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Die Alben

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Pop/Rock - Erschienen am 8. Oktober 2012 | Ninja Tune

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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. Juli 2014 | R'COUP'D

Hi-Res
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Pop/Rock - Erschienen am 25. Mai 2009 | Ninja Tune

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Internationaler Pop - Erschienen am 20. August 2021 | R'COUP'D

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Pop - Erschienen am 17. April 2020 | R'COUP'D

Hi-Res
Aus dem Nichts erklingt ein einsamer Gitarrenton, der langsam in eine reduzierte Jam-Session übergleitet, während im Hintergrund fast unmerklich verschiedene Streichinstrumente eine flirrende Stimmung erzeugen. Darüber legt Finian Greenall seine mantraartigen Natur-Beschwörungen. Irgendwann ab Minute Drei kommt dann eine arabische Kamantsche dazu, nur damit sich kurze Zeit später die Struktur wieder im Ungreifbaren verliert. Fast schon verloren gleitet der Gesang in einen bedrohlichen kammermusikalischen Part über, der nur darauf wartet, sich zu entladen. Und tatsächlich lassen ab Minute Sechs polyrhythmische Schlagzeug-Klänge jegliche Bedrohlichkeit zuvor vergessen. Es gesellen sich tänzelnde Violinen und kreisende Elektronik-Sounds dazu, die in den herrlichsten Farben erstrahlen und Trost spenden. Der Song hat endlich sein Ziel gefunden. Er heißt "We Watch The Stars" und könnte kaum eindrucksvoller verdeutlichen, wie sehr Fink mit "Bloom Innocent" der geistigen und musikalischen Philosophie des Talk Talk-Meisterwerkes "Spirit Of Eden" nahe stehen. Es geht dem Projekt mit seinem aktuellen Album um das Verlassen konventioneller Song-Strukturen, um die Verweigerung jeglicher Zugeständnisse gegenüber der Industrie, um den Sinn für Details, um innere Einkehr und um grenzenlose Intensität. Ebenso wie bei Mark Hollis & Co. kann man sich der meditativen Stimmung nicht entziehen, die jederzeit ins Zerbrechliche kippen könnte. Für die zeichnete vor allem Depeche Mode- und U2-Produzent Youth aus, der schon auf dem Vorgänger "Resurgam" von 2017 hinter den Reglern saß. Der agierte sowohl als Impulsgeber als auch als Sound-Designer und verpasste dem Werk letzten Endes einen Klang, der jedem Instrument genug Luft zum Atmen ließ. Mit Greenall, der sich bei den Arbeiten in seiner Wahlheimat Berlin so tief in die Idee des Studios als Instrument und des Albums als Artwork vertiefte, verband ihn seit jeher eine Faszination für außergewöhnliche Stimmungen. Für die sorgte vor allem der Multi-Instrumentalist Tomer Moked, der nicht nur Streicher- und Piano-Arrangements beisteuerte, sondern auch arabische Einflüsse mit einbrachte. Am Ende ergibt das ein genauso poetisches wie berauschendes Fest für die Sinne. Drummer und Perkussionisten Nicky Hustinx darf man auch nicht unerwähnt lassen. Der drückt nicht nur "We Watch The Stars" seinen besonderen Stempel auf. Auch in "I Just Want A Yes" fügt er gegen Ende der minimalistischen Struktur mit seinem wirbelnden und jazzigen Spiel etwas äußerst Lebhaftes und Farbenfrohes hinzu. Ansonsten herrscht überwiegend ein schwerer Grundton vor, singt Greenall doch oftmals mit brüchiger Stimme vom Verlust der Liebe und vom Hadern mit dem Glauben. "Once You Get A Taste" kehrt mit standhaften Schlagzeug- und erdigen E-Gitarren-Klängen von Tim Thornton zur bluesigen Ausrichtung früherer Alben zurück. Dazu schraubt sich der soulige Gesang, begleitet von unheilschwangeren Background-Chören, immer wieder verletzlich in die Höhe. Ein ähnliches Bild gibt "Out Loud" ab, das ein knochentrockener Rhythmus in bester Tom Waits-Manier vorantreibt, unterstützt von nachdenklicher Piano-Arbeit und dunklen Cello-Tönen, die von Johanna Stein stammen. "That's How I See You Now" fällt dagegen vergleichsweise sphärisch aus. Trotzdem schwingt durch die dronigen Saiten-Sounds immer etwas Beunruhigendes mit. "Rocking Chair" besteht lediglich aus einem statischen Ambient-Gerüst, auf das Brian Eno stolz wäre, durchkreuzt von dissonanten Streichern im Scott Walker-Stil und dezenten Loops, während Greenall passiv in seinem Schaukelstuhl verharrt: "Rainy days, rainy days make me sit back in my rocking chair." Kurz vor Schluss kippt die lyrische Stimmung ins Trostlose. Es heißt: "The sun will come back, you won't come back." Da muten die sanften Liebes-Meditationen, die "Bloom Innocent" umranden, umso gefühlsbetonter an. Der Titeltrack malt mit sanftem Klavier, cineastischen Streichern, warmen Trip Hop-Beats und rotiererenden Elektronik-Schleifen das Bild vom unbeschwerten Beginn einer Liebe, als der tägliche Beziehungsalltag noch nicht das Gefühl des Verliebtseins trübt. Dazu streut Greenall, dessen Organ zum Teil verfremdet daherkommt, in bester R'n'B-Manier hier und da ein paar schmachtende Oh-Ohs ein. In "My Love's Already There" benötigt er nur wenige Worte, um möglichst viele Emotionen zu transportieren: "Baby, don't you cry / I'll get there just as soon as I physically can / Baby, don't you lose your grip / My love's already there." Dabei kuschelt sich seine fragile Stimme zu verhalltem Piano unter Hinzunahme unauffälliger klanglicher Nuancen ganz nah ans Ohr. Am Ende bleibt nicht nur der wohl schönste Song, den James Blake nie geschrieben hat, sondern auch ein exzellentes Album, das mit nur wenigen Mitteln eine umso größere Magie entfaltet. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. Oktober 2013 | Ninja Tune

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Pop/Rock - Erschienen am 13. Juni 2011 | Ninja Tune

On Perfect Darkness, Fink sticks to the excellent template he developed around 2006, and in its best moments, the record offers sounds on par with anything off his previous two records: the same taut folky guitar, the same delicate grooves, and the same quiet, reserved vocals all rolled into one laconic, low-key package. It's not really as dark as he says, but instead, it's perfect introspection music, sort of like Early Day Miners covering Recoil's bluesy electronica gem, or SubHuman, only using even fewer notes than usual, with two or three sparse textures at most, other than the vocals. Therein lies the problem, though, as deeper into the album, Fink tries to take brevity to new heights and limits the instrumentation to his guitar and nothing else. But while his guitar lines on tunes like "Honesty" are as moody and to the point as ever, they come dangerously close to plodding without something else to underscore them. He eventually gets to build up the tension, producing, in fact, with more noise than before; see, for example, the final part of "Warm Shadow" or the sporadic gospel choirs and electric guitars on other tunes. But it still feels like Fink tries to express solitude head-on -- if you sit and brood alone, there's got to be only one instrument on the song -- and it doesn't really work that way. Some of the lyrics also toe the line between profound and contrived: -- "Fear is like fire/You can warm your hands on it/Fear is like fire/You can burn your house down with it" is a good example. But still, even in its low moments, when Perfect Darkness recedes into the background, it doesn't lose the beautiful, pensive vibe that is the best thing about Fink, and tracks like the opener or "Foot in the Door" deliver the groovy melancholy like few others can. © Alexey Eremenko /TiVo
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Folk - Erschienen am 25. Oktober 2019 | R'COUP'D

Hi-Res
Aus dem Nichts erklingt ein einsamer Gitarrenton, der langsam in eine reduzierte Jam-Session übergleitet, während im Hintergrund fast unmerklich verschiedene Streichinstrumente eine flirrende Stimmung erzeugen. Darüber legt Finian Greenall seine mantraartigen Natur-Beschwörungen. Irgendwann ab Minute Drei kommt dann eine arabische Kamantsche dazu, nur damit sich kurze Zeit später die Struktur wieder im Ungreifbaren verliert. Fast schon verloren gleitet der Gesang in einen bedrohlichen kammermusikalischen Part über, der nur darauf wartet, sich zu entladen. Und tatsächlich lassen ab Minute Sechs polyrhythmische Schlagzeug-Klänge jegliche Bedrohlichkeit zuvor vergessen. Es gesellen sich tänzelnde Violinen und kreisende Elektronik-Sounds dazu, die in den herrlichsten Farben erstrahlen und Trost spenden. Der Song hat endlich sein Ziel gefunden. Er heißt "We Watch The Stars" und könnte kaum eindrucksvoller verdeutlichen, wie sehr Fink mit "Bloom Innocent" der geistigen und musikalischen Philosophie des Talk Talk-Meisterwerkes "Spirit Of Eden" nahe stehen. Es geht dem Projekt mit seinem aktuellen Album um das Verlassen konventioneller Song-Strukturen, um die Verweigerung jeglicher Zugeständnisse gegenüber der Industrie, um den Sinn für Details, um innere Einkehr und um grenzenlose Intensität. Ebenso wie bei Mark Hollis & Co. kann man sich der meditativen Stimmung nicht entziehen, die jederzeit ins Zerbrechliche kippen könnte. Für die zeichnete vor allem Depeche Mode- und U2-Produzent Youth aus, der schon auf dem Vorgänger "Resurgam" von 2017 hinter den Reglern saß. Der agierte sowohl als Impulsgeber als auch als Sound-Designer und verpasste dem Werk letzten Endes einen Klang, der jedem Instrument genug Luft zum Atmen ließ. Mit Greenall, der sich bei den Arbeiten in seiner Wahlheimat Berlin so tief in die Idee des Studios als Instrument und des Albums als Artwork vertiefte, verband ihn seit jeher eine Faszination für außergewöhnliche Stimmungen. Für die sorgte vor allem der Multi-Instrumentalist Tomer Moked, der nicht nur Streicher- und Piano-Arrangements beisteuerte, sondern auch arabische Einflüsse mit einbrachte. Am Ende ergibt das ein genauso poetisches wie berauschendes Fest für die Sinne. Drummer und Perkussionisten Nicky Hustinx darf man auch nicht unerwähnt lassen. Der drückt nicht nur "We Watch The Stars" seinen besonderen Stempel auf. Auch in "I Just Want A Yes" fügt er gegen Ende der minimalistischen Struktur mit seinem wirbelnden und jazzigen Spiel etwas äußerst Lebhaftes und Farbenfrohes hinzu. Ansonsten herrscht überwiegend ein schwerer Grundton vor, singt Greenall doch oftmals mit brüchiger Stimme vom Verlust der Liebe und vom Hadern mit dem Glauben. "Once You Get A Taste" kehrt mit standhaften Schlagzeug- und erdigen E-Gitarren-Klängen von Tim Thornton zur bluesigen Ausrichtung früherer Alben zurück. Dazu schraubt sich der soulige Gesang, begleitet von unheilschwangeren Background-Chören, immer wieder verletzlich in die Höhe. Ein ähnliches Bild gibt "Out Loud" ab, das ein knochentrockener Rhythmus in bester Tom Waits-Manier vorantreibt, unterstützt von nachdenklicher Piano-Arbeit und dunklen Cello-Tönen, die von Johanna Stein stammen. "That's How I See You Now" fällt dagegen vergleichsweise sphärisch aus. Trotzdem schwingt durch die dronigen Saiten-Sounds immer etwas Beunruhigendes mit. "Rocking Chair" besteht lediglich aus einem statischen Ambient-Gerüst, auf das Brian Eno stolz wäre, durchkreuzt von dissonanten Streichern im Scott Walker-Stil und dezenten Loops, während Greenall passiv in seinem Schaukelstuhl verharrt: "Rainy days, rainy days make me sit back in my rocking chair." Kurz vor Schluss kippt die lyrische Stimmung ins Trostlose. Es heißt: "The sun will come back, you won't come back." Da muten die sanften Liebes-Meditationen, die "Bloom Innocent" umranden, umso gefühlsbetonter an. Der Titeltrack malt mit sanftem Klavier, cineastischen Streichern, warmen Trip Hop-Beats und rotiererenden Elektronik-Schleifen das Bild vom unbeschwerten Beginn einer Liebe, als der tägliche Beziehungsalltag noch nicht das Gefühl des Verliebtseins trübt. Dazu streut Greenall, dessen Organ zum Teil verfremdet daherkommt, in bester R'n'B-Manier hier und da ein paar schmachtende Oh-Ohs ein. In "My Love's Already There" benötigt er nur wenige Worte, um möglichst viele Emotionen zu transportieren: "Baby, don't you cry / I'll get there just as soon as I physically can / Baby, don't you lose your grip / My love's already there." Dabei kuschelt sich seine fragile Stimme zu verhalltem Piano unter Hinzunahme unauffälliger klanglicher Nuancen ganz nah ans Ohr. Am Ende bleibt nicht nur der wohl schönste Song, den James Blake nie geschrieben hat, sondern auch ein exzellentes Album, das mit nur wenigen Mitteln eine umso größere Magie entfaltet. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 10. März 2017 | R'COUP'D

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Es ist nicht die erste Reinkarnation Fin Greenalls alias Fink. Nach 45 Jahren ist das überraschende bärtige Chamäleon vom Elektro über Folk mit einer unglaublichen Leichtigkeit zu einem Album voller...Blues übergegangen! Sicherlich ist dieses Genre mit reichlich Klischees belastet von "Ich bin traurig, meine Frau hat mich verlassen" und all das untermalt von einer abgetretenen Gitarre und Soli, die eher schlecht als recht sind...Doch der seit einigen Jahren nach Berlin ausgewanderte Brite umgeht all das und darin liegt die Kraft dieses Blues-Albums der anderen Art, man könnte sagen zeitgenössisch. Produziert von Flood, der ihm eine schöne klangliche Schatzkiste gebastelt hat in der sich Mystik und "finkische" Einzigartigkeit vermischen, hört sich dieses Album Fink’s Sunday Night Blues Club, Vol. 1 an wie ein Wachtraum. Die Geister von John Lee Hooker und Lightnin’ Hopkins sind in seiner Reichweite, aber Fink imitiert sie in keinster Weise. Er kennt die Kompositionen der heiligen Männer bis in die Fingerspitzen und es genügt ihm völlig, sich von ihnen für seine eigene Semantik inspirieren zu lassen. Eine wahre Überraschung. © MZ/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 15. September 2017 | R'COUP'D

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Fin Greenall, alias Fink, erlebt hier keine Wiedergeburt. Mit 45 Jahren bringt dieses bärtige und höchst erstaunliche Chameleon, das mit Lässigkeit vom Elektro zum Folk wandert, eine Bluesplatte heraus. Der seit einigen Jahren nach Berlin ausgewanderte Brite mied auf Fink’s Sunday Night Blues Club, Vol. 1 aber alle erdenkbaren Klischees, die diesem Genre nachgesagt werden. Und genau damit punktete diese außergewöhnliche und moderne Bluesplatte, die auf wunderbare Weise von Flood produziert wurde. John Lee Hookers und Lightnin’ Hopkins waren zwar in Reichweite, Fink nahm jedoch gewollt keinen Kontakt zu ihnen auf…Einige Monate später kehrt der Brite mit Resurgam zu seinen Prinzipien zurück. Zurück zum Folk mit einem Hauch von Soul Music. Als hätte er genug vom Blues, der ihn Anfang des Jahres erwischt hat. Der Titel Resurgam, lateinisch für Auferstehen, stammt von einer Inschrift in einer Kirche in Cornwall, Finks Geburtsort. Er passt genau zum Geist, der sich hinter den Songs befindet, für welche wieder einmal Flood hinterm Mischpult saß. © MZ/Qobuz
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Pop/Rock - Erschienen am 24. April 2006 | Ninja Tune

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Alternativ und Indie - Erschienen am 16. November 2017 | R'COUP'D

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Electronic - Erschienen am 18. Mai 2015 | R'COUP'D

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Electronic - Erschienen am 14. August 2020 | R'COUP'D

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Aus dem Nichts erklingt ein einsamer Gitarrenton, der langsam in eine reduzierte Jam-Session übergleitet, während im Hintergrund fast unmerklich verschiedene Streichinstrumente eine flirrende Stimmung erzeugen. Darüber legt Finian Greenall seine mantraartigen Natur-Beschwörungen. Irgendwann ab Minute Drei kommt dann eine arabische Kamantsche dazu, nur damit sich kurze Zeit später die Struktur wieder im Ungreifbaren verliert. Fast schon verloren gleitet der Gesang in einen bedrohlichen kammermusikalischen Part über, der nur darauf wartet, sich zu entladen. Und tatsächlich lassen ab Minute Sechs polyrhythmische Schlagzeug-Klänge jegliche Bedrohlichkeit zuvor vergessen. Es gesellen sich tänzelnde Violinen und kreisende Elektronik-Sounds dazu, die in den herrlichsten Farben erstrahlen und Trost spenden. Der Song hat endlich sein Ziel gefunden. Er heißt "We Watch The Stars" und könnte kaum eindrucksvoller verdeutlichen, wie sehr Fink mit "Bloom Innocent" der geistigen und musikalischen Philosophie des Talk Talk-Meisterwerkes "Spirit Of Eden" nahe stehen. Es geht dem Projekt mit seinem aktuellen Album um das Verlassen konventioneller Song-Strukturen, um die Verweigerung jeglicher Zugeständnisse gegenüber der Industrie, um den Sinn für Details, um innere Einkehr und um grenzenlose Intensität. Ebenso wie bei Mark Hollis & Co. kann man sich der meditativen Stimmung nicht entziehen, die jederzeit ins Zerbrechliche kippen könnte. Für die zeichnete vor allem Depeche Mode- und U2-Produzent Youth aus, der schon auf dem Vorgänger "Resurgam" von 2017 hinter den Reglern saß. Der agierte sowohl als Impulsgeber als auch als Sound-Designer und verpasste dem Werk letzten Endes einen Klang, der jedem Instrument genug Luft zum Atmen ließ. Mit Greenall, der sich bei den Arbeiten in seiner Wahlheimat Berlin so tief in die Idee des Studios als Instrument und des Albums als Artwork vertiefte, verband ihn seit jeher eine Faszination für außergewöhnliche Stimmungen. Für die sorgte vor allem der Multi-Instrumentalist Tomer Moked, der nicht nur Streicher- und Piano-Arrangements beisteuerte, sondern auch arabische Einflüsse mit einbrachte. Am Ende ergibt das ein genauso poetisches wie berauschendes Fest für die Sinne. Drummer und Perkussionisten Nicky Hustinx darf man auch nicht unerwähnt lassen. Der drückt nicht nur "We Watch The Stars" seinen besonderen Stempel auf. Auch in "I Just Want A Yes" fügt er gegen Ende der minimalistischen Struktur mit seinem wirbelnden und jazzigen Spiel etwas äußerst Lebhaftes und Farbenfrohes hinzu. Ansonsten herrscht überwiegend ein schwerer Grundton vor, singt Greenall doch oftmals mit brüchiger Stimme vom Verlust der Liebe und vom Hadern mit dem Glauben. "Once You Get A Taste" kehrt mit standhaften Schlagzeug- und erdigen E-Gitarren-Klängen von Tim Thornton zur bluesigen Ausrichtung früherer Alben zurück. Dazu schraubt sich der soulige Gesang, begleitet von unheilschwangeren Background-Chören, immer wieder verletzlich in die Höhe. Ein ähnliches Bild gibt "Out Loud" ab, das ein knochentrockener Rhythmus in bester Tom Waits-Manier vorantreibt, unterstützt von nachdenklicher Piano-Arbeit und dunklen Cello-Tönen, die von Johanna Stein stammen. "That's How I See You Now" fällt dagegen vergleichsweise sphärisch aus. Trotzdem schwingt durch die dronigen Saiten-Sounds immer etwas Beunruhigendes mit. "Rocking Chair" besteht lediglich aus einem statischen Ambient-Gerüst, auf das Brian Eno stolz wäre, durchkreuzt von dissonanten Streichern im Scott Walker-Stil und dezenten Loops, während Greenall passiv in seinem Schaukelstuhl verharrt: "Rainy days, rainy days make me sit back in my rocking chair." Kurz vor Schluss kippt die lyrische Stimmung ins Trostlose. Es heißt: "The sun will come back, you won't come back." Da muten die sanften Liebes-Meditationen, die "Bloom Innocent" umranden, umso gefühlsbetonter an. Der Titeltrack malt mit sanftem Klavier, cineastischen Streichern, warmen Trip Hop-Beats und rotiererenden Elektronik-Schleifen das Bild vom unbeschwerten Beginn einer Liebe, als der tägliche Beziehungsalltag noch nicht das Gefühl des Verliebtseins trübt. Dazu streut Greenall, dessen Organ zum Teil verfremdet daherkommt, in bester R'n'B-Manier hier und da ein paar schmachtende Oh-Ohs ein. In "My Love's Already There" benötigt er nur wenige Worte, um möglichst viele Emotionen zu transportieren: "Baby, don't you cry / I'll get there just as soon as I physically can / Baby, don't you lose your grip / My love's already there." Dabei kuschelt sich seine fragile Stimme zu verhalltem Piano unter Hinzunahme unauffälliger klanglicher Nuancen ganz nah ans Ohr. Am Ende bleibt nicht nur der wohl schönste Song, den James Blake nie geschrieben hat, sondern auch ein exzellentes Album, das mit nur wenigen Mitteln eine umso größere Magie entfaltet. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 22. April 2021 | R'COUP'D

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Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Mai 2017 | R'COUP'D

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Alternativ und Indie - Erschienen am 9. Juli 2014 | R'COUP'D

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Der Interpret

Fink im Magazin
  • Fink hat den Blues!
    Fink hat den Blues! Nach Elektro und Folk beglückt uns der Brite mit einem Album zu hundert Prozent Blues...