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Alternativ und Indie - Erschienen am 27. August 2021 | Jagjaguwar

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"How Long Do You Think It's Gonna Last?" wollen Aaron Dessner und Justin Vernon von uns wissen. Bei anderen Zeitgenossen hätte ich ja gesagt: "Vielleicht noch der Winter, ne Auffrischimpfung und ne Runde Unterhosenzieher für Querdenker*innen", aber irgendwie scheint dieses Album etwas anderes zu erfragen. Die beiden Köpfe hinter Big Red Machine sind wieder mal auf der Suche nach emotionaler Klarheit und musikalischer Expression in ihrer direktesten Form und begeben sich dafür tief hinein in die Verästelungen der populären Musik. Auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum klang das vor ziemlich genau drei Jahren noch nach Hipster-Homestudio-Recordings - als würden sich die Köpfe hinter zwei der größten Namen der Musikindustrie als Nachwuchstalente neu erfinden. Alles floss leichtgängig ineinander, Dessners kontrollierte Arbeit für The National war nur noch stellenweise zu erkennen, Skizzen erwuchsen zu Songs. "How Long Do You Think It's Gonna Last?" scheint davon Lichtjahre entfernt. Justin Vernon war ja spätestens seit seinen Beiträgen zu "Yeezus" und "The Life Of Pablo" everybody's favourite white indieboy, aber das hatten alle nach "22, A Million" wieder vergessen. Aaron Dessner hingegen ist letztes Jahr in neue Sphären emporgestoßen. Weg vom Image des Rock-Verweigerers, hin zum Produzenten von Taylor Swift ("Evermore", "Folklore"). Big Red Machine sind endgültig im Inneren der Maschine und senden von dort Statusupdates. Die auf dem Debüt dauerpräsente Vocoderstimme Vernons teilt sich geduldig den Raum mit wechselnden Gastsänger*innen, beinahe wie Matt Berninger auf "I Am Easy To Find". Nur, dass die Gäste hier die Songs maßgeblich mitbestimmen. Allen voran natürlich Taylor Swift auf "Renegade (feat. Taylor Swift)". Der Song klingt stark nach "Evermore", Swifts Storytelling erinnert an "Exile" (sogar so sehr, dass Vernon einmal mehr den Duett-Partner mimt). Einzig die Addition nervöser, zirkulierender Drums und unruhiger Gitarren verankern den Track im Big Red Machine-Kosmos. Auch Robin Peckard, Kopf hinter den Fleet Foxes, bekommt viel Raum. "Phoenix (feat. Fleet Foxes and Anais Mitchell)" strahlt dieselbe, leicht schlurfige, Morgenmantel-Behaglichkeit von "Shore" aus. Leichtfüßig kombinieren die Kollaborateur*innen ein sanftes Piano, 2/4-Drums und Bläser. Nur Vernons altbekannte Vocoder-Stimme erinnert an den Namen über dem Albumtitel. Generell kommt seine so markante Stimme nur spärlich zum Tragen. "How Long Do You Think It's Gonna Last?" ist das Album des Aaron Dessner. Am berührendsten wird es, wenn er ans Mikro tritt. "The Ghost Of Cincinnati" ist eine zurückgenommene Gitarrenmeditation, eine Reminiszenz an seine Heimat Ohio. Dessners Stimme klingt vorsichtig und fragil, er listet die Erinnerungen seiner Kindheit auf, fordert Vergebung für den Baseballsünder Pete Rose, den ehemaligen Superstar der Cincinnati Reds und ein Verweis auf den Projektnamen Big Red Machine", eigentlich der Spitzname des Cincinnati Reds-Teams der 70er. Zu Höchstform läuft Dessner kurz vor Schluss auf. "Brycie" ist eine große Liebeserklärung an seinen eineiigen Zwillingsbruder Bryce (der zum Album Streicherarrangements beisteuerte) und dessen bedingungslose Zuneigung in früher Jugend. Ruhig plätschert die Gitarre vor sich hin, wie ein sanftes Bett breitet sich der Song aus, dazu Dessner engelsklare Stimme: "You said I couldn't take it / I couldn't ". Der beste Showcase für Vernon ist hingegen "Easy To Sabotage (feat. Naeem)". Ein fiebrig-zuckendes Stück Musik, niemals stillstehend, wie auch die besten Songs des Debütalbums schon. Vernon überschlägt sich selbst, er scheint durch den Song zu stolpern, rappelt sich auf, fällt wieder. Seine Stimme klingt mechanisch-lallend, wie eine virtuelle Annäherung an menschliche Emotionen. Ben Howard und Kate Stables sind das analoge Pendant hierzu. Zu einem vorsichtig zirkulierenden Schlagzeug umkreisen sie sich, bedächtig Distanz wahrend, als würden sie einen langsamen Walzer auf Zehenspitzen tanzen. Howards dunkles Timbre harmoniert exzellent mit Stables' dünner, zerbrechlicher Stimme. Dessner ist klug genug, diese Intimität zuzulassen, sein Arrangement ist reduziert und minimalistisch. Es klingt wie das Intro zu einem sehr behäbigen The National-Song, dem der große, überwältigende Refrain genommen wurde. "How Long Do You Think It's Gonna Last?" Hoffentlich noch sehr, sehr lange. © Laut

Alternativ und Indie - Erschienen am 22. Juli 2021 | Jagjaguwar

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Alternativ und Indie - Erschienen am 31. August 2018 | 37d03d

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2016 starten Justin Vernon alias Bon Iver und Aaron Dessner von The National ein Projekt namens People. Mit dem Projekt soll im Grunde genommen ein unabhängiger Raum geschaffen werden, in dem Künstler spontan und zwanglos arbeiten und kooperieren können. Das Album Big Red Machine ist das Ergebnis dieses kleinen Unternehmens, begonnen hatte es aber schon vor recht langer Zeit. Zehn Jahre zuvor hatte Dessner eine kleine Aufzeichnung mit instrumentalen Klängen gebastelt und sie spaßeshalber Vernon geschickt. Als sein Partner sie vor sich hatte und darüber nachdachte, interessierte er sich dann immer mehr dafür. So entstand dank dieses schöpferischen Elans im Jahre 2018: Big Red Machine. Diese Arbeit im Studio April Base ist eine Kombination aus Indie-Rock, psychedelischem Elektro und recht überraschendem digitalem Soul. Etwa zehn thematische Songs, welche die Sinne ansprechen sollen und jedem Einzelnen Platz für eigene Fantasie lassen. Big Red Machine steht also für unabhängige Musik, die den schöpferischen Prozess erforscht. Eine bunte, weder spektakuläre noch perfekte Mischung, aber ihre Forschungsphase hat ein bestimmtes Interesse. Mit warmen Beats von Anfang an (Deep Green), zartem und sensiblem Auto-Tune mit Vernons Stimme (Gratitude) und poetischen Songtexten präsentiert die Platte verschiedene Ebenen, zahlreiche Phasen, und lässt kein Genre und keinen Sound beiseite. Ein erstes, vielversprechendes Werk des Labels People! © Anna Coluthe/Qobuz

Alternativ und Indie - Erschienen am 2. Juli 2021 | Jagjaguwar

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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. August 2021 | Jagjaguwar

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Alternativ und Indie - Erschienen am 29. Juni 2021 | Jagjaguwar

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Alternativ und Indie - Erschienen am 30. Juni 2021 | Jagjaguwar

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Alternativ und Indie - Erschienen am 17. August 2021 | Jagjaguwar

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