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Ein interessantes Konzept, das vom 2008 gegründeten schweizerischen Trio Rafale hier vorgelegt wird: vier Jugendwerke großer Meister plus einer eigens für das Trio geschriebenen Komposition von Jannik Giger, der bei der Vollendung seines „Caprice“ betitelten Stücks auch noch keine 30 Jahre alt war. In einigen der Werke ist die spätere Löwenpranke schon spürbar – etwa in Schostakowitschs vor Witz und Musizierlust geradezu sprühendem Trio op. 8 oder in Rachmaninows erstem „Trio élégiaque“. Hans Werner Henze erprobt in seiner Kammersonate bereits die für ihn später so typische Kombination von konstruktiver Strenge und lyrischer Kantabilität, ohne dass das Ergebnis indes schon völlig seine reife Handschrift trägt. Claude Debussys Klaviertrio schließlich, das er als Achtzehnjähriger vollendete, wandelt noch völlig auf den Pfaden der französischen Romantik – dies allerdings mit einer gehörigen Portion Charme. Jannik Gigers „Caprice“ mit ihren Paganini-Allusionen stellt zumindest eine beachtliche Talentprobe dar. In allen Werken überzeugt das Trio Rafale mit einer hundertprozentigen Identifikation mit dem Ausdruck und Gehalt der Musik. Diese Ernsthaftigkeit schließt durchaus die Realisation von Humor mit ein, soweit dieser vorhanden ist. Extremwerte werden mit großer Hingabe verwirklicht; faszinierend etwa, wie die Interpreten sich fast bis zur Selbstaufgabe in flüsternde Pianissimo-Werte zurückziehen, wenn dies angebracht ist – etwa bei Schostakowitsch. Und nicht zuletzt werden auch Querverbindungen zwischen den kompositorischen Persönlichkeiten spürbar. Dafür lässt sich nur höchste Bewunderung aussprechen. Übrigens finden sich – warum auch immer – weder im Beiheft noch auf dem CD-Cover die Namen der drei Musiker. Hier sind sie: Maki Wiederkehr (Klavier), Daniel Meller (Violine) und Flurin Cuonz (Cello). © Schulz, Thomas / www.fonoforum.de