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Die Alben

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Rock - Erschienen am 4. April 2011 | Domino Recording Co

Auszeichnungen Sélection Les Inrocks
Als der Rock'n'Roll sich immer mehr aufblähte und der gitarrenverzerrte Crossover nahezu aller gängigen Bereiche aus den Fugen zu platzen drohte, besannen sich Bands wie The White Stripes, The Black Keys und nicht zuletzt auch The Kills auf das Fundament ihres Genres. Sie speckten ab; nicht nur personell, sondern vor allem musikalisch. Der Blues hielt wieder Einzug, auch wenn in einer sehr individuell-abstrakten Form. Gleichzeitig wurde die Instrumentierung auf ein Minimum beschränkt. Gesang und Gitarre bilden die Eckpfeiler, sporadisch unterstützt von simplen Bass-Drum- und Snare-Spielereien, die, wie im Falle von The Kills, gerne auch die Technik in Form eines Drum Computers, übernimmt. "Wir bieten auf dem neuen Album nur noch Haut und Knochen", so kündigte The Kills-Gitarrist Jamie Hince unlängst ihr mittlerweile viertes Machwerk "Blood Pressure" an. Der Blutdruck sinkt zu keiner Zeit auf gefährlich einschläfernde Werte; stattdessen sorgt bereits die Eröffnung mit dem schleppenden "Future Starts Slow" für höchste Aufmerksamkeit. Die verruchte Stimmfarbe von Alison Mosshart und das leicht darunterliegende Kontrast-Organ von Jamie Hince bilden einen einzigartigen Stimmen-Mix, der sich der trügerisch geschmeidigen Atmosphäre perfekt anpasst. Die erste Single "Satellite" weckt Erinnerungen an die poppigere Grundstruktur des Vorgängers "Midnight Boom" und auch "Heart Is A Beating Drum" klingt vermeintlich nach einem Überbleibsel dieser Sessions. Allerdings sorgen die punktuell eingesetzten dreckigen Riffs von Jamie Hince immer wieder für die nötigen Kanten an der vermeintlich glatten Oberfläche. Während das Lo-Fi-Spektakel in Songs wie "Nail in My Coffin", "Damned If She Do" oder auch "You Don't Own The Road" in seiner ganzen Pracht aufblüht und die Melange aus Feedback-Gitarren und fauchenden Vocals auf den Höhepunkt getrieben wird, verleiten "The Last Goodbye" oder auch der Rausschmeißer "Pots And Pans" zu triefender Melancholie und bilden eine wohltuende Ruhephase. Textlich bewegt sich das Neo-Blues-Duo zwischen verschmähter Liebe, defekten Raumflugkörpern und allerlei sonstigen ironischen Zweideutigkeiten. Wem "Midnight Boom" zu poppig war, der wird sich an "Blood Pressures" erfreuen. The Kills sind wieder zurück in der Garage. Auch wenn Jamie Hince gerne von 'Haut und Knochen' spricht: "Blood Pressures" ist zwar definitiv minimalistisch in seiner Instrumentierung, dennoch besticht das Album vor allem mit seiner Komplexität und Vielschichtigkeit. Chapeau. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. März 2008 | Domino Recording Co

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Man muss Pete Doherty dankbar sein. Nicht nur für seine mit den Libertines und den Babyshambles errungenen Verdienste um anspruchsvolles Songwriting, sondern auch dafür, seine damalige Ex-Freundin Kate Moss von ihrem kurzzeitigen Seelentrösterfreund Jamie Hince wieder losgeeist zu haben. Es sind auch so lange drei Jahre geworden bis zum erneuten Lebenszeichen der Kills seit "No Wow", diesem zäh fließenden Sturzbach minimalistischer Dirtbanger. Gitarrist, Drummer und Sänger Jamie Hince und sein um keinen Spreizschritt verlegenes Bühnenluder Alison Mosshart reisten und diskutierten viel, um nicht hinterrücks von der stets lauernden Welle der Stagnation mitgerissen zu werden. Gefahr erkannt und gebannt: "Midnight Boom" ist ein so nicht erwarteter Schlag in die Magengrube, unvermittelt, lange anhaltend und unter maßgeblicher Beteiligung des Elektro- und Hip Hop-Produzenten Alex Epton. Dessen Combo Spank Rock erarbeitete sich in weniger als zwei Jahren den Ruf, mittels schmutziger Beats und anzüglicher Inhalte die Clubmusik zu reformieren. Hince roch den Punk-Anstrich in den verwegenen Rhythmus-Patterns des Trios aus Philadelphia und hoffte auf kantige Synergie-Effekte; ein Versprechen, das alleine die Single-Gorillas "U.R.A. Fever" und "Cheap And Cheerful" in furioser Manier einlösen. Es rattern die Vintage-Drumsequencer im Wettstreit mit knarzendem Gitarren-Feedback, bereichert nach altem Rezept von Mossharts mal laszivem, mal feurigem, immer eindringlichem Vortrag. Kills-Platten, man wusste es ja eigentlich, kann man nur laut hören. "I am a fever / I am a fever / I ain't born typical" - die neue Hymne der Ausgegrenzten featuret eine der Killer-Hooklines des Jahres. Und vielleicht auch eine Verbeugung vor einer ganz ähnlichen Ode an soundtechnische Reduktion: "I got a fever! And the only prescription is more cowbell!" Mit besten Grüßen an Christopher Walken: diese Band besitzt dank ihrem neuen Herzschlag-Verschieber Epton nun endgültig ihr ganz eigenes Metronom. Der auf einem Gospelrhythmus basierende Opener steigert sich, um Handclaps verstärkt, mit verzerrter Gitarre und wechselseitigem Sprechgesang zu einem dunkel dräuenden Beatgewitter, gleich danach purzeln in "Cheap And Cheerful" hochgetunte beats per minute auf knochentrockende Snares. Die analoge Soundästhetik, man hätte es sich denken können, steht der Band hervorragend. Von Kinder-Abzählreimen und Wiegenliedern sei man zu Beginn der Aufnahmen fasziniert gewesen, erzählt das Duo in Interviews, was sich neben dem Opener auch in dem sanften "Black Balloon", dem monotonen "Sour Cherry" oder "Alphabet Pony" ablesen lässt, letzteres könnte glatt als Remix eines '78er Cure-Songs durchgehen. Die Höhepunkte wechseln mit jeder neuen Hörrunde: Eben noch der beißende "Tape Song", der erst im Refrain explodiert, dann das wieder zweistimmig vorgetragene, in Suicide-Manier wabernde "Getting Down" oder das trashig scheppernde, dabei bittersüße "Last Day Of Magic". Einzig das laute "Hook And Line" könnte auch ein Song der Vorgängeralben sein. Bevor die knapp 35-minütige Vorstellung tatsächlich mit einem leisen Wiegenlied zu Ende geht (höre nur ich da die "Plainsong"-Akkorde oder wirkt das Cure-Konzert von neulich noch nach?), fordern Hince und Mosshart in "What New York Used To Be" die aufregenden, weil kunst- und freakdurchsetzten Zeiten des Big Apple zurück, der aufgrund der zunehmend rigideren Sicherheitsvorschriften der Giulianis und Bloombergs heute eher einem keimfreien Ort ähnelt. Da haben wir sie wieder, unsere Kunstrevoluzzer, deren romantisierte Vorstellung des Musikers als getriebener, von der Gesellschaft abgekoppelter Außenseiter sich Doherty-gleich schon am Cover-Artwork ablesen lässt: Literatur, Musik, bildende Kunst; braucht man mehr zum leben (außer vielleicht Socken)? So lange "Midnight Boom" dabei ist, fällt die Antwort schwer. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. Dezember 2020 | Domino Recording Co

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Alternativ und Indie - Erschienen am 3. Juni 2016 | Domino Recording Co

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Alison Mosshart und Jamie Hince sind zurück und immer noch das wohl heißeste Rock’n’Roll Duo auf diesem Planeten. Mit Ash & Ice erfreuen The Kills uns nun mit ihrem messerscharfen und kraftvollen Gitarrensound mit einem Vintage-Rhythmus, auf den wir gewartet haben. Dieses fünfte Album ist besonders für Hince ein Geschenk, da er unter einer schlimmen Sehnenscheidenentzündung litt und als Konsequenz nach nicht weniger als sechs Operationen das Gitarrespielen neu erlernen musste. Aber auch für uns ist dieses wundervolle Album ein Geschenk, in dem das gewöhnlicherweise dunkle Universum der Kills hin und wieder leuchtend und hell funkelt. ©MD/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Februar 2003 | Domino Recording Co

Mal wieder das neue Ding gefällig? The Kills können damit dienen, gelten sie auf der britischen Insel doch gerade als die Quasi-Retter des Rock'n'Roll. Immer wieder gerne, mag man sich da denken. Wenigstens sind Jamie Hence und Alison Mosshart nicht aus New York – sondern aus London. Klingen trotzdem nach NY. Und sehen auch so aus: Hipster, Beatnik, Schnorrer, Junkie or whatever en galore. Man kann The Kills sicherlich vorwerfen, dass sie mit der Lo-Fi-Schiene hausieren gehen: "We bought a couple of two dollar guitars and played in basements", weiß Sängerin VV alias Alison zu berichten. Und natürlich waren die Aufnahmegeräte das Mieseste was der Sperrmüll-Markt hergegeben hat. Und noch bevor der staubtrockene und spärliche Opener "Superstition" einen Ton von sich geben kann, knattert das abgewrackte Mikro böse vor sich hin. Das ist alles nicht gerade neu, aber leider trotzdem immer noch cool. Dann läuft die Killer-Maschine allerdings auf Hochtouren und holt selbst zu zweit noch das letzte Fünkchen Rock aus ihren alten Vox-Verstärker. Es wird draufgehauen, meine Herren. Auf die Saiten, auf die Snare, auf alles was sich bewegt. Bitterböse spielt das Duo einen extrem spartanischen punky Blues, der nur eine Begierde zu stillen scheint: das Rocken. Ohne eine komplette Beherrschung der Instrumente, aber mit dem wichtigeren Sinn für das gute Riff (man höre nur auf die ersten Sekunden von "Fried My Little Brains"). An manchen Stellen hätte es aber doch etwas dichter ausfallen können. So powervoll wie im Über-Hit "Cat Claw" klingen die Instrumente leider nicht konstant. Da wäre noch Platz für mehr. Zum Beispiel für Ideen, mit denen The Kills nicht gerade überausgestattet sind. Den düsteren Blues mit Schraddel-Gitarren haben sie dafür aber richtig raus. Wenn auch nur in zwei Varianten: laut ("Fuck The People") und leise ("Kissy Kissy"). Die erst 23-jährige Alison kann mit ihrer dunklen, manchmal etwas röchelnden Stimme alles was sich Rockröhre nennt (von Doro Pesch bis Bonnie Tyler) in die Tüte stecken. Überzeugend mimt sie hier noch das nette Schulchor-Mädchen und klingt in der nächsten Sekunde schon von Kopf bis Fuß wie eine üble Whiskey-Bitch. Sie und Karen O von den Yeah Yeah Yeahs sind die kommenden Rock-Girls, die den Herren endlich mal wieder den Riegel vorschieben, ohne dabei in eine Guano Apes-Power-Frau-Masche abzudriften. Auch wenn The Kills bestimmt nicht das Höchste der musikalischen Gefühle sind, bedienen sie einen doch mit einer rohen und einfach gehaltenen Rock-Platte, deren Reinheit für den Moment bestens funktioniert. Ob The Kills aber genug Sprit für ein zweites Album im Tank haben, ist aber eine andere Geschichte. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Februar 2005 | Domino Recording Co

Als nächstes kommt eine total durchgeschossene Band, besser gesagt ein Duo, das es sich halb in England und halb in Amerika gemütlich gemacht hat, um einer Form von Rock'n'Roll zu huldigen, die anderen "The"-Bands wie den Strokes oder den Killers - und die bitte niemals verwechseln, liebe Leute! - mal so richtig den Allerwertesten kaputt haut. Freunde dieser Sendung erinnern sich natürlich an die hier gepriesene Band, bzw. an das formidable, um nicht zu sagen superbe Video zu "Fried My Little Brains" der Formation The Kills, die vor etwa zwei Jahren ein ultra-rohes, Hirn- und Darmtrakt zermalmendes - und da spreche ich keineswegs nur für mich! - Debütalbum vorgelegt haben. So ähnlich hätte Charlotte Roche dieser Tage wohl die beiden Punkrocker von The Kills in ihrer Sendung "Fast Forward" anmoderiert. Dass die Veröffentlichung eines zweiten Albums eher als Überraschung zu werten ist, hätte die Indie-Expertin sicher auch nicht vergessen zu betonen. Fürchtete doch nicht nur Kollege Schiedel damals angesichts des aggressiven Untertons der Kills-Kompositionen ein Zerstörungspotenzial, dem sich die Protagonisten VV (Gesang) und Hotel (Gitarre) anschließend auf einer 18 Monate andauernden Tournee wie eine kampflustige Raubkatze im Fieber entgegenstellten. Auch "No Wow" steckt wieder voller Krallen, die sich einem hinterrücks in die Haut schlagen. Da mag der gleichnamige Opener, ähnlich der Single "The Good Ones", mit trippelnden, steinalten Computerdrums noch so eine familienfreundliche Vorstellung ankündigen. Das Blut rinnt bald in Bächen. The Kills sind noch dunkler geworden, die Songstrukturen noch minimaler, das Ergebnis, genau wie das RAF-kompatible Cover: böse. Aufgeplatzte Adern, Schürfwunden, Blut, Liebe. Nicht weniger vermittelte seinerzeit ein Kills-Auftritt im Münchner Hansa 39, wo sich Sängerin VV vor etwa 40 Zuschauern zu den Riffs und Hard Disc-Beats ihres Kollegen kettenrauchend auf dem Boden wälzte, als gelte es, den Lebenslauf von Iggy Pop in 45 Minuten nachzustellen. Ob Album-Hits oder Durchhänger; sämtliche Kills-Songs verwoben sich an jenem Abend zu einem Rausch aus Adrenalin, Magie und Sex. Ein bisschen von allem muss das Duo auch beim neuerlichen Songwriting-Prozess im US-Kaff Benton Harbor/Michigan freigesetzt haben. Eineinhalb Stunden von Chicago und der Zivilisation entfernt, kleben die Kills Mitte vergangenen Jahres ihre neuen Stücke zusammen. Als Beatnik-Bewunderer arbeiten sie nach wie vor gerne mit Textcollagen aus Tagebucheinträgen, bleiben bewusst vieldeutig, und besingen auch mal ohne ironische Brechung einen Supermarkt-Einkauf in God's own Niemandsland, um genau damit die gefühlte Oberflächlichkeit der Gegenwart anzuprangern. "There ain't no wow now" predigen sie im Opener und begeben sich anschließend auf Sinnsuche in einer schnellebigen, scheinbar inhaltsarmen Welt. Tragik und Wut lagen bei den Kills schon immer nahe beisammen. Die neuen Songs klingen jedoch kompakter und zielgerichteter als noch vor zwei Jahren, ob im zeternden Electro-Punk von "Love Is A Deserter" oder dem früher nicht für möglich gehaltenen Melodie-Ausbruch in "Rodeo Town". Stooges, Velvet Underground, Patti Smith; "No Wow" klingt wie eine digital überarbeitete Demokassetten-Bewerbung fürs CBGB's aus dem Jahr 1976. Auch die Umstände stimmen: Alle Songs wurden in 47 Tagen komponiert, gemixt und tiptop aufgenommen. Wow! © Laut
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Rock - Erschienen am 10. März 2008 | Domino Recording Co

Man muss Pete Doherty dankbar sein. Nicht nur für seine mit den Libertines und den Babyshambles errungenen Verdienste um anspruchsvolles Songwriting, sondern auch dafür, seine damalige Ex-Freundin Kate Moss von ihrem kurzzeitigen Seelentrösterfreund Jamie Hince wieder losgeeist zu haben. Es sind auch so lange drei Jahre geworden bis zum erneuten Lebenszeichen der Kills seit "No Wow", diesem zäh fließenden Sturzbach minimalistischer Dirtbanger. Gitarrist, Drummer und Sänger Jamie Hince und sein um keinen Spreizschritt verlegenes Bühnenluder Alison Mosshart reisten und diskutierten viel, um nicht hinterrücks von der stets lauernden Welle der Stagnation mitgerissen zu werden. Gefahr erkannt und gebannt: "Midnight Boom" ist ein so nicht erwarteter Schlag in die Magengrube, unvermittelt, lange anhaltend und unter maßgeblicher Beteiligung des Elektro- und Hip Hop-Produzenten Alex Epton. Dessen Combo Spank Rock erarbeitete sich in weniger als zwei Jahren den Ruf, mittels schmutziger Beats und anzüglicher Inhalte die Clubmusik zu reformieren. Hince roch den Punk-Anstrich in den verwegenen Rhythmus-Patterns des Trios aus Philadelphia und hoffte auf kantige Synergie-Effekte; ein Versprechen, das alleine die Single-Gorillas "U.R.A. Fever" und "Cheap And Cheerful" in furioser Manier einlösen. Es rattern die Vintage-Drumsequencer im Wettstreit mit knarzendem Gitarren-Feedback, bereichert nach altem Rezept von Mossharts mal laszivem, mal feurigem, immer eindringlichem Vortrag. Kills-Platten, man wusste es ja eigentlich, kann man nur laut hören. "I am a fever / I am a fever / I ain't born typical" - die neue Hymne der Ausgegrenzten featuret eine der Killer-Hooklines des Jahres. Und vielleicht auch eine Verbeugung vor einer ganz ähnlichen Ode an soundtechnische Reduktion: "I got a fever! And the only prescription is more cowbell!" Mit besten Grüßen an Christopher Walken: diese Band besitzt dank ihrem neuen Herzschlag-Verschieber Epton nun endgültig ihr ganz eigenes Metronom. Der auf einem Gospelrhythmus basierende Opener steigert sich, um Handclaps verstärkt, mit verzerrter Gitarre und wechselseitigem Sprechgesang zu einem dunkel dräuenden Beatgewitter, gleich danach purzeln in "Cheap And Cheerful" hochgetunte beats per minute auf knochentrockende Snares. Die analoge Soundästhetik, man hätte es sich denken können, steht der Band hervorragend. Von Kinder-Abzählreimen und Wiegenliedern sei man zu Beginn der Aufnahmen fasziniert gewesen, erzählt das Duo in Interviews, was sich neben dem Opener auch in dem sanften "Black Balloon", dem monotonen "Sour Cherry" oder "Alphabet Pony" ablesen lässt, letzteres könnte glatt als Remix eines '78er Cure-Songs durchgehen. Die Höhepunkte wechseln mit jeder neuen Hörrunde: Eben noch der beißende "Tape Song", der erst im Refrain explodiert, dann das wieder zweistimmig vorgetragene, in Suicide-Manier wabernde "Getting Down" oder das trashig scheppernde, dabei bittersüße "Last Day Of Magic". Einzig das laute "Hook And Line" könnte auch ein Song der Vorgängeralben sein. Bevor die knapp 35-minütige Vorstellung tatsächlich mit einem leisen Wiegenlied zu Ende geht (höre nur ich da die "Plainsong"-Akkorde oder wirkt das Cure-Konzert von neulich noch nach?), fordern Hince und Mosshart in "What New York Used To Be" die aufregenden, weil kunst- und freakdurchsetzten Zeiten des Big Apple zurück, der aufgrund der zunehmend rigideren Sicherheitsvorschriften der Giulianis und Bloombergs heute eher einem keimfreien Ort ähnelt. Da haben wir sie wieder, unsere Kunstrevoluzzer, deren romantisierte Vorstellung des Musikers als getriebener, von der Gesellschaft abgekoppelter Außenseiter sich Doherty-gleich schon am Cover-Artwork ablesen lässt: Literatur, Musik, bildende Kunst; braucht man mehr zum leben (außer vielleicht Socken)? So lange "Midnight Boom" dabei ist, fällt die Antwort schwer. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 2. Juni 2017 | Domino Recording Co

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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. Oktober 2020 | Domino Recording Co

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Alternativ und Indie - Erschienen am 29. Oktober 2020 | Domino Recording Co

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. April 2003 | Domino Recording Co

Mal wieder das neue Ding gefällig? The Kills können damit dienen, gelten sie auf der britischen Insel doch gerade als die Quasi-Retter des Rock'n'Roll. Immer wieder gerne, mag man sich da denken. Wenigstens sind Jamie Hence und Alison Mosshart nicht aus New York – sondern aus London. Klingen trotzdem nach NY. Und sehen auch so aus: Hipster, Beatnik, Schnorrer, Junkie or whatever en galore. Man kann The Kills sicherlich vorwerfen, dass sie mit der Lo-Fi-Schiene hausieren gehen: "We bought a couple of two dollar guitars and played in basements", weiß Sängerin VV alias Alison zu berichten. Und natürlich waren die Aufnahmegeräte das Mieseste was der Sperrmüll-Markt hergegeben hat. Und noch bevor der staubtrockene und spärliche Opener "Superstition" einen Ton von sich geben kann, knattert das abgewrackte Mikro böse vor sich hin. Das ist alles nicht gerade neu, aber leider trotzdem immer noch cool. Dann läuft die Killer-Maschine allerdings auf Hochtouren und holt selbst zu zweit noch das letzte Fünkchen Rock aus ihren alten Vox-Verstärker. Es wird draufgehauen, meine Herren. Auf die Saiten, auf die Snare, auf alles was sich bewegt. Bitterböse spielt das Duo einen extrem spartanischen punky Blues, der nur eine Begierde zu stillen scheint: das Rocken. Ohne eine komplette Beherrschung der Instrumente, aber mit dem wichtigeren Sinn für das gute Riff (man höre nur auf die ersten Sekunden von "Fried My Little Brains"). An manchen Stellen hätte es aber doch etwas dichter ausfallen können. So powervoll wie im Über-Hit "Cat Claw" klingen die Instrumente leider nicht konstant. Da wäre noch Platz für mehr. Zum Beispiel für Ideen, mit denen The Kills nicht gerade überausgestattet sind. Den düsteren Blues mit Schraddel-Gitarren haben sie dafür aber richtig raus. Wenn auch nur in zwei Varianten: laut ("Fuck The People") und leise ("Kissy Kissy"). Die erst 23-jährige Alison kann mit ihrer dunklen, manchmal etwas röchelnden Stimme alles was sich Rockröhre nennt (von Doro Pesch bis Bonnie Tyler) in die Tüte stecken. Überzeugend mimt sie hier noch das nette Schulchor-Mädchen und klingt in der nächsten Sekunde schon von Kopf bis Fuß wie eine üble Whiskey-Bitch. Sie und Karen O von den Yeah Yeah Yeahs sind die kommenden Rock-Girls, die den Herren endlich mal wieder den Riegel vorschieben, ohne dabei in eine Guano Apes-Power-Frau-Masche abzudriften. Auch wenn The Kills bestimmt nicht das Höchste der musikalischen Gefühle sind, bedienen sie einen doch mit einer rohen und einfach gehaltenen Rock-Platte, deren Reinheit für den Moment bestens funktioniert. Ob The Kills aber genug Sprit für ein zweites Album im Tank haben, ist aber eine andere Geschichte. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. März 2018 | Domino Recording Co

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Rock - Erschienen am 30. November 2002 | Domino Recording Co

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Alternativ und Indie - Erschienen am 24. Mai 2017 | Domino Recording Co

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Alternativ und Indie - Erschienen am 25. Februar 2008 | Domino Recording Co

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2012 | Domino Recording Co

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Rock - Erschienen am 7. Februar 2005 | Domino Recording Co

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Alternativ und Indie - Erschienen am 27. Juni 2011 | Domino Recording Co

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Rock - Erschienen am 12. März 2009 | Domino Recording Co

Der Interpret

The Kills im Magazin