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Die Alben

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Reggae - Erscheint am 28. August 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 31. Juli 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 31. Juli 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 24. Juli 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 10. Juli 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 3. Juli 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 3. Juli 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 19. Juni 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 12. Juni 2020 | VP Records

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Richie Spice hat es spannend gemacht. Das für Mitte 2019 erwartete Album liegt vor, "Together We Stand". Er hat zum Glück die Kurve gekriegt und trotz textlicher Aktualität einen Bogen um alle 'zeitgeistigen' äußeren musikalischen Einflüsse gemacht. Alles klingt originär und organisch nach ihm, dem kraftvollen Sänger von "Earth A Run Red", "Loner", "Brown Skin", einem begabten Melodielieferanten mit Soul auf den Stimmbändern und mit Überzeugungen. Den roten Faden zieht er mit seiner Vokaltechnik: lang anhaltenden Gesangsbögen, unverwechselbarem Timbre, 'mellow notes' in den Harmonien. Überhaupt strotzt das Album, ungewohnt für eine Reggae-Scheibe, vor Melodie und richtet sich so nicht nur an strikte Raggamuffin-Kopfnicker. Bob Marley-Fans dürften die I-Three-artigen warmen, prägnanten weiblichen Background Vocals gut tun, wie sie in "De Stress", "Beautiful Life (feat. Kathryn Aria)", "Together We Stand" und vor allem in "Unity We Need (feat. Chronixx)" den Weg durch den babylonischen Dschungel freischaufeln und geschundenen, gestressten Seelen zur viel gepriesenen 'Conciousness' verhelfen. Jenes besondere Bewusstsein des sogenannten 'Ovastanding' geht aber auch damit einher, dass sich das Album vermutlich besonders zur Begleitung von Inhalationsvorgängen eignet; jedenfalls wenn man es Spice gleich tut. Mit seinem Slogan "put a little spice in your life" meinte er stets Gras, und so gibt es in der Mitte des Albums einen - bei aller Niceness - erwähnenswerten Durchhänger. "California", "I Use The Herbs" und das in Dauerschleife bouncende "Dabbin'" sind perfekte en passant-Beschallung, aber keine so wirklich essenziellen Hinhör-Tracks. Angesichts der Materialfülle ist diese Verwurzelung in der Kifferkultur aber ein zweitrangiger Kritikpunkt, denn das gesamte Album zeichnet sich durch angenehmen Sound, seelenvolle Melodien und eine sinnige Dramaturgie aus. Schwächelnd wirkt einzig das schlagerschleimig mäandernde Stück "Mother Nature" über "nuclear pollution", Abholzung des Regenwaldes und vermüllte Strände – und darüber, dass der Planet und er, Spice, beste Freunde seien. Richies Abklatsch der klischeehaftesten Momente von Morgan Heritage und Jimmy Cliff springt einen hier beim Hören irgendwie an, obwohl der Tune seicht ist. Und wegen der Angesagtheit des Themas ist das Ganze trotz der Oberflächlichkeit auch legitim. In einem Punkt überzeugt auch dieser Kitsch-Ausflug sehr: Der Jamaikaner nimmt es als einer von wenigen noch ernst, dass eine fette Bass Drum bei der Konstruktion guter Reggae-Musik schon die halbe Miete ist. Drum-Machines, wie in der Masse des Marktes, ersetzen keinen guten Schlagzeuger und kein echtes Drum Set, und so wummern hier zur Abwechslung alle Tracks so sehr, dass der Sound sogar im MP3 für helle Freude sorgt. (Die Tonträger sollen aufgrund der aktuellen Presswerk- und Liefer-Engpässe Mitte Juli nachgereicht werden.) Aktuell sind schon der Albumtitel und der Songtext mit Chronixx - all die Botschaften von Zusammenhalt praktizierte Reggae aber immer, bereits vor Corona. Vieles wurzelt bei Richie Spice wieder in den christlichen Werten des Gospel und der Rastafari-Religion und schlägt sich in souligen Arrangements nieder. Mal singt er so herzergreifend wie Percy Sledge ("Beautiful Life (feat. Kathryn Aria)", "Eyes To See The World" ), dann covert er Curtis Mayfields "People Get Ready" mit neuem Text, auch wenn er – wie schon Bob Marley in "One Love" – Curtis in den Credits von "Together We Stand" gar nicht nennt. Dort stehen sieben (!) andere Namen. Kleingedrucktes ist verräterisch ... Es ist 'hypocrite', Zusammenhalt zu fordern und zugleich Curtis, dem Godfather aller Zusammenhalts-Musik, die Autorenwürde zu verweigern (auch wenn jene Soul-Koryphäe im Grab nichts von den Tantiemen hätte). Dabei sprüht Spice sowieso vor eigenen Ideen. Lyrisch zeigt sich eine gute Mischung aus äußerst präzisen Analysen und Forderungen, dann aber auch mal lockeren Strecken. Etwa im "Di Dub Dance" reicht es Richie, ein paar Textrest-Versatzstücke abzuhaken und dann in eine richtig coole Dub-Strecke einzubiegen. Am Anfang des Albums stimmt er so mit etwas Ruhe perfekt auf den quirligen Rest ein. Ein süßes Bekenntnis zu seiner "Dabbing machine" in "Dabbin'" scheint etwas zum Thema Dub zu sagen. Doch nein, es geht um das Extrahieren des THC-Wirkstoffs aus der Marihuanapflanze. Was sehr effektiv mitreißt, sind die Update-Fassung des eher unbekannten Max Romeo-Tracks "Johosaphatt The Lost Valley" (1975) als pfiffiges "Valley Of Jehoshaphat (Red Hot)" und das Ineinandergreifen von Spices Stimme mit den Gästen Kathryn Aria, Chronixx und Dre Island (Kumpel von Chronixx und Kabaka). Überhaupt punktet der ganze Track mit jenem Dre Island gewaltig, ein tanzbarer Song und zugleich einer über Polizeibrutalität. Und auch ein enorm berührendes Lied über Kinderarmut, "Eyes To See The World", geht sofort ins Ohr. Den Kindern widmet der Rastafari auch einen bezaubernd bassbrummenden, recht direkten Song, "Put This In The Schools". Fazit: Ein Album wie aus einem Guss und doch mit zahlreichen Stimmen und thematischen Facetten ist das schon, ein mittelgroßer Wurf, gut anzuhören, in Teilen Maßstäbe setzend. Gerade "Eyes To See The World" und "Murderer (feat. Dre Island)" kehren die Rolle von Roots Reggae als Protestmusik phänomenal heraus. Die Produktion der Platte geschah auf höchstem Niveau und unter steter Berufung darauf, dass Reggae anfangs viel Soul reinterpetierte. Weswegen man dieses Album mal gehört haben sollte, wenn man Soul oder Reggae mag. © Laut
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Reggae - Erschienen am 12. Juni 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 5. Juni 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 22. Mai 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 8. Mai 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 1. Mai 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 24. April 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 24. April 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 27. März 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 13. März 2020 | VP Records

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Jah9 trägt ihr Wissen als Kriminalwissenschaftlerin und Yogalehrerin mit Verve in die Welt hinaus. Sie singt Reggae und Dub mit opernhaften Bögen in der Stimmführung. Nun schwingt sich Jah9 kurzerhand zu einem Jazz-, Neo-Soul- und Spoken Word-Album auf: Ihr neues Album "Note To Self" beschreitet neue Pfade. Der Titel wirkt introvertiert, "Nachricht an mich selbst". Die Umsetzung hört sich expressionistisch an; eine Kombination, die gefährlich sein kann. Doch die Wagnis rentiert sich - und "Note To Self" übertrifft nicht nur ihre jamaikanischen Zeitgenossen. Nur mit sehr guter Musik alleine kann das Unterfangen 2020 kaum glücken. Jah9 schickt sich in ihrem Perfektionismus an, das Reggae-Establishment, eine Männerwelt, auf den Kopf zu stellen und das Album aller Alben zu liefern. Das vielleicht größte Ding seit Buju Bantons "'Til Shiloh" und Bob Marleys "Catch A Fire". Eine Platte, die nicht nur die Grenzen des Reggae-Genres neu vermisst. Schon stimmlich fällt sie auf: Jah9 kann singen, sie hat sich seit 2017 deutlich weiterentwickelt, klingt nicht mehr so schrill wie damals, weniger pathetisch, aber in natürlichem Flow. Sie steht wie von selbst im Mittelpunkt. Dabei durchwandert sie verschiedenste Tonhöhen, immer absolut sicher. Ein Höhepunkt ist ihr Duett mit dem exzellenten Pressure Busspipe, der zuletzt bei Third World mit einer genauso flammenden Gast-Strophe auffiel. Gegen die Trends zur Ver-Pop-pung wehrt sie sich, obwohl sie den Pop auf dem Feature mit Chronixx selbst einmal bedient. Hier demonstriert sie, dass sie den Weg Richtung Mainstream/Soft-R'n'B kennt. Aber dieser eine Beleg reicht ihr. Danach folgen Kunst und Experiment. Diese Scheibe fordert die bisherigen Definitionen von Reggae und die breiig gewordenen Darbietungen der Roots Culture auf mehreren Ebenen heraus. Die neuen Texte liegen auf einem ungehörten Level von Spiritualität. Positives Denken wird von der verbreiteten Wortformel zum neu bewusst gemachten Thema. Sie singt darüber gleich am Anfang in "Heaven (Ready Fi Di Feeling)" mit der Inbrunst, um einer Anrufung des Himmels gerecht zu werden. Das Übersteigerte kann nerven, es kann aber auch faszinieren. Wenn man es expressiv, exaltiert und ein bisschen crazy mag, haut sie förmlich um. Es zeigt Ehrgeiz, wie sie den Gleichklang, Kardinalfehler der letzten zwanzig Jahre karibischer Produktionen umschifft - und jede Anspielstation mit neuen Ideen und Sounds begeht. Sie referiert dabei auf Jazz-Rap mit afrofunkigen Bläsersatz-Figuren aus den Baukästen von Femi Kuti und Akua Naru, etwa in "Ma'at (Each Man)". Die ebenso dramatische Single "Field Trip" erschien als Vorbote schon im letzten Frühjahr. Eine Klang-Tinktur aus feinem, hellen Glockenspiel, Hörnern, Klarinette und Orgel zeichnet die Suche nach Freiheit, auf die sich Jah9 hier begibt. Weg von Sorgen, weg von dem, was man mit den Augen sehen kann, hinein in eine transzendentale Welt strebt sie, "to find your self inside, (…) reactivating what's been still in me". Sie möchte fliegen, Meditation soll ihr das ermöglichen. Produzent Clive Hunt steht für das soul-jazzige Fusion-Arrangement gerade und verleiht dem Song durch sein elastisches Percussion-Spiel karibisches Flair und ein Gefühl meditativer Trance. Was Clive hier ausspielt, hat er lange im Hintergrund erprobt. Nach seiner Arbeit mit den Legenden und Klassikern wie Stevie Wonder, Grace Jones und Max Romeo tut ihm die verjüngende Zusammenarbeit mit Jah9 jedoch gut. Musikalischer, schwungvoller, weniger anklagend, weniger monoton als auf ihrem vorigen Album "9" klingt sie hier. Die Harmonieseligkeit beeindruckt schon beim ersten Hördurchlauf. Gemeinsam arbeitet sich das Team, mit Robbie Shakespeare am Bass, durch die Reggae- und Dub-Geschichte und kommen dort wieder heraus, wo es einmal anfing: Im Inkorporieren von Soul aus den USA. Im Aufschnappen der Energie aus dem amerikanischen Black Power-Movement. Im freien Arrangieren von Tracks, wie man das Mitte der 70er bei Fela Kuti & Co. in Ghana und Nigeria im Highlife und Afrojazz abschauen konnte oder bei Fusion-Acts wie Weather Report, wo sich aus einem Takt der nächste herausschält und immer wieder neue Ideen aus den Songs herausperlen. Im Album-Kontext fügt sich Jah9s Vorhaben in eine spannende Klimax. Song für Song entfernt sich Jah9 immer mehr vom karibischen One Drop-Rhythmus des Reggae. Dort stoppt sie nur einmal bei "Feel Good - 'The Pinch'", verwendet aber zugleich typische Figuren aus der Musik alter Soul-Vokal-Gruppen; konkret erkennt man da The Manhattans "Kiss And Say Goodbye". Star-Saxophonist Dean Fraser bläst hier verführerisch ins Horn. Trip Hop-Töne umrahmen den charismatischen Gastauftritt des Rappers Akala, des – by the way – jüngeren Bruders von Ms Dynamite. Ob Vintage-Soul auf Daptones-Spuren in "Could It Be" an der gestretchten Soundpalette noch weiter zerrt, oder ob die Platte mit einem kurzen Sprachvortrag abrupt endet, "Note To Self" ist für einige Überraschungen gut. Jah9 richtet sich ans Ausland und vor allem an Menschen, die in sich hineinhorchen wollen. Moden, auch musikalische, sind da komplett nachrangig. Darin wurzelt die 'Timelessness' der Platte. Jeder Song, absolut jeder hier, gerät zum Volltreffer. © Laut
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Reggae - Erschienen am 6. März 2020 | VP Records

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Reggae - Erschienen am 22. November 2019 | VP Records

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