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Neil Young|On the Beach

On the Beach

Neil Young

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"Hey now now, hey now now / I'm driftin' back", singt Neil Young gleich zu Beginn seines 35. Studioalbums "Psychedelic Pill", und fast könnte man meinen, es wäre wieder das Jahr 1979. Schließlich rufen dieses markante Zitat und die beständig hohe, flatterhafte Stimme Youngs nicht von ungefähr "Hey Hey, My My" vom legendären Folk-Thunder-Album "Rust Never Sleeps" ins Gedächtnis. Damals wie heute heftig rumpelnd im Hintergrund: Die treuen Vasallen von Crazy Horse. Dabei ist auch der Albumtitel, so viel wird klar, durchaus als nostalgische Reminiszenz an die jungen Karrierejahre als Drifter, als lärmender Herumtreiber zu verstehen. Und an den Rausch als ewiger Quelle künstlerischen Schaffens, obwohl - oder vielleicht gerade weil – Neil Young seit letztem Jahr Alkohol und Cannabis öffentlich abgeschworen hat. Neil Young treibt also in seinen Erinnerungen flussaufwärts, vorbei am letzten wirklichen Feedback-Kracher "Ragged Glory" aus dem Jahr 1990, weit zurück in die Vergangenheit. Ein Suchender ist er ja immer gewesen. Nach der Punk-Folklore von "Americana" hat er dieser Tage mit "Waging Heavy Peace" (der deutsche Titel "Ein Hippie-Traum" ist etwas peinlich) auch seine Autobiographie veröffentlicht. Darin umkreist er auf 475 Seiten in recht hölzernem und bisweilen selbstgefälligem Plauderton sein Leben - der Kanadier ist nun mal kein Großerzähler und intellektueller Sprachjongleur, sondern ein ewig grollender, manchmal naiver und stets erratischer Songpoet und politischer Zeitenspiegler an der elektrischen Gitarre. Das Buch kommt auch in jenem ersten Song "Driftin' Back" zur Sprache, einem fast 28-minütigen, mäandernden Folk-Dröhner: "Dream about the way things sounded, write about them in my book", singt Young, ehe ein warmer, kulturpessimistischer Assoziationsreigen von Picassos als Tapete, dem von Young seit jeher verhassten MP3-Format ("When you hear my song now, you only get 5 percent") und einem "Hip Hop Haircut" auf einen einregnet, den sich der mittlerweile fast 67-Jährige verpassen lassen will. Trotz seiner instinktiv-wuchtigen Jams ist "Psychedelic Pill" ein wunderbar altersweises Rock'n'Roll-Album, das man als amerikanische Bilanz lesen kann. Im 17-minütigen "Ramada Inn", noch so einem Midtempo-Epos nach der Formel eines Gassenhauers wie "Like A Hurricane", entwirft Neil Young das tugendhafte Bild einer lebenslangen Ehe als Antagonismus aus Liebe und Abhängigkeit. Das Musikvideo ist als LSD-trunkene Spazierfahrt durch das Amerika der 60er-Jahre angelegt. Im hard-rockigen "Born In Ontario" erinnert sich der Drifter an die ersten Stationen seines rastlosen Lebens, im bauähnlichen Stampfer "Twisted Road" gar nach "From Hank To Hendrix" vom großartigen 1992-er Grunge-Antipoden "Harvest Moon" erneut an die Musiker, die in seiner Jugend für die Erweckungserlebnisse zuständig waren – eben Hank Williams, dazu Grateful Dead, Roy Orbison, Bob Dylan: "First time I heard Like a Rolling Stone / I felt that magic and took it home". Noch ergreifender ist allerdings "She's Always Dancing", in dem die alten Recken mit süßer Melancholie auf den Zungen die Magie eines tanzenden Hippie-Mädchens besingen: "She wants to live without ties to bind her down / She wants to dance with her body left unbound / She wants to spin like she lives in her own world / She wants to dream like she was a little girl." Selbst seine klassischen Folk-Wurzeln lässt Neil Young mit "For The Love Of Man" kurz aufleben, einer sinnlichen Ballade, die auch auf sein bis heute erfolgreichstes Album "Harvest" gepasst hätte. Und mit dem über 16-minütigen "Walk Like A Giant" wartet das längste Album in der Karriere des Neil Young zum Abschluss mit einem glühenden Portrait der Generation "Easy Rider" auf. Es sind diese Zeilen, die Youngs Klasse als Songwriter besser zusammenfassen, als es der Ton jedweder Biographie je könnte: "We saw the lights and spiritual shining / Getting closer every minute / Then we skipped the rails, and we started to fail / And we folded you, and it’s not enough / Think about how close we came / I wanna walk like a giant on the land."
© Laut

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On the Beach

Neil Young

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1
Walk On
00:02:41

NEIL YOUNG, Producer, Guitar, Lead Vocals, Writer, MainArtist - DAVID BRIGGS, Producer - Ralph Molina, Drums, Background Vocals - Billy Talbot, Bass Guitar

2011 © 1974 Reprise Records ℗ 1974 Warner Records Inc.

2
See the Sky About to Rain
00:05:04

NEIL YOUNG, Producer, Piano, Lead Vocals, Writer, MainArtist - Ben Keith, Guitar - Tim Drummond, Bass Guitar - Levon Helm, Drums - Joe Yankee, Harmonica - Mark Harman, Producer

2011 © 1974 Reprise Records ℗ 1974 Warner Records Inc.

3
Revolution Blues
00:04:04

David Crosby, Rhythm Guitar - Rick Danko, Bass Guitar - NEIL YOUNG, Producer, Lead Vocals, Writer, Lead Guitar, MainArtist - Ben Keith, Piano - Levon Helm, Drums - Mark Harman, Producer

2011 © 1974 Reprise Records ℗ 1974 Warner Records Inc.

4
For the Turnstiles
00:03:15

NEIL YOUNG, Producer, Banjo, Lead Vocals, Writer, MainArtist - DAVID BRIGGS, Producer - Ben Keith, Background Vocals, Dobro - Ralph Molina, Background Vocals - Billy Talbot, Bass Guitar

2011 © 1974 Reprise Records ℗ 1974 Warner Records Inc.

5
Vampire Blues
00:04:15

NEIL YOUNG, Producer, Lead Vocals, Writer, Lead Guitar, MainArtist - Ben Keith, Drums, Background Vocals - Ralph Molina, Drums - Tim Drummond, Bass Guitar, Percussion - Mark Harman, Producer - George Whistsell, Guitar

2011 © 1974 Reprise Records ℗ 1974 Warner Records Inc.

6
On the Beach
00:06:59

NEIL YOUNG, Producer, Lead Vocals, Writer, Lead Guitar, MainArtist - Ben Keith, Drums - Al Schmitt, Producer - Graham nash, Piano - Ralph Molina, Drums - Tim Drummond, Bass Guitar

2011 © 1974 Reprise Records ℗ 1974 Warner Records Inc.

7
Motion Pictures (For Carrie)
00:04:24

Rusty Kershaw, Slide Guitar - NEIL YOUNG, Lead Vocals, Writer, Lead Guitar, Harmonica, MainArtist - Ben Keith, Bass Guitar - Ralph Molina, Drums - Neil Youngg, Producer

2011 © 1974 Reprise Records ℗ 1974 Warner Records Inc.

8
Ambulance Blues
00:08:56

Rusty Kershaw, Fiddle - NEIL YOUNG, Producer, Lead Vocals, Writer, Lead Guitar, Harmonica, MainArtist - Ben Keith, Bass Guitar - Al Schmitt, Producer - Ralph Molina, Drums - Joe Yankee, Tambourine

2011 © 1974 Reprise Records ℗ 1974 Warner Records Inc.

Albumbeschreibung

"Hey now now, hey now now / I'm driftin' back", singt Neil Young gleich zu Beginn seines 35. Studioalbums "Psychedelic Pill", und fast könnte man meinen, es wäre wieder das Jahr 1979. Schließlich rufen dieses markante Zitat und die beständig hohe, flatterhafte Stimme Youngs nicht von ungefähr "Hey Hey, My My" vom legendären Folk-Thunder-Album "Rust Never Sleeps" ins Gedächtnis. Damals wie heute heftig rumpelnd im Hintergrund: Die treuen Vasallen von Crazy Horse. Dabei ist auch der Albumtitel, so viel wird klar, durchaus als nostalgische Reminiszenz an die jungen Karrierejahre als Drifter, als lärmender Herumtreiber zu verstehen. Und an den Rausch als ewiger Quelle künstlerischen Schaffens, obwohl - oder vielleicht gerade weil – Neil Young seit letztem Jahr Alkohol und Cannabis öffentlich abgeschworen hat. Neil Young treibt also in seinen Erinnerungen flussaufwärts, vorbei am letzten wirklichen Feedback-Kracher "Ragged Glory" aus dem Jahr 1990, weit zurück in die Vergangenheit. Ein Suchender ist er ja immer gewesen. Nach der Punk-Folklore von "Americana" hat er dieser Tage mit "Waging Heavy Peace" (der deutsche Titel "Ein Hippie-Traum" ist etwas peinlich) auch seine Autobiographie veröffentlicht. Darin umkreist er auf 475 Seiten in recht hölzernem und bisweilen selbstgefälligem Plauderton sein Leben - der Kanadier ist nun mal kein Großerzähler und intellektueller Sprachjongleur, sondern ein ewig grollender, manchmal naiver und stets erratischer Songpoet und politischer Zeitenspiegler an der elektrischen Gitarre. Das Buch kommt auch in jenem ersten Song "Driftin' Back" zur Sprache, einem fast 28-minütigen, mäandernden Folk-Dröhner: "Dream about the way things sounded, write about them in my book", singt Young, ehe ein warmer, kulturpessimistischer Assoziationsreigen von Picassos als Tapete, dem von Young seit jeher verhassten MP3-Format ("When you hear my song now, you only get 5 percent") und einem "Hip Hop Haircut" auf einen einregnet, den sich der mittlerweile fast 67-Jährige verpassen lassen will. Trotz seiner instinktiv-wuchtigen Jams ist "Psychedelic Pill" ein wunderbar altersweises Rock'n'Roll-Album, das man als amerikanische Bilanz lesen kann. Im 17-minütigen "Ramada Inn", noch so einem Midtempo-Epos nach der Formel eines Gassenhauers wie "Like A Hurricane", entwirft Neil Young das tugendhafte Bild einer lebenslangen Ehe als Antagonismus aus Liebe und Abhängigkeit. Das Musikvideo ist als LSD-trunkene Spazierfahrt durch das Amerika der 60er-Jahre angelegt. Im hard-rockigen "Born In Ontario" erinnert sich der Drifter an die ersten Stationen seines rastlosen Lebens, im bauähnlichen Stampfer "Twisted Road" gar nach "From Hank To Hendrix" vom großartigen 1992-er Grunge-Antipoden "Harvest Moon" erneut an die Musiker, die in seiner Jugend für die Erweckungserlebnisse zuständig waren – eben Hank Williams, dazu Grateful Dead, Roy Orbison, Bob Dylan: "First time I heard Like a Rolling Stone / I felt that magic and took it home". Noch ergreifender ist allerdings "She's Always Dancing", in dem die alten Recken mit süßer Melancholie auf den Zungen die Magie eines tanzenden Hippie-Mädchens besingen: "She wants to live without ties to bind her down / She wants to dance with her body left unbound / She wants to spin like she lives in her own world / She wants to dream like she was a little girl." Selbst seine klassischen Folk-Wurzeln lässt Neil Young mit "For The Love Of Man" kurz aufleben, einer sinnlichen Ballade, die auch auf sein bis heute erfolgreichstes Album "Harvest" gepasst hätte. Und mit dem über 16-minütigen "Walk Like A Giant" wartet das längste Album in der Karriere des Neil Young zum Abschluss mit einem glühenden Portrait der Generation "Easy Rider" auf. Es sind diese Zeilen, die Youngs Klasse als Songwriter besser zusammenfassen, als es der Ton jedweder Biographie je könnte: "We saw the lights and spiritual shining / Getting closer every minute / Then we skipped the rails, and we started to fail / And we folded you, and it’s not enough / Think about how close we came / I wanna walk like a giant on the land."
© Laut

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