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Dank der Zusammenarbeit im Vorfeld mit den Tonstudios und einer immer größer werdenden Anzahl an Major- und Independent-Labels (ECM, Mirare, Aeolus, Ondine, Winter & Winter, Laborie, Ambronay Editions, Zig Zag Territoires, usw.) kann Qobuz immer mehr Neuheiten und eine umfangreichere Auswahl seines Backkatalogs in Hi-Res 24-Bit anbieten. Diese Alben geben den direkt vom Mischpult stammenden Originalklang wieder und ermöglichen ein unvergleichliches Hörerlebnis, das über die Qualität von CDs (die üblicherweise auf 44,1 kHz/ 16 Bit "reduziert" werden) hinausreicht. Die Dateien in "Qobuz Hi-Res" sind DRM-frei und zu 100 % mit Mac und PC kompatibel. Qobuz setzt sich so für die Klangverbesserung der Online-Musik ein, die lange Zeit vom komprimierten MP3-Format bestimmt war, und bietet Musikliebhabern Klangqualität und Komfort bei der Nutzung von digitaler Musik.

Hinweis Die auf Qobuz angebotenen Alben in Hi-Res 24-Bit werden direkt von den Labels bereitgestellt. Es findet keine SACD-Neukodierung statt, und wir garantieren, dass die Alben auf direktem Wege bezogen werden. Wir nehmen grundsätzlich keine manipulierten Alben in unser Angebot auf.

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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 21. April 2014 | Ninja Tune

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Hi-Res Audio
"Ich konnte nicht mehr. Eigentlich wollte ich aufhören und hatte nicht vor, jemals wieder ein Album zu veröffentlichen", sagt Kelis über ihr Ende bei Jive Records im Jahr 2007. Glücklicherweise überdachte sie diesen Schritt damals gründlich und entschied sich, ihre Karriere als Sängerin fortzuführen. So dürfen Fans und Kritiker auch weiterhin eine erstaunliche Entwicklung bezeugen, die mit dem sechsten Studio-Album wohl ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. Wie ein ausgewogener Tag beginnt auch "Food" mit dem "Breakfast". "Ooh Ah / Ooh Ooh Ah", stimmt Kelis' vierjähriger Sohn Knight an, bevor die Sängerin selbst zu einer herzlichen und wohlig warmen Hymne einlädt, zunächst lediglich begleitet von Bass und Drums. Wenn dann noch sanfte Background Vocals, Saxofon und Trompete einsteigen, sprüht "Breakfast" nur so vor Lebensfreude. "So much of who we are / Is from who first taught us how to love" - ein Song, der die Sonne aufgehen lässt. Unmittelbar nach dem Frühstück kommen die "Jerk Ribs" eigentlich ein bisschen zu früh. Doch spätestens hier offenbart Kelis, dass Titel wie "Cobbler", "Friday Fish Fry" und "Biscuits N' Gravy" völlig beliebig gewählt sind. Mit erzwungenen Anspielungen zum Thema Essen verschont sie den Hörer. Vielmehr liegt die Namensgebung in den Mahlzeiten begründet, die die gelernte Saucen-Köchin der Band während der Aufnahmesessions in ihrem Haus servierte, wie die Bilder im Booklet belegen. Jene Band erweist sich in "Jerk Ribs" als treibende Kraft und unterlegt Kelis' hauchenden Soul mit euphorischen Funk-Bläsern. Dem Reichtum an Harmonie, Kraft und Melodie, den die Sängerin in dem Stück besingt, steht "Food" bis hierhin in nichts nach: "The beat was like a soundtrack to me / The melody washed right over me." Zu verdanken ist das auch Produzent Dave Sitek. Der arbeitete bereits für Foals sowie die Yeah Yeah Yeahs und hievt die markante, wenn auch nicht voluminöse Stimme der Sängerin auf ein neues Level. Besonders nach dem umstrittenen Ausflug in den elektronischen Bereich auf "Flesh Tone" findet das Team um Sitek mit perfekt ausgewogener Live-Instrumentierung genau das richtige Mittel, um Kelis als Künstlerin noch weiter reifen zu lassen. Der stimmungsvolle, meist heitere Mix aus Soul, Funk, Afrobeat und klassischem R'n'B steht der 34-Jährigen nämlich bestens zu Gesicht. Ob sie mit Handclaps und einem kleinen Orchester im Rücken auf "Cobbler" zum Tanzen anregt oder sich im betörend langsamen und futuristisch angehauchten Soul als "Dreamer" gibt - dass sie wieder voll hinter ihrer Musik steht, ist Kelis anzumerken. Doch auch wenn Karriere, Sohn und das Kochen ihr Leben erfüllen, fehlt etwas, und zwar ein Mann an ihrer Seite. Frei sein bedeutet manchmal eben auch allein sein: "Sure I'm self sufficient blah blah independent [...] I've got some space, I want that man to fill it." "Floyd" muss er nicht unbedingt heißen, nach der Trennung von Nas sollte der Neue aber schon ähnlich Besonderes mitbringen: "I want to be blown away." Wenn der Song schließlich mit dem Optimismus eines Disney-Happy-Ends ausklingt, deutet ein blitzender Lichtstrahl jedoch das Ende des Single-Tunnels an. Dass die üppige Instrumentierung, an der Produzent Sitek ab und an auch selber mitwirkt ("Biscuits N' Gravy", "Dreamer"), nicht nur in den Funk- und Soul-Nummern begeistert, zeigt "Forever Be", der einzige offensichtliche Pop-Song des Albums. Auch hier reißen Bläser, Keys und dezente Violinen-Klänge besonders in der Hook mit. Ebenfalls hoch anrechnen muss man Band und Produzent, dass die Stücke nie überladen wirken und Kelis ausreichend Platz für ihre Zeilen lassen. Die soulig-warme, aber nur selten kraftvolle und teilweise sogar dünne Stimme der Protagonistin wird nie erdrückt, geschweige denn übertönt. Besonders deutlich kommt diese Stärke in "Rumble" zum Vorschein, dass die Sängerin innerlich gespalten zeigt. "No we don't need therapy / What I need is you to leave", schließt sie zu Drums und Piano voreilig mit ihrer letzten Liebe ab, nur, um später zu flehen "Baby don't go". Eine der wenigen Passagen, in denen Kelis zeigt, dass durchaus Power in ihrer sonst zurückgelehnten Darbietung steckt, gestärkt von plötzlich einsetzenden Trompeten- und Saxofon-Tönen. Völlig aus dem Nichts schleicht sich das Cover der Singer/Songwriter-Ballade "Bless The Telephone" heran und überrascht mit vollkommen anderem Sound. Kelis' gefühlvoller Gesang harmoniert zwar perfekt mit der gezupften Gitarre, als Duett mit Sal Masakela gerät der Song aber etwas zu süß und klebrig. Zu den markant rhythmischen Soul-Nummern der Platte will "Bless The Telephone" ohnehin nicht passen und hätte sich eher als Nachtisch für "Food" geeignet. Der kleine Aussetzer bleibt jedoch die einzige Zutat, die etwas schwerer im Magen liegt. Ansonsten bietet Kelis' sechstes Studio-Album eine wunderbar leichte und dennoch feine Kost, die hoffentlich nur den Anfang eines mehrgängigen Menüs darstellt. "Food" macht mit seinen organischen Klängen und eingängigen Hooks von der ersten bis zur letzten Minute Spaß und wirft schon jetzt die spannende Frage auf, welchen Weg die Sängerin auf ihren kommenden Werken einschlägt. © Laut
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Funk - Erschienen am 17. März 2014 | Epic

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Now

R&B - Erschienen am 10. März 2014 | Jazz Village

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Hi-Res Audio
Schluss mit elektronischen Spielereien. Nachdem einem auf "40º Of Sunshine" dank der Seletines noch munter die Loops um den Kopf schwirrten, kehrt Bibi Tanga nun zu einem organischen Sound zurück. Was bleibt, ist sein unstillbarer Drang nach dem perfektem Groove. Selbst der schwerste Bewegungslegastheniker dürfte es schwer haben, während der 56 Minuten, die "Now" dauert, stillzusitzen. Indianerehrenwort! Die Gliedmaßen erklären sich offiziell unabhängig vom Hirn und beginnen, munter mitzuwippen. Und während wir vergnügt unser Tanzbein zu treibenden Beats schwingen, mischt uns Bibi Tanga in seinen Texten heimlich die bittere Pille der Realität unter, die sich auf diesem Weg so viel leichter schlucken lässt. Während er im Opener "Calling" noch dem charakteristischem, langsamen Gitarren-Offbeat des Reggae frönt, liefert er mit "Upset" eine leidenschaftliche Disco-Nummer im Jamiroquai-Stil. Im hektisch vorgetragenen African-American Spiritual "Who's Gonna Be Your Man" covert er Ella Jerkins, nur um in "Love Can Bring You Pain" mit kraftvollen Gitarreneinsatz heftig mit dem Rock zu schäkern. In den auf Sango geschriebenen Afrobeat-Tracks "Ala Za I O", "Montequene" und dem von Maschinengewehren zerfetzten "Ngombe" beschäftigt sich Bibi Tanga, Sohn eines Diplomaten, mit dem Schicksal der Menschen in der zentralafrikanischen Republik und deren Hauptstadt Bangui. "Das Land hat 40 Jahre politischer Instabilität hinter sich, aber wir sind trotzdem ein fröhliches Volk geblieben. Diese Kraft, diese Lebenslust, versucht man uns derzeit zu rauben. Die Diaspora und alle Zentralafrikaner müssen ihrer Verantwortung im Zusammenhang mit dieser Krise gerecht werden." Ständig wechselt Tanga das Genre, steht zwischen allen Stilen. Trotzdem erscheint "Now" wie aus einem Guss. Denn all diese Songs verbindet das aufwühlende und freudige Herz des Sängers. Ein lebensfroher Puls, der den einzelnen Stücken als Metronom dient. Egal was Tanga anfasst, ob Soul, Funk, Reggae oder Afrorock, und egal welche Themen er in seinen Songs auch verarbeitet, er bleibt stets ein musikalisches Sonnenkind. Es groovt ein Bibi-Butzemann in unserem Kreis herum, dideldum. © Laut
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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 17. Februar 2014 | Ninja Tune

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R&B - Erschienen am 10. Februar 2014 | Jazz Village

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Soul - Erschienen am 3. Februar 2014 | naïve

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Hi-Res Audio - Top du mois de Jazznews
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Soul - Erschienen am 1. Januar 2014 | Motown

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Hi-Res Audio
Während am 21. Mai 1971 die Plattenläden das neue Album What's Going On Marvin Gayes' in die Regale räumen, bedeutet dies nicht nur eine Wendung in der Geschichte der Soul Musik, sondern in der gesamten populären Musik...In einigen Zeilen des amerikanischen Magazins Rolling Stone beschreibt Marvin Gaye ganz klar seine Intentionen: "1969 und 1970 habe ich begonnen, das Konzept neu zu bewerten, was ich mit meiner Musik aussagen möchte...ich war von den Briefen, die mir mein Bruder aus Vietnam schickte, sehr betroffen, wie auch von der sozialen Situation dieses Landes. Mir wurde bewusst, dass ich meine eigenen Fantasien beiseite schieben muss, wenn ich Songs schreiben möchte, die die Seele der Menschen berührt. Ich wollte also, dass sie realisieren, was die Welt bewegte." Dieses Album mit dem Titel What’s Going On ist heute eines der größten aus dem Hause Motown. Während seiner Produktion wird das Wort "Konflikt" zwischen dem Sänger und dem Produktionsdirektor des Labels (übrigens sein Schwager) großgeschrieben. Gordy versteht den radikalen Kurswechsel Marvin Gayes nur ansatzweise. Bewusst ein Album in der Phase sozialer Umbrüche, ein Opus, das von Drogen, Arbeitslosigkeit, Ökologie, Krieg und Misere handelt in den Glanzjahren seines künstlerischen und wirschaftlichen Erfolgs herauszubringen, hielt er für falsch. Kurz, für Berry Gordy war What’s Going On nicht Motown! Marvin Gaye konnte seinen Arbeitgeber aber davon überzeugen und veröffentlichte das Album am 21. Mai 1971. In nur 35 Minuten (die großen Pop-Platten dürfen diese Zeitvorgabe nicht überschreiten) umgibt Marvin Gaye seine Soul-Hits mit einer Aura von Streichern und Hall. Mit einem betäubten Traumgefühl setzt er seine samtweiche Stimme über ausgewählte und pointierte Textzeilen einer wahren Prosa, die wie ein Spiegel der Zeit funktioniert. Mit Klasse, Feingefühl und Nüchternheit bewegen sich seine Texte weder im Aktivismus noch in der Albernheit und stets mit dem Gedanken daran, dass dieses Konzept-Album mühelos etwas bewirken wird...Wie durch einen Aufschrei versetzt der Titel What’s Going On (Was ist nur los) durch die mit Percussions gesprengelten Rhythmen in Trance. Inner City Blues ist ebenfalls dieser hypnotische Soul wie aus Schichten von Echo und wohlklingender Töne und begegnet jeder Gewalt mit dieser zehnfach stärkeren Kraft. Es ist der Walzer zwischen herrschender Barbarei und sinnlicher, rhythmischer Symphonie, der aus diesem Album eine wahres Denkmal machte und das heute immer noch nicht baufällig geworden ist. © MZ/Qobuz     
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Soul - Erschienen am 1. Januar 2014 | Motown

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Hi-Res Audio
Mit "Talking Book", "Innervisions" und "Fulfillingness' First Finale" platziert er drei Longplayer in Folge in den Top fünf. Den Grammy für das beste Album des Jahres hat er quasi abonniert. Längst schon verschwand der Zusatz "Little" aus seinem Namen. Stevie Wonder wähnt sich 1975 auf dem Zenit seines Erfolgs - vorschnell, wie sich herausstellen soll. Nicht nur in den USA, auch international betrachtet zählt er zu den populärsten Figuren im R'n'B- und Pop-Geschäft: ein Status, den sich Stevie Wonder über Jahre hinweg hart erarbeitet hat. Immer wieder trägt er sich trotzdem mit dem Gedanken, aus dem Hamsterrad der Unterhaltungsindustrie auszusteigen. Der Zeitpunkt erscheint günstig: Ein Fünf-Jahres-Vertrag mit dem Label Motown steht kurz vor dem Auslaufen. Stevie Wonder, soeben zum ersten Mal Vater geworden, stürzt sich in Wohltätigkeitsprojekte und sucht zugleich nach seinen Wurzeln, seinem afrikanischen Erbe. Er bereist den schwarzen Kontinent. Gerüchte machen die Runde, Stevie Wonder plane, nach Ghana auszuwandern, um dort eine Einrichtung für behinderte Kinder ins Leben zu rufen. Mit einem großen Abschlusskonzert will er seiner Karriere ein würdiges Ende setzen. Nichts deutet auf ein weiteres Album hin. Ob eine Reise nach Jamaika, wo er unter anderem mit Bob Marley und den Wailers zusammenarbeitete, den Ausschlag gab, doch noch einmal durchzustarten? Man weiß es nicht. In die USA zurück gekehrt, nimmt Stevie Wonder die Zügel jedenfalls wieder ganz energisch in die Hand. Er trennt sich von seinen langjährigen Produzenten Malcolm Cecil und Bob Margouleff. Für das anvisierte Doppelalbum vertraut er auf die Dienste von John Fishbach und Gary 'O' Olazabal. Zuvor jedoch schlägt die Stunde seines Anwalts Johann Vigoda. Der leistet ganze Arbeit: Am Ende harter Verhandlungen hat Stevie Wonder einen frischen Sieben-Jahres-Deal in der Tasche, der ihm neben 13 Millionen Dollar und einer bis dato beispiellos hohen Gewinnbeteiligung vollkommene künstlerische Freiheit sowie ein Vetorecht bei einem etwaigen Verkauf von Label oder Vertrieb zusichert. Den Zuschlag bekamen übrigens nicht Epic oder Arista, die ebenfalls Interesse bekundet hatten: "Das einzige wirklich lebensfähige Unternehmen in der Plattenindustrie, das sich in schwarzer Hand befindet, heißt Motown. Motown steht für Hoffnung und für Möglichkeiten, für neue wie bereits etablierte schwarze Künstler und Produzenten. ... Wir haben schon oft beobachten müssen, wie große Firmen die kleinen fressen, und ich will nicht, dass Motown das Gleiche widerfährt", erklärt Stevie Wonder, warum er auf wirkungsvollen Mitsprachemöglichkeiten bestand. Motown-Boss Berry Gordy schluckt all das und hat sein Geld wieder einmal ausgesprochen gewinnbringend investiert. Der Arbeit an einem neuen Stevie Wonder-Album - Arbeitstitel: "Let's See The Life The Way It Is" - steht nun nichts mehr im Wege. Nichts, außer Stevie Wonder und seinem ureigenen Perfektionismus. Die Monate ziehen ins Land. Außer dem mittlerweile in "Songs In The Key Of Life" umgeschriebenen Titel dringt kaum etwas ans Tageslicht. Stevie Wonder frickelt in Studios in Hollywood und Sausalito vor sich hin und arbeitet - als erster - auch in der Hit Factory in New York City. Eine dreitägige Session hat er bei Eigentümer Edward Germano gebucht. Es werden neun Monate daraus. "Wenn es bei mir läuft, bleibe ich dran, bis ich das Maximum herausgeholt habe", beschreibt Stevie Wonder seine Arbeitsweise. Essen oder Schlafen verkommen dann zur Nebensache. Gary Byrd, der den Text zu "Village Ghetto Land" beisteuert, erinnert sich genau. Drei Monate, nachdem er Stevie Wonder die Lyrics zukommen ließ, ruft dieser an: "Er war begeistert", so Byrd. "Er sagte: 'Ach, übrigens: Ich hab' noch eine Strophe drangehängt. Kannst du mir dafür auch noch Text schreiben und in zehn Minuten rüberschicken? Ich nehm' die Nummer jetzt auf.' Zehn Minuten später hat er dann tatsächlich schon wieder angerufen." Wer mit Stevie Wonder kooperieren will, muss Schritt halten können. Um so erstaunlicher, dass sich an die 130 Musiker fanden, die an "Songs In The Key Of Life" mitarbeiteten, darunter auch namhafte Kollegen: Herbie Hancock etwa, der Rhodes und Handclaps zu "As" beisteuert. Oder Funk Brother Eddie 'Bongo' Brown. Oder Minnie Riperton. Oder George Benson und seine Gitarre. Oder oder oder ... Der heimliche Star auf "Songs In The Key Of Life" trägt allerdings den sperrigen Namen Yamaha GX-1 - und kommt auch selbst entsprechend sperrig daher. Nur eine Handvoll Kollegen benutzten die kostspieligen Geräte, die zwischen 1973 und '77 gebaut wurden. Benny Anderson besaß eins, John Paul Jones oder Jürgen Fritz von Triumvirat. Keith Emerson überlässt seins später Hans Zimmer. Das in Aphex Twins Besitz gehörte einst Mickie Most, dem Boss von RAK Records. Stevie Wonder ist von dem neuartigen Synthesizer hingerissen. Er nennt den Kasten mit drei Keyboards, der es erlaubt, komplexe Arrangements in einem Take aufzunehmen, ohne mit mehreren sich überlagernden Spuren arbeiten zu müssen, "The Dream Machine". Man munkelt, er habe sich gleich zwei davon zugelegt. "Eins seiner größten Talente besteht darin, dass er gar nicht erst versucht, einen Synthesizer akustisch klingen zu lassen", kommentiert Herbie Hancock. "Er lässt sie statt dessen sein, was sie tatsächlich sind: synthetisch." Eine weitere Begabung: Stevie Wonder feilt zwar akribisch an seinen Kompositionen. Denen hört man die viele Arbeit am Ende allerdings gar nicht mehr an, so natürlich, luftig, leicht und locker perlen die Melodien. Der GX-1 avanciert zu Stevie Wonders neuem Lieblingsspielzeug, über dem man schon einmal die Zeit vergessen kann. Nie zuvor hat Stevie Wonder seine Fans so lange auf ein neues Album warten lassen. Die ständigen Nachfragen seines Labels, wann er denn endlich mit greifbaren Ergebnissen aufzuwarten gedenke, beantwortet er mit einem eigens angefertigten T-Shirt: "We're almost finished", verkündet der Schriftzug darauf. Bei Motown greifen sie, geschäftstüchtig wie eh und je, die Idee auf und verkaufen den dürstenden Fans ihrerseits Shirts mit dem Aufdruck: "Stevie's nearly ready". Die Vorbestellungen erreichen Rekord-Niveau. Schon bevor die Platte am 8. Oktober 1976 endlich in den Läden steht, erreicht sie Platin-Status. Der steigt bald auf Diamant-Niveau an - für über zehn Millionen verkaufte Einheiten allein in den Vereinigten Staaten. "Songs In The Key Of Life" schießt aus dem Stand an die Spitze der Billboard-Charts. Gleiches gelang vorher ausschließlich Elton John - der über Stevie Wonders Werk Folgendes mitzuteilen hat: "Lassen Sie es mich so sagen", entgegnet er auf die Frage nach seiner Lieblingsplatte, "Ich habe immer ein Exemplar von 'Songs In The Key Of Life' dabei. Meiner Meinung ist das das beste Album, das je aufgenommen wurde, und es lässt mich jedes Mal, wenn ich es höre, in völliger Verzückung zurück." Diese Meinung teilen zum Beispiel Michael Jackson, George Michael, Mariah Carey oder Whitney Houston - bei deren Trauerfeier Stevie Wonder "Love's In Need Of Love Today" spielt. Unzählige Kollegen covern oder samplen sich durch die über zwei LPs und eine beigelegte 7"-EP verteilten Songs. Auch der Urheber selbst klingt mehr als zufrieden mit seinem Schaffen: "Von allen meinen Alben bin ich mit 'Songs In The Key Of Life' am glücklichsten", sagt er 1995 mit Blick auf seine umfangreiche Diskografie. "Das lag auch an der ganzen Zeit, damals. Am Leben zu sein. Vater zu sein ... und sich dann gehen zu lassen und zu spüren, dass Gott mir die Energie und die Kraft gegeben hat, die ich brauchte." Diese göttliche Kraft, der sich auch der ungläubigste Zeitgenosse nur schwer verschließen kann, strömt dann auch aus jeder einzelnen Nummer. "Ich habe als Herausforderung betrachtet, so viele Themen wie möglich abzuhandeln", so Stevie Wonder. Er befasst sich mit privaten Erlebnissen, seiner Kindheit, der ersten Liebe oder zerbrochenen Beziehungen, greift darüber hinaus aber auch umfassendere Themen wie Religion und Spiritualität auf und prangert herrschende Missstände an - etwa die Kluft zwischen Arm und Reich in "Village Ghetto Land" oder den überhand nehmenden Materialismus in "Pasttime Paradise", das später auch Coolios Gangstern eine Heimat bietet. Vor allem aber - diese Richtung gibt gleich der Eröffnungssong vor - bricht Stevie Wonder eine Lanze für ein gleichberechtigtes Miteinander unter den Menschen. Nicht etwa der "Black Man" gilt ihm als das Maß aller Dinge, sondern der Mensch, egal, ob schwarz, weiß, rot, gelb oder kariert. Die Liebe ist in Gefahr - wer sollte sie retten, wenn nicht wir alle? Mindestens so vielseitig wie die Inhalte gestaltet sich die Musik selbst: Funk, Jazz und Pop gehen eine hemmungslose Fusion miteinander ein. Latin-Swing, Calypso und Honkytonk finden ihren Platz. In klassischen Balladen zeigt Stevie Wonder zudem seinen Hang zu Schmachtfetzen, der ihm in den 80ern noch reichlich Kritik einbringen soll - hier jedoch noch wohl dosiert. Herzallerliebst das Liebeslied an seine neugeborene Tochter: "Isn't She Lovely?" Aber, ja! Bezeichnend auch, dass Stevie Wonder sich vehement weigert, das überlange In- und Outro einer radiotauglichen Single-Fassung zu opfern. Dann doch lieber auf eine weitere Nummer-eins-Single pfeifen. Der Erfolg lässt sich ohnehin schon kaum noch überblicken. Dreizehn Wochen rangiert "Songs In The Key Of Life" ununterbrochen an der Spitze der Hitlisten. Earth, Wind & Fire, Led Zeppelin, Rod Stewart oder Boz Scoggs schallt Gandalfs Ruf um die Ohren: "Du kommst nicht vorbei!" Erst der Eagles' "Hotel California" drängt Stevie Wonder Anfang Januar 1977 auf den zweiten Platz. 35 Wochen lang in den Top Ten, 80 Wochen insgesamt in den Charts: Gordys Investition zahlt sich mühelos aus. Die hohen Erwartungen: übererfüllt. Besser als "Songs In The Key Of Life" verkauft sich 1977 ausschließlich "Rumours" von Fleetwood Mac. Man erzählt sich, andere Labels hielten ihre Veröffentlichungen extra zurück, bis sich die Wogen der Begeisterung wenigstens ein bisschen gelegt haben. Das dauert allerdings. "Die Definition der schwarzen Musik der Gegenwart, schreibt etwa die Süddeutsche Zeitung, "ein schwarzes Opus Magnum". In sieben Kategorien nominiert, greift Stevie Wonder bei der Grammy-Verleihung 1977 vier Preise ab: Er wird als bester Pop-Sänger, bester R'n'B-Sänger und bester Produzent geehrt - und erhält wieder einmal die Auszeichnung für das beste Album. Paul Simon, der Wonders Serie im Jahr zuvor unterbrochen hatte, weiß genau, warum das überhaupt erst möglich war, wie seine Dankesrede zeigt: "Ich möchte mich bei Stevie Wonder bedanken - dafür, dass er 1975 KEIN Album heraus gebracht hat." Noch Jahrzehnte später gilt "Songs In The Key Of Life" nicht nur als "endgültige Bestätigung seines (Wonders) überwältigenden Talents", sondern als eins der prägendsten Alben der Musikgeschichte. Warum? Einfach mal reinhören, Mensch! Einen zwingenderen Groove als der, der "I Wish" regiert, hat bisher niemand ersonnen. Die Nummer setzt nahtlos da an, wo "Sir Duke" aufhört, letzteres weit mehr als eine Hommage an Duke Ellington: "There's Basie, Miller, Satchmo, and the king of all, Sir Duke / And with a voice like Ella's ringing out / There's no way the band can lose." Stevie Wonder erweist Vorreitern und Mitstreitern, auf dessen Spuren er wandelt, die Ehre. "Ich wollte meiner Wertschätzung Ausdruck verleihen. Es geht um all die Musiker, die so viel für uns getan haben. Sie geraten so schnell in Vergessenheit." Wie lange werden wir uns wohl an Stevie Wonder und seine "Songs In The Key Of Life" erinnern? "As" kennt die einzig korrekte Antwort: "Until the rainbow burns the stars out in the sky / Until the ocean covers every mountain high / Until the dolphin flies and the parrots live at sea / Until wie dream of life and life becomes a dream." Always! © Laut
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Soul - Erschienen am 1. Januar 2014 | Motown

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Soul - Erschienen am 1. Januar 2014 | Motown

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Soul - Erschienen am 1. Januar 2014 | Motown

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Soul - Erschienen am 1. Januar 2014 | Motown

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R&B - Erschienen am 1. Januar 2014 | Verve

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R&B - Erschienen am 11. November 2013 | Epic - Streamline Records

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R&B - Erschienen am 18. Oktober 2013 | Flying Buddha - Sony Masterworks

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R&B - Erschienen am 11. Oktober 2013 | Epic

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Disco - Erschienen am 30. September 2013 | Rhino Atlantic

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R&B - Erschienen am 30. August 2013 | G.O.O.D. Music - Columbia

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R&B - Erschienen am 29. März 2013 | Parkwood Entertainment - Columbia

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Soul - Erschienen am 20. März 2013 | Magazine Records

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