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Die Alben

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R&B - Erschienen am 1. November 2019 | Stones Throw

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Zwischen Khartum und Cleveland liegen 10 000 Kilometer. Diese Distanz überwindet Brittney Parks alias Sudan Archives auf ihrem wunderbaren Debütalbum Athena mit zwei Bogenstrichen. Die 24-jährige, in Ohio aufgewachsene Amerikanerin schlägt solide und unwahrscheinliche Brücken zwischen Klängen und Kontinenten. Und ihr zeitgemäßer, sehnsuchtsvoller und verträumter Soul ähnelt keinem anderen… Ihre Lieblingswaffe ist die in der von ihr heißgeliebte Violine. Und diesen Klang nimmt sie mit an Bord ihres elektronischen Geflechts mit von Hip-Hop geprägten Beats. Übrigens spielte Sudan Archives 2016 mit einer Neufassung von Kendrick Lamars King Kunta (den sie auf Queen Kunta umtaufte), wobei sie nur ihre Stimme, diese Violine und einen kleinen Pedaleffekt zum Einsatz brachte. Die Idee für ihre ungewöhnlichen Fusionen holte sich die inzwischen in Los Angeles lebende Musikerin von den Einspielungen des im Jahre 2001 verstorbenen Kameruners Francis Bebey, der auf einzigartige Weise afrikanische Musik und elektronische Minimal Music miteinander verarbeitete. Athena erscheint bei Stones Throw, dem hervorragenden Label von Peanut Butter Wolf, das sich auf allerlei Arten Funk spezialisiert hat, während Sudan Archives sich hier in erster Linie mit dem Erbe der Underground-Soul-Königinnen (Erykah Badu, Solange) beschäftigt, ohne jedoch ihre originelle Eigenart preiszugeben. Und ihr afro-futuristischer R&B mit dieser vielschichtigen Klangwelt enthält ausreichend avantgardistische Strukturen, um die Konkurrenz hinter sich zu lassen. Ein sanfter Schock, aber es haut einen definitiv um. © Marc Zisman/Qobuz
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Soul - Erschienen am 14. Juli 2017 | Stones Throw Records

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Soul - Erschienen am 1. November 2019 | Stones Throw Records

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R&B - Erschienen am 28. August 2019 | Stones Throw

Hi-Res
Mit ihren beiden vorangegangenen EPs machte sich Sudan Archives bereits einen Namen, der für ein Soundgemisch aus nordafrikanischen Geigenklängen, elektronischen Sphären und samtig-weichem Gesang steht. Mit ihrem Debütalbum "Athena" öffnet sich die in Kalifornien lebende Künstlerin einem größeren Publikum und klingt deutlich poppiger als zuvor. Das dürfte nicht jedem gefallen. Zugegeben, an einigen Stellen wirkt "Athena" etwas zu glatt poliert und arg theatralisch. Besonders zu Beginn, in "Did You Know" und "Confessions" beispielsweise, übermalen seichte R'n'B-Melodien ihre abrupte und eigensinnige Rhythmik. Mit jedem Song aber nimmt das Album an Fahrt auf und entfaltet seine spannende Atmosphäre. So erinnert "Down On Me" stark an die Ästhetik der "Sink"-EP, trotz großformatig angelegter Streicher in der Hook. "Green Eyes" nimmt sogar den Sound der ersten, selbstbetitelten EP wieder auf und liefert mit seiner kreisenden, energetischen Dynamik einen ersten kleinen Hit, bevor mit "Island Moss" eine Ballade im Sudan-Style erfolgt. Trotz des auf das große Publikum schielenden Einstiegs gibt es auf "Athena" keinen Song, der nicht gefällt. Jedes Stück besitzt seinen ganz eigenen Charme, mal abstrakt-verträumt, mal düster-verspult, mal durch einen Strudel von Synth-Ebenen fliegend, wie in "Stuck". Mit "Coming Up", der Vorab-Single "Glorious" und "Honey" liefert Sudan Archives allerdings drei Songs, die selbst aus dieser besonderen Masse herausstechen. "Coming Up" leiert sich mit kalter Trauer bis zur Hook, die dann wie eine Welle förmlich über einem zusammenbricht. Der Song handelt vom Zerbrechen einer Beziehung - eine Thematik, die sich vermehrt auf "Athena" wiederfindet. "So codependent, so distracted, so conflicted / Don't pretend that you can change my mind now / you know the limit" - ihre Worte treffen mit abgeklärter Präzison und beschreiben ein Gefühl, das wohl jeder kennen dürfte. "Went from you and I to what are we and who am I / if I gotta choose a side you stay on yours an I'll stay on mine." "Glorious" hingegen zieht von Beginn an in den Bann. Die hier an irische Folklore erinnernden Geigen bilden die Wegmarken des Songs, der sich aufbäumt und wieder einfängt und mit D-Eight das einzige Feature beinhaltet. Der Rapper aus Ohio ergänzt die Atmosphäre des Songs mit seiner breitspurigen Stimme, wodurch "Glorious" endgültig zum Lowrider mutiert. Ein gänzlich anderes Format bedient "Honey". Mit Erykah-eskem Vibe sowie Jazz-Bass und -Attitüde klingt der vorletzte Song deutlich verkopfter. Über seine Spielzeit baut er eine ergreifende Intensität auf, die sich in unendlich weiten, nebeligen Synthie-Flächen auflöst. Ein starkes Stück, das eine ziemlich simple Botschaft vermittelt: "Ich wollt's dir ja nicht sagen Honey, aber er dein Boy ist ein ***." Dass Titel und Cover auf die griechische Göttin der Weisheit, Kunst und des Kampfes verweisen macht nach genauerem Hinhören auch Sinn: Sudan Archives verarbeitet auf ihrem Debüt auf kunstfertige Weise Emotionen und Situationen, die in gewisser Weise einen Konflikt mit sich oder anderen voraussetzen. Trotz der stark persönlichen Texte wird die Sängerin an keiner Stelle boshaft, sondern liefert mit ihren Versen distanziert neugierige Beobachtungen, die durchaus als lyrisch durchgehen. Durch die Vielseitigkeit der einzelnen Songs vermittelt "Athena" nicht die Einheitlichkeit eines in sich geschlossenen Werkes. Das macht aber auch nichts. Das Album gleicht vielmehr einem Fluss, der hier zufälligerweise an die Erdoberfläche tritt. Sein Wasser schimmert hier und da in der Umgebung und der Flusslauf spielt mal energischer, mal sanfter mit seiner Umgebung, bevor er wieder irgendwo unter der Erde verschwindet. Wer weiß schon, wo er das nächste Mal wieder auftaucht? © Laut
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Soul - Erschienen am 25. Mai 2018 | Stones Throw Records

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R&B - Erschienen am 16. Oktober 2019 | Stones Throw

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Electronic - Erschienen am 16. Oktober 2019 | Stones Throw

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Electronic - Erschienen am 28. August 2019 | Stones Throw

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Electronic - Erschienen am 28. September 2017 | Stones Throw Records

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Soul - Erschienen am 6. Juli 2020 | colorsxstudios

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Soul - Erschienen am 21. Januar 2020 | colorsxstudios

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Soul - Erschienen am 5. April 2018 | Stones Throw Records

Der Interpret

Sudan Archives im Magazin