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Metal - Erschienen am 22. Februar 2019 | InsideOutMusic

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"Distance Over Time" ist bereits das 14. Werk Dream Theaters und in erster Linie das Ergebnis einer langjährigen musikalischen Beziehung, in der alle Parteien es wagen, über den Tellerrand zu blicken. In den letzten acht Jahren passierte nach den verhältnismäßig ruhigen Nullerjahren viel im Camp der Progmetal-Vorreiter. Zunächst wechselte die Personalie an den Drums. Mit Mike Mangini kam einer der versiertesten Schlagzeuger der Metal-Szene, mit Mike Portnoy (The Neal Morse Band, Sons Of Apollo) verließ das Sprachrohr und eine der treibenden Kräfte die Band. Mittlerweile sind die Wogen geglättet, gerade das Verhältnis von Gitarrist John Petrucci zu seinem einstigen Songwriting-Partner hat sich merklich entspannt. Am derzeitigen Bandgefüge ändert das freilich wenig. Die Veröffentlichungen nach Portnoys Ausstieg fielen durch die Bank wie Standortbestimmung aus. Wenig experimentell und mit einem starken Bezug zur eigenen Vita rauschten "A Dramatic Turn Of Events" und das selbstbetitelte zwölfte Album angenehm durch die Ohren. Von Seiten Dream Theaters schien alles gesagt. Bis zur wilden 13. Platte, dem Doppel-Konzept-Album "The Astonishing". Zwischen Musical-Bombast, Klassik-Kitsch und Balladen-Gesülze arbeitete die Band erstaunlich Melodie- und Song-orientiert und versuchte die Story nachvollziehbar in Szene zu setzen. Diesen Ansatz behalten die New Yorker bei, abzüglich des schnöden Beiwerks. Mit dieser Marschrichtung quartierte sich das Quintett vergangenen Sommer in den Yonderbarn Studios in Monticello, New York, ein, karrte das gesamte Studioequipment an und verbrachte Tag und Nacht gemeinsam. Ging "The Astonishing" vor allem auf Petruccis Input zurück, arbeiteten hier wieder alle Bandmitglieder gemeinschaftlich an Komposition und Lyrics. Die Band zog sozusagen von Onkel Johns Hütte zu 'Alle unter einem Dach' um. Diese Spontaneität ist "Distance Over Time" anzumerken. Es gibt viele coole Breaks. Die Idee und weniger die Anzahl der einzelnen Parts zählt. Die virtuose Selbstdarstellung hält sich in Grenzen. Auch der Fokus auf Sänger LaBrie belebt die Platte. Die meisten Melodien klingen eher mitreißend im AOR-Sinne als proggig verschachtelt. Bei der Produktion fällt auf, dass Petrucci nur bei den härteren Tracks ("Pale Blue Dot", "Paralyzed") seine Klampfen doppelt. Ansonsten setzen die Ausnahme-Musiker auf ein organisches und übersichtliches Sound-Setting. Viele Soli laufen ohne die Begleitung einer Rhythmus-Gitarre ab. Gerade Petruccis Flitzefinger gewinnen aufgrund der spärlich-reduzierten Begleitung von Bass und Keys an Prägnanz. Oft schmückt der Gitarrist sein Spiel mit solistischen Einwürfen und kurzen Licks aus wie in "Out Of Reach", kommt jedoch mit einer Gitarren-Spur aus. Auch Tasten-Virtuose Jordan Rudess hat die Zeichen der Zeit erkannt, gibt häufig den kleinen John Lord und orgelt sich auf der Hammond durch die Songs. Das Gefühl steht an erster Stelle – vielleicht auch ein Resultat aus der Arbeit an seinem Soloalbum. So lässt er behände seine Finger über das Continuum gleiten und zieht - wenn es der Song erlaubt - auch mal cyber-spacig vom Leder. Das Opening Riff zu "Fall Into The Light" schlägt Blitze, ähnlich einer James Hetfield Downstroke-Kaskade. Diese Passage mit bluesig-shuffeligem Unterton mündet in einen ebenso typischen Balladen-Teil, der auch die Bay Area-Kings zitiert und "The Unforgiven", dem Beginn von "One" oder dem Break in "Master Of Puppets" nachempfunden klingt. Mit "Barstool Warrior" stoßen Dream Theater das Tor zu den Klassikern der Spätachtziger und Frühneunziger-Phase auf und gehen in eine ähnliche Richtung wie "The Looking Glass" auf ihrem selbstbetitelten Album von 2013. Aus der Reihe tanzt "Viper King", eine testosterongeladene Hardrock-Nummer, die im Stile des Purple-Klassikers "Highway Star" den ersten Platz in Sachen Coolness einheimst. Schade, dass der mutige Track 'nur' als Bonus zu hören ist. Zur Übersicht trägt auch die Dreiteilung der Platte bei: die ersten drei Songs tariert die Band in Richtung härterer Platten wie "Scenes From A Memory" und "Train Of Thought" aus. Dann folgt der Klassiker-Referenz-Block mit hochfliegenden Refrains, bevor das Abschluss-Trio Herz (zweiter Teil von "At Wit's End", "Out Of Reach") und Hirn (erster Teil von "At Wit's End", "Pale Blue Dot") bedient und in seinem epischen Abschluss durchaus an die Longtracks von Platten wie "Octavarium" oder "Black Clouds And Silver Linings" anknüpft. Die Texte stemmt die Gruppe kollektiv. Keine Mischung aus Sandalen-Storybook und Fantasy-Dystopie wie auf dem Vorgänger, sondern handfeste Themen sind angesagt, wie das Aufgreifen der MeToo-Debatte in "At Wit's End", Carl Sagans Warnung an die Menschheit ("Pale Blue Dot") oder dem geistreichen Mangini-Beitrag "Room 137", der das obsessive Streben des Physikers Wolfgang Pauli nach der Urzahl beschreibt. Das einende Band bildet – das Artwork lässt hier tief blicken – das Verhältnis von Mensch und Technik. Dieses Verhältnis steht auf "Distance Over Time", das bis auf das Debüt die kürzeste Platte der DT-Historie darstellt, tatsächlich seit längerem wieder über Album-Distanz in Einklang. Die Band verzichtet auf ausladendes Gegniedel und setzt auf die Macht der Melodien, was insbesondere dem häufig kritisierten Sänger James LaBrie eine Steilvorlage bietet. Unsere moderne Welt besteht vornehmlich aus Dualismen, die das Leben bestimmen. Dabei ist es gerade die Kreativität, die über Sein und Nicht-Sein entscheidet. Diese sprudelt bei der New Yorker Prog-Legende endlich wieder aus vielen Quellen. © Laut
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Rock - Erschienen am 27. November 2020 | InsideOutMusic

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"Safe in the world that surrounds me, free of the fear and the pain." Mit diesen Worten stimmen Dream Theater den Hörer auf eine magisch-musikalische Reise ein, die auch nach zwanzig Jahren nichts von ihrer Strahlkraft verloren hat. Das Jubiläum von "Scenes From A Memory" zelebrierte die New Yorker Prog Metal-Institution im Frühjahr 2020 ausgiebig. Nach den eher dürftigen Sommer-Shows 2019 mit ernüchternder Spielzeit lieferten Petrucci, LaBrie und Co. nun die musikalische Vollbedienung über drei Stunden mit der Komplettaufführung dieses fantastischen Fingerzeigs zum Firmament. Der Name des Live-Releases "Distant Memories" bringt die beiden zu Gehör gebrachten Welten zum Ausdruck. Zum einen liegt der Fokus auf der ersten Nummer eins in den deutschen Charts "Distance Over Time". Mit erfrischend reduziertem Spiel und gekonnten Kompositionen lieferte das Quintett im Frühjahr 2019 einen wohltuenden Kontrapunkt zur orgiastisch ausschweifenden Oper "The Astonishing". "Scenes From A Memory" gehört zu den Konzept-Alben mit Qualitätssiegel Weltklasse und steht auf einer Stufe mit Queensryches "Operation: Mindcrime". Wie zur Bekräftigung des Ausnahmestatus tauscht LaBrie nach Set 1 den Mikroständer mit knöchener Hand gegen ein Stativ mit Infinity-Zeichen. Ein Hypnosetherapeut betreut den Protagonisten Nicolas, dechiffriert dessen verwirrende Träume, in denen er sich in die Roaring Twenties zurückversetzt fühlt, im Körper der jungen Frau Victoria. Die mentale Reinkarnation gewinnt Stück für Stück Kontur, die Fragment-Fetzen legen eine tödliche Dreier-Konstellation offen, natürlich nicht ohne die dramaturgischen Twists und Turns einzupflegen. Der viel gescholtene LaBrie liefert eine souveräne Performance, umschifft manche Klippe mit tieferen Lagen gekonnt und hechelt nur in wenigen Momenten seinen Ansprüchen hinterher. Richtig fett gelingt dem Sänger das dicke Ende "Finally Free". Zwar verzichten die Mannen nicht auf Backings, aber wie es Petrucci meistert, sowohl seine eigene Stimme wie auch die weiteren Backings gleichzeitig zu imitieren, ist ein Rätsel. Hier bedient sich die Band einiger technischer Tricks, die meines Erachtens nicht von Nöten gewesen wären. Die makellose spielerische Umsetzung ist sowieso schon nah am Original und weicht nur selten von der CD-Fassung ab wie beim Finale. Auch wenn Mike Mangini wesentlich statischer spielt als der Groove-orientierte Mike Portnoy, so zimmert er manchen Break wie den Double Bassdrum-Fill in der Strophe von "Strange Deja-Vu", den Mighty-Mike bei den Live Shows zugunsten eines Stick-Drehers weggelassen hat, ohne Augenzwinkern aufs Parkett. Trotz der zahlreichen musikalischen Querverweise und der geschlossenen Konzept-Form stechen drei Leuchtürme aus den neun Szenen hervor. "Home", diese orientalisch angehauchte Monster-Harke mit mannigfachen musikalischen und textlichen Querverweisen zum Mutter-Track "Metropolis, Pt. 1", das vertrackte, die Hirnwindungen eines wahnsinnigen Genies nachzeichnende "Dance Of Eternity" sowie das wohl schönste moderne Glaubensbekenntnis mit dem zugegebermaßen angekitschten Seelenstreichler "The Spirit Carries On". Nach den dürftigen Sommershows 2019 präsentierten Dream Theater auf der darauffolgenden Hallentour wieder das volle Programm. Den Aufgalopp zur Live-Nachlese macht das erste Set, das einige Klassiker präsentiert. Der eigentliche Clou ist die Komplettaufführung des Konzept-Meisterwerks "Scenes From A Memory". Neben der spielerischen Umsetzung überzeugen insbesondere die visuellen Elemente, die diesen ewig genialen Tanz in neuem Glanz erstrahlen lassen. Kollege Cordas gab bei Erscheinen von "Scenes From A Memory" der Platte mit 2/5 Punkten den Laufpass. Er kritisiert die Virtuosität zum Selbstzweck, ich hingegen liebe die in Ton gegossenen verschlungenen Gedanken. Aber entscheidet selbst. © Laut
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Metal - Erschienen am 25. Juni 2021 | InsideOutMusic

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Metal - Erschienen am 23. Juli 2021 | InsideOutMusic

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Metal - Erscheint am 22. Oktober 2021 | InsideOutMusic

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Metal - Erschienen am 20. August 2021 | InsideOutMusic

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Metal - Erschienen am 17. September 2021 | InsideOutMusic

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Metal - Erscheint am 3. Dezember 2021 | InsideOutMusic