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Die Alben

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Rock - Erschienen am 1. Januar 1996 | Universal Music Mexico

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Alternativ und Indie - Erschienen am 30. Oktober 2020 | E Works Records

Hi-Res
Zwar hat Mark Oliver Everett uns im Interview erst kürzlich verraten, dass er von Reviews am Veröffentlichungstag wenig hält, da ein Album seine Qualität erst über mehrere Jahre entfalten würde. Wir wollten uns die Kritik aber dennoch nicht verkneifen - immerhin ist der Ersteindruck ein ausgesprochen guter. Anfang des Jahres konnte man noch unbefangen gute Laune haben, daran erinnern einen die ersten paar Songs des mittlerweile 13. Eels-Albums. Einen Großteil der Stücke schrieb Everett nämlich bevor die lästige Pandemie sich über den Globus verteilte und häufig klingen die Titel ziemlich positiv. Selbst wenn sie sich dann doch mal wieder mit Everetts Lieblingsthemen Einsamkeit und Schmerz beschäftigen, gibt der ewige Lone Wolf ihnen einen optimistischen Kniff, einen Ausblick in Richtung Licht. Ganz besonders in den beiden Songs "I Got Hurt" und dem darauffolgenden "OK". Während "I Got Hurt" eine eher düstere Perspektive auf das Leben aufzeigt, fegt "OK" diese Düsternis mit den einleitenden Worten "I got hurt, so what?" direkt beiseite. Gegen Ende heißt es dann "You told me it was just a dark night / And I said no, this is something more / But you were right". Diese Sicht auf die Dinge, die schlechte Phasen nur als eben das hinnimmt, ist besonders erfrischend, wenn man sich an weniger zuversichtliche Eels-Werke wie "Electro-Shock Blues" erinnert. Die neue Platte klingt auch deutlich leichter als zuletzt "The Deconstruction". Vielmehr weckt "Earth To Dora" Erinnerungen an das großartige "Daisies Of The Galaxy", das 2000 mit warmen, melancholischen Klängen überzeugte. "The Gentle Souls" etwa erinnert an "Tiger In My Tank", das sehr ruhige "Who You Say You Are" scheint mit "Jeannie's Diary" verwandt. Der Einstieg "Anything For Boo" gerät mit Glockenspiel und grummelndem Bass wunderbar und ist textlich eine charmante, wenngleich auch etwas kitschige Liebeserklärung: "Anything for Boo / Oh Boo, I do / I do I do I do I do / Anything for Boo / My love is true". Mit dem anschließenden "Are We Alright Again" ist Everett sogar mal wieder ein richtig eingängiger Pop-Song gelungen, der sich das Ende der Pandemie herbeisehnt. Der Titeltrack kondensiert die Kernmessage des Albums und letztlich auch die Moral von Everetts dramatischer Lebensgeschichte in einen bestens aufgelegten Schunkeltrack: Hoffnungsvoll bleiben im Angesicht hoffnungszehrender Lebensabschnitte, denn es gibt immer etwas, für das sich das Leben lohnt: "So much, look up now / See that sun smiling down on you / Give us a hug / We'll be smiling as long as you're here / Love, Mark". Die Zeilen stammen teilweise aus einem Nachrichtenaustausch mit einer guten Freundin von Everett, die er aufzumuntern versuchte. Im Mittelteil konzentriert sich der Musiker dann mehr auf Beziehungsthemen. Während er in "Anything For Boo" noch himmelhoch jauchzt, ziehen in "Dark And Dramatic" die ersten Probleme ein, denn die Partnerin kämpft zu sehr mit sich selbst. In "Are You Fucking Your Ex", einem der Highlights, ist dann Eifersucht der Feind: "I get it / Everyone likes sex / But I need to know / Just what is going on / The late nights out / The days you disappear / I have to ask / Are you fucking your ex". Auch diesen Faden knüpft er in den beiden letzten Titeln "Baby Let's Make It Real" und "Waking Up" zu einem positiven Schluss. Trotz negativer Erfahrungen in der Vergangenheit propagiert er hier, es erneut zu wagen und sich zu verlieben. Ursprünglich wollte Everett mit seinen Eels kurz nach der Veröffentlichung des Albums touren, was nun freilich nicht möglich ist. Eine Verschiebung des Releases kam für ihn aber nicht in Frage, immerhin wäre Musik derzeit das, was den Menschen Mut macht. Die zwölf Stücke auf "Earth To Dora" eignen sich auf jeden Fall bestens als Soundtrack für den düsteren Corona-Herbst und appellieren an unser aller Durchhaltevermögen. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 6. April 2018 | E Works Records

Hi-Res Booklet
„D" wie Deconstruction, „E" wie Everett. Man hätte meinen können, dass Mark Olivier mit der introspektiven Platte The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett aus dem Jahre 2014 die letzten Seiten seiner mehr als 20 Jahre alten Fabel geschrieben hatte. Vier Jahre sind seitdem vergangen. Und ohne Vorwarnung kehrt das sensible Wesen mit der Korallenstimme wieder auf die Bildfläche zurück. Auf wunderschöne und zarte Weise. Zwischen Folk, arrangiertem Pop, leiseren Tönen (Premonition) und lasziven Saiten (The Epiphany) schwankt The Deconstruction zwischen gefühlvoller Morgenröte (Be Hurt) und chaotischem Rock (Today Is The Day, You're The Shining Light) hin und her. Um das Ganze noch abzurunden, holt der Multiinstrumentalist vorzeigbare Gäste mit ins Boot. Und so haben sich in den kalifornischen Coumpound Studios Musiker zusammengefunden, die bereits seit langer Zeit miteinander arbeiten: Der Bassist und Keyboarder Koool G Murder (Kelly Logsdon) und P-Boo (Mike Sawitzke), aber auch das Deconstruction Orchestra & Choir sowie Mickey Petralia, der bereits auf dem Album Electro-Schock Blues (1998) anwesend war. In absichtlich heruntergekommener Optik bewegen sich die 15 Tracks des Werkes zwischen luxuriöser Orchestration mit Flöten, Orgeln und Klavieren und deklamierten Texten (Archie Goodnight), die die musikalischen Sequenzen arrangieren und auch mal für instrumentale Pausen sorgen (The Quandary, The Unaswerable). Elegant und optimistisch. © Charlotte Saintoin/Qobuz
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Rock - Erschienen am 1. Januar 2000 | DreamWorks

Süß, putzig, niedlich - treffender könnte man die neue Platte der Eels wohl kaum beschreiben. Kinderzimmermelodien werden mit Gitarre, Flöte, Hammond-Orgel und Chorgesang vorgetragen, dass es eine wahre Freude ist. Und das ist nicht sarkastisch gemeint! Mr. E. und seinen beiden Mitstreitern ist mit "Daisies Of The Galaxy" ein wirklich schönes Album gelungen, welches von der Musik her so überhaupt nicht in diese Zeit zu passen scheint. Bei mir rufen die 15 Songs immer Bilder aus den amerikanischen Vorstädten der 50er und 60er hervor - eine kleine, heile Welt mit gepflegten Rasenflächen vor dem Haus und dem neuesten Wagen in der gepflasterten Auffahrt. Wobei "Daisies Of The Galaxy" keineswegs als naiv zu bezeichnen ist, die Songs sind von vorne bis hinten mit einer schon beängstigenden Perfektion auf diesen Stil getrimmt, ohne jedoch zum Kunstprodukt zu verkommen. War der Vorgänger - aufgrund schwerer persönlicher Schicksalsschläge des Sängers - noch düster und verzweifelt, so ist das neue Album das komplette Gegenteil - größtenteils fröhlich-freundliche Songs, die sich alle im drei-Minuten-Format bewegen. Und wenn E., nur mit Akkustikgitarre bewaffnet, Zeilen wie "I Like Birds" singt, dann wirkt das so absurd, dass einem "Daisies Of The Galaxy" schon alleine dadurch noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Großartig! © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Juni 2009 | [PIAS] Cooperative

Eine erste Assoziation zum neuen Eels-Album geht bis ins Jahr 2001 zurück - nur damals und heute zierte Mark "E" Everetts bärtiges Gesicht selbst das Plattencover. Auch der erste Höreindruck erinnert an "Souljacker". Während sich die ersten vier Scheiben der Band vor allem über den Antagonismus zwischen harmonischen Melodien und tief melancholischen Texten charakterisierten, stellte dieses fünfte Werk einen Einschnitt in der Diskografie dar. An die Stelle zuckersüßer Melodien traten verzerrte Gitarrenspuren, teilweise wichen die depressiven Texte erstmals zumindest verhältnismäßig optimistischen Denkansätzen. Vieles davon findet sich auch auf "Hombre Lobo" wieder. So gut wie jedem anderen Künstler wären der Erfolg und die damit verbunden Erwartungen nach dem Meisterwerk "Blinking Lights And Other Revelations" wahrscheinlich zu Kopf gestiegen. Bei Everett ist man nicht mal sicher, ob sie in seiner eigenen Welt überhaupt ankommen, geschweige denn, ob sie ihn eben interessieren würden. Für "Hombre Lobo", so scheint es, hat sich E zurückgelehnt und einfach mal wieder das gemacht, was er so oft und wahrscheinlich auch gerne tut: nicht den Erwartungen entsprechen. Dabei herausgekommen ist ein vergleichsweise "nur" gutes Album. Man könnte es auch andersrum formulieren: Eine solche Diskografie, in der eine Platte wie diese nicht zwingend ein Highlight darstellt, können nicht viele Bands vorweisen. Gleich der erste Song rumpelt mit der Tür ins Haus, und von den knarzenden Gitarren, dem scheppernden Schlagzeug und dem verzerrten Gesang fühlt man sich ein bisschen an Velvet Underground erinnert. Und dann dieser Bruch, dieser Kontrast, für den man diese Band so mag, "That Look You Give That Guy" eine von diesen Balladen, die E wieder von seiner zerbrechlichen Seite zeigt: "That look you give that guy/ I wanna see/ looking right at me": Everett ist mit dem so seltenen Talent gesegnet, solch banale Dinge auf solch wunderschöne Weise auszudrücken. Um wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren: Nicht alle Songs der Platte sind Highlights, manch ein Song plätschert ein bisschen vor sich hin, manches wirkt skizzenhaft, fast unfertig. Den Gesamteindruck des Albums stört das aber nie. Und um dem Herrn Everett noch einmal Honig um den Bart zu schmieren: "All The Beautiful Things" ist nicht nur die schönste Ballade des Albums, sondern auch eine der schönsten der Band, ach was, eine der schönsten überhaupt. Sie finden, das klingt übertrieben? So klingt das bei den Eels: "Everyday I wake up and wonder why/ I'm alone when I know/ I'm a lovely guy". Der Untertitel "12 Songs Of Desire" lässt erahnen, worum sich ein Großteil der Songs dreht: Um die Sehnsucht, das Begehren und Verlangen. Dass letzteres bei Everett ein unbefriedigtes ist, überrascht wohl niemanden – und trotzdem klingt die Musik dieses Mal nie, als ob es kein Morgen gäbe. © Laut
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Rock - Erschienen am 1. Januar 1988 | DreamWorks

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Alternativ und Indie - Erschienen am 26. April 2005 | Vagrant Records

"Es existieren zwei Arten von Weihnachtsmenschen", sagt Mark Oliver Everett, bekannt als E und die Personifizierung der Eels. "Diejenigen, die flackerfreie Weihnachtsbeleuchtung bevorzugen und die, die die blinkende lieber mögen". E gehört zu den Blinkern, schließlich war Stillstand in jeglicher Hinsicht nie sein Bier. Stattdessen hält der kauzige Kalifornier mit "Blinking Lights And Other Revelations" ein über 90-minütiges leidenschaftliches Plädoyer. Für die kurz aufblitzenden Glücksmomente, die der Tortur namens Leben einen Wert geben. Für den Wechsel zwischen am Boden zerstört und himmelhoch jauchzend. Für das Dasein an sich. Everetts durch und durch persönliche Inventur beginnt wirklich ganz am Anfang: "From Which I Came" vertont die Unschuld des Neugeborenen, zurückhaltende Hammondklänge und ein dunkles Cello begleiten Baby-E in die Welt. Die Kindheitserfahrungen geraten zur bluesigen Trauerparade, weil Mama und Papa die Liebe vorenthalten. Später sammelt E romantische Erfahrungen im Kirchenhof. Aber als die Beziehung in "Last Time We Spoke" mit einem schnöden Telefonat zerbricht, bleiben nur wolfartiges Gejaule und ein träge verschlepptes Piano zurück. Obendrein suchen ihn verstorbene Verwandte heim ("Trouble With Dreams", "Marie Floating Over The Backyard"). Doch jede Menge Glockenspiel und großzügig eingesetzte Autoharp setzen dem auf Platte gebannten Spuk Harmonie entgegen. Auch im Blick nach oben findet E Zuflucht. Dort warten neben Sonnenuntergang und Sternenhimmel blinkende Flugzeuge auf den Ich-Erzähler, die er zum göttlichen Morsecode umwandelt ("Blinking Lights For Me"). Kein Wunder, dass er sich im Laufe der Jahre zum Eigenbrödler entwickelt. Im pompösen "The Other Shoe" trommelt der Misanthrop dem scheubeklappten Grotßstadtvieh seine Verachtung entgegen. Sollen sie doch vor ihren Fernsehern kalt werden, E schmiedet sein Schicksal selbst. Und preist in "Going Fetal" gemeinsam mit Tom Waits, der knurrt wie eine besessene Katze, fröhlich hüpfend die Embryonalstellung. Mitmachen erwünscht, das hilft, das befreit und gibt Kraft für Tage voller Sehnsucht nach dem Vater ("Understanding Salesmen"). Eine schlicht herzzerreißende Streicherballade. Trauer und Verzweiflung überwältigen E an mancher Stelle. Doch immer, wenn ihn der "Checkout Blues" packt und er am Abgrund steht, blinkt es wieder irgendwo. Mal countryesk, wenn der Multiinstrumentalist sich unter Einsatz der Steelgitarre mit ausrangierten Zugführern identifiziert. Mal im Stil einer Ska-Band im euphorisch nach vorne stolpernden "Hey Man". Genauso ausufernd gerät das liebestolle und lebenstrunkende "Sweet Li'l Thing": Schwelgerische Geigen nebst Vögelgezwitscher lassen den Frühling unendlich scheinen. Doch nicht nur sich selbst therapiert E, auch für andere bleiben Kraftreserven. Surfrockend baut er in "To Lick Your Boots" die geschundene Seele eines Freundes wieder auf. Fast übertrieben altersweise klingt es, wenn der vormals depressive Eels-Kopf versucht, eine Freundin vom Selbstmord abzuhalten ("If You See Natalie"). Dramatisch und toll arrangiert ist das dennoch. Wundervoll ehrlich, ja zutiefst berührend dagegen die verspätete Entschuldigung an die alte Liebe auf der optimistischeren zweiten Scheibe ("I'm Going To Stop Pretending That I Didn't Break Your Heart"). Akustische Gitarre und sensible Stimme treffen Töne, die andere immer verfehlen werden. Und wer beim Elton John-Soundalike "Losing Streak" nicht breit grinst, als E mehrmals heftig kopfnickend versichert, seine Pechsträhne sei endlich gerissen ("Did you hear me?"), muss sich schon im Zustand der Verwesung befinden. Am Schluss der immer wieder durch kurze Instrumentals (Cello, Harfe, Flöte) aufgelockerten Retrospektive zieht E die Bilanz seines Lebens. In einer Art Abschiedbrief an die Urenkel gibt er ihnen ein lakonisches "It's not all good and it's not all bad" mit auf den Lebensweg. Reines Understatement, schließlich erklärt er mit dieser Platte mal eben den Fluch für besiegt, der all die Jahre auf ihm lastete. Ein baldiger Abschied von der Bühne steht trotz des Finalcharakters von "Blinking Lights" ebenfalls nicht zu befürchten. Dafür ist E viel zu sehr Getriebener. Und seine Musik zu einzigartig. © Laut

Alternativ und Indie - Erschienen am 13. April 2015 | E Works Records

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Noch 2010 wurde Eels-Frontmann Mark Everett im Londoner Hyde Park irrtümlich als mutmaßlicher Terrorist verhaftet. Vier Jahre später erhielt er eine Ehrung der Stadt und spielte am 30. Juli mit seiner Band in der altehrwürdigen Royal Albert Hall – ein Abend, der für die gleichnamige Doppel-CD und DVD festgehalten wurde. Die Band tritt in Anzügen auf, Everett sitzt zumeist am Piano und spricht zwischen den Songs mit trockenem Witz Monologe, die manchmal länger dauern als die Lieder selbst. Die Setlist setzt sich aus Stücken von allen Alben außer Shootenanny! zusammen, wobei im zweiten Teil der Fokus stärker auf den Songs des damals aktuellen Albums The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett liegt. © TiVo
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Rock - Erschienen am 1. Januar 2008 | Geffen

Die Stilrichtungen Metal und Drum'n'Bass hat Eels-Chef Mark "E" Everett bislang nicht angefasst, dazwischen so ziemlich alles. Nachzuprüfen heuer auf einem wahren Königsbankett alternativer Rockmusik. Da wäre einmal vorliegender Best Of-Happen "Meet The Eels" mit satten 24 Songs aus zehn Jahren Bandgeschichte, ergänzt von einer DVD, auf der zwölf meist wenig beachtete Eels-Videos der ohnehin viel zu wenig beachteten Eels-Singles enthalten sind. Parallel zu "Meet The Eels" wirft Everett ein noch pralleres Fan-Geschenk in Form der Doppel-CD "Useless Trinkets" in den Ring, auf der er sich den Titelzusatz "Volume 1" dankenswerterweise gespart hat: B-Seiten, Raritäten und unveröffentlichtes Zeug, ebenfalls aus zehn Jahren Eels und mit 50 (!) Stücken wahrlich ausreichend dokumentiert, legen den fast unmenschlichen Output des Songwriters aus Virginia frei, den manch anderer Künstler vielleicht in 30 Jahren Karriere zusammen kratzt. Dazu später mehr. Zunächst mal ist "Meet The Eels" eine absolut hochwertige Songsammlung, die von der hypnotisch-verrückten Debütsingle "Novocaine For The Soul" von 1996 über Glockenspielrocker wie "Flyswatter" (2000), Discobrecher wie "Souljacker Part 1" (2001) bis hin zu entdeckungswürdigen E-Samtstreichlern wie "Love Of The Loveless" (2003) mit Höhepunkten nicht geizt. Ob es mit dem Titel des Eels-Debütalbums "Beautiful Freak" zu tun hat, mit der über die Jahre schwer alternierenden Gesichtsbehaarung des Frontmanns oder mit dessen berüchtigten Interviewlaunen ("Ich hasse Scheißfragen!"); seither kam kaum eine Personenbeschreibung Everetts ohne die Adjektive "kauzig" oder "verschroben" aus. Im Gegensatz zu dem sicher nicht weniger spleenigen Labelkollegen Beck, an dessen Stimme und Virtuosität die Eels ein ums andere Mal erinnern, fehlte E einzig ein weltweiter Single-Hit. Dennoch: Der Eels-Chef ist zehn Jahre nach Erscheinen des Debütalbums eine Marke im Geschäft - künstlerisch auf konstant hohem Level werkelnd, sämtlichen Späßen nicht abgeneigt und Erwartungshaltungen gerne sein Gesäß zuwendend. Seine Songs heißen zum Beispiel "Son Of A Bitch", "Fucker" oder gleich "It's A Motherfucker" und sind doch zu Herzen gehende Balladen. Dass hier ein Mann arbeitet, dessen Texte gesonderte Aufmerksamkeit einfordern, versteht sich von selbst. "Waking up with an ugly face / Winston Churchill in drag", ist so eine Zeile, die einen beim Hören hinterrücks erwischt ("Your Lucky Day In Hell", 1996). Den Humor des Trios fasst neben dem bislang unveröffentlichten Missy Elliott-Cover "Get Ur Freak On" schlussendlich die DVD ein, auf der alleine schon die "Pleiten, Pech und Pannen"-Clipadaption "Rags To Rags" begeistert. Ebenfalls schön skurril Es Begründung zu Beginn von "Hey Man (Now You're Really Living)", warum es diesmal nur für ein billiges Handycam-Video gereicht hat. Die eingangs erwähnte, parallel erscheinende Doppel-CD "Useless Trinkets" öffnet dann das gesamte Buch des Eels'schen Wahnsinns. Beginnend mit einer Spoken Word-Liveversion von "Novocaine" arbeitet sich E berserkergleich durch weitere 49 Songs, von denen nicht alles hängen bleibt, aber vieles gefällt. Wer die Eels angesichts der zahlreichen elektronisch unterfütterten Songs schon immer mal unplugged antesten wollte, trifft E hier des Öfteren alleine mit der Akustikgitarre an. Natürlich geht es auch umgekehrt: "Jelly Dancers", ein Cover von Es Jugendheld Bruce Haack, besteht fast nur aus Keyboards und Percussions. Wer sich dennoch fragt, warum man 20 Euro für eine 50 Song starke Outtakes-Sammlung inklusive Live-DVD (Eels at Lollapalooza 2006, 6 Songs) ausgeben soll: Das 75-seitige Booklet mit Infos zu allen Songs und haufenweise Fotos von Band, Backstage-Pässen und Albumcover sollte an Liebe und Detailreichtum so schnell nicht zu überbieten sein. Die Eels gehören zweifellos zu den übersehenen Großmeistern des US-Alternative Rock. © Laut
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Rock - Erschienen am 1. Januar 2007 | Geffen

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Rock - Erschienen am 3. Juni 2003 | DreamWorks SKG

Die lange Zeit des Wartens hat sich gelohnt. Denn die großen Erwartungen, die mit der neuen Eels-Scheibe einher gingen, erfüllt "Shootenanny!" auf ganzer Linie. Dass Mark Oliver Everrett aka E, Tommy Walter und Butch Norton sämtliche Griffe im Register der musikalischen Kunst beherrschen, ist kein Geheimnis. Und so führt "Saturday Morning" erstmal die härtere Eels-Seite in der Tradition des letzten Albums "Souljacker" fort. Der Song glänzt durch wunderschöne simple Akkorde, die hart angeschlagen den Rock'n'Roll ins musikalische Spektrum der Band rücken. In "Good Old Days" kommt wieder die melancholische, depressive Seite E's zum Tragen und so auch der Griff zur Akustik-Gitarre. Beeindruckend schmettert die Band "Agony" gegen diese schöne neue Eels-Welt und zerstört damit in drei Minuten jegliche Hoffnung auf Optimismus. Zuerst vernimmt man nur ganz ruhige Klaviertakte, dann schwillt die Streicherbegleitung an, bis die Drums einsetzen und gemeinsam mit einer drohenden Gitarre die Ruhe beenden. Auch auf "Shootenanny!" verarbeitet E wieder sein von Schicksalsschlägen geprägtes Leben. In "Restraining Blues" singt er in jedem Vers "Life Goes On", was seine persönliche Situation wohl sehr gut zum Ausdruck bringt. Ganz plötzlich ist er wieder da, dieser Optimismus. Und die Eels'sche Verrücktheit: Denn wenn man den Song zum ersten Mal hört, denkt man an alles andere als an einen Blues. Das ist eben der größte Fehler, den man bei den Aalen machen kann: sich nur auf die Musik zu konzentrieren. Erst zusammen mit den Lyrics erschließen sich einem die Eels wirklich. "Shootenanny!" ist ein weiteres, sehr gelungenes Beispiel dafür, wie intelligente Rockmusik heute klingen kann. © Laut

Alternativ und Indie - Erschienen am 21. April 2014 | E Works Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 21. Februar 2006 | Vagrant Records

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Pop - Erschienen am 1. Januar 2001 | DreamWorks

Es wird langsam Herbst. Was könnte da besser passen, als ein neues Album von den Eels, die auf großartige Weise - und auf drei Alben - Melancholie in Pop verpackten. Pop? Rock! Denn auf "Souljacker" kommen die Gitarren doch häufiger und im Vergleich zu den Vorgängern auch heftiger zum Einsatz. Gleich zu Beginn dröhnt uns der "Dog Faced Boy" entgegen, authentisch wie immer, denn niemand versteht es so schön, über die Leute, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, Songs zu schreiben wie der Mann namens "E". Den Verzerrer noch ein ganzes Stück weiter aufgedreht haben die Eels dann im Refrain von "That's Not Really Funny", bevor mit "Fresh Feeling" wieder der typische und unwiderstehliche Pop auftaucht; der das Ohr so charmant umschmeichelt wie seit dem Debut "Beautiful Freak" nicht mehr. Außerdem - Überraschung! - scheinen bei "Fresh Feeling" zum ersten mal so etwas wie positive Denkansätze durch. Legt "E" auf seine alten Tage etwa seine Depressionen ab? Track Nummer vier, "Woman Driving, Man Sleeping" fließt so unscheinbar vor sich hin und ist doch so wundervoll, dass er schon alleine den Kauf des Albums rechtfertigen würde. Wenn "E" erzählt, sieht man förmlich den Wagen vor sich über die Straße durch die Nacht fahren und der Finger wandert automatisch zur Repeat-Taste. Souljacker Part I rockt dann wieder - für Eels'sche Verhältnisse - ganz gewaltig, was sicher auch an John Parish liegt, der an der Platte mitarbeitete und schon bei P.J. Harvey in die Seiten drosch. "Friendly Ghost" kombiniert wiederum die Eels-typischen Melodien, die direkt aus dem Kinderzimmer zu kommen scheinen, mit nicht ganz so beschwingten Texten. "Bus Stop Boxer" ist ein weiteres Stück, welches praktisch der perfekte Eels-Song sein könnte. Grandiose Melodie, dazu Es melancholischer Gesang - der vom Klang her inzwischen kaum noch von Beck zu unterscheiden ist. "World Of Shit" geht in eine ähnliche Richtung, die Eels in Bestform. Am Ende wird's mit "What Is This Note?" noch mal richtig laut, schnell und wild. "E" und seine Band haben die Regler auf 10 gedreht und verausgaben sich noch mal bis zum Letzten. Machen wir es kurz: Kaufen und glücklich werden! © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 23. August 2010 | E Works Records

Alternativ und Indie - Erschienen am 4. Februar 2013 | [PIAS] Cooperative

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Im Jahr 2013 präsentierten die Eels – Gruppe um den Mastermind E – ihr zehntes Studioalbum. Mark Oliver Everett, der sich hinter diesem Singer/Songwriter und Bandgründer E verbirgt, knüpft mit der Platte an den musikalischen Anfang an und verabschiedet sich somit leise von der schweren Melancholie, die noch Grundlage der mit Tomorrow Morning abgeschlossenen Trilogie bildete. Mit dem Opener "Bombs Away", einem lauten Bluestrack, wird dies bereits unterstrichen: Eine Verbindung aus schroffen Gitarreneffekten und markant-rauer Stimme gibt dort Äußerungen wie "Nobody listens to a whisperin' fool/you are not listening? I didn’t think so" zum Besten. Vor allem den Texten merkt man die Positivität an – das verkündete auch die erste Singleauskopplung "New Alphabet". Allerdings ist Wonderful, Glorious keine vollkommene Abwendung von den letzten Veröffentlichungen: Mit beispielsweise "The Turnaround" findet sich auch noch ein balladesker Song, der an die Vorgänger erinnert. © TiVo
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Alternativ und Indie - Erschienen am 21. April 2014 | E Works Records

Bereits ein Jahr nach dem Album Wonderful, Glorious (2013) veröffentlichte die amerikanische Alternative-Band Eels mit The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett schon ihr elftes Studiowerk. Betitelt ist die Platte nach dem Sänger, Mastermind sowie Produzenten der Gruppe, Mark Oliver Everett, kurz E. Nach dem eher rhythmischen und leichtfüßigen Vorgänger stellt sich der Nachfolger als eher ruhige und triste Aufnahme vor, minimalistisch begleitet von Akustikgitarre ("Parallels", "Agatha Chang"), Glockenspiel ("Series of Misunderstandings") sowie Streichern ("Where I'm At"). Auf der Deluxe-Edition finden sich zusätzlich noch Bonustracks und Live-Songs ("Trouble With Dreams", "Fresh Feeling"). Erschienen ist die Platte bei Pias Cooperative und dem bandeigenen Label E-Works. © TiVo
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2009 | E Works Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 16. September 2020 | E Works Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. Januar 2010 | [PIAS] Cooperative

Festzustellen, dass Eels-Mastermind E mit seinen Platten versucht, seine trostlose Existenz zu vertonen und seiner Einsamkeit zu entfliehen, ist nicht gerade originell. Schließlich ist es das Wesen seiner Musik. Eher erstaunlich, dass er nach fast zwanzig Jahren im Business immer noch nicht allen auf den Sack geht. Was einiges über die Qualität seiner Musik aussagt. Meldete er sich 2009 auf "Hombre Lobo" nach mehrjähriger Pause im Bandgefüge zurück, verzichtet er nur sechs Monate später weitgehend auf Begleitung. Diesmal braucht er kaum mehr als ein paar Gitarren und seine Stimme. In gewohnter Manier kümmert er sich weitgehend um alles selbst, von der Aufnahme übers Produzieren bis hin zur Abmischung. E ist sein eigener Rick Rubin, sozusagen. Im Keller/Studio seines Hauses eingeschlossen sinnierte er über eine zerbrochene Beziehung. Wut kam ihm dabei nicht in den Sinn, denn das einzige etwas lautere Stück auf dem Album ist "Unhinged". Ansonsten sind fast nur sanft gespielte Gitarren zu hören. Gelegentlich Streicher, ab und an ein Klavier. Fast könnte man Folk dazu sagen. Das kommt den Texten zugute, die schonungslos von Trauer und Verzweiflung handeln, aber nicht stereotypisch ausfallen. Was angesichts des ausgelutschten Themas einem Wunder gleicht. "She locked herself in the bathroom again, so I'm pissing in the yard", beschreibt E einen Streit in "A Line In The Dirt". Hat jemand den Anfang vom Ende jemals prägnanter auf den Punkt gebracht? Sicherlich, aber nicht in der jüngeren Poprock-Vergangenheit. Es gebrochenes Herz verknüpft sich mit der Erkenntnis, nicht mehr der Jüngste zu sein. Früher hätte er den Schlag weggesteckt und wäre wieder aufgestanden ("In My Younger Days"), aber jetzt? An wie viele von den Tausenden Tagen in seinem Leben könne er sich noch erinnern? An wenige – und viele davon waren mit der Verflossenen ("On My Feet"). Zum Schluss kommt die Erleuchtung. "I gotta get back on my feet", lautet die letzte Zeile des Albums. Das Erinnerungen an John Lennon ("I Need A Mother", das in dessen trostloses Solodebüt "Plastic Ono Band" passen würde), Mojave 3 ("Mansions Of Los Feliz", "Little Bird") und natürlich an eigene Stücke weckt, ohne sie zu nachzuahmen. War "Hombre Lobo" noch so etwas wie ein gutes, aber nicht überragendes Comeback-Album, besitzt "End Times" eine andere, zeitlose Qualität. Freunde der rockigen Stücke der Eels werden daran nicht unbedingt gefallen finden, doch Texte und Atmosphäre machen die ruhigen Töne wieder wett. © Laut