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Die Alben

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Metal - Erschienen am 18. September 2007 | Craft Recordings

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Metal - Erschienen am 9. Oktober 2012 | Metal Blade Records

Eigentlich hatten Between The Buried And Me den zweiten "The Parallax"-Teil schon vor Ewigkeiten angekündigt. Anderthalb Jahre sind zwischen der EP und dem vorliegenden Album ins Land gegangen, aber das Warten hat sich definitiv gelohnt. Bereits auf dem Vorgänger existierte quasi keine Genregrenzen, die die Jungs aus Raleigh nicht mit Vehemenz und absoluter Leichtigkeit eingerissen hätten und genauso geht es auf "The Parallax II: Future Sequence" weiter. Auch wenn der gefühlvolle Einstieg mit "Goodbye To Everything" (Queen lassen grüßen) einen anderen Eindruck vermittelt, aber was in den anschließenden 70 Minuten folgt, ist quasi ein vertontes ADH-Syndrom. Denkt man schon beim Intro, dass Sänger Tommy Rogers eine ähnliche Stimmfärbung wie James LaBrie aufweist, so hört man im anschließenden "Astral Body" alle Dream Theater-Glocken läuten. Das abgestoppte Riffing und die Melodieführung erinnern par excellence an die New Yorker und halten in gewisser Weise auch noch an, wenn Tommys Screams wie ein Orkan das Kartenhaus durcheinander wirbeln. Und durcheinander gewirbelt wird anschließend alles, denn musikalische Überraschungen warten auf dem Album an jeder Ecke und hinter jedem Break. Haben sich BTBAM vor allem in den melodischen Bereichen in den letzten Jahren stark entwickelt, bricht "Lay Your Ghost To Rest" beinahe schon mit zerstörerischer Macht über einen herein und man registriert höchstens am Rande, dass da tatsächlich ein Banjo durch die Gegend knüppelt. Die kurzen Intermezzi wie "Autumn" oder "Parallax" darf man musikalisch gesehen getrost außer Acht lassen. Im Gesamtkonzept sind sie allerdings schlüssig. Dafür besorgen es einem die überlangen Tracks umso heftiger. Es scheint, als rauchte das Quintett das gleiche Kraut wie Devin Townsend oder wie habe ich mir Tuba und Xylophon in der Mitte von "Extremophile Elite" sonst zu erklären? Doch auch die eher kürzeren Stücke geraten unberechenbar und vielschichtig wie wenig andere Songs. "Bloom" galoppiert irgendwo über die Heide, ohne dass man weiß, wo es hingeht. Plötzlich lässt die Band auch noch im 60s-Stil die Bootys shaken. Batman, oder was? Was hier verwirrend, abgedreht und vielleicht nur schwer nachzuvollziehbar klingt, nötigt dem Hörer durchaus eine gewisse Geduld, Durchhaltevermögen und einige Nerven ab, lohnt sich aber auf ganzer Linie und beweist ein songwriterisches Talent, das die Band meilenweit über die breite Masse hinaus hebt. Ich möchte nicht zu viel versprechen, aber "The Parallax II: Future Sequence" hat als Konzeptalbum durchaus das Zeug, in einigen Jahren im gleichen Atemzug mit den Epen von Queen, Pink Floyd oder The Who genannt zu werden, auch wenn der Härtegrad natürlich deutlich höher ist. © Laut
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Metal - Erschienen am 18. September 2007 | Craft Recordings

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Metal - Erschienen am 10. Juli 2015 | Metal Blade Records

Between The Buried And Me kreieren eine Maschine, mit der man seinen Geist zum Fliegen bringen kann. Nur befindet man sich nicht wie beim Blockbuster "Inception" auf einem fantastischen (Alp-)Traum-Trip oder reist wie beim "Parallax"-Konzept einmal durch die Galaxis, sondern erhält mit Hilfe der "Koma-Maschine" einen Zugriff auf frühere Inkarnationen, die man immer wieder durchlebt. Der zunächst nicht sonderlich originelle Gedanke eignet sich musikalisch jedoch als extrem vielseitig umsetzbarer roter Faden. Generell kann man dem Konzept sowohl realistische als auch eskapistische Züge zuschreiben. In der fiktiven Story klingt die Optionsfülle an, die ein Leben in der gut situierten westlichen Welt vielen generell bietet und vor der viele oft kapitulieren. Und so driftet man von einer Situation zur nächsten, vergleichbar mit dem virtuellen Sprung von Existenz zu Existenz und merkt nicht mal, wie die Zeit vergeht und man eines Tages mit dem Tod des eigenen Egos konfrontiert wird. Generell dreht sich vieles in der Story um die Frage der Selbstachtung. Man sollte nicht allzu viel Zeit damit verschwenden, jemand zu sein, der man nicht ist. Der Wandel von den Szene-Helden des Metalcore, die Kreissägen-Hyperspeed-Gitarreninfernos perfektionierten, zu genreübergreifenden Konzeptkünstlern bleibt bei allen übernatürlich anmutenden Fähigkeiten des fünfköpfigen Kollektivs nachvollziehbar und harmonisch. Nach wie vor präsentieren die Amis technisch anspruchsvollen Prog mit starker Metalschlagseite. Das Modus Movendum sind eklektische, in seiner szenischen Anlage an Filmscores erinnernde Kompositionen. Zudem stehen Keyboards jeglicher Couleur noch mehr im Mittelpunkt als bislang und tragen viel zur emotionalen Ausgestaltung bei. Man höre nur das mit Orientalismen verzierte, cineastische Ende von "Turn On The Darkness" und das weirde Klavierlick, mit dem das psychotische "The Ectoptic Stroll" eingeleitet wird. Zudem bietet Tommy Rogers mal wieder eine enorme Stimmbandbreite an. Die unterschiedlichen Einflüsse und Spielarten werden in den einzelnen Songs kaleidoskopisch gebündelt: Elektronica, Soundscapes, Filmmusik, Rock, poppige Melodiebögen, klassische Parts, Jazzeinwürfe, virtuos-verspielter 70s-Prog der Marke Genesis oder Pink Floyd, Bombastrock im Stile Queens, Prog-Metal mit starker Dream Theater-Schlagseite, technischer Death Metal und ein gehöriger Arschtritt der aktuellen Prog-Generation wie Animals As Leaders, The Ocean oder Leprous ergeben ein Songwriting bar jeder Konvention. Heraus kommt ein größenwahnsinniger Selbstfindungstrip, ein hyperaktiver Stream Of Consciousness, geleitet von überbordender Kreativität. "Rapid Calm" besticht mit spacigen Klang-Collagen, die an Sci-Fi-Filme der 80er erinnern, unterbrochen von wüsten Riffpassagen, um das Ende mit einem Cockrock-Riff par excellence zu beschließen. Der balladeske Einstieg zu "King Redeem / Queen Serene" währt nur kurz, denn im Anschluss bricht eine frickelige Todesblei-Attacke über den Hörer ein, der ein Refrain aufgesetzt wird, der zwischen Blastbeat und Hardcore pendelt. Die absoluten Überwerke sind "Turn On The Darkness" und "Memory Palace", weil hier der stilprägende Abwechslungsreichtum und die Homogenität des Bandgefüges von gnadenlos guten Hooklines flankiert werden. Das Springen zwischen den unterschiedlichen Inkarnationen spiegelt die musikalische Vielfalt perfekt wider. Jeder Song besitzt seinen eigenen Charakter, was dem Songwriting maximale kreative Optionen verschafft. Zwischen Elysium, Limbus und Alptraum bewegend deckt die Band emotionale Abgründe ab, die in der kurzen Abfolge zu Beginn des Hörens überfordern können. Hier gilt wie so oft der Standpunkt: Was für die einen ADHS ist und ruhiggestellt gehört, ist für die anderen der normale Spieltrieb, der sich Geltung zu schaffen versucht. © Laut
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Metal - Erschienen am 13. Juni 2006 | Craft Recordings

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Metal - Erschienen am 7. Oktober 2003 | Craft Recordings

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Rock - Erschienen am 9. März 2018 | Sumerian Records

"Automata" nennt sich das aktuelle Projekt aus dem Hause Between The Buried And Me, dem (natürlich) ein Konzept zu Grunde liegt. Nach den außerkörperlichen Erfahrungen auf "The Parallax: Hypersleep Dialogues" und "The Parallax II: Future Sequence", der komatösen Introspektion auf "Coma Ecliptic", wechselt Sänger und Texter Tommy Rogers nun erneut die Perspektive: Was wäre, wenn deine Träume einer breiten Öffentlichkeit zugänglich würden? Die Frage, ob ein Traum handlungsleitend sein kann oder gar, dass Traum und Wachphase zwei gleichberechtigte Realitäten darstellen, inspiriert Menschen seit jeher. Man denke beispielsweise an Freuds Traumdeutung oder den Hollywood-Blockbuster "Minority Report". BTBAM interpretieren die Bedeutung des Traums hier als Befriedigung öffentlicher Schaulust: Rogers denkt dafür die grassierende Social Media-Nabelschau weiter. Da die Aufmerksamkeitsspanne bei Progbands generell hoch anzusiedeln ist, diese im medialen 24/7-Informationsgetöse aber faktisch auf 0 schrumpft, entschlossen sich die Amis, die Platte zu splitten. Wohl wissend, dass dies den Vorwurf der Profitgier nach sich ziehen dürfte. System Of A Down und Coheed And Cambria können ein Lied davon singen. Musikalisch klingt "Automata I" wie die konsequente Weiterentwicklung von "Coma Ecliptic", wenn auch in homöopathischen Dosen. Die dort etablierten Ruhephasen (zugängliche Melodien und ruhigen Synthie- wie Akustikpassagen) flechten BTBAM in bester Progrock-Tradition in ihren Metal/Djent-Mix ein. Sicherlich dürfte sich der ein oder andere Hörer an den vielen metrischen Finessen und durchdachten Harmonien stoßen, die der klassischen Dur/Moll-Schwerkraft trotzen. Gleichwohl passt gerade dieser Stilmix wunderbar zur Traumexegese des Ami-Quintetts. "Change My Spirit" ist sowas wie die textliche Leitlinie der Platte. Jeder Song erzählt eine Begebenheit aus der dualen Realität des Protagonisten. Mal ausufernder und verspielt wie auf "Condemned To The Gallows", "Yellow Eyes" oder "Blot". Mal fokussierter und kompakter wie ("House Organ", "Millions" oder "Gold Distance"). Und so kreisen BTBAM wie ein Magnetresonanztomograph um den menschlichen Schädel und versuchen den menschlichen Geist hervorzulocken. Der Fünfer festigt hier seinen Status als moderner Prog-Vorreiter und etabliert sich sozusagen als Dream Theater 2.0. Ob der komplette Zyklus zur Höchstnote taugt wie "Coma Ecliptic", lässt sich zur Halbzeit schwer orakeln. Dafür fällt die Weiterentwicklung im Vergleich zum Vorgänger zu moderat aus. Zudem verhindert die kurze Spielzeit, sich wirklich in die Traumwelt fallen zu lassen. © Laut
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Metal - Erschienen am 6. September 2005 | Craft Recordings

Ach du meine Fresse und ich hatte Between The Buried And Me einfach schon als eine weitere, beliebige Metalcore-Band eingeordnet. Genauso gut könnte ich Strapping Young Lad aber auch als Britpop bezeichnen, denn das Quartett aus North Carolina hat mit Metalcore soviel zu tun, wie ich mit nem modischen Kurzhaarschnitt. "All Bodies" rattert gleich mal mit der Urgewalt eines heran stürmenden Brontosauriers über einen hinweg und wechselt fröhlich zwischen alles platt walzenden Breitwandriffs und technischen Frickeleien. Dazu gibt es Breaks im Sekundentakt und einen schon beinahe epischen Schluss. Der Titeltrack lässt zunächst Erinnerungen an die göttlichen Confessor auftauchen, bevor es nach einem kurzen Knüppel-aus-dem-Sack-Zwischenspiel erneut mit dem Rechenbrett zur Sache geht. Between The Buried And Me verlangen dem Hörer die volle Konzentration ab und dürften mit "Croakies And Boatshoes" auch den ein oder anderen Cannibal Corpse-, bzw. Monstrosity-Fan begeistern. Gerade wenn man denkt, man weiß wie der Hase läuft, schlagen die Jungs wieder einen Haken und drücken einem "Selkies: The Endless Obsession" auf's Ohr. Fast schon jazzig experimentieren sie mit abgefahrenen Gitarren und Synthies. Dürfen die das überhaupt? Scheiße, ja, vor allem wenn Sänger Thommy auf einmal mit seiner warmen, klaren Stimme überrascht. Daran sollte man sich aber vorerst nicht gewöhnen, denn schon gibt's wieder den Arsch voll und der Song geht richtig nach vorne ab, nur um plötzlich mit spacigen Vocals und extrem relaxter Atmosphäre zu glänzen. Allein die letzten drei Minuten sind Feeling pur. Ähnlich entspannt ist das kurze Intermezzo "Breathe In, Breath Out". Die kurze Zeit sollte man auch zum Luft holen nutzen, denn "Roboturner" prügelt einem wieder den Sauerstoff aus den Kapillaren. Erst gegen Ende hin schrauben sie das Tempo wieder in Doom-Regionen herunter, um mit "Backward Marathon" gleich wieder von vorne zu beginnen. Auch hier mündet das Geknüppel in einen langsam aufgebauten, sphärischen Mittelteil, der zu keiner Zeit gezwungen oder kalkuliert klingt. Man hat viel mehr das Gefühl, dass alles genau da ist, wo es hin muss. Das rein instrumentale "Medicine Wheel" konzentriert sich vollkommen auf ruhige Klänge und lädt schon beinahe zum Träumen ein. Wer aber bis dahin noch nichts gelernt hat, der wird von "The Primer" zurecht aus dem Nickerchen gerissen. Ein Gitarrenlead, wie er klassischer nicht sein könnte, leitet den Track ein, der auch jeder Black Metal-Band gut zu Gesicht stünde. Bleibt der Song bis auf das Ende fast unauffällig, streuen die Verrückten in "Autodidact" eine Klaviermelodie ein, die beinahe wie die Untermalung zum einem Schultheaterstück klingt. Weil das ja noch nicht reicht, dürfen in "Laser Speed" sogar noch ein paar Calypso-Klänge herhalten, um ein ohnehin schon verrückt geniales Album zu einem würdigen Abschluss bringen. Das kesselt! © Laut
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Rock - Erschienen am 13. Juli 2018 | Sumerian Records

Traum oder Albtraum, das ist hier die Frage. Nach "Automata I" im März erscheint nun ein halbes Jahr später der zweite, abschließende Teil. "Automata II" führt die an den Kinohit "The Truman Show" angelehnte Story der medialen Dauerberieselung weiter. Musikalisch gehen Between The Buried And Me dabei deutlich über den Erstling hinaus. Natürlich mokieren sich viele Fans über das gesplittete Material, das mit einer Gesamtspielzeit von 70 Minuten auch auf eine CD gepasst hätte. Dabei ergibt die Aufteilung durchaus Sinn. Der erste Teil enthält die deutlich zugänglicheren und für das Quintett typischeren Songs. Teil 2 startet mit dem 13-minütigen Opener "The Proverbial Bellow" und liefert direkt ein Manifest der Stärke der Band. Gnadenlos gute Riffs brettern aus den Boxen. Vertrackt und doch höchst originell lassen sich noch entfernt die Vorbilder (Dream Theater, Meshuggah) orten. Dabei weisen die Saitengewitter in Sachen Eigenständigkeit und Qualität über diese Vorreiter hinaus. Darüber thront Sänger Tommy Rogers mit tollen Keys und Synths und einer variablen Stimme, die Growls und cleane Parts spielerisch meistert. Der Refrain ("Please Pick Up The Phone, It's Been Ringing") gehört mit zum besten Hook-Material in der Prog-Szene der letzten Jahre, und steht mindestens auf einer Stufe mit den Melodien von Gesangsakrobaten wie Einar Solberg (Leprous) und Dan Tompkins (TesseracT). Dieser Songkoloss ist ein ähnlich gelungener Einstand wie es "Astral Body" auf "The Parallax II: Future Sequence" darstellt. Der mit einem Zirkuswalzer startende und auf Piano und Akkordeon basierende Übergangstrack "Glide" mündet nach einem kurzen Moment der Stille in den ungewöhnlichsten und besten Track auf dem gesamten Zyklus. "Voice Of Trespass" bietet von Metal über Jazz/Swing bis hin zu Brass-Parts alles was das Prog-Herz begehrt und schlägt eine grandiose Brücke zum Vorgänger mit der "Condemned To Gallows"-Reminiszenz. Dieser Track bildet das Herzstück, das bei aller Eklektik total schlüssig und spannend daherkommt, wozu die Rhythmusfraktion aus Bassist Dan Briggs und Drummer Blake Richardson ihr Scherflein beiträgt. Die Rohheit und Ungestümheit der Frühwerke verzahnen die Amis perfekt mit der kontrollierten Offensive der letzten Platten. Die in "Whiplash" von Regisseur Damien Chazelle perfekt in Szene gesetzten Bilder des Jazz Orchesters laufen hier vor dem geistigen Auge ab. Den emotionalen Höhepunkt liefert der Abschluss "The Grid". Die Band wartet zum ersten Mal in ihrer Konzeptkarriere mit einem Happy End auf - und das Gitarrengespann Waggoner/Waring krönt dies mit einem grandiosen Solo, das in Sachen Dynamik und Intensität an den jungen John Petrucci erinnert und in der Form aktuell selbst den Six-String-Krösus Eric Gilette (The Neal Morse Band) aussticht. Somit liefert "Automata II" genau die besonderen Momente, die auf "I" noch fehlten und gibt in der Gänze der beiden Teile einen würdigen Nachfolger für das 5 Punkte-Monster "Coma Ecliptic" ab. © Laut
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Metal - Erschienen am 27. Oktober 2009 | Craft Recordings

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Metal - Erschienen am 6. September 2005 | Craft Recordings

Ach du meine Fresse und ich hatte Between The Buried And Me einfach schon als eine weitere, beliebige Metalcore-Band eingeordnet. Genauso gut könnte ich Strapping Young Lad aber auch als Britpop bezeichnen, denn das Quartett aus North Carolina hat mit Metalcore soviel zu tun, wie ich mit nem modischen Kurzhaarschnitt. "All Bodies" rattert gleich mal mit der Urgewalt eines heran stürmenden Brontosauriers über einen hinweg und wechselt fröhlich zwischen alles platt walzenden Breitwandriffs und technischen Frickeleien. Dazu gibt es Breaks im Sekundentakt und einen schon beinahe epischen Schluss. Der Titeltrack lässt zunächst Erinnerungen an die göttlichen Confessor auftauchen, bevor es nach einem kurzen Knüppel-aus-dem-Sack-Zwischenspiel erneut mit dem Rechenbrett zur Sache geht. Between The Buried And Me verlangen dem Hörer die volle Konzentration ab und dürften mit "Croakies And Boatshoes" auch den ein oder anderen Cannibal Corpse-, bzw. Monstrosity-Fan begeistern. Gerade wenn man denkt, man weiß wie der Hase läuft, schlagen die Jungs wieder einen Haken und drücken einem "Selkies: The Endless Obsession" auf's Ohr. Fast schon jazzig experimentieren sie mit abgefahrenen Gitarren und Synthies. Dürfen die das überhaupt? Scheiße, ja, vor allem wenn Sänger Thommy auf einmal mit seiner warmen, klaren Stimme überrascht. Daran sollte man sich aber vorerst nicht gewöhnen, denn schon gibt's wieder den Arsch voll und der Song geht richtig nach vorne ab, nur um plötzlich mit spacigen Vocals und extrem relaxter Atmosphäre zu glänzen. Allein die letzten drei Minuten sind Feeling pur. Ähnlich entspannt ist das kurze Intermezzo "Breathe In, Breath Out". Die kurze Zeit sollte man auch zum Luft holen nutzen, denn "Roboturner" prügelt einem wieder den Sauerstoff aus den Kapillaren. Erst gegen Ende hin schrauben sie das Tempo wieder in Doom-Regionen herunter, um mit "Backward Marathon" gleich wieder von vorne zu beginnen. Auch hier mündet das Geknüppel in einen langsam aufgebauten, sphärischen Mittelteil, der zu keiner Zeit gezwungen oder kalkuliert klingt. Man hat viel mehr das Gefühl, dass alles genau da ist, wo es hin muss. Das rein instrumentale "Medicine Wheel" konzentriert sich vollkommen auf ruhige Klänge und lädt schon beinahe zum Träumen ein. Wer aber bis dahin noch nichts gelernt hat, der wird von "The Primer" zurecht aus dem Nickerchen gerissen. Ein Gitarrenlead, wie er klassischer nicht sein könnte, leitet den Track ein, der auch jeder Black Metal-Band gut zu Gesicht stünde. Bleibt der Song bis auf das Ende fast unauffällig, streuen die Verrückten in "Autodidact" eine Klaviermelodie ein, die beinahe wie die Untermalung zum einem Schultheaterstück klingt. Weil das ja noch nicht reicht, dürfen in "Laser Speed" sogar noch ein paar Calypso-Klänge herhalten, um ein ohnehin schon verrückt geniales Album zu einem würdigen Abschluss bringen. Das kesselt! © Laut
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Hard Rock - Erschienen am 12. April 2011 | Metal Blade Records

Die alten Ägypter hatten ja - quasi als Hobby - die Angewohnheit, ihren Leichen das Hirn aus der Nase rauszuziehen, damit man als einbalsamiertes Dörrfleisch im Jenseits mehr her macht. Außerdem lebt es sich ohne Hirn deutlich befreiter. Sowohl im Jenseits, als auch auf RTL II. Einen ähnlichen Ansatz wählen Between The Buried And Me. Sie zwirbeln einen das Hirn zwar nicht aus dem Zinken, dafür aber über die Ohren aus dem Schädel. Schräg geht es gleich mit "Specular Reflection" los. Klavier, Hörner, Chöre - klingt alles eher nach Filmmusik zu einem David Lynch-Streifen, bis nach wenigen Sekunden gewohnt brachial - und dabei nicht weniger schräg - die Band einsetzt. Grenzen existieren für Between The Buried And Me nach wie vor nicht. Musikalisch spannt man den Bogen von extremstem Metal der Marke Dillinger Escape Plan bis hin zu fragilen, sanften Tönen à la Chroma Key und legt dabei interstellare Räume zurück. Passend zum lyrischen Konzept, das sich um zwei menschliche Charaktere dreht, die auf zwei Millionen Lichtjahre voneinander entfernten Planeten leben. Dort treffen sie Entscheidungen, die ihr Leben und möglicherweise das ganze Universum verändern. Anspruchsvoller Stoff, der zur nicht minder anspruchsvollen Musik passt und auf dem nächsten Album seine Fortsetzung finden wird. Nicht ganz leicht zu verdauen, was wieder den Bogen zurück zur Musik spannt. Der Wahnsinn lauert in allen Ecken. Hört euch nur die Polka-Runde in "Augment Of Rebirth" an!. Um ihn in all seiner Pracht auszuleben, kommt gerade mal "Lunar Wilderness" mit weniger als zehn Minuten über die Zielgerade. Die Jungs aus Raleigh haben mit "The Parallax: Hypersleep Dialogues" ein extrem vielschichtiges und abwechslungsreiches Album geschaffen, das einige Zeit braucht, um erschlossen zu werden. Auch wenn der Begriff "New Wave Polka Grunge" von der Band noch auf "Colors" gemünzt war - auf die neue Scheibe trifft er genauso zu. © Laut
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Metal - Erschienen am 28. April 2017 | Metal Blade Records

Between The Buried And Me kreieren eine Maschine, mit der man seinen Geist zum Fliegen bringen kann. Nur befindet man sich nicht wie beim Blockbuster "Inception" auf einem fantastischen (Alp-)Traum-Trip oder reist wie beim "Parallax"-Konzept einmal durch die Galaxis, sondern erhält mit Hilfe der "Koma-Maschine" einen Zugriff auf frühere Inkarnationen, die man immer wieder durchlebt. Der zunächst nicht sonderlich originelle Gedanke eignet sich musikalisch jedoch als extrem vielseitig umsetzbarer roter Faden. Generell kann man dem Konzept sowohl realistische als auch eskapistische Züge zuschreiben. In der fiktiven Story klingt die Optionsfülle an, die ein Leben in der gut situierten westlichen Welt vielen generell bietet und vor der viele oft kapitulieren. Und so driftet man von einer Situation zur nächsten, vergleichbar mit dem virtuellen Sprung von Existenz zu Existenz und merkt nicht mal, wie die Zeit vergeht und man eines Tages mit dem Tod des eigenen Egos konfrontiert wird. Generell dreht sich vieles in der Story um die Frage der Selbstachtung. Man sollte nicht allzu viel Zeit damit verschwenden, jemand zu sein, der man nicht ist. Der Wandel von den Szene-Helden des Metalcore, die Kreissägen-Hyperspeed-Gitarreninfernos perfektionierten, zu genreübergreifenden Konzeptkünstlern bleibt bei allen übernatürlich anmutenden Fähigkeiten des fünfköpfigen Kollektivs nachvollziehbar und harmonisch. Nach wie vor präsentieren die Amis technisch anspruchsvollen Prog mit starker Metalschlagseite. Das Modus Movendum sind eklektische, in seiner szenischen Anlage an Filmscores erinnernde Kompositionen. Zudem stehen Keyboards jeglicher Couleur noch mehr im Mittelpunkt als bislang und tragen viel zur emotionalen Ausgestaltung bei. Man höre nur das mit Orientalismen verzierte, cineastische Ende von "Turn On The Darkness" und das weirde Klavierlick, mit dem das psychotische "The Ectoptic Stroll" eingeleitet wird. Zudem bietet Tommy Rogers mal wieder eine enorme Stimmbandbreite an. Die unterschiedlichen Einflüsse und Spielarten werden in den einzelnen Songs kaleidoskopisch gebündelt: Elektronica, Soundscapes, Filmmusik, Rock, poppige Melodiebögen, klassische Parts, Jazzeinwürfe, virtuos-verspielter 70s-Prog der Marke Genesis oder Pink Floyd, Bombastrock im Stile Queens, Prog-Metal mit starker Dream Theater-Schlagseite, technischer Death Metal und ein gehöriger Arschtritt der aktuellen Prog-Generation wie Animals As Leaders, The Ocean oder Leprous ergeben ein Songwriting bar jeder Konvention. Heraus kommt ein größenwahnsinniger Selbstfindungstrip, ein hyperaktiver Stream Of Consciousness, geleitet von überbordender Kreativität. "Rapid Calm" besticht mit spacigen Klang-Collagen, die an Sci-Fi-Filme der 80er erinnern, unterbrochen von wüsten Riffpassagen, um das Ende mit einem Cockrock-Riff par excellence zu beschließen. Der balladeske Einstieg zu "King Redeem / Queen Serene" währt nur kurz, denn im Anschluss bricht eine frickelige Todesblei-Attacke über den Hörer ein, der ein Refrain aufgesetzt wird, der zwischen Blastbeat und Hardcore pendelt. Die absoluten Überwerke sind "Turn On The Darkness" und "Memory Palace", weil hier der stilprägende Abwechslungsreichtum und die Homogenität des Bandgefüges von gnadenlos guten Hooklines flankiert werden. Das Springen zwischen den unterschiedlichen Inkarnationen spiegelt die musikalische Vielfalt perfekt wider. Jeder Song besitzt seinen eigenen Charakter, was dem Songwriting maximale kreative Optionen verschafft. Zwischen Elysium, Limbus und Alptraum bewegend deckt die Band emotionale Abgründe ab, die in der kurzen Abfolge zu Beginn des Hörens überfordern können. Hier gilt wie so oft der Standpunkt: Was für die einen ADHS ist und ruhiggestellt gehört, ist für die anderen der normale Spieltrieb, der sich Geltung zu schaffen versucht. © Laut
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Metal - Erschienen am 21. Oktober 2003 | Craft Recordings

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Metal - Erschienen am 27. Oktober 2009 | Craft Recordings

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Metal - Erschienen am 14. Oktober 2008 | Craft Recordings

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Metal - Erschienen am 30. April 2002 | Craft Recordings

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Metal - Erschienen am 30. September 2014 | Metal Blade Records

Eigentlich hatten Between The Buried And Me den zweiten "The Parallax"-Teil schon vor Ewigkeiten angekündigt. Anderthalb Jahre sind zwischen der EP und dem vorliegenden Album ins Land gegangen, aber das Warten hat sich definitiv gelohnt. Bereits auf dem Vorgänger existierte quasi keine Genregrenzen, die die Jungs aus Raleigh nicht mit Vehemenz und absoluter Leichtigkeit eingerissen hätten und genauso geht es auf "The Parallax II: Future Sequence" weiter. Auch wenn der gefühlvolle Einstieg mit "Goodbye To Everything" (Queen lassen grüßen) einen anderen Eindruck vermittelt, aber was in den anschließenden 70 Minuten folgt, ist quasi ein vertontes ADH-Syndrom. Denkt man schon beim Intro, dass Sänger Tommy Rogers eine ähnliche Stimmfärbung wie James LaBrie aufweist, so hört man im anschließenden "Astral Body" alle Dream Theater-Glocken läuten. Das abgestoppte Riffing und die Melodieführung erinnern par excellence an die New Yorker und halten in gewisser Weise auch noch an, wenn Tommys Screams wie ein Orkan das Kartenhaus durcheinander wirbeln. Und durcheinander gewirbelt wird anschließend alles, denn musikalische Überraschungen warten auf dem Album an jeder Ecke und hinter jedem Break. Haben sich BTBAM vor allem in den melodischen Bereichen in den letzten Jahren stark entwickelt, bricht "Lay Your Ghost To Rest" beinahe schon mit zerstörerischer Macht über einen herein und man registriert höchstens am Rande, dass da tatsächlich ein Banjo durch die Gegend knüppelt. Die kurzen Intermezzi wie "Autumn" oder "Parallax" darf man musikalisch gesehen getrost außer Acht lassen. Im Gesamtkonzept sind sie allerdings schlüssig. Dafür besorgen es einem die überlangen Tracks umso heftiger. Es scheint, als rauchte das Quintett das gleiche Kraut wie Devin Townsend oder wie habe ich mir Tuba und Xylophon in der Mitte von "Extremophile Elite" sonst zu erklären? Doch auch die eher kürzeren Stücke geraten unberechenbar und vielschichtig wie wenig andere Songs. "Bloom" galoppiert irgendwo über die Heide, ohne dass man weiß, wo es hingeht. Plötzlich lässt die Band auch noch im 60s-Stil die Bootys shaken. Batman, oder was? Was hier verwirrend, abgedreht und vielleicht nur schwer nachzuvollziehbar klingt, nötigt dem Hörer durchaus eine gewisse Geduld, Durchhaltevermögen und einige Nerven ab, lohnt sich aber auf ganzer Linie und beweist ein songwriterisches Talent, das die Band meilenweit über die breite Masse hinaus hebt. Ich möchte nicht zu viel versprechen, aber "The Parallax II: Future Sequence" hat als Konzeptalbum durchaus das Zeug, in einigen Jahren im gleichen Atemzug mit den Epen von Queen, Pink Floyd oder The Who genannt zu werden, auch wenn der Härtegrad natürlich deutlich höher ist. © Laut
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CD17,99 Fr.

Metal - Erschienen am 30. April 2002 | Craft Recordings

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Rock - Erschienen am 19. Januar 2018 | Sumerian Records