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Die Alben

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Alternativ und Indie - Erschienen am 10. Juli 2006 | XL Recordings

Auszeichnungen Sélection du Mercury Prize
Seid ihr bereit für eine Reise? Euch fallen zu lassen in unsichere Klangwelten, monströse Elektronikbeats und kaum zu erklärende Lyrics? Dann begebt euch in das Universum des Erasers, das dem Kopf des Radiohead-Frontmanns Thom Yorke entspringt. Nehmt euch genügend Zeit, es gibt verdammt viel zu entdecken. Denn nach mehrmaligem Durchhören des Kunstwerkes fühle ich mich noch immer wie Alice im Wunderland. Immer wieder begegne ich neuen kleinen Elektro- und Verswundern oder bestaune obskure Gedankenblasen. Die Stimme Yorks klingt auf seinem ersten Soloalbum klar, ohne elektronische Verfälschung. Sie dröhnt, zerreißt sich fast, quält sich und bohrt sich schlussendlich bis in die hintersten Synapsen des Hörers. Ihn begleiten so simple wie geniale Elektronik-Beats, Klavierparts oder Gitarrenriffs. Ja, das ist Abstraktion von Musik in Perfektion. Mit den absolut minimalistischen und konfusen Beat- und Klangelementen ist "The Eraser" die Essenz von "Amnesiac" und "Kid A". Dabei lässt uns Thom Yorke in seine intimste Gedankenwelt blicken. Was uns da feinfühlig entgegendrischt, ist so bezaubernd wie düster, so unverständlich wie klar. Woher kommen diese Worte? Woher diese zelebrierte Poesie? Was muss dieser Mann erlebt haben, um derart aussagekräftige Zeilen verfassen zu können?! "The more you try to erase me, the more ... the more ... the more that I appear" droht Yorke im Opener "The Eraser". Ein Klavierpart leitet das Lied ein. Monoton, sich wiederholend. Beats bauen sich darauf auf. So stolpert sich das Stück langsam voran. Nur die nachdenkliche Stimme fließt unaufhaltsam voran. Immer komplexer und verspielter werden die Rhythmus-Strukturen und drohen den Hörer zu überfordern, bis sich schließlich alles verlangsamt und sich schleppend dem Ende nähert. Was bleibt ist ein flehendes Winseln. Gänsehaut. Bei "Black Swan" packt Thom die Gitarre aus. Das eindeutig poppigste und am einfachsten zu verdauende Stück auf der Platte könnte ohne Probleme ins Walhalla absinken. Radiohead-Erfolgsproduzent Nigel Godrich sorgte für den perfekten Mix. Wieder leitet eine monotone Melodie "Atoms For Peace" ein. "No more going to the dark side with your flying saucer eyes. No more falling down a wormhole that I have to pull out", fügt der in sich gekehrte Sänger hinzu, bevor ein hypnotischer, orgelähnlicher Klang sich langsam ins Stück rein schleicht und zu einem wohlig warm klingenden Ungetüm aufbaut. Unheimlich und zerstörerisch erklingt "And It Rained All Night". Mysteriös ziehen sich Synthie-Klänge in die Länge, Yorke scheint in einer anderen Welt zu sein, in einer ganz düsteren. Rhythmisch kredenzt er seine lyrischen Ergüsse. Wabernd, pulsierend und außer Kontrolle verschachteln sich Beats, Melodien sowie der Gesang. Der Hörer verliert dabei die Orientierung. Experimentell kann man das nicht mehr nennen - chaotisch durchkonstruiert wohl eher. Erde, wo bist du? Je tiefer ich im Wunderland des Erasers verschwinde, desto rätselhafter erscheint mir diese. Thom Yorke lässt uns verdammt nah an sich ran und doch ist er so unendlich weit entfernt. So bleibt jedem selbst überlassen, die Gedankenblasen platzen zu lassen und die Fetzen zusammen zu setzen. Ergibt dies keine Logik, ist das nicht weiter schlimm denn: What have you found ... there's no time ... there's no time ... to analyse ... to think things through ... to make sense ... © Laut
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Dance - Erschienen am 27. Juni 2019 | XL Recordings

Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Für eine neue Ausgabe von “elektronischem Radiohead” bei XL Recordings, nach dem 2014 erschienenen Tomorrow's Modern Boxes, das nicht viel Aufsehen erregte, schlägt Thom Yorke mit seinem dritten Studio-Soloalbum wieder herkömmlichere Wege ein – abgesehen vom Soundtrack für Luca Guadagninos Film Suspiria aus dem Jahre 2018. Seit 2006 überzeugt er angefangen mit seinem ersten Album The Eraser (vor allem aber mit OK Computer fast zehn Jahre zuvor sowie der Vielzahl der mehr oder weniger wilden Remixe der Band) alle davon, dass Thom Yorke "elektrokompatibel" ist. Seine Klagelieder mit technoisierten Beats sind einfach ein Wunder und er ist aufgeschlossen genug, sodass er seine Stimme manchmal auf ein Sample reduziert, das dann geschnippelt, geklebt, gepaust, dazwischengeschoben werden kann, wie etwa in Traffic, dem Opener dieses Anima. Beseelt ist dieses Album von Anfang bis Ende und der langjährige Produzent Nigel Godrich verherrlicht den Last I Heard (…He Was Circling the Drain) mit dieser himmlischen, von verteilten Vocals begleiteten Hammondorgel mit Bordun, ohne Beat, nur mit hämmerndem Bass – ein kleines Meisterwerk. Auch in Dawn Chorus gibt es einen Halteton und Thom Yorkes klare, fast ungefilterte Stimme. Es ist eine Ballade, an die man sich beim ersten Frost erinnern sollte. Auch zu I Am a Very Rude Person sollte ein Wort gesagt werden, denn mit dem sich mitten im Song ändernden Niveau und einem ausartenden Beat wurde daraus ein kleines, lustiges Funk-Stück. Bei diesem dritten Solowerk zeigt Thom Yorke mehr Selbstsicherheit und das, was ihn so besonders macht, seinen Sound nämlich, der irgendwo zwischen Four Tet, James Holden, Burial oder Caribou anzusiedeln ist – bei den Leuten also, mit denen er arbeitet. Außerdem tut es gut, eine solch minimale Produktion in einer Welt zu sehen, die manchmal zu viele Schichten übereinander häuft, vor allem hört man aber die Arbeit eines Songwriters, der über seine Grenzen hinausgeht. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Dance - Erschienen am 27. Juni 2019 | XL Recordings

Hi-Res
Für eine neue Ausgabe von “elektronischem Radiohead” bei XL Recordings, nach dem 2014 erschienenen Tomorrow's Modern Boxes, das nicht viel Aufsehen erregte, schlägt Thom Yorke mit seinem dritten Studio-Soloalbum wieder herkömmlichere Wege ein – abgesehen vom Soundtrack für Luca Guadagninos Film Suspiria aus dem Jahre 2018. Seit 2006 überzeugt er angefangen mit seinem ersten Album The Eraser (vor allem aber mit OK Computer fast zehn Jahre zuvor sowie der Vielzahl der mehr oder weniger wilden Remixe der Band) alle davon, dass Thom Yorke "elektrokompatibel" ist. Seine Klagelieder mit technoisierten Beats sind einfach ein Wunder und er ist aufgeschlossen genug, sodass er seine Stimme manchmal auf ein Sample reduziert, das dann geschnippelt, geklebt, gepaust, dazwischengeschoben werden kann, wie etwa in Traffic, dem Opener dieses Anima. Beseelt ist dieses Album von Anfang bis Ende und der langjährige Produzent Nigel Godrich verherrlicht den Last I Heard (…He Was Circling the Drain) mit dieser himmlischen, von verteilten Vocals begleiteten Hammondorgel mit Bordun, ohne Beat, nur mit hämmerndem Bass – ein kleines Meisterwerk. Auch in Dawn Chorus gibt es einen Halteton und Thom Yorkes klare, fast ungefilterte Stimme. Es ist eine Ballade, an die man sich beim ersten Frost erinnern sollte. Auch zu I Am a Very Rude Person sollte ein Wort gesagt werden, denn mit dem sich mitten im Song ändernden Niveau und einem ausartenden Beat wurde daraus ein kleines, lustiges Funk-Stück.    Bei diesem dritten Solowerk zeigt Thom Yorke mehr Selbstsicherheit und das, was ihn so besonders macht, seinen Sound nämlich, der irgendwo zwischen Four Tet, James Holden, Burial oder Caribou anzusiedeln ist – bei den Leuten also, mit denen er arbeitet. Außerdem tut es gut, eine solch minimale Produktion in einer Welt zu sehen, die manchmal zu viele Schichten übereinander häuft, vor allem hört man aber die Arbeit eines Songwriters, der über seine Grenzen hinausgeht. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Electronic - Erschienen am 26. Oktober 2018 | XL Recordings

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Electronic - Erschienen am 8. Dezember 2017 | XL Recordings

Drei Jahre nachdem er mit seinem Erscheinen auf dem kollaborativen Filesharing-Protokoll BitTorrent „total aus der Reihe“ fiel, ist Tomorrow's Modern Boxes nun endlich ganz „offiziell“ verfügbar. Damals informierte uns Thom Yorke mit einem Tweet über das Erscheinen dieses zweiten Soloalbums: „Ich probiere etwas Neues aus, aber ich weiß nicht, was dabei rauskommen wird. Nun, hier ist es.“ Die acht von Nigel Godrich produzierten und vom Leadsänger der Radiohead vorgetragenen Songs bedeuten maximalen Strukturverlust voller chloroformierter Rhythmen und taumelnder Keyboards. Und das alles natürlich ohne eine einzige Note auf der Gitarre. Wie schon bei seinem Vorgängeralbum The Eraser bewegt sich Yorke ohne die geringste Scheu auf einem elektronischen Soundtrack, der eher experimentell als sonst was ist. Seine Anti-Songs faszinieren jedoch unser Ohr. Die eigenartige Stimme dieses Menschen (die natürlich eine richtige Nervensäge sein kann) verkettet diese acht Titel auf melancholische Weise. Ehrlich gesagt wissen wir nicht so recht, worauf Thom Yorke hinaus will, trotzdem folgen wir ihm blindlings, aber wir sind ganz Ohr. © CM/Qobuz
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Original Soundtrack - Erschienen am 21. August 2019 | WaterTower Music

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2006 veröffentlichte Thom Yorke mit "The Eraser" ein Album, das mit seiner reduzierten elektronischen Ausrichtung immer ein wenig im Schatten seiner Hauptband Radiohead stand. Zu sehr atmete es noch deren Geist, was sich auch thematisch widerspiegelte, wenn es um die Entfremdung des Individuums in Zeiten des unaufhaltsamen technologischen Fortschritts ging. Trotzdem stellte das Werk durchaus eine Erweiterung des klanglichen Horizontes des Briten dar. Mit dem noch etwas vielseitigeren "Tomorrow's Modern Boxes" von 2014 traten dann, wie bei seinem Seitenprojekt Atoms For Peace, tanzbare Einflüsse deutlicher in den Vordergrund. Allerdings deutete sich diese Entwicklung spätestens ab Radioheads "The King Of Limbs" (2011) an. Im Grunde genommen fand Yorke als Solokünstler damals noch nicht ganz zu einer eigenen Handschrift. Das ändert sich nun mit "Anima" dann doch allmählich. Dabei entstanden die Tracks zusammen mit Stammproduzent Nigel Godrich unter Live-Bedingungen im Studio. Der bastelte aus Skizzen kurze Samples, die sich wie ein roter Faden durch die Platte ziehen. Dazu fungiert Yorkes fragile Stimme als ein zusätzliches Instrument. Die Scheibe zeichnet vor allem eine melancholisch dunkle Grundstimmung aus, die sich oftmals ins leicht Zuversichtliche verschiebt. "Traffic" hätte man aber zunächst mit seinen verschachtelten Beats, rotierenden Synthies und Handclaps auf einem Radiohead-Album vermutet, zumal die Nummer noch äußerst gesangsbetont klingt. Da gestaltet sich die stets auf- und abebbende Songstruktur in "Last I Heard (...He Was Circling The Drain)" schon weitaus spannender. Des Weiteren geistern immer wiederkehrende Stimmfetzen zu dystopischer Elektronik mysteriös durch das Stück. Dadurch stellt sich Beklemmung ein. "Twist" entführt dann zu Beginn mit pluckernden IDM-Sounds und unterschwellig bedrohlichen Synthies in den hektischen Großstadttrubel, gewinnt allerdings ab der Mitte mit tiefem Piano, cineastischen Einschüben und songdienlich eingesetzten Kinderchören fortwährend an Emotionalität. So bekommt man für einen kurzen Moment das Gefühl, in dieser befremdlichen Welt angekommen zu sein. Dagegen macht sich im folgenden "Dawn Chorus" paranoides "Kid A"-Feeling breit. Unter Radiohead-Kennern dürfte sich der Track aber ohnehin schon längst herumgesprochen haben. Mit subtiler Elektronik und der erzählerischen Stimme Yorkes leitet es atmosphärisch in "I Am A Very Rude Person" über, das mit repetitiven Beatstrukturen, mantraartigen Gesängen und Geisterchören beinahe einer verhängnisvollen Zeremonie gleicht. Die Arbeit des Briten am Score zum Remake des Horrorfilm-Klassikers "Suspiria" aus dem letzten Jahr schlägt sich hier klar nieder. Zudem bekommt man zunehmend den Eindruck, dass er mehr aus seinen eigenen Einflüssen und Ideen schöpft und weniger auf äußerliche Erwartungshaltungen Rücksicht nimmt. Je weiter das Werk voranschreitet, umso mehr möchten sich lästige Vergleiche mit seiner Hauptband gar nicht erst aufdrängen. Es lebt hörbar von seiner über die Jahre dazugewonnen Erfahrung als Sänger und Musiker. Alleine die hellen, gleichbleibenden Synthies und seine sich nach vorne schiebende Stimme in "Not The News" dürften Beweis genug sein. Das ähnelt eher Motiven zeitgenössischer rhythmischer elektronischer Musik als den noch oftmals versponnenen Klanggebilden Radioheads. Höhepunkt des Albums bildet schließlich "The Axe", eine beklemmende Dance-Nummer, die mit schweren elektronischen Nebelschwaden und verzweifeltem Gesang Gefühle der Benommenheit und Desorientiertheit hervorruft. Die lädt demzufolge eher zum Tanz mit den eigenen Neurosen als in den Club ein. Da erweist sich das polyrhythmisch geprägte "Impossible Knots", das mit glasklaren Synthies und der hellen Stimmfärbung Yorkes mit fortschreitender Spieldauer mehr und mehr dem Licht entgegen strebt, als lebendiger Kontrast. Unbeständig und schwankend beschließt dann "Runwayaway" das Werk: sehnsüchtige House-Beats, kraftwerksche Elektronik, tänzerische Streicher-Motive, die zwischenzeitlich ins Beunruhigende abgleiten sowie Gesangs- und Spoken Word-Samples führen zu einer Reise ins Ungewisse. Zusätzlich existiert zur Platte noch ein von Paul Thomas Anderson ("Magnolia", "Boogie Nights") gedrehter Kurzfilm, der gerade auf Netflix läuft. Der kommt als düstere Choreografie für 55 Tänzer und Tänzerinnen daher und stellt so etwas wie eine Reflexion auf die unterbewussten Ängste des Sängers und Musikers dar, der sich im Film als gebrochener Mann wieder zurück ins Leben kämpft. Der nötige Impuls geht dabei von einer Frau aus, die er in einer U-Bahn trifft, aber in den Menschenmassen wieder aus den Augen verliert. Er begibt sich auf die Suche nach ihr und findet sie letzten Endes in einer S-Bahn in Prag wieder. Am Ende nähern sie sich gegenseitig nach und nach an, so wie sich Yorke musikalisch seiner Anima anzunähern versucht. Der Begriff fand ursprünglich in der Analytischen Psychologie Carl Gustav Jungs Verwendung und steht nicht nur für das Weibliche in der Seele des Mannes, sondern auch für seine Beziehung zum Unbewussten insgesamt. Störungen dieser Beziehung äußern sich dabei etwa in Minderwertigkeitskomplexen, Depressionen und Wutausbrüchen. Letztere richtet der Brite unter anderem gegen den Brexit und gegen verantwortungslose Politiker, die untätig dem Klimawandel zusehen. "Show me the money / Party with a rich zombie", heißt es in "Traffic". Im Film sieht man dazu Anspielungen auf "Metropolis". Aber auch losgelöst von den begleitenden Bildern und dem theoretischen Überbau funktioniert "Anima" in seiner Geschlossenheit und Eigenständigkeit ganz ausgezeichnet. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 10. Februar 2008 | XL Recordings

Seid ihr bereit für eine Reise? Euch fallen zu lassen in unsichere Klangwelten, monströse Elektronikbeats und kaum zu erklärende Lyrics? Dann begebt euch in das Universum des Erasers, das dem Kopf des Radiohead-Frontmanns Thom Yorke entspringt. Nehmt euch genügend Zeit, es gibt verdammt viel zu entdecken. Denn nach mehrmaligem Durchhören des Kunstwerkes fühle ich mich noch immer wie Alice im Wunderland. Immer wieder begegne ich neuen kleinen Elektro- und Verswundern oder bestaune obskure Gedankenblasen. Die Stimme Yorks klingt auf seinem ersten Soloalbum klar, ohne elektronische Verfälschung. Sie dröhnt, zerreißt sich fast, quält sich und bohrt sich schlussendlich bis in die hintersten Synapsen des Hörers. Ihn begleiten so simple wie geniale Elektronik-Beats, Klavierparts oder Gitarrenriffs. Ja, das ist Abstraktion von Musik in Perfektion. Mit den absolut minimalistischen und konfusen Beat- und Klangelementen ist "The Eraser" die Essenz von "Amnesiac" und "Kid A". Dabei lässt uns Thom Yorke in seine intimste Gedankenwelt blicken. Was uns da feinfühlig entgegendrischt, ist so bezaubernd wie düster, so unverständlich wie klar. Woher kommen diese Worte? Woher diese zelebrierte Poesie? Was muss dieser Mann erlebt haben, um derart aussagekräftige Zeilen verfassen zu können?! "The more you try to erase me, the more ... the more ... the more that I appear" droht Yorke im Opener "The Eraser". Ein Klavierpart leitet das Lied ein. Monoton, sich wiederholend. Beats bauen sich darauf auf. So stolpert sich das Stück langsam voran. Nur die nachdenkliche Stimme fließt unaufhaltsam voran. Immer komplexer und verspielter werden die Rhythmus-Strukturen und drohen den Hörer zu überfordern, bis sich schließlich alles verlangsamt und sich schleppend dem Ende nähert. Was bleibt ist ein flehendes Winseln. Gänsehaut. Bei "Black Swan" packt Thom die Gitarre aus. Das eindeutig poppigste und am einfachsten zu verdauende Stück auf der Platte könnte ohne Probleme ins Walhalla absinken. Radiohead-Erfolgsproduzent Nigel Godrich sorgte für den perfekten Mix. Wieder leitet eine monotone Melodie "Atoms For Peace" ein. "No more going to the dark side with your flying saucer eyes. No more falling down a wormhole that I have to pull out", fügt der in sich gekehrte Sänger hinzu, bevor ein hypnotischer, orgelähnlicher Klang sich langsam ins Stück rein schleicht und zu einem wohlig warm klingenden Ungetüm aufbaut. Unheimlich und zerstörerisch erklingt "And It Rained All Night". Mysteriös ziehen sich Synthie-Klänge in die Länge, Yorke scheint in einer anderen Welt zu sein, in einer ganz düsteren. Rhythmisch kredenzt er seine lyrischen Ergüsse. Wabernd, pulsierend und außer Kontrolle verschachteln sich Beats, Melodien sowie der Gesang. Der Hörer verliert dabei die Orientierung. Experimentell kann man das nicht mehr nennen - chaotisch durchkonstruiert wohl eher. Erde, wo bist du? Je tiefer ich im Wunderland des Erasers verschwinde, desto rätselhafter erscheint mir diese. Thom Yorke lässt uns verdammt nah an sich ran und doch ist er so unendlich weit entfernt. So bleibt jedem selbst überlassen, die Gedankenblasen platzen zu lassen und die Fetzen zusammen zu setzen. Ergibt dies keine Logik, ist das nicht weiter schlimm denn: What have you found ... there's no time ... there's no time ... to analyse ... to think things through ... to make sense ... © Laut
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Electronic - Erschienen am 2. August 2019 | XL Recordings

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Alternativ und Indie - Erschienen am 21. August 2006 | XL Recordings

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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. Oktober 2009 | XL Recordings

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Electronic - Erschienen am 22. Februar 2019 | XL Recordings

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Alternativ und Indie - Erschienen am 21. Oktober 2016 | XL Recordings

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Electronic - Erschienen am 26. Oktober 2018 | XL Recordings

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Electronic - Erschienen am 8. Dezember 2017 | XL Recordings

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Electronic - Erschienen am 22. Februar 2019 | XL Recordings

Der Interpret

Thom Yorke im Magazin