeans, als charmanter Gigolo, dem das weibliche Geschlecht schon beim ersten Augenkontakt willenlos zu verfallen scheint. Die Frau, die vor ihm liegend das Cover ziert, lässt dabei keinen Zweifel an den Liebhaberqualitäten des 29-Jährigen. Auf gut der Hälfte des Langspielers geht es auch fast ausschließlich um Freud und Leid, die das Spiel mit den immer falschen Frauen nun mal so mit sich bringt. Mal streift sich Miguel den Satin-Morgenmantel über und fantasiert beim Anblick seiner schlafenden Liebhaberin über den nächsten Morgenfick, mal wünscht er sich endlich die Richtige zu treffen. Auf Subtilität legt Pimentel dabei keinen Wert: "I wanna fuck, like we're filming in the valley". Der Sänger aus Los Angeles nennt die Dinge lieber beim Namen statt sich in augenzwinkernden Anspielungen zu verlieren. "Lips, Tits, Clit" - auf "NWA" wirkt er dank roboterhaftem Vortrag dabei fast schon wie ein Mechaniker der sein Auto auf alle Einzelteile checkt, statt wie der heißblütige Hengst, als den er sich eigentlich inszenieren will. Der junge Mann aus dem Westen der USA gibt zwar einen passablen Liebhaber ab, im modernen R&B-Morast ginge Miguel damit aber schnell unter. Neben Kollegen wie Frank Ocean reicht es eben nicht mehr, sich wie auf "Coffee" oder "Waves" am US-Pop der Achtziger die Zähne auszubeißen. Die große Stärke offenbart Miguel auf "Wildheart", wenn er als vernebelter und zugekiffter Beobachter das Treiben in Los Angeles in sich aufsaugt. Mit viel Empathie erzählt der Sänger von schwindendem Hollywood-Ruhm, vergleicht Drogendealer mit Politikern oder hat Todessehnsüchte wie in Opener "A Beautiful Exit" und "Destinado A Morir". Das von P-Funk beeinflusste "Deal" funktioniert dabei genauso gut wie die albtraumhafte Höllen-Phantasie "Flesh". Mal scheint das Selbstbewusstein unerschütterlich. "Damned" oder "Face The Sun", inklusive Lenny Kravitz-Gitarrensolo, könnten ohne Weiteres im nächsten Hollywood-Blockbuster als Soundtrack dienen, wenn der Held seine Prinzessin zurückerobert. Genauso liefert Miguel aber mit "...Goingtohell" oder "Leaves" traurige Balladen, die im Hintergrund des obligatorischen Tiefpunkts spielen, kurz bevor sich besagter Held zum fulminanten Finale aufmacht. Was sein drittes Werk aber zu seinem bisher besten macht, ist die stimmige Verpackung dieser Gegensätzlichkeiten. Eingängige Singles wie "Coffee" oder "Waves" treiben in fließendem Übergang neben den vertrackteren Titeln. Zerklüftete E-Gitarren unterstreichen die kraftvollen Vocals, die trotz des sebstbewussten Vortrags nie prahlerisch rüber kommen, denn Miguel weiß durchaus mit seinem Falsetto umzugehen. Echte Emotionen stehen glaubhaft im Vordergrund, nie kommt das Gefühl auf, Miguel wolle, wie viele seiner Genre-Kollegen, einfach nur mit Gesangskünsten blenden. Genretechnisch lässt sich "Wildheart" dabei kaum zuordnen. Unter dem R&B-Deckmantel schraubt der Singer-Songwriter eine wabernde Mixtur aus Funk, Psychedelic-Rock und Hip Hop zusammen. Das alles garniert er mit einer großen Portion Prince. Heraus kommt eine unberechenbare Mischung, die man so selten im verwässerten R&B-Kosmos hört. © Laut

Soul - Erschienen am 22. Juni 2015 | Brainfeeder

Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
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Soul - Erschienen am 15. Dezember 2014 | RCA Records Label

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Pitchfork: Best New Music - Sélection JAZZ NEWS - Grammy Awards
Ab
HI-RES19,19 Fr.
CD12,79 Fr.

Soul/Funk/R&B - Erschienen am 23. Juni 2014 | Weird World

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music