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Die Alben

CD17,49 Fr.

Dance - Erschienen am 2. September 2002 | Jaro Records

Seit ihrer Gründung in den frühen 90er Jahren folgen Huun Huur Tu dem Ruf ihrer Ahnen und tragen das musikalische Erbe ihrer Heimat Tuva hinaus in die Welt. "Ancestors Call" legt einmal mehr Zeugnis davon ab. Von Horizont zu Horizont scheinen die tragenden Stimmen der vier Sänger zu reichen. Ihr Gesang überspannt die Weite der Steppe, die ihn gebar. Gitarre, Percussion, selbst traditionelle Instrumente wie Igil oder Doshpuluur spielen in der Gegenwart wahrhaft begnadeter Obertonsänger lediglich gut besetzte Nebenrollen. Die Faszination, die Huun Huur Tu verströmen, entspringt den Kehlen ihrer Mitglieder. In tief grollendem Kehlgesang spiegeln sich Naturgewalten, in den isolierten, glasklaren Obertönen wiegen sich Gräser im pfeifenden Wind, perlt helles Wasser über rund geschliffene Kiesel. Unmöglich, keine Naturbilder vor Augen zu haben, sobald die ebenso eigen- wir urtümlichen Klänge des Khöömei, Kargyraa oder Sygyt erschallen. Unmöglich, aus den treibenden Rhythmen nicht den Hufschlag trabender oder galoppierender Pferde heraus zu hören - mindestens sechzig an der Zahl. Unmöglich, sich von sehnsuchtsvollen Nummern wie "Orphan's Lament" oder "Remembering Ulaatai River" keine Ganzkörper-Gänsehaut bescheren zu lassen. Huun Huur Tu bewegen sich auf "Ancestors Call" wieder einen Schritt weg von früheren Experimenten, die den archaischen Klang mittels westlicher Instrumente und aktueller musikalischer Einflüsse innovativ zu modernisieren suchten. Es scheint, als habe sich ein Kreis geschlossen, man ist wieder bei den eigenen Wurzeln angelangt - die freilich nie wirklich verlassen oder gar vergessen waren. "Ancestors Call" lädt zu einer ergreifenden Meditationsübung. Wie jede Begegnung mit Huun Huur Tu führt einem dieses Album aufs Neue vor Augen: Vergleichbar bewegende und zugleich so ungeheuer exotische Klänge hat der hiesige Kulturkreis einfach nicht zu bieten. © Laut