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Patrick Wolf - The Magic Position (Digital Bundle)

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The Magic Position (Digital Bundle)

Patrick Wolf

Verfügbar in
16-Bit CD Quality 44.1 kHz - Stereo

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Der Wolf im Schafspelz! Auf des Superexzentrikers dritten Geniestreich teilen sich Himmelhochjauchzend und Zutodebetrübt erstmals einen Tisch am Emotionsbuffet. Eine ungehörte Lebensbejahung kontrastiert die bekannten Leiden des jungen W., "wonderful", "smile" und "open up" sind die ersten Vokabeln, die uns der Südlondoner Songwriter entgegen dröhnt. Post-Tristesse und Pomp-Pop statt dunklem Elektro-Folk. Und in Form und Funktion das alles überragende Statement: "I'm singing in the major key!" Fast kitschige Euphorie hat im Theater der Empfindsamkeiten Einzug gehalten, ein Novum, auf das uns selbst das Knallbonbon von Kirmescover nur unzureichend vorbereiten konnte. Entnimmt man dem Jewelcase jedoch das Corpus Delicti, offenbart sich auch die dort abgebildete Sumpflandschaft: Auf der anderen Seite des Regenbogens aus Kinderchor, Technobeats und Glockenspiel - bzw. in der CD-Mitte - lauern weiterhin schwarzblaue und giftgrüne Abgründe. Etwa wenn Marianne Faithfulls zerklüftetes Organ sich den Multi-Intrumentalisten in einer auf Stimme, Klavier und Violine reduzierten Oper gehörig zur Brust nimmt. Im Krebsgang zum kleinen unsicheren Jungen verfällt der Protagonist in der Vollmondschwärmerei "Augustine" erneut den Mollakkorden. Der "Secret Garden" verspricht Zuflucht, hält aber für den Verirrten nur Xiu Xiu-Tribute-Noise bereit. Ambivalenz auch hinten raus: Auf die adoleszente Atari-Hymne folgt das verzärtelte Chanson folgt der elektronischste Happen des Albums. Am Ende sind wir so schlau als wie zuvor – wenigstens in Bezug auf das Mysterium Patrick, der Privatmensch. Musikalisch hat sich Wolf abermals neu erfunden und lockt alle paar Meter auf falsche Fährten. Wir fallen rein, suhlen uns im Gefühlschaos und haben Spaß dabei. Authentisch oder einstudiert ist in diesem Fall einerlei. Wie sagt man in Disneyland? Ente gut, alles gut.
© Laut

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Patrick Wolf

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1
The Magic Position
00:03:56

Jeremy Shaw, Unknown, Other - Andreas Kaufmann, Violin, AssociatedPerformer - Patrick Wolf, Producer, Dulcimer, Background Vocalist, MainArtist, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - Flip Philip, Glockenspiel, AssociatedPerformer - Mark Rudland, Trombone, AssociatedPerformer - Richard Eigner, Drums, AssociatedPerformer - Derek Apps, Bass Clarinet, AssociatedPerformer - Victoria Sutherland, Violin, AssociatedPerformer - Alexej Barer, Violin, AssociatedPerformer - Raphael Handschuh, Viola, AssociatedPerformer - Rozaliya Rashkova, Cello, AssociatedPerformer

℗ 2007 Polydor Ltd. (UK)

2
On Sussex Downs
00:03:06

Patrick Wolf, MainArtist, ComposerLyricist

℗ 2007 Polydor Ltd. (UK)

Albumbeschreibung

Der Wolf im Schafspelz! Auf des Superexzentrikers dritten Geniestreich teilen sich Himmelhochjauchzend und Zutodebetrübt erstmals einen Tisch am Emotionsbuffet. Eine ungehörte Lebensbejahung kontrastiert die bekannten Leiden des jungen W., "wonderful", "smile" und "open up" sind die ersten Vokabeln, die uns der Südlondoner Songwriter entgegen dröhnt. Post-Tristesse und Pomp-Pop statt dunklem Elektro-Folk. Und in Form und Funktion das alles überragende Statement: "I'm singing in the major key!" Fast kitschige Euphorie hat im Theater der Empfindsamkeiten Einzug gehalten, ein Novum, auf das uns selbst das Knallbonbon von Kirmescover nur unzureichend vorbereiten konnte. Entnimmt man dem Jewelcase jedoch das Corpus Delicti, offenbart sich auch die dort abgebildete Sumpflandschaft: Auf der anderen Seite des Regenbogens aus Kinderchor, Technobeats und Glockenspiel - bzw. in der CD-Mitte - lauern weiterhin schwarzblaue und giftgrüne Abgründe. Etwa wenn Marianne Faithfulls zerklüftetes Organ sich den Multi-Intrumentalisten in einer auf Stimme, Klavier und Violine reduzierten Oper gehörig zur Brust nimmt. Im Krebsgang zum kleinen unsicheren Jungen verfällt der Protagonist in der Vollmondschwärmerei "Augustine" erneut den Mollakkorden. Der "Secret Garden" verspricht Zuflucht, hält aber für den Verirrten nur Xiu Xiu-Tribute-Noise bereit. Ambivalenz auch hinten raus: Auf die adoleszente Atari-Hymne folgt das verzärtelte Chanson folgt der elektronischste Happen des Albums. Am Ende sind wir so schlau als wie zuvor – wenigstens in Bezug auf das Mysterium Patrick, der Privatmensch. Musikalisch hat sich Wolf abermals neu erfunden und lockt alle paar Meter auf falsche Fährten. Wir fallen rein, suhlen uns im Gefühlschaos und haben Spaß dabei. Authentisch oder einstudiert ist in diesem Fall einerlei. Wie sagt man in Disneyland? Ente gut, alles gut.
© Laut

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