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Rock - Erschienen am 14. Juni 1972 | Legacy Recordings

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Pop/Rock - Erschienen am 26. Januar 1970 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
Als sich Produzent Tom Wilson erneut eines Liedes annahm, das wie Blei untergegangen war, ahnte er wohl nicht, dass er eine riesige Erfolgslawine lostreten würde. Simon & Garfunkels "The Sounds Of Silence" hatte 1964 wie das dazugehörige Album "Wednesday Morning, 3 AM" nicht mal einen Achtungserfolg erzielt. Was sicherlich weder an der Qualität lag, noch an dem Label Columbia, das mit Bob Dylan einen der hippsten Künstler jener Zeit unter Vertrag hatte. Wilson, der das Album produziert hatte, schnappte sich den akustischen Song, legte mit Hilfe von Mitgliedern von Dylans Studioband Schlagzeug, E-Bass und E-Gitarre drüber und sorgte dafür, dass das Stück mit dem Titel "The Sound Of Silence" 1965 noch einmal auf den Markt kam. Paul Simon, der das Projekt mit seinem Schulfreund Art Garfunkel bereits begraben hatte, von New York nach London gezogen war und sich dort als Singer/Songwriter versuchte, erhielt eines Tages eine erstaunliche Nachricht: Der überarbeitete Song, der ohne sein Zutun veröffentlicht worden war, stand Anfang 1966 an der Spitze der US-Charts. Eilig kehrte er nach New York und zu Garfunkel zurück und ging mit Wilson ins Studio, um ein Album folgen zu lassen. "Sounds Of Silence" (nun wieder im Plural) und das schnell nachgeschobene "Parsley, Sage, Rosemary And Thyme" (beide 1966) beschreiben das vorher / nachher bestens: einerseits das sehnsüchtige, melancholische "Kathy's Song", andererseits das fröhliche "59th Street Bridge Song (Feelin' Groovy)", das Simon schrieb, nachdem er früh morgens von einer Party über die erwähnte Brücke von Brooklyn nach Manhattan fuhr. In seinem nagelneuen Aston Martin. Der akustische, intellektuell angehauchte Folk-Pop des Duos wurde weltweit zum Erfolg. S & G konnten es sich leisten, ein maues Konzeptalbum wie "Bookends" (1968) aufzunehmen, in dem es ums Altern geht, und lieferten noch im selben Jahr mit schon veröffentlichten Liedern einen erfolgreichen Soundtrack ab, nämlich für "Die Reifeprüfung" mit Dustin Hoffmann und Anne Bancroft (Mrs. Robinson) in den Hauptrollen. Beim hier vorliegenden fünften Studioalbum "Bridge Over Troubled Water" spielte Geld also keine Rolle. Zur Verfügung stand neben Produzent Roy Halee auch eine Heerschar an namhaften Studiomusikern. Doch die Partnerschaft hatte Risse bekommen. Zwar war es offiziell ein Album der Band, letztendlich zog aber Simon die Fäden. Wenige Monate nachdem das Album nach mehreren Verschiebungen im Januar 1970 erschien, kündigten S & G das Ende der gemeinsamen Karriere an. Fast schon ironisch ist da der Umstand, dass Simon im Opener kaum zu hören ist. Lediglich in der letzten Strophe singt er im Hintergrund. Im Scheinwerferlicht stehen ein mit Pathos geladener Flügel, bombastische Streicheinlagen und vor allem Garfunkel samtenes, hohes Organ, die sich zu einem der bekanntesten Hits aller Zeiten zusammenfügen. Abkehr vom Folk und Zuwendung zum Schnulzenpop? Schon der zweite Track zeigt, dass es hier vielfältiger zugeht als zuvor. Bei einem Soloauftritt in Paris 1965 hatte Simon die Gruppe Los Incas getroffen. Eine ihrer Melodien hatte sich in seinem Kopf festgesetzt, nun legte er Worte drüber, heraus kam mit "El Condor Pasa (If I Could)" eines seiner populärsten und gleichzeitig schlimmsten Stücke. Ob er für die Panflöte dudelnden, unsäglichen Indianer-Attrappen in europäischen Fußgängerzonen mit verantwortlich ist oder ob es sie waren, die ihn inspirierten, bleibt ähnlich unergründlich wie die Frage von der Henne und dem Ei. "Cecilia" entstand in bierseligem Zustand in LA, wo Simon eine Zeit lang lebte. Simon und Garfunkel klatschen mit den Händen auf ihre Schenkel und improvisierten einen fröhlichen, leicht anrüchigen Text, Simons Bruder schrammelte auf einer stark ungestimmten Gitarre. Es kostete Produzent Halee viel Mühe, den Track für das Album aufzuarbeiten. Trotz wilder Bläsereinsätze klingt "Keep The Customer Satisfied" eher wie ein Lückenfüller, ebenso wie das Bossa Nova-angehauchte "So Long, Frank Lloyd Wright", ein Stück zu Ehren des berühmten Architekten. Gleichzeitig ein Seitenhieb gegen Garfunkel, der eine Zeit lang Architektur studiert hatte. Wie aufwändig die Aufnahmen zum Album waren, zeigt sich ausgerechnet am Lagerfeuer-Klassiker "The Boxer", das eigentlich nicht mehr benötigt als eine Gitarre und ein paar Leute zum Mitgrölen, um Stimmung aufkommen zu lassen. Die Perkussionen entstanden in einem New Yorker Aufzug, die zweite Strophe in Nashville, die dritte und die Bläser in einer Kappelle der Columbia University. Hinter dem fünfminütigen Ergebnis stecken 100 Stunden Aufnahmen. Dass die erste Single neun Monate vor dem Rest des Albums erschien, zeugt auch davon, dass es nicht bestens lief. Dabei ist das zärtliche "The Only Living Boy In New York" schon fast eine Liebeserklärung Simons an Garfunkel, der während der Sessions nach Mexiko gereist war, um dort "Catch-22" zu drehen. "Tom, get your plane right on time / I know, your part will go fine / Fly down to Mexico / And here I am, the only living boy in New York", singt Simon sehnsüchtig, begleitet von seiner Gitarre. Nur um sich gleich danach im halbfröhlichen, reggae-esken "Why Don't You Write Me" um mangelnde Kommunikation zu beschweren. Etwas aus der Reihe tanzt das rockige "Baby Driver", das ebenso mitreißend ausfällt wie die Liveaufnahme "Bye Bye Love" der Everly Brothers, das große Vorbild von S & G, hier unterlegt von arg übertriebenem Publikumsgejubel. Wie es Simon wirklich ging, zeigt das abschließende "Song For The Asking", das wie ein Wiegenlied klingt. Doch noch ein versöhnlicher Abschluss für ein Album, das gleich nach der Veröffentlichung weltweit die Spitzen der Charts stürmte. "Bridge Over Troubled Water" erhielt mit sechs Grammys so viele wie keine Platte zuvor (vier davon für den Titeltrack), verkaufte sich weltweit 25 Millionen Mal und gehört zu den erfolgreichsten aller Zeiten. Gleichzeitig war es auch die letzte des Duos. Die Presse vermutete einen Riesenkrach, letztlich waren es einfach unterschiedliche Vorstellungen. Simon, der Vollblutmusiker, erforschte in den folgenden Jahrzehnten Rhythmen, Worte und Klänge und blieb auch solo sehr erfolgreich. Garfunkel studierte zu Ende, versuchte sich als Schauspieler, wanderte durch Amerika und nahm mehrere seichte Balladen-Alben auf, die ab den 80er Jahren kaum noch auf Interesse stießen. Der Kontakt brach aber nie ab. Bereits 1972 gab es Reunion-Versuche, 1976 nahmen sie den Song "My Little Town" auf, den beide auf Soloalben packten. 1981 feierten sie im New Yorker Central Park eine triumphale Reunion und ließen eine Welttour folgen. 2003/2004 und 2009 kamen sie erneut für Tourneen zusammen und bewiesen, dass sie ihren Zauber nicht verloren hatten. Ein neues Album haben sie dagegen nicht mehr aufgenommen. Es sei unmöglich, "Bridge Over Troubled Water" zu toppen, meinte Paul Simon dazu. Recht hat er. © Laut
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Folk - Erschienen am 17. Januar 1966 | Columbia

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Folk - Erschienen am 16. Februar 1982 | Legacy Recordings

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Pop - Erschienen am 3. April 1968 | Columbia

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Folk - Erschienen am 10. Oktober 1966 | Columbia - Legacy

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Pop - Erschienen am 19. Oktober 1964 | Columbia

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Pop - Erschienen am 25. März 2008 | Columbia - Legacy

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Rock - Erschienen am 14. Oktober 2003 | Columbia - Legacy

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Folk - Erschienen am 16. November 1999 | Columbia - Legacy

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Rock - Erschienen am 4. November 1997 | Legacy - Columbia

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Folk - Erschienen am 7. Dezember 2004 | Columbia

Simon & Garfunkel bei ihrer offiziellen Abschiedstour 2004 - für alle, die dabei waren, handelte es sich wohl um den Auftritt des Jahres. Mit einer Mischung aus bekannten Stücken und einigen Überraschungen begeisterte das Duo vollgepackte Stadien und Sporthallen in den USA und Europa. Schön also, dass nun ein Mitschnitt auf CD und DVD vorliegt. Die aufgenommenen Konzerte fanden vom 5. bis 8. Dezember 2003 in New Jersey und dem Madison Square Garden statt. In der 'Heimat' also, denn einerseits stammen S & G aus Queens, andererseits nahmen sie ihre anderen zwei Liveplatten ebenfalls in New York auf. Galten sie in der Zeit von "Live From New York City" (1967, veröffentlicht 2002) als intellektuell angehauchte Lieblinge der aufkommenden Studentenbewegung, präsentieren sie sich 36 Jahre später als eine der erfolgreichsten Bands der Popgeschichte. Nimmt man "Live From Central Park" (1982) noch hinzu, ergibt sich ein interessanter Vergleich. Der Opener "Old Friends" besteht nach wie vor aus zwei prägenden Eingangsakkorden und weist keine großen Unterschiede zu vergangenen Versionen auf. Das folgende "A Hazy Shade Of Winter" (ein späterer Hit für die Bangles) offenbart jedoch eine veränderte Grundstimmung. Zwar ist das Lied schnell gespielt und genießt die Unterstützung einer fähigen Begleitband, dennoch schimmert eine tief verwurzelte Melancholie durch. Ist es die Erinnerung an die unumkehrbar verflossene Zeit? Oder die Feststellung, dass sich die Welt seit den 60er Jahren stark verändert hat, und das nicht unbedingt zum Positiven? "This is a song about a place that doesn't exist anymore", erzählt Garfunkel in einem anderen Konzert vor "America", das wie "I Am A Rock" langsamer ausfällt als früher. "Es gibt einen stark emotionalen Hintergrund, weil Jahrzehnte vergangen sind", pflichtet ihm Simon bei einer Pressekonferenz ausnahmsweise mal bei. Dass das Alter auch positiven Seiten hat, beweist Simons Einstellung auf der Bühne. So locker wie bei diesem Auftritt hat er sich an der Seite Garfunkels noch nie gezeigt. Mit seiner Akustikgitarre trägt er die Hauptlast der Begleitung und übernimmt oft die Hauptstimme – sogar in "Bridge Over Troubled Water", das sonst immer in Garfunkels Reich gehörte. Zwischen "Kathy's Song" und "Hey Schoolgirl" vergisst er seine Wortscheue und lässt sich zu einem Sprachduell mit seinem liebsten Feind ein. Wie dicke Kumpels hören sie sich nicht gerade an, aber sie scheinen sich wieder einigermaßen zu vertragen. Mehr als in der Vergangenheit orientieren sich die Arrangements an den Studioversionen, auch wenn die Begleitband immer wieder originelle Töne einstreut. Interessant auch die Idee, die Everly Brothers in den Auftritt mit einzubinden. Gemeinsam mit ihren Jugend-Idolen singen S & G "Bye Bye Love", bevor "Homeward Bound", "The Sound Of Silence", "Mrs. Robinson" und "Slip Slidin' Away" die Stimmung des Publikums von der anfänglichen Ergriffenheit allmählich in Freude umwandeln. Am Ende herrscht sogar ausgelassene Partylaune. Das finale Best Of-Feuerwerk bietet zwei Überraschungen: "The Only Living Boy In New York", ein wenig bekannter Auszug aus S & Gs letztem Album "Bridge Over Troubled Water" (1970) und "My Little Town", das sie 1976 bei einer kurzen Reunion aufnahmen. "Leaves That Are Green" entlässt den Hörer in einer nostalgischen Verfassung. "I was 21 years when I wrote this song, I'm 22 now, but it won't be for long. Time it hurries on and the leaves that are green turned to brown" singt Simon über eine Zeit, die fast vierzig Jahre in der Vergangenheit liegt. "Old Friends" stellt so etwas wie den krönenden Abschluss einer künstlerisch stets hochwertigen Karriere dar. Zwar bietet die Aufnahme weder den jugendlichen Übermut von "Live From New York City" noch den Hintergrund einer halben Million Zuschauer des "Concert In Central Park", dafür schimmert so etwas wie Zufriedenheit mit dem eigenen Werk durch – ein Punkt, mit dem Simon lange seine Probleme hatte. Wem die Doppel-CD gefällt, der wird von der DVD begeistert sein. Neben zusätzlichen Stücken ("Wake Up Little Susie" und "Dreams" von den Everly Brothers allein gespielt, später "Keep The Customer Satisfied" und ein fröhliches "59th Street Bridge Song" als letzte Zugabe) enthält es eine sehenswerte Dokumentation aus den 70er Jahren und Bilder von weiteren Auftritten, unter anderen einige aus dem abschließenden Konzert in Rom. © Laut
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Folk - Erschienen am 16. Juli 2002 | Columbia - Legacy

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Folk - Erschienen am 12. Juni 2020 | 1960’s Records

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Rock - Erschienen am 8. November 2019 | Leftfield media

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Folk - Erschienen am 27. Oktober 2003 | Columbia

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Pop - Erschienen am 30. Mai 2017 | G Records

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Folk - Erschienen am 26. August 1992 | Columbia - Legacy

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Folk - Erschienen am 1. Februar 2017 | Go Faster Records

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Folk - Erschienen am 24. Januar 2020 | Columbia - Legacy