Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Die Alben

Ab
HI-RES17,99 Fr.
CD12,99 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 7. Mai 2021 | Third Man Records LLC

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Mit diesem ersten Soloalbum, das sie fast im Alleingang geschrieben, gespielt, aufgenommen und produziert hat, entführt Natalie Bergman uns in ihre Welt. Mercy ist ein Universum für sich. Zwölf einzigartige und spirituelle Songs, die von Tod und Auferstehung handeln, getragen von ihrer geschmeidigen Stimme und dem musikalischen Glanz einer vergangenen Ära. Natalie Bergman hatte bis dahin ein Jahrzehnt damit verbracht, im Duett mit ihrem Bruder Elliot bei Wild Belle zu singen, einem Duo aus L.A., das eher zu Pop, Reggae, Ska und Psychedelia neigte. Dieses Leben brach an dem Tag zusammen, als ihr Vater und ihre Stiefmutter bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen. Natalie, die in einem religiösen Haushalt aufgewachsen war, beschloss, sich in ein Kloster im Chama-Tal von New Mexico zurückzuziehen. Dort wurde Mercy geboren, eine offensichtlich kathartische Platte, die in der Essenz der Gospelmusik aufgeht, von der sie sagt, sie sei die wahre Quelle des Rock. Es ist ein einzigartiges und zeitloses Werk, das auf seine eigene Weise die heilige und heilende Natur der Musik preist. "Mein Glaube und meine Musik sind wesentlicher Teil meiner Existenz. Ich singe auf diesem Album viel über 'Zuhause'. Mein Paradies, mein Himmel. Der Glaube an diesen Ort war für mich der größte Trost. Ich hatte das Bedürfnis, zu wissen, dass mein Vater da war. Sein plötzlicher Tod war ein wirbelndes Chaos, das meinen Verstand überfiel. Gospelmusik gibt mir Hoffnung. Das ist die gute Nachricht. Sie ist beispielhaft und kann Ihnen die Wahrheit bringen. Es kann Sie am Leben erhalten. Dieses Album brachte mir die einzige Hoffnung, selbst wieder zum Leben zu kommen."Diese Rückbesinnung auf das Lebendige durch die Gospelmusik ist faszinierend, weil sie nie zu sehr ins Religiöse abrutscht. Die Musik geht über den Glauben hinaus. In seinen Klängen und seiner Instrumentierung, die dem Rock der fünfziger Jahre ebenso viel verdanken wie dem Soul der sechziger Jahre oder dem westafrikanischen Highlife, ist Mercy ein Werk, das vor Musikkultur strotzt. Es ist kaum verwunderlich, dass Natalie Bergman in einem Haus aufwuchs, in dem Alben von Dylan und Etta James, aber auch von Pharoah Sanders, Lou Reed, Alton Ellis und Lucinda Williams gespielt wurden. Und genauso logisch ist es, dass ein Gelehrter wie Jack White sie bei seinem Label Third Man Records unter Vertrag genommen hat, eine Adresse für musikalische Qualität, deren Bewohner so gern ihre Fühler nach der Vergangenheit ausstrecken. Der Tod hat ihr Leben verändert, Natalie Bergmans Musik kann das Ihre verändern: Natalie Bergman ist ein Geschenk des Himmels. © Marc Zisman/Qobuz
Ab
HI-RES30,99 Fr.
CD21,99 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Februar 2021 | Lonely Lands Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Lassen Sie sich nicht täuschen. Hinter dem mysteriösen Cover, hinter dem man eine progressive Rockband der 70er Jahre vermuten könnte, verbirgt sich Terra Firma, das nur schwer einzuordnende, zweite Album von Tash Sultana. Natasha, so ihr eigentlicher Vorname, ist eine von jenen Künstlern, die sich der Musik bereits in frühen Jahren widmen. Im Alter von drei schenkt ihr Vater ihr die erste Gitarre. Als Teenager zieht Tash Sultana als Straßenmusikerin durch ihre Heimatstadt Melbourne und erobert 2016 den Rest der Welt mit dem Titel Jungle, dem Ergebnis ihrer ausschweifenden Schlafzimmer-Sessions, die sie auf YouTube veröffentlicht und das stolze 70 Millionen Mal aufgerufenen wird. Auf ihrem eigenen Label Lonely Lands veröffentlicht die junge Australierin nach drei EPs im Sommer 2018 Flow State, ein Pop-Soul-Album, auf dem Tash Sultana alle Instrumente (sie beherrscht etwa zwanzig davon) mit Loops und Effektpedalen, ihrem Markenzeichen, spielt. Seitdem füllt sie Stadien und ziert Cover von Musikmagazinen, wie dem Rolling Stone, mit dem sie über die ihr von Fender geschenkte Stratocaster TC Signature spricht."Terra firma ist der Boden, die Erde, man stellt seine Füße darauf, um sich zu erinnern, wo man ist, woher man kommt", sagt die Frau, die ihren fulminanten Erfolg in eine dauerhafte Karriere verwandeln will. Tash Sultana kümmert sich sowohl um die Arrangements als auch um die Produktion, die sie zum Teil Matt Corby anvertraut hat. Und das hört man ab dem Instrumental-Titel Musk, dessen schimmernde Gitarren, grooviges Saxophon und eingängiger Bass die 14 Tracks des Albums eröffnen, die zwischen Soul, R'n'B, Funk, Folk und süßem Pop changieren und aus denen vor allem die berauschenden Stücke Pretty Lady und Sweet & Dandy herausstechen. Um zu dieser reichhaltigen, hypnotischen, aber nie redundanten Mischung zu gelangen, die Tash Sultana selbst als "ein Treffen zwischen Aretha Franklin, Bon Iver, John Mayer und anderen" bezeichnet, braucht Tash Sultana nichts und niemanden weiter als sich selbst. Eine Meisterleistung, mit nur 25 Jahren. © Charlotte Saintoin/Qobuz
Ab
HI-RES16,99 Fr.
CD14,99 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 29. Januar 2021 | City Slang

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Die Statistiken belegen es: Alle zehn Jahre bringt eine jeweils aus England kommende Sängerin namens Anna ein Debütalbum heraus, das dann eine ganze Epoche kennzeichnet. 2011 war es Anna Calvi. 2021 heißt sie Anna B Savage. Eine Sängerin direkt aus dem Underground, die ein erstes Mal 2015 mit einer ersten, unauffälligen EP in Erscheinung getreten war, auf die ein paar Konzerte folgten und dann nichts mehr. Viele sind es nicht, die sie im Konzert erlebt hatten, solange es noch Konzerte gab. Aber sie alle erinnern sich noch an Anna B Savage. Mit ihrer seltsam gestimmten Gitarre, als wollte sie einen mittelalterlichen Blues spielen, und mit ihrer unergründlichen Stimme, als würden mehrere Personen gemeinsam in ihrem Innersten singen, verzauberte Anna B Savage einen kleinen Kreis von Zuhörern mit einer Vorliebe für andersartige Musik. Sie hört sich an, wie eine uneheliche Tochter von Cat Power, denn bei ihr kann der zum Ausdruck kommende Lebensüberdruss genauso sinnlich, intensiv und anziehend wirken. A Common Turn ist ihr Debütalbum, außergewöhnliches Gift und musikalisches Einhorn zugleich. Von einer seltsamen Art Folk ausgehend spinnt diese Anna Seemannsgarn mit ihren Songs, die uns zu einer musikalischen Raum-Zeit-Reise einladen. Ihren eigenen Angaben zufolge können die ZuhörerInnen im Gesang und in den Melodien Anleihen bei Beth Gibbons (Portishead), Antony & the Johnsons, Nico, Connie Converse, Dionne Warwick oder bei ehemaligen Sängerinnen des Opernjazz entdecken. Klangpausen nicht zu vergessen. Bei A Common Turn handelt es sich aber nicht um eine Platte von der Stange und einfach ist sie auch nicht. Diese ganze Palette von Arrangements bietet Chorgesang, dann diese Gitarre aus wurmstichigem Holz und es reicht hin bis zu Dance-Rhythmen. Selbst wenn ihre Musik hochtrabend wird, bleibt Anna B Savage zerbrechlich und verletzlich wie eine Seiltänzerin und sie irrt herum, als würde sie sich durch ihre eigenen Songs hindurch einen Weg bahnen. Dabei taucht das Bild von Schneewittchen auf, die durch einen Wald voller Grimassen schneidender Bäume läuft oder auf den Prinzen wartet, der sie dann mit einem Kuss aus ihrem giftgetränkten Schlaf erlöst. Und alle anderen neben ihr sind Zwerge. © Stéphane Deschamps/Qobuz
Ab
HI-RES15,79 Fr.
CD10,59 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 20. November 2020 | Licence Kuroneko - Sodasound

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Alle, die zum Jahresende auf der Suche nach originellem Groove sind, werden auf diesem Album ihr Glück finden. Der aus Frankreich stammende Gystere hat in Deutschland bisher noch keine Wellen geschlagen. Seit der im Mai 2019 erschienenen Debüt-EP WOMXN/Time Machine sollten wir uns spätestens jetzt von ihm mitreißen lassen. DJ, Regisseur, Komponist - der Franzose Adrien Peskine, der in der Vergangenheit bei Cerrone am Klavier gesessen hat, präsentiert ein erstes Album, das all seine künstlerischen Launen in einem Afrofunk-Patchwork zusammenfasst, das niemanden kalt lässt. Das Konzept ist ziemlich kühn: "Ich habe immer versucht, den Künstler und die Musik zu schaffen, die ich in meiner Plattensammlung nicht finden konnte", erklärt Gystere, der daraufhin eine Art Mosaik aus Musik der 70er und 80er Jahre komponiert, mit Intros à la Prince, Melodien à la Supertramp, Soli à la Jimmy Page, Chören à la Queen, aber auch Stevie Wonder, Funkadelic und Sun Ra für den nötigen Afrofuturismus, den Geist, der diese Platte durchzieht. Ohne jemals seinen Stil zu verfehlen, gelingt es Gystere (der allein komponiert, aber mit seinen Musikern aufnimmt), all diese Referenzen in einem funky Groove zu transzendieren, den so schnell wie möglich live erleben wollen. Auf dem Papier hätte alles schief gehen können, aber am Ende ist Gystere auf dem besten Weg, eine der französischen Offenbarungen des Jahres zu werden. © Smaël Bouaici/Qobuz
Ab
HI-RES17,49 Fr.
CD12,49 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 2. Oktober 2020 | Heavenly Recordings

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Es ist schon beeindruckend, wie die scharfkantige, staubtrockene und unnachgiebige Neo-Postpunk-Szene des Vereinigten Königreichs so richtig durchschüttelt wird, wenn Working Men’s Club auf dem Dancefloor auftauchen. Mit seinem gleichnamigen Debütalbum legt das junge Quartett aus Todmorden – 25 Kilometer nördlich von Manchester – die Karten offen auf den Tisch, die früher von New Order (zu Zeiten von Power, Corruption & Lies), The Fall, Human League, Gang of Four und sogar D.A.F. und Suicide gespielt wurden. Der soeben erst volljährig gewordene WMC-Leader Sydney Minsky-Sargeant steckt den Rahmen ab. „In Todmorden gibt es für einen Teenager nicht viel zu tun. Die Stadt liegt von allem eher weit entfernt. Und an einem Ort zu wohnen, wo es im Winter erst um neun Uhr hell wird und um vier Uhr schon dunkel ist, kann ganz schön deprimierend werden“. Es ist also nur allzu logisch, dass diese Schützlinge der aufgedrehten Fat White Family sich wie Rotzbengel aufführen. Wie einer von denen, die wütend Synthies, Gitarren und Schlagzeug quer durch ihr Zimmer schleudern, bis das große Chaos ausbricht! Ihre Texte werden eher gebrüllt als gesungen, aber unermüdlicher Groove, Gitarrenriffs und Mega-Bässe sorgen für dementsprechende Bewegung, ohne dass sie sich weitere Fragen stellen müssten. Es ist also schier unmöglich, die Körper unter Kontrolle zu behalten, die sich nur so im Rhythmus dieser faszinierenden Sinfonie mit dem jugendhaften Elektro-Acid-Rock, die manchmal an die Anfangszeiten des LCD-Soundsystems erinnern. Working Men's Club ziehen sich T-Shirts mit dem Logo „Socialism“ über, taufen einen ihrer Songs John Cooper Clarke (wie der nach wie vor angehimmelten Punkpoeten) und machen dem grauen Yorkshire-Himmel, unter dem sie das Licht der Welt erblickt hatten, den Garaus. Manchmal entspannt sich Sydney Minsky-Sargeant ein bisschen und zeigt sich dabei von einer fast hedonistischen Seite im New Wave-Stil (Outside). Ist er jedoch genervt, dann macht sich der von Elektrofunk angehauchte Discopunk über seine Seele her (Teeth). Etwas benommen lässt einen dieses Debütalbum schon zurück, das dank der kompakten und nüchternen Produktion von Ross Orton (The Fall, M.I.A, Arctic Monkeys) beeindruckende Ausmaße angenommen hat. Keine Frage: Working Men’s Club ist ein Name, den man sich merkt! © Marc Zisman/Qobuz
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 12. Juni 2020 | Virgin Music UK LAS (S&D)

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Auf dem Album To Love is to Live setzt Jehnny Beth zum ersten Mal in ihrer produktiven Karriere ihren Namen ohne Begleitung auf das Cover. Und die ist wirklich produktiv, denn die als Sängerin der Gruppe Savages bekannt gewordene, frühere zweite Hälfte des Duos John & Jehn sprang insbesondere bei Gorillaz (We Got the Power) ein, sang im Duett mit Julian Casablancas von den Strokes (Boy/Girl), war in Filmen zu sehen (in Catherine Corsinis französischem Film Un amour impossible und in Alexandre Astiers Fernsehserie Kaamelott) und auch als Journalistin/Radiosprecherin (Start Making Sense für Beats 1) und Fernsehmoderatorin war sie tätig (Echoes auf Arte). Und dann ist da noch C.A.L.M.: Crimes Against Love Memories, ein Band erotischer Erzählungen mit Fotos von Johnny Hostile, der im Sommer 2020 erscheinen soll. Jetzt reicht es aber! Dieser stilistische, klangliche, emotionale oder auch kontextuelle Reichtum steht im Mittelpunkt dieses To Love is to Live, das nur noch dem Namen nach ein Soloalbum ist. Denn Jehnny Beth hat für die Produktion und den Großteil der Instrumentierung Atticus Ross, Flood und Johnny Hostile an Bord geholt, um sich auf diesen anspruchsvollen, komplexen Trip zu begeben. Die drei sind genau die richtigen Kumpels, um eine so faszinierende Legierung zu meistern, bestehend aus Post Punk, Industrial durchsetzt von New Wave, Elektro-Cold Wave, Soundtracks wie aus einem nahegehenden Film und unter die Haut gehendem Dark Rock. Eine Legierung kontrastreicher Herkunftsgebiete, denn die Französin hat auch Romy Madley Croft von The xx zu Gast gebeten sowie den Schauspieler Cillian Murphy und Joe Talbot, den Sänger der Idles…Es ist wie Aprilwetter mit Regenschauern: nach gewaltig tobendem Industrial Punk in How Could You im Duo mit Talbot erklingt in French Countryside plötzlich eine auf dem Klavier gespielte Ballade – verträumt und sinnlich von Beth höchst persönlich vorgetragen. Trotz dieser kunterbunten, mit voller Absicht in den Vordergrund drängenden Vielfältigkeit des To Love is to Live sind die Töne aufeinander abgestimmt. Es gleicht einer Polaroidaufnahme von einer komplexen, spannungsgeladenen Welt voller Unsicherheit und Fragestellungen zu sexueller Identität, zu extremistischen Strömungen, zur Zukunft der Welt überhaupt. Ein gewollter Schnappschuss, der ganz Jehnny Beths eigenen Vorstellungen entspricht. Und die beeindrucken genauso stark wie das von Tom Hingston entworfene Cover (er machte auch das für Mezzanine von Massive Attack). Menschlichkeit steht bei diesem Album im Vordergrund. Der erste Song des Albums heißt I Am. Der letzte Human. So schließt sich der Kreis: I Am Human. © Marc Zisman/Qobuz
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 24. April 2020 | Beyond The Groove - Blue Note Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Das Klischee ist bekannt: Gemeinsam ist man stark. Zwei Jahre nach seinem Debütalbum hat sich der in London lebende Multi-Instrumentalist Tom Misch (24), eine Art Urgroßcousin von Jamiroquai, mit seinem Landsmann und Schlagzeuger Yussef Dayes (27), dem Kopf von United Vibrations und die bessere Hälfte des Elektro-Jazz-Duos Yussef Kamaal, zusammengetan, um das unwiderstehliche What Kinda Music zu veröffentlichten. Bis jetzt hat Misch eine köstliche Mischung aus Smooth-Jazz-Sirup, Funk-Espuma, Soul-Tropfen, Hip-Hop-Gewürzen und einer Prise Samtpop zubereitet und große Namen wie De La Soul, GoldLink, Loyle Carner und Poppy Ajudha zu seiner Fiesta eingeladen, aber auch Roy Hargrove und The Crusaders, Stevie Wonder und Patrick Watson! Aromen und Klänge machen die Basis dieses Jahrgangs 2020 auf der rhythmischen Seite noch solider. Logischerweise packt Yussef Dayes seine viel jazzigere Beleuchtung und seine noch fortgeschritteneren Improvisationen aus. Jeder trägt seinen Stein zu einem wahrhaft kollektiven Bauwerk bei und das Gleichgewicht zwischen instrumentalen und gesungenen Sequenzen ist perfekt. Die beiden Komplizen sind beide in Peckham im Süden Londons aufgewachsen. Tom Misch hatte Dayes sogar schon mit neun Jahren auf einem musikalischen Sprungbrett Schlagzeug spielen sehen! "Yussef kommt aus einem experimentelleren Umfeld als ich und er hat viele verrückte Ideen. Ich weiß, wie man eine eingängige Melodie mit interessanten Akkorden schreibt. Ich habe auch ein gutes Verständnis für Popsong-Formen, daher denke ich, dass ich diese Ideen gestrafft und zugänglich gemacht habe."Es ist die perfekte Symbiose zwischen dieser Zugänglichkeit und einer Raffinesse in der Verschmelzung von Stilen, die What Kinda Music nicht zu einer Platte für Elektro-Jazz-Freaks macht, sondern eher zu einem offenen und lässigen Trip des Jazz-Soul'n'Pop. Tom Misch und Yussef Dayes können sogar vor Stolz platzen, da sie ihr Album beim legendären Blue Note-Label veröffentlichen, als Garantie dafür, dass es eine bestimmte Idee des zeitgenössischen Jazz verkörpert."Heutzutage sind die Meinungen so geteilt und verschlossen", sagt Dayes," es wäre schön, wenn die Leute unsere Platte hören würden, auf der zwei sehr unterschiedliche Musiker zusammenkommen, und erkennen würden, dass es möglich ist." Was die Featurings betrifft, so lud das Duo den Rapper Freddie Gibbs (tadelloser Schnulzensänger und Crooner auf Nightrider), Rocco Palladino (Sohn des berühmten Pino, ein verrückter elastischer Bassist wie Daddy, der oft mit Alfa Mist abhängt) und die Saxophonistin Kaidi Akinnibi ein. Als weiteren Beweis für die Vitalität der aktuellen Londoner Jazzszene verleihen wir hier den Preis für das funkigste unter den Qobuzissimes! © Marc Zisman/Qobuz
Ab
HI-RES17,49 Fr.
CD12,49 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 3. April 2020 | Bella Union

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Dusty Springfield, Adele, Lulu, Sandie Shaw, Duffy... Die englische Tradition des Soul-Pop ist nie ins Stocken geraten. Das zweite, Qobuzissime-Album!, von Ren Harvieu reiht sich in diese Sammlung der großen Stimmen, die eine Vorliebe für Retro-Sounds mit einer leichten Tendenz für die sechziger Jahre haben, ein. Dabei wäre diese fast dreißigjährige Sängerin aus Manchester um ein Haar in Vergessenheit geraten. Im Mai 2011, als Harvieu frisch vom Label Island unter Vertrag genommen wurde, für das sie gerade mit der Aufnahme ihres Debütalbums beginnt, bricht die englische Sängerin sich bei einem heftigen Unfall das Rückgrat und verbringt mehrere Monate im Krankenhausbett. Das Album Through the Night wurde trotz allem veröffentlicht, aber der eher dürftige Erfolg führte zu dunklen Jahren ständigen Selbstzweifels. Ein langer Tunnel liegt nun hinter ihr und Ren Harvieu zeichnet die Konturen davon auf Spirit Me Away und You Don't Know Me, zwei Höhepunkte der Offenbarung in diesem musikalischen Drama. Dieses zweite Album ist vor allem die Frucht ihrer Begegnung mit dem Musiker Romeo Stodart im Jahr 2015. Der Anführer der Band Magic Numbers hat Ren Harvieu zu neuer Inspiration verholfen und in ihr den Wunsch geweckt, an neuen Alben zu arbeiten. Revel in the Drama widmet sich den Einflüssen dieser bezaubernden Fackelsängerin mit mehr Finesse als sein Vorgänger von 2011 und wenn die Schatten von Künstlerinnen wie Dusty Springfield oder Rumer nie weit weg sind, werden wir besonders an die Amerikanerin KD Lang erinnert, dessen Stimme sich oft auf den gleichen Tonlagen bewegt. Doch Ren Harvieus Prosa hat ihre ganz eigenen spezifischen Formen. Und die dunklen und sogar düsteren Sequenzen werden immer mit ihrem eigenen Humor untermalt, mit diesem leichten Zynismus, der zu 100% britisch ist. Eine totale Freiheit des Sounds, die sie manchmal in die Nähe von Fiona Apple, einem ihrer Idole, bringt... Revel in the Drama ist vor allem eine Sammlung von großartigen und schönen, bewegenden und zeitlosen Liedern. Vintage-Pop-Schätze, die in geschmackvollen, leicht zu hörenden und hochfliegenden Arrangements drapiert sind. Songs, die wir bis zum Ende der Nacht summen werden... © Marc Zisman/Qobuz
Ab
HI-RES19,19 Fr.
CD12,79 Fr.
925

Alternativ und Indie - Erschienen am 27. März 2020 | Domino Recording Co

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Sobald jemand behauptet, eine Gruppe sei einzigartig, dann heißt das doch, dass sie eigentlich nicht mehr oder weniger einzigartig ist, als alle anderen Gruppen auch. Und da wir in einer Zeit leben, in der es besonders viel Spaß macht, die stilistischen Grenzen zu verwischen und nur wahllos hinzuhören, ist die Gruppe, die zu diesem Jahr 2020 wie die Faust aufs Auge passt, noch schwerer einzuordnen als ihre Zeitgenossen… Weil Asha Lorenz und Louis O'Bryen nichts wie Rock im Kopf haben und ihre Ideen so gut aufgeräumt scheinen wie das Zimmer eines Teenagers, präsentieren sie eines der erstaunlichsten und unberechenbarsten Debütalben, die es derzeit gibt. Nach all der Zeit hatten die beiden Londoner, die sich seit ihrer Realschulzeit kennen, ja Gelegenheit genug, an diesem 925 ausgiebig zu feilen. Ernsthafte Rivalen sind sie ja nicht, sondern ganz einfach die allergrößten Kumpels, und so nehmen sie auf der Platte abwechselnd das Mikro in die Hand. Und teilen es auch miteinander; genau wie Sonic Youth im vorigen Jahrhundert. Übrigens erinnert uns das manchmal an eine, teilweise sogar sehr süße Soft-Version ihrer älteren Kollegen aus New York. Genau wie Letztere lächeln auch Sorry nicht viel, sie stellen vielmehr eine etwas beleidigte Miene zur Schau, eine Art lässige Faulheit, die eher abstoßend als anziehend wirkt. Und dennoch ist das alles faszinierend. Auch die britische Tageszeitung The Guardian hob dieses Gefühl hervor, und zwar mit der Überschrift: Sorry, diese Gruppe macht Langeweile sexy. Treffender könnte es nicht sein… Beim Grunge haben Sorry sich die Slacker-Haltung ausgeliehen, bei den Pixies die Gitarren (Perfect), bei Garbage die sexy wirkende Spottlust (Snakes), bei The Kills Assoziationen mit Junkies (More), beim No Wave das alkoholsüchtige Sax und bei der Post-Punk-Bewegung die düsteren Visionen. Vor allem sollten wir dieses Qobuzissime wieder und wieder anhören, um das Einzigartige daran zu ermessen und uns vollkommen betören zu lassen. Dieses Album kann einfach nicht übersehen werden. Keine Ausrede, Sorry. © Marc Zisman/Qobuz
Ab
HI-RES17,49 Fr.
CD12,49 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 28. Februar 2020 | Heavenly Recordings

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Die drei Querdenker aus Yorkshire - die Schwestern Esmé und Sidonie Hand Halford (Schlagzeug) und ihr Jugendfreund Henry Carlyle Wade (Gitarre) - gehören wieder einmal zu jenen Indie-Gruppen, die wir nicht aus den Augen lassen sollten. „Das Album ist ein Schlupfloch. Würde ich in den Weltraum fliegen, käme ich wohl nicht mehr zurück“, gesteht Esmé, der solide Bassist der Gruppe The Orielles, mit leiser Stimme. Nach ihrem betäubenden Silver Dollar Moment im Jahre 2018, das unter dem Einfluss von The Stone Roses stand, präsentiert nun dieses zweite, aus der Reihe tanzende Opus einen von türkischen Psychedelic-Elementen, aber auch von experimentellem Kino aus Italien gekennzeichneten Sound. Zwei Jahre sind eine lange Zeit, wenn man erst Anfang zwanzig ist, aus dem todlangweiligen Halifax kommt und eine Europatournee starten will. In der Zwischenzeit gesellte sich der Keyboarder Alex zu ihnen, und es kam das von Peggy Gou „recht informativ“ gestaltete Plattencover für It Makes You Forget (Itgehane) hinzu, das sie der Dancemusic nähergebracht hat. Es gab aber auch den Remix des dahingeschiedenen Andrew Weatherall, ihre Single Sugar Tastes Like Salt. Auf dem von Marta Salogni (Liars, Temples, Björk oder The Moonlandingz) produzierten und im Eve Studio in Stockport eingespielten Album Disco Volador steht die Melodie im Mittelpunkt und die Devise heißt: aus Alt mach Neu. „Alles, was uns bei der Komposition dieser Platte beeinflusst hat, floss auch mit in die Einspielung hinein. Wir wussten genau, wie das klingen sollte und wie wir das erreichen würden“, fährt die Sängerin fort. Energiegeladener, unbeschwerter Pop aus den Sixties (Come Down On Jupiter), experimenteller Disco (Space Samba (Disco Volador Theme), Funk aus den 70ern (Bobbie's Second World, Euro Borealis), psychedelisches Uptempo (Rapid i, 7th Dynamic Goo) oder abgehoben wie bei Khruangbin (A Material Mistake). Alles ist lebensfroh und lässt einen nicht mehr los. Eben ein Qobuzissime. © Charlotte Saintoin/Qobuz
Ab
HI-RES19,99 Fr.
CD16,99 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 16. August 2019 | Human Season Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Dublin - Epizentrum eines neuen Post-Punk-Bebens! Die aus 5 irischen Schulfreunden bestehende Gruppe The Murder Capital, die sich mit Fontaines D.C und Girl Band die Proberäume geteilt hatten, präsentieren jetzt ihre urbanbedingten Platzängste. Postapokalyptisch, zart, wild, gefühlvoll und mitreißend sind diese Leute, die uns an die 80er erinnern. Für ihr Debütalbum When I Have Fears, das sich auf ein Gedicht von John Keats  bezieht, übernehmen sie den jeweiligen Kodex von Joy Division, The Cure oder sogar Fugazi; das ist kein Zufall, wie ihr Frontman James McGovern erklärt:  „Ein Album mit zehn Punksongs und 170 bpm […] zu schreiben, das wäre nur allzu leicht, aber wir müssen darüber nachdenken, was sich in unseren Köpfen abspielt, denn so ewig lange kann man einfach nicht genervt sein“. Diesem nuancierten Manifest zwischen aufrührerischer Romantik und wilden Zornsausbrüchen liegen die sozialpolitischen Forderungen des erwähnten Sängers zugrunde, dessen Projekt infolge eines traumatischen Geschehens – dem Selbstmord eines ihm sehr nahestehenden Freundes – entstanden ist. „Wir wollten die Gleichgültigkeit betonen, die man in Irland zeigt, wenn es um geistige Gesundheit geht“, behauptet er. Die Texte des finsteren Baritons schöpfen im literarischen Erbe der Grünen Insel, und beschreiben mit recht scharfen Worten, wie verloren die Jugendlichen sind, die in einer von Alkohol und harten Drogen gespaltenen, gesellschaftlichen Umgebung aufwachsen. Seine Songs untermalt er mit beinhart gestrickten, äußerst nüchternen Arrangements, um ein Gefühl von höchst alarmierendem Notstand zu vermitteln. Nichtsdestotrotz beweisen Diarmuid Brennans pumpendes Schlagzeug – welch ein Spiel auf dem Hi-Hat! – in Don’t Cling To Life, sowie das Piano und das unheimliche Flüstern in How The Streets Adore Me Now, dass die Gruppe sehr wohl in der Lage ist, sich vom formellen Rahmen des binären und restriktiven Post-Punk der Nullerjahre loszueisen. When I have Fears kommt direkt aus Dublin und hebt Elend und Kälte auf die Ebene des Erhabenen, ohne dabei je etwas an Ehrlichkeit und Kraft einzubüßen –ein Qobuzissime – genauso  durchschlagend wie feinfühlig. © Alexis Renaudat/Qobuz
Ab
HI-RES14,39 Fr.
CD9,59 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Juli 2019 | Mr Bongo

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Lo-Fi-Samba aus Anatolien, gesungen in Englisch, Französisch und Türkisch. Mit einem derart außerirdischen Programm bringt Mantra Moderne alles Nötige mit, um zum Kultalbum des Sommers 2019 ernannt zu werden. Hinter diesem Indie-World-Music-Soundtrack versteckt sich das Duo Kit Sebastian. Der zwischen London und Paris lebende Musiker Kit Martin komponierte und interpretiert als Ein-Mann-Orchester die Schmuckstücke dieses Debütalbums für die Stimme seiner aus Istanbul stammenden Mitstreiterin Merve Erdem, die sich in Großbritannien niedergelassen hat. Unerwartete Stilmixe liegen derzeit voll im Trend und Mantra Moderne liefert den flammenden Beweis: Von brasilianischen Tropen-Klängen über englischen Pop der Sixties und türkischer Psychedelia bis zu analogem Elektro - Kit Sebastian schlagen den Weg der Musik des 20. Jahrhunderts ein, den zuvor Bands wie Stereolab, Broadcast oder Khruangbin geegbnet haben... Mit einem riesigen Baumarkt voller Akustik- und Analog-Instrumente, Tablas, Darbukas, einer Balalaika, einer Oud, einem Korg MS-20 und einer Farfisa-Orgel zaubert das Tandem eine entzückende und verspielte minimalistische Symphonie im Stil der Sechziger Jahre. Das vielleicht verwirrendste Qobuzissime des Jahres! © Marc Zisman/Qobuz  
Ab
HI-RES17,49 Fr.
CD12,49 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 14. Juni 2019 | Heavenly Recordings

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Inmitten eines beigefarbenen Fabrikgeländes posiert Fräulein Brown. Normalerweise ist die junge Frau tagsüber Illustratorin bei MailChimp. "Es ist, als hätte ich zwei Vollzeitjobs: Designerin und Musikerin", sagt sie. Wir bevorzugen sie als Musikerin mit ihrer wilden Stimme und leicht unhöflichen Ton. In den weiten Landschaften Georgias - wo diese raue Art vielleicht herkommt - wuchs Mattiel auf, bevor sie in das städtische Atlanta umzog und Randy Michael und Jonah Swilley kennenlernte. Sie beginnt, mit ihnen Songs zu schreiben, die die Grundlage von Satis Factory bilden werden. Zusammen kümmern sie sich um die Instrumentalkompositionen und die Texte. Die Alchemie funktioniert wunderbar. Die Riffs fesseln von Beginn an, die Melodien sind berauschend, und dann gibt es da diesen besonderen Stil, für den das Label Burger Records steht. Mit diesem Stil belebt Mattiel die sechziger Jahre mit Akzenten von Surf-Pop, Out-of-Age-Blues und Vintage-Soul zu neuem Leben. Eine ausgewogene Mischung aus Einflüssen von Screamin' Jay Hawkins, Andre 3000, Marc Bolan, The Staple Singers und Jack White. Sehr vielversprechend. Charlotte Saintoin/Qobuz
Ab
HI-RES10,99 Fr.
CD7,99 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 12. April 2019 | Partisan Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Kaum haben wir uns von Songs of Praise erholt, dem ersten Qobuzissime-Album von der Londoner Band Shame, zieht das Auge des Rock-Zyklons nun weiter nach Norden, nach Dublin. Dort beißt eine ebenso böse Bande namens Fontaines D.C. die Zähne zusammen, um zu zeigen, dass das aktuelle Post-Punk-Revival noch ein paar Ohrfeigen und andere Aufwärtshaken zu verteilen hat. Wenn das erste Album dieser Fontaines D.C., Dogrel, in einem bekannten Boden Wurzeln schlägt (The Fall, Joy Division, Gang Of Four, Public Image Ltd.), ist der Dünger anders. Zunächst einmal ist da die irische Einzigartigkeit, die auf dieser Platte hervortritt, welche der Idylle Dublins hinterher weint, die durch die Globalisierung und Gentrifizierung ausgelöscht wurde. Dogrel endet mit Dublin City Sky, einer akustischen Ballade, die nach einem alten Pub, nach frisch gezapftem Guinness riecht und man könnte schwören, dass zuvor gerade noch Musik der Pogues, ihrer Lieblingsband, aus den Lautsprechern zu hören war. Grian Chattens Band hat auch die Besonderheit, Literatur und Poesie ebenso wie Rock und Folk zu verehren. Daher das ständige Gefühl, ein Brennen von reinem Post-Punk zu hören, der niemals klein beigibt. Das ist Dogrels Stärke. Literarisch zu sein, ohne dies in den Vordergrund zu rücken. Verärgert aber immer hörbar. Auf dem Hit verdächtigen Big brüllt Chatten: "My childhood was small, but I'm gonna be big" (meine Kindheit war klein, aber ich werde groß sein). Ja, Big, das werden Fontaines D.C. sehr, sehr, sehr, sehr, sehr schnell werden.... © Marc Zisman/Qobuz
Ab
HI-RES17,49 Fr.
CD12,49 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 22. März 2019 | ATO Records

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music - Qobuzissime
Das haut einen um! Eine recht junge Londonerin erzählt, sie hätte mit den Songs der Libertines gelernt, auf der Gitarre zu klimpern. Zu Hause hätte sich Papa immer türkische Volksmusik angehört und Mama berühmte Musik von Leuten wie Simon & Garfunkel und Cat Stevens. Noch dazu wird gemunkelt, ihre ganz persönliche Dreifaltigkeit bestehe aus Nina Simone, Amy Winehouse und den Pixies. Damit wäre also der Rahmen abgesteckt! Sicher ist einzig und allein: Nilüfer Yanyas Musik verherrlicht sie alle, mit Rock und Soul und beinahe schadenfroher Energie! Ihr Debütalbum Miss Universe beweist vor allem die makellose Integration dieser Referenzen, Platten und Zeitepochen. Die energiegeladenen Hits voll unschlagbarer Refrains (In Your Head), die gefühlvollen, aber nie kitschigen Balladen (Monsters Under the Bed), der unkonventionelle Pop (Paradise), der minimalistische R&B (Safety Net) und unzählige andere Köstlichkeiten machen ihre Zusammenstellung sogar perfekt. In erster Linie strahlt Nilüfer Yanya nur so vor Lebendigkeit, wie wir es derzeit im Pop und Rock leider selten erleben. Ein derartiges Ausmaß an musikalischem Charisma, Timbre und ausgereiften Texten mit erst 23 Jahren macht dieses Album mit Recht zu einem Qobuzissime! © Marc Zisman/Qobuz
Ab
HI-RES17,99 Fr.
CD11,99 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 22. März 2019 | SUB POP

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Die Verpackung ist faszinierend. Stetson-Kappe auf dem Kopf, Maske auf den Augen und fransiger Schleier über dem Mund, Orville Peck rückt vor wie ein weiterer maskierter Rächer, getarnt, behelmt, versteckt, bereit, sich Daft Punk, Cascadeur, The Residents, MF Doom und anderen SBTRKT-Projekten anzuschließen. Auf der gleichen Ebene sieht der Mann aus wie ein Cowboy, der aus einem Traum von David Lynch entkommen ist. Eine Art unwahrscheinliche Version des Lone Ranger, dieser fiktiven Figur, die 1933 in einer Hörspiel-Serie erschien, dann fünfzehn Jahre später in einer Fernsehserie, eine wahre Ikone der amerikanischen Popkultur.... Als er schließlich seinen Mund aufmacht, ist sein Gesang der eines zeitlosen Sängers. Diese veraltete Lover Stimme, die Orville Peck nie übertreibt, lässt an Elvis, Roy Orbison, Chris Isaak, Lloyd Cole und sogar Marlon Williams denken.  Mit Pony, seinem ersten (Qobuzissime!-)Album, das beim exzellenten Label Sub Pop erscheint, knüpft dieser Mysteriöse an ausgefallene romantische Balladen an. Er spielt grandiose Songs in einer Produktion, in der Hall, Twang-Gitarren, gedämpftes Schlagzeug und impressionistische Stahlgitarren die Oberhand gewinnen. Als ob Country und Shoegaze in einer heißen Nacht der Liebe einen Deal machen würden. Gebrochene Herzen, verlassene Motels, endlose Highways und verblasste westliche Landschaften, dies ist ein wunderschönes Album, das eine faszinierende Bildsprache offenbart, bei der Orville Peck der talentierte Maler ist. Alles, was bleibt, ist, die Augen zu schließen und mit ihm zu träumen © Marc Zisman/Qobuz
Ab
HI-RES23,99 Fr.
CD15,99 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 8. März 2019 | Alice Phoebe Lou

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Mit ihrer langen blonden Mähne und ihrem schmollenden Puppengesicht strahlt Alice Phoebe Lou wie die Sonne. Aber noch leuchtender als allein schon dieser Name, mit einem weichen Buchstaben nach dem anderen, ist diese kristallklare Stimme, die erstaunlich unbeschwert, mal hoch oben, mal tief unten, aber überall zu hören ist. Die aus der südafrikanischen Küstenstadt Cape Town kommende Blondine machte sich, sobald sie erwachsen war, auf den Weg ins graue Berlin. Auf die junge Alice, die zuvor schon nach Paris und Amsterdam gereist war, wirkt die deutsche Hauptstadt exotisch und irgendwann ist sie entschlossen – sie will nur noch von Luft und Liebe zur Musik leben. Schon vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums Orbit (2016) mit nüchternen Jazz- und Folkklängen hatte diese Weltenbummlerin so ihre Erfahrungen gemacht. Wenn man sie mit ihrer Gitarre hören wollte, brauchte man nur am Mauerpark entlang von einer Straße zur anderen, von einem Lokal in das nächste, bis zur Warschauer Straße zu gehen. „No Rules, no rules“, flüstert sie in Something Holy. Ihr Kredo gilt auch für die Musik. Mit diesem zweiten Werk, das als Fortsetzung von Orbit anzusehen ist, versetzt uns Alice in eine andere Galaxie, in der sie uns mit ihrer Engelsstimme Folk-, Blues- und Jazzträume beschert. Die zehn Tracks geben ihrer Stimme Raum und Zeit, sodass Paper Castles kompakt erscheint, und zugleich federleicht mit allerlei unauffällig schillernden Synthesizern. Bass und Gitarre, ganz diskret, oder Xylophon (Ocean), hallende Vocals oder verhallende Noten (Fynbos), hauchzarte Produktion und langsame Tempi (Galaxies) – Alice scheint mit ihrem Charme alles verzaubert zu haben. Wunderbar. © Charlotte Saintoin/Qobuz
Ab
HI-RES10,99 Fr.
CD7,99 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 26. Oktober 2018 | [PIAS] Le Label

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Wenn ein englischer Dandy mit einer unbefangenen Stimme, ein Pionier des French Touch und eine Riot-Grrrl-Sängerin – anders gesagt, Baxter Dury, Étienne de Crécy und Delilah Holliday – zusammenarbeiten, dann kommt es eben zu einer herbstlichen Überraschung. Die Geschichte begann Ende 2017 mit einer SMS, die ein etwas untätig herumsitzender Baxter Dury nach Paris sandte, um die eine Hälfte des Motorbass-Duos zu fragen, ob sie nicht ein paar Instrumentals herumliegen hätte. Daraufhin spielte sich zwischen dem Pariser Nordbahnhof und dem Londoner St Pancras so etwas wie ein Ballett ab, dem sich dann auch die Sängerin der Londoner Punk Combo Skinny Girl Diet anschloss, die auf ihrem ersten Mixtape Lady Luck Vol.1 im Frühjahr 2018 ein wahres Talent für den Soul/R&B an den Tag gelegt hatte. Das Trio trifft sich dann in jeder freien Minute im Studio von De Crécy, hält sich dabei an das Motto, es genauso einfach wie die Sleaford Mods zu machen, und zeugt schließlich „einen kleinen Mutanten der 80s, der noch nicht voll entwickelt ist“, wie Dury es ausdrückte. Etienne de Crécy hat also alle Schnörkel weggelassen, denn er serviert seinen Partnern im Grunde genommen Demos, also Synthie-Pop-Produktionen, die meist nur aus einem zuckenden Bass, einem Drum-Machine-Mix ganz im Hintergrund und einem Klavier bestehen. Und das funktioniert auch: die Single White Coats liefert den Beweis, dass man für einen guten Song nicht viel braucht, wenn es erstmal gute Sänger gibt. Die Stimmen sind die ganze Platte hindurch die eigentlichen Stimmungsmacher: Baxter Durys tiefes, gedämpftes Timbre antwortet den souligen Refrains von Delilah Holliday, ohne die diese Platte wohl ein bisschen eintönig geklungen hätte. „Etienne schuf den musikalischen Hintergrund für diese konfessionelle Geschichte und Delilah hat dem Ganzen irgendwie mehr Gefühl verliehen“, erzählt Dury. Es ist eine unwahrscheinliche Kombination, aber sie funktioniert, weil sie kurz, einfach und ehrlich ist.“ © Smaël Bouaici/Qobuz
Ab
HI-RES16,49 Fr.
CD10,99 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 26. Oktober 2018 | CRYBABY

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Francis Mallari, Elliot Berthault, Maxime Gendre, Simon Dubourg, Guillaume Rottier: fünf Jungs für einen herrlichen Post-Punk voller Gewalt. Rendez-Vous, das ist nicht nur ein Treffen mit fünf französischen Männern, sondern es handelt sich um in die Jahre gekommene feine Manieren, kalt wie die Eighties, aber erfrischend, bevor es noch so richtig losgeht. Französisch hört es sich nicht an. Das Quintett mixt reihenweise Einflüsse - von Fad Gadget bis hin zu Soft Moon - aber reine, nichtssagende Kopien erlauben sie sich nie. Nach zwei EPs, 2014 Rendez-Vous und 2016 The Distance, sind die Pariser einem finsteren Punk auf den Grund gegangen, der zwar kalt, aber glatt und elegant wie eine abgeschürfte Bodenfliese, jedoch nie anstößig ist. Es handelt sich um ein erstklassiges, romantisches Rendezvous in Schwarz-Weiß, aber es haut rein. Mit Francis' heiserer, klappriger Stimme, seiner demontierten Gitarre und seinen kaputten Synthies, vor allem mit dieser dick aufgetragenen (Sentimental Animal, Paralyzed) und ausführlichen Bassline, die damit einen anhaltenden, kriegerischen Rhythmus erzeugt, ohne in irgendeiner Weise strapaziert zu werden, gelang es Rendez-Vous, Rückgrat zu zeigen, Haltung zu wahren und zum Superior State überzuwechseln. Gleich beim ersten Stelldichein. Und das nur, um sich damit auf der Bühne auszutoben. Ausgezeichnet. © Charlotte Saintoin/Qobuz
Ab
HI-RES21,99 Fr.
CD15,49 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Oktober 2018 | Communion Group Ltd

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Es wäre schade, in Tamino-Amir Moharam Fouad nicht mehr als einen Erben von Jeff Buckley samt Radiohead in ihren Anfangszeiten zu sehen. Vor allem deswegen, weil der erst 21 Jahre alte, belgische Songwriter weit mehr auf seinem Debütalbum bietet; und das, obwohl Colin Greenwood, der Bassist der britischen Gruppe, auf der Platte vertreten ist… Der in Antwerpen geborene, von John Lennon begeisterte Tamino hat seine ägyptische Herkunft immer in einem Winkel seines, von einer pechschwarzen Haarmähne gezierten Kopfes behalten. Und die arabische Musik, die seine Mutter zuhause auflegte, zeigte dann eine ganz besondere Wirkung, wenn sie von seinem Großvater, dem Sänger und Schauspieler Muharram Fouad, stammte, der in den sechziger Jahren in Kairo ein Star war... Dieses Facettenreichtum steht in Taminos Musik im Mittelpunkt, die genauso dem Folk von Buckley wie dem Pop der Beatles, aber auch der unbefangenen Melancholie eines Leonard Cohen zu verdanken ist, der gleichfalls zu seinen Idolen zählt. Der dunkle Jüngling hat jedoch eine tödliche Waffe, mit der er diese disparaten Einflüsse unter einen Hut bringt: seine Stimme. Auch dieses Organ ist vielschichtig: Er kann es langsam in die Länge ziehen oder auch in ein umwerfendes Falsett übergehen, aber diese Technik setzt er nie bis zum Überdruss ein. Dieser Gesang macht Amir zu einem langen, fesselnden Roman. Eine lehrreiche Erzählung, die mal träumerisch (mit schlichtem Folk in Verses), mal stimmungsvoll wirkt, wie etwa in den mit arabisch klingenden Saiteninstrumenten untermalten Passagen in So It Goes, Each Time und Intervals. Ein Best of Qobuz, ein Qobuzissime, der seine originelle und berührende Poesie umso mehr zur Geltung bringt, je öfter man sie hört. © Marc Zisman/Qobuz

Das Genre

Alternativ und Indie im Magazin