Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Ähnliche Künstler

Die Alben

Ab
CD17,99 Fr.

Metal - Erschienen am 1. Januar 1991 | EMI

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Ab
CD209,49 Fr.

Metal - Erschienen am 3. März 1986 | UMC (Universal Music Catalogue)

Auszeichnungen Best New Reissue
Metallica besser als die Beatles? In Sachen Lautstärke war das kaum zu bezweifeln, wenn wir einzig und allein die neu gemasterten Ausgaben mit „ein paar“ Bonuszusätzen in Betracht ziehen, dann gehören die Four Horsemen auch zu den Siegern; allein schon der Vergleich dieser „Deluxe“ Edition des dritten Albums mit dem Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band Anniversary (Edition Super Deluxe) der Fab Four macht das deutlich. Hier finden wir nicht weniger als zehn CDs, die für diesen Master Of Puppets bis über den Rand vollgefüllt wurden, und die eben viele zu Recht oder zu Unrecht für den Sgt. Pepper's von Metallica halten. Es fällt tatsächlich schwer, in diesem Monument auch nur einen wunden Punkt zu entdecken. Aufgrund der langen Entstehungszeit, in der es glücklicherweise möglich war, die Archive in den verschiedenen Entwicklungsstadien auszuwerten, sieht es natürlich so aus, als hätte die Gruppe in eben diesem Moment ihres Werdegangs einen besonderen Gunstbeweis erfahren. Das, was ein paar Gegner diesem Album im Grunde vorwerfen, ist, dass es nicht genauso überrascht hat, wie die beiden vorangegangenen. Eigentlich können der allgemeine Aufbau des Master... und die meisten Titel in eine Reihe mit Ride The Lightning gestellt werden - das fängt an mit dem ersten super rasanten Titel, Battery, der mit Fight Fire With Fire verglichen werden kann, geht über Welcome Home (Sanitarium), die anfechtbare Ballade mittendrin, die im Großen und Ganzen dieselben Zutaten verwendet wie Fade To Black, und reicht bis zum heldenhaften Damage Inc. am Ende, das auf teuflische Weise an eine beschleunigte Version des Creeping Death erinnert; außerdem sollte das äußerst raffinierte Instrumentalstück Orion nicht vergessen werden, dessen Verwandtschaft mit The Call Of Ktulu allerdings nicht sehr ausgeprägt ist... Auch wenn man diesen dritten Versuch als Synthese der beiden vorangegangenen Alben einstufen kann, so ist nicht von der Hand zu weisen, dass Master… ein weitaus besseres Ergebnis gebracht hat, und zwar dadurch, dass Metallica zum ersten Mal die Zeit und die entsprechenden Mittel zur Verfügung hatte, den Kompositionen auch noch den allerletzten Schliff zu geben, sodass sie nun fast an Perfektion grenzen. Selbst im Vergleich zu jüngeren Produktionen bleibt das Album technisch gesehen unschlagbar und einzigartig. Geht man ein wenig ins Detail, so erkennt man, dass diese neu gemasterte Ausgabe nicht deswegen interessant ist, weil das ursprüngliche Werk aufgefrischt wurde, sondern dank allem, was dazu gehört. Metallica hatte uns seit dem ersten offiziellen Live Live Shit: Binge & Purge daran gewöhnt, dass sie keine halben Sachen machen. Im vorliegenden Fall jedoch gehen sie noch darüber hinaus, selbst wenn man einen Vergleich mit den Neuauflagen von Kill 'em All und Ride The Lightning anstellt. Die Band hat alle Schubladen leergeräumt und alles aussortiert, um das Album in jeder beliebigen Hinsicht anzureichern. In erster Linie können wir die zahlreichen Skizzen auskosten, die angehenden Musikern durchaus zu empfehlen sind. Auch die unterschiedlich ausgearbeiteten Modellentwürfe und die Instrumentalversionen lassen so einige Details erkennen, die bisher nicht unbedingt wahrgenommen werden konnten. Natürlich werden wir uns nicht unbedingt immer wieder von neuem James persönliche Kassettenauszüge (mit seinen „wanananana“) anhören und auch nicht jene von Kirk, oder gar die in Metallicas berühmter „garage“ mitgeschnittenen „writing in progress“-Versionen... Die beiden Höhepunkte in dieser Archivsammlung dagegen, The Prince, mit einem ersten recht gelungenen Ansatz des bei Diamond Head ausgeliehenen Titels, und die Neufassung von Fang, The Money Will Roll Right In, die sie dann aber fallen ließen, diese beiden sind es sehr wohl wert, dass wir genauer hinhören. Die Fans stritten sich um dieses kolossale Album nur deshalb, weil es um die Frage ging, ob es als bestes, zweitbestes oder drittbestes Metallica-Album gekürt werden soll, auch wenn vom vierten nie die Rede sein sollte. Die hier dargebotene neue Perspektive kann nur dazu führen, dass noch mehr Leute sich für das erste Lager entscheiden. Abgesehen von der wohlverdienten und total überzeugenden Anerkennung des Master…-Albums, sollte nicht übersehen werden, dass es sich hier auch um den unbestreitbaren Erfolg einer Epoche handelt, in der Cliff Burton mitgewirkt hatte. Diese Epoche können wir ziemlich leicht daran erkennen, dass in jener Zeit der Bass eine besondere Rolle spielte. Und zwar aus gutem Grund. Cliff war nicht bloß ein Bassist, sondern sowohl eine treibende schöpferische und inspirierende Kraft als auch eine sehr großzügige und zurückhaltende Person, die alles im Gleichgewicht hielt, besser noch, die Beziehungen innerhalb von Metallica „harmonisierte“. Später wurde dann klar, dass seine Rolle als Mediator zwischen Lars Ulrich und James Hetfield oft gefehlt hat. So manche könnten sich sogar die Frage stellen, ob Kirk Hammett nach diesem Album nicht weniger Fortschritte machte, da er von Cliff nicht mehr in Schwung gehalten wurde und von dessen geistiger und instrumentaler Hilfestellung nicht mehr profitieren konnte.  Welche Rolle er als Bassist gespielt hat, kommt bei den hier vorliegenden Konzerten sehr deutlich zum Tragen, und einige darunter zeichnen sich sogar durch einen ganz besonderen Klang aus. Zusätzlich möchten wir auf das allerletzte Konzert zusammen mit Cliff hinweisen, und zwar am 26. September 1986 im Solnahallen in Stockholm, ein paar Stunden vor dem Unfall mit dem Tourbus, der ihn das Leben gekostet hat. Deshalb wird sich also niemand über die „Bootleg“-Qualität des Mitschnitts beklagen. Trotz des großen Beitrags, den Jason Newsted geleistet hat, dessen Vortragsstücke und erstes Konzert mit Metallica hier zu finden sind, hat die Band mit Cliff Burtons Ableben weit mehr als bloß einen Musiker verloren. Das Hauptargument jener, die Master… in den Himmel loben, besteht darin zu sagen, dass …And Justice For All oder sogar dem „Black Album“ (Metallica) etwas fehlt, nämlich Cliff Burton, basta! Diese Master… Neuausgabe ist dermaßen gut ausgearbeitet, dass es auf der Hand zu liegen scheint, dass Lars, James und Kirk dem, der ihnen so viel gebracht hat, ein letztes Mal eine würdevolle Ehre erweisen wollten. © JPS/Qobuz
Ab
CD20,49 Fr.

Metal - Erschienen am 1. Januar 2008 | EMI

Auszeichnungen 8/10 de Volume
"Warum nicht gleich so?" möchte man den vier Herren entgegen schmettern. Aber nein, sie mussten ja unbedingt auch noch in schraddelige und strunzlangweilige Gefilde abdriften, ehe sich Metallica nach 20 Jahren und den beiden musikalischen Bausparverträgen "Load " und "ReLoad" endlich wieder auf ihre alten Stärken besinnen. Nichts gegen das schwarze Album, aber wer Metallica sagt, meint auch Geschwindigkeit. Das letzte Lebenszeichen in dieser Richtung kam eben vor zwei Dekaden mit "... And Justice For All" um die Ecke. Der Einstieg in 75 Minuten "Death Magnetic" mit eingespieltem Herzklopfen führt die körperlichen Symptome beim gemeinen Metallica-Fan akustisch fort. Nicht wenige werden mit zitternden Händen, fahrigen Bewegungen und wummernder Blutpumpe den Silberling in den Player schieben und gespannt der Dinge harren, die auf den Hörer einstürzen. Hammetts Soli sind - Gott sei es tausendfach gedankt - zurück, und das Riffing lehnt sich ganz stark an die Prä-Load-Phase an. Alles in Butter also? Zum größten Teil. Aggressivität verbinden Hetfield und Co. endlich wieder mit dem verstärkten Einsatz des Gaspedals. Das bekommt auch dem Opener "That Was Just Your Life" ganz gut, wenn die Band nach anderthalb Minuten dem Affen Zucker gibt. Nach sieben Minuten ist der Spuk vorbei. Der gewichtige Unterschied zum Vorgänger lässt sich exemplarisch bereits an diesem Song ausmachen. Trotz instrumentaler Wiederkäuerei kommt diesmal kaum Langeweile auf. Zweistimmige Leads mit Riffs im Rudi Rammler-Tempo und Double Bass-Attacken ... Herz, was willst du mehr? In das Schema passt auch "The End Of The Line". Ein druckvoll ausgestalteter Songaufbau kreist um den ruhigen Mittelteil, der lediglich unter einem etwas platten Chorus leidet. Ansonsten auch hier: ordentlich. Das Schielen auf die eigene Vergangenheit mündet in ordentliche bis äußerst launige Ideen, der Kracher kommt aber erst mit "All Nightmare Long" daher gerumpelt. Da geht einem doch glatt das Thrash-Herzchen auf. Der etwas hysterische Gesang Hetfields geht mit ungestüm dahin preschender Rhythmik einher. Das schon vor Releasetermin im Netz umher spukende "Cyanide" sieht im direkten Vergleich arg blass aus, blinzeln hier doch die gezähmten "Load"/"ReLoad" Hardrock-Riffs durch. Solide zwar, aber auch nicht übermäßig spannend. Und dann kommt er doch noch, der Zonk. In "Unforgiven III" schmust und flauscht sich ein sanftes Pianointro mit Streicherbegleitung an die Ohren, ehe die Band instrumental den Faden aufnimmt. Wie das bei Sequels so ist, spielt nicht jede Fortführung der Ursprungsidee mit jener auf Augenhöhe. Was auf "ReLoad" schon nicht funktionierte, geht auch hier in die Hose: Ein schlurfendes Tempo alleine erzeugt noch keine Emotionen, gleiches gilt für den Einsatz von Streichern. Über sieben Minuten versucht der Song zwanghaft, den Geist balladesker Metallica-Tracks wie "Fade To Black" oder "Nothing Else Matters" zu atmen und erstickt letztendlich an diesem Anspruch. "Forgive me" skandiert Hetfield. Nö, dafür nicht. "Suicide & Redemption" läutet das Ende der 20 Jahre währenden Instrumental-losen Zeit ein. An Meisterwerke wie "Orion" oder "The Call Of Ktulu" knüpft das knapp achtminütige Stück nicht an, entwickelt aber nichtsdestotrotz zügig Dampf unterm Kessel. Stilistisch lassen einige Ideen der Instrumental-Rabauken von Karma To Burn grüßen. Den heiligen Metal-Gral finden Metallica auch mit "Death Magnetic" nicht wieder. Dafür sind dem aufmerksamen Hörer manche Riff-Idee und einige Rhythmus-Patterns nur allzu bekannt. Aber lieber das Selbstplagiat pflegen und gekonnt den Seitenblick zu Slayer schweifen lassen ("My Apocalypse"), als ... lassen wir das. Warum zur Hölle nicht gleich so? © Laut
Ab
CD17,99 Fr.

Metal - Erschienen am 1. Januar 1986 | Mercury (Universal France)

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Metallica besser als die Beatles? In Sachen Lautstärke war das kaum zu bezweifeln, wenn wir einzig und allein die neu gemasterten Ausgaben mit „ein paar“ Bonuszusätzen in Betracht ziehen, dann gehören die Four Horsemen auch zu den Siegern; allein schon der Vergleich dieser „Deluxe“ Edition des dritten Albums mit dem Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band Anniversary (Edition Super Deluxe) der Fab Four macht das deutlich. Hier finden wir nicht weniger als zehn CDs, die für diesen Master Of Puppets bis über den Rand vollgefüllt wurden, und die eben viele zu Recht oder zu Unrecht für den Sgt. Pepper's von Metallica halten. Es fällt tatsächlich schwer, in diesem Monument auch nur einen wunden Punkt zu entdecken. Aufgrund der langen Entstehungszeit, in der es glücklicherweise möglich war, die Archive in den verschiedenen Entwicklungsstadien auszuwerten, sieht es natürlich so aus, als hätte die Gruppe in eben diesem Moment ihres Werdegangs einen besonderen Gunstbeweis erfahren. Das, was ein paar Gegner diesem Album im Grunde vorwerfen, ist, dass es nicht genauso überrascht hat, wie die beiden vorangegangenen. Eigentlich können der allgemeine Aufbau des Master... und die meisten Titel in eine Reihe mit Ride The Lightning gestellt werden - das fängt an mit dem ersten super rasanten Titel, Battery, der mit Fight Fire With Fire verglichen werden kann, geht über Welcome Home (Sanitarium), die anfechtbare Ballade mittendrin, die im Großen und Ganzen dieselben Zutaten verwendet wie Fade To Black, und reicht bis zum heldenhaften Damage Inc. am Ende, das auf teuflische Weise an eine beschleunigte Version des Creeping Death erinnert; außerdem sollte das äußerst raffinierte Instrumentalstück Orion nicht vergessen werden, dessen Verwandtschaft mit The Call Of Ktulu allerdings nicht sehr ausgeprägt ist... Auch wenn man diesen dritten Versuch als Synthese der beiden vorangegangenen Alben einstufen kann, so ist nicht von der Hand zu weisen, dass Master… ein weitaus besseres Ergebnis gebracht hat, und zwar dadurch, dass Metallica zum ersten Mal die Zeit und die entsprechenden Mittel zur Verfügung hatte, den Kompositionen auch noch den allerletzten Schliff zu geben, sodass sie nun fast an Perfektion grenzen. Selbst im Vergleich zu jüngeren Produktionen bleibt das Album technisch gesehen unschlagbar und einzigartig. Geht man ein wenig ins Detail, so erkennt man, dass diese neu gemasterte Ausgabe nicht deswegen interessant ist, weil das ursprüngliche Werk aufgefrischt wurde, sondern dank allem, was dazu gehört. Metallica hatte uns seit dem ersten offiziellen Live Live Shit: Binge & Purge daran gewöhnt, dass sie keine halben Sachen machen. Im vorliegenden Fall jedoch gehen sie noch darüber hinaus, selbst wenn man einen Vergleich mit den Neuauflagen von Kill 'em All und Ride The Lightning anstellt. Die Band hat alle Schubladen leergeräumt und alles aussortiert, um das Album in jeder beliebigen Hinsicht anzureichern. In erster Linie können wir die zahlreichen Skizzen auskosten, die angehenden Musikern durchaus zu empfehlen sind. Auch die unterschiedlich ausgearbeiteten Modellentwürfe und die Instrumentalversionen lassen so einige Details erkennen, die bisher nicht unbedingt wahrgenommen werden konnten. Natürlich werden wir uns nicht unbedingt immer wieder von neuem James persönliche Kassettenauszüge (mit seinen „wanananana“) anhören und auch nicht jene von Kirk, oder gar die in Metallicas berühmter „garage“ mitgeschnittenen „writing in progress“-Versionen... Die beiden Höhepunkte in dieser Archivsammlung dagegen, The Prince, mit einem ersten recht gelungenen Ansatz des bei Diamond Head ausgeliehenen Titels, und die Neufassung von Fang, The Money Will Roll Right In, die sie dann aber fallen ließen, diese beiden sind es sehr wohl wert, dass wir genauer hinhören. Die Fans stritten sich um dieses kolossale Album nur deshalb, weil es um die Frage ging, ob es als bestes, zweitbestes oder drittbestes Metallica-Album gekürt werden soll, auch wenn vom vierten nie die Rede sein sollte. Die hier dargebotene neue Perspektive kann nur dazu führen, dass noch mehr Leute sich für das erste Lager entscheiden. Abgesehen von der wohlverdienten und total überzeugenden Anerkennung des Master…-Albums, sollte nicht übersehen werden, dass es sich hier auch um den unbestreitbaren Erfolg einer Epoche handelt, in der Cliff Burton mitgewirkt hatte. Diese Epoche können wir ziemlich leicht daran erkennen, dass in jener Zeit der Bass eine besondere Rolle spielte. Und zwar aus gutem Grund. Cliff war nicht bloß ein Bassist, sondern sowohl eine treibende schöpferische und inspirierende Kraft als auch eine sehr großzügige und zurückhaltende Person, die alles im Gleichgewicht hielt, besser noch, die Beziehungen innerhalb von Metallica „harmonisierte“. Später wurde dann klar, dass seine Rolle als Mediator zwischen Lars Ulrich und James Hetfield oft gefehlt hat. So manche könnten sich sogar die Frage stellen, ob Kirk Hammett nach diesem Album nicht weniger Fortschritte machte, da er von Cliff nicht mehr in Schwung gehalten wurde und von dessen geistiger und instrumentaler Hilfestellung nicht mehr profitieren konnte.  Welche Rolle er als Bassist gespielt hat, kommt bei den hier vorliegenden Konzerten sehr deutlich zum Tragen, und einige darunter zeichnen sich sogar durch einen ganz besonderen Klang aus. Zusätzlich möchten wir auf das allerletzte Konzert zusammen mit Cliff hinweisen, und zwar am 26. September 1986 im Solnahallen in Stockholm, ein paar Stunden vor dem Unfall mit dem Tourbus, der ihn das Leben gekostet hat. Deshalb wird sich also niemand über die „Bootleg“-Qualität des Mitschnitts beklagen. Trotz des großen Beitrags, den Jason Newsted geleistet hat, dessen Vortragsstücke und erstes Konzert mit Metallica hier zu finden sind, hat die Band mit Cliff Burtons Ableben weit mehr als bloß einen Musiker verloren. Das Hauptargument jener, die Master… in den Himmel loben, besteht darin zu sagen, dass …And Justice For All oder sogar dem „Black Album“ (Metallica) etwas fehlt, nämlich Cliff Burton, basta! Diese Master… Neuausgabe ist dermaßen gut ausgearbeitet, dass es auf der Hand zu liegen scheint, dass Lars, James und Kirk dem, der ihnen so viel gebracht hat, ein letztes Mal eine würdevolle Ehre erweisen wollten. © JPS/Qobuz
Ab
HI-RES34,49 Fr.
CD24,49 Fr.

Metal - Erschienen am 28. August 2020 | EMI

Hi-Res
Viele erinnern sich noch an das 1999 erschienenen erste S&M (Symphony and Metallica), auf dem die Four Horsemen ihre größten Hits zusammen mit dem San Francisco Symphony Orchester neu eingespielt hatten. Diese erste, von Michael Kamen geleitete Iteration war von Kritik und Publikum gleichermaßen begrüßt worden. Die Nachfrage, dieses Experiment ein weiteres Mal in demselben Ausmaß zu wiederholen, war enorm und wurde 2019 endlich Wirklichkeit. San Francisco Symphony und Metallica stehen diesmal unter der Leitung von Michael Tilson Thomas und präsentieren nun eine schlichtere Vision als jene von Kamen vor zwanzig Jahren. Statt der unzähligen, von Kamen hinzugefügten Bläser- und Streichereinlagen nutzt Tilson Thomas das Orchester wirklich dazu, um der Musik der Kalifornier Unterstützung zu bieten. Anstatt sie damit zu einzulullen, bewahrt er so den Lebenssaft der Originaltitel und verleiht ihnen umso mehr Intensität. Hier befinden wir uns tatsächlich vor zwei zu einer Einheit verschmelzenden Welten und es gibt nicht mehr das beim ersten S&M entstandene Gefühl, es handle sich bloß um Übereinandergeschichtetes.Der hochtrabende Opener auf Ecstacy of Gold (Ennio Morricone) macht es möglich, dann mit fast frohlockender Maestria auf das Instrumental Call of Ktulu überzugehen. Außerdem lassen Metallica es sich nicht nehmen, akustischeres Terrain zu erkunden (die Gruppe hatte es sich allmählich zur Gewohnheit gemacht, ihre Stücke in verschiedenen Tonarten neu aufzulegen), sodass James Hetfield und das Orchester uns in eine fast heitere Stimmung versetzen können, wie etwa in All Within My Hands. Das San Francisco Symphony Orchester spielt nicht nur die Rolle des Handlangers, sondern profitiert von Metallica auch zu eigenen Zwecken für treffende und wohlklingende Interpretationen von Sergei Prokofjews Scythian Suite (Skythische Suite/Tschuschbog und der Tanz der bösen Geister) und Alexander W. Mossolows Intro to The Iron Foundry (Eisengießerei, aus Opus 19). Eine hervorragende Auswahl, die uns packt und nicht mehr loslässt und eine recht unerwartete Stimmung erzeugt. (Anesthesia) Pulling Teeth, das der nicht mehr unter den Lebenden weilende Bassist Cliff Burton komponiert und in der Originalversion selbst gespielt hatte, wird hier vom Kontrabassisten Scott Pingel in einer Soloversion neu interpretiert und stellt den Höhepunkt dieses Konzerts dar.Man kann Metallica vorwerfen, bestimmte Klassiker miteinbezogen zu haben, die den Versuch nicht wirklich wert waren. S&M 2 überrascht und rührt aber seine Zuhörer. Die Four Horsemen scheinen fest entschlossen, ihr Angebot in unerwartete Richtungen auszuweiten, um ihr eigenes Vergnügen daran zu haben und zugleich auch uns Vergnügen zu bereiten. Man fragt sich wirklich, wie weit das wohl gehen wird. Aber umso besser. © Maxime Archambaud/Qobuz
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Metal - Erschienen am 25. August 1991 | EMI

Hi-Res
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Metal - Erschienen am 3. März 1986 | UMC (Universal Music Catalogue)

Hi-Res
Metallica besser als die Beatles? In Sachen Lautstärke war das kaum zu bezweifeln, wenn wir einzig und allein die neu gemasterten Ausgaben mit „ein paar“ Bonuszusätzen in Betracht ziehen, dann gehören die Four Horsemen auch zu den Siegern; allein schon der Vergleich dieser „Deluxe“ Edition des dritten Albums mit dem Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band Anniversary (Edition Super Deluxe) der Fab Four macht das deutlich. Hier finden wir nicht weniger als zehn CDs, die für diesen Master Of Puppets bis über den Rand vollgefüllt wurden, und die eben viele zu Recht oder zu Unrecht für den Sgt. Pepper's von Metallica halten. Es fällt tatsächlich schwer, in diesem Monument auch nur einen wunden Punkt zu entdecken. Aufgrund der langen Entstehungszeit, in der es glücklicherweise möglich war, die Archive in den verschiedenen Entwicklungsstadien auszuwerten, sieht es natürlich so aus, als hätte die Gruppe in eben diesem Moment ihres Werdegangs einen besonderen Gunstbeweis erfahren. Das, was ein paar Gegner diesem Album im Grunde vorwerfen, ist, dass es nicht genauso überrascht hat, wie die beiden vorangegangenen. Eigentlich können der allgemeine Aufbau des Master... und die meisten Titel in eine Reihe mit Ride The Lightning gestellt werden - das fängt an mit dem ersten super rasanten Titel, Battery, der mit Fight Fire With Fire verglichen werden kann, geht über Welcome Home (Sanitarium), die anfechtbare Ballade mittendrin, die im Großen und Ganzen dieselben Zutaten verwendet wie Fade To Black, und reicht bis zum heldenhaften Damage Inc. am Ende, das auf teuflische Weise an eine beschleunigte Version des Creeping Death erinnert; außerdem sollte das äußerst raffinierte Instrumentalstück Orion nicht vergessen werden, dessen Verwandtschaft mit The Call Of Ktulu allerdings nicht sehr ausgeprägt ist... Auch wenn man diesen dritten Versuch als Synthese der beiden vorangegangenen Alben einstufen kann, so ist nicht von der Hand zu weisen, dass Master… ein weitaus besseres Ergebnis gebracht hat, und zwar dadurch, dass Metallica zum ersten Mal die Zeit und die entsprechenden Mittel zur Verfügung hatte, den Kompositionen auch noch den allerletzten Schliff zu geben, sodass sie nun fast an Perfektion grenzen. Selbst im Vergleich zu jüngeren Produktionen bleibt das Album technisch gesehen unschlagbar und einzigartig. Geht man ein wenig ins Detail, so erkennt man, dass diese neu gemasterte Ausgabe nicht deswegen interessant ist, weil das ursprüngliche Werk aufgefrischt wurde, sondern dank allem, was dazu gehört. Metallica hatte uns seit dem ersten offiziellen Live Live Shit: Binge & Purge daran gewöhnt, dass sie keine halben Sachen machen. Im vorliegenden Fall jedoch gehen sie noch darüber hinaus, selbst wenn man einen Vergleich mit den Neuauflagen von Kill 'em All und Ride The Lightning anstellt. Die Band hat alle Schubladen leergeräumt und alles aussortiert, um das Album in jeder beliebigen Hinsicht anzureichern. In erster Linie können wir die zahlreichen Skizzen auskosten, die angehenden Musikern durchaus zu empfehlen sind. Auch die unterschiedlich ausgearbeiteten Modellentwürfe und die Instrumentalversionen lassen so einige Details erkennen, die bisher nicht unbedingt wahrgenommen werden konnten. Natürlich werden wir uns nicht unbedingt immer wieder von neuem James persönliche Kassettenauszüge (mit seinen „wanananana“) anhören und auch nicht jene von Kirk, oder gar die in Metallicas berühmter „garage“ mitgeschnittenen „writing in progress“-Versionen... Die beiden Höhepunkte in dieser Archivsammlung dagegen, The Prince, mit einem ersten recht gelungenen Ansatz des bei Diamond Head ausgeliehenen Titels, und die Neufassung von Fang, The Money Will Roll Right In, die sie dann aber fallen ließen, diese beiden sind es sehr wohl wert, dass wir genauer hinhören. Die Fans stritten sich um dieses kolossale Album nur deshalb, weil es um die Frage ging, ob es als bestes, zweitbestes oder drittbestes Metallica-Album gekürt werden soll, auch wenn vom vierten nie die Rede sein sollte. Die hier dargebotene neue Perspektive kann nur dazu führen, dass noch mehr Leute sich für das erste Lager entscheiden. Abgesehen von der wohlverdienten und total überzeugenden Anerkennung des Master…-Albums, sollte nicht übersehen werden, dass es sich hier auch um den unbestreitbaren Erfolg einer Epoche handelt, in der Cliff Burton mitgewirkt hatte. Diese Epoche können wir ziemlich leicht daran erkennen, dass in jener Zeit der Bass eine besondere Rolle spielte. Und zwar aus gutem Grund. Cliff war nicht bloß ein Bassist, sondern sowohl eine treibende schöpferische und inspirierende Kraft als auch eine sehr großzügige und zurückhaltende Person, die alles im Gleichgewicht hielt, besser noch, die Beziehungen innerhalb von Metallica „harmonisierte“. Später wurde dann klar, dass seine Rolle als Mediator zwischen Lars Ulrich und James Hetfield oft gefehlt hat. So manche könnten sich sogar die Frage stellen, ob Kirk Hammett nach diesem Album nicht weniger Fortschritte machte, da er von Cliff nicht mehr in Schwung gehalten wurde und von dessen geistiger und instrumentaler Hilfestellung nicht mehr profitieren konnte.  Welche Rolle er als Bassist gespielt hat, kommt bei den hier vorliegenden Konzerten sehr deutlich zum Tragen, und einige darunter zeichnen sich sogar durch einen ganz besonderen Klang aus. Zusätzlich möchten wir auf das allerletzte Konzert zusammen mit Cliff hinweisen, und zwar am 26. September 1986 im Solnahallen in Stockholm, ein paar Stunden vor dem Unfall mit dem Tourbus, der ihn das Leben gekostet hat. Deshalb wird sich also niemand über die „Bootleg“-Qualität des Mitschnitts beklagen. Trotz des großen Beitrags, den Jason Newsted geleistet hat, dessen Vortragsstücke und erstes Konzert mit Metallica hier zu finden sind, hat die Band mit Cliff Burtons Ableben weit mehr als bloß einen Musiker verloren. Das Hauptargument jener, die Master… in den Himmel loben, besteht darin zu sagen, dass …And Justice For All oder sogar dem „Black Album“ (Metallica) etwas fehlt, nämlich Cliff Burton, basta! Diese Master… Neuausgabe ist dermaßen gut ausgearbeitet, dass es auf der Hand zu liegen scheint, dass Lars, James und Kirk dem, der ihnen so viel gebracht hat, ein letztes Mal eine würdevolle Ehre erweisen wollten. © JPS/Qobuz
Ab
HI-RES21,99 Fr.
CD15,49 Fr.

Metal - Erschienen am 26. Juli 1984 | EMI

Hi-Res
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Metal - Erschienen am 25. August 1988 | UMC (Universal Music Catalogue)

Hi-Res
Als ob es nicht schon schier unmöglich gewesen wäre, für das unvergleichliche Monument Masters Of Puppets einen würdigen Nachfolger zu finden, mussten Metallica auch noch Cliff Burtons Dahinscheiden überwinden, der nicht bloß Bassist war, sondern so etwas wie ein essentieller, geistiger und musikalischer Leader geworden war. Obwohl Lars Ulrich, James Hetfield und Kirk Hammett viel später einen Psychologen zu Rate zogen (man erinnere sich an den Film Some Kind Of Monster), so hätten sie es eigentlich in dem Augenblick, als sie mit der Vorbereitung dieses vierten Albums starteten, tun sollen. Und dieser arme Jason Newsted wohl auch, so hätte er besser verstehen können, warum er der Prügelknabe der Gruppe geworden war, erst recht bei diesem Album, nachdem er beim Mixen schlicht und einfach „ausgeschaltet“ worden war. Obwohl Lars und James geschworen hatten, keinen Remix von… AJFA zu machen, um den Bass wieder unterzubringen, so ist er aus diesem Remaster doch viel deutlicher herauszuhören. Genauso wie aus den zahlreichen Live-Titeln, die in dieser Neuausgabe enthalten sind. Bewusst oder unbewusst haben die drei Überlebenden des Busunfalls bei der Tournee, der Cliff am 27. September 1986 das Leben gekostet hatte, versucht, das Album einzuspielen, das dieser gerne gemacht hätte. Sie waren sich sehr wohl bewusst, dass er das musikalische Universum der Gruppe ziemlich erweitert hatte, da er eine intensive musikalische Ausbildung genossen hatte und seine Interessen bei Bach anfingen und über den Punk der Misfits, den bluesigen Hardrock von Thin Lizzy oder den Southern Rock der Lynyrd Skynyrd oder Allman Brothers bis hin zum hochkarätigen Progressive Rock von Rush, King Crimson oder Yes reichten… Es liegt auf der Hand, dass Lars und James in dieser Zeit die Kontrolle über Metallica übernommen hatten, sie haben aber die verschnörkelten Kompositionen und den Inhalt des …AJFA auf die Spitze getrieben, wodurch ein riesiges Möbelstück mit unzähligen Schubladen entstand. Bei der Entstehung der neun Titel dieses Doppelalbums (man bedenke, dass die Vinylplatte ihre letzten Tage lebte) kommt bei jedem Schritt zum Ausdruck, wie schwierig die Aufgabe für Kirk und vor allem für Jason gewesen war. Die zahlreichen in dieser Neuausgabe enthaltenen Entwürfe und Probeaufnahmen (angefangen bei den ersten Audiokassetten von James aus dem Jahre 1986 bis hin zu den Sessions mit der ganzen Gruppe zwischen Oktober 1987 bis Januar 1988) beweisen es. Metallicas „progressivstes“ Album, dem bei der Veröffentlichung kein einhelliger Empfang beschieden war, steht zwar noch in Cliffs Schatten, in der Folge sollte die Gruppe jedoch eine ganz andere Richtung einschlagen. In ihrem experimentellen Delirium konnten sie ohnehin kaum noch weiter gehen. Paradoxerweise findet man den ersten großen „Publikumserfolg“ des Quartetts auf… AJFA, und zwar mit One, zumindest mit der gekürzten Version, die auf allen Radiosendern zu hören war oder in Metallicas allererstem Clip auf MTV. © Jean-Pierre Sabouret/Qobuz
Ab
HI-RES37,99 Fr.
CD27,49 Fr.

Metal - Erschienen am 18. November 2016 | EMI

Hi-Res
Neulich an der Metal-Theke: Ein netter Herr mit graumeliertem Haar, Ziegenbart und tätowierten Armen empfängt Sie freundlich: "Willkommen bei Metallica. Mein Name ist James Hetfield. Wie kann ich ihnen helfen? Darf es heute etwas '... And Justice For All' sein? Dazu vielleicht noch 200 Gramm 'Master Of Puppets'? Vielleicht sogar ein paar feine Scheiben 'Kill 'Em All'? Hier hinten haben wir noch ein bisschen 'Load' im Angebot." Niemand soll diesen Laden unglücklich verlassen. Über "Hardwired...To Self-Destruct" steht "Fanservice" in großen Neonbuchstaben. Das Mülltonnengeklapper "St. Anger" und die Kakophonie "Lulu" waren grausig, aber in jeder Sekunde spannender als das zehnte Metallica-Album. Nicht jedoch besser! Nachdem die Band ihre Fans über Jahrzehnte herausforderte und verschreckte, bekommen diese 2016 nun genau das, was sie erwarten: puren Dienstleistungs-Metal auf hohem Qualitätslevel. Hetfield, Ulrich, Hammett und Trujillo kehren acht Jahre nach dem Loudness War "Death Magnetic" endgültig zurück nach Hause. Dort bieten sie einen Querschnitt durch ihre ersten sechs Longplayer und die verschiedensten Metal-Stile. Von Thrash zu Heavy, ein Schlenker über NWoBHM und zurück. Kutte an, Haargummi aus dem schütterem Haar, Pommesgabel recken, bangen. "Hardwired...To Self-Destruct" stellt vor allem Hetfields großes Comeback-Album dar. Fokussiert verzichtet er bei seinem Gesang weitestgehend auf billige Effekthascherei. Kaum Kaugummivocals, kaum "Yeahs!", "Yohs!" und "Arrrhs!", keine "Bohs!". Von den Soli ausgenommen, stammen sämtliche Gitarrenspuren vom Merica-Redneck. In jedem Riff, jedem Break spürt man die Zeit und Arbeit, die der Handwerker in den Longplayer steckte. Metal-Gnom Ulrich, neben Phil Collins wohl der meistgehasste Schlagzeuger der Musikgeschichte, klingt bis über beide Ohren motiviert, zeitweise sogar übermotiviert. Scheinbar hat er diesmal tatsächlich vor den Aufnahmen geprobt und kriegt es hin, sich für kurze Zeit auf den Punkt zu konzentrieren. Manch eine der unzähligen Doublebass-Attacken klingt schon zu perfekt. Ein Schelm, wer denkt, dass hier die Möglichkeiten der modernen Studio-Produktion ausgereizt wurden. Vorsicht, Solo! Leider zieht Kirk Hammett als größter Schwachpunkt die Tracks immer wieder unnötig nach unten. Kein verlorenes Smartphone entschuldigt diese ambitionslose, gelangweilte Vorstellung. "Ich fühle mich so, als ob ich alles spielen kann", tönte er im "Guitar World"-Interview, um dann auf "Hardwired...To Self-Destruct" doch wieder in dem Solo stecken zu bleiben, in dem er spätestens seit "Load" festhängt. Wah-Wah an, die Blues-Tonleiter hoch und runter gniedeln, fertig. Spätestens beim vierten Song "Moth Into Flame" wünscht man sich in die seligen Zeiten zurück, als er auf "St. Anger" ein Solo-Verbot auferlegt bekam. Der Bassist spielt auch mit. Auf Balladen verzichten Metallica. Dafür hagelt es Selbstzitate. Der Refrain von "Atlas, Rise!"? Bedient sich passend zum 2012 gegründeten Label bei "Blackened". Der Anfang von "ManUNkind"? "My Friend Of Misery". "Dream No More"? Hat reichlich bei "Sad But True" getankt. Warum hier 77:26 Minuten auf zwei CDs verteilt werden, während die 78:59 Minuten von "Load" noch auf eine CD passten, wird wohl auf immer ein Rätsel bleiben. Der Opener "Hardwired" springt mit ausgefahrenen Krallen direkt ins Gesicht. Keine akustische Einleitung, keine Vorwarnung. Wütende drei Minuten Punk-Metal, die perfekt auf das Album einstimmen. Hier gibt es nichts Subtiles, nichts Elegantes, nur ungezügelte Aggression. Wir sind Metallica. Wir sind hier, wir sind laut, wir gehen nicht weg. "Hardwired...To Self-Destruct" zeigt deutlich, was für ein Missverständnis die letzten Alben darstellten. Metallica sind Schreiner, die dir jederzeit eine hochwertige Kommode wie "Atlas, Rise!" anfertigen. Ein abwechslungsreiches Stück, dass sie mit Links zur ihrer eigenen Vergangenheit und einem mehrstimmigen und eingängigen NWoBHM-Solo verzieren. Ehrbares Metal-Handwerk, mit einem an die griechische Mythologie angelehntem Text dekoriert. Zur Kunst, zu einem für sie neuen Horizont, fehlte Metallica dauerhaft schlichtweg das Werkzeug. Nach dem furiosen Auftakt nehmen sie leider etwas zu häufig den Fuß vom Gaspedal, was zu diversen Längen führt. Statt weiteren Brechern folgen Midtempo-Nummern, wie für "Metallica" geschaffen. Mitten in dieser Umgebung schaut Cthulhu in "Dream No More" auf ein freudiges Wiedersehen vorbei. "Cthulhu awaken / He sways in abyss returning / Inhaling black skies / He shakes with a torture burning / All lost in his eyes." In "ManUNkind" lassen sie gar die Blues-Riffs aus "Load" wieder von den Untoten auferstehen. Schade. "Halo On Fire", die Drama-Queen des Longplayers, kommt in seinen cleanen, harmonieseligen Strophen einer Ballade am nächsten. In der Steigerung, die der längste Song des Albums durchlebt, hält er sich jedoch nicht lange an diesem Ort auf. Dieser markiert nur den Ausgangspunkt, das Auge des Sturms, aus dem sich die hymnenhafte Nummer episch erhebt. Das Lemmy Kilmister-Tribut "Murder One", benannt nach dessen Verstärker, beginnt mit Clean-Sound in "Welcome Home (Sanitarium)"-Manier. Eine Vorlage, die Metallica im weiteren Verlauf leider zu selten nutzen. Anstatt der Verlockung nachzugeben, für ihren mit mit "Aces" und "Iron Horses" gefüllten Salut einfachheitshalber einen Motörhead-Track zu imitieren, schrieben sie einen lavazähen Song, der einige Zeit zum Wachsen benötigt. "Born to lose / Living to win." Lemmy bleibt jedoch nicht alleine unter den Verstorbenen. "Blacked out / Pop queen, amphetamine / The screams crashed into silence." Nach "Amy" von Amy Winehouse' Schicksal bewegt, entstand das vor Iron Maiden und Slayer-Anleihen gespikte "Moth Into Flame". Seine Dynamik bezieht das Stück aus den mehrstimmigen Gitarrenparts, harten Riffs und Ulrichs Doublebass. "Here Comes Revenge" baut mit wuchtigen Riffs und schreienden Gitarren langsam Stimmung auf. Dem gegenüber stehen die Strophen, in denen Hetfields melodische Gitarre gegen den bedrohlich voranrumpelnden Rhythmus kämpft. Der simpel gestrickte Refrain reißt all dies mit den wohl blödsten Lyrics des Albums mit dem Arsch ein. "Here comes revenge, just for you / Revenge, you can't undo / Revenge, it's killing me / Revenge, set me free." Vom Genre im Allgemeinen und von Metallica im Speziellen erwartet man sicher keine Gedichtsbände, aber etwas mehr Mühe hätte man sich schon geben können. Ähnliches gilt - kurz zurückspulen - für "Hardwired". "We're so fucked! Shit out of luck!" Nicht wenige würden sich freuen, auch mal so "fucked" zwischen Milliönchen, schnuckeligen Familien und in den Griff bekommenen Suchtproblemen zu enden. Mit dem Riff-Wirbelsturm "Spit Out The Bone", bei dem Ulrichs Doublebass hohl dreht, kommt das Beste zum Schluss. Metallica drehen die Uhren zurück auf den 25. Juli 1983. Zurück zu "Kill 'Em All". Hart, intensiv, schlichtweg brillant, ohne dabei die Melodie aus den Augen zu verlieren. Ein aus puren Adrenalin gestricktes Meisterstück, das wohl nur noch die größten Optimisten Metallica zugetraut hätten. Selbst Trujillo bekommt nun, nachdem er bereits seit 13 Jahre in der Band spielt, seine siebzehn Sekunden Fame ab. Ein kurzes Distortion-Bass-Solo, aussagekräftiger als jeder Hammett-Moment. Im besten Track seit "… And Justice For All" schreien die alten Grantler ihren Fans ein "Hey, haben wir es nicht noch immer voll drauf?" entgegen. Die Antwort darauf interessiert sie bereits nicht mehr und geht im finalen Lärm von "Spit Out The Bone" unter. Ein Abschluss, der die Sehnsucht nach einem Metallica-Album, das komplett auf diesem Level spielt, weckt. Ein Longplayer, der so endet, kann schlichtweg kein schlechter sein. Freilich könnte ein Metallica-Album nicht konservativer als "Hardwired...To Self-Destruct" klingen. Von Produzent Greg Fidelman rund in Szene gesetzt, ruft hier alles nach Tradition und nach Versöhnung mit den verlorenen gegangenen Fans. Nach dem Wunsch, die über Jahre abhanden gekommene Credibility zurück zu erlangen. Wir sind die Wauzis. Habt uns bitte wieder lieb. Dabei gelingt ihnen trotz mancher offensichtlichen Anbiederung und diversen Kritikpunkten das souveränste Album, das man von Metallica im 35. Jahr ihres Bestehens erwarten kann. © Laut
Ab
HI-RES37,99 Fr.
CD27,49 Fr.
S&M

Metal - Erschienen am 1. Januar 1999 | EMI

Hi-Res
Oh ja, das hatten wir doch schon letztes Jahr. Rechtzeitig wenn die Glöcklein zur Konsumjahreszeit läuten, kommt jeder Knödel auf die Idee, ein Best Of- Live- oder sonstwie geartetes Special Edition Pipapo-Album zu veröffentlichen. Ende '98 "Garage Inc.", heuer heisst das Teil S&M. S&M? Sadomaso? Soll das Hören jetzt schon im Vorfeld Schmerzen bereiten, damit man zum akustischen Orgasmus gelangt? S&M steht aber nicht für bizarres, sondern schlicht und ergreifend für Symphonie & Metallica. Symphonie in Gestalt des San Francisco Symphonie Orchestra mit Dirigent Michael Kamen, der auch alle Arrangements des Orchesters geschrieben hat. Und Metallica als Metallica. Man muss sich das einmal bildlich vorstellen. Vier Herren ganz in Schwarz stehen auf einer Riesenbühne zusammen mit 108 (!!) Musikern und geben (teilweise) metallisches Liedgut zum Besten. Eine Angelegenheit, die nicht unbedingt für Puristen geeignet ist. Klassik und harter Rock gehen nicht zwangsweise Hand in Hand. In diesem Kontext ist die Leistung von Michael Kamen bewundernswert. Denn ohne Orchester im Hintergrund würden Metallica-Fans bis ans Ende ihrer Tage darauf warten, dem genialen "Call Of Ktulu" [RealAudio-Hörprobe] einmal live zu lauschen. Ebendieser Song ist für mich auch der definitive Hammer, schade nur, dass Metallica bei der Songauswahl nicht unbedingt darauf acht gaben, dass genau die Songs auf das Album kommen, die im orchestralen Umfeld am besten rüberkommen. "Orion" und "Welcome Home" von "Master Of Puppets" oder die vertrackten Stücke von "...And justice For All" hätten es wohl eher verdient gehabt, von einem Orchester unterstützt zu werden, als zum Beispiel das eher simpel gestrickte "Enter Sandman" [RealAudio-Hörprobe], aber man kann eben nicht alles haben. Der Star dieser Platte ist aber eindeutig Michael Kamen. Es ist schon erstaunlich, wie alles so arrangiert wurde, dass nichts aufgesetzt klingt. Im Booklet erläutert er, wie er sich in die Stücke Metallicas hineinversetzt hat, um dem Ganzen den letzten klassischen Schliff zu verleihen. Stehende Ovationen für den Maestro bitte! Als kleines Osterhasigeschenk (des is der Nikolausi, Saubatzi!!) gibts noch zwei unveröffentlichte Tracks ("No Leaf Clover" und "Human" [RealAudio-Hörprobe]). Ganz nett, aber nicht wirklich wichtig. Applaus für beide Parteien, sowohl Metallica als auch den Symphonikern, für den Mut, solch ein Projekt zu verwirklichen. Aber ein Pünktchen Abzug von mir notorischem Nörgler für die etwas danebengegangene Songauswahl. Ansonsten: Projekt gelungen, Ohren tot! © Laut
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Metal - Erschienen am 24. Juli 1983 | EMI

Hi-Res
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Metal - Erschienen am 1. Januar 2009 | EMI

Hi-Res
Ab
HI-RES37,99 Fr.
CD27,49 Fr.

Metal - Erschienen am 1. Januar 1998 | EMI

Hi-Res
Rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit plazieren Metallica ihr neues Doppelalbum auf dem Gabentisch. Was haben wir denn da? Insgesamt 27 Coverversionen ihrer persönlichen Lieblinge, kein einziger neuer Song. Na ja, nach dem, was das Quartett um Ulrich und Hetfield mit den letzten beiden Platten angerichtet hat, ist das ja weiter nicht so schlimm. Eine CD mit 11 neu eingespielten Songs, die zweite eine Kollektion schon veröffentlichter Stücke aus dem Zeitraum '84 bis '95. Sammler und die-hard-Fans werden mit verklärtem Blick die zweite CD einrahmen und an die Wand hängen, nix neues für diese Fraktion der Käufer. Wenden wir nun unsere interessierten Lauscher in Richtung CD 1. Was zuerst auffällt, ist der rauhe Sound der Scheibe. Es knarzt im Gebälk, kein Vergleich zu den "normalen" Hochglanzproduktionen. In kürzester Zeit auf's Tape gerotzt, entsteht der Eindruck einer Jam-Session. Genau hier liegt die Stärke dieser Platte. Man kann förmlich beim Hören der einzelnen Stücke das Grinsen im Gesicht der vier "Metallicats" sehen, wenn sie ihre Lieblingssongs durch den musikalischen Metallwolf drehen. "Astronomy" (Blue Oyster Cult), "Whiskey in the Jar" (Thin Lizzy), und "Tuesday's gone" (Lynyrd Skynyrd) sind die absoluten Highlights dieser Scheibe. Punkige Noise-Attacken ("Free speech for the dumb") sind ebenso vertreten wie lonesome cowboy-songs ("Tuesday's gone"). Garage Inc. Besticht durch Spontaneität, Witz und dreckigen Sound - eine perfekte Überbrückung bis zum nächsten Studioalbum. Positiv zu erwähnen wäre noch das klasse gestaltete Booklet mit der kompletten Bandgeschichte und kleinen Anekdoten über die einzelnen Songs und deren Hintergründe. Bleibt zu hoffen, daß sich die vier über die Festtage besinnen, und wieder anfangen richtige Musik zu machen. Am besten in der Art, wie sie es auf Garage inc. zeigen. Fazit: Bestes Album von Metallica seit "Master of Puppets". © Laut
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Metal - Erschienen am 1. Januar 2008 | EMI

Hi-Res
"Warum nicht gleich so?" möchte man den vier Herren entgegen schmettern. Aber nein, sie mussten ja unbedingt auch noch in schraddelige und strunzlangweilige Gefilde abdriften, ehe sich Metallica nach 20 Jahren und den beiden musikalischen Bausparverträgen "Load " und "ReLoad" endlich wieder auf ihre alten Stärken besinnen. Nichts gegen das schwarze Album, aber wer Metallica sagt, meint auch Geschwindigkeit. Das letzte Lebenszeichen in dieser Richtung kam eben vor zwei Dekaden mit "... And Justice For All" um die Ecke. Der Einstieg in 75 Minuten "Death Magnetic" mit eingespieltem Herzklopfen führt die körperlichen Symptome beim gemeinen Metallica-Fan akustisch fort. Nicht wenige werden mit zitternden Händen, fahrigen Bewegungen und wummernder Blutpumpe den Silberling in den Player schieben und gespannt der Dinge harren, die auf den Hörer einstürzen. Hammetts Soli sind - Gott sei es tausendfach gedankt - zurück, und das Riffing lehnt sich ganz stark an die Prä-Load-Phase an. Alles in Butter also? Zum größten Teil. Aggressivität verbinden Hetfield und Co. endlich wieder mit dem verstärkten Einsatz des Gaspedals. Das bekommt auch dem Opener "That Was Just Your Life" ganz gut, wenn die Band nach anderthalb Minuten dem Affen Zucker gibt. Nach sieben Minuten ist der Spuk vorbei. Der gewichtige Unterschied zum Vorgänger lässt sich exemplarisch bereits an diesem Song ausmachen. Trotz instrumentaler Wiederkäuerei kommt diesmal kaum Langeweile auf. Zweistimmige Leads mit Riffs im Rudi Rammler-Tempo und Double Bass-Attacken ... Herz, was willst du mehr? In das Schema passt auch "The End Of The Line". Ein druckvoll ausgestalteter Songaufbau kreist um den ruhigen Mittelteil, der lediglich unter einem etwas platten Chorus leidet. Ansonsten auch hier: ordentlich. Das Schielen auf die eigene Vergangenheit mündet in ordentliche bis äußerst launige Ideen, der Kracher kommt aber erst mit "All Nightmare Long" daher gerumpelt. Da geht einem doch glatt das Thrash-Herzchen auf. Der etwas hysterische Gesang Hetfields geht mit ungestüm dahin preschender Rhythmik einher. Das schon vor Releasetermin im Netz umher spukende "Cyanide" sieht im direkten Vergleich arg blass aus, blinzeln hier doch die gezähmten "Load"/"ReLoad" Hardrock-Riffs durch. Solide zwar, aber auch nicht übermäßig spannend. Und dann kommt er doch noch, der Zonk. In "Unforgiven III" schmust und flauscht sich ein sanftes Pianointro mit Streicherbegleitung an die Ohren, ehe die Band instrumental den Faden aufnimmt. Wie das bei Sequels so ist, spielt nicht jede Fortführung der Ursprungsidee mit jener auf Augenhöhe. Was auf "ReLoad" schon nicht funktionierte, geht auch hier in die Hose: Ein schlurfendes Tempo alleine erzeugt noch keine Emotionen, gleiches gilt für den Einsatz von Streichern. Über sieben Minuten versucht der Song zwanghaft, den Geist balladesker Metallica-Tracks wie "Fade To Black" oder "Nothing Else Matters" zu atmen und erstickt letztendlich an diesem Anspruch. "Forgive me" skandiert Hetfield. Nö, dafür nicht. "Suicide & Redemption" läutet das Ende der 20 Jahre währenden Instrumental-losen Zeit ein. An Meisterwerke wie "Orion" oder "The Call Of Ktulu" knüpft das knapp achtminütige Stück nicht an, entwickelt aber nichtsdestotrotz zügig Dampf unterm Kessel. Stilistisch lassen einige Ideen der Instrumental-Rabauken von Karma To Burn grüßen. Den heiligen Metal-Gral finden Metallica auch mit "Death Magnetic" nicht wieder. Dafür sind dem aufmerksamen Hörer manche Riff-Idee und einige Rhythmus-Patterns nur allzu bekannt. Aber lieber das Selbstplagiat pflegen und gekonnt den Seitenblick zu Slayer schweifen lassen ("My Apocalypse"), als ... lassen wir das. Warum zur Hölle nicht gleich so? © Laut
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Metal - Erschienen am 1. Januar 2009 | EMI

Hi-Res
Ab
CD20,49 Fr.

Metal - Erschienen am 1. Februar 2019 | EMI

Ab
CD27,49 Fr.
S&M

Metal - Erschienen am 1. Januar 1999 | EMI

Oh ja, das hatten wir doch schon letztes Jahr. Rechtzeitig wenn die Glöcklein zur Konsumjahreszeit läuten, kommt jeder Knödel auf die Idee, ein Best Of- Live- oder sonstwie geartetes Special Edition Pipapo-Album zu veröffentlichen. Ende '98 "Garage Inc.", heuer heisst das Teil S&M. S&M? Sadomaso? Soll das Hören jetzt schon im Vorfeld Schmerzen bereiten, damit man zum akustischen Orgasmus gelangt? S&M steht aber nicht für bizarres, sondern schlicht und ergreifend für Symphonie & Metallica. Symphonie in Gestalt des San Francisco Symphonie Orchestra mit Dirigent Michael Kamen, der auch alle Arrangements des Orchesters geschrieben hat. Und Metallica als Metallica. Man muss sich das einmal bildlich vorstellen. Vier Herren ganz in Schwarz stehen auf einer Riesenbühne zusammen mit 108 (!!) Musikern und geben (teilweise) metallisches Liedgut zum Besten. Eine Angelegenheit, die nicht unbedingt für Puristen geeignet ist. Klassik und harter Rock gehen nicht zwangsweise Hand in Hand. In diesem Kontext ist die Leistung von Michael Kamen bewundernswert. Denn ohne Orchester im Hintergrund würden Metallica-Fans bis ans Ende ihrer Tage darauf warten, dem genialen "Call Of Ktulu" [RealAudio-Hörprobe] einmal live zu lauschen. Ebendieser Song ist für mich auch der definitive Hammer, schade nur, dass Metallica bei der Songauswahl nicht unbedingt darauf acht gaben, dass genau die Songs auf das Album kommen, die im orchestralen Umfeld am besten rüberkommen. "Orion" und "Welcome Home" von "Master Of Puppets" oder die vertrackten Stücke von "...And justice For All" hätten es wohl eher verdient gehabt, von einem Orchester unterstützt zu werden, als zum Beispiel das eher simpel gestrickte "Enter Sandman" [RealAudio-Hörprobe], aber man kann eben nicht alles haben. Der Star dieser Platte ist aber eindeutig Michael Kamen. Es ist schon erstaunlich, wie alles so arrangiert wurde, dass nichts aufgesetzt klingt. Im Booklet erläutert er, wie er sich in die Stücke Metallicas hineinversetzt hat, um dem Ganzen den letzten klassischen Schliff zu verleihen. Stehende Ovationen für den Maestro bitte! Als kleines Osterhasigeschenk (des is der Nikolausi, Saubatzi!!) gibts noch zwei unveröffentlichte Tracks ("No Leaf Clover" und "Human" [RealAudio-Hörprobe]). Ganz nett, aber nicht wirklich wichtig. Applaus für beide Parteien, sowohl Metallica als auch den Symphonikern, für den Mut, solch ein Projekt zu verwirklichen. Aber ein Pünktchen Abzug von mir notorischem Nörgler für die etwas danebengegangene Songauswahl. Ansonsten: Projekt gelungen, Ohren tot! © Laut
Ab
CD27,49 Fr.

Metal - Erschienen am 1. Januar 1998 | EMI

Rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit plazieren Metallica ihr neues Doppelalbum auf dem Gabentisch. Was haben wir denn da? Insgesamt 27 Coverversionen ihrer persönlichen Lieblinge, kein einziger neuer Song. Na ja, nach dem, was das Quartett um Ulrich und Hetfield mit den letzten beiden Platten angerichtet hat, ist das ja weiter nicht so schlimm. Eine CD mit 11 neu eingespielten Songs, die zweite eine Kollektion schon veröffentlichter Stücke aus dem Zeitraum '84 bis '95. Sammler und die-hard-Fans werden mit verklärtem Blick die zweite CD einrahmen und an die Wand hängen, nix neues für diese Fraktion der Käufer. Wenden wir nun unsere interessierten Lauscher in Richtung CD 1. Was zuerst auffällt, ist der rauhe Sound der Scheibe. Es knarzt im Gebälk, kein Vergleich zu den "normalen" Hochglanzproduktionen. In kürzester Zeit auf's Tape gerotzt, entsteht der Eindruck einer Jam-Session. Genau hier liegt die Stärke dieser Platte. Man kann förmlich beim Hören der einzelnen Stücke das Grinsen im Gesicht der vier "Metallicats" sehen, wenn sie ihre Lieblingssongs durch den musikalischen Metallwolf drehen. "Astronomy" (Blue Oyster Cult), "Whiskey in the Jar" (Thin Lizzy), und "Tuesday's gone" (Lynyrd Skynyrd) sind die absoluten Highlights dieser Scheibe. Punkige Noise-Attacken ("Free speech for the dumb") sind ebenso vertreten wie lonesome cowboy-songs ("Tuesday's gone"). Garage Inc. Besticht durch Spontaneität, Witz und dreckigen Sound - eine perfekte Überbrückung bis zum nächsten Studioalbum. Positiv zu erwähnen wäre noch das klasse gestaltete Booklet mit der kompletten Bandgeschichte und kleinen Anekdoten über die einzelnen Songs und deren Hintergründe. Bleibt zu hoffen, daß sich die vier über die Festtage besinnen, und wieder anfangen richtige Musik zu machen. Am besten in der Art, wie sie es auf Garage inc. zeigen. Fazit: Bestes Album von Metallica seit "Master of Puppets". © Laut
Ab
CD20,49 Fr.

Metal - Erschienen am 25. August 1988 | EMI

Das, was an dem Album ...And Justice for All sofort auffällt, ist nicht Metallicas stetig zunehmende Perfektion der Kompositionen oder das apokalyptische, gefühlvolle Porträt einer verfallenden Gesellschaft. Es ist die merkwürdige, knochentrockene Produktion. Die Gitarren brummen dünn, das Schlagzeug ist viel zu schwach und Jason Newsteds Bass ist fast nicht zu hören. Es ist eine Schande, dass der kühle, kontrastarme Sound einige der musikalischen Details überdeckt, weil ...And Justice for All Metallicas komplexeste und ambitionierteste Arbeit ist. Jeder Song ist als lange Suite ausgelegt und nur zwei der neun Stücke sind kürzer als sechs Minuten. Es dauert ein wenig, sich in das Album zu versenken, aber mit der Zeit wird klar, dass ...And Justice for All mit das beste Material von Metallica enthält. © Steve Huey /TiVo

Der Interpret

Metallica im Magazin