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Die Alben

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Soul - Erschienen am 18. Oktober 2019 | Motown

Hi-Res
Im Jahre 2001 entdeckten die Fans von Marvin Gaye ein erstmals veröffentlichtes Live-Album ihres Idols, das am 1. Mai 1972 im Kennedy Center in Washington als Bonuszusatz in der Deluxe-Edition des ein Jahr zuvor, im Mai 1971, erschienenen What’s Going On mitgeschnitten worden war. Im Oktober 2019 hatte dieses herrliche Konzert das Recht auf eine autonome Veröffentlichung, und vor allem auf ein Remastering und auf eine Version in Hi-Res 24-Bit-Qualität. Der Sänger steht zu jenem Zeitpunkt an einem Wendepunkt in seiner Karriere.Da er den Tod seines Komplizin Tammi Terrell, die 1970 mit nur 24 Jahren aufgrund von Krebs das Zeitliche segnet, nicht überwinden kann, zieht sich Marvin Gaye aus dem Geschäft zurück und versinkt in Depression. Aber die Musik holt ihn rasch zurück. Während Amerika mit den eigenen, inneren (Rassenkonflikte) und äußeren (Vietnam) Dämonen kämpft, schafft er ein bewusst souliges Meisterwerk. Das beim Label Motown veröffentlichte What's Going On ist voller politisch engagierter Texte, welche den süßen American Dream mit der Wirklichkeit seiner Zeit konfrontieren.Der in erster Linie poesievolle Entertainer Marvin Gaye aber liefert eine von Groove belebte politische Ansprache wie kein zweiter. Eine meisterhafte, klug dosierte Sinfonie, in der uns Rhythmus, Streicher und Chorgesang in Hypnose versetzen. Genau das bildet jedoch das Fundament der schwarzen Musik Amerikas, das nicht so ohne weiteres freigelegt werden konnte, dermaßen fürchtete Motown-Boss Berry Gordy, dass dieses recht politische Werk dem recht positiven Image seines Labels und seines Schützlings schaden könnte. Marvin Gaye zwingt Gordy, sich mit What's Going On dem Vietnam-Konflikt, den Rassenunruhen und der verschlechterten Situation der amerikanischen Großstädte zu stellen. Obwohl der Boss Bedenken zeigt, hat die Platte unmittelbar Erfolg. Vor allem wurde damit ein Motown-Album zum ersten Mal auf eine neue Art konzipiert, ohne dass Gordy es total kontrolliert. Dieses in Gayes Geburtsstadt aufgenommene Live-Album setzt seine künstlerische Wende in Szene, denn es beginnt mit einem köstlichen Medley seiner 60er Jahre-Hits, darunter das unglaublich I Heard It Through the Grapevine. Anschließend bringt Marvin Gaye die Perlen des What’s Going On auf die Bühne, obwohl die Platte im Studio bis ins Kleinste ausgetüftelt worden war. Das ganze, etwas mehr als eine Stunde andauernde Konzert hindurch schenkt er gewissen Themen besonders viel Zeit, er improvisiert und dabei tauscht er sich wie nie zuvor mit seinem überglücklichen Publikum aus. © Marc Zisman/Qobuz
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R&B - Erschienen am 17. Mai 2019 | Motown

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Soul - Erschienen am 29. März 2019 | Motown

Das Wort "unveröffentlicht" an den Namen von Marvin Gaye anzuhängen, ist häufig zu einer leichtfertigen Gewohnheit geworden. Bereits als die Deluxe Edition von What's Going On, Let's Get It On oder auch Hear, My Dear veröffentlicht wurden, kamen Fans des 1984 verstorbenen Soul Meisters mit vielen alternativen und anderen neuen Aufnahmen auf ihre Kosten. Dieses Mal ist You're the Man, das 2019 erscheint, eine Art Gral, der endlich ausgegraben wurde. Als er im Mai 1971 What's Going On veröffentlichte, stellte Marvin Gaye die Soulmusik und Motown auf den Kopf, aber auch die Geschichte der Popmusik im Allgemeinen. Mit seinem Meisterwerk zwingt er Berry Gordy, den Chef des Labels, sich dem vietnamesischen Konflikt, den Spannungen zwischen den Rassen und der Degradierung der amerikanischen Metropolen zu stellen. Zum ersten Mal ist eine Motown-Platte anders gestaltet, ohne Gordys totale Kontrolle, und beschäftigt sich mit sozialen Fragen und nicht mit schönen Liebesliedern. Marvin Gaye, der Entertainer, wird zu einer politischen und sozialen Stimme. Nach What's Going On begann der Star mit der Arbeit an einem neuen Album mit dem Titel You're the Man, angekündigt von der gleichnamigen Single, einer Anklage gegen den damaligen republikanischen Präsidenten Richard Nixon. Ein Angriff, der nicht nach Gordy's Geschmack ist, der sich nach der Zustimmung zur Veröffentlichung der Single weigert, mit dem Album fortzufahren. Er überredete sogar den Sänger, seine Pläne zu ändern.Einige für You're the Man geplante Songs werden hier und da auf einigen seiner zukünftigen Aufnahmen zu finden sein. Die Version von 2019 bietet endlich das komplette Album, von dem Marvin Gaye träumte. Eine Auferstehung, die umso erfreulicher ist, als dass man inmitten der Präsidentschaft von Donald Trump Texte wie We don't want to hear more lies / About how you plan to economise wiedererkennt. Nach all den Jahren schreit einem die Modernität dieses konzipierten Werks geradezu ins Gesicht. Schwarz sein unter Nixon oder Trump, gleicher Kampf! Und mit We Can Make It Baby ist die feministische Sequenz auch da! Was die Produktion betrifft wechselt der Marvin Gaye des You're The Man zwischen dem, was er auf What's Going On vorgeschlagen hat, und dem Soundtrack des 1973 veröffentlichten Films Trouble Man. Seine Stimme gleitet perfekt auf einer Instrumentierung zwischen groovigem Soul und leichtem Funk. Es sei darauf hingewiesen, dass Motown zur Homogenisierung all dessen auf Salaam Remi zurückgriff, der für seine Zusammenarbeit mit Nas, Amy Winehouse, den Fugees oder Miguel bekannt ist. Marc Zisman/Qobuz
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Soul - Erschienen am 14. Dezember 2018 | Motown

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Soul - Erschienen am 14. Dezember 2018 | Motown

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Rap - Erschienen am 4. November 2016 | Motown

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Funk - Erschienen am 8. Juli 2014 | Motown

Mackerlook, Kohle an Bord und megalomanes Auftreten machten Rick James zu einem Outsider in der Welt des Funk. Aufgrund der Exzesse sowohl in seinem Leben als auch in seiner Musik galt er im Amerika der achtziger Jahre als der Spinner schlechthin. Diese Box mit mehr als 100 Titeln enthält alle seine für das Label Motown gemachten Einspielungen, B-Sides der Singles und sonstige Maxi-Singles inklusive, aber im Wesentlichen handelt es sich um neun Alben: Come Get It! (1978), Bustin' Out of L Seven et Fire It Up (1979), Garden of Love (1980), Street Songs (1981), Throwin' Down (1982), Cold Blooded (1983), Glow (1985) und The Flag (1986). Street Songs ist natürlich das Meisterwerk, das aus diesem ganzen Haufen herausragt. Bestimmte Leute sehen darin das Bindeglied zwischen der P-Funk-Galaxie und dem Purple Rain von Prince. Street Songs ist ein makelloser Schnappschuss für afroamerikanische Musik zu Beginn dieses Jahrzehnts und die gelungenste Disco-Assimilation des Funk. Rick James bedient sich einzig und allein der Quintessenz des Disco, die er seinem ungeschminkten, gellenden Funk einverleibt. Zwar besteht der Zweck sicherlich darin, den Dancefloor zu füllen, die Texte sind aber alles andere als hirnlos… Vergessen Sie einmal kurz Prince und Sie werden hier erneut einen hochkarätigen Funkster entdecken, der als Einziger in den achtziger Jahren Motown mit funkiger Boshaftigkeit und neuem Sound versorgt hat. © Marc Zisman/Qobuz
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Soul - Erschienen am 1. Januar 2014 | Motown

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Hi-Res Audio
Mit "Talking Book", "Innervisions" und "Fulfillingness' First Finale" platziert er drei Longplayer in Folge in den Top fünf. Den Grammy für das beste Album des Jahres hat er quasi abonniert. Längst schon verschwand der Zusatz "Little" aus seinem Namen. Stevie Wonder wähnt sich 1975 auf dem Zenit seines Erfolgs - vorschnell, wie sich herausstellen soll. Nicht nur in den USA, auch international betrachtet zählt er zu den populärsten Figuren im R'n'B- und Pop-Geschäft: ein Status, den sich Stevie Wonder über Jahre hinweg hart erarbeitet hat. Immer wieder trägt er sich trotzdem mit dem Gedanken, aus dem Hamsterrad der Unterhaltungsindustrie auszusteigen. Der Zeitpunkt erscheint günstig: Ein Fünf-Jahres-Vertrag mit dem Label Motown steht kurz vor dem Auslaufen. Stevie Wonder, soeben zum ersten Mal Vater geworden, stürzt sich in Wohltätigkeitsprojekte und sucht zugleich nach seinen Wurzeln, seinem afrikanischen Erbe. Er bereist den schwarzen Kontinent. Gerüchte machen die Runde, Stevie Wonder plane, nach Ghana auszuwandern, um dort eine Einrichtung für behinderte Kinder ins Leben zu rufen. Mit einem großen Abschlusskonzert will er seiner Karriere ein würdiges Ende setzen. Nichts deutet auf ein weiteres Album hin. Ob eine Reise nach Jamaika, wo er unter anderem mit Bob Marley und den Wailers zusammenarbeitete, den Ausschlag gab, doch noch einmal durchzustarten? Man weiß es nicht. In die USA zurück gekehrt, nimmt Stevie Wonder die Zügel jedenfalls wieder ganz energisch in die Hand. Er trennt sich von seinen langjährigen Produzenten Malcolm Cecil und Bob Margouleff. Für das anvisierte Doppelalbum vertraut er auf die Dienste von John Fishbach und Gary 'O' Olazabal. Zuvor jedoch schlägt die Stunde seines Anwalts Johann Vigoda. Der leistet ganze Arbeit: Am Ende harter Verhandlungen hat Stevie Wonder einen frischen Sieben-Jahres-Deal in der Tasche, der ihm neben 13 Millionen Dollar und einer bis dato beispiellos hohen Gewinnbeteiligung vollkommene künstlerische Freiheit sowie ein Vetorecht bei einem etwaigen Verkauf von Label oder Vertrieb zusichert. Den Zuschlag bekamen übrigens nicht Epic oder Arista, die ebenfalls Interesse bekundet hatten: "Das einzige wirklich lebensfähige Unternehmen in der Plattenindustrie, das sich in schwarzer Hand befindet, heißt Motown. Motown steht für Hoffnung und für Möglichkeiten, für neue wie bereits etablierte schwarze Künstler und Produzenten. ... Wir haben schon oft beobachten müssen, wie große Firmen die kleinen fressen, und ich will nicht, dass Motown das Gleiche widerfährt", erklärt Stevie Wonder, warum er auf wirkungsvollen Mitsprachemöglichkeiten bestand. Motown-Boss Berry Gordy schluckt all das und hat sein Geld wieder einmal ausgesprochen gewinnbringend investiert. Der Arbeit an einem neuen Stevie Wonder-Album - Arbeitstitel: "Let's See The Life The Way It Is" - steht nun nichts mehr im Wege. Nichts, außer Stevie Wonder und seinem ureigenen Perfektionismus. Die Monate ziehen ins Land. Außer dem mittlerweile in "Songs In The Key Of Life" umgeschriebenen Titel dringt kaum etwas ans Tageslicht. Stevie Wonder frickelt in Studios in Hollywood und Sausalito vor sich hin und arbeitet - als erster - auch in der Hit Factory in New York City. Eine dreitägige Session hat er bei Eigentümer Edward Germano gebucht. Es werden neun Monate daraus. "Wenn es bei mir läuft, bleibe ich dran, bis ich das Maximum herausgeholt habe", beschreibt Stevie Wonder seine Arbeitsweise. Essen oder Schlafen verkommen dann zur Nebensache. Gary Byrd, der den Text zu "Village Ghetto Land" beisteuert, erinnert sich genau. Drei Monate, nachdem er Stevie Wonder die Lyrics zukommen ließ, ruft dieser an: "Er war begeistert", so Byrd. "Er sagte: 'Ach, übrigens: Ich hab' noch eine Strophe drangehängt. Kannst du mir dafür auch noch Text schreiben und in zehn Minuten rüberschicken? Ich nehm' die Nummer jetzt auf.' Zehn Minuten später hat er dann tatsächlich schon wieder angerufen." Wer mit Stevie Wonder kooperieren will, muss Schritt halten können. Um so erstaunlicher, dass sich an die 130 Musiker fanden, die an "Songs In The Key Of Life" mitarbeiteten, darunter auch namhafte Kollegen: Herbie Hancock etwa, der Rhodes und Handclaps zu "As" beisteuert. Oder Funk Brother Eddie 'Bongo' Brown. Oder Minnie Riperton. Oder George Benson und seine Gitarre. Oder oder oder ... Der heimliche Star auf "Songs In The Key Of Life" trägt allerdings den sperrigen Namen Yamaha GX-1 - und kommt auch selbst entsprechend sperrig daher. Nur eine Handvoll Kollegen benutzten die kostspieligen Geräte, die zwischen 1973 und '77 gebaut wurden. Benny Anderson besaß eins, John Paul Jones oder Jürgen Fritz von Triumvirat. Keith Emerson überlässt seins später Hans Zimmer. Das in Aphex Twins Besitz gehörte einst Mickie Most, dem Boss von RAK Records. Stevie Wonder ist von dem neuartigen Synthesizer hingerissen. Er nennt den Kasten mit drei Keyboards, der es erlaubt, komplexe Arrangements in einem Take aufzunehmen, ohne mit mehreren sich überlagernden Spuren arbeiten zu müssen, "The Dream Machine". Man munkelt, er habe sich gleich zwei davon zugelegt. "Eins seiner größten Talente besteht darin, dass er gar nicht erst versucht, einen Synthesizer akustisch klingen zu lassen", kommentiert Herbie Hancock. "Er lässt sie statt dessen sein, was sie tatsächlich sind: synthetisch." Eine weitere Begabung: Stevie Wonder feilt zwar akribisch an seinen Kompositionen. Denen hört man die viele Arbeit am Ende allerdings gar nicht mehr an, so natürlich, luftig, leicht und locker perlen die Melodien. Der GX-1 avanciert zu Stevie Wonders neuem Lieblingsspielzeug, über dem man schon einmal die Zeit vergessen kann. Nie zuvor hat Stevie Wonder seine Fans so lange auf ein neues Album warten lassen. Die ständigen Nachfragen seines Labels, wann er denn endlich mit greifbaren Ergebnissen aufzuwarten gedenke, beantwortet er mit einem eigens angefertigten T-Shirt: "We're almost finished", verkündet der Schriftzug darauf. Bei Motown greifen sie, geschäftstüchtig wie eh und je, die Idee auf und verkaufen den dürstenden Fans ihrerseits Shirts mit dem Aufdruck: "Stevie's nearly ready". Die Vorbestellungen erreichen Rekord-Niveau. Schon bevor die Platte am 8. Oktober 1976 endlich in den Läden steht, erreicht sie Platin-Status. Der steigt bald auf Diamant-Niveau an - für über zehn Millionen verkaufte Einheiten allein in den Vereinigten Staaten. "Songs In The Key Of Life" schießt aus dem Stand an die Spitze der Billboard-Charts. Gleiches gelang vorher ausschließlich Elton John - der über Stevie Wonders Werk Folgendes mitzuteilen hat: "Lassen Sie es mich so sagen", entgegnet er auf die Frage nach seiner Lieblingsplatte, "Ich habe immer ein Exemplar von 'Songs In The Key Of Life' dabei. Meiner Meinung ist das das beste Album, das je aufgenommen wurde, und es lässt mich jedes Mal, wenn ich es höre, in völliger Verzückung zurück." Diese Meinung teilen zum Beispiel Michael Jackson, George Michael, Mariah Carey oder Whitney Houston - bei deren Trauerfeier Stevie Wonder "Love's In Need Of Love Today" spielt. Unzählige Kollegen covern oder samplen sich durch die über zwei LPs und eine beigelegte 7"-EP verteilten Songs. Auch der Urheber selbst klingt mehr als zufrieden mit seinem Schaffen: "Von allen meinen Alben bin ich mit 'Songs In The Key Of Life' am glücklichsten", sagt er 1995 mit Blick auf seine umfangreiche Diskografie. "Das lag auch an der ganzen Zeit, damals. Am Leben zu sein. Vater zu sein ... und sich dann gehen zu lassen und zu spüren, dass Gott mir die Energie und die Kraft gegeben hat, die ich brauchte." Diese göttliche Kraft, der sich auch der ungläubigste Zeitgenosse nur schwer verschließen kann, strömt dann auch aus jeder einzelnen Nummer. "Ich habe als Herausforderung betrachtet, so viele Themen wie möglich abzuhandeln", so Stevie Wonder. Er befasst sich mit privaten Erlebnissen, seiner Kindheit, der ersten Liebe oder zerbrochenen Beziehungen, greift darüber hinaus aber auch umfassendere Themen wie Religion und Spiritualität auf und prangert herrschende Missstände an - etwa die Kluft zwischen Arm und Reich in "Village Ghetto Land" oder den überhand nehmenden Materialismus in "Pasttime Paradise", das später auch Coolios Gangstern eine Heimat bietet. Vor allem aber - diese Richtung gibt gleich der Eröffnungssong vor - bricht Stevie Wonder eine Lanze für ein gleichberechtigtes Miteinander unter den Menschen. Nicht etwa der "Black Man" gilt ihm als das Maß aller Dinge, sondern der Mensch, egal, ob schwarz, weiß, rot, gelb oder kariert. Die Liebe ist in Gefahr - wer sollte sie retten, wenn nicht wir alle? Mindestens so vielseitig wie die Inhalte gestaltet sich die Musik selbst: Funk, Jazz und Pop gehen eine hemmungslose Fusion miteinander ein. Latin-Swing, Calypso und Honkytonk finden ihren Platz. In klassischen Balladen zeigt Stevie Wonder zudem seinen Hang zu Schmachtfetzen, der ihm in den 80ern noch reichlich Kritik einbringen soll - hier jedoch noch wohl dosiert. Herzallerliebst das Liebeslied an seine neugeborene Tochter: "Isn't She Lovely?" Aber, ja! Bezeichnend auch, dass Stevie Wonder sich vehement weigert, das überlange In- und Outro einer radiotauglichen Single-Fassung zu opfern. Dann doch lieber auf eine weitere Nummer-eins-Single pfeifen. Der Erfolg lässt sich ohnehin schon kaum noch überblicken. Dreizehn Wochen rangiert "Songs In The Key Of Life" ununterbrochen an der Spitze der Hitlisten. Earth, Wind & Fire, Led Zeppelin, Rod Stewart oder Boz Scoggs schallt Gandalfs Ruf um die Ohren: "Du kommst nicht vorbei!" Erst der Eagles' "Hotel California" drängt Stevie Wonder Anfang Januar 1977 auf den zweiten Platz. 35 Wochen lang in den Top Ten, 80 Wochen insgesamt in den Charts: Gordys Investition zahlt sich mühelos aus. Die hohen Erwartungen: übererfüllt. Besser als "Songs In The Key Of Life" verkauft sich 1977 ausschließlich "Rumours" von Fleetwood Mac. Man erzählt sich, andere Labels hielten ihre Veröffentlichungen extra zurück, bis sich die Wogen der Begeisterung wenigstens ein bisschen gelegt haben. Das dauert allerdings. "Die Definition der schwarzen Musik der Gegenwart, schreibt etwa die Süddeutsche Zeitung, "ein schwarzes Opus Magnum". In sieben Kategorien nominiert, greift Stevie Wonder bei der Grammy-Verleihung 1977 vier Preise ab: Er wird als bester Pop-Sänger, bester R'n'B-Sänger und bester Produzent geehrt - und erhält wieder einmal die Auszeichnung für das beste Album. Paul Simon, der Wonders Serie im Jahr zuvor unterbrochen hatte, weiß genau, warum das überhaupt erst möglich war, wie seine Dankesrede zeigt: "Ich möchte mich bei Stevie Wonder bedanken - dafür, dass er 1975 KEIN Album heraus gebracht hat." Noch Jahrzehnte später gilt "Songs In The Key Of Life" nicht nur als "endgültige Bestätigung seines (Wonders) überwältigenden Talents", sondern als eins der prägendsten Alben der Musikgeschichte. Warum? Einfach mal reinhören, Mensch! Einen zwingenderen Groove als der, der "I Wish" regiert, hat bisher niemand ersonnen. Die Nummer setzt nahtlos da an, wo "Sir Duke" aufhört, letzteres weit mehr als eine Hommage an Duke Ellington: "There's Basie, Miller, Satchmo, and the king of all, Sir Duke / And with a voice like Ella's ringing out / There's no way the band can lose." Stevie Wonder erweist Vorreitern und Mitstreitern, auf dessen Spuren er wandelt, die Ehre. "Ich wollte meiner Wertschätzung Ausdruck verleihen. Es geht um all die Musiker, die so viel für uns getan haben. Sie geraten so schnell in Vergessenheit." Wie lange werden wir uns wohl an Stevie Wonder und seine "Songs In The Key Of Life" erinnern? "As" kennt die einzig korrekte Antwort: "Until the rainbow burns the stars out in the sky / Until the ocean covers every mountain high / Until the dolphin flies and the parrots live at sea / Until wie dream of life and life becomes a dream." Always! © Laut
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Soul - Erschienen am 1. Januar 2014 | Motown

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Hi-Res Audio
Während am 21. Mai 1971 die Plattenläden das neue Album What's Going On Marvin Gayes' in die Regale räumen, bedeutet dies nicht nur eine Wendung in der Geschichte der Soul Musik, sondern in der gesamten populären Musik...In einigen Zeilen des amerikanischen Magazins Rolling Stone beschreibt Marvin Gaye ganz klar seine Intentionen: "1969 und 1970 habe ich begonnen, das Konzept neu zu bewerten, was ich mit meiner Musik aussagen möchte...ich war von den Briefen, die mir mein Bruder aus Vietnam schickte, sehr betroffen, wie auch von der sozialen Situation dieses Landes. Mir wurde bewusst, dass ich meine eigenen Fantasien beiseite schieben muss, wenn ich Songs schreiben möchte, die die Seele der Menschen berührt. Ich wollte also, dass sie realisieren, was die Welt bewegte." Dieses Album mit dem Titel What’s Going On ist heute eines der größten aus dem Hause Motown. Während seiner Produktion wird das Wort "Konflikt" zwischen dem Sänger und dem Produktionsdirektor des Labels (übrigens sein Schwager) großgeschrieben. Gordy versteht den radikalen Kurswechsel Marvin Gayes nur ansatzweise. Bewusst ein Album in der Phase sozialer Umbrüche, ein Opus, das von Drogen, Arbeitslosigkeit, Ökologie, Krieg und Misere handelt in den Glanzjahren seines künstlerischen und wirschaftlichen Erfolgs herauszubringen, hielt er für falsch. Kurz, für Berry Gordy war What’s Going On nicht Motown! Marvin Gaye konnte seinen Arbeitgeber aber davon überzeugen und veröffentlichte das Album am 21. Mai 1971. In nur 35 Minuten (die großen Pop-Platten dürfen diese Zeitvorgabe nicht überschreiten) umgibt Marvin Gaye seine Soul-Hits mit einer Aura von Streichern und Hall. Mit einem betäubten Traumgefühl setzt er seine samtweiche Stimme über ausgewählte und pointierte Textzeilen einer wahren Prosa, die wie ein Spiegel der Zeit funktioniert. Mit Klasse, Feingefühl und Nüchternheit bewegen sich seine Texte weder im Aktivismus noch in der Albernheit und stets mit dem Gedanken daran, dass dieses Konzept-Album mühelos etwas bewirken wird...Wie durch einen Aufschrei versetzt der Titel What’s Going On (Was ist nur los) durch die mit Percussions gesprengelten Rhythmen in Trance. Inner City Blues ist ebenfalls dieser hypnotische Soul wie aus Schichten von Echo und wohlklingender Töne und begegnet jeder Gewalt mit dieser zehnfach stärkeren Kraft. Es ist der Walzer zwischen herrschender Barbarei und sinnlicher, rhythmischer Symphonie, der aus diesem Album eine wahres Denkmal machte und das heute immer noch nicht baufällig geworden ist. © MZ/Qobuz     
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Soul - Erschienen am 1. Januar 2014 | Motown

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Soul - Erschienen am 1. Januar 2014 | Motown

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Soul - Erschienen am 1. Januar 2013 | Motown

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Rock - Erschienen am 1. Januar 2013 | Motown

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Rap - Erschienen am 6. August 2012 | Motown

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Pop/Rock - Erschienen am 30. Juli 2012 | Motown

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