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Die Alben

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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 18. Februar 2013 | Warp Records

Hi-Res Auszeichnungen 4 étoiles Rock and Folk - Hi-Res Audio
Nach Umwegen über Berlin und New York residiert Jamie Lidell inzwischen in Nashville. Der Umzug nach Tennessee schlägt sich tatsächlich in seinem Sound nieder - allerdings anders, als der erste Gedanke vermuten lässt. Dabei wäre einem musikalischen Freigeist seines Kalibers ohne Weiteres zuzutrauen, dass er sich einen Cowboyhut über die Rübe stülpt, Kühe über den Zaun muhen lässt und mit der Fiedel durch den Heuschober springt. Für sein selbstbetiteltes Album wählt Lidell dennoch einen anderen Weg. Was zum Teufel macht also ein Musik-Nerd in der Welthauptstadt des Country? Nun, erst einmal auspacken: "Ich konnte endlich mein ganzes Equipment ausbreiten, das ich früher hochkant lagern musste", entdeckt Jamie Lidell die neuen Möglichkeiten. Er hat jetzt buchstäblich den Platz dafür, sein Faible für analoge Uralt-Synthesizer in epischer Breite auszuleben. Klar, dass man das hört. Statt, wie einst auf "Multiply" an Marvin Gaye oder Otis Redding zu gemahnen, gräbt "Jamie Lidell" ganz andere Erinnerungen aus. "Electricity around us, baby": Diese Platte schwelgt nur so im Elektro-Funk der frühen 80er Jahre. Die Jonzun Crew und Afrika Bambaataa tanzen im Kopfkino Ringelreihe. "No parking on the dancefloor", mahnen Midnight Star dazu. Jamie Lidell kredenzt den Stoff, aus dem B-Boy-Träume gemacht sind. Wo stecken eigentlich all die Breaker? Leicht vorstellbar, dass der Electro-Boogie auf "Jamie Lidell" mit selbigem als Vorreiter die Tänzer-Zombies wieder aus ihren Löchern lockt - "Thriller"-Style. "You got to take back control", fordert der Eröffnungstrack "I'm Selfish" - als ob Jamie Lidell die Kontrolle über seine Regler jemals verloren hätte. Seine musikalischen Einfälle dagegen lassen sich weit schwerer beherrschen. Wie ein Schwarm aufgescheuchter Hühner rennen sie mal hier-, mal dorthin. Jamie Lidell stopft Synthies, Soul und eine Handvoll Disco-Kugeln in einen Topf. Cowbells dürfen mit, ein windschiefes Piano, pixeliger Computerspiel-Sound, Fingerschnippen, die gute alte Talkbox, in "Big Love" mit Gesängen und Händeklatschen sogar eine Ahnung von Gospel. Dazu, als Emulgator, eine Überdosis Groove. Umrühren, fertig. Angesichts der wüsten Mischung höchst erstaunlich, dass die Resultate nur in wenigen Momenten fahrig, sprunghaft oder unentschlossen wirken. Nicht mehr ganz so eingängig zwar, wie etwa auf "JIM", aber auch längst nicht so sperrig und verquer wie noch zu "Muddlin Gear"-Zeiten, dreht "Jamie Lidell" dennoch an jedem verfügbaren Rad. Anders, als auf dem direkten Vorgänger "Compass", verzichtet Jamie Lidell diesmal auf die zahlreichen Kollaborationen. Jemand, in dessen Hals, Hirn und Herz ganz offensichtlich Prince, Stevie Wonder und George Clinton wohnen, braucht aber auch wirklich nicht noch mehr Beistand. Wäre ja unfair. © Laut

Soul/Funk/R&B - Erschienen am 17. Mai 2010 | Warp Records

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Aus einem Schritt rückwärts zwei riesige Sätze nach vorn zu machen: ein Kunststück, wie es nur einem in sich widersprüchlichen Geist wie Jamie Lidell gelingt. Sein viertes Album bewegt sich weg von den - nicht minder gelungenen - Soul-Reminiszenzen seiner beiden Vorgänger "JIM" und "Multiply", zurück in Richtung "Muddlin Gear" und noch weiter in Super_Collider-Gefilde. Statt sich aber auf bereits Dagewesenes zu beschränken, erschließt Jamie Lidell sich und seiner Hörerschaft ganz neue musikalische Welten. Den Kompass kann man für die Reise dorthin getrost vergessen. Er würde ohnehin nichts nützen. Wie ein Ausrufezeichen steht "You See My Light" am Ende des Albums - zwar mit zarter Feder gezeichnet, deswegen jedoch um so nachdrücklicher. Zwischen diesem Schlussakkord und dem deutlich elektronischer geprägten Beginn mit "Completely Exposed" spannt Jamie Lidell schätzungsweise dreieinhalb verschiedene Universen auf, die massig Platz für ein geradezu absurdes Sound-Sammelsurium bieten. Dengelnde Gitarren und wie Tischtennisbälle klackernde Beats stecken in "Your Sweet Boom", in "The Ring" wird fleißig in die Hände geklatscht. Orgelsounds, gluckerndes Wasser, eine Melodie wie aus der Spieldose: alles drin. Wie schräg und sperrig es aber auch werden mag: Überall entwickeln sich absolut zwingende Grooves. Klappernde Kastagnetten und Streicher, wie sie pompöser in keinem Karl-May-Film anzutreffen wären, zieren den Titeltrack - aber auch eine balladentaugliche Akustikgitarre. "Coma Chameleon" wartet mit hallenden Schlägen wie direkt aus der Fabrikhalle auf. Jeder Track ändert mehrfach Charakter und Atmosphäre. "It's A Kiss" erblüht in seinem Verlauf beispielsweise wie ein Garten, den allerdings nicht die Sonne, sondern silbernes Mondlicht bescheint. Einen Strauß akustischer Sternschnuppen hält Jamie Lidell zusätzlich parat. Könnte ja eventuell langweilig werden. Unwirkliche Klänge, wohin man hört. Verzerrte Perspektiven, wohin man schaut. Zuweilen fühlt man sich in all dem wabernden Gewobbele wie auf einem freundlichen Pilztrip. Manchmal ist man sich nicht einmal sicher, ob man gerade wirklich eine Hammondorgel, eine Flöte, eine Sitar gehört oder sich das Instrument am Ende nur eingebildet hat. Dann wird es plötzlich wieder handfest: "Enough's Enough" wirkt mit seinem funky hoch- und runterkletternden Basslauf wie aus dem Archiv der Jackson 5 gemopst. Jamie selbst singt hier wie der junge Michael. "I Wanna Be Your Telephone" birgt - neben einer zeitgemäßen Neuauflage der Knopf-an-deiner-Bluse-Metapher - härtere, fast technoide Klänge. Dabei reitet die Nummer gnadenlos das Laid Back'sche "White Horse". Im Hintergrund stöhnt es wie weiland Donna Summer, die Disco-Queen. Dem DJ gleichen Namens dürfte das wüste Durcheinander ebenso einen wohligen Seufzer entlocken. In der Vielfalt der musikalischen Ausgestaltung machen sich die zahlreichen Gäste bemerkbar. Neben Beck, der seine Finger in der kompletten Produktion hatte, treten unter anderem Feist, wieder einmal Gonzales, Wilcos Pat Sansone oder James Gadson, der bereits für Bill Withers oder Quincy Jones trommelte, in Erscheinung. Genauso facettenreich gibt sich - mal mit, mal ohne Effekt - Jamie Lidells Gesang voller Herzblut und Hingabe: Prince und Stevie Wonder - an den Haaren herbei gezogen erscheinen diese hochkarätigen Vergleiche auch diesmal nicht. "Now I know the only compass that I need ist the one that leeds back to you", heißt es im Titeltrack. Mumpitz! Jamie Lidell braucht auch im üppigsten Sound-Dickicht keinen Richtungsanzeiger. Er findet seinen Weg abseits ausgetretener Pfade mit schlafwandlerischer Sicherheit. Und ich? "I Can Love Again". © Laut
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Pop - Erschienen am 14. Oktober 2016 | JAJULIN

Hi-Res
Mit Building A Beginning bleibt Jamie Lidell seiner Taktik treu und tobt sich weiter auf den musikalischen Spielfeldern des Soul, Funk, Elektro-Funk und Pop aus. Die jahrelange Erfahrung hat ihm beim Feinschliff des Songschreibens von Funkhits geholfen, auch wenn seine wahre Leidenschaft weiterhin den goldenen Zeiten des Groove und seinen stilgebenden Repräsentanten wie Stevie Wonder, Sly Stone, Al Green, Marvin Gaye und Prince gilt. Dieses sechste Studioalbum kommt jedoch ruhiger als seine Vorgänger daher. Vielleicht ist es das Alter. Wahrscheinlich das Vater-Sein...In den Balladen gibt Lidell alles und seine sublime Stimme erhebt sich über alles. An seine Seite gesellen sich auf diesem Album eine Reihe beeindruckender Musiker (der Bassist Pino Palladino, der Drummer Daru Jones oder auch Pat Sansone von der Band Wilco) und auf dem Stück Motionless sorgt ein Gospelchor für goße Emotionen. Auch wenn Building A Beginning vielleicht unterm Strich das am wenigsten auffällige und punchige Album ist, ist es sicherlich das ergreifendste und aufrichtigste. © MD/Qobuz
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Jim

Soul/Funk/R&B - Erschienen am 27. April 2008 | Warp Records

Habe ich mich im Zusammenhang mit "Multiply" eigentlich über dessen unverschämte Kürze beschwert? Ich kann mich nicht erinnern, allzu lange schon liegt Jamie Lidells Vorgängeralbum zurück. Was sich mir allerdings unauslöschlich ins Gedächtnis gefräst hat: Das verständnislose "Wie? Schon aus?"-Gefühl, das "JIM" unerfreulich reanimiert. Andererseits: Wie oft bekommt man überflüssiges Füllmaterial serviert, das man genau so gut bis viel besser hätte weglassen können? Der Fehler, halbgare oder auch nur okay geratene Tracks zwischen die exquisiten Nummern zu streuen, unterläuft Jamie Lidell nicht. "JIM" birgt, wie einst "Multiply", ausschließlich zauberhaftes Material. Womit die Kritik - zu lange hat's gedauert, zu schnell ist's wieder vorbei - auch bereits abgehakt wäre und ich getrost in Schwärmerei verfalle. "Another day, another way for me to open up to you." Positiver, freundlicher kann man eigentlich nirgends willkommen geheißen werden. Vogelgezwitscher und ein beschwingtes Piano sorgen für frühlingshafte Leichtigkeit, während soulige Background-Gesänge dezenten Gospel-Appeal verströmen. Instantan entpuppt sich der Eröffnungssong als der Anführer einer ganzen Parade von Ohrwürmern. Diese rufen - sehr im Gegensatz zu unerwünschten anderen Melodien, die sich unbarmherzig im Gehör festkrallen und nur schwer wieder austreiben lassen - keinerlei Abwehrreaktion hervor. Lidells trickreiche Kompositionen schleichen sich in Kopf und Herz, und da sollen sie bitteschön auch eine Weile bleiben. Bei aller Kürze funkelt "JIM" doch aus scheinbar zahllosen Facetten und krallt dabei seine Wurzeln tief in den Soul der 60er Jahre. Der Gesang steht prominent im Scheinwerferlicht, wirkt dabei aber doch stets exzellent eingebettet in das instrumentale Umfeld, das ihn stützt und akzentuiert und dabei einen überaus organischen, liebevoll handgearbeiteten Eindruck hinterlässt. Zum treibenden Rhythmus von "Wait For Me" gesellt sich einmal mehr Gonzales am Piano. Die Dynamik, die diese Kombination überall da entfaltet, wo beide Herren aufeinander treffen, zieht sich auch durch das gemeinsam erschaffene "Where D'You Go". Darauf passt ein einziges Etikett: Rock'n'Roll, Baby! "All I Wanna Do" baut auf zarte, gefühlvolle Akustikgitarre, den Bass und eine aus dem Hintergrund ertönende Orgel, während es in "Little Bit Of Feel Good" durch und durch funky zur Sache geht. Elektronische Klänge schleichen sich in "Figured Me Out", das mit druckvollem Gesang durchaus auch für den Dancefloor taugt. Hier offenbart sich, wie auch im philosophischen "Green Light", das vielleicht größte Talent eines Jamie Lidell: Er nutzt Standards, klimpert auf den Erwartungen seiner Hörerschaft, nur, um diesen im geeigneten Moment mit einem Ausbruch in Unerwartetes, mit geschickten kleinen Verfremdungen, einen Tritt zu verpassen, der eventuell aufkommende Langeweile, jedweden "Kenn' ich schon"-Gedankengang, im Keim erstickt. Der musikalischen Bandbreite angemessen präsentiert sich Jamie Lidell als vielseitiger Vokalist. Zeigte er sich in "Out Of My System" noch in plaudernder Geschichtenerzähler-Stimmung, stellt er "All I Wanna Do" gesanglich in die Tradition von Songs wie Ben E. Kings "Stand By Me". Lidell rockt sich durch den "Hurricane", nur um im abschließenden "Rope Of Sand" wieder leise, verwehte, melancholische Töne anzustimmen. Unter der oft schlicht erscheinenden Oberfläche birgt "JIM" komplex konstruierte, dabei doch wundervoll eingängige Songs, die, außer, dass sie durchgehend Freude bereiten, vor allem eins schüren: die Lust auf den nächsten Jamie Lidell-Live-Auftritt. Aus der Konserve nämlich ist dieser Mann groß. In seinen manischen Ausbrüchen auf der Bühne aber explodiert der höfliche bebrillte Brite in einen glitzernden Show-Giganten, den man dringend erlebt haben sollte. © Laut
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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 13. Juni 2005 | Warp Records

Jamie Lidell hat sich Zeit gelassen. Ganze fünf Jahre nach "Muddlin Gear", seinem ebenso anstrengenden wie großartigem Solodebüt, hat der mittlerweile in Berlin lebende Engländer sein zweites Album fertiggestellt. Mein erster Gedanke, "Meine Nerven, der Mann muss Stevie Wonder gefressen haben!", brachte mich noch mehr zum Grinsen, als ich irgendwo las, Jamie Lidell höre sich an wie eine Reinkarnation von Little Richard. Überhaupt könnte man mit den Interpreten, an die man bei "Multiply" denken muss, einen erstklassigen Soul-Funk-Sampler herausgeben; ich hatte Marvin Gaye, Otis Redding und Sly Stone ebenso im Kopf wie Ben E. King, Prince und Michael Jackson. Wie kommt das? Ganz einfach: Jamie Lidell kann singen. Dazu funky Bassläufe und insgesamt durchdachte Instrumentals - was will man mehr? Schon der Titeltrack "Modify" kommt so herrlich Sitting-On-The-Dock-Of-The-Bay-mäßig daher, dass es eine Freude ist. "A Little Bit More" ist der einzige Song des Albums, der noch an den knarzigen Sound aus Super_Collider-Zeiten erinnert, als Jamie Lidell gemeinsam mit dem in Chile geborenen Technoproduzenten Cristian Vogel Musik produzierte, die in die gängigen Genre-Schubladen einfach nicht passen möchte. Die Vocals in "A Little Bit More", nein, es ist NICHT Prince! "Newme" klingt dafür gleich wieder, als sei eine James-Brown-Nummer durch den elektronischen Fleischwolf gedreht worden. Das macht Spaß. Jamie Lidell schließt mit zwei herrlichen, engtanztauglichen Schnulzen. Man weiß gar nicht, ob man "This Time" oder "Game For Fools" zu diesem Behufe wählen soll. Ich für meinen Teil ziehe mich da elegant aus der Affäre und schlage als Anspieltipp meinen absoluten Favoriten vor: "What's The Use". "Life may sometimes be sad but it's always beautiful." So beschallt bestimmt. "When I Come Back Around" als erste Single auszukoppeln: eine exzellente Wahl. Der komplexe musikalische Unterbau, über den Jamie Lidell seinen Gesang ausbreitet, stört keineswegs: Die Nummer kann es an Tanzbarkeit mit jedem Hit aus "Thriller" aufnehmen. Wäre er nicht gerade anderweitig beschäftigt, der King of Pop würde wohlwollend nicken. Ich mochte Super_Collider vor Jahren schon. Als ich letztes Jahr einen Schweizer DJ in einem brettharten Funk-Set Super_Collider-Stücke habe unterbringen hören, war ich noch ehrlich verblüfft. Nach "Multiply" ist sogar mir restlos klar, welcher der beiden Herren der funky Teil des Duos war. "Multiply" möchte man zum Frühstück hören. Easy like sunday morning. © Laut
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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 31. Oktober 2005 | Warp Records

Jamie Lidell hat sich Zeit gelassen. Ganze fünf Jahre nach "Muddlin Gear", seinem ebenso anstrengenden wie großartigem Solodebüt, hat der mittlerweile in Berlin lebende Engländer sein zweites Album fertiggestellt. Mein erster Gedanke, "Meine Nerven, der Mann muss Stevie Wonder gefressen haben!", brachte mich noch mehr zum Grinsen, als ich irgendwo las, Jamie Lidell höre sich an wie eine Reinkarnation von Little Richard. Überhaupt könnte man mit den Interpreten, an die man bei "Multiply" denken muss, einen erstklassigen Soul-Funk-Sampler herausgeben; ich hatte Marvin Gaye, Otis Redding und Sly Stone ebenso im Kopf wie Ben E. King, Prince und Michael Jackson. Wie kommt das? Ganz einfach: Jamie Lidell kann singen. Dazu funky Bassläufe und insgesamt durchdachte Instrumentals - was will man mehr? Schon der Titeltrack "Modify" kommt so herrlich Sitting-On-The-Dock-Of-The-Bay-mäßig daher, dass es eine Freude ist. "A Little Bit More" ist der einzige Song des Albums, der noch an den knarzigen Sound aus Super_Collider-Zeiten erinnert, als Jamie Lidell gemeinsam mit dem in Chile geborenen Technoproduzenten Cristian Vogel Musik produzierte, die in die gängigen Genre-Schubladen einfach nicht passen möchte. Die Vocals in "A Little Bit More", nein, es ist NICHT Prince! "Newme" klingt dafür gleich wieder, als sei eine James-Brown-Nummer durch den elektronischen Fleischwolf gedreht worden. Das macht Spaß. Jamie Lidell schließt mit zwei herrlichen, engtanztauglichen Schnulzen. Man weiß gar nicht, ob man "This Time" oder "Game For Fools" zu diesem Behufe wählen soll. Ich für meinen Teil ziehe mich da elegant aus der Affäre und schlage als Anspieltipp meinen absoluten Favoriten vor: "What's The Use". "Life may sometimes be sad but it's always beautiful." So beschallt bestimmt. "When I Come Back Around" als erste Single auszukoppeln: eine exzellente Wahl. Der komplexe musikalische Unterbau, über den Jamie Lidell seinen Gesang ausbreitet, stört keineswegs: Die Nummer kann es an Tanzbarkeit mit jedem Hit aus "Thriller" aufnehmen. Wäre er nicht gerade anderweitig beschäftigt, der King of Pop würde wohlwollend nicken. Ich mochte Super_Collider vor Jahren schon. Als ich letztes Jahr einen Schweizer DJ in einem brettharten Funk-Set Super_Collider-Stücke habe unterbringen hören, war ich noch ehrlich verblüfft. Nach "Multiply" ist sogar mir restlos klar, welcher der beiden Herren der funky Teil des Duos war. "Multiply" möchte man zum Frühstück hören. Easy like sunday morning. © Laut
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Pop - Erschienen am 18. September 2017 | JAJULIN

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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 29. Mai 2006 | Warp Records

Jamie Lidell hat sich Zeit gelassen. Ganze fünf Jahre nach "Muddlin Gear", seinem ebenso anstrengenden wie großartigem Solodebüt, hat der mittlerweile in Berlin lebende Engländer sein zweites Album fertiggestellt. Mein erster Gedanke, "Meine Nerven, der Mann muss Stevie Wonder gefressen haben!", brachte mich noch mehr zum Grinsen, als ich irgendwo las, Jamie Lidell höre sich an wie eine Reinkarnation von Little Richard. Überhaupt könnte man mit den Interpreten, an die man bei "Multiply" denken muss, einen erstklassigen Soul-Funk-Sampler herausgeben; ich hatte Marvin Gaye, Otis Redding und Sly Stone ebenso im Kopf wie Ben E. King, Prince und Michael Jackson. Wie kommt das? Ganz einfach: Jamie Lidell kann singen. Dazu funky Bassläufe und insgesamt durchdachte Instrumentals - was will man mehr? Schon der Titeltrack "Modify" kommt so herrlich Sitting-On-The-Dock-Of-The-Bay-mäßig daher, dass es eine Freude ist. "A Little Bit More" ist der einzige Song des Albums, der noch an den knarzigen Sound aus Super_Collider-Zeiten erinnert, als Jamie Lidell gemeinsam mit dem in Chile geborenen Technoproduzenten Cristian Vogel Musik produzierte, die in die gängigen Genre-Schubladen einfach nicht passen möchte. Die Vocals in "A Little Bit More", nein, es ist NICHT Prince! "Newme" klingt dafür gleich wieder, als sei eine James-Brown-Nummer durch den elektronischen Fleischwolf gedreht worden. Das macht Spaß. Jamie Lidell schließt mit zwei herrlichen, engtanztauglichen Schnulzen. Man weiß gar nicht, ob man "This Time" oder "Game For Fools" zu diesem Behufe wählen soll. Ich für meinen Teil ziehe mich da elegant aus der Affäre und schlage als Anspieltipp meinen absoluten Favoriten vor: "What's The Use". "Life may sometimes be sad but it's always beautiful." So beschallt bestimmt. "When I Come Back Around" als erste Single auszukoppeln: eine exzellente Wahl. Der komplexe musikalische Unterbau, über den Jamie Lidell seinen Gesang ausbreitet, stört keineswegs: Die Nummer kann es an Tanzbarkeit mit jedem Hit aus "Thriller" aufnehmen. Wäre er nicht gerade anderweitig beschäftigt, der King of Pop würde wohlwollend nicken. Ich mochte Super_Collider vor Jahren schon. Als ich letztes Jahr einen Schweizer DJ in einem brettharten Funk-Set Super_Collider-Stücke habe unterbringen hören, war ich noch ehrlich verblüfft. Nach "Multiply" ist sogar mir restlos klar, welcher der beiden Herren der funky Teil des Duos war. "Multiply" möchte man zum Frühstück hören. Easy like sunday morning. © Laut
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CD3,79 Fr.

Soul/Funk/R&B - Erschienen am 13. April 2008 | Warp Records

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Soul - Erschienen am 27. Mai 2008 | Warp Records

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R&B - Erschienen am 12. Juli 2016 | JAJULIN

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Electronic - Erschienen am 12. Juli 2010 | Warp Records

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Soul - Erschienen am 5. Juni 2006 | Warp Records

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Soul - Erschienen am 23. Mai 2005 | Warp Records

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Lounge - Erschienen am 15. November 2017 | We Are The Guard

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Soul - Erschienen am 10. Mai 2010 | Warp Records

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Pop - Erschienen am 10. Juni 2016 | Jamie Lidell

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Soul - Erschienen am 10. März 2006 | Warp Records

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Dance - Erschienen am 24. Februar 2017 | Accidental Jnr

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Pop - Erschienen am 2. September 2015 | Jamie Lidell