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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. Juli 2014 | 4AD

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Reissue
Im Anfang war der Punk, genauer gesagt, der Post-Punk, den die Cocteau Twins als Startrampe für eines der außerweltlichsten Bandprojekte überhaupt nutzten. 1982 veröffentlichte die Gruppe, bei der es sich keineswegs um Zwillinge handelt, das rohe Debütalbum "Garland". Zu diesem Zeitpunkt bestand das Trio noch aus der mit einer Elfenstimme ausgestatteten Sängerin Elizabeth Frazer, dem Multiinstrumentalisten Robin Guthrie, die beiden hatten nach relativ kurzer Zeit eine Liaison, und dem Bassisten Will Heggie. Dieser verabschiedete sich 1983, seine Rolle übernahm Simon Raymonde. In dieser Konstellation entstand der psychedelische Sound mit teils fantasierten, teils konkreten Gesangszeilen, der die Cocteau Twins zu Inspirationsquellen für Künstler*innen über alle Genregrenzen hinweg avancieren ließ. Die naturalistische, hauntologische Elektronik Boards Of Canadas, der sanfte, verwaschene Shoegaze von Slowdive und Konsorten, der spätere Alternative Rock, die legère Romantik von The Cure – sie alle wurden zu beträchtlichem Maße von der schottischen Band befruchtet. "Heaven Or Las Vegas" markiert in der Diskographie der Cocteau Twins ein besonderes Werk: Mit diesem Album überführten Frazer und Kumpanen die Psychedelik, die teils experimentellen Klangwände, über denen Frazers glockenklarer und doch schwer fassbarer Gesang thronte, in bislang ungekannte Pop-Konformität. Die Band klang plötzlich klar und konkret wie nie, ohne ihre spirituellen, ätherischen Qualitäten einzubüßen. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist bereits der Opener "Cherry-coloured Funk", wie so oft mit Referenzen an die Natur versehen. Mal ist in den Songtiteln von Kirschen, mal von Wölfen, mal von Füchsen im Mittsommer die Rede. Das musikalische Grundgerüst könnte genau so gut von Slowdive stammen, die 1990, im Erscheinungsjahr von "Heaven Or Las Vegas", erst beginnen, Fahrt aufzunehmen. Frazers Gesang ist verhältnismäßig klar, das Songwriting konventioneller als auf allen vorherigen Langspielern. Hier entsteht Avantgarde-Radio-Pop mit künstlerischer Exzellenz. "Pitch The Baby" an zweiter Stelle klingt hingegen mehr nach den älteren Tagen, zumindest auf gesanglicher Ebene. Textlich hingegen handelt der Song von Frazers und Guthries gemeinsamer Tochter Lucy Belle, die auf dem Album immer wieder zum Thema wird – ein weiteres Indiz der Konkretisierung, zumal viele frühere Texte gar in Fantasiesprache verfasst waren. "Fifty-Fifty Clown" hört sich mit seiner perlenden Coolness so an, wie heutzutage beispielsweise Rhye gerne klingen würde(n); eisiger, bedacht instrumentierter Dream Pop mit elektronischen Nuancen. Logischerweise waren die Cocteau Twins – die Band löste sich 1998, vor allem aufgrund von Frazers und Guthries Trennung, auf – die größte Nummer in diesem Subgenre, begründeten sie es doch federführend mit. Der Titelsong mit seinem eingängigen Refrain ragt in der Mitte des Albums wie ein melancholisches Fanal. Hier musiziert eine Band, die sich auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft befindet und ihre über die Jahre gebündelte Kreativität in atmosphärischen Songs vervollkommnet, die mit Urgewalt ins Ohr gehen. Es wirkt beinahe schon unfair, einen Song besonders hervorzuheben, schließlich tragen die zehn Stücke allesamt zu einem Album wie aus einem Guss bei. "Wolf In The Breast" mit seinen samtigen Moll-Akkorden und Frazers verworrenem Duett mit sich selbst kommt aber wohl gleichzeitig am konventionellsten und dennoch eigenständigsten daher. "Road, River and Rail" und "Frou-frou Foxes in Midsummer Fires" richten den Blick am Ende der LP, nichts taten die Cocteau Twins schließlich lieber, in die naturalistische, assoziative Ferne. Besonders der letzte Track fährt nochmal groß auf: Piano-Fundament, szenischer Gesang und plötzlich einsetzende Drums, die das große Finale nochmals auf eine gänzlich andere Ebene hebt. Dazu Frazers veränderte Stimme, die sich dem Sprechgesang annähert. Nur etwa 37 Minuten dauert dieses musikalische Monument. Es ist das letzte Album, das die Cocteau Twins auf der britischen Indie-Institution 4AD veröffentlichen. Auch die kommenden Longplayer überzeugen, werden aber bereits im bandinternen Clinch produziert. 2005, sieben Jahre nach der Auflösung, steht eine Reunion im Zuge einer Tour im Raum, die Frazer aber entschieden platzen lässt. Es ist das letzte Lebenszeichen der Cocteau Twins, einer ungemein einflussreichen Band. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. Juli 2014 | 4AD

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Alternativ und Indie - Erschienen am 26. Juli 2004 | 4AD

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Im Anfang war der Punk, genauer gesagt, der Post-Punk, den die Cocteau Twins als Startrampe für eines der außerweltlichsten Bandprojekte überhaupt nutzten. 1982 veröffentlichte die Gruppe, bei der es sich keineswegs um Zwillinge handelt, das rohe Debütalbum "Garland". Zu diesem Zeitpunkt bestand das Trio noch aus der mit einer Elfenstimme ausgestatteten Sängerin Elizabeth Frazer, dem Multiinstrumentalisten Robin Guthrie, die beiden hatten nach relativ kurzer Zeit eine Liaison, und dem Bassisten Will Heggie. Dieser verabschiedete sich 1983, seine Rolle übernahm Simon Raymonde. In dieser Konstellation entstand der psychedelische Sound mit teils fantasierten, teils konkreten Gesangszeilen, der die Cocteau Twins zu Inspirationsquellen für Künstler*innen über alle Genregrenzen hinweg avancieren ließ. Die naturalistische, hauntologische Elektronik Boards Of Canadas, der sanfte, verwaschene Shoegaze von Slowdive und Konsorten, der spätere Alternative Rock, die legère Romantik von The Cure – sie alle wurden zu beträchtlichem Maße von der schottischen Band befruchtet. "Heaven Or Las Vegas" markiert in der Diskographie der Cocteau Twins ein besonderes Werk: Mit diesem Album überführten Frazer und Kumpanen die Psychedelik, die teils experimentellen Klangwände, über denen Frazers glockenklarer und doch schwer fassbarer Gesang thronte, in bislang ungekannte Pop-Konformität. Die Band klang plötzlich klar und konkret wie nie, ohne ihre spirituellen, ätherischen Qualitäten einzubüßen. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist bereits der Opener "Cherry-coloured Funk", wie so oft mit Referenzen an die Natur versehen. Mal ist in den Songtiteln von Kirschen, mal von Wölfen, mal von Füchsen im Mittsommer die Rede. Das musikalische Grundgerüst könnte genau so gut von Slowdive stammen, die 1990, im Erscheinungsjahr von "Heaven Or Las Vegas", erst beginnen, Fahrt aufzunehmen. Frazers Gesang ist verhältnismäßig klar, das Songwriting konventioneller als auf allen vorherigen Langspielern. Hier entsteht Avantgarde-Radio-Pop mit künstlerischer Exzellenz. "Pitch The Baby" an zweiter Stelle klingt hingegen mehr nach den älteren Tagen, zumindest auf gesanglicher Ebene. Textlich hingegen handelt der Song von Frazers und Guthries gemeinsamer Tochter Lucy Belle, die auf dem Album immer wieder zum Thema wird – ein weiteres Indiz der Konkretisierung, zumal viele frühere Texte gar in Fantasiesprache verfasst waren. "Fifty-Fifty Clown" hört sich mit seiner perlenden Coolness so an, wie heutzutage beispielsweise Rhye gerne klingen würde(n); eisiger, bedacht instrumentierter Dream Pop mit elektronischen Nuancen. Logischerweise waren die Cocteau Twins – die Band löste sich 1998, vor allem aufgrund von Frazers und Guthries Trennung, auf – die größte Nummer in diesem Subgenre, begründeten sie es doch federführend mit. Der Titelsong mit seinem eingängigen Refrain ragt in der Mitte des Albums wie ein melancholisches Fanal. Hier musiziert eine Band, die sich auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft befindet und ihre über die Jahre gebündelte Kreativität in atmosphärischen Songs vervollkommnet, die mit Urgewalt ins Ohr gehen. Es wirkt beinahe schon unfair, einen Song besonders hervorzuheben, schließlich tragen die zehn Stücke allesamt zu einem Album wie aus einem Guss bei. "Wolf In The Breast" mit seinen samtigen Moll-Akkorden und Frazers verworrenem Duett mit sich selbst kommt aber wohl gleichzeitig am konventionellsten und dennoch eigenständigsten daher. "Road, River and Rail" und "Frou-frou Foxes in Midsummer Fires" richten den Blick am Ende der LP, nichts taten die Cocteau Twins schließlich lieber, in die naturalistische, assoziative Ferne. Besonders der letzte Track fährt nochmal groß auf: Piano-Fundament, szenischer Gesang und plötzlich einsetzende Drums, die das große Finale nochmals auf eine gänzlich andere Ebene hebt. Dazu Frazers veränderte Stimme, die sich dem Sprechgesang annähert. Nur etwa 37 Minuten dauert dieses musikalische Monument. Es ist das letzte Album, das die Cocteau Twins auf der britischen Indie-Institution 4AD veröffentlichen. Auch die kommenden Longplayer überzeugen, werden aber bereits im bandinternen Clinch produziert. 2005, sieben Jahre nach der Auflösung, steht eine Reunion im Zuge einer Tour im Raum, die Frazer aber entschieden platzen lässt. Es ist das letzte Lebenszeichen der Cocteau Twins, einer ungemein einflussreichen Band. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 19. September 1988 | 4AD

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. November 1984 | 4AD

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. September 1982 | 4AD

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Im September 1982 stellen die Cocteau Twins mit ihrem beim Label 4AD veröffentlichten Debütalbum Garlands die Weichen dieses legendären Mix aus Postpunk, Shoegaze und Dream Pop, das die schottische Band dann bis zum Beginn der 90er Jahre weiterentwickeln sollte. Was die Songs betrifft, so verschafft sich die großartige Liz Fraser mit ihrem bereits verträumten, aber total aus der Reihe tanzenden Charisma den gewissen Respekt. Obwohl die Virtuosität in hohen Lagen erst später aktuell werden sollte, funktioniert ihre Stimme bereits wie ein Magnet für die von ihrem Komplizen Robin Guthrie erfundene Schallwand. Wie eine ebenfalls recht bezaubernd wirkende Art Walgesang klingt sein Noise-Gitarrensound mit tonnenweise Reverb, mit dem er große elektrische, oft impressionistisch wirkende Leinwände malt. Guthrie steuert auch die Maschinen, insbesondere eine fast allgegenwärtige TR-808, die zur Traumwelt des Zweiergespanns Gesang/Gitarre das buchstäblich perfekte Gegengewicht bildet. Den Platz des Bassisten nimmt schließlich Will Heggie ein, der sich aber daraufhin verabschiedet und 1984 von dem für diese Zwecke einfallsreicheren Simon Raymonde ersetzt wird. Auch wenn Garlands eine für die 80er Jahre hervorragende Platte ist, lässt sich rückblickend sagen, dass diese Cocteau Twins da noch ein bisschen im Dunkeln tappen. Weil sie sich wahrscheinlich noch allzu sehr nach dem Universum der Siouxsie & The Banshees und The Cure sehnen. Liz Fraser und Robin Guthrie sollten sich dann aber recht schnell von der Cold Wave abnabeln und die Palette ihrer Klangfarben grenzenlos erweitern, sodass es dann möglich wurde, Wunder wie Treasure (1984), Victorialand (1986), Blue Bell Knoll (1988) und Heaven or Las Vegas (1990) auf die Welt zu bringen. © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 17. Juli 2015 | 4AD

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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. April 1986 | 4AD

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Alternativ und Indie - Erschienen am 31. Oktober 1983 | 4AD

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Alternativ und Indie - Erschienen am 10. November 1986 | 4AD

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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. Oktober 2018 | UMC (Universal Music Catalogue)

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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. April 1986 | 4AD

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Alternativ und Indie - Erschienen am 17. Juli 2015 | 4AD

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Pop - Erschienen am 1. Januar 1993 | EMI

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Rock - Erschienen am 1. November 1993 | UMC (Universal Music Catalogue)

Cocteau Twins' first release following their exodus from the 4AD stable, Four-Calendar Café is also, tellingly, their most earthbound effort; as with Heaven or Las Vegas, the emphasis here is on substance as much as style -- "Evangeline," "Bluebeard," and "Know Who You Are at Every Age" continue the trio's advance into more accessible melodic and lyrical ground without sacrificing even an ounce of their trademark ethereality. © Jason Ankeny /TiVo
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Alternativ und Indie - Erschienen am 13. Februar 2006 | 4AD

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Pop - Erschienen am 1. Januar 1995 | EMI

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Alternativ und Indie - Erschienen am 16. Oktober 2000 | 4AD

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Alternativ und Indie - Erschienen am 10. Februar 2003 | 4AD

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Alternativ und Indie - Erschienen am 13. Oktober 1986 | 4AD