Die Alben

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Weltliche Vokalmusik - Erschienen am 4. Januar 2019 | Glossa

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Mit Vieni, dolce Imeneo erreicht die Compagnia del Madrigale eine weitere wichtige Station ihrer fesselnden Erforschung des weltlichen Vokalrepertoires aus Italien. Diese Aufnahme ist Cipriano de Rore gewidmet, einem der bedeutsamsten, wenn auch heute häufig vernachlässigten Komponisten seiner Zeit. De Rore stammte aus Flandern und war in Italien an den Höfen von Ferrara und Parma sehr erfolgreich. Er genoss in ganz Europa einen hervorragenden Ruf. Sein Schaffen umfasst zahlreiche Gattungen, aber im weltlichen Madrigal schätzte man seine Fähigkeiten ganz besonders – Werke dieses Genres wurden auf dem vorliegenden Album eingespielt. Er schuf weitgeschwungene und ausdrucksstarke Melodielinien, die häufig mit Vorwegnahmen der seconda pratica einhergehen, die durch Monteverdi trotz harscher Kritik so triumphal verewigt werden sollte. Mehrere Glossa-Aufnahmen mit Madrigalen von Marenzio, Gesualdo und Monteverdi haben bereits gezeigt, für welch außerordentlichen musikalischen Genuss die Compagnia del Madrigale steht. Typisch für die erfahrenen Mitglieder dieses Ensembles sind der ausgewogene Klang voller Finesse und die ungewöhnliche dynamische Bandbreite. Die Madrigaltexte der 19 hier aufenommenen Stücke stammen von Petrarca, Ariost und verschienden Hofdichtern, und Marco Bizzarini, der Verfasser des Booklettextes, hebt in Bezug auf das titelgebende Madrigal Vieni, dolce Imeneo besonders die Fähigkeit des Komponisten hervor, eine ideale Verbindung zwischen Dichtkunst und Musik zu schaffen. © Glossa
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Weltliche Vokalmusik - Erschienen am 25. Mai 2018 | Arcana

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 étoiles de Classica
Über das Leben von Giacomo Gorzanis, der um 1520 geboren wurde und gegen 1579 starb, ist nicht viel bekannt. Er war blind - wahrscheinlich von Geburt an - wie der Hinweis in seinem 1564 in Venedig erschienenen Dritten Lautenbuch verrät (“Ich, blind“ sowie “Ich, dem das Augenlicht versagt wurde“). Anscheinend war der Lautist hochberühmt, wenn man der Anmerkung in seinem Ersten Lautenbuch von 1562 Glauben schenken will, die seine “langjährige Erfahrung mit der Laute“ preist. Eine weitere Anmerkung in seinem Zweiten Buch der neapolitanischen Lieder von 1571 deutet darauf hin, dass er wohl auch am Hof des Erzherzogs Karl II. von Österreich sang („die Erinnerung, die ich als Ihr demütiger Diener behalte und meine tiefe Zuneigung zu Ihnen“). Kurz, ein erfülltes Leben, im Laufe dessen Gorzanis nicht weniger als fünf Bände mit Lautentabulaturen zwischen 1561 und 1575 sowie zwei Bände mit neapolitanischen Liedern in den Jahren 1570 und 1571 veröffentlichte: Kostbare Zeugnisse einer Kunst, die vermutlich weit verbreitet war, deren Spuren aber heute nur schwer zurückzuverfolgen sind. Die Themen der Villanellen und anderer Lieder reichen von der Poesie des Petrarca oder des Ariosto bis hin zu sehr gewagten Dingen – wir finden sogar Anspielungen auf bezahlte Liebe – zeitlose Themen in der „volkstümlichen“ Musik von der Renaissance bis heute. Die Kompositionen, in denen polyphone Begleitungen noch vorherrschen, orientieren sich dennoch am neuen Stil einer von einem Klangteppich aus einfachen Akkorden unterlegten Melodie – Vorfahre des neapolitanischen Liedes, wenn man so möchte, in dem die Gesangslinie die Oberhand über alle anderen Elemente gewinnt. Pino de Vittorio (der singt, aber auch Nakaire spielt) wird von den Lauten und Gitarren Fabio Accursos und Bor Zuljans begleitet, sowie von der Bassgambe des Domen Marinčič und den Schlaginstrumenten – einschließlich dem Dulce Melos, einer gehämmerten Zither – von Massimiliano Dragoni. © SM/Qobuz