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Ähnliche Künstler

Die Alben

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Pop/Rock - Erschienen am 16. Mai 2011 | Domino Recording Co

Auszeichnungen Sélection Les Inrocks - 3 étoiles Technikart
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Electronic - Erschienen am 17. Juni 2013 | Domino Recording Co

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
Zwei Elemente prägen diese Band. Einerseits die an der Oper ausgebildete, monolithische Gesangsstimme von Katie Stelmanis. Andererseits ihr ausdrücklich queeres Selbstverständnis. In Kombination dieser Elemente setzen sich die nun zum Sextett erweiterten Austra erneut von der sonstigen Gothpop-Menge ab. Wo Künstlerinnen wie Zola Jesus oder Chelsea Wolfe das Siouxsie-Erbe bereits könnerhaft verwalten, stechen ein derart geschultes Organ sowie Gender-Theorie-Anleihen eben noch deutlich hervor. Dabei droppen die Kanadier Referenzen nicht nur im Plattentitel, der auf Olympia, Washington, verweist, wo bekanntlich die Riot-Grrrl- und Queercore-Bewegung entsprang. Auch ein Songname wie "I Don't Care (I'm A Man)" sucht nach Distinktion. Die knapp vorgetragenen Zeilen des Zwischenstücks sollen vermutlich männliche Ignoranz hinsichtlich der Marginalisierung weiblicher Positionen in der heutigen Gesellschaft sarkastisch umreißen. Ähnlich zynisch könnte man fast glauben, Austra veröffentlichten ihre elegisch-düsteren Popsongs aus schierer Queerness regelmäßig im Sommer, wenn manchem der Sinn weniger nach Synthiegoth steht. Nichtsdestotrotz nähern sie sich diesmal auch aufgehellten Soundstimmungen. Am nächsten ans Tageslicht rückt das zentrale Midtempo-Stück "We Become", das mit Cowbells und überhaupt viel Tropical Percussion beinahe zum Afterwork-Cocktail passt. Generell ziehen Austra etwas verstärkt das Tanzregister. "Annie (Oh Muse, You)" ist als luftige House-Nummer das konkreteste Beispiel dafür, dass Gigs mit Hercules And Love Affair bleibende Spuren hinterlassen können. Auch "Painful Like" durchbricht das sonst eng geschnürte Opernkorsett: Mit Stelmanis' so typischen, pausenreich vorgetragenen Versen wird das Minimal-Electro-Gerüst aufgefüllt und dann in herrlichem Call&Response-Gesang vom Richtfest zur Dark Wave-Vollendung getragen. Der neue rhythmische Impetus zeigt sich an anderer Stelle mittelbarer, um den doomy Synths und dem sirenenhaften Sopran immer noch genügend Raum zu lassen. In "Sleep" etwa erzieht man den Industrial-Beat ganz sachte von der Krippe zu 80er-Depeche Mode, während "What We Done?" mit clickigem Microhouse und Lykke Li-Refrain öffnet. Der spürbar hochgeschaltete Dancefloor-Boost zeichnet jedoch kein von "Feel It Break" grundverschiedenes Album. Wichtiger als Kick und Snare, wichtiger noch als die zusätzlichen Hörner, Windspiele und Marimbas ist das makellose Songwriting. "Wir wollten sichergehen, dass jeder einzelne Sound auf 'Olympia' perfekt ist", erklärt Stelmanis dazu. Tatsächlich sitzt hier der Beat stets wie angegossen im Takt. Derweil dient jede Synthiefläche dem szenischen Raum, den die ehemalige Opernsängerin einfordert. Wir sagen: Danke for the drama! Nächste Spielzeit aber vielleicht doch besser im Winter? Der Sommer ist schließlich kurz genug. © Laut
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Electronic - Erschienen am 1. Mai 2020 | Domino Recording Co

Hi-Res
Nach Future Politics, ihrem dritten politisch engagierten Album vor drei Jahren, entschloss sich Katie Stelmanis, die Bandleaderin von Austra, zu einem Tapetenwechsel und so präsentiert sie jetzt mit HiRUDiN ganz neue Ideen. Dafür schloss sie sich drei Tage lang in einem Studio in Toronto mit Musikern ein, die sie vorher gar nicht kannte, darunter einige Mitglieder von c_RL, der Impro-Gruppe zeitgenössischer Musik, aber auch das Duo Kamancello (ein Cello und ein Kamanche) und das nur aus Frauen bestehende Kulintang-Ensemble (nach dem philippinischen Perkussionsinstrument). Katie Stelmanis, die sich inzwischen zu einer Art Indie-Ikone der LGBT+Bewegung gemausert hat, gibt sich auf diesem Album ein bisschen offener, denn sie bringt persönlichere Themen zur Sprache: die Konsequenzen fataler Beziehungen und die mit der Sexualität einhergehende Unsicherheit. Ihr New Wave-Erbe verwässert noch etwas mehr, wenn sie mit ihren Jugendlieben Cello und Klavier der Orchestrierung eine klassische Dominante verpasst. Genauso wie das recht an Supertramp erinnernde Intro Anywayz hört sich auch alles andere mehr nach Pop als nach Synthie an, und Austra rückt sogar mit einer ganzen Reihe hitähnlicher Stücke heraus – Risk It, mit Breakbeat und Cello im Skank-Rhythmus, das betörende It’s Amazing, Mountain Baby mit Kinderchor oder dann für den Dancefloor, das beste Stück überhaupt, I Am Not Waiting – es ist sehr wahrscheinlich, dass sie damit weiter in Richtung Charts marschiert. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Electronic - Erschienen am 20. Januar 2017 | Domino Recording Co

Hi-Res
Die Beats sind rudimentär, die Instrumentierung sparsam und effektiv. In Wahrheit geht es auf dem dritten Album des kanadischen Synth-Outfits Austra sowieso in erster Linie um eines: die ausdrucksstarke und eindringliche Stimme von Sängerin Katie Stelmanis. Die führt uns in den Songmeditationen über die Politik der Zukunft durch einen Irrgarten aus Apathie, Utopie und Endzeitszenarien. Geschmeidig und mit viel Vibrato beginnt "Future Politics" mit dem Song "We Were Alive": "Got no time to waste / 'Cause I'm poor and / If I get something good / I’m gonna take it / I shouldn’t laugh but I feel it / I’m inside / I am moribund / It’s what you want: torpidity / But I sigh", singt Stelmanis – und stellt die Frage: was wäre, wenn wir am Leben wären? Zu diesem Leben führt nur eines: die Abkehr vom Bekannten. "I'm never coming back here / There's only one way / Future Politics / I'm never coming back here / There's only one way / Future Politics", so die ankündigung. Dazu marschiert der Beat nach vorne, der Synth zurrt. Raus aus den Gräbern zum Tanzen: "Realities beating, A grave has been dug / I'm looking for something / To rise up above". In Utopia trotzt Stelmanis der Entfremdung: "I live in a city full of people I don't know / People riding highways from the workplace to the home / I raise my head, I see they're different than us ( But I only wanna hold your hand my whole damn life!". Die Zukunftsszenarien kommen des Öfteren in 80er-Retro-Sepiaästhetik daher. Das Utopia von Austra folgt keinem messianischen Fünfjahresplan, aber den Anspruch auf spirituelle und soziokulturelle Erneuerung (mindestens) schwingt durchaus im Timbre mit. Wider der Apathie, wider der Entfremdung. Und was wäre das Spirituelle ohne die körperliche Entgerenzung: "A bag of flesh is a magnet, a scent, a sound corrupt / You took all my dignity, replaced it with a hand / Handle me with ardor and I'll shudder / But my chills are warm / Delusion is persuasion / Tenderizing me inside / I need it / I need it / I need it". Und weil wir diesen blauen Planeten, der ohne uns alle eigentlich ja ganz schön wäre, so richtig in den Abgrund katapultieren, gibt's gleich noch einen etwas naiven, aber schönen Regentanz an Mutter Erde, Bestandsaufnahme inklusive: "The physical world / Is the only world / If you kill the ground you walk on/ nobody will take you anyway / Gaia, will you meet me in the sand? Gaia, will you meet me underwater? / Gaia /Gaia, undo the damage before you get an offer". Mal geht "Future Politics" in die Offensive, mal will es in den Club, mal kommt es verlockend ätherisch daher – stets mit charmantem Weltverbesserungsanspruch, wie ihn die Popmusik früher gerne mal vor sich hin trug. Tolle Sängerin, durchgehend schöne Platte. © Laut

Electronic - Erschienen am 5. März 2020 | Domino Recording Co

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Electronic - Erschienen am 29. Januar 2020 | Domino Recording Co

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Little Richard ist tot, das muss man sich mal vergegenwärtigen. Gut, manch einer sagt, der war musikalisch schon seit 40 Jahren tot, aber zumindest diente er als lebendes Symbol seiner frühen Pionierleistungen. Wer beherrscht heutzutage noch die ganz große, hymnische Geste als stimmliches Stilmittel in Songs? Kein schales "+1", nicht hier und dort mal Rouge oder ein bisserl Drama, sondern richtige, exzentrische Operettenhaftigkeit, tief verwurzelt in der eigenen Musikalität? Kanye, klar, aber der kann eh alles, Samuel Herring, Antony Hegarty (Anohni) fallen noch ein, dann lichten sich die Reihen aber schon gewaltig. Das Album "HiRUDiN", so die korrekte Schreibweise, reiht Austra endgültig in diese Reihe ein. Die bisherigen Alben schwammen im großen Teich des Elektro-pop mit einem Schuss Witch, auf "Hirudin" stellt die gelernte Opernsängerin Katie Stelmanis den Dramaregler auf Anschlag und katapultiert ihre Musik damit Richtung Fever Ray. Der exaltierte Gesang erinnert an Anna Calvi, allerdings spielt Stelmanis in ihrer eigenen Liga. Technisch herausragend, wirkt ihre mächtige Stimme nie aufgesetzt und trotz ihrer Höhe und ihrer stellenweise metallisch wirkenden Verzerrung nur selten auf anstrengende Art kapriziös. Stelmanis setzt sie im positiven Sinne nicht nur als emotionalen Transportmechanismus ein. Ihr Ogran dient auch als Instrument und Melodieträger vor einer meist sparsamen Instrumentierung. Das liegt daran, dass selbst druckvoller bespielte Parts wie der Refrain von "How Did You Know?" keine Chance gegen ihren raumgreifenden Sopran haben. Der beträchtliche Aufwand, den Stelmanis in die Produktion gesteckt hat, lässt sich vor diesem Hintergrund nur selten erahnen. Für "Hirudin" zeigte sie der Langzeitkollaborateurin Maya Postepski die Tür und engagierte stattdessen eine Reihe arrivierter, wenngleich absonderlicher Musiker. Die Beiträge der Neo-Avantgarde-Klassiker c_RL, des Streicherduos Kamancello und der philippinischen Gong-Punk-Band Pantoya ersaufen samt und sonders im Mix, nur die von SOPHIE bekannte Cecile Believe hinterlässt auf dem großartig groovenden "Mountain Baby" einen Fußabdruck. Damit nicht genug, engagierte Stelmanis den von The XX und Vampire Weekend bekannten Rodaidh McDonald sowie den Edel-Session-Saxofonisten und das ehemalige Destroyer-Mitglied Joseph Shabason als Produzenten; beide bislang keine berufenen Drama-Experten. Der Schaffensanteil der beiden Produzenten zeigt sich zumindest keineswegs in fehlender Homogenität, "Hirudin" fließt musikalisch aus einem Guss wie Blutegelspeichel. Das gilt auch für das Thema der Platte, toxische Beziehungen. Ein guter Nährboden für das theatralische Drama, das Stelmanis schon im Opener "Anywayz" aus allen Rohren feuert. Die zahlreichen Brüche und das detaillierte und überladene Flirren der Musik führen zu einem angenehmen ADHS-Gefühl. Ihre Stimme geht trotz Höhe und satten Synths nie unter. Eben jene Synth-Arpeggios, Housebeats und das Schlagzeug sorgen für ordentlich Druck. Obwohl die Songs so raumgreifend sind, passt "Hirudin" nicht in den Club. Der Floor, auf dem das tolle, unstete und energetische "I Am Not Waiting" spielt, dürfte eher im eigenen Zimmer zu finden sein. Zu verkopft, zu viele Brüche, schlicht zu anstrengend ist das Album, es zieht weniger in den Bann als es einen zerrt. Dazu passen die extrem direkten Texte, Austra arbeitet nicht mit Sprachbildern und abstrakten Darstellungen ihrer Gefühle, sie wählt die direkte Ansprache. Die Texte schildern eindrücklich den malochenden Charakter, sich selbst in orgiastischen Momenten ("It's Amazing") oder bei Liebesbekundungen ("Between us / there's a limit to / what you and I can take") Zweifeln und Unsicherheit ausgesetzt zu sehen. "Your Family" ist mit seinen sich ineinander schiebenden Synthies samt Echogesang eine wahnsinnig gelungene Verkörperung der durch die Schwiegerfamilie verkörperten brutalen Verunsicherung. Insgesamt erinnert der Spagat aus Verletzlichkeit und Befreiung an "Rid Of Me" oder gelungenere Chvrches-Songs. "All I Wanted" hätte Kate Bush gerne geschrieben, "How Did You Know?" wäre einer der besseren Songs der eh schon so guten Beach House. Die Kanadierin sucht auf "Hirudin" ausnahmslos die Flucht nach vorne ins Theatralische, was bei "Risk It" auch mal zu falschen Entscheidungen führt. Statt die eigene Stimme allen Ernstes noch zu pitchen und die dritte Wall Of Sound einzubauen, hätte es gerade der Ideenflut gut getan, einen Gedanken auszuformulieren. Das Crescendo zum Schluss wirkt pflichtschuldig und eher wie ein Haken zu viel. So erinnert "Hirudin" an das Dance-Album, das Robert Pollard nie schrieb. © Laut

Electronic - Erschienen am 16. April 2020 | Domino Recording Co

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Electronic - Erschienen am 6. August 2020 | Domino Recording Co

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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. September 2011 | Domino Recording Co

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Pop/Rock - Erschienen am 9. Mai 2011 | Domino Recording Co

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Dance - Erschienen am 25. Juli 2011 | Domino Recording Co

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Electronic - Erschienen am 16. Juni 2014 | Domino Recording Co

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Pop/Rock - Erschienen am 10. Januar 2011 | Domino Recording Co

Electronic - Erschienen am 12. Dezember 2017 | Domino Recording Co

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Electronic - Erschienen am 25. November 2013 | Domino Recording Co

Electronic - Erschienen am 7. März 2013 | Domino Recording Co

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Electronic - Erschienen am 3. Dezember 2016 | Domino Recording Co

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Electronic - Erschienen am 2. September 2013 | Domino Recording Co

Electronic - Erschienen am 1. Oktober 2016 | Domino Recording Co

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Electronic - Erschienen am 30. Mai 2013 | Domino Recording Co

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