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Von wilden Bocksprüngen, wie sie bei vier Faunen wohl zu erwarten wären, ist auf dem ersten Quartett-Album des 1990 in Aachen geborenen Schlagzeugers Tilo Weber nur wenig zu spüren. Stattdessen setzt er in den ersten Takten des klassisch „Prelude I“ bezeichneten Openers „Zykle“ mit markantem Drumwork die im Cover zitierte Reiner-Maria-Rilke-Zeile „... an den sonoren trockenen Boden des Waldes trommelt das Flüchten des Fauns“ akustisch um. Wozu sich rasch der sagenhaft satt ausschwingende Bass von Andreas Lang gesellt, dem prompt die Bläser mit packenden Überkreuz-Lines folgen. Dass ihre Lupercalien (die Festlichkeiten zu Ehren des Herdengotts Faunus) dem Spirit des frühen Ornette Coleman huldigen, wird im Verlauf der folgenden Tracks immer mehr zur Gewissheit. Versprühen die elegant leichtgängigen, gleichwohl tiefgründigen Interaktionen doch den freien Geist vierer unabhängiger Individuen, die ihre stupenden Fähigkeiten zu gemeinsamer Strahlkraft bündeln. Dass Hayden Chisholm sein Altsax meist zärtlichst hauchen und fauchen lässt – man denkt unwillkürlich an Claude Debussys „Prélude à l’Après-midi d’un faune“ –, reibt sich wundersam prickelnd mit der oft gestopften, zwischen filigraner Luftigkeit und schneidender Attacke oszillierenden Trompete Richard Kochs. Ihre Tänze auf Messers Schneide, die sie à deux auch unisono mit sicherem Gespür für Zeit und Raum zelebieren, werden durch punktgenau gesetzte Tieftönereien beflügelt und gleichzeitig von den offen strukturierten, dynamisch raffinierten Trommel-Exkursen ihres Komponisten und Bandleaders getragen. Ein abwechslungsreiches Vergnügen, das poetische Momente und quirlige Geräuschhaftigkeit stimmungsvoll zu einem originellen Gesamtbild fügt. © Thielmann, Sven / www.fonoforum.de
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